Der Tag
11. September 2025
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22:25 Uhr

Das war Donnerstag, der 11. September 2025

Liebe Leserinnen und Leser,

der Einflug mehrerer russischer Drohnen in den Luftraum Polens sowie der Abschuss durch das polnische Militär in der Nacht auf Mittwoch war auch heute bestimmendes Thema. Während Moskau sich mit Statements weiterhin zurückhält, rückte heute vor allem Nachbarland Belarus in den Fokus. Der engste Verbündete Russlands will, so die Behauptung aus Minsk, einige der russischen Drohnen abgeschossen haben, um Polen zu schützen. Diese Aussage sei weniger an Europa gerichtet, als vielmehr an Washington, sagt der Historiker und Osteuropa-Experte Alexander Friedmann. Denn: Zwischen US-Präsident Donald Trump und Belarus bahnte sich ein Deal an - den habe die belarussische Regierung unter keinen Umständen gefährden wollen.

Das ganze Interview meines Kollegen Uladzimir Zhyhachou können Sie hier nachlesen:

Zudem möchte ich Ihnen zum Abschluss des Tages diese Themen ans Herz legen:

Kommen Sie gut durch die Nacht! Bis bald!

Das war Donnerstag, der 11. September 2025
22:01 Uhr

Putschprozess: Verurteilung von Bolsonaro steht kurz bevor

Im Putschprozess gegen den früheren brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro hat sich die Mehrheit der Richter am Obersten Gericht des Landes für eine Verurteilung des 70-Jährigen ausgesprochen. Richterin Cármen Lucía stimmte als drittes Mitglied des Richterkollegiums für einen Schuldspruch gegen den rechtsextremen Politiker. Das formale Urteil wird erst nach der Abstimmung des fünften und letzten Richters verkündet.

Die Richter legen seit Dienstag nacheinander ihre Positionen dar. Nur einer von ihnen stimmte bisher für einen Freispruch. Dem Ex-Präsidenten drohen mehr als 40 Jahre Haft. Er weist alle Vorwürfe zurück und bezeichnet sich selbst als Opfer politischer Verfolgung. Die Staatsanwaltschaft wirft Bolsonaro vor, er habe eine "kriminelle Organisation" angeführt, deren Ziel es gewesen sei, mit einem Putsch das Ergebnis der Präsidentschaftswahl 2022 zu kippen, die Bolsonaro gegen den linksgerichteten Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva verloren hatte. Es ist das erste Gerichtsverfahren in Brasilien wegen Putschvorwürfen gegen einen früheren Staatschef.

Putschprozess: Verurteilung von Bolsonaro steht kurz bevor
21:20 Uhr

29-jährige Deutsche stürzt in Spanien in den Tod

Im spanischen Asturien hat die Wanderung einer deutschen Urlauberin ein verheerendes Ende genommen. Die 29-Jährige starb, nachdem sie ein Stein am Kopf getroffen und in die Tiefe gerissen hatte, wie spanische Medien berichten. Demnach verlor die Frau bei ihrer Wanderung im Picos de Europa Nationalpark den Halt. Sie stürzte daraufhin rund 50 Meter tief und verlor das Bewusstsein, heißt es weiter.

Zwei Wander-Begleiter und ein Nationalparkwächter konnten sie erreichen und verhindern, dass sie in einen tiefer gelegenen Fluss fiel. Die 29-Jährige wurde mit dem Hubschrauber in eine Klinik gebracht, wo sie wenig später an ihren schweren Verletzungen verstarb.

29-jährige Deutsche stürzt in Spanien in den Tod
20:42 Uhr

Koloss in China: Größte Schrägseil-Brücke der Welt ist eröffnet

Ein weiteres Bauwerk der Superlative feiert in China seine Einweihung: Die Changtai-Jantse-Brücke ist eröffnet. Der insgesamt über zehn Kilometer lange Koloss ist die längste Schrägseil-Brücke der Welt, der Bau dauerte sechs Jahre.

Koloss in China: Größte Schrägseil-Brücke der Welt ist eröffnet
20:05 Uhr

Krankheitserregender Pilz breitet sich rapide in Europas Kliniken aus

Der krankheitserregende Pilz Candidozyma auris verbreitet sich rasch in europäischen Krankenhäusern. Das geht aus einem Bericht des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) hervor. Demnach lag Deutschland bei der Anzahl der gemeldeten Fälle zwischen 2013 und 2023 EU-weit auf Platz fünf. Die meisten Fälle wurden in Spanien gemeldet, danach folgten Griechenland, Italien und Rumänien. Die Studie der Gesundheitsbehörde zeigt zudem einen rapiden Anstieg an gemeldeten Fällen des Befalls mit dem Hefepilz innerhalb der EU.

