Samstag, 01. Mai 2021Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:43 Uhr

Das war Samstag, der 1. Mai 2021

Der lange Tag der Arbeit neigt sich dem Ende zu: Alle Demos sind vorbei, die Berliner Feuerwehr löscht letzte Barrikaden in Neukölln und die Polizei weist die "Revolutionäre" via Twitter auf die Ausgangssperre um 22 Uhr hin. Dass sie der Berliner Polizei in sozialen Medien folgen, ist allerdings zu bezweifeln.

Was war sonst wichtig:

Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht, bis morgen!

21:48 Uhr

Demonstranten fordern "Militärintervention" zur Unterstützung Bolsonaros

In mehreren brasilianischen Städten haben Tausende Menschen für Präsident Jair Bolsonaro demonstriert. Trotz der Corona-Pandemie versammelten sie sich in großen Städten wie Brasília, São Paulo und Rio de Janeiro. Die meisten Teilnehmer waren in den Farben der brasilianischen Flagge gekleidet und hielten sich nicht an Abstandsregeln. In Brasilien sind bislang 400.000 Menschen an Covid-19 gestorben.

In Rio forderten mehrere hundert Demonstranten am bekannten Strand Copacabana eine "Militärintervention" zur Unterstützung des rechtsradikalen Staatschefs.

Bolsonaro hatte sich kürzlich beklagt, dass einige Bürgermeister und Gouverneure strenge Corona-Maßnahmen ergriffen hätten. Später rief er nach Soldaten auf den Straßen, um die Bewegungsfreiheit der Menschen zu gewährleisten.

21:15 Uhr

Berliner Mai-Demo eskaliert - Ausschreitungen und brennende Barrikaden

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(Foto: picture alliance/dpa)

Heftige Auseinandersetzungen bei der "revolutionären" Mai-Demo in Berlin-Neukölln. Auf der Sonnenallee hagelte es Flaschen und Steine gegen Polizisten. Beamte wurden angegriffen, als sie Störer aus der Menge ziehen wollten. Die Polizei setzte Pfefferspray ein. Müllcontainer und Paletten wurden angezündet. Sanitäter sind im Einsatz. Mehrere Demonstranten wurden festgenommen.

Update: Der Protestzug ist abgebrochen. Der Versammlungsleiter der Demo habe die Demonstration für beendet erklärt, nachdem er selbst aus der Menge angriffen worden sei, teilte die Polizei mit.

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20:44 Uhr

"Tag der Wut" in Frankfurt: Demonstranten greifen Polizisten an

Auch in Frankfurt warfen Teilnehmer einer Mai-Demo Feuerwerkskörper und Nebeltöpfe auf Polizisten. Auch seien Beamte angegriffen worden, teilte die Polizei mit. Es habe daher Festnahmen gegeben. Auch setzten die Polizisten Schlagstöcke ein.

Die Polizei sprach von mindestens 3000 Menschen, die sich zu einem "Tag der Wut" zunächst auf dem Opernplatz versammelt hatten und dann durch das Bahnhofsviertel zogen.

19:52 Uhr

Tausende kommen zur "revolutionären" Demo in Berlin

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Wer Corona-Mindestabstand einhalten will, bleibt dem Hermannplatz lieber fern.

(Foto: picture alliance/dpa)

In Berlin-Neukölln ist die sogenannte revolutionäre 1. Mai-Demonstration mit Verspätung gestartet. Der Zug mit Tausenden Teilnehmern läuft vom Hermannplatz nach Kreuzberg zum Oranienplatz. Die Polizei sprach von bislang rund 5000 Teilnehmern. Beobachter gehen aber von weit mehr Teilnehmern aus. Linke und linksradikale Gruppen hatten zu dem Protest aufgerufen.

Der Start hatte sich verzögert, weil Corona-Mindestabstände nicht eingehalten wurden. Damit sich das Ganze weiter entzerrt und die Abstände besser eingehalten werden können, sei das Loslaufen nun gestattet worden, teilte die Polizei mit. Demnach waren auch einige Teilnehmer stark alkoholisiert.

Zu hören waren unter anderem Rufe gegen die Polizei. Zudem wurden Böller gezündet und auf Polizisten geworfen. Mindestens drei Beamte seien verletzt worden, twitterte die Polizei.

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19:17 Uhr

Wasserwerfer, Festnahmen: Polizei stoppt Demos in Hamburg

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Vor der Roten Flora im Schanzenviertel setzte die Polizei auch Wasserwerfer ein.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Hamburger Polizei hat eine nicht genehmigte Demonstration von Linksradikalen gestoppt und eingekesselt. Rund 150 Demonstranten seien im Stadtteil St. Georg festgesetzt worden, sagte ein Polizeisprecher. Sie hatten sich zunächst am Hauptbahnhof versammelt, wo der als gewaltorientiert eingestufte Rote Aufbau eine Demonstration angemeldet hatte, die aber aufgrund des Infektionsschutzes von der Versammlungsbehörde untersagt worden war. Verfolgt von starken Polizeieinheiten zogen sie dennoch los und wurden nach einigen Hundert Metern gestoppt.

