Samstag, 31. Juli 2021Der Tag

Mit Clara Suchy und Sebastian Schneider
22:35 Uhr

Das war Samstag, der 31. Juli 2021

Liebe Leserinnen und Leser,

ich hoffe, Ihr Samstag war deutlich besser als der vom Tennis-Weltranglistenersten Novak Djokovic. Der eigentlich Unbesiegbare wurde heute zum zweiten Mal innerhalb von zwei Tagen bei den Olympischen Spielen in Tokio besiegt. Damit verpasste der Serbe nicht nur den anvisierten Golden Slam (der Gewinn aller Grand-Slam-Turniere eines Jahres plus Olympia-Gold, bisher hat das nur Steffi Graf geschafft), sondern auch die sicher geglaubte Medaille.

Ansonsten war das wichtig:

Ich packe nun zusammen und wünsche Ihnen eine gute Nacht. Bis morgen!

22:08 Uhr

Bis zu acht Milliarden Tonnen täglich: Grönlands Eis schmilzt "massiv"

Nicht nur die Mittelmeerregionen kämpfen mit Extremwetter, auch anderenorts ist es zurzeit dramatisch. Nach Angaben dänischer Wissenschaftler machen außergewöhnlich hohe Temperaturen dem grönländischen Eisschild aktuell zu schaffen, es schmelze derzeit "massiv". So schmölzen alleine am vergangenen Mittwoch rund acht Milliarden Tonnen Eis, heißt es auf der Website "Polar Portal". Das sei das Doppelte des üblichen Wertes im Sommer. Im Norden Grönlands herrschen nach Angaben der dänischen Wetterbehörde DMI derzeit Temperaturen von mehr als 20 Grad Celsius, mehr als doppelt so viel wie durchschnittlich im Sommer.

Am kleinen Flughafen Nerlerit Inaat im Nordosten Grönlands waren am Donnerstag 23,4 Grad Celsius gemessen worden, die höchste Temperatur seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. An diesem Tag sei so viel Eis geschmolzen, dass damit der gesamte US-Bundesstaat Florida fünf Zentimeter unter Wasser gestanden hätte, erklärten die Wissenschaftler. Im Sommer 2019 war in Grönland eine Rekord-Schmelze registriert worden. Dieser Wert sei in diesem Jahr noch nicht eingestellt worden, aber es sei nun ein deutlich größeres Gebiet betroffen, hieß es auf der Website. Aufgrund eines relativ kühlen Starts in den Sommer mit Schnee und Niederschlägen liegt der Rückgang des Grönland-Eises im Jahr 2021 laut "Polar Portal" noch im historischen Durchschnitt. Die Schmelzperiode dauert von Juni bis Anfang September.

Mehr dazu lesen Sie hier.
21:50 Uhr

"Ocean Viking" rettet 196 Menschen auf Mittelmeer

Das Rettungsschiff "Ocean Viking" der europäischen Organisation SOS Méditerranée hat fast 200 Menschen von überfüllten Flüchtlingsbooten im Mittelmeer aufgenommen. Unter den insgesamt 196 vor der libyschen Küste geretteten Migranten seien mindestens zwei Schwangere und 33 Minderjährige, davon 22 unbegleitet, erklärte die Organisation. Die Menschen wurden demnach in vier verschiedenen Rettungsaktionen aufgenommen.

Seit Beginn des Jahres sind nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration bereits mindestens 1146 Migranten bei der gefährlichen Überfahrt über das Mittelmeer gestorben. Nach offiziellen Zahlen waren im vergangenen Jahr mehr als 1200 Menschen bei dem Versuch gestorben, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen. Experten gehen jedoch von einer hohen Dunkelziffer aus. SOS Méditerranée gibt an, seit Februar 2016 mehr als 30.000 Menschen gerettet zu haben.

21:20 Uhr

Neue Unwetter-Warnungen in Italien: Flut im Norden, Brände im Süden

Italien kämpft derzeit mit gleich zwei Wetterextremen. Während im Norden das Land von heftigen Unwettern heimgesucht wird, wüten im Süden zahlreiche Waldbrände. So wie es aussieht, ist auch noch keine Besserung in Sicht. Am Abend hat die italienische Zivilschutzbehörde neue Warnungen für viele Teile des Mittelmeerlandes herausgegeben. Für einzelne Gegenden der norditalienischen Lombardei gelte die höchste Warnstufe Rot, hieß es in einem Bericht der Zivilschutzbehörde. In dieser Woche hatten heftige Unwetter dort in der Gegend um den Comer See zu Überflutungen und Erdrutschen geführt. Die Bürgermeister und Kommunen vor Ort seien informiert, erklärte der Chef der Zivilschutzbehörde, Fabrizio Curcio, in Rom. Für andere Teile Norditaliens gelten erhöhte Unwetter-Warnstufen, wie etwa in der nördlichen Toskana und in Venetien.

Im Süden lodern unterdessen weiter zahlreiche Waldbrände. Vor allem auf der Urlaubsinsel Sizilien hatten die Feuer zuletzt besonders im Osten um die Großstadt Catania gewütet. Die Brände werden durch die anhaltende Hitze, Trockenheit und starke Winde geschürt. Einige führen Ermittler auf Brandstiftung zurück. Landwirtschaft, Tiere und Ferienanlagen waren betroffen. Curcio sprach von einer "ernsten" und "desaströsen" Lage. Der Regionalpräsident Siziliens, Nello Musumeci, forderte weitere Unterstützung von der Regierung im Kampf gegen die Flammen. Die Zivilschutzbehörde ist laut Curcio auf Sizilien bereits mit zwölf Löschflugzeugen aus der nationalen Flotte im Einsatz. Experten arbeiteten daran, weitere Feuerwehr-Trupps nach Sizilien zu schicken. Weitere Feuer lodern im Süden auf dem Festland. Auch die Insel Sardinien war zuletzt stark von Buschfeuern betroffen

21:09 Uhr

Die Videos des Tages

20:42 Uhr

Viel Kritik für Royal-Satire "The Prince"

Spätestens seit der Netflix-Produktion "The Crown" stehen Serien über das britische Königshaus hoch im Kurs. Seit Kurzem gibt es auch eine animierte Variante "The Prince" beim US-Streamingdienst HBO Max zu sehen. Doch die stößt nicht überall auf Gegenliebe: Die von Gary Janetti entwickelte Satire zeigt die Mitglieder der königlichen Familie nicht gerade von ihrer besten Seite. Dass aber auch Prinz George, Prinzessin Charlotte und Prinz Louis, die Kinder von Herzogin Kate und Prinz William, nicht verschont werden, löst einige Kontroversen aus.

