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Im dichten Nebel starben Ende Januar 2011 bei dem Frontalzusammenstoß eines Güterzuges mit einer Regionalbahn in der Magdeburger Börde zehn Menschen.
Im dichten Nebel starben Ende Januar 2011 bei dem Frontalzusammenstoß eines Güterzuges mit einer Regionalbahn in der Magdeburger Börde zehn Menschen.(Foto: picture alliance / dpa)

Seltene Ereignisse: Schwere Zugunglücke in Deutschland

Bahnfahren gilt als relativ sicher, schwere Unfälle wie jetzt in Oberbayern sind vergleichsweise selten. Doch auch in Deutschland kommen immer wieder Menschen bei Zugunglücken ums Leben.

Im August 2014 rammt in Mannheim ein Güterzug einen Eurocity mit 250 Passagieren - zwei Waggons stürzen um, 35 Menschen werden verletzt. Der Lokführer des Güterzugs hatte ein Haltesignal übersehen.

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September 2012: Ein Intercity entgleist beim Verlassen des Stuttgarter Hauptbahnhofs. Acht Menschen werden verletzt. Bereits im Juli war an gleicher Stelle ein IC aus den Gleisen gesprungen. Ursache waren jeweils defekte Puffer an den Waggons.

April 2012: Eine Regionalbahn stößt bei Offenbach (Hessen) mit einem Baukran-Zug zusammen. Drei Menschen werden getötet, 13 verletzt.

Januar 2012: Ein Regionalzug rast in Nordfriesland in eine Rinderherde und kippt um. Ein Fahrgast kommt ums Leben.

September 2011: Geröll stürzt bei heftigen Regenfällen ins Gleis und lässt einen Intercity mit etwa 800 Menschen an Bord bei St. Goar im Rheintal entgleisen. 15 Menschen werden verletzt.

Januar 2011: Zehn Menschen sterben, als ein Nahverkehrszug bei Oschersleben in Sachsen-Anhalt mit einem Güterzug zusammenstößt. Ein Lokführer hatte zwei Haltesignale überfahren.

Oktober 2009: Bei einer Feier zum 125-jährigen Bestehen der historischen Lößnitzgrundbahn in Sachsen stoßen zwei der historischen Züge zusammen. 52 Menschen werden verletzt, vier von ihnen schwer.

April 2008: Ein ICE rast südlich von Fulda (Hessen) in eine Schafherde und entgleist teilweise - 73 Verletzte.

Juni 2003: Bei Schrozberg in Baden-Württemberg stoßen zwei Regionalzüge zusammen. Sechs Menschen sterben.

Februar 2000: In einer Baustelle des Bahnhofs Brühl bei Köln entgleist der Nachtexpress von Amsterdam nach Basel an einer Weiche. Bilanz: Neun Tote, 149 Verletzte.

Juni 1998: Nach dem Bruch eines Radreifens prallen im niedersächsischen Eschede mehrere Waggons eines ICE bei Tempo 200 gegen eine Straßenbrücke. 101 Menschen sterben.

14. November 1992: Ein Schnellzug stößt im Bahnhof von Northeim mit einem umgestürzten Güterwaggon zusammen: elf Tote und 52 Verletzte.

2. Februar 1990: Beim Zusammenstoß zweier Vorortzüge in Rüsselsheim kommen 16 Menschen ums Leben, 72 werden verletzt.

8. Juni 1975: Auf der Strecke München-Lenggries stoßen zwei Eilzüge frontal zusammen. Es sind 41 Tote und mehr als 120 Verletzte zu beklagen.

21. Juli 1971: In Rheinweiler bei Freiburg entgleist der D 370 "Schweiz-Express" mit überhöhter Geschwindigkeit in einer Kurve und rammt ein Wohnhaus, in dem unter anderem ein sechsjähriger Junge stirbt. Als Ursache gilt ein Schwächeanfall des Lokführers, der ebenfalls getötet wird. Insgesamt 25 Tote, über 120 Verletzte.

27. Mai 1971: Auf der Strecke Wuppertal-Radevormwald stößt ein Schienenbus mit vielen Schülern mit einem Güterzug zusammen. 46 Tote, davon 41 Schüler, und 25 Verletzte.

9. Februar 1971: Am Bahnhof Aitrang im Allgäu springt der Trans-Europ-Express 56 "Bavaria" in einer Kurve aus den Gleisen. Ein Schienenbus prallt gegen den umgestürzten Steuerwagen. 28 Tote, 42 Verletzte.

6. Juli 1967: An einem Bahnübergang bei Magdeburg kollidiert ein Personenzug mit einem Tanklastwagen. Der Zug geht in Flammen auf. 94 Menschen sterben nach offiziellen Angaben, darunter viele Kinder. Das Zugunglück gilt als das schwerste in der DDR.

5. Oktober 1961: Im Hamburger S-Bahnhof Berliner Tor fährt eine S-Bahn gegen einen Bauzug, den der Fahrdienstleiter übersehen hatte. 28 Tote, 55 Verletzte.

15. Mai 1960: In Leipzig stoßen ein Eilzug und ein Personenzug wegen einer falsch gestellten Weiche zusammen. 59 Reisende sterben, rund 100 Menschen werden teils schwer verletzt.

16. Juli 1945: In der Nähe von München kommen rund 100 Menschen ums Leben, als ein Güterzug auf einen anderen Zug aufprallt.

Quelle: n-tv.de

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