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Außendiensttaugliches E-AutoMercedes CLA Shooting Brake - also doch wieder ein Kombi

09.04.2026, 17:45 Uhr
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Mercedes bietet den CLA nun auch als Kombi an. Nur eben nicht mehr altmodisch als "T-Modell", sondern als "Shooting Brake". (Foto: Mercedes-Benz)

Kaum ist der CLA als Limousine auf dem Markt, schiebt Mercedes schon den Shooting Brake nach. Dabei hieß es zwischenzeitlich, der Konzern wende sich vom Kombi ab. Und wie macht er sich? Er lädt schnell und ist effizient, doch der Kofferraum ist im Verhältnis zur Größe des Autos etwas klein.

Geht man nach der Sichtbarkeit im Straßenbild, läuft der neue Mercedes CLA recht gut an - bisher als Limousine. Doch Deutschland sei ein Kombimarkt, heißt es immer, und die Schwaben wollen dem auch entsprechen. Nur eben nicht mehr altmodisch und angestaubt als "T-Modell", sondern modern-trendy mit dem Begriff "Shooting Brake".

Wobei auch diese Bezeichnung alles andere als neu ist. Und dass es dieser Nutzwert-CLA mit den praktischen Fertigkeiten nicht ganz so ernst nimmt wie vielleicht noch in früheren Zeiten, lässt sich ganz einfach am maximalen Kofferraumvolumen ablesen - so sind 1.290 Liter zwar fein, aber da geht beim Wettbewerb deutlich mehr.

Der Stuttgarter hingegen gibt ganz betont den Lifestyler, was man beispielsweise daran erkennt, dass er im Gegensatz zur Limousine gut sichtbare Mercedes-Sterne in der Panoramadach-Glasscheibe trägt. Überhaupt haben die Kreativen dem Mercedes-Stern kommunikative Wucht verliehen. Der strahlt in den Rücklichtern in leuchtendem Rot und vorn ebenfalls aus Richtung Scheinwerfer-Einheit in weißer LED-Manier. Und auch auf dem Grill tummeln sich viele davon.

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Eigentlich ist der CLA Shooting Brake in der Kompaktklasse verortet, die Karosserie erstreckt sich dennoch auf stolze 4,72 Meter. (Foto: Mercedes-Benz)

Platzangebot geht in Ordnung

Doch zurück zur Kombi-Frage und den damit zusammenhängenden Platzverhältnissen. Wer in der ersten Reihe reist, erlebt jedenfalls keinen Unterschied zur Limousine - als verschwenderischer Raum wäre das Gebotene nicht zu bezeichnen, aber Sardinenbüchse ist auch anders.

Vermutlich werden die Passagiere sowieso schnell vom großen Screen abgelenkt. Und schön bei Mercedes ist, dass man dort die wichtigsten Funktionen schnell findet, selbst als Neueinsteiger. Im Fond kommen zumindest zwei Personen auch ganz ordentlich unter, die Beinfreiheit geht für eine Kompaktklasse klar. Für ein Fahrzeug mit 4,72 Metern Länge hätte ein Hauch mehr nicht geschadet.

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Der Mercedes-Stern strahlt am Heck in den Rücklichtern. (Foto: Mercedes-Benz)

Einer der ersten außendiensttauglichen E-Autos im Segment

Doch wirklich brillieren kann der Benz in einer ganz anderen Disziplin. So gehört er, das darf man ruhig betonen, zu den ersten wirklich außendiensttauglichen rein elektrisch angetriebenen Fahrzeugen im Segment. Die Effizienz fällt nicht zuletzt dank automatischem Zweiganggetriebe vorzüglich aus. Mercedes nennt für den 250+ einen WLTP-Verbrauch (gemittelt) von 12,7 kWh je 100 Kilometer. Und selbst wenn realiter am Ende 18 dabei herauskommen, ist das Ergebnis immer noch vorzeigbar. Geht man auf den mit 260 kW/354 PS recht starken Allradler 350 4Matic, sind es immer noch vorbildliche 13,2 kWh.

Wer den 350 fährt, dürfte aber ohnehin mehr auf die Fahrleistungen als auf den Stromdurchsatz schielen. In der Tat ist der zivile Topliner (AMG wird folgen) ganz schön dynamisch unterwegs und übt unter voller Last mächtig Druck auf die Rücken der Passagiere aus. Aber auch der mit glatten 200 Kilowatt (272 PS) gesegnete Effizienz-Champion ist jetzt keine lahme Kiste und beschleunigt binnen 6,8 Sekunden auf 200 km/h. Dagegen muten die fünf Sekunden des 350 sportwagenmäßig an. In beiden Fällen wird bei 210 km/h gedeckelt.