Von 2013 bis 2023 wurden in der Region mehr als 4000 Fälle registriert - 1346 davon allein im Jahr 2023. Deutschland meldete in dem untersuchten Zeitraum insgesamt 120 Fälle, mit 77 entfiel mehr als die Hälfte auf das Jahr 2023. Das ECDC schreibt in seinem Bericht, diese Zahlen seien nur "die Spitze des Eisbergs", da es in vielen Ländern keine systematische Erfassung des Befalls mit dem Pilz gebe. Candidozyma auris ist gegen verschiedene Medikamente resistent und kann bei kranken Menschen schwere Infektionen verursachen.

Krankheitserregender Pilz breitet sich rapide in Europas Kliniken aus
19:21 Uhr

50.000 Liter Gas: Lkw explodiert unter Brücke - Tote und Verletzte

In Mexiko-Stadt kommt es zu einem verheerenden Unglück: Unter einer Autobahn kippt ein mit 50.000 Litern Gas beladener Lkw um. Das geladene Gas entzündet sich, es kommt zu einer heftigen Explosion. 18 weitere Fahrzeuge geraten in Brand, vier Menschen sterben. Aufnahmen zeigen die Zerstörung.

50.000 Liter Gas: Lkw explodiert unter Brücke - Tote und Verletzte
18:45 Uhr

Collien Fernandes wünscht sich Flirt im "Traumschiff"

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Fernandes spielt in der ZDF-Serie die Figur Dr. Jessica Delgado. (Foto: picture alliance/dpa/ZDF)

Collien Fernandes wünscht ihrer Rolle der Schiffsärztin Dr. Jessica Delgado in der ZDF-Reihe "Das Traumschiff" mehr Liebesgeschichten. "Im Liebesleben von Frau Dr. Jessica Delgado ist bislang ja nicht so richtig viel passiert. Deswegen nerve ich unsere Produzentinnen und Produzenten immer", sagte die 43 Jahre alte Schauspielerin web.de News. Ihre Hartnäckigkeit scheine sich auszuzahlen: "Jetzt darf ich zumindest mal flirten."

Eine Romanze von Delgado mit Kapitän Max Parger (Florian Silbereisen) sei allerdings nicht absehbar. "Dem hab' ich ja schon zugezwinkert, hier und da mal. Aber da kommt nichts zurück. Ich glaube, Jessica hat das mit ihm aufgegeben", so Fernandes. Die Schauspielerin beklagt generell die romantische Zurückhaltung bei den Hauptrollen der ZDF-Reihe: "Beim Main-Cast geht nicht so richtig viel. Das passiert eher bei den anderen. Es gibt Episoden-Rollen, da passiert auch mal mehr, als dass man sich nur zuzwinkert. Wir dürfen vielleicht mal ein bisschen flirtig gucken. Und es fiel auch schon ein Kuss."

Collien Fernandes wünscht sich Flirt im "Traumschiff"
18:00 Uhr

Nach Ampel-Aus: Wissing und Schmidt haben neue Jobs

Die früheren Kabinettsmitglieder Wolfgang Schmidt und Volker Wissing haben der Bundesregierung neue Tätigkeiten angezeigt, dürfen diese zum Teil aber erst mit Verzögerung antreten. Wie aus einer Veröffentlichung im Bundesanzeiger hervorgeht, will der ehemalige Kanzleramtschef Schmidt als Redner und Autor arbeiten, bei Microsoft tätig werden sowie als Mitglied im European Council on Foreign Relations mitwirken.

Der frühere Bundesverkehrs- und Justizminister Volker Wissing hat ebenfalls drei "nachamtliche" Tätigkeiten bei der Regierung angemeldet. Als Rechtsanwalt kann der zuletzt parteilose und frühere FDP-Politiker auch erst zwölf Monate nach Ausscheiden aus dem Ministeramt tätig werden, wie die Regierung beschloss. Als Redner und Autor sowie Gastprofessor der Stiftung Mercator an der NRW School of Governance der Universität Duisburg-Essen darf Wissing hingegen sofort arbeiten.

Nach Ampel-Aus: Wissing und Schmidt haben neue Jobs
17:43 Uhr

Israels Präsident wird bei London-Besuch "verdächtiges Paket" geschickt

Bei einem Besuch des israelischen Staatspräsidenten Izchak Herzog in London ist ihm nach Medienberichten ein "verdächtiges Paket" geschickt worden. Es werde gegenwärtig untersucht, teilt Herzogs Büro nach Berichten von Medien wie "ynet" und "Times of Israel" mit. Britische und israelische Sicherheitskräfte kümmerten sich nun um das verdächtige Objekt, heißt es. Weitere Details sind noch nicht bekannt.

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Israels Präsident trifft auf den britischen Premier Keir Starmer. (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)
Israels Präsident wird bei London-Besuch "verdächtiges Paket" geschickt
17:14 Uhr

Rapper spart USA bei Welt-Tournee komplett aus - aus Angst vor Trump-Maßnahmen

Monatelang fragten sich Fans, warum die "Debi Tirar Mas Fotos World Tour" des puerto-ricanischen Superstars Bad Bunny die USA komplett ausspart. Jetzt gibt der 31-Jährige die Antwort: Er fürchtet Razzien durch die ICE-Behörde bei seinen Konzerten. "Es gab viele Gründe, warum ich nicht in den USA aufgetreten bin, und keiner davon war aus Hass", erklärt Bad Bunny in einem Interview mit dem Magazin "i-D". "Ich bin dort viele Male aufgetreten. Alle Auftritte waren erfolgreich. Alle waren großartig. Ich habe es genossen, mich mit Latinos zu verbinden, die in den USA leben."