In der Sendung "Good Morning Britain" meldete sich etwa die Anwältin Dr. Shola Mos-Shogbamimu zu Wort und kritisierte die satirische Darstellung der jungen Royals: "Kinder sind tabu. Es ist unangebracht und widerspricht unserem kollektiven Verantwortungsbewusstsein, sich über Kinder lustig zu machen. Wir brauchen keine unförmige, erfundene Perspektive einer Karikatur eines Achtjährigen, um die königliche Familie zu persiflieren", fasst sie ihre Meinung in einem Twitter-Post zusammen.

Auch weitere Menschen üben Kritik. "Dass 'The Prince' auf einem Kind basiert, das sich nie dafür entschieden hat, in der Öffentlichkeit zu stehen, ist unverantwortlich und nicht lustig. George, Charlotte und Louis sind in der Grund- und Vorschule. Sie sind unschuldig und sollten tabu sein, genau wie andere berühmte Kinder. Überdenken Sie das oder ich kündige mein Abonnement", richtet sich ein weiterer Nutzer direkt an den Streamingdienst.

Mehr dazu lesen Sie hier.
20:18 Uhr

Reh löst Unfall mit Gefahrgut-Transporter aus: Fahrer schwer verletzt

Der Fahrer eines Gefahrgut-Transporters ist in Geestland im Landkreis Cuxhaven mit seiner Zugmaschine gegen einen Baum geprallt und schwer verletzt worden. Der 44-Jährige konnte in der Nacht zum heutigen Samstag von Ersthelfern aus seinem stark verformten Fahrerhaus befreit werden, wie ein Feuerwehrsprecher mitteilte. Der Mann aus Belgien wurde in ein Krankenhaus gebracht. Lebensgefahr bestand laut Polizei nicht.

Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler löste ein Wildwechsel den Unfall aus:

  • Ein 37-jähriger Autofahrer erfasste mit seinem Wagen ein Reh.
  • Das Tier wurde hochgeschleudert und prallte in die Windschutzscheibe eines entgegenkommenden Sattelzuges.
  • Der Fahrer verlor die Kontrolle über seinen Laster.

Für die rund 80 Einsatzkräfte war zunächst unklar, welches Gefahrgut der Lastwagen in Kanistern geladen hatte. Aufgrund der instabilen Lage am Straßenrand musste das Fahrzeug zunächst gesichert werden. Erst danach konnte entladen und etwa 1800 Liter Gefahrstoff konnten umgepumpt werden. Etwa 800 Liter der zur Reinigung dienenden Flüssigkeit liefen aus. Die Wasserbehörde wurde hinzugezogen und die Bergungsarbeiten dauerten bis in den Nachmittag.

19:54 Uhr

Explosion in Leverkusen: Abfälle kamen aus Agrar-Chemie-Produktion

Trotz einer ersten Entwarnung ist immer noch nicht klar, welche Stoffe bei der Explosion im Leverkusener Chempark womöglich in die Luft gelangt sind. Nun gibt es Informationen über die Inhalte der betroffenen Abfalltanks.

Wie die Kölner Bezirksregierung mitteilte, befanden sich in dem Abfalltanklager "flüssige Reststoffe aus der Produktion von Chemikalien für die Landwirtschaft". Der Hauptbestandteil dieser Abfälle seien "phosphor- und schwefelhaltige Chemikalien". Ob bei der Detonation möglicherweise gesundheitsgefährdende Stoffe freigesetzt wurden, sei aber noch offen. Dafür würden weitere Proben genommen werden. Der genaue Inhalt der Tanks in der Sondermüllverbrennungsanlage war zuvor nicht öffentlich bekannt gewesen. Einsatzkräfte am unmittelbaren Explosionsort hätten allerdings schon direkt Informationen zu den Stoffen gehabt

Mehr dazu lesen Sie hier.
19:29 Uhr

Nashorn-Wilderei in Südafrika nimmt wieder deutlich zu

Die Nashorn-Wilderei in Südafrika nimmt nach einem Rückgang während des Pandemiejahres 2020 wieder zu. In den ersten sechs Monaten 2021 seien mindestens 249 Rhinozerosse getötet worden, erklärte Umweltministerin Barbara Creecy. Das seien mindestens 83 mehr als im Vorjahreszeitraum. Allein im bei Touristern beliebten Krüger-Nationalpark seien in diesem Jahr bereits 132 Nashörner getötet worden.

Offenbar wegen des Corona-Lockdowns und der damit verbundenen Einschränkung der Bewegungsfreiheit auch für Wilderer war 2020 die Zahl der wegen ihres Horns getöteten Rhinozerosse um ein Drittel gesunken. In Südafrika leben fast 80 Prozent aller Nashörner weltweit. Den Wilderern geht es bei den Tieren um die Hörner, die auf dem Schwarzmarkt bis zu 55.000 Euro pro Kilogramm ein. Zwar bestehen die Hörner wie etwa menschliche Fingernägel nur aus Keratin, dennoch gelten sie in der traditionellen Medizin Asiens als Heilmittel. Außerdem werden die Hörner auch als Trophäen gehandelt, die als Sinnbild für Reichtum und Erfolg gelten.

19:08 Uhr

Oppositioneller Abgeordneter in Tunesien festgenommen

Vor einer Woche übernahm Präsident Kais Saied überraschend die Regierungsgeschäfte und hob die Immunität aller Abgeordnete auf. Für dessen Vorgehen wurde er vom Abgeordneten Yassin al-Ayari kritisiert, der in der aktuellen Regierungskrise von einem Putsch gesprochen hat. Er habe "die Armee entmutigt", hieß es im Beschluss eines Militärgerichts.

