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Große Mitmachaktion beginnt Nun soll jeder wieder Wintervögel zählen

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In diesem Jahr interessiert sich der Nabu insbesondere für Blaumeisen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die "Stunde der Wintervögel" ist die größte wissenschaftliche Mitmachaktion Deutschlands: Vogelfreunde sind landesweit dazu aufgerufen, eine Stunde lang alle Vögel von Wohnung, Haus oder Garten aus zu erfassen und zu melden. 2020 hatten sich an der Nabu-Aktion mehr als 143.000 Menschen beteiligt.

Zur Untersuchung des Wintervogel-Vorkommens in Deutschland sind wieder Beobachtungen von Naturliebhabern gefragt. Eine Vogelzählaktion des Naturschutzbundes (Nabu) geht von Freitag bis Sonntag in die elfte Runde, wie die Organisation ankündigte. Wer an der "Stunde der Wintervögel" teilnehmen möchte, soll in dem Zeitraum eine Stunde lang im Auge behalten, welche Vögel sich in welcher Anzahl an einem Ort wie Balkon, Garten oder Park zeigen.

Die Daten kann man dann telefonisch, im Internet oder mit einer Nabu-App melden. "Damit kann jede und jeder mithelfen, eine detaillierte Momentaufnahme der Vogelwelt in unseren Städten und Dörfern zu ermöglichen", erklärte Nabu-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Um den Naturfreundinnen und -freunden die Bestimmung der jeweiligen Vogelart zu erleichtern, stellt der Nabu auf seiner Webseite die 35 häufigsten Wintervögel in Porträts vor: "Von der Amsel bis zum Zaunkönig". Dort heißt es: "Neben besonders häufigen Wintervögeln wie Amsel oder Rotkehlchen wurden mit Bergfink, Erlenzeisig und Seidenschwanz auch sogenannte Invasionsvögel ausgewählt, die in manchen Wintern in großer Zahl aus dem Norden und Osten zu uns ziehen."

Tod Tausender Blaumeisen im vergangenen Frühjahr

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In diesem Jahr interessiert sich der Nabu insbesondere für Blaumeisen (Cyanistes caeruleus). Hintergrund ist eine durch ein Bakterium ausgelöste Epidemie im vergangenen Frühjahr. Diese sorgte den Naturschützern zufolge für den Tod Tausender Blaumeisen. Die Frage ist nun, ob immer noch ein Effekt spürbar ist.

Vergangenes Jahr beteiligten sich nach Nabu-Angaben mehr als 143.000 Menschen an der Zählaktion, die der bayerische Landesbund für Vogelschutz mit organisiert. Eine Erkenntnis aus den bisherigen Zählungen sei, dass in kalten und schneereichen Wintern deutlich mehr Vögel in die Nähe des Menschen kommen. "Die lange Reihe zunehmend milder Winter führte zuletzt zu sinkenden Wintervogelzahlen", hieß es.

Quelle: ntv.de, abe/dpa