Gebrauchte

Gebrauchtwagencheck Audi A4 - nur mit einem kleinen Fehler

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Die am häufigsten auf dem Gebrauchtwagenmarkt zu findende Variante des Audi A4 ist die des Kombis.

(Foto: Audi)

Der Audi A4 (Typ B9) ist zeitlos schön, gut verarbeitet und seine Motoren scheinen unzerstörbar, was die hohen Laufleistungen der Gebrauchten auf dem Markt mutmaßen lassen. Auch beim TÜV macht der Ingolstädter bis auf einen Punkt eine recht gute Figur. Billig ist er am Ende aber nicht.

Ende 2015 startete die aktuelle Generation des Audi A4 (Typ B9). Das Mittelklassemodell aus Ingolstadt liefert sich wie gehabt mit der Mercedes C-Klasse und dem 3er BMW den Kampf um die meisten Flotten- aber auch Privatkunden. Im Gebrauchtwagenhandel ist der A4 gut vertreten, bleibt die Frage, wie er sich beim TÜV schlägt.

Edel und zurückhaltend

Beim A4 setzen die Audi-Designer eher auf Zurückhaltung. Mit dem Audi macht man auf dem Mitarbeiterparkplatz genauso eine gute Figur wie am Strand oder vor dem Haus der konservativen Erbtante. Im Vergleich zum Vorgänger wurde die aktuelle Generation optisch nur behutsam verändert, unter anderem mit breiterem Kühlergrill und schärfer geschnittenen Karosseriefalzen.

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Der Audi A4 Avant bietet bis zu 1510 Liter Stauraum.

(Foto: Audi)

Die wichtigste Karosserievariante des A4 ist der Avant genannte Kombi. Etwa Zweidrittel aller Neubestellungen fallen auf den praktischen Lastenträger. Das Kofferraumvolumen liegt hier zwischen 505 und 1510 Liter, die mit 4,73 Meter genauso lange Limousine kommt auf ein Gepäckvolumen von 480 Liter. Außerdem gibt es mit A5 als Cabrio, Coupé und Sportback weitere Karosserievarianten.

Die Innenraumgestaltung ist auditypisch und kann sich sehen und fühlen lassen. Haben Erstbesitzer Holz- oder Aluminiumdekore geordert, sind diese echt und keine Nachbildung.

2019 erhielt der A4 ein Facelift; es ist unter anderem am flacher gestalteten Kühlergrill, anderen LED-Scheinwerfern, einer seitlichen Karosserielinie und einem zwischen den Heckleuchten montierten Chromband zu erkennen. Der bekannte Dreh-Drück-Steller in der Mittelkonsole ist seitdem Geschichte; Infotainment und Navi werden nun über ein Display bedient.

Üppiges Motorenangebot

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Der Innenraum des A4 ist auditypisch hochwertig.

(Foto: Audi)

Das Motorenangebot ist groß und umfasst Benziner, Diesel und Erdgas. Zur Wahl stehen Vier- und Sechszylinder sowie Front- und Allradantrieb. Für die Kraftübertragung sorgen je nach Motor manuelle Sechsganggetriebe oder Automatik-Getriebe.

Als Flotten- oder Dienstfahrzeug dominiert beim A4 der Diesel. Zum Marktstart gab es Diesel im Leistungsband zwischen 122 PS und 272 PS. Letzterer ist wie der 218 PS starke Selbstzünder ein 3,0-Liter-Sechszylinder und wurde ab Werk mit Allrad ausgeliefert. Die Zweiliter-Diesel haben neben dem Einstiegsmotor mit 122 PS noch 150 PS und 190 PS. Die Durchschnittsverbräuche liegen nach Herstellerangaben zwischen 3,7 Liter (150 PS) und 5,1 Liter (272 PS). Im Zuge des Facelifts hat Audi das Dieselangebot überarbeitet. Das Basisaggregat kommt auf 136 PS, darüber ist ein 165 PS starker Selbstzünder angesiedelt. Topmotorisierung ist ein 341 PS-Sechszylinder-Diesel (S4), der mit Mildhybridunterstützung arbeitet.

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Mit dem Facelift wurde der A4 noch ein bisschen schnittiger.

(Foto: Audi)

Auf Benzinerseite hat Audi einen 1,4-Liter-TFSI mit 150 PS sowie einen Zweiliter-Vierzylinder in den Ausbaustufen mit 190 PS und 252 PS im Programm. Ein Dreiliter-Sechszylinder mit 354 PS und 450 PS (RS4) rundet das Angebot nach oben an. Im Schnitt fließen hier laut Datenblatt 5,1 Liter (2.0 TFSI Ultra) und 8,8 Liter (2.9 TFSI RS4) durch die Leitungen. Das Facelift nutzte Audi auch, um die Benziner neu aufzustellen. Basisaggregat ist nun ein Zweiliter mit 150 PS, zudem ist nun ein 204 PS-Vierzylinder erhältlich. Eine Erdgasversion des 170 PS-Vierzylinders (40 g-tron) war und ist mit Unterbrechungen im Angebot.

Ordentliche Basisausstattung

Die Basisausstattungen sind recht ordentlich mit Komfortfeatures bestückt. Allerdings dürften nur die wenigsten A4 so vom Hof der Händler gerollt sein. Die Preisliste war und ist lang und verführt und verführte gut gestellte Dienstwagenberechtigte, die entsprechenden Häkchen zu setzen. Sportfahrwerk, Leder, Matrix-Licht, Assistenzsysteme; Metallic-Lack, Navigation, virtuelles Cockpit, Head-up-Display, Standheizung und natürlich Felgen in besonders schicker Ausführung standen und stehen zur Wahl. Beim NCAP-Crashtest 2015 holte der A4 fünf Sterne.

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Die Audi A4-Limousine ist hierzulande nicht ganz so weit verbreitet.

(Foto: Audi)

Der Audi A4 gibt auch bei den TÜV-Hauptuntersuchungen (HU) eine gute Figur ab und liegt bei den mittlerweile zwei absolvierten HU-Terminen unter dem Mängeldurchschnitt. Gleichzeitig haben die untersuchten Fahrzeuge rund ein Drittel mehr Laufleistung als der Durchschnitt. Ganz mängelfrei ist der A4 aber nicht. Beim Prüfpunkt Achsaufhängung sehen die TÜV-Prüfer öfter Anlass für Kritik, die Dämpfung rückt bei den älteren B9-Modellen schon mal in den Fokus.

Fazit: Mit dem Audi A4 kann man nicht viel falsch machen. Er sieht gut aus, ohne zu provozieren, das Motorenangebot ist groß und der TÜV findet bislang wenig zu meckern. Wer mit einem Gebrauchten mit hoher Laufleistung leben kann, muss rund 14.000 Euro anlegen. Exemplare, die erst rund 100.000 Kilometer absolviert haben, werden ab 20.000 Euro angeboten.

Quelle: ntv.de, hpr/sp-x

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