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Ein grundsolider Typ Skoda Karoq 2.0 TDI - immer noch gut, aber nicht mehr günstig

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Der Skoda Karoq ist eine gefällige, jedoch nicht sonderlich auffällige Erscheinung.

(Foto: Skoda)

Der Skoda Karoq basiert auf mittlerweile betagter VW-Technik. Doch eben dank dieser ist der Tscheche auch heute noch ein sehr überzeugendes Auto. Ein solides SUV, das nirgendwo enttäuscht. Allerdings hat das einen mittlerweile stolzen Preis.

Mit dem Modularen Querbaukasten MQB bietet VW seit bereits über zehn Jahren eine bemerkenswert ausgewogene und attraktive PKW-Basis, auf der eine stattliche Zahl von Modellen mehrerer Konzernmarken aufgesetzt haben. Dazu zählt auch das 2017 eingeführte Kompakt-SUV Skoda Karoq, das man auch heute noch dank gediegener MQB-Technik und trotz klassischem Diesel als rundum gelungenen Alltagshelden erlebt. Dass seine Basis bereits ein wenig betagt ist, merkt man dem Tschechen nicht an, zumal er auch dank eines frischen Facelifts technisch nicht stehengeblieben ist.

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Im Frühjahr 2022 hat der Karoq eine Frischzellenkur und unter anderem neue LED-Matrix-Scheinwerfer bekommen.

(Foto: Skoda)

Eng verwandt ist der Karoq mit dem Golf 7. Und wie sein Kompakt-Bruder, ist auch der Skoda ein Fünftürer mit Steilheck, lediglich etwas höher als ein Golf und optisch außerdem ein wenig mehr Robust-Chichi zur Schau trägt. Zum Hingucker hat es dabei nicht gereicht. Sein Vernunft-Format sowie der Verzicht auf elegante Schwünge im Blechkleid sorgen für ein gewisses Maß an Sachlichkeit. Das mag man, wenn man denn lieber unauffällig bleiben will. Ein wenig Chromschmuck, die scharfen Charakterlinien im Blech und die Nacht zum Tage verwandelnde LED-Matrix-Scheinwerfer verleihen dem Karoq einen dafür durchaus wertigen Touch.

Vorzügliches Platzangebot

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Der Skoda Karoq fällt mit 4,38 Meter noch kompakt aus.

(Foto: Skod)

Den gibt es auch innen. Sitze, Kunststoffe, Kontaktstellen wie Lenkrad oder die Verarbeitung vermitteln soliden und zugleich wohnlichen Charakter. Das Platzangebot ist vorzüglich. Vorne und hinten finden selbst große Erwachsene ausreichend Entfaltungsspielraum. Der 479 Liter große Kofferraum lässt sich dank wickelbarer Rücksitze auf stolze 1810 Liter erweitern. In unserem Fall öffnet und schließt der Heckdeckel elektrisch. Ebenfalls praktisch sind seitliche Zusatzstaufächer und Taschenhaken. Die herausnehmbare und damit als Taschenlampe nutzbare Kofferraumbeleuchtung ist ein weiteres Beispiel für Skodas ausgeprägten Sinn für praktische Lösungen.

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In das digitale Cockpit lässt sich der Kartenmodus des Bordnavis einblenden.

(Foto: Skoda)

Auf der Höhe der Zeit ist auch das Infotainmentsystem mit bordeigener Navigation. Zum zeitgemäßen Arsenal gehört auch Smartphone-Konnektivität per Apple Carplay und Android Auto. Doch die Spiegelung dieser praktischen Apps im großen Touchscreen macht das bordeigene Navi des Karoq fast schon überflüssig. Die Android-Lösung mit Google-Maps-Navigation ist jedenfalls in der alltäglichen Handhabung einfach ein wenig praktischer. Praktisch auch: Die Einbindung des Smartphones funktioniert kabellos wie auch seine Stromversorgung dank induktiver Ladeschale.

