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Helles Licht über Queensland Stürzte ein Meteor ins Meer?

Was für ein Naturschauspiel: Ein riesiger Lichtblitz am Himmel und ein lauter Knall versetzen die Menschen im australischen Queensland in Aufruhr und Begeisterung. Waren sie Augenzeugen eines "der größten Meteore der letzten Jahre"?

Ein grelles Licht am Abendhimmel, ein lauter Knall und ein leichtes Zittern haben die Anwohner in Gladstone, einer Stadt an der australischen Ostküste, in der Nacht zu Montag in Atem gehalten. Ein Sprecher der Forschungsagentur Geosciences Australia bestätigte indes, dass die Erde um Gladstone herum gegen 20.30 Uhr "zitterte", es sich dabei jedoch nicht um ein Erdbeben gehandelt habe.

Hinter dem Phänomen soll "einer der größten Meteore der letzten Jahre" stehen, wie Harvard Astrophysiker Jonathan Powell der Lokalzeitung "Gladstone Observer" sagte. Seiner Einschätzung zufolge muss der Gesteinsbrocken eine Größe von etwa einem Meter Durchmesser gehabt haben, eventuell groß genug, um Fragmente zu hinterlassen. Noch ist unklar, ob auch Teile bis zum Boden gelangt sind. Nachdem es aber keine Berichte von Schäden gibt, wird derzeit vermutet, dass der Meteor ins Meer gestürzt ist.

In den sozialen Medien tauschten Hunderte Menschen ihre Beobachtungen über "dieses Licht" aus. "Ich dachte, ich werde verrückt", schreibt Kylie Ferriday auf der Facebookseite der Wettergruppe Higgins Storm Chasing. "Es fühlte sich so an, als ob ein Luftzug oder eine Druckwelle durch das Haus ging, obwohl die Türen zu waren."

Besonders gut sichtbar war der vermeintliche Meteor offenbar am Strand von Boyne Island. Dort befand sich Jacques Reimers, der das ungewöhnliche Schauspiel über dem Meer wie folgt schildert: "Ich sah, wie er sich wie eine riesige Sternschnuppe entwickelte und den Strand aufleuchten ließ und etwa eine Minute später gab es einen lauten Knall und eine Druckwelle kam über das Wasser und schüttelte mein Auto leicht durch." Es sei ein einmaliges Erlebnis gewesen.

Eine andere Einwohnerin von Boyne Insel schrieb auf Facebook, was ihr Mann sah. "Er brachte den Müll raus, als er plötzlich die Außenseite unseres Hauses leuchten sah. Er drehte sich um und sah einen glänzenden Meteor oder irgendetwas Blinkendes oben, das dann im Meer verschwand."

Erst im Februar war über dem Atlantik der wohl größte Meteorit seit dem spektakulären Absturz eines Meteoriten in Russland vor zwei Jahren nahezu unbemerkt verglüht. Nach Aufzeichnungen der Nasa trat der Himmelskörper am 6. Februar rund 1800 Kilometer vor der Küste Brasiliens etwa 30 Kilometer über dem Meeresspiegel in die Erdatmosphäre ein.

Quelle: ntv.de, dsi