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Für Menschen ab 60 Jahre Stiko empfiehlt Impfung gegen Gürtelrose

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Herpes zoster verursacht schmerzende Bläschen auf der Haut. Diese sind ansteckend.

(Foto: imago stock&people)

Der Ausbruch einer Gürtelrose ist schmerzhaft. Die Infektion kann, vor allem für bereits geschwächte Menschen, gefährlich werden. Aus diesem Grund rät die Ständige Impfkomission zu einer Immunisierung, vor allem bei älteren Menschen.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt Menschen ab 60 Jahren eine Schutzimpfung gegen die Virusinfektion Gürtelrose. Es sei eine Standardimpfung mit einem inaktivierten Impfstoff in zwei Dosen, teilte das Robert Koch-Institut (RKI) mit. Schwere Nebenwirkungen der Impfung seien bisher nicht bekannt. Menschen mit einer chronischen Krankheit oder Immunschwäche sollten sich bereits ab 50 Jahren immunisieren lassen.

In Deutschland erkranken jährlich zwischen 350.000 und 400.000 Menschen an einer Gürtelrose, rund fünf Prozent davon schwer. Mehr als 306.000 von ihnen sind älter als 50 Jahre. Die Infektion mit Herpes zoster, umgangssprachlich als Gürtel- oder auch Kopfrose bezeichnet, wird durch ein Virus ausgelöst. Es verursacht meist im Kindesalter zunächst Windpocken. Nach dem Abklingen bleibt das Virus aber lebenslang in den Nervenzellen und kann zu einem späteren Zeitpunkt eine Gürtelrose verursachen.

Vorsicht, ansteckend!

Typisch dafür ist ein brennender Schmerz, gefolgt von einer zumeist halbseitigen, bandartigen Ausbreitung von Bläschen auf der Haut. Menschen mit diesen typischen Symptomen sollten möglichst schnell einen Arzt aufsuchen, denn die Gürtelrose ist ab dem Aufteten der Bläschen für fünf bis sieben Tage ansteckend. Besonders Schwangere sollten vor dieser Ansteckung geschützt werden, da eine Infektion mit Herpes zoster zu Entwicklungsstörungen oder sogar zur Lebensgefahr bei dem Ungeborenen führen kann. Nach dem Abheilen des Ausschlags kann ein Nervenschmerz, sogenannte Zosterschmerzen in seltenen Fällen noch lange danach anhalten.

Der Gemeinsame Bundesausschuss hat nun drei Monate Zeit, um zu entscheiden, ob diese Impfung eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung wird. Bisher sei der Ausschuss den Empfehlungen der Impfkommission immer gefolgt, teilte das RKI auf Anfrage mit.

Quelle: n-tv.de, jaz/dpa

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