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Sonntag, 12. August 2018

"Parker Solar Probe": Nasa startet historische Sonnenmission

Bis auf 6,2 Millionen Kilometer soll sich die "Parker Solar Probe" der Sonne nähern. Das klingt erstmal nicht sehr nah. Doch die Sonde muss dabei 1400 Grad Celsius aushalten. Die Nasa schickt sie nun auf ihre Mission.

Mit einen Tag Verspätung hat die US-Raumfahrtbehörde Nasa erstmals eine Sonde gestartet, die in die Sonnenatmosphäre eintauchen soll. Die "Parker Solar Probe" hob an Bord einer "Delta IV Heavy"-Rakete vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida ab, wie die Nasa mitteilte.

Der zunächst für Samstag geplante Start war nach Nasa-Angaben gestoppt worden, weil eine Unregelmäßigkeit während der letzten Minuten des Countdowns beobachtet worden sei.

Mit Hilfe der Schwerkraft der Venus soll die Sonde nun Richtung der rund 150 Millionen Kilometer entfernten Sonne fliegen und ihr im November erstmals nahe kommen. Geschützt von einem fast zwölf Zentimeter dicken Karbonpanzer werde die "Parker Solar Probe" bei dem Projekt mehr Hitze und Strahlung aushalten müssen, als je ein Flugkörper zuvor, berichtete die Nasa.

Die rund 700 Kilogramm schwere Sonde, die etwa so groß wie ein Kleinwagen ist, soll sich dem Stern unseres Planetensystems bis auf rund 6,2 Millionen Kilometer nähern und dabei über 1370 Grad Celsius aushalten. "Parker" werde die Sonne in großen elliptischen Bahnen umkreisen und dabei die äußere Schicht der Sonnenatmosphäre, die Korona, durchqueren. An ihrem geringsten Abstand soll sie eine Geschwindigkeit von 700.000 Kilometer pro Stunde erreichen. Damit würde sie von Hamburg nach Berlin gut eine Sekunde benötigen.

Die Nasa-Forscher versprechen sich von der bis 2025 angesetzten Mission Erkenntnisse darüber, warum die Korona um ein Vielfaches heißer ist als die Oberfläche der Sonne und somit auch über die Funktionsweise von Sternen. Die gesammelten Daten könnten zudem künftige Wettervorhersagen genauer machen.

Die Nasa-Sonde ist nicht die erste, die die Sonne aus der Nähe untersuchen wird. Bereits in den 1970er Jahren starteten die deutsch-amerikanischen Sonden Helios 1 und Helios 2, die jedoch mit rund 45 Millionen Kilometern einen gebührenden Abstand zum Hitzeball hielten.

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Quelle: n-tv.de