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Die Entscheidung kostet den Rapper Millionen. Seine bisherigen US-Touren waren durchweg ausverkauft. (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Der Grund für sein Fernbleiben liegt in der Sorge um seine amerikanischen Fans: "Aber da war die Sache mit... verdammt, ICE könnte vor meinem Konzert stehen. Und das ist etwas, worüber wir gesprochen und uns große Sorgen gemacht haben." Bad Bunny, der als Rapper, Produzent, Schauspieler und gelegentlicher Wrestling-Teilnehmer vielseitig aktiv ist, sieht seine Konzert-Absage als Akt der Solidarität. Die Entscheidung kostet ihn Millionen.

Rapper spart USA bei Welt-Tournee komplett aus - aus Angst vor Trump-Maßnahmen
16:32 Uhr

Spezielles Gewehr: Waffe des Kirk-Attentäters gefunden

Der Täter ist weiter auf der Flucht, einen ersten Ermittlungserfolg gibt es dennoch: Nach dem Attentat auf den rechten US-Aktivisten Charlie Kirk haben Ermittler nach eigenen Angaben die Tatwaffe gefunden. Es handele sich um ein Hochleistungsgewehr, sagte der zuständige FBI-Agent Robert Bohls in Orem im US-Bundesstaat Utah. Das FBI unternehme alles, um den Täter zu finden. Beau Mason von der Polizei von Utah sagte bei der Pressekonferenz mit Blick auf den flüchtigen Schützen, die Ermittler hätten "gute Videobilder von dieser Person".

Hochleistungsgewehre - auch Repetiergewehre genannt - werden bei der Jagd auf Großwild eingesetzt oder als Präzisionswaffe von Scharfschützen des Militärs. Sie ermöglichen es, Ziele aus großer Distanz zu treffen. Kirk war nach bisheriger Einschätzung der Ermittler aus einer Entfernung von rund 180 Metern tödlich am Hals verletzt worden.

Spezielles Gewehr: Waffe des Kirk-Attentäters gefunden
15:58 Uhr

Geheimdienst nennt Hinweise auf Kim Jong Uns Nachfolge

Die nächste Meldung fällt wohl eher in die Kategorie "offenes Geheimnis" - interessante Details bietet sie trotzdem: Die Tochter von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat sich nach Geheimdienstangaben als dessen Nachfolgerin an der Spitze des isolierten Landes etabliert. Der südkoreanische Geheimdienst sehe "Kim Ju Ae als anerkannte Erbin (von Kim Jong Un) an", erklärte der südkoreanische Abgeordnete Lee Seong Kweun nach einem Geheimdienstbriefing. Hinweise bot demnach vor allem der Besuch einer riesigen Militärparade in Peking, zu der die Teenagerin ihren Vater begleitete, der dort auf Chinas Staatschef Xi Jinping und Kreml-Chef Wladimir Putin traf.

Auf der China-Reise habe sie ihren Vater in seinem gepanzerten Zug begleitet. Während ihres Aufenthalts in Peking seien sie "in der nordkoreanischen Botschaft untergebracht" worden. Die von beiden genutzten Gegenstände und sogar Abfälle "seien von einem Spezialflugzeug transportiert" worden. Laut dem Nordkorea-Experten Ahn Chan-il zeige "die Tatsache, dass Jue Ae dasselbe Maß an Schutz wie Kim Jong Un genießt, einmal mehr, dass sie mit hoher Wahrscheinlichkeit seine Nachfolgerin sein wird".

Geheimdienst nennt Hinweise auf Kim Jong Uns Nachfolge
15:31 Uhr

"So viel Blut": Augenzeugen berichten vom Moment des Kirk-Attentats

Nach dem tödlichen Attentat auf den Trump-Verbündeten Charlie Kirk schildern sichtlich mitgenommene Augenzeugen dramatische Szenen. In einem Bericht werden Vorwürfe gegen die Sicherheitsmaßnahmen vor Ort laut.

"So viel Blut": Augenzeugen berichten vom Moment des Kirk-Attentats
15:00 Uhr

Jetzt auch Leipzig: Stromausfall trifft 10.000 Menschen

Ein Stromausfall in der Leipziger Innenstadt führt derzeit zu massiven Einschränkungen. Nach Angaben eines Sprechers der Stadtwerke waren bis zu 10.000 Menschen betroffen. Im östlichen Teil der City fielen auch Ampelanlagen aus, der Straßenbahnverkehr lief jedoch weiter. Ursache war der Ausfall eines Umspannwerkes. "Zu 99 Prozent ist dies auf einen technischen Fehler zurückzuführen. Eine Sabotage kann ausgeschlossen werden", sagte ein Sprecher. Techniker seien bemüht, die Versorgung schnell wiederherzustellen.

