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Laschet-Formulierung mit dabei Liste der Corona-Wörter wird länger

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An den Neuschöpfungen lassen sich die Schwerpunkte in der Pandemie ablesen.

(Foto: imago images/Steinach)

In Mannheim arbeiten Wissenschaftler an einer Liste der Corona-Wörter. Und auch wenn keiner so recht versteht, was an Armin Laschets "Brücken-Lockdown" nun neu sein soll: Immerhin aus sprachwissenschaftlicher Sicht ist die Formulierung interessant.

Seit Beginn der Corona-Pandemie untersuchen Wissenschaftler am Leibniz-Institut für Deutsche Sprache in Mannheim, wie sich der Wortschatz mit der Krise verändert. Für ihr Projekt "Neuer Wortschatz" sammeln sie permanent neue Begriffe.

Neu auf der Liste ist nun "Brücken-Lockdown", die jüngste Wortschöpfung des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten und CDU-Chefs, Armin Laschet. Wortschatzforscherin Annette Klosa-Kückelhaus nennt die Formulierung "ein schönes Beispiel für eine Neuschöpfung durch Politiker".

Der "Heilbronner Stimme" sagte die Wissenschaftlerin: "Das Wort ist ein guter Kandidat für unsere Liste, wenn auch davon auszugehen ist, dass es nach der Corona-Zeit sicher wieder aus dem Wortschatz verschwinden wird. Aber momentan war es in allen Medien zu lesen und zu hören, weil der damit bezeichnete Vorschlag von Herrn Laschet eben viel diskutiert wurde und wohl auch noch eine gewisse Zeit lang diskutiert werden wird."

Erzählung der Pandemie

Anfang April sind 1351 Wörter in der vom Leibniz-Institut geführten Corona-Wortschatzliste enthalten. Das sind 280 mehr als im Dezember 2020. Klosa-Kückelhaus zufolge sind dies allerdings nicht nur Wörter, "die im ersten Quartal 2021 aufgekommen sind, sondern solche, die wir in diesem Zeitraum bearbeitet haben". Parallel zu den bearbeiteten Wörtern seien weitere Kandidaten für die Liste gesammelt worden, "das sind insgesamt nochmal etwa 950".

Ob ein Wort in die Liste aufgenommen wird, hängt entscheidend davon ab, welchen Niederschlag es in der öffentlichen und politischen Debatte findet, auch die mediale Begleitung spielt eine große Rolle. Entlang des aktuellen Tagesgeschehens erkennen die Sprachwissenschaftler laut Klosa-Kückelhaus immer wieder Schwerpunkte.

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"Einige Wörter des ersten Quartals 2021 stammen aus der Berichterstattung rund um das Thema Impfen - zum Beispiel Impfpriorisierung, Impfmafia, Impfstoffnationalismus, Impfvorrang, Impftourist -, andere bezeichnen Virusmutationen, zum Beispiel Britenvirus, B.1.1.7-Mutante."

Schließlich gehe es auch um Lockerungs- und Öffnungsstrategien oder Strategien, wie das Virus ganz beseitigt werden kann, zum Beispiel No-Covid-Strategie, Green-Zone-Strategie. Als weitere besonders bemerkenswerte Begriffe nennt Klosa-Kückelhaus die "Notbremse", Möglichkeiten des Terminshoppings wie Click & Meet und die "Osterruhe".

Quelle: ntv.de, sba

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