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Männer holen nicht mehr auf Lebenserwartung steigt langsamer

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Frauen leben im Durchschnitt etwa fünf Jahre länger als Männer.

(Foto: imago images / Westend61)

Mädchen und Jungen, die heute geboren werden, leben statistisch etwas länger als noch vor zehn Jahren. Dabei gleicht sich das Alter zwischen Mann und Frau nicht mehr so stark an wie zuvor.

Die Lebenserwartung Neugeborener in Deutschland ist leicht gestiegen. Mädchen, die heute geboren werden, haben eine Lebenserwartung von 83,3 Jahren, teilte das Statistische Bundesamt mit. Bei Jungen liegt die Lebenserwartung laut der Sterbetafel bei 78,5 Jahren. Gegenüber der letzten Erhebung stieg die Lebenserwartung bei Jungen und Mädchen um etwa 0,1 Jahre.

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Die Veränderung liegt im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Demnach gibt es einen Trend zu einem langsameren Anstieg der Lebenserwartung. Bis zur Erhebung aus den Jahren 2006 und 2008 nahm sie jahrzehntelang bei Mädchen im Schnitt um 0,2 Jahre zu, bei Jungen um 0,3 Jahre.

Gleichzeitig geht die Differenz in der Lebenserwartung zwischen Männern und Frauen nicht mehr so stark zurück wie in den vergangenen Jahrzehnten. Um das Jahr 2000 lag sie bei Frauen genau sechs Jahre höher als bei Männern. Dieser Unterschied verringerte sich innerhalb von zehn Jahren auf fünf Jahre und nahm seitdem nur noch leicht ab. In der aktuellen Erhebung liegt er bei 4,8 Jahren.

Die höchste Lebenserwartung haben Neugeborene in Baden-Württemberg, wo sie bei 84,1 Jahren für Mädchen und 79,7 Jahre für Jungen liegt. Am niedrigsten ist die Lebenserwartung für Frauen im Saarland, wo sie bei nur 82,1 Jahre liegt, und für Männer in Sachsen-Anhalt mit 76,3 Jahre. Die Differenz zwischen den Geschlechtern zugunsten der Frauen ist in Mecklenburg-Vorpommern mit 6,4 Jahren am höchsten, in Hessen ist sie mit 4,3 Jahren am niedrigsten.

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Quelle: n-tv.de, joh/AFP

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