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Start mit Ohren von Micky MausFiat 500 Topolino - Ikone italienischen Lebensstils

14.06.2026, 11:19 Uhr
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Deutschland hatte den VW Käfer, Italien den Fiat 500 als erstes Volksauto: Vor 90 Jahren lief die Fertigung des Cinquecento mit dem Kosenamen Topolino ("Mäuschen") an. (Foto: Fiat)

Der Fiat 500 ist ein millionenfach verkaufter Kleinwagen, der weltweit Sympathien erntet. Jetzt feiern die Italiener den 90. Geburtstag ihres "Topolino", der mit den Ohren von Micky Maus startete. Anlass für einen Rückblick auf fünf Generationen Fiat 500.

"Topolino", amore mio: Ohne dieses winzige italienische Auto wäre die Welt ärmer, meinen nicht nur die Tifosi des im Juni vor 90 Jahren in Turin vorgestellten Fiat 500. Seinen niedlichen Proportionen, rundlichen Formen und den freistehenden Scheinwerfern, die Betrachter an Walt Disneys fröhliche Comicfigur Micky Maus erinnerten, verdankte das erste italienische Volksauto den Kosenamen Topolino ("Mäuschen").

Bis heute zaubert der minimalistische Fiat den Menschen ein Lächeln ins Gesicht - und dies in mittlerweile fünf Generationen. Gleichzeitig ließ es mancher Cinquecento nicht an Drama fehlen, das an eine Verdi-Oper erinnert: Schon der Ur-Topolino wäre fast ohne die namensinspirierenden Scheinwerfer entstanden, hätten die eigentlich vorgesehenen vollintegrierten Strahler nicht den Lampenwechsel zu sehr erschwert.

Botschafter italienischer Lebenskultur

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Der Nuova 500 wurde ab 1957 zum italienischen Nationalsymbol - seine ikonischen Formen werden sogar in Kunstmuseen ausgestellt. (Foto: Fiat)

Während der zweite Fiat 500 als niedliche Knutschkugel von 1957 bis 1975 zum Botschafter italienischer Lebenskultur avancierte und das New Yorker Museum of Modern Art die Konturen dieses Mäuschens als Kunst feiert, aber auch Reiseführer die Silhouette des Cinquecento neben dem Kolosseum oder Cappuccino und Pasta zum Inbegriff der italianità verklären, ist der 1991 aufgelegte, zu sachlich-kantige Fiat 500 heute schon fast vergessen.

Dafür gelang es dem 2007 präsentierten Cinquecento, die Formen des 50 Jahre zuvor eingeführten 500 im Retrolook zu interpretieren und so die Marke Fiat aus einem Tal modellpolitischer Tristesse zu neuen Höhen zu führen. Wie sonst nur der (BMW) Mini erreichte der verführerische Retro-Fiat Kultstatus, seit 2020 fährt der fünfte 500 in dieser Erfolgsspur.

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Im Retrolook zu neuen Verkaufsrekorden: 2007 debütierte der moderne Fiat 500, heute gibt es ihn in zweiter Generation elektrisch oder als Hybrid (Bild). (Foto: Fiat)

Sondermodelle und Nachwuchsförderung

Tatsächlich ist Fiat heute fast ein Synonym für Cinquecento, so sehr prägt der charmante Kleinwagen neben dem preiswerten Panda das Profil der Marke. Und damit auch der Urvater aller Fiat 500, der Topolino von 1936, nicht in Vergessenheit gerät, gibt es immer wieder Kooperationen mit dem Disney-Konzern, aus denen neue kreative Cinquecento-Sondermodelle rund um Micky Maus und Co. hervorgehen.

Seit 2024 betreibt Fiat sogar mit einem auf 2,53 Meter miniaturisierten Topolino Nachwuchsförderung: Das elektrische Leichtkraftfahrzeug darf schon von 15-Jährigen gefahren werden und ist ohne Türen konfigurierbar, eine Zeitmaschine, die Erinnerungen an die fantasievollen Fiat Spiaggina aus den 1960ern weckt für die Fahrt an den Strand.