Jetzt auch Leipzig: Stromausfall trifft 10.000 Menschen
14:26 Uhr

Nach Messerangriff auf Lehrerin in Essen: Hinweise auf islamistisches Motiv

Der Messerangriff auf die Lehrerin eines Berufskollegs in Essen am vergangenen Freitag könnte laut NRW-Innenminister Herbert Reul einen islamistischen Hintergrund haben. In dem Fall des tatverdächtigen 17-jährigen Kosovaren verdichteten sich entsprechende Hinweise, sagte der CDU-Politiker im Innenausschuss des NRW-Landtags.

Nach Messerangriff auf Lehrerin in Essen: Hinweise auf islamistisches Motiv
14:22 Uhr

Solingen-Attentäter akzeptiert Höchststrafe nicht - und zieht vor den BGH

Nach seiner Verurteilung zur Höchststrafe im Prozess um die islamistisch motivierte Messerattacke von Solingen mit drei Toten hat der Angeklagte Revision eingelegt. Das teilt das Oberlandesgerichts Düsseldorf mit. Es hatte den 27-jährigen Beschuldigten am Mittwoch unter anderem wegen dreifachen Mordes sowie neunfachen Mordversuchs zu lebenslanger Haft und Sicherungsverwahrung verurteilt. Außerdem stellte es die besondere Schwere der Schuld fest.

  • Dem Urteil zufolge hatte der Syrer die Tat als Mitglied der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) verübt.

  • Er erstach am 23. August 2024 auf dem Solinger Stadtfest drei Menschen und verletzte mehrere weitere schwer.

  • Über die Revision entscheidet der Bundesgerichtshof.

Solingen-Attentäter akzeptiert Höchststrafe nicht - und zieht vor den BGH
14:04 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

meine Kollegin Sabine Oelmann zieht es nun verdientermaßen in die Sonne, ich übernehme an ihrer Stelle. Mein Name ist Sarah Platz - wenn Sie Kritik, Fragen, Anregungen, Kritik ... für mich haben, schreiben Sie mir doch gerne an: dertag@ntv.de

Los geht's!

Schichtwechsel
13:56 Uhr

Absage an israelischen Dirigenten Shani "ist fatales Zeichen"

Der Zentralrat der Juden sieht die Ausladung des israelischen Dirigenten Lahav Shani von einem belgischen Musikfestival als Attacke auf demokratische Grundwerte und kulturelle Vielfalt. "Wer einen Künstler aufgrund seiner Staatsangehörigkeit oder seiner jüdischen Religion ausgrenzt und diskreditiert, tritt die Werte unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung mit Füßen", so Zentralratspräsident Josef Schuster.

Schuster kritisierte, dass sich die Kulturpolitik im belgischen Gent ausdrücklich hinter die Entscheidung des Festivals gestellt habe. "Die Begründung, man wolle die 'Serenität' des Festivals wahren, stellt ein fatales Signal dar: Jüdische oder israelische Künstler müssen sich offenbar erst politisch rechtfertigen, um am kulturellen Leben teilhaben zu dürfen." Doch dürfe künstlerische Freiheit nicht selektiv gewährt werden – "und schon gar nicht auf Grundlage von Herkunft oder Religion".

Das Flanders Festival Ghent hatte die Münchner Philharmoniker mit ihrem designierten Chefdirigenten kurz vor dem für den 18. September geplanten Konzert ausgeladen. Begründet wurde dies damit, dass der in Tel Aviv geborene Shani auch Musikdirektor des Israel Philharmonic Orchestra ist. Er habe sich nicht ausreichend von dem "genozidalen Regime in Tel Aviv" distanziert.

Absage an israelischen Dirigenten Shani "ist fatales Zeichen"
13:02 Uhr

Medien fordern Verzicht auf Begrenzung von Journalisten-Visa für USA

Mehr als hundert Medien-Organisationen aus aller Welt haben die Regierung von US-Präsident Donald Trump am Donnerstag aufgefordert, auf geplante Einschränkungen für Journalisten-Visa zu verzichten. Das Vorhaben werde die "Quantität und Qualität der Berichterstattung aus den USA verringern" und dem "internationalen Ansehen Amerikas schaden, statt es zu fördern", hieß es in dem Appell, der unter anderem von der Nachrichtenagentur AFP unterzeichnet wurde.

Die US-Regierung hatte Ende August angekündigt, die Gültigkeit von Visa für ausländische Studierende und Journalisten zu begrenzen. Journalisten-Visa sollen künftig nur für maximal 240 Tage ausgestellt werden, für Journalisten aus China sogar nur für 90 Tage. Bisher sind solche Visa bis zu fünf Jahre gültig.

