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Extremtemperatur auf Spitzbergen So warm war es seit 40 Jahren nicht

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Der Lebensraum vieler Tiere in der Arktis wird durch den Klimawandel nachhaltig verändert.

(Foto: imago images/blickwinkel)

Die Erwärmung schreitet in der Arktis doppelt so schnell voran wie im Rest des Planeten. Das beweist einmal mehr die aktuell gemessene Temperatur auf Spitzbergen. Im Sommer ist es dort normalerweise gerade einmal 5 bis 8 Grad Celsius warm - jetzt sind es 21,2.

Auf Spitzbergen ist die höchste Temperatur seit mehr als 40 Jahren gemessen worden. Der Spitzenwert von 21,2 Grad Celsius wurde nach Angaben des norwegischen Instituts für Meteorologie in Oslo am Nachmittag erreicht. Demnach war es auf dem Arktis-Archipel seit Beginn der Wetteraufzeichnungen nur ein einziges Mal noch wärmer: Im Juli 1979 zeigte das Thermometer dort 21,3 Grad an.

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Die hohen Temperaturen werden nach Angaben des Instituts voraussichtlich bis Montag anhalten. Sie liegen deutlich über den Normaltemperaturen auf der Inselgruppe im arktischen Ozean: Im Juli, dem heißesten Monat des Jahres, ist es dort normalerweise gerade einmal fünf bis acht Grad warm.

Nach Ansicht von Wissenschaftlern schreitet die Klimaerwärmung in der Arktis doppelt so schnell voran wie im Rest der Welt. Im russischen Teil der Arktis etwa liegen die Durchschnittstemperaturen bereits seit Januar durchschnittlich fünf Grad über Normallevel. Anfang Juli wurde in Sibirien mit 38 Grad eine neue Rekordtemperatur jenseits des Polarkreises gemessen.

Quelle: ntv.de, fzö/AFP