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Rund 100.000 km/h schnell Meteor könnte Mini-Asteroid gewesen sein

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Eine Sternschnuppe wie hier 2015 über Ostfriesland war es am Dienstagabend über Süddeutschland offenbar nicht.

(Foto: picture alliance / dpa)

Hunderte Augenzeugen in Süddeutschland berichten davon: Sie haben ein auffallend helles, sich schnell bewegendes Licht am Himmel gesehen. Ein Meteor! Der Esa zufolge war es ein Gesteinsbrocken von bis zu einem Meter Größe.

Ein Meteor hat am Dienstagabend viele Menschen im Süden Deutschlands zum Staunen gebracht. "Super hell und leicht grünlich" sei die Erscheinung gewesen, schrieb ein Twitter-Nutzer. In einem Meteor-Forum war von einem Schweif die Rede, der ein paar Sekunden lang am Himmel sichtbar blieb. "Es war Angst einflößend, aber wunderschön fesselnd", kommentierte ein Beobachter das sich schnell bewegende Licht am Himmel.

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Die Berichte kamen vorwiegend aus dem Saarland, Südhessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Bayern. Demnach bewegte sich der Meteor etwa von Aschaffenburg über Mainz und Wiesbaden Richtung Mosel. Auch aus der Schweiz und aus Frankreich wurden Sichtungen bekannt. Die Feuerwehr Höchen veröffentlichte ein Video, das den Meteor über Homburg im Saarland zeigt.

Laut Rüdiger Jehn von der Weltraumorganisation Esa in Darmstadt könnte es sich bei dem Meteor um einen maximal ein Meter großen Mini-Asteroiden gehandelt haben. Der Gesteinsbrocken soll rund 100.000 Kilometer pro Stunde schnell gewesen sein. In 80 bis 100 Kilometern Höhe sei das Objekt auf die Atmosphäre geprallt, so Jehn.

Mit den Leoniden hatte die Erscheinung entgegen erster Vermutungen offenbar nichts zu tun. Die Leoniden sind ein Sternschnuppenstrom, der Mitte November in unser Blickfeld gerät. Die Sternschnuppen stammen vom Kometen Tempel-Tuttle, der auf seiner Bahn um die Sonne zahllose Bruchstücke hinterlässt. Der Höhepunkt der Leoniden ist in der Nacht von Freitag auf Samstag zu erwarten. Dann also leuchtet es bei klarer Sicht wieder am Himmel, aber wohl nicht so stark wie durch den Mini-Asteroid am Dienstagabend.

Quelle: n-tv.de, asc/dpa

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