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Teurer Urlaub im Weltraum Nasa öffnet ISS für Touristen

Fast zehn Jahre ist der letzte Flug eines Weltraumtouristen auf die Internationale Raumstation ISS her. Nun möchte die Nasa wieder kommerzielle Missionen ins All anbieten. Bereits im kommenden Jahr könnten sich Privat-Astronauten auf den Weg zur ISS machen - vorausgesetzt, sie haben das nötige Kleingeld.

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa will die Internationale Raumstation (ISS) wieder für Touristen öffnen. Ab 2020 solle es eine "kommerzielle" Nutzung der ISS für Weltraumtouristen geben, kündigte Nasa-Finanzvorstand Jeff DeWitt in New York an. Die Nasa wolle bis zu "zwei kurze Missionen pro Jahr für Privat-Astronauten" genehmigen, erklärte die für die ISS zuständige Nasa-Vertreterin Robyn Gatens.

Der Plan "ermöglicht die Nutzung staatlicher Ressourcen für kommerzielle Aktivitäten und schafft die Möglichkeit für private Astronauten-Missionen" zur Raumstation sowie im erdnahen Orbit, so die Nasa. Das Ziel sei es, eine "solide Raumfahrt-Wirtschaft" aufzubauen.

Die privaten Reisen ins All können laut Nasa bis zu 30 Tage dauern. Dorthin sollen die Touristen von zwei Anbietern gebracht werden, die derzeit Raumkapseln für die Nasa entwickeln: das private US-Raumfahrtunternehmen SpaceX von Elon Musk und der US-Flugzeugbauer Boeing.

Die beiden Unternehmen können die Weltraumtouristen auswählen. Hin- und Rückflug sollen insgesamt rund 58 Millionen Dollar kosten. Für das Leben an Bord der Raumstation müssen die Urlauber laut DeWitt zusätzlich rund 35.000 Dollar täglich bezahlen. Der erste von mehreren Weltraumtouristen auf der ISS, der amerikanischen Multimillionär Dennis Tito, war 2001 ins All geflogen. Der letzte Tourist im All war der Kanadier Guy Laliberté im Jahr 2009.

Quelle: n-tv.de, psa/dpa/AFP

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