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Schon früh vom Weg abgekommen Nasa-Kapsel "Starliner" erreicht heil die Erde

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In der Einöde von New Mexico nehmen Nasa-Experten die zurückgekehrte Raumkapsel in Augenschein.

(Foto: via REUTERS)

Als Teil der Emanzipation der Nasa von russischer Raumfahrttechnik geht die Boeing-Raumkapsel "Starliner" auf Reise zur ISS. Doch schon früh schlägt die Mission fehl, das unbemannte Flugobjekt erreicht sein Ziel nicht. Immerhin erhält die Nasa den "Starliner" jetzt unbeschadet zurück.

Nach dem gescheiterten Testflug zur ISS ist die unbemannte Boeing-Raumkapsel "Starliner" zur Erde zurückgekehrt. Wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa mitteilte, landete die Kapsel erfolgreich auf der Nasa-Testanlage White Sands im US-Bundesstaat New Mexico. Von der Nasa veröffentlichte Bilder zeigten, wie die Kapsel von drei großen Fallschirmen abgebremst wurde und nach einem verlangsamten Flug landete.

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Abgesichert mit Fallschirmen kam die Kapsel unbeschadet zur Erde zurück.

(Foto: via REUTERS)

Ein Boeing-Sprecher sagte, das Raumschiff befinde sich in einem "exzellenten" Zustand. Trotz des gescheiterten Testflugs sei die Mission kein vollständiger Fehlschlag, betonte Nasa-Chef Jim Bridenstine. "Das Nasa-Team und das Boeing-Team haben Hand in Hand gearbeitet, um so viele der Testziele zu erreichen, wie wir konnten", sagte er vor der Landung.

Dem "Starliner" sei es gelungen, eine Kommunikationsverbindung mit der ISS herzustellen sowie den Andockmechanismus, Sonnensegel, Batterien, Triebwerke und das Wärmeregulierungssystem im Weltraum zu testen. Die Nasa muss nun entscheiden, ob sie einen weiteren Testflug plant oder darauf vertraut, dass die Kapsel für die Beförderung von Astronauten sicher ist.

"Anomalie" an der Borduhr

Eine Atlas-V-Rakete mit dem von Boeing entwickelten "Starliner" an Bord war am Freitag vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida gestartet. 25 Stunden später sollte die Raumkapsel an der Internationalen Raumstation ISS andocken.

Kurz nach dem Start teilten Boeing und die Nasa jedoch mit, die Raumkapsel habe nicht den richtigen Kurs zur ISS eingeschlagen. Sie werde die Raumstation aufgrund technischer Probleme nicht erreichen. Nach Nasa-Angaben führte eine "Anomalie" an der Borduhr zu dem Problem. Weil die Bordinformatik suggeriert habe, dass der Flug bereits in einem späteren Stadium sei als tatsächlich der Fall war, habe die Kapsel mehr Treibstoff verbraucht als geplant.

Boeing hatte die Raumkapsel für bemannte Raummissionen der Nasa entwickelt. An Bord des "Starliner" war bei dem Testflug aber nur ein Dummy, also eine mit Sensoren versehene Puppe, mit der die Flugbedingungen für echte Menschen getestet werden. Der gescheiterte Test ist ein Rückschlag für die Bemühungen der USA, bei bemannten Raumfahrtmissionen von russischen Sojus-Raketen unabhängig zu werden.

Quelle: ntv.de, jog/AFP