Er sei in seinem Zuhause in Tunis festgenommen worden, sagte sein Assistent. Die Festnahme von Al-Ayari, der auch als Blogger aktiv ist, geht zurück auf das Urteil eines Militärgerichts von 2018, wie die Staatsagentur TAP berichtete. Dabei sei er zu zwei Monaten Haft verurteilt worden wegen der "Teilnahme an Handlungen, die die Moral der Armee zerstören sollten". Die Immunität als Abgeordneter genoss er seit seiner Wahl ins Parlament Ende 2017. Seine Anwälte sagten, nichts vom vorherigen Prozess gewusst zu haben. Die moderat-islamische Ennahda-Partei, die sich mit Saied seit Monaten einen Machtkampf lieferte, sprach von einer "negativen Botschaft innerhalb und außerhalb Tunesiens über die Zukunft öffentlicher Freiheit im Land".

18:37 Uhr

Ferien-Reisewelle zum "Bettenwechsel" - Mehr als tausend Stau-Kilometer in Frankreich

Ferien und gutes Wetter: Wie jedes Jahr zieht das viele in den Urlaub - und auch auf den Weg zurück. So hat der traditionelle "Bettenwechsel" in Frankreich während der Sommerferien zu Staus von insgesamt mehr als tausend Kilometern geführt. Laut dem Verkehrsdienst Bison Fûté herrschte am Mittag auf einer Gesamtlänge von 1091 Autobahnkilometern zäh fließender Verkehr oder kompletter Stillstand.

Die größten Staus gab es erwartungsgemäß auf der Autobahn 7 in Richtung Mittelmeer. Im Département Drôme staute sich der Verkehr auf mehr als hundert Kilometern. Die Strecke zwischen Lyon und Orange dauerte fünfeinhalb Stunden statt der üblichen gut anderthalb Stunden, wie der Betreiber der sogenannten Sonnen-Autobahn, Vinci Autoroutes, mitteilte. Für Urlauber mit Ziel Südwestfrankreich dauerte die Strecke von Paris nach Poitoirs auf der Autobahn 10 vier Stunden und 20 Minuten statt der üblichen zweieinhalb Stunden. Von Poitiers nach Bordeaux wiederum dauerte es demnach zwei Stunden länger als normal. Die Achse in Richtung Südwesten blieb demnach stark überlastet mit mehr als 161 Kilometern Stau im Département Gironde, wie es bei Bison Fûté weiter hieß.

18:13 Uhr

Trotzdem "Riesengaudi": Stand-up-Paddler verpassen Yoga-Rekord auf Bodensee

So ganz hat es am Ende dann doch nicht gereicht. Eigentlich wollten zahlreiche Freizeitsportler einen Weltrekord auf dem Bodensee aufstellen: die größte Yoga-Gruppe auf Stand-up-Paddlers. Doch es gab ein Problem. Statt der erhofften mehr als 300 Stehpaddler kamen nach Angaben der Landesgartenschau in Überlingen in Baden-Württemberg lediglich 215 Menschen auf insgesamt 131 Brettern zusammen.

"Es hat sich dennoch gelohnt", sagte Roland Leitner, Geschäftsführer der Landesgartenschau: "Es war eine Riesengaudi." Auch Yoga-Lehrerin Raphaela Schäufele, die die Idee zum Versuch hatte, zeigte sich keineswegs enttäuscht: "Ich bin überwältigt und glücklich, wie es gelaufen ist", sagte sie. Bislang lag der Weltrekord nach Angaben von Guinness World Records bei 298 Teilnehmern, die 2016 an einem Kurs bei einem Festival im US-Bundesstaat Minnesota teilnahmen.

17:45 Uhr

Boris Johnson wird erneut Vater

Große Freude in Downing Street 10: Der britische Premierminister Boris Johnson und seine Ehefrau Carrie werden erneut Eltern. Wie britische Medien berichteten, teilte Carrie Johnson auf ihrem privaten Instagram-Account ihre Schwangerschaft mit. Das Kind werde etwa an Weihnachten erwartet. Das Paar, das Ende Mai geheiratet hatte, hat bereits einen gemeinsamen Sohn: Wilfred wurde am 29. April 2020 geboren.

Der 57-jährige Johnson hat aus einer früheren Ehe mit der Anwältin Marina Wheeler zudem vier erwachsene Kinder. Carrie Johnson schrieb bei Instagram den Medienberichten zufolge zudem, dass sie Anfang des Jahres eine Fehlgeburt erlitten habe. Das habe ihr das Herz gebrochen. "Ich fühle mich unglaublich gesegnet, wieder schwanger zu sein, aber ich habe mich auch wie ein Nervenwrack gefühlt. Fruchtbarkeitsprobleme können für viele Menschen sehr schwierig sein, insbesondere wenn es auf Plattformen wie Instagram so aussieht, als würde alles immer nur gut laufen", schrieb sie in dem Beitrag. "Ich fand es sehr tröstlich, von Menschen zu hören, die ebenfalls einen Verlust erlitten hatten, daher hoffe ich, dass diese Mitteilung auch anderen helfen kann."

17:20 Uhr

Nur wenig Inhalte: Bisheriger Wahlkampf ernüchtert Parteienforscher

Es sind keine zwei Monate mehr zu Bundestagswahl und geht es nach dem Parteienforscher und Politologen Oskar Niedermayer, könnte es im Wahlkampf deutlich mehr um Themen statt um Gesichter gehen. "Insgesamt aber hat es sich für meinen Geschmack viel zu sehr um die Personen und ihre kleineren oder größere Fehler gedreht als um die gravierenden Inhalte und Herausforderungen für Deutschland", sagte Niedermayer der "Passauer Neuen Presse". Eine "dramatische Wechselstimmung" sieht der Wissenschaftler bisher nicht, das könne sich aber noch ändern.