Schon den Tag über hatten sich in der Stadt linke Demonstranten mit der Polizei ein Katz-und-Maus-Spiel geliefert. Vor der Roten Flora im Schanzenviertel wurden Wasserwerfer eingesetzt, um eine Versammlung von mehreren Hundert Menschen auf dem Platz vor dem linksautonomen Zentrum zu räumen. Auch am Schlump wurde eine nicht genehmigte Demonstration von der Polizei aufgelöst. In der Folge kam es auch dort zur Gewahrsamnahe von laut Polizei mehr als 40 Menschen.

18:25 Uhr

Schlagzeilen am Abend

18:20 Uhr

Mit Äxten und Messern bewaffnet: Gruppe verwüstet Imbiss in NRW

In einem Imbiss im nordrhein-westfälischen Niederzier eskalierte am Freitagabend ein Streit zwischen den Gästen und dem Personal.

Zunächst waren nach Polizeiangaben zwei Männer in dem Imbiss auf die Mitarbeiter losgegangen und hatten einen Angestellten verletzt. Dann verschwanden sie zunächst, kehrten aber mit rund zehn Menschen als Verstärkung zurück, wie es hieß. Die Gruppe habe Messer und Äxte bei sich gehabt. Die Täter schlugen die Eingangstür des Schnellrestaurants ein, verwüsteten die Einrichtung und nahmen Bargeld aus der Kasse mit. Dann flüchteten sie.

Bei dem Streit soll es um eine verweigerte Essensauslieferung gegangen sein, sagte ein Polizeisprecher am Samstag. Die Polizei bittet um Hinweise unter der Telefonnummer 02421/949-0.

17:37 Uhr

Mai-Demos in Berlin zunächst ohne Zwischenfälle

In Berlin sind mehrere Demonstrationen am Tag der Arbeit zunächst ohne größere Zwischenfälle verlaufen. Die Lage sei "weitestgehend ruhig", sagte ein Sprecher der Polizei. Nach sieben beendeten Kungebungen seien bis zum späten Samstagnachmittag rund 60 Anzeigen erstattet worden, hauptsächlich wegen Verstößen gegen Corona-Regeln.

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Tausende Menschen radelten für mehr soziale Gerechtigkeit durch Berlin.

(Foto: imago images/Nicolaj Zownir)

  • Die traditionelle sogenannte revolutionäre Demonstration zum 1. Mai wird am Abend erwartet.
  • Ein Fahrradkorso mit mehr als 10.000 Teilnehmenden fuhr am Nachmittag durch die Hauptstadt, um für mehr soziale Gerechtigkeit zu demonstrieren. Zudem demonstrierten rund 4000 Menschen für den Erhalt der Clubszene.
  • Bei einer Demonstration von Corona-Skeptikern im Berliner Stadtteil Lichtenberg kam es dem Sprecher zufolge zu rund 60 sogenannten Freiheitsbeschränkungen, "ganz überwiegend wegen Verstößen gegen den Infektionsschutz". Es gab auch zwei Gegendemonstrationen.
16:49 Uhr

Lawinenunglück in Norwegen - mindestens zwei Tote

Im Norden von Norwegen sind bei einem Lawinenunglück mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Es sei unklar, ob noch weitere Personen in dem Bereich der Lawine an dem Berg Sofiatinden seien, sagte ein Sprecher der Rettungskräfte dem norwegischen Sender NRK. Zunächst habe man aber keine Hinweise darauf. Experten warnten vor weiteren Erdrutschen.

16:05 Uhr

Rund 150 Teilnehmer bei NPD-Demo in Essen

Mit einem Großaufgebot hat die Polizei in Essen versucht, Teilnehmer einer NPD-Demonstration und linke Gegendemonstranten auseinanderzuhalten. Immer wieder kam es zu Auseinandersetzungen mit den Einsatzkräften, als Gegendemonstranten versuchten, die NPD-Demo zu blockieren.

Teilweise hätten die Beamten Pfefferspray eingesetzt, teilte die Polizei mit. Aus einem Haus heraus seien die Teilnehmer der NPD-Demo mit einer Glasflasche beworfen worden. Bei einer Demonstration einer linken Gruppe sei verbotenerweise Pyrotechnik gezündet worden, sagte ein Polizeisprecher.

Beobachter schätzten die Zahl der Teilnehmer der NPD-Demo auf 150. Zugleich hatten zahlreiche linke Gruppen ein Gegen-Treffen in unmittelbarer Nähe angemeldet. Etwa 1500 Gegendemonstranten schlossen sich schließlich einer Kundgebung der Initiative "Essen stellt sich quer" an. Die Polizei war mit Hunderten Beamten, Wasserwerfern, Hubschraubern und Polizeipferden im Einsatz.