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Mit den Ohren von Disneys Micky Maus: Der Fiat 500 Topolino von 1936 verdankt den Spitznamen Topolino seinen abstehenden Scheinwerfern. (Foto: Fiat)

Fließband-Fahrzeug für die breite Bevölkerung

An solche Spielzeuge für die Schönen und Reichen war bei der Entwicklung des ersten Fiat 500 in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen noch nicht zu denken. Damals war das Automobil ein Privileg der Besserverdienenden. Deshalb mutete der Entwicklungsauftrag von Fiat-Konzernchef Giovanni Agnelli an seinen Chef-Ingenieur Antonio Fessa fast wie eine Sozialrevolution an, denn Fessa sollte ein Fließband-Fahrzeug konstruieren, das die breite Bevölkerung motorisierte, ein Ford Model T auf Italienisch - aber mit revolutionärem Frontantrieb. Nach dem Unfall eines Versuchsautos stellte Fessia die Pläne jedoch auf Hinterradantrieb um und legte das Projekt in die Hände des Nachwuchstalents Dante Giacosa.

Giacosa vollendete den Urvater aller modernen Fiat-Kleinwagen, dies als 10 kW/13 PS leistendes Vierzylinder-Modell, das nicht nur die Italiener mobilisierte, sondern als in Lizenz gebauter NSU-Fiat, Steyr-Puch und Simca auch die Deutschen, Österreicher und Franzosen. Die zweifarbige Lackierung mit schwarzen Scheinwerfern, Kotflügeln und Seitenschwellern betonte die optische Nähe des 3,21 Meter kurzen Topolino zum Comic-Helden Micky Maus.

Ein-Italiener-aus-Germania-Der-Roadster-NSU-Fiat-500-Topolino-wurde-in-den-1950ern-in-Heilbronn-gefertigt
Ein Italiener aus Germania: Der Roadster NSU-Fiat 500 Topolino wurde in den 1950ern in Heilbronn gefertigt.

Simple Lösungen für niedrige Kosten

Ansonsten sorgten simple technische Lösungen für niedrige Kosten: Vermeintliche Kernelemente wie die Stoßstangen gab es nur gegen Aufpreis, die Kraftstoffpumpe sparte Giacosa ein, indem das Benzin per Schwerkraft aus dem über dem Vergaser angeordneten Tank floss. Dennoch konnte Giacosa den von Fiat-Boss Agnelli vorgegebenen Zielpreis von 5.000 Lire für den 500 nicht halten. Der Topolino kostete ab 8900 Lire, was seine Karriere als Kassenschlager für Normalverdiener aber kaum beeinträchtigte, zumal er mit damals raffinierter Technik beeindruckte, wie vorderer Einzelradaufhängung, 12-Volt-Bordnetz und einer überlandtauglichen Vmax von 85 km/h.

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Schöne Gärtnerin: Der Kombi Fiat 500 Topolino Giardiniera zeigte mit "Woodie"-Applikationen schon in den frühen 1950ern Lifestyle-Attribute. (Foto: Fiat)

Ein Sympathieträger, der die Straßen im Sturm eroberte - beachtliche 122.000 Topolini rollten aus dem eigens gebauten Werk in Turin-Lingotto, ehe 1948 das erste Facelift eine neue Karosserievariante mitbrachte. Dieser Fiat 500 Giardiniera als Familien-, Freizeit- und Handwerkerkombi im Woodie-Look traf den Zeitgeist des wirtschaftlichen Aufschwungs, während sich der 1949 aufgelegte Fiat 500 C mit amerikanisiertem Frontdesign als Shootingstar entpuppte. Über 376.000 Fans orderten dieses Mäuschen, das gleich zwei, ebenfalls von Dante Giacosa entwickelte Nachfolger fand: 1955 den etwas größeren Fiat 600 und 1957 den Fiat Nuova 500.

