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Hitze-Rekordjahr 2016 wackelt September so warm wie nie zuvor

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Badewetter im September

(Foto: picture alliance/dpa)

Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen ist kein September so warm gewesen wie in diesem Jahr. Besonders hohe Temperaturen hat es laut Copernicus-Klimawandeldienst etwa in der Arktis oder in Australien gegeben. Doch auch in anderen Monaten ist der globale Hitzerekord gefallen.

Der September war weltweit der wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen des europäischen Copernicus-Klimawandeldienstes. Die Temperaturen lagen demnach im Durchschnitt 0,05 Grad höher als im September 2019, der bislang als der wärmste galt. Mit Januar und Mai stellten bereits früher in diesem Jahr schon zwei Monate globale Hitzerekorde auf. Damit ist 2020 auf dem Weg, das bisherige Hitze-Rekordjahr 2016 einzuholen.

Auffällig warm war es diesen September etwa in der Arktis, in Teilen Südamerikas und in Australien, wie der Dienst im englischen Reading mitteilte. Er wertete hierfür seine eigenen Datensätze seit 1979 aus, wie eine Wissenschaftlerin erläuterte.

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In Europa lagen den Angaben zufolge die Temperaturen im September dieses Jahres im Schnitt 0,2 Grad Celsius höher als im bisherigen Rekord-September 2018. Besonders betroffen ist den Experten zufolge Südost-Europa gewesen. Der Dienst ist Teil des europäischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus.

Der Klimawandeldienst der EU erstellt monatlich Berichte über die Lufttemperatur, das Meereis und den Wasserkreislauf. Dabei wird auf Daten von Satelliten, Schiffen, Flugzeugen und Wetterstationen rund um den Globus zurückgegriffen. Aussagekräftiger sind die Berichte der US-Klimabehörde NOAA, die Aufzeichnungen seit 1880 berücksichtigt. Sie veröffentlicht ihre September-Analyse demnächst.

Quelle: ntv.de, jki/dpa