Zu den 118 Unterzeichnern des Appells an die US-Regierung gehören neben AFP die internationalen Nachrichtenagenturen Associated Press und Reuters, Rundfunksender wie ARD und ZDF, die britische BBC und Radio France, Zeitungen wie die "Irish Times" und "The Globe and Mail" aus Kanada sowie die Journalistenorganisationen Reporter ohne Grenzen und das Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ).

Medien fordern Verzicht auf Begrenzung von Journalisten-Visa für USA
12:33 Uhr

Anwohner sollen für Straßenausbau 950.000 Euro zahlen

Ersterschließung oder Ausbau? Die Beantwortung dieser Frage könnte einige Anwohner in Bonn teuer zu stehen kommen. Menschen, die seit Jahrzehnten in ihren Häusern wohnen, sollen plötzlich für eine neue Straße zahlen? Reporterin Verena Jendges hat sich vor Ort umgehört.

Anwohner sollen für Straßenausbau 950.000 Euro zahlen
11:41 Uhr

Kutschpferd kollabiert  – Touris bleiben sitzen

In Palma de Mallorca liegt ein Pferd reglos am Boden. Die Touristen in der Kutsche tun nichts. Die Aufnahmen gießen Öl in eine schwelende Debatte. Tierschützer fordern seit Langem ein Kutschverbot.

Kutschpferd kollabiert  – Touris bleiben sitzen
10:47 Uhr

Bruce Willis' Ehefrau bereitet Kinder auf Tod des Vaters vor

Bruce Willis' Ehefrau Emma Heming Willis will ihre Töchter offenbar auf den Tod des Schauspielers vorbereiten. Willis leidet an frontotemporaler Demenz (FTD) und lebt inzwischen von seiner Familie getrennt. In ihrem neuen Buch über die Pflege des Filmstars erzählt sie, dass sie den 70-Jährigen in ein zweites Haus gebracht habe, damit sich ihre beiden Töchter, Mabel (13) und Evelyn (11), auf den Tod ihres Vaters einstellen könnten.

Den Mädchen etwas Abstand von Bruce zu geben, "hilft ihnen auch, sich auf seinen Tod vorzubereiten", schreibt die 47-Jährige in ihrem Buch "The Unexpected Journey", das nun erschienen ist. Sie wisse, "wie düster und verstörend das klingt", fuhr sie demnach fort, "aber das ist die harte Realität der Welt, in der ich mich bewegen muss, um unsere Mädchen weiterhin so gut wie möglich zu schützen". Sie erklärte laut "New York Post" auch, dass die durchschnittliche Lebenserwartung für jemanden mit frontotemporaler Demenz "sieben bis 13 Jahre nach Auftreten der ersten Symptome" beträgt.

Anfang 2023 hatte Willis' Familie öffentlich gemacht, dass bei ihm die Erkrankung festgestellt worden ist. Rund ein Jahr zuvor wurde bekannt gegeben, dass Bruce Willis aufgrund einer Aphasie, einer Sprachstörung, seine Karriere beendet.

Bruce Willis' Ehefrau bereitet Kinder auf Tod des Vaters vor
10:18 Uhr

Schutz vor Diskriminierung von Eltern behinderter Kinder

Eltern von behinderten Kindern müssen vor Diskriminierung geschützt werden. Ihre Arbeitsbedingungen müssen so gestaltet sein, dass sie sich um ihre Kinder kümmern können, wie der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg entschied. Dabei darf der Arbeitgeber aber nicht unverhältnismäßig belastet werden - im Einzelfall muss ein nationales Gericht entscheiden. (Az. C-38/24)

Dem Urteil lag ein Fall aus Italien zugrunde. Die Mutter eines schwerbehinderten Sohns bat ihren Arbeitgeber mehrmals darum, eine Stelle mit festen Arbeitszeiten zu bekommen, damit sie sich um ihren Sohn kümmern könnte. Die Firma erlaubte vorübergehend Anpassungen, aber nicht auf Dauer. Darum zog die Frau vor Gericht.

Der Fall ging bis vor den italienischen Kassationshof. Dieser bat den EuGH um Auslegung des EU-Rechts. Der EuGH antwortete nun, dass das Verbot der mittelbaren Diskriminierung wegen einer Behinderung auch für Arbeitnehmer gelte, die wegen der Unterstützung ihres behinderten Kindes diskriminiert würden. Die entsprechende EU-Richtlinie habe das Ziel, jede Form der Diskriminierung im Beruf wegen einer Behinderung zu bekämpfen. Dabei müssten auch die EU-Grundrechtecharta und das Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen berücksichtigt werden. Das allgemeine Diskriminierungsverbot umfasst demnach auch eine "Mitdiskriminierung". Eltern behinderter Kinder dürften im Beruf nicht wegen der Behinderung ihrer Kinder benachteiligt werden.