  • Kritik äußerte er an dem Unionskanzlerkandidaten Armin Laschet und dessen Verhalten in der Flutkatastrophe. "Laschet hat sich dabei, ganz abgesehen von seinem viel kritisierten Lacher, erneut als einer gezeigt, der zaudert, der keine klare Kante zeigt, der schwammig reagiert", sagte er der Zeitung. "Das große Problem für ihn ist dabei, dass seine von Merkel übernommene Strategie, nicht anzuecken, möglichst vage bei Inhalten zu bleiben, nicht mehr verfängt", auch weil ihm bisher ein Grundvertrauen der Bevölkerung fehle.
  • Im Fall der Grünen mit ihrer Spitzenkandidatin Annalena Baerbock äußerte Niedermayer die Erwartung, dass deren anfängliche Patzer bis zum Wahltag weitgehend vergessen sein könnten. "Ich denke schon, dass diese Chance da ist, aber nur, sofern Baerbock keine neuen Fehler mehr macht", sagte der Politologe. Wenn die Grünen sich in ihrer Kampagne nun stark auf Inhalte konzentrierten, etwa hin zum Klimathema, dann könne die Partei den zu Beginn des Wahlkampfs negativen Trend wieder umkehren.
  • Dem SPD-Kanzlerkandidaten Olaf Scholz attestierte Niedermayer, er habe "mit seiner Kampagne bisher keine gravierenden Fehler gemacht." Allerdings schlügen sich seine relativ guten Umfragewerte "eben nicht für die SPD positiv nieder". Der Wissenschaftler führte dies darauf zurück, dass "die Menschen merken, dass Scholz nicht die gesamte Partei repräsentiert". Viele wüssten daher nicht, was sie am Ende bekommen, wenn sie die SPD wählen - auch, was mögliche Koalitionen angehe.
17:06 Uhr

Schlagzeilen zum Nachmittag

16:37 Uhr

US-Schauspieler Saginaw Grant ist tot

Bekannt war er aus "Lone Ranger" und "Breaking Bad": Der US-amerikanische Schauspieler Saginaw Grant, ein Medizinmann des indigenen Stammes "Sac & Fox", ist tot. Grant sei am Mittwoch in Hollywood im Schlaf gestorben, teilte seine Sprecherin Lani Carmichael nun mit. Er wurde 85 Jahre alt. In Deutschland war Grant 1988 bei den Karl-May-Spielen in Bad Segeberg neben Winnetou-Darsteller Pierre Brice aufgetreten. In "Winnetou der Apache" spielte er einen Medizinmann.

Er habe seinen Beruf als Schauspieler geliebt und noch bis ins hohe Alter kleine Rollen gespielt, sagte Carmichael. Er sei sehr stolz darauf gewesen, seine indianische Kultur durch Filme und als Redner zu teilen, hieß es auf Grants Facebookseite. Das 1936 im US-Staat Oklahoma geborene Stammesmitglied war in den 1980er Jahren zunächst in Werbespots zu sehen, später trat er dann in TV- und Filmproduktionen auf. Mit Anthony Hopkins drehte er den Abenteuerfilm "Mit Herz und Hand" (2005), mit Johnny Depp den Western "Lone Ranger" (2013).

16:13 Uhr

Aufräumen nach Flutkatastrophe: Behelfsbrücke in Bad Neuenahr-Ahrweiler fertig

250316777.jpg

Darf ab Montag von Autos befahren werden: die THW-Behelfsbrücke.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Aufräumarbeiten nach der Flutkatastrophe werden wohl noch lange dauern, aber es ist ein erster Schritt: Das Technische Hilfswerk hat die neue Behelfsbrücke im stark von der Flut getroffenen Bad Neuenahr-Ahrweiler fertiggestellt. "Wir geben der Region mit dieser ersten THW-Brücke über die Ahr einen wichtigen Verkehrs- und Versorgungsweg zurück", sagte THW-Vizepräsidentin Sabine Lackner bei der Übergabe des Bauwerks an die Stadt. Sie sprach von einer "unglaublichen Leistung" der rund 80 Einsatzkräfte, die diese wichtige innerstädtische Verbindung in nur sieben Tagen errichtet hätten.

Der Autoverkehr kann die Brücke voraussichtlich ab Montag nutzen, da erst noch die Auffahrten fertiggestellt werden müssen. Zur eigentlichen Brückenbauzeit von sieben Tagen kamen laut THW Vorbereitungsarbeiten wie die Beseitigung von Schutt und Trümmern hinzu. Diese hätten fast genauso lange gedauert wie der Bau der Brücke selbst. Lackner zufolge ist es "die längste und damit größte Brücke, die das THW bisher errichtet hat". Mit knapp 52 Metern Länge und einer Nutzlast von 30 Tonnen pro Fahrbahn könnten selbst Lastwagen die Ahr an dieser Stelle wieder überqueren. Bei der Hochwasserkatastrophe am 14./15. Juli waren im Ahrtal mehr als 60 Brücken zerstört worden. Im rheinland-pfälzischen Bad Neuenahr-Ahrweiler blieb nur eine Brücke intakt. Die neue THW-Brücke wurde dort gebaut, wo vorher die Landgrafenbrücke gestanden hatte

15:36 Uhr

"Geht wohl allen gut": Luna Schweiger in Autounfall verwickelt

Luna Schweiger wurde am Morgen in Berlin in einen Autounfall verwickelt. Ihr Vater, Schauspiel-Star Til Schweiger, hat der "Bild"-Zeitung bestätigt, dass seine 24-jährige Tochter mit im Auto saß: "Ja, Luna hatte einen Unfall. Sie liegt aber nicht im Krankenhaus." Er habe mit seiner Tochter telefoniert und es gehe ihr "den Umständen entsprechend gut". Die junge Schauspielerin habe Schmerzen in ihrer Schulter und nehme an, dass sie sich womöglich das Schlüsselbein gebrochen habe, erklärt Schweiger weiter.

Fotos, die der "Bild" vorliegen, zeigen ein stark beschädigtes Fahrzeug, das offenbar mit einem Pfeiler kollidiert ist. Über den genauen Unfallhergang ist bisher nichts bekannt. Auch der 57-Jährige könne dazu keine Details nennen, denn er wisse nicht, wie es dazu gekommen sei. Der Wagen sei "wohl aus der Kurve rausgeflogen". Neben Luna Schweiger sollen sich laut des Berichts weitere Insassen in dem Wagen befunden haben. Bei dem Unfall habe sich jedoch glücklicherweise niemand schwer verletzt. "Aber es geht wohl allen gut", erzählt Til Schweiger weiter. "Es ist keiner ernsthaft verletzt", habe seine Tochter ihm erklärt.