Perfekt für enge Gassen

Gerade einmal 2,97 Meter lang wirkte der Fiat Nuova 500 perfekt proportioniert für die engen Gassen italienischer Altstädte. Vor allem aber gab er sich niedlich wie ein Mäuschen, mit rundlichen Formen und wie Kulleraugen blickenden Hauptscheinwerfern. Klar, dass der Volksmund den neuen Fiat 500 - jetzt mit 13 bis 15 PS leistendem Zweizylinder im Heck - ebenfalls Topolino nannte.

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Der Fiat Nuova 500 begeisterte ab 1957 auch mit Faltdächern, für Sommerfahrfreuden und mehr Kopffreiheit im Fond. (Foto: Fiat)

Dennoch verlief der Start des Heckmotor-Typs überraschend schleppend, im Weg stand ihm der geräumigere und kaum kostspieligere Fiat 600 mit kräftigerem Vierzylinder. Eine "povera macchina", ein armseliges Auto - anfangs sogar ohne seitliche Kurbelfenster - nannten die Medien den Nuova 500.

Lifestyle-Vehikel und König der Kleinsten

Dann aber gelang Fiat ein Marketingcoup: Der 2,95 Meter kurze Topolino wurde als Lifestyle-Vehikel promotet. Das Faltdach galt als Fenster zum Himmel über Italien, und stylishe Giardiniera-Kombis, extravagante Autobianchi-Derivate, aggressive Adrenalinbeschleuniger von PS-Magier Abarth sowie Kleinserien-Konzepte von Karossiers wie Ghia, Giannini, Lombardi, Moretti, Vignale, Viotti oder Zagato machten aus der Turiner Basismotorisierung einen König der Kleinsten. Mit dem Nuova 500 konnte sich der sizilianische Olivenbauer nun ebenso zeigen wie die zum Einsatz fahrende Ordensschwester oder politische Machthaber wie der britische Premier Winston Churchill und der Milliardär Aristoteles Onassis.

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Mini Coopers giftigster Gegner: von Abarth nachgeschärfte Fiat 500 mit dem Zeichen des Scorpione. (Foto: Fiat)

Fast 30 Jahre wurde der Fiat Nuova 500 produziert, dann versuchten der ab 1972 gefertigte Fiat 126, aber auch der 1991 aufgelegte, kantige Cinquecento vergeblich, an den Nimbus des Nuova 500 anzuknüpfen. Erst als Fiat dem Vorbild des BMW-Mini folgte und 2007 einen 500 im modernen Retrolook zeigte, konnten die Italiener die Cinquecento-Saga um ein neues Kapitel ergänzen.

Eine gemeinsame Plattform mit dem Ford Ka hatte die Entwicklung dieses rundlichen Retro-500 fürs neue Millennium profitabel gemacht. Während der Ka längst vergangen und vergessen ist, konnte der in 3,2 Millionen Einheiten verkaufte vierte Fiat 500 das Charisma seiner Vorfahren einfangen und 2020 an den fünften 500 weitergeben, der heute als Stromer und Hybrid-Fans findet. Amore eterno, die Liebe zum Cinquecento scheint ewig zu leben.

Modellhistorie Fiat 500

1933: Entwicklungsbeginn für den ersten Fiat-Kleinwagen aus dem Werk Lingotto unter Ing. Antonio Fessia, zunächst als Frontantriebsmodell. Nach einem Unfall mit einem Prototyp wird die Konstruktion auf Hinterradantrieb umgestellt, und Fessia übergibt die Entwicklung an den jungen Nachwuchskonstrukteur Dante Giacosa, der zuvor mit Aeronautikprojekten beauftragt war. Designer Rodolfo Schaeffer entwirft eine zweitürige Karosserie mit zeitgeistigen, freistehenden Scheinwerfern

1934: Im Februar präsentiert Giacosa den Prototyp "Zero A" (Aviazione), und Fiat-Chef Agnelli ordnet die Vorbereitung der Serienproduktion an. Für die Produktion des Fiat 500 entsteht im Turiner Stadtteil Lingotto ein neues, fünfstöckiges Werk mit Teststrecke auf dem Dach, das Industriegeschichte schreibt