Schutz vor Diskriminierung von Eltern behinderter Kinder
09:34 Uhr

Kiesewetter: "Dürfen uns nicht an permanente Verletzung unserer Souveränität gewöhnen"

Nach Drohnenvorfällen über Polen erinnert der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter an die permanente Verletzung des deutschen Luftraums durch Russland. "In Deutschland haben in diesem Jahr gut 600 Drohnenüberflüge aus Russland stattgefunden. Keine bewaffneten Drohnen, sondern Aufklärungsdrohnen, die zum Beispiel von russischen Schiffen aus der Nord- und Ostsee kommen. Aus Russland heraus gab es Sabotageakte in Deutschland, beispielsweise im Bereich von Bahnknoten oder auch bei bestimmten Transporten", so Kiesewetter im Interview mit RTL und ntv.

Der CDU-Politiker will mehr Aufmerksamkeit für dieses Thema schaffen, "weil Russland auch uns seit etwa drei Jahren austestet und wir deshalb schon deutlicher unsere Bevölkerung informieren sollten, was auf dem Spiel steht: Frieden, Freiheit, Selbstbestimmung. Aber auch, dass wir uns nicht an die permanente Verletzung unserer Souveränität gewöhnen dürfen", so Kiesewetter.

Der Außenpolitiker sieht den Drohnenvorfall in Polen auch im Zusammenhang mit einem russisch-belarussischen Manöver Ende dieser Woche. "Übermorgen beginnt die größte russische Übung, die alle zwei Jahre stattfindet, "Sapad 25" (Westen 2025). Damit testet Russland aus, wo sind westliche Luftverteidigungsstellungen. Und sie schauen, wie wir reagieren", sagte Kiesewetter.

Kiesewetter: "Dürfen uns nicht an permanente Verletzung unserer Souveränität gewöhnen"
09:07 Uhr

Oliver Kalkofe: "Jeder Idiot kann sagen, was er will"

Oliver Kalkofe bricht eine Lanze für den deutschen Humor. "Wenn man sich anschaut, welche Witze früher über Schwule, über Frauen, über Minderheiten gemacht wurden, muss man feststellen, dass da glücklicherweise eine ganz andere Sensibilität herrscht", sagt Kalkofe im aktuellen stern-Interview.

Kalkofe, der am Freitag 60 Jahre alt wird, weist Klagen darüber, man dürfe heute nichts mehr sagen, zurück. "Früher war es in Wirklichkeit viel restriktiver, weil Kirche und Politik wesentlich mehr Druck auf die Medien ausübten, ganz offiziell", so Kalkofe. Das sei heute eher eine Gefühlssache. Wenn heute einer laut das N-Wort oder "Zigeunerschnitzel" rufe und meine, er wäre deshalb ein Freiheitskämpfer und Revolutionär gegen die Wokeness, dann sei das totaler Mumpitz, so der Comedian.

"Dann heißt es: Ich will das aber sagen dürfen. Klar, darfst du ja auch. Jeder Idiot kann sagen, was er will, aber eines muss auch klar sein: Wenn du öffentlich Scheiße redest oder postest, dann bekommst du eben vielleicht auch von anderen eine Antwort darauf."

Oliver Kalkofe: "Jeder Idiot kann sagen, was er will"
08:36 Uhr

Tote bei Überschwemmungen auf Bali und Flores

Regenmassen verwandeln Balis Straßen in Flüsse, Autos treiben davon. Es gibt Tote und Vermisste - auch auf einer anderen beliebten Insel. Und das Wetter spielt weiter verrückt. Weltbekannte Tourismusgebiete sind nach ungewöhnlich starken Regenfällen auf der indonesischen Insel Bali überschwemmt. Auch die weiter östlich gelegene Insel Flores ist schwer betroffen. Straßen, Unterführungen und Häuser stehen unter Wasser. Autos wurden fortgespült, viele Menschen mussten teilweise mit Booten evakuiert werden - und die Zahl der Toten steigt.

Auf beiden Inseln kamen bislang insgesamt 18 Menschen ums Leben, sechs weitere gelten als vermisst, wie die Behörden mitteilten. Besonders schwer traf es Balis Hauptstadt Denpasar, aber auch in bekannten Touristenzentren wie Canggu und Ubud hätten sich Straßen teilweise in Flüsse verwandelt. Der Katastrophenschutz meldete zudem mehrere Erdrutsche.

Vielerorts herrschte Verkehrschaos, vor allem auf den Zugangswegen zum internationalen Flughafen I Gusti Ngurah Rai. Die Schäden sind lokalen Medien zufolge gewaltig. Touristen in den überfluteten Gebieten wurden aufgefordert, sich nicht unnötig in Gefahr zu begeben. Für die kommenden Tage werden weitere Unwetter erwartet.

