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Sie sind schon da Chinesische Autos in Deutschland kaufen?

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Lediglich 25.000 Euro kostet der Zotye T600, der einem VW Tiguan nicht unähnlich sieht.

(Foto: Zyote)

Der Versuch in Deutschland Fuß zu fassen, ist schon für mehrere chinesische Automarken als Desaster geendet. Dennoch gibt es Marken aus dem Reich der Mitte, die seit einiger Zeit mehr oder weniger unauffällig hierzulande ihre Autos feilbieten.

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Eine B-Klasse der letzten Generation für 12.000 Euro gibt es als Senova D20 von Baic.

(Foto: Baic)

Seit einigen Jahren finden sich in Auto-Medien oder in Wirtschaftsteilen der Tageszeitungen immer mal wieder Schlagzeilen, die den Markteintritt chinesischer Autohersteller in Deutschland ankündigen. Es gab tatsächlich einige Versuche.

Recht bekannt geworden sind die vollmundigen Ankündigungen von Brilliance oder Borgward. Doch unterdessen stehen diese wortgewaltigen Blasen eher für ein peinliches Scheitern. Unter dem Radar der öffentlichen Wahrnehmung werden allerdings seit einigen Jahren in Deutschland Modelle anderer chinesischer Hersteller vertrieben. Wer ihre Namen kennt, wird in den Internet-Autobörsen schnell fündig. Es handelt sich meist um konventionell angetriebene SUV. Doch auch erste E-Modelle stehen in den Startlöchern.

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Der Senova X25 steht auf einer Plattform von Mercedes.

(Foto: Baic)

Zu den großen Playern in China gehört etwa der Hersteller BAIC Motors, dessen Autos in Deutschland über ein recht stattliches Händlernetz des in Landstuhl ansässigen Importeurs Indimo vertrieben werden. Sogar eine Reihe verschiedener Modelle zu beeindruckend niedrigen Preisen finden sich in den Online-Fahrzeugbörsen.

B-Klasse-Klon ab 12.000 Euro

Los geht es etwa mit dem Nachbau der Mercedes B-Klasse namens Senova D20, der neu für rund 12.000 Euro zu haben ist. Zudem gibt es von BAIC verschiedene SUV wie etwa den Senova X25, der zu Preisen ab 15.000 Euro angeboten wird. Dafür erhält man einen kompakten Hochbeiner mit einem 111 PS starken Benzinmotor, vollständiger Sicherheitsausstattung, Alurädern, Klimaanlage, großem Touchscreen, Infotainmentsystem und vielem mehr. Während die Plattform des X25 von Mercedes stammt, kommt der Motor von Mitsubishi.

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Der Senova X55 ist ein etwas gehobeneres SUV von Baic.

(Foto: Baic)

Deutlich stattlicher ist der zu Preisen von rund 19.000 bis 25.000 Euro angebotene Senova X55. Das große SUV wird von einem Benziner mit 136 PS angetrieben, optional gibt es eine Automatik, die höheren Ausstattungen bieten eine zudem fast lückenlose Komfortausstattung, die Tempomat, Ledersitze, Schiebedach, Keyless-Go oder Zwei-Zonen-Klimaautomatik umfasst.

Die Herrlichkeit des Glory 580

Eine weitere von Indimo importierte Chinamarke heißt DFSK. Die gehört zum chinesischen Lkw-Riesen Dongfeng. Neben besonders kleinen Nutzfahrzeugen werden in Deutschland große SUV wie der Glory 580 angeboten. Ähnlich wie die BAIC-Modelle bietet der 580 zeitgemäßes Design, kombiniert mit üppiger Ausstattung und günstigem Preis. Angeboten werden Neufahrzeuge ab 20.000 Euro. Neben einem 145 PS starken Benziner bietet der große Glory etwa Automatikgetriebe, Lederausstattung, sieben Sitze, Rückfahrkamera, Zwei-Zonen-Klima, Panoramaschiebedach und LED-Scheinwerfer.

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Der Name Glory 580 soll Programm sein, verspricht DFSK.

(Foto: DFSK)

Die jüngste Indimo-Marke heiß Zotye. Angeboten wird das gut 4,65 Meter lange SUV-Modell T600, das für schlanke 25.000 Euro viel Auto und Ausstattung bietet. Auch hier sind elektrische Ledersitze, Panorama-Schiebedach, Riesendisplay, 2-Zonen-Klimaautomatik und vieles mehr an Bord. Zudem wird der T600 mit einem 143 PS starken Benziner mit Automatikgetriebe kombiniert. Und wie die anderen Modelle sieht auch der Zotye neben einem VW Tiguan keinesfalls barock oder billig aus.

Der Stromfluss ist schon geplant

Neben dieser kleinen SUV-Schwemme mit klassischen Benzinantrieben planen chinesische Autohersteller außerdem eine Offensive mit elektrisch angetriebenen Autos. Einen Vorgeschmack bietet seit 2018 der Kleintransporter Maxus EV80, der vom Autokonzern SAIC stammt. Das Unternehmen will schon in Kürze auch in Deutschland seine Fahrzeuge über einen Privatimporteur vertreiben.

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Aiways bringt demnächst sein Elektro-SUV.

(Foto: Aiways)

Der Maxus EV80 bildet eine Art Vorhut, den man über das Leasing-Unternehmen Maske mieten oder kaufen kann. Rund 40.000 Euro soll der 5,70 Meter lange Kleintransporter mit drei Sitzplätzen kosten, der etwa 10.000 Liter Stauraum und 950 Kilogramm Nutzlast bietet. Der E-Motor leistet 125 PS und bis zu 320 Newtonmeter. Die 56-kWh-Batterie des Lasters soll eine für den urbanen Einsatz ausreichende Reichweite von 200 Kilometer haben.

Mit Spannung erwartet wird der für Sommer angekündigte Aiways U5. Das über 4,60 Meter lange SUV ist ausschließlich mit Elektroantrieb zu haben. Der 190 PS starke E-Motor soll eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h, die 63-kWh-Batterie eine Reichweite von über 400 Kilometer ermöglichen. Zudem bietet der U5 modernes Design sowie eine umfangreiche Komfort- und Infotainmentausstattung mit extragroßen Displays im Cockpit.

Vertrieben wird der U5 nicht über ein klassisches Händlernetz, sondern direkt von Aiways über das Internet. Rund 35.000 Euro soll er kosten und damit nur gut halb so viel wie vergleichbare Elektro-SUV europäischer Hersteller. Interessenten können den U5 übrigens bei Niederlassungen der Elektronik-Handelskette Euronics testen, für den Service hat sich Aiways mit ATU zusammengetan.

Quelle: ntv.de, hpr/sp-x