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Der Screen reicht fast von der linken zur bis zur rechten A-Säule. (Foto: Mercedes-Benz)

Abgesehen von der Längsperformance mag man den rund 2,2 Tonnen schweren CLA auch ganz gern auf kurvigen Landstraßen bewegen. Vor allem die feinfühlig-präzise Lenkung ist hieran nicht ganz unschuldig. Grundsätzlich transportiert der Benz seine User komfortabel, wenngleich man eine straffe Note nicht verleugnen kann.

Laden und Reichweite

Zum Schluss noch ein paar Worte zur wirklich wichtigen Performance-Disziplin, und zwar ist die Rede vom Ladetempo. Und da kommen die Untertürkheimer endlich mal mit einem Pfund um die Ecke: Bis zu 320 kW Ladeleistung werden versprochen - oder anders ausgedrückt, es soll 22 Minuten dauern, um den Akku von 10 auf 80 Prozent zu bringen. Voraussetzung ist die optimale Batterietemperatur, wofür ohnehin gesorgt wird, wenn man die Funktion der automatischen Ladeplanung in Anspruch nimmt. Künftig lässt sich die Konditionierung aber als zusätzlicher Funktionsumfang manuell starten.

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Das maximale Kofferraumvolumen des Mercedes CLA Shooting Brake von 1.290 Litern ist vergleichsweise gering. (Foto: Mercedes-Benz)

Auch die Reichweite ist nicht von schlechten Eltern. Auf der Landstraße zeigte der Bordcomputer selbst unter forcierten Bedingungen über 600 Kilometer - allerdings bei akkufreundlichen Temperaturen.

Ein Schnäppchen ist der CLA übrigens nicht, die von uns getestete Variante 250+ startet als Shooting Brake zu Kursen ab rund 54.000 Euro. Für den fixen 350 4Matic möchte der Hersteller sogar 58.571 Euro sehen. Wem ultraschnelles Laden und hohe Motorleistung nicht so wichtig sind, bekommt den Zweihunderter mit 58 statt 85 kWh Stromspeicher (dann LFP) zum Tarif von etwas mehr als 48.000 Euro. Wer nicht elektrisch fahren möchte, bekommt in Kürze auch die Hybridvarianten analog zur Limousine.

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Im Gegensatz zur Limousine trägt der CLA Shooting Brake gut sichtbare Mercedes-Sterne in der Panoramadach-Glasscheibe. (Foto: Mercedes-Benz)

Mercedes CLA Shooting Brake - technische Daten

  • Kompakt-Kombi, Länge: 4,72 Meter, Breite: 1,86 (2,02 mit Außenspiegel) Meter, Höhe: 1,47 Meter, Radstand: 2,79 Meter, Kofferraumvolumen: 455 bis 1.290 Liter

CLA 200 EQ SB

Permanenterregte Synchronmaschine, 165 kW/224 PS, maximales Drehmoment: 335 Nm, Zweigang-Automatik, Hinterradantrieb, 0-100 km/h: 7,6 s, Vmax: 210 km/h, Durchschnittsverbrauch: 12,8 kWh/100 km (WLTP), Reichweite 525 km bei 58 kWh Stromspeicher, Ladezeit von 10 bis 80 Prozent: 20 Min., Ladeleistung: 200 kW, Preise: ab 48.247 Euro

CLA 250+ EQ SB

Permanenterregte Synchronmaschine, 200 kW/272 PS, maximales Drehmoment: 335 Nm, Zweigang-Automatik, Hinterradantrieb, 0-100 km/h: 6,8 s, Vmax: 210 km/h, Durchschnittsverbrauch: 12,7 kWh/100 km (WLTP), Reichweite 768 km bei 85 kWh Stromspeicher, Ladezeit von 10 bis 80 Prozent: 22 Min., Ladeleistung: 320 kW, Preise: ab 54.241 Euro

CLA 350 4Matic EQ SB

Zwei permanenterregte Synchronmaschinen, 260 kW/354 PS, maximales Drehmoment: 515 Nm, Zweigang-Automatik, Hinterradantrieb, 0-100 km/h: 5,0 s, Vmax: 210 km/h, Durchschnittsverbrauch: 13,2 kWh/100 km (WLTP), Reichweite 743 km bei 85 kWh Stromspeicher, Ladezeit von 10 bis 80 Prozent: 22 Min., Ladeleistung: 320 kW, Preise: ab 58.571 Euro

Quelle: ntv.de, Patrick Broich, sp-x

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