Mehr dazu lesen Sie hier.
15:12 Uhr

Inzwischen sechs Tote bei Waldbränden in der Türkei - Putin bietet Hilfe an

Die Waldbrände in der Türkei wüten immer weiter: Bei Löscharbeiten in der südtürkischen Provinz Antalya kommen zwei Waldarbeiter ums Leben. Damit erhöht sich die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit den Waldbränden auf sechs, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtet.

Im Bezirk Manavgat von Antalya wurden Anadolu zufolge zwei weitere Viertel vorsichtshalber evakuiert. Bereits zuvor waren dort Häuser niedergebrannt. Auch zahlreiche Tiere waren verendet. Freiwillige der Tierschutzorganisation Haytap behandelten verletzte Tiere. Am Mittwoch waren in der Türkei zahlreiche Waldbrände in mehreren Provinzen des Landes ausgebrochen. Besonders betroffen ist die türkische Mittelmeerküste, etwa die Urlaubsregion Antalya.

Die Ursache der Feuer ist noch unklar, mindestens zehn Brandherde sollen noch aktiv sein. Russlands Präsident Wladimir Putin sicherte der Türkei Unterstützung bei der Bekämpfung der Brände zu. In einem Telefonat mit dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan habe Putin weiterhin "umfassende Hilfe" in Aussicht gestellt, hieß es in einer Kreml-Mitteilung.

14:49 Uhr

Zeltnagel trifft Erdkabel - Sieben Menschen erleiden Stromschlag

Beim Aufbau eines Zeltes im baden-württembergischen Deggingen haben sieben Menschen einen Stromschlag erlitten. Einer der Zeltnägel habe ein in ungefähr 80 Zentimeter Tiefe verlegtes Stromkabel getroffen, sagte ein Polizeisprecher. Ein Mensch sei nach dem Vorfall in einem Krankenhaus untersucht worden. Verletzt wurde letztlich aber niemand. Der Stromschlag war nach Angaben der Polizei etwa so stark wie der eines Weidezauns.

14:22 Uhr

500 Leergut-Kisten blockieren Hauseingang

In Rheinland-Pfalz kommt es zu einer Rettungsaktion - wegen 500 Leergut-Kisten. Die Bewohner eines Hauses in Rheinland-Pfalz können wegen eines Berges umgestürzter Leergut-Kisten ihr Grundstück nicht verlassen und müssen von Polizei und Feuerwehr gerettet werden.

250307321.jpg

(Foto: picture alliance/dpa/Polizeidirektion Mayen/Polizeiinspektion Remagen)

Das berichtet die Polizei:

  • Die mit leeren Flaschen bestückten Kisten kippen aus einem angrenzenden Leergutlager in Brohl-Lützing in den Hof.
  • Sie blockieren den Eingang des Wohnhauses.
  • Wieso die gestapelten Kisten umgestürzt waren, ist noch unklar.
  • Verletzt wird niemand. Am Haus entstehen nur geringer Schaden.
14:12 Uhr

Schichtwechsel

Clara Suchy sagt Tschüss und verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend. Ich übernehme den "Tag" und versorge Sie bis zum späten Abend mit Nachrichten aus aller Welt. Mein Name ist Sebastian Schneider, ich wünsche Ihnen einen schönen Samstagnachmittag!

13:58 Uhr

Zehn Millionen Dollar: Gerard Butler verklagt Hollywood-Produzenten

Haben die Macher des Action-Streifens "Olympus Has Fallen - Die Welt in Gefahr" Hauptdarsteller Gerard Butler etwa betrogen? Der Hollywood-Star behauptet in einer Klage, dass die Produzenten ihm mindestens zehn Millionen Dollar, umgerechnet etwa 8,4 Millionen Euro, schulden. Das berichten die Branchenmagazine "Deadline" und "Variety".

Dieser Betrag solle ihm als Beteiligung nach dem Erfolg an den Kinokassen mindestens zustehen. Der Film hatte weltweit mehr als 170 Millionen Dollar, rund 143 Millionen Euro, eingespielt. In der Klage heißt es demnach unter anderem, dass die Produzenten Millionen gemacht hätten, sich aber angeblich weigerten, an Butler einen Anteil entsprechend einer vorherigen Abmachung abzutreten.

40058104.jpg

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Schauspieler habe seinen Teil zu einem erfolgreichen Franchise beigetragen, heißt es weiter. Darum fordere er seinen "gerechten Anteil."

13:46 Uhr

Swingerparty mit 68 Teilnehmern in Hamburg von der Polizei beendet

Kein Hygienekonzept, Abstandsregeln nicht eingehalten, Kontaktnachverfolgung nicht durchgeführt: Eine Swinger-Party mit 68 Teilnehmern in einem Hamburger Wohnhaus ist ein kurzes Vergnügen geblieben. Wegen Verstößen gegen die Corona-Vorschriften wird die Veranstaltung von der Polizei aufgelöst, wie eine Sprecherin sagte.

Den 68 Teilnehmern erteilt die Polizei einen Platzverweis. Ihnen droht ein Bußgeld. Wie die Polizeisprecherin mitteilte, verhalten sich die Feiernden allesamt "sehr kooperativ".

Für private Feiern mit mehr als zehn Menschen gelten in Hamburg derzeit weitgehend die Vorgaben für öffentliche Veranstaltungen wie Maskenpflicht, Abstandsregeln und eine Testpflicht in Innenräumen.

13:37 Uhr

Seehofer will Tennis, Keyboard und Englisch üben

Merkel ist nicht die einzige, die nach der Bundestagswahl im September vor einem neuen Lebensabschnitt steht. Bundesinnenminister Horst Seehofer wird nach dieser Legislaturperiode nicht mehr antreten. Doch für die Zeit danach hat er Pläne: "Ich werde auch wieder Tennis spielen, also Sport. Dann spiele ich Keyboard und schließlich möchte ich mein Englisch auf einen höheren Standard bringen, weil meine große Tochter in Kopenhagen lebt. Möglicherweise kommt da ein Buch. Es gibt so viele schöne Dinge und ich habe viel vor", sagte der 72-Jährige den "Nürnberger Nachrichten". Außerdem wolle er mehr Zeit für Freunde einplanen. "Ich lese zudem gern und begebe mich gerne in die Natur."

