Kurznachrichten
Donnerstag, 06. August 2015

Unternehmen "Souveräne Grenzen": Australien schottet sich gegen Flüchtlinge ab

Australien hat nach eigenen Angaben seit 2013 insgesamt 20 Flüchtlingsboote mit 633 Menschen an Bord abgewiesen. Im Juli vergangenen Jahres sei es letztmalig einem Boot mit Flüchtlingen gelungen, Australien zu erreichen, sagte Einwanderungsminister Peter Dutton.

Dabei habe es sich um ein Boot aus Vietnam mit 46 Menschen an Bord gehandelt. Sie seien nach "Verhandlungen" zurück nach Vietnam geschickt worden, das Schiff selbst sei versenkt worden. Die konservative australische Regierung ist für ihre rigorose Einwanderungspolitik bekannt.

Nach ihrem Amtsantritt im September 2013 hatte die Regierung die Aktion "Sovereign Borders" (Souveräne Grenzen) gestartet. Seitdem fängt die australische Marine Bootsflüchtlinge systematisch ab und zwingt sie zur Umkehr. Nicht sofort zurückgeschickte Flüchtlinge werden in Aufnahmelager im Inselstaat Nauru und in Papua-Neuguinea gebracht.

Selbst wenn ihre Asylanträge anerkannt werden, müssen sie in der Regel dort bleiben. Auch denjenigen, die es nach Australien schaffen, wird ein dauerhafter Aufenthalt verweigert. Australien verteidigt das Vorgehen und verweist auf tausende Flüchtlinge, die während der Amtszeit der Vorgängerregierung ins Land gekommen sind sowie hunderte, die bei der Überfahrt ertranken.

Quelle: n-tv.de

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