15:18 Uhr

Dutzende Festnahmen bei Mai-Demo in Istanbul

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Die Polizisten in Istanbul gehen mit Gewalt gegen die Demonstranten vor.

(Foto: AP)

Die türkische Polizei hat Dutzende Menschen festgenommen, die trotz eines Corona-Versammlungsverbots Kundgebungen zum Tag der Arbeit abhalten wollten.

  • Allein in Istanbul wurden mindestens hundert Demonstranten in Gewahrsam genommen, als sie versuchten, auf den symbolträchtigen Taksim-Platz zu gelangen. In Ankara gab es laut örtlichen Medien mindestens elf weitere Festnahmen.
  • Die Beamten gingen teilweise brutal gegen die Demonstranten vor. Immer wieder drängten sie die Menge mit ihren Schilden zurück oder schleppten einzelne Teilnehmer gewaltsam fort.
  • In der Türkei gilt seit Donnerstag ein landesweiter Lockdown. Bis zum 17. Mai dürfen die Menschen ihre Häuser nur noch aus triftigen Gründen verlassen, alle nicht lebensnotwendigen Geschäfte sind geschlossen.
14:40 Uhr

CSU kritisiert Nominierung von Maaßen

Die CSU hat die Nominierung des Ex-Verfassungsschutzpräsidenten Hans-Georg Maaßen zum CDU-Bundestagskandidaten in Thüringen kritisiert. Das sei ein "schwieriges Signal für den Gesamtkurs der Union", erklärte Generalsekretär Markus Blume in München - betonte jedoch, dass es sich um eine Angelegenheit der CDU handle. "Umso wichtiger ist, dass es bei der klaren Abgrenzung zur AfD kein Wackeln gibt." Für die CSU gilt nach Blumes Worten: "Der Kurs der Modernität ist unverhandelbar für die Union."

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14:30 Uhr

Schichtwechsel

Hallo! Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ab sofort und bis zum späten Abend begleite ich Sie durch den "Tag". Meine Kollegin Sabine Oelmann hat sich vor ein paar Minuten in den wohlverdienten Feierabend verabschiedet. Ich hoffe, Sie haben einen schönen Tag!

14:01 Uhr

Grammy-Verleiher ändern die Regeln nach heftiger Kritik

Nach heftiger Kritik an ihrer Nominierungspolitik wollen die Organisatoren der Grammy-Verleihung die Regeln ändern. Künftig sollen die mehr als 12.000 stimmberechtigten Mitglieder über die Nominierungen für die wichtigsten US-Musikpreise entscheiden, erklärte die Recording Academy in Los Angeles. Die bislang dafür zuständigen Komitees aus 15 bis 30 Branchenexperten, deren Namen geheim blieben, würden abgeschafft.

Gleichzeitig sollten die begehrten Musikpreise um die Kategorien lateinamerikanische und Weltmusik erweitert werden, erklärte die Academy weiter. Die Gesamtzahl der Kategorien steige damit auf 86. Die Änderungen sollten das "fortwährende Engagement" der Academy widerspiegeln, "sich mit der Musiklandschaft weiterzuentwickeln und sicherzustellen, dass die Regeln und Richtlinien der Grammy Awards transparent und gerecht sind."

Der Auswahlprozess der Academy war zuletzt auf Kritik gestoßen, nachdem R&B-Star The Weeknd trotz eines auch kommerziell erfolgreichen Jahrs 2020 bei den Grammy-Nominierungen leer ausgegangen war. Nach der Bekanntgabe der Nominierungen im vergangenen November warf der kanadische Künstler den Grammys auf Twitter vor, sie blieben "korrupt": "Ihr schuldet mir, meinen Fans und der Industrie Transparenz", erklärte er weiter.

Der ehemalige One-Direction-Sänger Zayn Malik kritisierte im März die anonymen Nominierungsgremien. "Ich halte den Druck aufrecht und kämpfe für Transparenz und Inklusion. Wir müssen sicherstellen, dass wir die 'kreative Spitzenleistung' von allen ehren und feiern. Beendet die geheimen Komitees", twitterte der Sänger, der weder mit seiner ehemaligen Gruppe noch als Solokünstler jemals nominiert wurde.

13:43 Uhr

Scholz: "So kann es nicht bleiben!"

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Plädiert für mehr Würde: Olaf Scholz.

(Foto: dpa)

Bundesfinanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat zum Mai-Feiertag gefordert, Konsequenzen aus der Corona-Pandemie zu ziehen. "Es kann nicht bei dem bleiben, wie es ist", so Scholz mit Blick auf Kurzarbeit, Entlassungen und ungleiche Löhne auf der Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Region Westbrandenburg in Potsdam. "Ich hoffe, es bleibt eine Lehre für die Zukunft, dass wir nicht nur Verbraucherinnen und Verbraucher sind, sondern dass wir auch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind, und dass es um Würde und Anerkennung bei dieser Arbeit geht."