Schon lange bekannt ist, dass der frühere bayerische Ministerpräsident gern Modelleisenbahn fährt. "In den Wintermonaten will ich meiner Neigung zum Modellbau nachgehen. Ich baue dort Stationen meines Lebens nach. Es gibt dort den Bahnhof Bonn und für Bayern ein wunderschönes Fachwerkhaus mit dem Namen Schwarzburg. Dazu kommen all die Loks, die in meinem Leben eine Rolle gespielt haben."

13:10 Uhr

Feuer in Hamburger Mehrfamilienhaus

Im Hamburger Stadtteil St. Pauli kommt es zu einem Küchenbrand. Dabei verletzt sich eine Person. Die zunächst vermisste Person wird schließlich von Einsatzkräften aus der Wohnung des Mehrfamilienhauses gerettet, wie die Feuerwehr mitteilt.

Weil sie zu viel Rauchgas eingeatmet hatte, wurde der Bewohner nach einer ersten Notfall-Versorgung in eine Klinik gebracht. Die aus bislang unbekannter Ursache brennende Küche konnte schnell gelöscht werden. Insgesamt waren etwa 40 Einsatzkräfte der Hamburger Feuer- und Rettungswachen im Einsatz.

12:45 Uhr

George Clooney besucht nach Unwettern norditalienische Wahlheimat

George Clooney besucht Norditalien nach schweren Regenfällen und Überschwemmungen und bietet seine Hilfe an. Der Bürgermeister der Gemeinde Laglio am Comer See, Roberto Pozzi, hat das der "Corriere della Sera" mitgeteilt. Clooney hat dort demnach ein Haus.

In der Gegend um den Comer See hatten starke Regenfälle seit Dienstag vielerorts zu Erdrutschen sowie Überflutungen geführt und schwere Schäden angerichtet. Die Gemeinde befreite die Woche über mit schwerem Gerät von Schlamm überzogene Straßen und baggerte Geröll weg.

In einem Video, das der italienische Fernsehsender Rai 1 verbreitet, sagt Clooney, die Situation sei schlimmer, als man denke. Der 60-Jährige macht jedoch Hoffnung. "Diesen Ort hier gibt es schon immer, ihn wird es weiter geben und er wird stärker und besser zurückkommen."

12:21 Uhr

Zu spät gebremst: Drei Menschen bei Unfall in Geeste verletzt

Im Landkreis Emsland ist es zu einem Autounfall in Geeste gekommen. Drei Menschen wurden verletzt.

Wie die Polizei mitteilt:

  • Eine 33 Jahre alte Autofahrerin musste wegen eines vor ihr abbiegenden Autos bremsen.
  • Dies habe ein 26-Jähriger, der hinter ihr fuhr, übersehen.
  • Er krachte deshalb in das Auto der 33-Jährigen.
  • Durch den Aufprall wurde das Auto der Frau in den Wagen des Abbiegers geschoben.

Die 33-Jährige wurde bei dem Unfall schwer verletzt, die beiden anderen Autofahrer leicht. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von etwa 12.000 Euro.

11:50 Uhr

Sieben Mitglieder einer kurdischen Familie in Türkei getötet

In der Türkei sind sieben Mitglieder einer kurdischen Familie nach rassistischen Drohungen getötet worden. Nach Information der Nachrichtenagentur DHA:

  • Angreifer seien in das Haus der Familie in der zentraltürkischen Provinz Konya eingedrungen.
  • Sie hätten die zwischen 35 und 65 Jahre alten Bewohner erschossen.
  • Sie hätten auch ein Feuer gelegt.
  • Zehn Verdächtige wurden offenbar festgenommen.

Innenminister Süleyman Soylu sagte, es handele sich um eine elf Jahre alte Familienfehde, die nichts mit einem Problem zwischen Kurden und Türken zu tun habe. Es sei ein "grausames" Verbrechen.

Die Menschenrechtsanwältin Eren Keskin schrieb dagegen auf Twitter, die getötete Familie sei schon in der Vergangenheit aus rassistischen Motiven angegriffen worden. Mitglieder der Familie waren bereits im Mai bei einem Angriff schwer verletzt worden. Einem Onlinemedium sagte die Familie damals, Nachbarn hätten sie bedroht und gesagt, sie duldeten keine Kurden.

In der Türkei haben sich in den vergangenen Wochen Übergriffe auf Kurden aus mutmaßlich rassistischen Motiven gehäuft. Vor anderthalb Wochen war in Konya ein 43-Jähriger getötet worden, der nach Medienberichten bedroht wurde, weil er Kurde sei. Die Behörden hatten einen rassistischen Hintergrund zurückgewiesen.

11:25 Uhr

Plagiatsprüfer Weber: "Mein Ergebnis ist entlastend für Laschet"

Der österreichische Plagiatsprüfer, der eine Reihe von Textähnlichkeiten zwischen dem Buch der Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock und anderen Publikationen öffentlich gemacht hat, erkennt beim Buch von Armin Laschet nach einer eigenen Prüfung "keine weiteren Plagiate".

Eine entsprechende Analyse veröffentlicht Stefan Weber auf seiner Website. Zur Untersuchung des Buchs von Unions-Kanzlerkandidat Laschet mit Hilfe einer Prüfsoftware schrieb Weber: "Mein Ergebnis ist entlastend für Laschet: Ich habe nach Durchsicht aller eingefärbten Textübereinstimmungen keine einzige Stelle gefunden, die ich als Plagiatsfragment bezeichnen würde."

Weber führte aus: "Eine einzige Stelle ist der Debatte (noch) nicht wert und deren Veröffentlichung verwässert eher das Problem. Bei der Plagiatsidentifikation geht es immer um die Suche nach einem Muster und nicht um Singularität." Das sei nicht mit dem von ihm untersuchten Buch Baerbocks zu vergleichen, die Fundstellen dort hätten "quantitativ und qualitativ hingegen ein völlig anderes Gewicht".