Mit Handschaltgetriebe fast wie aus der Zeit gefallen

Da wirkt die Kombination mit dem 85 kW/115 PS starken Zweiliter-Basisdiesel mit sechsstufigem Handschaltgetriebe fast schon wie aus der Zeit gefallen an. Bei Skoda kann man diesen Vielfahrer-Klassiker jedenfalls noch bekommen und sich außerdem wie früher auch daran erfreuen. Vor allem der früh einsetzende, bärige Diesel-Punch gefällt noch immer mit seinem kräftigen und sämigen Schub aus dem Drehzahlkeller heraus.

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Der Karoq bietet feine Infotainmentwelten. Kabellos lassen sich Smartphones koppeln und Android Auto oder Apple Carplay anzeigen.

(Foto: Skoda)

Das manuelle Verwalten der sechs Vorwärtsstufen geht auch weiterhin gut von der Hand, wenngleich man sich im Stop-and-go-Verkehr insgeheim dann doch ein bequemeres DSG wünschen würde. 10,6 Sekunden für den Tempo-100-Sprint und 190 km/h Topspeed können sich durchaus sehen lassen. Das gilt auch für den niedrigen Verbrauch, den Skoda mit 4,7 Litern beziffert. Angesichts dieser Sparsamkeit ist man auf der Autobahn gerne Mal etwas flotter unterwegs, weshalb wir praktisch mit 5,9 Liter doch ein deutliches Stück über dem offiziellen Wert lagen.

Angenehm leise

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Der Fond des Karoq ist geräumig und variabel.

(Foto: Skoda)

Das selbst bei hohem Tempo grundsätzlich entspannte Fahrerlebnis im Karoq rundet das angenehm niedrige Niveau der Fahr- und Windgeräusche ab. Auch dank des ausgewogen komfortablen Fahrwerks und Nettigkeiten wie Abstandstempomat erlebt man das SUV als gelungenes Alltagsmobil. Ebenfalls ausgewogen gibt sich der Tscheche in flott gefahrenen Kurven. Kreuzbrav und präzise folgt er trotz deutlich spürbarer Seitenneigung den Vorgaben des Lenkrads. Man hat dank des feinfühlig regelnden ESP stets ein genaues Gefühl davon, was als nächstes untenrum passiert. Besser geht es in dieser Klasse eigentlich nicht. Sollten die Ansprüche hinsichtlich Fahrdynamik allerdings höher sein, sollte man beim Karoq vielleicht die Sportsline mit Adaptiv-Fahrwerk wählen.

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Mit Blick auf die Kosten könnte man allerdings auch geneigt sein, auf ein paar Dinge zu verzichten. Will man den Basisdiesel, muss man bereits die zweite Ausstattung Ambition wählen, was mit mindestens 32.000 Euro zu Buche schlägt. Unser Testwagen setzte auf der gehobenen und 35.000 Euro teuren Version Style auf. Noch ein paar Häkchen im Konfigurator, schon weist der Kassenzettel 45.000 Euro aus. Die alte MQB-Welt ist zwar immer noch gut, aber leider nicht mehr günstig.

Skoda Karoq 2.0 TDI (85 kW) - technische Daten

  • Fünftüriger SUV; Länge: 4,38 Meter, Breite: 1,84 Meter, Höhe: 1,60 Meter, Radstand 2,64 Meter, Kofferraumvolumen: 479-1810 Liter,
  • 2,0-Liter Vierzylinder-Turbodiesel 85 kW/115 PS, maximales Drehmoment 300 Nm bei 1600-2500 U/min, Frontantrieb, 6-Gang-Schaltgetriebe
  • Fahrleistungen: 0-100 km/h: 10,6 s, Vmax: 190 km/h
  • Verbrauch 4,7 l/100 km (WLTP), Testverbrauch: 5,9 Liter
  • CO2-Emissionen 124 g/km (WLTP)
  • Preis: ab 32.450 Euro
  • Preis des Testwagens: rund 45.000 Euro

Quelle: ntv.de, Mario Hommen, sp-x

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