Kurznachrichten

Verdacht des Verstoßes gegen Fischerei-Recht: Fischkutter vor der französischen Küste aufgebracht

Einer der europaweit größten Fischkutter, die unter deutscher Flagge fahrende «Maartje Theadora», ist vor der französischen Küste wegen mutmaßlichen Verstoßes gegen das Fischereirecht aufgebracht worden.

Das Schiff mit 57-köpfiger Besatzung sei in den Hafen des nordwestfranzösischen Cherbourg geleitet worden, teilten Präfektur und Staatanwaltschaft am Donnerstag mit. Es gebe eine Untersuchung wegen Verstößen zur «Art und Weise des Fischfangs und der Fischarten, die gefischt wurden», sagte Staatsanwalt Eric Bouillard  der Nachrichtenagentur AFP.

Der 140 Meter lange Fischkutter wurde nach Angaben des Wochenblatts «La Manche Libre» vor dem Kap von Antifer im Ärmelkanal kontrolliert. Von den 3980 Tonnen Fisch an Bord hätten 2000 Tonnen nicht den europäischen Vorschriften entsprochen.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat bereits mehrfach gegen die Fischfang-Methoden der «Maartje Theadora» protestiert, deren Eigner laut Fachmagazinen eine Firma in den Niederlanden ist. Das Schiff wird für die Überfischung der Meere mitverantwortlich gemacht und steht laut Greenpeace für «das Versagen der Fischereipolitik der EU». So hatten Greenpeace-Aktivisten im März das Schiff vor der Küste des westafrikanischen Mauretanien aufgespürt; die Organisation wirft den Betreibern auch vor, durch ihren industriellen Fischfang lokalen Fischern die Lebensgrundlage zu entziehen.

   cp/fs/ck

Quelle: n-tv.de

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