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Kilauea beschenkt Menschheit Vulkan auf Hawaii spuckt Edelsteine

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Ein Lavastrom bahnt sich seinen Weg aus dem Krater des Kilauea auf Hawaii.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Nicht nur Asche und Lava befördert der Vulkan Kilauea auf Hawaii seit Wochen an die Erdoberfläche. Anwohner entdecken in seiner Nähe auch glasklare, grüne Edelsteine. Sie stammen aus dem Erdinneren - machen sie die Insulaner nun reich?

Seit Wochen schon hält der Vulkan Kilauea die Insel Hawaii in Atem. Tausende Meter hoch spuckt er Asche in die Luft, Lavaströme fließen aus seiner Flanke, unterdessen erschüttern heftige Erdstöße den Vulkan. Als ob er dies wieder gutmachen wolle, lässt der Vulkan nun auch etwas anderes auf die Insel niederprasseln: Edelsteine.

Rund um die Ausbruchsstelle sammeln Anwohner in der vergangenen Tagen leuchtend grüne Mineralbrocken ein. Es handelt sich dabei um das Mineral Olivin. Als Halbedelstein wird es Peridot oder Chrysolith genannt und auch als Schmuckstein verwendet. Größere Stücke Peridot sind eine Seltenheit und auch entsprechend hochpreisig - sie kommen geschliffen aber im Vergleich nur auf etwa ein Zehntel des Wertes von Diamanten ähnlichen Gewichts.

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Aber die Olivine, die derzeit in Hawaii vom Himmel regnen, sind weder groß noch geschliffen und kommen ohnehin so häufig auf der Insel vor, dass sie kaum einen Wert haben. Es gibt sogar einen Strand auf der Insel, der derart mit Olivinen übersät ist, dass er Green Sands Beach genannt wird. Die Steine sind Silikatverbindungen mit Magnesium- und Eisengehalten, die ihnen ihre grüne Farbe verleihen. Sie sind im oberen Erdmantel weit verbreitet.

Eher ungewöhnlich ist jedoch, dass die Olivine nicht von Gestein umhüllt sind, sondern in glasklarer Form auf der Erde liegen. Das liegt wohl daran, dass das geschmolzene Gestein mit großer Kraft aus dem Vulkan hoch in die Luft geschleudert und in einzelne Brocken zerfetzt wird, bevor es als grüne Glasperlen wieder zu Boden fällt.

Quelle: n-tv.de

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