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Mehrere tausend Polizisten werden dieses Jahr im Einsatz sein, um Närrinnen und Narren beim Karneval  in Rheinland-Pfalz zu schützen.
Mehrere tausend Polizisten werden dieses Jahr im Einsatz sein, um Närrinnen und Narren beim Karneval in Rheinland-Pfalz zu schützen.(Foto: picture alliance / dpa)

Tausende Polizisten im Einsatz: Mainz erwägt Lkw-Verbote beim Karneval

Die Narren-Saison steuert auf ihren Höhepunkt zu: In wenigen Tagen wird in Rheinland-Pfalz bei mehr als 1000 Veranstaltungen Fastnacht gefeiert. Wegen einer "hohen abstrakten Gefahr" verschärft die Landespolizei ihr diesjähriges Sicherheitskonzept enorm.

Im anstehenden Straßenkarneval will die Polizei in Rheinland-Pfalz mit erhöhter Polizeipräsenz und möglicherweise auch mit Lkw-Verboten für größtmögliche Sicherheit sorgen. Über die Fastnachtstage Ende Februar werden mehrere tausend Beamte im Einsatz sein, wie Polizeiinspekteur Jürgen Schmitt in Mainz mitteilte. Die Polizeipräsidien und Kommunen prüfen demnach auch den Erlass von Lkw-Verboten.

Zur Sicherung von mehr als 1000 Fastnachtsveranstaltungen in Rheinland-Pfalz sind nach Angaben des Landesinnenministers Roger Lewentz sowohl feste Absperrungen als auch Sperrfahrzeuge vorgesehen, die bei Bedarf Rettungskräften oder Zugteilnehmern Platz machen können. Die Polizei setzt darüber hinaus unter anderem auf Videoüberwachung und die Ausstattung von Beamten mit Körperkameras. Auch Spezialeinsatzkräfte und Hubschrauber würden in Bereitschaft gehalten.

In Flüchtlingsunterkünften will die Polizei zudem vorbeugend über die Thematik der Straßenfastnacht aufklären. Auch der Austausch mit der Bundespolizei und benachbarten Ländern soll noch einmal intensiviert werden.

Konsequenzen aus Anschlag von Berlin

Lewentz hob hervor, es gebe aktuell keine Erkenntnisse über eine konkrete Gefährdung, aber es gelte der weiterhin "hohen abstrakten Gefahr" gerecht zu werden. Der Berliner Weihnachtsmarktanschlag habe verdeutlicht, wie groß die Herausforderungen seien.

Bei dem Anschlag am 19. Dezember mit zwölf Toten war der Attentäter Anis Amri mit einem Lastwagen in die Menge gerast. Als Konsequenz daraus kündigte die Stadt Köln bereits während der großen Karnevalsumzüge ein Fahrverbot für Lkw an.

Der Straßenkarneval beginnt am Donnerstag kommender Woche mit der Weiberfastnacht. Mit den Rosenmontagsumzügen in den rheinländischen Karnevalshochburgen Köln und Düsseldorf sowie in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Mainz erreicht er seinen Höhepunkt.

Quelle: n-tv.de

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