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Stromversorgung wird zum Problem Mars-Lander "Insight" bleibt nicht mehr viel Zeit

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Auf NASA-Bildern ist die Staubschicht deutlich zu erkennen.

(Foto: NASA/JPL-Caltech)

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Seit 2018 ist der NASA-Lander "Insight" auf dem Mars unterwegs. Doch so langsam wird er immer schwächer. Die NASA rechnet damit, dass nicht mehr lange Informationen von Insight kommen.

Dem 2018 auf dem Mars gelandeten NASA-Lander "Insight" geht die Energie aus. "Der "Insight" Mars-Lander der NASA verliert allmählich an Leistung und wird voraussichtlich noch in diesem Sommer den wissenschaftlichen Betrieb einstellen", teilte die US-Raumfahrtbehörde mit.

Das Team erwarte, dass er bis zum Dezember funktionsunfähig werden wird und damit seine Mission auf dem Roten Planeten beendet. Der stationäre Lander war vor knapp vier Jahren auf dem Mars angekommen, um seismische Aktivitäten zu messen.

Seine wissenschaftlichen Ziele erreichte er bereits nach gut zwei Jahren, sodass er sich seitdem auf einer "ausgedehnten Mission" befindet. Zuletzt sei die Stromversorgung aber klar zurückgegangen, weil die zwei 2,2 Meter breiten Solarmodule mit immer dichterem Staub überzogen seien.

Raffinierte Reinigungsaktion

Dass dies nicht schon früher passierte, liegt auch an einem Trick der NASA-Ingenieure: Mit einem Roboter-Arm des Landers streuten sie Sand in die Nähe einer Solarzelle. Als der Wind diesen über die Solarzelle wehte, nahm er dabei auch einen Teil des dort abgelagerten Staubs mit - und die Solarzelle konnte den Lander weiter mit Energie versorgen.

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Wann genau Insight seine Instrumente endgültig ausschaltet, ist die große Unbekannte, da dies vom Wetter, der Leistung des Raumfahrzeugs und anderen schwer zu quantifizierenden Faktoren abhängt, sagte Bruce Banerdt, der leitende Forscher des Jet Propulsion Laboratory der NASA, auf einer Pressekonferenz. "Die Sonde hat unsere Erwartungen bei fast jedem Schritt auf dem Mars übertroffen, und so kann es durchaus sein, dass sie noch länger durchhält", so Banerdt.

Insight ist im November 2018 auf dem Roten Planeten gelandet und hat noch nie dagewesene Messungen der seismischen Aktivität auf dem Mars durchgeführt. Die Mission ermöglichte es Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die Dicke der Kruste und die Größe des Kerns genau einzugrenzen, sagte Banerdt. Das sei ein krönender Abschluss der Mission. "Wir hatten nur ein sehr unscharfes Bild davon, was im Inneren des Mars vor sich ging, und ich denke, der wirkliche Beitrag von Insight besteht darin, dass wir jetzt ein quantitativ genaues Bild des Inneren zeichnen können", sagte er.

(Dieser Artikel wurde am Donnerstag, 19. Mai 2022 erstmals veröffentlicht.)

Quelle: ntv.de, sba/dpa

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