10:56 Uhr

Historische Hitzewelle erfasst Griechenland

Erst Kanada und die USA, nun überrollt die Hitzewelle auch Griechenland. Allerdings scheint sie dort länger anzuhalten - in den letzten drei Tagen wurden teilweise Werte um 43 Grad gemessen. Nach Angaben von Wetterexperten sollen die Thermometer am Wochenende und die ganze kommende Woche tagsüber bis zu 46 Grad zeigen.

Auch auf Rhodos soll es kommenden Dienstag heiß werden mit Temperaturen um 44 Grad. Nachts bleibt es vor allem in den Ballungszentren heiß mit Temperaturen über 30 Grad. Einige Meteorologen sprachen bereits im Rundfunk von einer "historischen Hitzewelle".

Der griechische Zivilschutz wurde nach einer Krisensitzung in Alarmbereitschaft versetzt. In den Registrierlagern für Migranten auf den Inseln im Osten der Ägäis wurden zusätzliche klimatisierte Zelte und Container zur Verfügung gestellt. Die Städte öffneten klimatisierte Hallen für die Einwohner, die zuhause keine Klimaanlage haben. Arbeiten im Freien sollten so weit wie möglich reduziert werden, hieß es vom Arbeitsministerium.

10:23 Uhr

Italien: Evakuierungen und Dauereinsätze wegen Waldbränden

Die Waldbrände in Italien breiten sich aus. Feuerwehren sind im Dauereinsatz - mehr als 800 Einsätze hätten die Vigili del Fuoco in den zurückliegenden 24 Stunden wegen der Waldbrände gehabt, teilte die Feuerwehr mit.

Allein in Sizilien rücken die Retter 250 Mal aus. Im Osten der beliebten Urlaubsinseln brennt es vor den Toren der Küstenstadt Catania. Der Flughafen Catanias muss kurzzeitig den Betrieb einstellen.

250228586.jpg

(Foto: picture alliance/dpa/Vigili del Fuoco)

Der Nachrichtenagentur Ansa zufolge bringen die Behörden ungefähr 150 Menschen aus der Gegend um Catania in Sicherheit, die von den Flammen eingeschlossen sind und an den Strand flüchteten. Die Polizei nimmt sie dort demnach auf ihre Boote. Auf Bildern der Zivilschutzbehörde Siziliens ist zu sehen, wie Flammen in einer Ferienanlage am Strand bei Catania wüten und Hubschrauber mit Löschwasserbehältern darüber hinwegfliegen.

09:52 Uhr

"Better Call Saul"-Schauspieler Odenkirk nach "kleinem" Herzinfarkt: "Werde ok sein"

"Better Call Saul"-Schauspieler Bob Odenkirk hat sich nach einer Krankenhauseinweisung nun selbst zu Wort gemeldet. "Ich hatte einen kleinen Herzinfarkt", teilte der 58-Jährige auf Twitter mit. "Aber ich werde ok sein", schrieb er weiter und sprach dabei vor allem seinem Ärzteteam Dank aus. Sie hätten die Gefäßblockade ohne Operation beseitigen können.

Odenkirk dankte auch seiner Familie, Freunden und den vielen Fans für deren "überwältigende" Anteilnahme. Er werde sich nun eine Weile erholen, aber bald wieder zurück sein, stellte der Star in Aussicht.

Medienberichten zufolge war Odenkirk diese Woche am Set der Serie "Better Call Saul", die im Raum Albuquerque im US-Bundesstaat New Mexiko gedreht wird, zusammengebrochen. Der Schauspieler ist auch aus der Vorgänger-Serie "Breaking Bad" bekannt.

09:26 Uhr

Fruchtbarkeitsarzt in Kanada verurteilt - eigenes Sperma verwendet

Hunderte von Opfern eines kanadischen Fruchtbarkeitsarztes, darunter mehr als ein Dutzend Kinder, die mit seinem Sperma gezeugt wurden, sollen an einer vorgeschlagenen Sammelklage in Höhe von 13,4 Millionen Kanadische Dollar (rund 9 Millionen Euro) beteiligt werden. Das berichtet die britische Zeitung The Guardian.

Jahrzehntelang war Norman Barwin ein gefragter Fruchtbarkeitsmediziner, der wegen seiner Erfolgsquote den Beinamen "Baby God" erhielt und sogar mit einer nationalen Ehrenmedaille ausgezeichnet wurde, so die Zeitung.

Doch vor fast vier Jahrzehnten begannen Paare, seine Methodik in Frage zu stellen. Nach Angaben der Guardian soll Barwin den Paaren gesagt haben, dass das Sperma des männlichen Partners verwendet werden würde. Stattdessen wurden ihnen unwissentlich Zufallsproben und in einigen Fällen Barwins eigenes Sperma gegeben.

09:09 Uhr

Krisenforscher: Ausmaß der Überschwemmungen war vorhersehbar

Die Vorwürfe gegen die Regierung, nicht genug für den Katastrophenschutz getan zu haben, häufen sich. Nun erhebt der Krisenforscher Frank Roselieb schwere Vorwürfe gegen den CDU-Landrat Jürgen Pföhler. Das Katastrophenschutzmanagement gehöre zur Kernfunktion jedes Kreischefs und jedes Oberbürgermeisters, sagte der Kieler Wissenschaftler der in Koblenz erscheinenden "Rhein-Zeitung". Dass im Kreis Ahrweiler kein Voralarm ausgelöst worden sei, halte er für unerklärlich.

Die Auslösung eines Voralarms hätte laut Roselieb bereits am frühen Abend des 14. Juli erfolgen können, "um Notmaßnahmen einleiten zu können". Dies sei etwa möglich, wenn "die Pegelstände steigen und steigen, ohne dass schon was Schlimmeres passiert ist". Roselieb sprach von "Katastrophenalarm im Kopf".