Das sei etwas, was Deutschland aus dieser Krise lernen sollte. Scholz forderte, mehr Tarifverträge durchzusetzen und bessere Kontrollen. "Wir müssen sicherstellen, dass es eine Grenze nach unten gibt." Es müsse ein Ende für sachgrundlose Befristungen geben. Davon gebe es viel zu viele, laut Scholz.

12:40 Uhr

Nach "Let's Dance"-Aus: Nicolas Puschmann sah sich "nie als Favorit"

Es war ein Schock für Jury, Promis und Zuschauer: "Prince Charming" Nicolas Puschmann und Profitänzer Vadim Garbuzov sind trotz hoher Punktzahl nach der achten Show von "Let's Dance" ausgeschieden. Die Gesichtsausdrücke der Teilnehmer bei der Entscheidung sprachen für sich: Damit hatte keiner gerechnet. Das erste rein männliche Tanzpaar in der Geschichte von "Let's Dance" galt als großer Mitfavorit und hat sich nun nach seinem überraschenden Ende zu Wort gemeldet.

"Natürlich hat man damit nicht gerechnet, auch gerade nach der hohen Punktzahl für heute und wir fanden unser Opening echt toll", lässt Puschmann seinen Quickstep im Interview mit RTL Revue passieren. Die beiden kassierten satte 27 Punkte und jede Menge Lob von Motsi Mabuse, Jorge González und Joachim Llambi. Auch die letzten Wochen seien laut Puschmann immer "wunderbar gelaufen".

Dennoch nimmt es der 30-Jährige gelassen: "Das ist halt 'Let's Dance'." Sein Tanzpartner Vadim Garbuzov pflichtet ihm bei: "Es zeigt, dass diese Show eine Überraschung ist. Man muss mit allem rechnen." Puschmann betont an dieser Stelle, dass die beiden nie gesagt hätten, "dass wir Favoriten sind". "Wir haben jede Woche unser Bestes gegeben. Wir gehen glücklich und zufrieden."

11:30 Uhr

Legale Clubnacht ohne Abstand und Masken in Liverpool

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So sieht das aus ...

(Foto: dpa)

In Liverpool hat zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie in Großbritannien eine legale Clubnacht ohne Abstand und Masken stattgefunden.

Rund 3000 Gäste strömten am Freitagabend Berichten zufolge auf die Tanzfläche eines Lagerhauses, in dem DJs wie Lewis Boardman und The Blessed Madonna auflegten. Die Partys am Freitag und Samstag sind Teil eines Pilotprojekts der britischen Regierung, mit dem Großveranstaltungen in Corona-Zeiten getestet werden sollen.

Kein Abstand, keine Masken

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... wenn man Party macht.

(Foto: REUTERS)

Alle Anwesenden mussten vor dem Einlass einen maximal 24 Stunden alten negativen Corona-Test vorweisen und sollen fünf Tage nach dem Event einen weiteren Test machen. Vor Ort gilt dafür keine Abstands- und Maskenpflicht.

"Wir sind so aufgeregt", sagt die 18-jährige Leah Lawless, die zu den Partygästen gehört. Der Veranstalter Sam Newson sagt, das Pilotprojekt sei unbedingt notwendig für die strauchelnde Branche, in der viele seiner Kollegen ihre berufliche Existenz verloren hätten.

Tränen in den Augen

"Ich stand vorhin auf der Bühne und hatte ein bisschen Tränen in den Augen", so Newson. "Ich kann es nicht leugnen, es ist sehr emotional."


11:08 Uhr

Jugendliche nach Sturz an Steilhang schwer verletzt

Zwei Jugendliche sind in Hattingen (Ennepe-Ruhr-Kreis) einen Steilhang hinuntergestürzt und dabei schwer verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, waren die beiden Heranwachsenden am Freitagabend in einem Waldstück zwischen Welper und Blankenstein unterwegs, als sie an einem Steilhang mehrere Meter in die Tiefe stürzten und in unmittelbarer Nähe zu einer Bahntrasse liegen blieben. Die Strecke wurde für den Bahnverkehr gesperrt.

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Der schwere Abtransport der Jugendlichen.

(Foto: Feuerwehr Hattingen/ Blaulicht)

Aufgrund der nur schwer zugänglichen Einsatzstelle entschieden die Rettungskräfte in Abstimmung mit dem Personal eines Güterzuges, die Schwerverletzten in einem Waggon zum nächsten Bahnhof zu transportieren. Die Jugendlichen wurden von dort aus mit zwei Rettungswagen in Spezialkliniken gebracht.

10:58 Uhr

Video-Gruß von der Kanzlerin: "Ich bitte Sie dringend!"

Angela Merkel hat zum Tag der Arbeit den Einsatz vieler Beschäftigter unter schwierigen Corona-Bedingungen gewürdigt und zum Nutzen von Testmöglichkeiten aufgerufen. "Gerade Berufe, die sonst nicht solche Aufmerksamkeit bekommen, haben das Land am Laufen gehalten", sagt sie in ihrer wöchentlichen Videobotschaft.

