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Risiko von Mutanten reduziert Russland lässt ersten Impfstoff für Tiere zu

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Hoffnung für Haustiere. Russland lässt ersten Impfstoff für Hund, Katze und Co. zu.

(Foto: dpa)

Auch Haus- und Wildtiere können sich mit dem Coronavirus infizieren und es verbreiten. Eine besondere Gefahr geht dabei von der Entstehung neuer Mutanten aus. Hoffnung macht nun ein Impfstoff, der in Russland zugelassen ist. Die Massenproduktion soll bald starten.

Russland hat nach eigenen Angaben den ersten Corona-Impfstoff für Tiere zugelassen. Das Vakzin Carnivak-Cov sei seit Oktober an Hunden, Katzen, Nerzen, Füchsen und anderen Tieren getestet worden und habe sich zu 100 Prozent als wirksam erwiesen, erklärte die Agrar-Aufsichtsbehörde Rosselchosnadsor. Die Massenproduktion soll bereits im April starten.

Pelztierzüchter in mehreren europäischen Ländern sowie aus den USA, Kanada und Singapur hätten bereits ihr Interesse an Carnivak-Cov bekundet, erklärte der Vizechef der Behörde, Konstantin Sawenkow. Wissenschaftler aus den USA und England hatten zuletzt Ende Januar darauf gedrängt, einen Impfstoff auch für Haustiere zu entwickeln, um die Gefahr neuer Mutanten zu reduzieren.

Katzen besonders oft mit Coronavirus infiziert

Im November hatte die dänische Regierung Millionen Nerze aus Zuchtbetrieben im Norden Jütlands keulen lassen, nachdem bei einigen Tieren eine auf den Menschen übertragbaren Coronavirus-Mutante entdeckt worden war. Die Sorge war damals groß, die neue Variante könnte die Wirksamkeit von Impfstoffen beeinträchtigen.

Sehr früh in der Pandemie hatten Wissenschaftler festgestellt, dass auch Haustiere sich beim Menschen mit dem Coronavirus anstecken können. Zwischen März und Mai 2020 hatten italienische Forscher Antikörper gegen das Virus bei Hunden und Katzen nachgewiesen. Mittlerweile scheint klar, dass Katzen, Frettchen und Hamster besonders anfällig für das Coronavirus sind. Sie stecken sich auch gegenseitig besonders schnell an und scheiden das Virus besonders oft aus.

Quelle: ntv.de, als/AFP

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