"Niemand kann sagen, dass es solche Flutwellen im Ahrtal noch nicht gegeben hat", betonte Roselieb. "Beim Hochwasser vor 200 Jahren waren die Dimensionen etwa noch gewaltiger." Vor 100 Jahren sei es ähnlich gewesen. Zudem sei man frühzeitig gewarnt worden. Aus Sicht des Forschers gibt es deshalb keinen Grund, auf eine Flutwelle wie die jüngste nicht vorbereitet gewesen zu sein.

08:45 Uhr

Erstes Kreuzfahrtschiff verlässt Hamburger Hafen

Ab in die Ostsee und dann nach Norwegen! AIDA Cruises startet jetzt offiziell in die neue Saison mit einer siebentägigen Reise vorbei an der dänischen Nordseeküste nach Göteborg in Schweden. Dann geht es weiter zur Ostseeinsel Gotland - oder nach Gdynia in Polen. Nach einer Corona-Pause sind nun wieder zehn Kreuzfahrtschiffe im Einsatz. Das Unternehmen bietet nicht nur Reisen in den Norden an. Wer will, kann auch eine Reise zu den Kanarischen Inseln, ins Mittelmeer, in den Orient oder in die Karibik buchen.

08:23 Uhr

Myanmar: Menschenrechtler werfen Militär Mord und Folter vor

Knapp sechs Monate nach dem Putsch in Myanmar protestieren Studenten erneut gegen die Herrschaft des Militärs. In Mandalay, der zweitgrößten Stadt des Landes, bilden sie kleine Gruppen, die auf Motorrollern durch die Straßen fahren und Banner schwenken. Darauf stehen Parolen, die Verhandlungen mit der Armee eine klare Absage erteilen. Das Militär hatte am 1. Februar die gewählte Regierung der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi gestürzt. Anschließend ging es mit massiver Gewalt gegen Massenproteste vor. Tausende Demonstranten wurden festgenommen, Hunderte getötet.

250172435.jpg

(Foto: picture alliance / Kyodo)

Die in New York ansässige Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch wirft der Armee Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor. Sie spricht unter anderem von Mord und Folter. Eine Stellungnahme der Militärbehörden war zunächst nicht zu erhalten. Sie bezeichnen Oppositionelle als Terroristen.

07:50 Uhr

Wohnhausbrand in Berlin: Sechs Verletzte

In einer Wohnung im Berliner Stadtteil Pankow brennt es: Drei Personen müssen aus dem Gebäude springen und werden verletzt. Drei weitere Schwerverletzte müssen mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht werden. Nach Angaben eines Sprechers der Feuerwehr brennt es aus noch ungeklärter Ursache in einem Seitenflügel des Hauses in der Prenzlauer Promenade. Drei Etagen sowie das Treppenhaus stehen in Flammen, das Feuer breitet sich aufgrund offener Türen bis in den Dachboden aus. Insgesamt sind 150 Feuerwehrleute und Rettungskräfte im Einsatz.

07:25 Uhr

House-of-Cards-Star Robin Wright: "Als Schauspielerin bist du doch nur eine Marionette"

Die US-Schauspielerin Robin Wright ist froh, neuerdings auch als Regisseurin zu arbeiten. "Als Schauspielerin bist du doch nur eine Marionette", sagte die 55-Jährige den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Man gibt dir Anweisungen, dirigiert dich herum". Nach vielen Jahren vor der Kamera habe sie endlich auch einmal ihre eigene Geschichte erzählen wollen, führte Wright aus. Das Ergebnis ist das Drama "Abseits des Lebens", das nächste Woche in die Kinos kommt und in dem die gebürtige Texanerin neben der Regie auch die Hauptrolle übernahm.

An der Arbeit als Regisseurin schätze sie besonders das Arbeiten im Team, sagte Wright. Das Schauspielern sei oft eine "Solonummer": "Du sprichst bei der Vorbereitung mit dem Spiegel."

Wright hatte 1994 an der Seite von Tom Hanks in dem Film "Forrest Gump" ihren internationalen Durchbruch gefeiert. Die Rolle brachte ihr eine Nominierung für den Golden Globe ein. Den Preis gewann sie schließlich 20 Jahre später mit ihrer Rolle als Claire Underwood in der Erfolgsserie "House of Cards".

06:52 Uhr

29-Jähriger verbrennt nach Unfall im Fahrzeug

Im Landkreis Kassel stirbt ein 29-jähriger Mann nach einem Unfall in seinem brennenden Auto. Wie die Polizei mitteilt, kommt der Autofahrer mit seinem Pkw aus bislang ungeklärter Ursache von der Straße ab und verlor die Kontrolle über seinen Wagen. Dabei kommt das Fahrzeug mit einem Erdhügel in Berührung. Das Auto hebt vom Boden ab und schlägt etwa 30 Meter weiter auf einem Parkplatz wieder auf. Der auf dem Dach liegende Wagen fängt sofort Feuer. Da sich der Fahrer selbst nicht mehr befreien kann, verbrennt er in seinem Fahrzeug.

06:30 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leser und Leserinnen,

ein mildes Wochenende steht uns bevor. Kühle 20 Grad sind fast in ganz Deutschland zu erwarten. Diejenigen, in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein sollten das Wochenende noch gut genießen - am Montag gehen die ersten Bundesländer bereits wieder ins neue Schuljahr. Zuletzt gab es noch reichlich Kritik an der Vorbereitung der Schulen auf das mittlerweile dritte Corona-Jahr. Im Englischen gibt es ein Sprichwort: "Thrid time's the charm", oder "beim dritten Mal klappt's". Hoffen wir also, dass das hier zutrifft.

Außerdem steht in Tokio das 800-m-Freistil-Finale der Frauen an. Die Amerikanerin Katie Ledecky liegt derzeit auf dem ersten Platz. Außerdem spielen Deutschland und Australien in der Vorrunde Basketball. Und nach seiner legendären Niederlage gegen Alexander Zverev wird Novak Djokovic gegen den Spanier Pablo Carreño Busta um die Bronzemedaille im Tennis spielen.

Den Rest lassen wir auf uns zukommen. Mein Name ist Clara Suchy und ich werde Sie heute durch den Tag begleiten. Ich wünsche Ihnen einen guten Start ins Wochenende!

06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.