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Deutlich teurer als Vorgänger Ssangyong Korando hat Sprung gemacht

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Der neue Ssangyong Korando ist optisch ein recht schickes SUV geworden.

(Foto: Ssangyong)

Bis heute ist Ssangyong in Deutschland nicht wirklich der Durchbruch gelungen. Mit dem neuen Mittelklasse-SUV Korando könnten die Koreaner jetzt aber eine Alternative zu den gängigen Wettbewerbern aus Korea, Japan oder Frankreich am Start haben.

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Der Korando startet bei knapp 23.000 Euro, knausert aber zu diesem Preis mit der Ausstattung.

(Foto: Ssangyong)

Bis dato fuhr der Ssangyong Korando hierzulande unter dem Käufer-Radar. Mit dem neuen, ab Ende September zu Preisen ab knapp 23.000 Euro bestellbaren Modell hat Ssangyong nun aber viel vor. Immerhin soll 2020 jedes zweite in Deutschland verkaufte Fahrzeug der Koreaner ein Korando sein. Zwar gibt es lediglich je einen Benziner und Diesel im Antriebsangebot, beide Motoren sind aber in fast jeder der fünf Ausstattungsvarianten mit Front- oder Allradantrieb sowie mit manuellem Sechsganggetriebe oder Schaltautomaten zu haben. Nur die Basisversion Crystal gibt es ausschließlich mit Frontantrieb und manuellem Getriebe. Auch in Bereichen wie Assistenz, Sicherheit oder Infotainment hat Ssangyong den Anschluss an die Wettbewerber geschafft.

Zunächst fällt aber das Design des Korando auf. Die neue, vierte Generation ist im Vergleich zum Vorgänger flacher, breiter und länger geworden. Das mit 4,45 Meter Länge auf Wettbewerber wie den Opel Grandland oder den Hyundai Tucson zielende SUV ist optisch zweifellos das bislang gelungenste Modell der für einige gestalterische Kuriositäten bekannten Marke. Am neuen Korando lässt sich allerdings kaum etwas aussetzen. Die Proportionen stimmen, die Karosseriefalze sitzen und die Front kommt selbstbewusst, aber nicht protzig daher. Man meint sogar an der einen oder anderen Stelle etwas von VW oder Hyundai zu entdecken. Auffallend ist die untere Fensterlinie, die zur C-Säule hin ansteigt, das macht die hinteren Fenster zwar kleiner, sieht aber flott aus. Trotz seiner Höhe von nur 1,62 Meter und dem dazu leicht nach hinten abfallendem Dach, steigt man auch in die zweite Reihe recht bequem ein; Kopf und Beine finden in jedem Fall ausreichend Platz.

Kein Leistungsmonster

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Hinter der Heckklappe des Ssangyong verbirgt sich ein Kofferraum mit 551 Liter Stauraum.

(Foto: Ssangyong)

Womit wir auch gleich bei der Praxis wären. Auch hier ist der Fortschritt offenkundig. Im Innenraum gibt es genügend Ablagen. Die Rücksitzlehnen sind in der Neigung verstellbar. Dahinter öffnet sich ein Kofferraum mit 551 Liter Fassungsvermögen, ab dem zweiten Ausstattungsniveau (Amber) ist er mit einem praktischen doppelten Laderaumboden versehen. Attraktiv könnte für manchen Interessenten die in dieser Fahrzeugklasse nicht selbstverständliche Anhängelast von bis zu zwei Tonnen sein. Sie gilt allerdings nur in der Kombination Diesel-Antrieb und Automatikgetriebe. Zudem packt der Korando bis zu 750 Kilo Nutzlast. Auch an vermeintliche Kleinigkeiten wurde gedacht: Die weit runtergezogenen, über die Schweller reichenden Türen verhindern etwa bei Dreckswetter Verschmutzungen an Rock oder Hose beim Ein- oder Aussteigen.

