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Allein die Delegation von Saudi Arabiens König Salman belegt 400 Hotelzimmer in Hamburg.
Allein die Delegation von Saudi Arabiens König Salman belegt 400 Hotelzimmer in Hamburg.(Foto: picture alliance / Tomohiro Ohsu)
Freitag, 30. Juni 2017

Nicht ohne meinen Thron!: König Salman reist mit schwerem Gepäck

Während die Zimmersuche im Vorfeld des G20-Gipfels für US-Präsident Trump zur Nervenprobe wird, darf es sich der saudische König Salman in der Royal Suite des "Vier Jahreszeiten" gemütlich machen. Doch der schwerreiche Monarch hat Sonderwünsche.

Der saudische König Salman bringt zum G20-Gipfel in Hamburg in der kommenden Woche seinen Thron mit und lässt den Herrschersessel in einem Luxushotel aufstellen. Der Direktor des "Vier Jahreszeiten", Ingo Peters, sagte dem Magazin "Der Spiegel", dass die Delegation der Golfmonarchie insgesamt 400 Hotelzimmer in Hamburg gebucht habe, davon allein 160 im "Vier Jahreszeiten". Und der Monarch hat offenbar weitere Sonderwünsche.

An Luxus fehlt es im "Vier Jahreszeiten" nicht.
An Luxus fehlt es im "Vier Jahreszeiten" nicht.(Foto: picture alliance / dpa)

Für die Suite des Königs lasse das Hotel temporär Panzerglas vor den Fenstern montieren und Wände umsetzen. Im Grunde sei die Royal Suite aber viel zu klein für den König. Der Monarch brauche große Empfangsräume. "Unsere Festsäle haben in etwa das Format königlicher Wohnzimmer und werden mit Sofas und anderen Möbeln für die Zeit seines Aufenthalts zu Lounges und Wohnbereichen umgebaut", sagte Peters. "Dort wird auch der Thron stehen, den der König mitbringen wird."

Die größte Herausforderung für das Hotel sei aber die Logistik. Alle Gäste kämen zugleich an und würden sofort etwas wollen. Das Gepäck werde in fünf 7,5-Tonnen-Lastwagen gebracht und müsse sehr zügig und fehlerfrei auf die 160 Zimmer verteilt werden. "Das sind alles absolute VVVIPs, die gewohnt sind, dass ihnen mit einem Fingerschnipp auch nachts um drei jeder Wunsch sofort erfüllt wird - und wenn es ein halbes Lamm ist."

Eine Frage der richtigen Planung

Dem US-Präsidenten Donald Trump musste Peters übrigens absagen. Zum Zeitpunkt der Anfrage sei das Hotel bereits ausgebucht gewesen. "Ich musste letztlich neun oder zehn Anfragen abschlägig bescheiden, darunter eben auch eine aus den USA", so der Hotelier. Medienberichten zufolge blieb die Suche der US-Delegation nach einem Hotelzimmer in Hamburg erfolglos - sie musste auf Berlin ausweichen.

Demnach residiert Trump während des Gipfels im Berliner Hotel Intercontinental am Tiergarten. Das heißt auch, dass er wohl jeden Tag von der Hauptstadt nach Hamburg pendeln muss. Für Peters ist das ganz klar eine Frage der Planung. Salman habe "einen exzellent arbeitenden Reisestab", so Peters. "Die waren jetzt schon mehrmals im Vorfeld des Gipfels hier, haben alle Suiten und Zimmer fotografiert, Fluchtwege inspiziert und alle nötigen baulichen Veränderungen mit uns geplant".

Quelle: n-tv.de

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