Wenn Arbeitnehmer nicht von zu Hause arbeiten können, gebe es nun auch die Pflicht für Arbeitgeber, zwei Corona-Tests pro Woche anzubieten. "Ich bitte Sie dringend, dieses Angebot nun auch zu nutzen - zur eigenen Sicherheit und weil es in unser aller Interesse ist, dass Infektionen früh erkannt werden", so Merkel. Mit Blick auf viele Menschen im Homeoffice betonte sie: "Mir ist bewusst, wie anstrengend es sein kann, wenn über Monate der Esstisch gleichzeitig Schreibtisch und Hausaufgabenplatz für die Kinder ist." Homeoffice sei aber "eine riesige Hilfe" gegen die Ausbreitung des Virus.

Merkel dankte zum 1. Mai auch Betriebsräten und Gewerkschaftern, die sich für gute Arbeitsbedingungen und faire Bezahlung einsetzen. Wie schon in der Finanzkrise habe sich die Sozialpartnerschaft auch in dieser schweren Zeit bewährt. Angesichts des Wirtschaftseinbruchs in der Pandemie habe die Bundesregierung Milliarden eingesetzt, um das Kurzarbeitergeld zu erhöhen und die Bezugsdauer zu verlängern. "Das war gut investiertes Geld." So könne man schneller wieder durchstarten, wenn die Wirtschaft wieder anzieht, sagt die Kanzlerin - "und damit rechnen wir noch in diesem Jahr."

10:23 Uhr

Drei Monate Putsch in Myanmar - 759 Tote

Drei Monate nach dem Putsch in Myanmar sind abermals Tausende Menschen auf die Straße gegangen, um gegen die Militärregierung und für die Rückkehr zur Demokratie zu protestieren. In der Wirtschaftsmetropole Yangon und in Mandalay, der zweitgrößten Stadt des Landes, kam es zu mehreren Kundgebungen. Auch in Dawei im Süden versammelten sich zahlreiche Menschen. Am 1. Februar hatte das Militär die Regierung abgesetzt und die De-Facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi festgenommen. Seither kommt es immer wieder zu Protesten, obwohl Militär und Polizei zum Teil massiv gegen die Demonstranten vorgehen. Nach Angaben der Hilfsorganisation für politische Gefangene AAPP wurden bislang mindestens 759 Protestierende getötet.

"Unsere Sache - Demokratie", skandierten Demonstranten in Yangon und forderten die Freilassung führender Politiker, darunter Suu Kyi und zahlreiche Führungspersönlichkeiten der bis zum Putsch regierenden Partei Nationale Liga für Demokratie (NLD). Laut AAPP wurden mehr als 3.400 Menschen festgenommen. Berichte über Gewalt im Zuge der Demonstrationen gab es zunächst nicht. Medien berichteten von mehreren kleineren Detonationen unter anderem in Yangon. Über mögliche Opfer oder Verantwortliche gab es keine Berichte. Ein Sprecher der Militärregierung war nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

10:08 Uhr

Keine Zahlen, sondern Menschen: Bootsmigranten in Sicherheit

Die Seenotretter der Organisation Sea-Watch haben im zentralen Mittelmeer weitere Bootsmigranten in Sicherheit gebracht. Die Crew der "Sea-Watch 4" habe am Freitag und in der Nacht zu Samstag in zwei weiteren Einsätzen knapp 190 Menschen an Bord geholt, teilt die in Berlin ansässige Organisation mit. Damit seien nach vier Rettungen insgesamt etwas mehr als 300 Bootsmigranten an Bord des Schiffes. Sea-Watch habe nun einen sicheren Hafen in Italien und Malta angefragt.

Die "Ocean Viking" der Organisation SOS Mediterranee bekam unterdessen von den italienischen Behörden den Hafen in Augusta auf der Insel Sizilien zugewiesen, wie die Organisation schreibt. An Bord des Schiffs befinden sich laut SOS Mediterranee 236 Menschen, darunter viele unbegleitete Minderjährige. Die Anlandung war demnach für den Samstag geplant.

Die beiden Organisationen kritisierten die libysche Küstenwache und die EU unter anderem dafür, dass immer wieder Migranten von den libyschen Behörden zurück in das Bürgerkriegsland gebracht würden. SOS Mediterranee forderte, dass ein europäisches Such- und Rettungsprogramm etabliert werde. In Libyen drohen Migranten Menschenrechtsverletzungen. In Schlauchbooten versuchen viele Menschen immer wieder, Europa auf dem Seeweg über das zentrale Mittelmeer zu erreichen. Nach UN-Angaben starben in diesem Jahr bislang knapp 490 Menschen auf dem Meer.