Tote bei Überschwemmungen auf Bali und Flores
07:50 Uhr

Sind Sie auch betroffen? Lahmes Internet lähmt 64,5 Prozent

Trotz milliardenschwerer Förderprogramme leidet die Mehrheit der Unternehmen in Deutschland unter einer schlechten Internetversorgung. 64,5 Prozent klagen über eine Behinderung ihrer Abläufe durch mangelhafte Kommunikationsnetze, wie die Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) unter mehr als 1000 Firmen aus Industrie und industrienahen Dienstleistungen zeigt. Rund 31 Prozent berichten sogar von deutlichen Einschränkungen in ihren Geschäftsabläufen. Die steigenden Datenanforderungen – die etwa Anwendungen der Künstlichen Intelligenz verursachen – könne langfristig nur Glasfaser erfüllen.

"Die Ergebnisse zeigen, dass der Netzausbau allein nicht reicht", sagte IW-Digitalexpertin Barbara Engels. "Politik und Wirtschaft müssen dafür sorgen, dass die Anschlüsse auch genutzt werden." Dabei helfen könnten Informationsangebote, eine Ausbauplanung, die sich stärker am Bedarf orientiert, oder befristete Anreize, die die Nachfrage bündeln und den Ausbau attraktiver machen. Im vergangenen Jahr habe die deutsche Glasfaserabdeckung unter den 27 EU-Ländern auf dem vorletzten Platz gelegen.

Sind Sie auch betroffen? Lahmes Internet lähmt 64,5 Prozent
07:19 Uhr

Zwischen Superstar und Bratwurst: Das wird heute wichtig

Ich gestehe: Zum ersten Mal in meinem Leben gebe ich Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß uneingeschränkt recht, denn er sieht die gesellschaftlichen Entwicklungen in Deutschland mit "ganz, ganz großer Sorge". Das haben die Frühaufsteher bereits bei den Sportkollegen lesen können, aber ich möchte es an dieser Stelle wiederholen. Hoeneß wisse auch nicht, "wie man das verändern kann. Wahrscheinlich gar nicht. Wir müssen wahrscheinlich damit leben, dass uns diese extreme Stimmung erhalten bleibt", wird der 73-Jährige zitiert, und er gibt den digitalen Medien die Schuld. Da würde ich normalerweise immer reingrätschen und versuchen, zu besänftigen, weil die ewige Leier "die Medien sind schuld" echt nervt. Aber er hat leider recht. Man lebe "in einer Gesellschaft, die nur zwischen 'hochpreiset ihn und killt ihn' lebt. Du bist ja nur Superstar oder Bratwurst. Und das macht eigentlich keinen Spaß." Vielleicht bezieht Hoeneß seine Aussagen überwiegend auf den Sport und dort vielleicht sogar überwiegend auf den Fußball, aber auch über diesen Tellerrand hinaus wird es immer schwerer, die Laune aufrechtzuerhalten, wenn sich - "in den Medien" - "jeder auskotzen kann, ohne seinen Namen zu nennen".

Das machen wir hier bei ntv.de nicht, hier nennen wir unseren Namen, wenn wir eine Meinung, einen Kommentar, eine Kolumne oder auch nur einen möglichst fundierten Text schreiben – und damit zu den Themen des Tages:

Zwischen Superstar und Bratwurst: Das wird heute wichtig
06:51 Uhr

"Viel nachgedacht in der Zelle" - Ochsenknecht wieder im Schoß der Familie

Schauspieler Jimi Blue Ochsenknecht kann seiner Zeit im Gefängnis im Nachhinein auch Gutes abgewinnen. Für ihn sei es im Endeffekt sehr reflektierend gewesen, "weil ich viel Zeit hatte, in dieser blöden Zelle über sehr viele Sachen nachzudenken." Der 33-Jährige findet: "So doof es auch klingt, hat uns das aber auch irgendwie wieder nähergebracht und viel stärkeren Zusammenhalt hervorgerufen."

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vrnl: Wilson Gonzalez, Cheyenne Savannah und Jimi Blue Ochsenknecht (Foto: dpa)

Ochsenknecht hatte im Sommer mit einer unfreiwilligen Tour durch deutsche Gefängnisse Schlagzeilen gemacht. Wegen einer nicht bezahlten Hotelrechnung in Höhe von 14.000 Euro war er am Hamburger Flughafen festgenommen und über mehrere Stationen nach Österreich ausgeliefert worden. Dort wurde das Verfahren gegen ihn gegen eine Geldbuße von 18.000 Euro eingestellt. Weil er in der Zeit des Verfahrens Österreich einige Wochen nicht verlassen durfte, lebte er bei seiner Schwester Cheyenne und ihrer Familie auf deren Bauernhof in der Nähe von Graz, dort habe er sich sehr wohlgefühlt, er "konnte mehr Zeit auch mit meiner Nichte und meinem Neffen verbringen".

Nach einer Pause ist er nun auch wieder im Reality-TV mit seiner Familie vereint. In der neuen Staffel der Sky-Serie "Diese Ochsenknechts", die am 16. September startet und die auch seine Gefängnis-Odyssee thematisiert, ist er wieder dabei.

