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Warum wirkt der Mond so groß? Letzter "Supermond" des Jahres leuchtet

Es ist wieder Vollmond, und zwar ein besonders beeindruckender. Wer Ende April den riesigen Mond verpasst hat, hat nun wieder Chancen auf ein Himmelsspektakel. Denn es wird ein "Supermond" erwartet: Er erscheint viel größer als sonst. Aber warum eigentlich?

Der Mond bietet am heutigen Mittwoch einen besonders beeindruckenden Anblick: "Der Vollmond am 26. Mai wird wieder ein besonders großer sein", sagte Sven Melchert, der Vorsitzende der Vereinigung der Sternfreunde. Er erscheine am Himmel viel größer als sonst. Der Grund: Für eine Runde um die Erde benötigt der Mond 27 Tage, dabei schwankt aber die Entfernung wegen der elliptischen Umlaufbahn zwischen 356.400 und 406.700 Kilometern. Da Vollmond alle 29,5 Tage sei, falle der Abstand jeden Monat anders aus.

Der Mond kommt der Erde derzeit mit nur 357.380 Kilometern besonders nahe. Fachleute nennen den Punkt, an dem der Mond auf seiner elliptischen Umlaufbahn der Erde am nächsten kommt (bis auf die erwähnten 356.400 Kilometer), Perigäum. Durchläuft der Mond zu diesem Zeitpunkt gleichzeitig die Vollmondphase, spricht man auch von einem "Supermond". Beträgt die Entfernung die maximalen 406.700 Kilometer, ist es das Apogäum.

Steht der Mond im Perigäum, ist die Fläche der sichtbaren Mondscheibe laut dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) um 30 Prozent größer als bei einem Vollmond im Apogäum. Ein Vollmond im Perigäum leuchte also knapp ein Drittel heller als im Apogäum - was von Beobachtern als kräftigerer Helligkeitseindruck wahrgenommen werde.

Mond entfernt sich immer mehr von Erde

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Am 27. April sah der Mond schon toll aus, hier am Berliner Fernsehturm - in der kommenden Nacht soll es noch toller werden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Übrigens: Der Mond entfernt sich nach DLR-Angaben um 3,8 Zentimeter pro Jahr von der Erde. Vor vier Milliarden Jahren wirkten die Vollmonde daher noch wesentlich beeindruckender. Der Mond umkreiste die Erde auf einer viel engeren Umlaufbahn - nur 60.000 Kilometer sei er damals entfernt gewesen, so das DLR.

Der letzte "Supermond" war erst am 27. April. Am Mittwoch wird der Vollmond zum zweiten und letzten Mal in diesem Jahr besonders groß wirken. Frühaufsteher konnten ihn nach Angaben der Sternfreunde ab etwa 5 Uhr im Südwesten untergehen sehen. Für alle anderen bleibt der Mondaufgang am Abend nach 21 Uhr am südöstlichen Horizont.

"Vielerorts bleibt es grau in grau"

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Der Deutsche Wetterdienst macht für große Teile Deutschlands am Mittwoch allerdings wenig Hoffnung auf einen freien Blick zum Mond. "Vielerorts bleibt es grau in grau", sagte ein Meteorologe. Am Morgen biete sich vielleicht am Alpenrand die Chance auf dünnere Wolken. Am Abend ist es im Süden, Norden und Nordwesten dicht.

Wenn es eine Chance gebe, dann vielleicht in einem Streifen von der Eifel in die Pfalz hin zum Erzgebirge bis zur Uckermark. Es soll wechselnd bewölkt sein, und es bietet sich vielleicht die Möglichkeit auf einen Blick durch die Wolken.

Quelle: ntv.de, abe/dpa

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