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Studie zu Umwelt-Bedrohungen Plastik im Meer macht den Deutschen Angst

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Vor solchem Plastikmüll wie hier am Strand in Borkum graut es den Deutschen.

(Foto: imago/Richard Wareham)

Eine globale Umfrage zeigt, vor welchen Umweltrisiken sich die Menschen am meisten fürchten. In Deutschland und Großbritannien ist das die Verschmutzung der Ozeane. Die Chinesen hingegen sehen das nicht so. Ihnen bereitet ein anderes Problem weitaus größere Sorgen.

In den Augen der Westeuropäer ist Plastik in den Ozeanen die größte Bedrohung für die Umwelt. Australier fürchten sich hingegen am meisten vor der Klimaerwärmung. Das ergab eine globale Umfrage auf fünf Kontinenten des Instituts YouGov und der Non-Profit-Organisation "Orange Ocean". Demnach ist die Verschmutzung der Meere sowohl für die meisten Deutschen, nämlich 49 Prozent, als auch für die Mehrzahl der Briten - hier sind es sogar 55 Prozent - das größte Problem.

Auch Australien fürchtet sich mit 40 Prozent vor zu viel Plastik im Wasser. Knapp davor liegt mit 43 Prozent jedoch die Klimaerwärmung. In den USA ist Plastik im Meer für 34 Prozent der Befragten entsprechend nur das drittgrößte Problem. Drängendere Umweltthemen sind dort für 45 Prozent die Klimaerwärmung und für 38 Prozent die Trinkwasserverschmutzung.

Menschen in Brasilien, China und Ägypten halten Plastikstrudel im Meer für weniger wichtig. In Brasilien landet dieses Thema mit 28 Prozent nur auf Platz sechs. Große Umweltthemen dort sind für 57 Prozent die Trinkwasserverschmutzung, für 47 Prozent die Erderwärmung und für 41 Prozent die Umweltverschmutzung.

Ägypter sorgen sich am meisten ums Trinkwasser

Chinesen haben laut der Studie vor allem Probleme mit der Luftverschmutzung. 59 Prozent gaben diese als größte Bedrohung für die Umwelt an. Weniger bedrohlich ist für sie das Plastik im Meer. Am wenigsten Beachtung schenken diesem Thema die Ägypter mit sieben Prozent. Ihre größte Sorge ist mit 72 Prozent die Trinkwasserverschmutzung.

Für die Studie wurden mehrere Tausend Menschen aus ausgewählten Ländern auf fünf Kontinenten befragt. Darunter befanden sich 2047 Personen aus Deutschland, 2339 aus Großbritannien, 1393 aus den USA, 1062 aus Australien, 1019 aus Ägypten, 1101 aus China und 1038 aus Brasilien. Die Ergebnisse stehen laut YouGov in engem Zusammenhang mit den entsprechenden Lebensrealitäten vor Ort.

Die Ergebnisse aus Deutschland, Großbritannien, den USA und Australien sind repräsentativ für die jeweilige Bevölkerung gemäß Alter, Geschlecht und Region. Die Ergebnisse aus den anderen Ländern sind nur für die jeweilige Internetbevölkerung gemäß Alter und Geschlecht repräsentativ.

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Quelle: n-tv.de, aeh/AFP

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