1936: Am 15. Juni debütiert der unter Dante Giacosa entwickelte, nur 3,21 Meter lange und von einem 569-ccm-Vierzylinder angetriebene Fiat 500; seine Scheinwerfer erinnern an die Ohren von Walt Disneys Micky Maus, daher erhält der Fiat 500 den Kosenamen "Topolino" ("Mäuschen", aber in Italien auch die Bezeichnung von Disneys Micky Maus)

1948: Nach 122.000 Einheiten des Fiat 500 A erfolgt die Einführung des Fiat 500 B mit 12,5 kW/16 PS Leistung und der Kombiversion Giardiniera (mit Kombiheck mit Holzverkleidung). Bis 1949 werden rund 21.000 Einheiten des Fiat 500 B gebaut

1949: Vorstellung des 500 Topolino C mit modifizierter Karosserie, bis 1955 werden vom Fiat 500 C über 376.000 Einheiten als Berlinetta (Limousine), Giardiniera (Kombi) und Belvedere (ab 1951, Kombi mit komplett aus Metall gefertigter Karosserie) gebaut

1953: Fiat Deutschland schickt Konstruktionszeichnungen sowie einen fertigen Prototypen für einen möglichen Kleinstwagen nach Turin. Dieses von einem Techniker namens Bauhof entwickelte Fahrzeug wird von Dante Giacosa wohlwollend geprüft, aber wegen des Fronttürenkonzepts und eines zu klein dimensionierten Einzylinder-Motors abgelehnt. Stattdessen wird der nächste Fiat 500 unter dem Entwicklungscode "100", später "110" finalisiert, dies mit 13 PS leistendem 0,5-Liter-Reihen-Zweizylinder, der sich mit 4,5 Liter Benzin auf 100 Kilometer bescheiden sollte

1954: Im August wird das Design für den künftigen Kleinstwagen anhand des Prototypen 110-518 definiert

1955: In Deutschland endet in Heilbronn die Produktion des NSU-Fiat 500, von dem insgesamt 12.000 Einheiten gebaut wurden, dies auch in eigenen Karosserieformen wie einem Roadster. Produktionsauslauf für den Fiat 500 Topolino C. Nachfolger wird der am 30. Juni vorgestellte Fiat 600, der im Folgejahr in Großserie geht. Die Motorenentwicklung für den Fiat 500 geht in die Endphase, von Beginn an wird die Entwicklung luxuriöser Autobianchi-Versionen verfolgt, diese Bianchina werden als Coupé, Cabriolet und Kombi finalisiert

1957: Am 4. Juli wird der Nuova 500 im mondänen Sporting Club von Turin präsentiert mit Live-Übertragung des staatlichen Fernsehsenders Rai und Probefahrt durch den italienischen Ministerpräsidenten. Am 5. Juli fährt ein Konvoi mit 120 Nuova Cinquecento durch Turin. Im Herbst wird der Fiat 500 N (Normale) mit 11 kW/15 PS Leistung und vorderen Kurbelfenstern eingeführt

1958: Ein 19 kW/26 PS leistender Fiat 500 Abarth erzielt im Februar einen Langstreckenrekord in siebentägiger Dauerfahrt. Italienischer Tourenwagenmeister wird ein 500 Abarth Zagato. Debüt des Fiat 500 Sport mit 16 kW/21,5 PS-Motor

1960: Einführung des Fiat 500 D mit 13 kW/18 PS Leistung und Präsentation der Kombiversion 500 Giardiniera mit Unterflurmotor

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Winzer, Handwerker, Familien und Freizeitsportler favorisierten den variablen Fiat Nuova 500 Giardiniera, hier das Modelljahr 1960. (Foto: Fiat)

