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"Im einstelligen Prozentbereich" Labore testen Mutanten-Verbreitung

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Die Labore haben nach Zehntausenden Testungen einen ersten Überblick über die Ausbreitung von Corona-Varianten.

(Foto: imago images/AAP)

Seit einer Woche testen Labore, wie weit die neuen Corona-Varianten bereits in Deutschland verbreitet sind. Aktuell bewege sich das erst "im einstelligen Prozentbereich", so die Forscher. Allerdings sei eine statistische Verzerrung wahrscheinlich.

Die Labore in Deutschland haben nach Zehntausenden Testungen einen ersten Überblick über die Ausbreitung von Corona-Varianten hierzulande. "Was hier durchs Land schwirrt, ist im einstelligen Prozentbereich", sagte der Laborbetreiber Evangelos Kotsopoulos bei einem Pressegespräch des Verbands der Akkreditierten Labore in der Medizin.

Er betonte aber, dass erst seit einer guten Woche gezielt getestet werde und die Zahlen bisher meist aus der Cluster-Nachverfolgung stammten. Sprich: Die Menschen in den Infektionsherden können sich gegenseitig mit den neuen Virus-Varianten infizieren, weswegen eine statistische Verzerrung wahrscheinlich ist.

Mit speziellen Tests wollen die Labore einen flächendeckenden Überblick über hochansteckende Corona-Mutanten wie die britische Variante B 1.1.7 bekommen. Zu diesem Zweck sollen etwa acht bis zehn Prozent aller positiven Corona-Tests mit einem separaten sogenannten PCR-Kit nachgetestet werden. "Das wird hier massiv hochgefahren", sagte Kotsopoulos.

Die benötigten Kits gebe es aber erst seit etwas mehr als einer Woche. In der vergangenen Woche seien mehrere Zehntausend PCR-Nachtestungen auf Mutanten durchgeführt worden. Mit einem genauen Ergebnis könne in wenigen Tagen gerechnet werden, hieß es. Auch das Robert-Koch-Institut werde dazu einen Bericht veröffentlichen.

Quelle: ntv.de, nan/dpa

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