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GebrauchtwagencheckFord EcoSport - kerniges Mini-SUV hinterlässt gemischte Gefühle

22.06.2026, 17:58 Uhr
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Der Ford EcoSport der zweiten Generation fährt seit 2014 auch in Europa. (Foto: Ford)

Viele Mini-SUV gibt und gab es nur mit Frontantrieb. Der Ford EcoSport ist eine Ausnahme. Und er verfügte über ein weiteres ungewöhnliches Detail. Wie schlägt er sich beim Tüv?

Der Ford EcoSport der zweiten Generation (2012 bis 2023) kam 2014 nach Europa. In Deutschland trat das Mini-SUV etwa gegen Fiat 500X, Renault Captur oder Opel Mokka an.

Qualität

Ford-EcoSport-Fahrer sehen der Hauptuntersuchung (HU) mit gemischten Gefühlen entgegen. Einerseits schneidet das Mini-SUV ordentlich ab, andererseits fällt es bei den Tüv-HU bei den Prüfkriterien Licht, Bremsen und Umwelt unangenehm auf. Über alle Altersklassen bemängeln die Tüv-Experten die Beleuchtungsanlage sowie die Funktionsweise der Fuß- und Feststellbremsen. Bei den Jahrgängen, die älter als sechs Jahre sind, kommen Probleme mit der Abgasanlage und Abgasuntersuchung hinzu. Bei den älteren Modellen verdichteten sich zudem die Anzeichen für Ölverlust. Der Check des Fahrwerks und der Bremsbauteile bereitet bislang keine Schwierigkeiten.

Karosserie und Innenraum

Der Ford EcoSport setzte bei seinem Debüt auf rustikales Auftreten. Als Reminiszenz an echte Offroader gab es zum Beispiel das an der Hecktür angebrachte Reserverad. Damit wirkt das Mini-SUV auch deutlich länger, als es tatsächlich war. Von Stoßstange zu Stoßstange misst das Fahrzeug 4,01 Meter. Das Platzangebot geht für die Größe in Ordnung, Fahrer und Beifahrer sitzen angenehm hoch. Das Kofferraumvolumen variiert zwischen 333 und 1.238 Litern. Der Zugang zum Gepäckraum erfolgt über die sich seitlich öffnende Hecktür.

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Der Ford EcoSport hatte bei seinem Debüt ein Reserverad an der Hecktür. (Foto: Ford)

Bereits 2015 erfolgte das erste Facelift. Der Schwerpunkt lag dabei auf der Aufwertung des Innenraums. Das markante Ersatzrad gehörte seitdem nicht mehr zur Standardausrüstung.

2017 spendierte Ford das nächste Facelift. Die Frontgestaltung orientierte sich am größeren SUV Kuga. Innen wurde die Materialauswahl verbessert, etwa mit geschäumten Kunststoffen am Armaturenträger. Das Armaturenbrett wurde ebenfalls überarbeitet und ähnelt dem des Fiesta der siebten Generation.

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Nach dem ersten Facelift 2015 gehörte das Ersatzrad nicht mehr zur Standardausrüstung. (Foto: Ford)

Motoren und Antrieb

Benziner und Diesel, Front- und Allradantrieb, manuelle Schaltgetriebe und ein Automatikgetriebe: Ford offerierte eine vergleichsweise große Auswahl. Zum Marktstart gab es einen 1,5-Liter-Vierzylinder-Benziner mit 82 kW/112 PS, den bekannten 1,0-Liter-Dreizylinder-Turbo mit 92 kW/125 PS sowie den 1,5-Liter-Diesel mit 66 kW/90 PS. Die Triebwerke waren serienmäßig an ein manuelles Fünfganggetriebe gekoppelt, für die Benziner stand eine Sechsgang-Automatik zur Wahl. Die Kraft wurde nur an die Vorderräder geleitet.

Wer Allrad sucht: Zwischen 2017 und 2019 bot Ford den 1,5-Liter-Selbstzünder in der Ausbaustufe mit 125 PS mit Allradantrieb an.

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Zwischen 2017 und 2019 gab es den 1,5-Liter-Selbstzünder in der Ausbaustufe mit 125 PS mit Allradantrieb. (Foto: Ford)

Mit dem ersten Facelift 2015 erhielt der Diesel etwas mehr Leistung und kam auf 70 kW/95 PS. Die Ausbaustufe mit 88 kW/120 PS stand zwischen Ende 2019 und Ende 2020 zur Wahl. Zu diesem Zeitpunkt nahm Ford auch die übrigen Diesel - seit 2017 wie die Benziner an ein manuelles Sechsganggetriebe gekoppelt - aus dem Angebot. Übrig blieben die Benziner-Dreizylinder mit 125 PS und 103 kW/140 PS. Mitte 2018 ergänzte bis Ende 2021 der Dreizylinder mit 74 kW/100 PS das Benzinerangebot.

Ausstattung und Sicherheit

Der Fünftürer mit Frontantrieb setzte zunächst auf nur eine Ausstattungslinie, die unter anderem 16-Zoll-Leichtmetallräder, Klimaanlage und CD-Radio umfasste. Später wurde der EcoSport auch in den typischen Ford-Ausstattungslinien wie "Trend", "Titanium" und "ST-Line" angeboten. Seit 2020 war zudem die Design-Linie "Active" verfügbar. Hier zählten unter anderem erhöhte Bodenfreiheit und Schutzplanken an der Karosserie zum Lieferumfang.

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Das Platzangebot im Ford EcoSport geht für die Größe in Ordnung. (Foto: Ford)

Fazit

Klein und kernig: Wer ein Mini-SUV mit rustikaler Optik und vielleicht auch mit Allrad sucht, wird beim Ford EcoSport fündig. Interessenten sollten ihr Wunschmodell vor Vertragsschluss fachgerecht prüfen lassen, um teure Überraschungen zu vermeiden.

Nach Auswertung von mobile.de werden aktuell rund 2500 gebrauchte Ford EcoSport-Modelle der zweiten Generation auf dieser Plattform zum Kauf angeboten. Die Preise beginnen bei rund 4000 Euro.

Quelle: ntv.de, Elfriede Munsch, sp-x

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