1965: Mit dem überarbeiteten Fiat 500 F verabschiedet sich der Cinquecento im März von den bis dahin typischen sogenannten Selbstmördertüren. Die Kombiversion 500 Giardiniera hält an diesen hinten angeschlagenen Türen fest und wird deshalb in Deutschland nur bis 1966 verkauft, dies unter der Marke Autobianchi

1968: Im September erfolgt die Einführung des Fiat 500 L mit Chromapplikationen

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Der Fiat 500 DeLuxe bot ab 1968 großen Genuss zu kleinen Kosten. (Foto: Fiat)

1972: Zeitgleich mit der Einführung des designierten Nachfolgers, des Fiat 126, erfährt der 500 im November letzte technische Modifikationen und trägt nun die Bezeichnung 500 R mit 0,6-Liter-Hubraum und 13 kW/18 PS Leistung. Der Fiat 500 R wird in Italien ein populäres Behördenfahrzeug, das auch bei Polizei, Feuerwehr und Rotem Kreuz eingesetzt wird

1975: Produktionsauslauf für den Fiat 500

Grande-Finale-fuer-eine-piccola-macchina-Der-Fiat-500-vor-einem-im-Stil-der-1970er-eingerichteten-italienischen-Wohnzimmer-im-Hintergund-zeigt-ein-Bild-den-Nachfolger-Fiat-126
Der Fiat 500 vor einem im Stil der 1970er eingerichteten italienischen Wohnzimmer; im Hintergrund zeigt ein Bild den Nachfolger Fiat 126. (Foto: Fiat)

1977: Einstellung der Kombiversionen des Fiat 500

1991: Im Dezember feiert ein neuer Cinquecento Weltpremiere, die Markteinführung in Deutschland erfolgt im März 1993. Allein mit den kurzen Abmessungen von 3,23 Länge erinnert der kantige Neue an seine namensgleichen rundlichen Vorgänger. Die Produktion des neuen Cinquecento erfolgt in Tychy/Polen, bis 1999 laufen dort über eine Million Einheiten vom Band, dann übernimmt der Seicento die Ablösung

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Kurz und kantig: 1991 startete ein neuer, nur 3,23 Meter langer Fiat Cinquecento, der aber nicht den Kultstatus seiner Vorgänger erreichte. (Foto: Fiat)

2004: Der historische Fiat Nuova 500 (1957-1975) erhält in Italien eine Sondergenehmigung für das Befahren von Umweltzonen auch ohne Katalysator. Auf dem Genfer Salon debütiert das Concept Car Trepiùno als möglicher Nachfolger des Cinquecento. Ein Jahr später wird das Projekt eingestellt

2005: Fiat und Ford kommunizieren eine Kooperation, auf einer gemeinsamen Fahrzeugplattform werden der Ford Ka und ein neuer Fiat 500 entwickelt. Der Fiat 500 ähnelt optisch dem Concept Car Trepiùno

Genau-50-Jahre-nach-der-Vorstellung-des-Nuova-500-wird-2007-ein-neuer-Cinquecento-im-Retrostil-vorgestellt-damit-folgte-Fiat-der-Idee-des-New-Mini-von-BMW
Genau 50 Jahre nach der Vorstellung des Nuova 500 wird 2007 ein neuer Cinquecento im Retrostil vorgestellt – damit folgte Fiat der Idee des New Mini von BMW. (Foto: Fiat)

2007: Am 4. Juli, genau 50 Jahre nach der Vorstellung des Nuova 500, wird ein neuer Fiat 500 (Typ 312) im Retrostil in Turin vorgestellt. Zugleich stellt Fiat fest, dass jeder sechste jemals gebaute Fiat Nuova 500 noch zugelassen ist - Weltrekord für ein vor 50 Jahren vorgestelltes Massenmodell in Millionenauflage. Eigentlich ist der neue Fiat 500 Nachfolger des Fiat Seicento, technisch teilt er sich Komponenten mit dem Fiat Panda, der preislich unterhalb des Fiat 500 positioniert ist

2012: Die Fiat-500-Familie wird erweitert um den Fiat 500L, ein Minivan auf technischer Basis des Fiat Punto

