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Alleingelassen im Kreißsaal Mütter sind in großen Kliniken unzufriedener

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Die Studie des Picker-Instituts zeigt eine klare Tendenz: Geburten in großen Kliniken sind nicht unbedingt angenehmer.

(Foto: imago stock&people)

Die Erfahrungen im Kreißsaal und auf Wöchnerinnenstationen sind umso negativer, je größer eine Geburtsklinik ist. Laut einer Studie des Picker-Instituts fühlen sich Mütter in großen Krankenhäusern oft nicht ausreichend informiert und auf sich allein gestellt.

Die Größe einer Geburtsklinik hat einer Studie zufolge Auswirkungen auf die Zufriedenheit von Frauen mit einer Entbindung. Je größer eine Geburtsklinik sei, desto negativer seien die Erfahrungen im Kreißsaal und auf der Wöchnerinnenstation, ergab eine Studie des Picker-Instituts.

Demnach sprachen neun Prozent der Mütter, die in einer Klinik mit mehr als 2000 Geburten pro Jahr entbunden hatten, von einer mittelmäßigen oder schlechten Erfahrung im Kreißsaal. In Kliniken mit weniger als tausend Geburten pro Jahr berichteten demnach dagegen nur gut fünf Prozent von einer mittelmäßigen oder schlechten Erfahrung.

In den großen Kliniken gab mit 34 Prozent zudem ein gutes Drittel der Wöchnerinnen an, unzureichend Gelegenheit für ein Gespräch mit Hebammen über die eigenen Ängste gehabt zu haben. Bei Entbindungen in den kleinen Kliniken hätten darüber nur 19 Prozent geklagt.

Ähnlich seien die Ergebnisse zugunsten der kleineren Kliniken ausgefallen, wenn es um Informationen zum Stillen und die Erfahrung im Wochenbett gegangen sei. Auch bei der Frage, ob die Frauen genügend in Entscheidungen einbezogen wurden und ob immer eine Hebamme da war, wenn sie gebraucht wurde, hätten die kleineren Kliniken besser abgeschnitten.

Das Picker-Institut, das die Behandlungsqualität aus Patientensicht verbessern will, befragte rund 9600 Wöchnerinnen, die zwischen 2014 und 2017 in 77 deutschen Kliniken unterschiedlicher Größe entbunden hatten.

Quelle: n-tv.de, hny/AFP

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