09:55 Uhr

Acht Tote bei Wohnhausbrand

Bei einem Brand in einem Wohnhaus in Russland sind acht Menschen ums Leben gekommen. Darunter seien zwei sechs und zehn Jahre alte Kinder, teilten die Behörden in dem Gebiet Perm mit. Das Holzhaus in der Stadt Kudymkar rund 1000 Kilometer östlich von Moskau wurde bei dem Feuer am Samstag völlig zerstört. Fotos zeigten, wie Feuerwehrleute zwischen vereinzelt noch erhalten gebliebenen Wänden Trümmer durchsuchten. Die Ermittler wollten nun klären, wie es zu dem Brand kam. Untersucht werde, ob unachtsam mit Feuer umgegangen worden sei. In Russland kommt es immer wieder zu Bränden mit Toten und Verletzen, weil Sicherheitsvorschriften nicht eingehalten werden.

Tote bei Busunglücken

Und auch bei zwei Busunfällen innerhalb weniger Stunden sind in Russland acht Menschen ums Leben gekommen. Im äußersten Osten des Landes fuhr in der Nacht zum Samstag ein Reisebus aus noch ungeklärter Ursache in einen Straßengraben und kippte um, wie die Behörden mitteilten. Dabei starben demnach drei Frauen. Zehn Menschen seien verletzt worden, einige von ihnen schwer. Der Unfall ereignete sich nahe der Großstadt Chabarowsk unweit des Pazifiks. Wenige Stunden zuvor kamen im Süden Russlands fünf Kinder eines Basketballteams ums Leben, als ihr Kleinbus mit einem Lastwagen kollidiert war. Mehrere Fahrgäste wurden verletzt.

09:37 Uhr

Bayreuther Festspiele sollen stattfinden

Die Entscheidung für Bayreuther Festspiele 2021 ist nach Angaben des Verwaltungsratsvorsitzenden Georg Freiherr von Waldenfels nicht ganz unumstritten. "Das wurde schon unterschiedlich gesehen", sagt er. Am Freitag hat der Verwaltungsrat aber nun beschlossen, dass die Festspiele in diesem Jahr trotz der Corona-Pandemie ab Ende Juli stattfinden sollen - obwohl sie das nach zumindest derzeitig geltender Rechtslage gar nicht dürften. "Das war gestern eine wichtige Sitzung", betont von Waldenfels daher auch. "Wir sind optimistisch, dass sich das bis zum Sommer ändert. Dann werden wir eine höhere Impfquote haben. Außerdem ist der Sommer der natürliche Feind des Virus'."

Der Verwaltungsrat hofft auch, die derzeit in Konzepten zugrunde gelegte Besucherzahl von nur 235 statt normalerweise rund 2000 im Festspielhaus auf dem Grünen Hügel noch anheben zu können: "Wir wollen soviel wie möglich aufstocken." Denn mit jedem leeren Platz verlieren die Festspiele bares Geld. Normalerweise bestreiten sie den laufenden Betrieb zu 65 Prozent aus Einnahmen. Das fehlende Geld werden die Gesellschafter - die Bundesrepublik, der Freistaat Bayern, die Stadt Bayreuth und die Gesellschaft der Freunde von Bayreuth - ausgleichen müssen. "Kultur ist teuer", resümiert von Waldenfels.

08:55 Uhr

Ikebana von Gerhard Schröder

Vielleicht ist Ihnen meine Begeisterung für Gerhard Schröder über die Jahre nicht entgangen. Als er vor zwei Jahrzehnten Bundeskanzler wurde habe ich das sehr gefeiert. Nun feiere ich den Rentner Schröder. Seine Frau versorgt Follower und Friends mit Neuigkeiten, die die Welt zwar nicht braucht, aber schöner machen. Zum Beispiel hat der SPD-Mann nicht nur seine Liebe zum Vögelfüttern oder Tomatenanpflanzen entdeckt - wie überhaupt für viele Einblicke in sein Privatleben gesorgt - sondern nun auch zur Kunst des Ikebana.

Soyeon Schröder-Kim schreibt dazu: "An einer Ecke unseres Büros, Ikebana von meinem Mann. Der Titel heißt: "Yin und Yang"." Und wer immer noch nicht verstanden hat, wie innig die beiden sind, dem wird ein schönes Wochenende gewünscht, mit passenden Soyeon- und Gerhard-Emojis: "Euch und Ihnen ein schönes Wochenende".

Bösartige Menschen würden sagen, Gerhards fünfte Frau vermarkte ihren Mann sehr geschickt - Wohlgesonnnene freuen sich ganz einfach mit ihm über seinen abwechslungsriechen Alltag. Gar nicht so leicht in Zeiten von Corona.

08:24 Uhr

Sassoli: "Bin im Kreml wohl nicht willkommen?"