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2012 ergänzt der Van Fiat 500L das Cinquecento-Portfolio, 2014 kommt der Crossover 500X hinzu. (Foto: Fiat)

2014: Neu ist der Mini-SUV Fiat 500X, der sich die technische Basis mit dem Jeep Renegade teilt

2015: Umfangreiche Modellpflege für den Fiat 500

2019: Der Fiat 500 (Typ 312) erreicht mit 375.000 Fahrzeugen sein erfolgreichstes Verkaufsjahr

2020: Neu ist der vollelektrische Fiat 500 (Typ F1A), der als erstes Fiat-Modell nur batterieelektrisch angeboten wird und nicht in Polen, sondern in Italien produziert wird. Wegen geringer Verkaufszahlen des Stromers führt Fiat ab September 2025 auch eine Version mit einem Mild-Hybrid-Antrieb ein. Neben dem dreitürigen Fiat 500 gibt es eine Cabriolimousine und eine Version mit einer weiteren Tür auf der Beifahrerseite, die gegenläufig zur vorderen öffnet

2021: Fiat wird Bestandteil des neu gegründeten Stellantis-Konzerns. Das Stellantis-Werk in Tychy (Polen) feiert 2,5 Millionen produzierte Fiat 500. Die Modellfamilie des Fiat 500 befindet sich in diesem Jahr unter den zehn meistverkauften Pkw-Reihen in Deutschland, der vollelektrische Fiat 500 belegt Platz neun im BEV-Segment

2022: Der elektrische Fiat 500 wird auch als Abarth 500 lanciert. Mit 29.635 Einheiten ist 2022 vorläufig das erfolgreichste Verkaufsjahr für den aktuellen Fiat 500, der als Stromer Platz 3 in Deutschland bei den Zulassungen batterieelektrischer Pkw erreicht

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Das vollelektrische Leichtkraftfahrzeug Fiat Topolino kommt 2024 in den Handel und greift den Namen des Vorgängers von 1936 auf. (Foto: Fiat)

2024: Das im Vorjahr präsentierte vollelektrische "Leichtkraftfahrzeug" Fiat Topolino kommt in den Handel und erinnert dem Namen nach an den legendären Vorgänger aus dem Jahr 1936, ist aber technisch eng verwandt mit Citroen Ami und Opel Rocks Electric. Zwei Karosserievarianten des Fiat Topolino stehen zur Verfügung, offen und geschlossen. Einheitlich sind sie nicht nur in ihrer zentralen Struktur, sondern sie tragen auch dieselben Farben. Die Fahrzeuglänge beträgt handliche 2,53 Meter. Bei 45 km/h erreicht das erste Fahrzeug von Fiat in dieser Kategorie seine Höchstgeschwindigkeit. Die 5,4-kWh-Batterie erlaubt eine Reichweite von bis zu 75 Kilometern. Seit 2024 wird der Fiat 500 (Typ F1A) mit mäßigem Erfolg auch in Nordamerika angeboten. Das Vorgängermodell (Typ 312) wurde dort zwischen 2011 und 2019 vertrieben. Im Juli endet die Produktion des seit 2007 gebauten Fiat 500 (Typ 312) nach über 3,2 Millionen Einheiten; davon wurden 350.000 Einheiten in Deutschland verkauft

2025: Mit nur 10.550 Einheiten kommt der Fiat 500 auf Platz 16 unter den Neuzulassungen batterieelektrischer Pkw in Deutschland; die neu vorgestellte Hybridversion ist erst ab 2026 relevant

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90 Jahre nach dem Debüt des ersten Fiat 500 fährt die heute aktuelle Generation mit Hybrid- oder Elektroantrieb. (Foto: Fiat)

2026: Der Fiat 500 "Topolino" erster Generation wird 90 und die Tifosi feiern das Jubiläum Mitte Juni mit einem internationalen Treffen in Rivoli/Turin (Italien)

Quelle: ntv.de, Wolfram Nickel, sp.x

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