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Das Dach hat's Porsche schiebt 911 Targa nach

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Die Dachversion mit dem Überrollbügel soll den Targa bereits mit der Vorgängergeneration aus der Nische geholt haben.

(Foto: Porsche)

1995 überraschte Porsche die Targa-Fans mit einem großen Panoramaglasdach, das das kultige Halbdach ersetzte. Die Sonnenanbeter unter den 911er-Fahrern fanden es eher doof. Seit 2014 ist das Halbdach zurück. So auch in der Neuauflage.

Gut ein Jahr nach Coupé und Cabrio bringt Porsche nun die Targa-Variante des neuen 911 an den Start. Wie schon beim Vorgänger folgt sie dem klassischen Konzept mit starrem Überrollbügel und fester Heckglasscheibe, öffnen lässt sich nur ein kleiner Teil des Dachs. Zunächst gibt es zwei Motorisierungen mit 385 PS und 450 PS, Allradantrieb ist Standard. Die Preisliste startet bei 128.486 Euro.

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Wie der Alte steht der Porsche 911 Targa da.

(Foto: Porsche)

Beim Dach vertraut Porsche dem klassischen Targa-Konzept. Wie beim Original-Targa aus den späten 1960er-Jahren wird das Verdeck nicht komplett zurückgeklappt, sondern lediglich das mittlere Dachteil zwischen A- und B-Säule entfernt. War dazu früher Handarbeit nötig, funktioniert das unterdessen natürlich rein elektrisch. Wollen die Insassen den Himmel sehen, klappt und schiebt sich die komplette Heckglasscheibe nach hinten, sodass sich das Dach-Mittelteil unter ihr zusammenlegen kann. So war das auch schon beim direkten Vorgänger, dem 911 der Generation 991. Mit ihm feierte das Targa-Dach sozusagen Renaissance, nachdem es bei 997, 996 und 993 zu einem besseren Panorama-Schiebedach verkommen war.

Neues Dach führt Targa aus der Nische

Die Rückbesinnung zu den Ursprüngen hat sich für Porsche gelohnt. Das neue Dachkonzept habe geholfen, den Targa aus der Nische zu führen, so Baureihenleiter Frank-Steffen Walliser. Wurden in früheren Elfer-Generationen nur wenige Tausend Targas verkauft, kommt die halboffene Karosserievariante nun auf einen Anteil von 20 bis 25 Prozent - und damit auf ein ähnliches Niveau wie das Cabrio.

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Im Innenraum ist der Targa natürlich auch ein Porsche 911.

(Foto: Porsche)

Für Porsche ist das ein gutes Geschäft, sind die Open-Air-Varianten doch höher eingepreist als das Coupé. Weil es den Targa nur mit Allradantrieb gibt, liegt er, was den Basispreis angeht, sogar noch über dem ansonsten ähnlich positionierten Cabrio, das auch mit reinem Hinterradantrieb zu haben ist. Der Allrad-Standard hat vor allem marketingtechnische Gründe, ist die Targa-Kundschaft doch noch weniger preissensibel als Käufer der anderen Karosserievarianten. Auch bei den Ausstattungs-Extras langen die Käufer kräftig zu.

Beim Antrieb haben sie zunächst nur eine eingeschränkte Auswahl. Ab Start stehen die beiden 3,0-Liter-Turbo-Boxer mit 385 PS (Targa 4) und 450 PS (Targa 4S) bereit. Standardmäßig ist ein Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe an Bord, auf Wunsch gibt es ohne Aufpreis eine Siebengang-Handschaltung. Künftig könnte außerdem eine stärkere GTS-Version folgen, eine Turbo-Ausführung ist zumindest denkbar, aber offiziell noch nicht geplant.

Keine Kompromisse bei der Fahrdynamik

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Das Gewicht des Targa liegt etwas über dem des Cabrios.

(Foto: Porsche)

Beim Gewicht liegt der Targa mit mindestens 1640 Kilogramm leicht über dem Cabrio, was vor allem dem höheren Glasanteil und der zusätzlichen Mechanik und Hydraulik des Dachs geschuldet ist. Trotz der Extra-Pfunde soll es keine Kompromisse bei der Fahrdynamik geben, die Beschleunigung (höchstens 4,4 Sekunden bis Tempo 100) und die Höchstgeschwindigkeit (289 km/h) liegen auf einem ähnlichen Niveau wie bei den anderen Elfer-Modellen, verspricht Porsche.

Auch bei der Technik-Ausstattung orientiert sich der Targa an Cabrio und Coupé. Die variablen Dämpfer und der "Wet Mode", der für den richtigen Grip bei Nässe sorgt, zählen zum Serienumfang. Und auch der jüngst eingeführte verbesserte Abstandsregeltempomat sowie die Niveauregulierung zur Anhebung der Bodenfreiheit sind gegen Aufpreis für den Targa zu haben.

Quelle: ntv.de, Holger Holzer, sp-x