Die durch den Fall des inhaftierten Kreml-Kritikers Alexej Nawalny ausgelösten Spannungen zwischen der EU und Russland verschärfen sich weiter. Als Reaktion auf EU-Sanktionen verhängte Russland weitere Strafmaßnahmen gegen acht Europäer, darunter Einreisesperren, wie das Außenministerium in Moskau mitteilte. Die EU und die Bundesregierung üben scharfe Kritik. Die Regionalbüros des Oppositionellen Nawalny wurden unterdessen von der russischen Finanzaufsicht als "extremistisch" eingestuft. David McAllister, ehemaliger Ministerpräsident Niedersachsens, ruft die EU zur Geschlossenheit auf.

Zu den Betroffenen der russischen Strafmaßnahmen gehören EU-Parlamentspräsident David Sassoli und der Berliner Oberstaatsanwalt Jörg Raupach. Sassoli reagierte mit Humor: "Scheinbar bin ich im Kreml nicht willkommen? Ich hatte es schon ein wenig vermutet", schrieb er bei Twitter. "Keine Sanktionen oder Einschüchterungen werden das EU-Parlament oder mich daran hindern, Menschenrechte, Freiheit und Demokratie zu verteidigen", fügte er hinzu. In einer gemeinsamen Erklärung verurteilten Sassoli, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident Charles Michel die Maßnahme. Sie sei "inakzeptabel" und entbehre jeder rechtlichen Grundlage. Die Entscheidung sei die jüngste eindrückliche Demonstration, dass Russland die Konfrontation mit der EU gewählt habe, anstatt die negative Entwicklung der Beziehungen zu korrigieren.

Auch die Bundesregierung übte scharfe Kritik am Vorgehen Moskaus. Die inhaltlich unbegründeten Strafmaßnahmen trügen "dazu bei, die Beziehungen zu Russland in unnötiger Weise weiter zu belasten".

07:57 Uhr

Mehr Elan im Kampf gegen Rechtsextremismus

Unter seinem neuen Chef widmet sich der Verfassungsschutz nach Ansicht der CSU-Innenpolitikerin Andrea Lindholz intensiver als zuvor der Aufklärung rechtsextremistischer Strukturen. "Meine persönliche Einschätzung ist, dass der neue Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Thomas Haldenwang, die Bekämpfung des Rechtsextremismus mit einer anderen Verve betreibt als seine Vorgänger", so Lindholz, die Vorsitzende des Innenausschusses des Bundestages ist. Der frühere Präsident Hans-Georg Maaßen, der am Freitagabend von der CDU Südthüringen zum Direktkandidaten für die Bundestagswahl gekürt wurde, habe zwar nach den schockierenden Erkenntnissen über den rechten Terror des NSU einiges auf den Weg gebracht. Doch unter Haldenwang habe sich schon etwas verändert, "auch in der Kommunikation mit uns Abgeordneten".

Beispielsweise habe der Behördenleiter schon frühzeitig darauf hingewiesen, dass bei den Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen auch Extremisten aktiv seien. Am vergangenen Mittwoch teilte das Bundesinnenministerium dann mit, dass Teile der sogenannten Querdenken-Bewegung vom Verfassungsschutz inzwischen mit nachrichtendienstlichen Mitteln beobachtet werden. "Wir beobachten seit längerem eine Zunahme des gewaltbereiten Rechtsextremismus - dieses Phänomen wurde erst durch das Migrationsthema befeuert und aktuell durch die Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen" sagt Lindholz. Wichtig sei es, konsequent zu handeln, denn alles andere schade dem Vertrauen in die Sicherheitsbehörden.

07:44 Uhr

Kontaktpflege ist die neue Währung

Trotz mancher Gereiztheit hat die Corona-Krise die Deutschen laut einer neuen Umfrage sozial sensibler gemacht. In der Untersuchung des Hamburger Zukunftsforschers Horst Opaschowski bejahten drei Viertel (76 Prozent) der 1000 Teilnehmer eine entsprechende Frage. Vor allem Ostdeutsche (85 Prozent) und ältere Menschen über 65 Jahren (80 Prozent) vertreten diese Ansicht, während Westdeutsche (74 Prozent) und die unter 30-Jährigen (68 Prozent) die gesellschaftliche Auswirkung der Corona-Krise etwas skeptischer sehen.

Gleichwohl ist die Hilfsbereitschaft der Jüngeren nach eigenem Bekunden höher als die der Älteren. Die unter 30-Jährigen stimmten zu 89 Prozent der Aussage zu: "Ich stehe heute schon Freunden und Nachbarn öfter für Hilfeleistungen zur Verfügung." Die über 65-Jährigen pflichteten dieser Aussage nur zu 79 Prozent bei. Insgesamt gaben 86 Prozent der Befragten an, in der Corona-Krise hilfsbereiter geworden zu sein, wobei Ost- und Westdeutsche nur minimal auseinander lagen.

"Eine überwältigende Mehrheit der Bevölkerung geht verändert aus der Corona-Krise hervor", erklärte Opaschowski. "Hilfsbereitschaft und die Kontaktpflege zu Freunden und Nachbarn werden zu einer neuen Währung, zum sozialen Kitt für das Zusammenleben." Als Beispiele nannte der Zukunftsforscher Fahrdienste und Einkaufshilfen sowie Telefon-, Besuchs oder Babysitterdienste.