"Viel nachgedacht in der Zelle" - Ochsenknecht wieder im Schoß der Familie
06:33 Uhr

Spahn: "Zwei Wege gegen höhere Kassenbeiträge"

Unionsfraktionschef Jens Spahn setzt auf rasche Entscheidungen in der Koalition, um erneute Anhebungen der Krankenkassenbeiträge Anfang 2026 noch zu vermeiden. Kurzfristig zum 1. Januar gebe es im Grunde nur zwei Wege, so der CDU-Politiker: "Entweder wird der Bundeszuschuss erhöht aus dem Haushalt, also Steuermittel - und/oder es kommt zu kurzfristigen Spargesetzen, wie wir sie etwa in der Krankenversicherung in der Vergangenheit auch schon gesehen haben."

Spahn erläutert, es sei nicht unüblich, dass es im ersten Jahr einer neuen Regierung regelmäßig auch zu kurzfristigen Sparmaßnahmen kommen musste - um sehr stark steigende Ausgaben mit weniger stark steigenden Einnahmen "zumindest mal per Gesetz für ein, zwei Jahre in Deckung zu bringen". Er hoffe zeitnah auf eine Entscheidung in Koalition und Regierung, machte der Fraktionschef deutlich.

Hintergrund sind drohende neue Beitragsanhebungen Anfang 2026, da bisher vorgesehene Finanzspritzen aus dem Haushalt nicht ausreichen, um absehbare weitere Kostensteigerungen auszugleichen.

Spahn: "Zwei Wege gegen höhere Kassenbeiträge"
06:19 Uhr

Israel erhöht den Druck

Israel erhöht ungeachtet internationaler Kritik an seinem offenbar fehlgeschlagenen Luftangriff in Katar auf die Führungsspitze der islamistischen Terrororganisation Hamas den Druck. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu rief Katar nach Angaben seines Büros auf, die Hamas-Anführer auszuweisen und warnte: "Ich sage Katar und all den Ländern, die Terroristen Unterschlupf gewähren, entweder weist ihr sie aus oder zieht sie zur Rechenschaft. Denn wenn ihr es nicht tut, dann werden wir es tun." Katars Außenministerium wies seine "rücksichtslosen Äußerungen" scharf zurück.

Katar verurteile "die ausdrücklichen Drohungen mit künftigen Verletzungen der staatlichen Souveränität", heißt es in einer auf X veröffentlichten Erklärung des Außenministeriums. Netanjahus Worte seien ein "beschämender Versuch", Israels Angriff in der katarischen Hauptstadt vom Dienstag zu rechtfertigen.

Israels Luftwaffe hatte versucht, die Führungsspitze der Hamas in Doha anzugreifen. Ein Ziel war Berichten zufolge Chalil Al-Haja, der höchste Hamas-Führer im Ausland, der auch die Hamas-Delegation bei den indirekten Verhandlungen mit Israel über eine Waffenruhe leitet. Nach Hamas-Angaben schlug die Attacke jedoch fehl, es sei kein Mitglied der Delegation getötet worden. Sechs Menschen seien aber ums Leben gekommen, darunter Al-Hajas Sohn und sein Büroleiter. Der Angriff war international verurteilt worden.

Israel erhöht den Druck
06:00 Uhr

Heute bundesweiter Warntag per Sirene und Handy - was ist neu?

Heute steht wieder der bundesweite Warntag an. Der Probealarm wird vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Bonn gegen 11.00 Uhr ausgelöst. Etwa 45 Minuten später kommt die Entwarnung.

Bei der Warnung der Bevölkerung, die einmal im Jahr bundesweit getestet wird, setzen Bund und Länder auf mehrere Kanäle. Die Warnung kommt über den Mobilfunkservice Cell Broadcast auf dem Handy an, wird über Warn-Apps wie Nina oder Katwarn versendet, über Medien und Anzeigetafeln verbreitet. Vielerorts schrillen zudem Sirenen. Der bundesweite Warntag testet die Funktionsfähigkeit der Systeme, mit denen die Bevölkerung bei einer akuten Katastrophe beziehungsweise im Spannungs- oder Verteidigungsfall auf Gefahren hingewiesen werden kann.

  • Die Warnung wird zentral ausgelöst. Um etwa 11:00 Uhr wird eine Probewarnung an angeschlossene Multiplikatoren gesendet.

  • Nach dem Ende des Kalten Krieges hielt man Sirenen, die vor feindlichen Angriffen oder anderen Gefahren warnen, vielerorts für unnötig. Dass hier inzwischen ein Umdenken stattgefunden hat, liegt unter anderem an den Erfahrungen, die während der verheerenden Flut im Ahrtal 2021 gesammelt wurden und am russischen Angriffskrieg in der Ukraine.

  • Die verwendeten Sirenensignale sind bundesweit einheitlich. Ein an- und abschwellender Heulton bedeutet Warnung. Ein heulender Dauerton signalisiert das Ende des Probealarms, beziehungsweise im Ernstfall, dass die Gefahr vorbei ist.

Heute bundesweiter Warntag per Sirene und Handy - was ist neu?