Zum Antrieb des Mittelklasse-SUV stehen zwei neue Vierzylinder zur Verfügung. Der 1,5-Liter-Turbobenziner leistet 163 PS und stellt sein maximales Drehmoment von 280 Newtonmetern auf einem Plateau zwischen 1500 und 4000 Kurbelwellenumdrehungen zur Verfügung. Der 1,6-Liter-Diesel bringt es auf 136 PS und ein maximales Drehmoment von 324 Newtonmetern, das zwischen 1500 und 3000 Umdrehungen anliegt.

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Die Lenkung im Korando kommt etwas lasch ums Eck.

(Foto: Ssangyong)

Für die erste Testfahrt stand ausschließlich der Selbstzünder in Kombination mit der Sechsgang-Automatik zur Verfügung. Trotz seiner nicht gerade ausufernden Leistung zieht der Motor gut an, zudem reagiert das von Aisin gebaute Getriebe zwar nicht blitzschnell, ist aber aufmerksam und findet etwa beim Zurückschalten aus Kurven stets den richtigen Gang. Außerdem wurde der Diesel gut gedämmt, so dass es im Innenraum überraschend leise zugeht. Weniger überzeugend ist die lasche Lenkung geraten, sie hat zu viel Spiel um die Mittellage und ist insgesamt zu unpräzise. Hier müsste nachgebessert werden. Der die Kraft variabel verteilende Allradantrieb für 2000 Euro extra konnte nicht getestet werden.

Fortschritte in der Sicherheit

Augenfällig sind die Fortschritte der Koreaner im Bereich Sicherheit. So gibt es Assistenten für Notbremsung, Verkehrszeichenerkennung, Spurhalte- und Spurverlassenswarnung oder eine adaptive Geschwindigkeitsregelung. Dies alles ist bereits im Basismodell (Crystal) an Bord. In der höchsten der fünf Ausstattungsstufen (Sapphire) stehen zusätzlich auch ein Totwinkel- und ein Querverkehrswarner sowie ein Spurwechselassistent zu Verfügung. Da auch die Karosserie selbst mit einem Anteil von 46 Prozent ultrahochfester und 28 Prozent hochfester Stähle aktuellen Ansprüchen genügt, überrascht es nicht, dass der Korando beim EuroNCAP-Test als erstes Modell der Marke mit dem Maximum von fünf Sternen dekoriert wurde. Ja, das alles ist der Erwähnung wert, weil dies in der Vergangenheit bei Ssangyong nicht selbstverständlich war.

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Schicke Polster lassen die Insassen im Korando auch längere Strecken klaglos überstehen.

(Foto: Ssangyong)

Mit dem Korando haben es die Koreaner in die Moderne und auf Augenhöhe zu den meisten Volumen-Wettbewerbern in dieser Klasse geschafft. Allerdings ist das Modell im Vergleich zum Vorgänger auch deutlich teurer. Allein der Basispreis stieg um 3000 Euro, aber Qualität und Ausstattung machen das wett. Die weite Preisspanne reicht von fairen 22.990 Euro für den Benziner mit Frontantrieb und umfangreicher Basisausstattung bis zu knapp 39.000 Euro für den Diesel mit Allrad und höchster Ausstattungsstufe. Weiteres Geld lässt sich für das Automatikgetriebe, Metallic-Lack (600 Euro) oder eine elektrische Heckklappe (500 Euro, nur für Sapphire) ausgeben. Am Ende wäre man dann mit dem Korando bei über 40.000 Euro. Ein Preis, an den man sich in Verbindung mit dem Korando erstmal gewöhnen muss.

Ende 2020 wird es übrigens eine batterieelektrische Version auf Basis des Korando geben. Vermutlich unter anderem Namen, aber dem Vernehmen nach mit einer Reichweite von 450 Kilometern. Auch hier ist Ssangyong in der Moderne angekommen.

Quelle: n-tv.de, sp-x

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