07:16 Uhr

Ulrike Folkerts ärgert sich über sich selbst wegen #allesdichtmachen

"Tatort"-Kommissarin Ulrike Folkerts hat nach der massiven Kritik an der Aktion #allesdichtmachen in der vergangenen Woche ihr Video entfernt und sich in einem Statement von Corona-Leugnern distanziert. "Ich habe das total unterschätzt. Ich wollte niemanden verletzen, Covid nicht belächeln", sagt Folkerts dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Die Aktion hat mehr Unheil angerichtet als Leute zum Lachen gebracht. Das Mittel Ironie ist zurzeit wohl nicht das richtige, um über Coronamaßnahmen eine Debatte in Gang zu setzen." Sie setze sich mit der Sache auseinander, die sie "mitangezettelt" habe, sagt Folkerts: "Man ärgert sich auch über sich selbst."

In dem Interview spricht sie ebenfalls über die Auswirkungen ihrer Homosexualität auf den Job als Schauspielerin: "Für mich war erschreckend, dass es in dieser angeblich so toleranten Filmbranche nach wie vor Vorbehalte der Besetzung gibt. Nach dem Motto: Die liebt Frauen, die kann ja gar keine Hetero spielen. Das ist doch total bescheuert. Ich bin ja auch nicht Jahre bei der Kripo gewesen, um eine Polizistin zu spielen."

07:03 Uhr

Das wird heute wichtig

Gooooooooood Morning! Auf dem Ritt auf meinem Besen heute in aller Frühe ins Büro - menschenleere Straßen. Das wird nicht so bleiben. In Berlin und anderswo wird am 1. Mai demonstriert: Es wird darum gehen, dass "die Reichen" zahlen, Wohnraum, Betriebe und Krankenhäuser in "unsere Hände" fallen sollen und auch die Obdachlosigkeit soll beendet werden. Das ist eine gute Idee. Laut skandiert wurde am gestrigen Abend bereits "Keine Rendite mit der Miete". Das reimt sich, und auch das ist ein sehr schöner Gedanke - alle sind gleich. Mal gucken, wie das heute klappt, wenn ein paar wieder gleicher sind als die anderen, denn das liegt in der Natur des Menschen. Egal, ich will hier ja nicht aus dem Kaffeesatz lesen, sondern Sie mit den Nachrichten dieses 1. Mai versorgen - wenn Sie sich also vertrauensvoll an mich wenden wollen dann unter sabine.oelmann@nama.de. Folgendes wird wichtig heute:

  • Der Internationale Tag der Arbeit bringt heute um 14 Uhr eine Digitalkundgebung des DGB zum 1. Mai und mannigfaltige Demonstrationen von linken Gruppen und Gegnern von Corona-Beschränkungen
  • Ebenfalls um 14 Uhr wird es eine Kundgebung für die schottische Unabhängigkeit, eine Woche vor den Wahlen zum schottischen Parlament, geben
  • Auf Zypern geht es um das Inkrafttreten der Aufenthaltserlaubnis für britische Touristen, die gegen Corona geimpft sind, und in Portugal und Polen werden die Corona-Maßnahmen weiter gelockert, in der Ukraine sogar aufgehoben
  • In New York geht es um die Aufhebung des Räumungsverbots bei Mietwohnungen und in Kuba wird der 60. Jahrestag der Ausrufung der Republik Kuba durch Fidel Castro begangen
  • Außerdem haben wir eine Menge schöne Texte im Angebot, zum Beispiel eine "Pseudo-Kolumne" aus der Schmoll-Ecke oder ein Interview mit Ikone Marianne Faithfull

06:45 Uhr

Der Mai beginnt im Wintermantel

Ob Mai-Kundgebung oder traditioneller Spaziergang - wer am Feiertag draußen unterwegs ist, sollte sich einpacken. Denn mit 10 bis 16 Grad wird der Samstag nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Deutschland recht kühl. In höheren Lagen seien sogar noch Wintermäntel zu empfehlen, "denn dort liegen die Höchstwerte wohl unter der Zehn-Grad-Marke", sagt ein DWD-Meteorologe. Von Baden bis nach Franken und Oberbayern sowie in einem Streifen von Schleswig-Holstein bis nach Nordhessen und Thüringen sei bei gelegentlichem Regen und Gewittern ein Regenschirm angebracht. Am Sonntag dehnt sich den Angaben zufolge der Regen auf die gesamte Südosthälfte Deutschlands und das Küstenumfeld aus - allerdings werden die Schauer seltener.

Die Temperaturen kommen allenfalls am Niederrhein, im Berliner Raum und an der Saar noch über 12 Grad hinaus. Teils sind es in tieferen Lagen nur noch etwa 8 Grad, in Berglagen sogar unter 5 Grad. Die neue Woche startet zwar etwas milder, aber am Mittwoch kommt die kühle Luft zurück.

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