Dienstag, 15. Dezember 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:25 Uhr

Das war Dienstag, der 15. Dezember 2020

Auch wenn morgen der harte Lockdown in Kraft tritt, ist doch nicht alles schlecht: Der Coronavirus-Impfstoff von Biontech und Pfizer soll bereits am 21. Dezember zugelassen werden. Damit wäre der Weg frei für Massen-Impfungen in allen EU-Mitgliedstaaten. Mehr dazu lesen Sie hier.

Was war heute sonst wichtig:

Ich wünsche Ihnen einen schönen Restabend und eine gute Nacht! Bis morgen!

22:10 Uhr

Modeunternehmer Nygard wegen sexueller Übergriffe festgenommen

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Soll Frauen zu sexuellen Handlungen gezwungen haben: Peter Nygard.

(Foto: picture alliance/dpa/Invision)

Der frühere Modeunternehmer Peter Nygard ist in Winnipeg in Kanada wegen sexueller Übergriffe und Erpressung festgenommen worden. Er werde wegen jahrzehntelangem kriminellen Verhalten mit Dutzenden Opfern angeklagt, erklärte die Staatsanwaltschaft in New York. Demnach soll Nygard mindestens während der 25 Jahre an der Spitze seines Bekleidungsunternehmens seinen Einfluss genutzt haben, um Frauen zu sexuellen Handlungen mit ihm, mit Bekannten, und untereinander zu zwingen.

Der Mode-Unternehmer wurde in Helsinki geboren und lebt hauptsächlich auf den Bahamas. Er hatte sich nach Bekanntwerden der Vorwürfe im Februar aus seinem Unternehmen zurückgezogen. Im März hatte die Firma dann Insolvenz beantragt.

21:42 Uhr

Pete Buttigieg soll US-Verkehrsminister werden

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Biden will offenbar seinen ehemaligen Mitbewerber Buttigieg zum Verkehrsminister machen.

(Foto: picture alliance/dpa/XinHua)

Der frühere US-Präsidentschaftsbewerber Pete Buttigieg soll Medienberichten zufolge unter dem künftigen Präsidenten Joe Biden Verkehrsminister werden. Der Nachrichtensender CNN, die "Washington Post" und weitere Medien berichteten, Biden habe sich für den 38-Jährigen entschieden, der im Vorwahlkampf der Demokraten für Furore gesorgt hatte. Bei einer Bestätigung durch den Senat würde der Ex-Bürgermeister der erste offen homosexuelle Minister der US-Geschichte.

20:53 Uhr

Balkongeländer löst sich - Junger Mann stürzt in den Tod

Schrecklicher Vorfall in Hagen. Weil sich ein Balkongeländer gelöst hat, ist ein 21-Jähriger in die Tiefe gestürzt und gestorben. Den Angaben der Polizei zufolge war er vom Balkon aus dem vierten Stock gefallen. Rettungskräfte brachten den Mann in ein Krankenhaus, die Ärzte versuchten vergeblich, den Mann zu reanimieren.

Die Kriminalpolizei prüft nun, ob ein Fremdverschulden vorliegt. Es gebe den bisherigen Erkenntnissen nach aber bislang keine Anhaltspunkte für ein Verbrechen, sagte ein Sprecher.

20:30 Uhr

Die Videos des Tages

20:10 Uhr

Harry und Meghan unterzeichnen Vertrag mit Spotify

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Harry und Meghan sind jetzt Podcaster.

(Foto: picture alliance/dpa/PA Wire)

Prinz Harry und Herzogin Meghan produzieren künftig Podcasts. Eine neu gegründete Produktionsfirma des Paares geht eine mehrjährige Partnerschaft mit Spotify ein, wie der Audio-Streamingdienst mitteilte.

Bereits vor dem neuen Jahr soll es losgehen mit einer Feiertags-Spezialfolge, 2021 wird dann mit einer ersten kompletten Staffel gerechnet. Harry und Meghan wollen demnach sowohl selbst durch Podcasts führen als auch andere produzieren.

19:43 Uhr

Das Millionenpferd Totilas ist tot

Eines der besten und meist gehypten Sportpferde der Geschichte ist tot. Wie der Dressurreiter Matthias Rath verkündet, ist Wunderhengst Totilas verstorben. Für geschätzte zehn Millionen Euro war der Hengst einst von Paul Schockemöhle nach Deutschland geholt worden.

Mehr dazu lesen Sie hier.
19:26 Uhr

Mit Corona infizierte Seniorin aus Pflegeheim verschwunden

Die Polizei im nordrhein-westfälischen Oberhausen fahndet nach einer 87-jährigen dementen Seniorin, die mit dem Coronavirus infiziert ist. Sie war aus ihrem Pflegeheim verschwunden und ist laut Mitteilung orientierungslos. Die Polizei veröffentlichte ein Foto der Frau, um Hinweise zu bekommen - und wies ausdrücklich auf das Infektionsrisiko hin.

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Die Polizei Oberhausen sucht diese Frau.

(Foto: Polizei Oberhausen)

19:02 Uhr

Dax baut Gewinnserie aus: Anleger setzen auf "mehr"

Ist das die Jahresend-Rally? Am deutschen Aktienmarkt klettern die Kurse auch am Dienstag, nachdem der Dax bereits zum Wochenstart recht deutlich zulegen konnte. Der deutsche Börsenleitindex schließt 1,1 Prozent fester bei einem Stand von 13.368 Punkten. Auch die Kurse an der Wall Street klettern.

"Der Lockdown hierzulande juckt den Dax momentan eher nicht", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer die Situation auf dem Parkett und verweist auf die am Mittwoch beginnende Sitzung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed). "Der Dax spielt die Geldpolitik, die Anleger hoffen auf mehr."

Bei den Einzelwerten spielen sich die Autowerte in den Vordergrund: Daimler und Conti gewinnen jeweils rund zwei Prozent. Volkswagen liegen zeitweise sogar etwa acht Prozent im Plus: Der Machtkampf innerhalb der Konzernspitze ist vorerst ausgeräumt, des Weiteren wurden die Titel auch von Analystenseite positiv begutachtet. Auf der Verliererseite im Dax steht etwa eine Merck, die rund ein Prozent abgibt.

Dax
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Mehr börsenrelevante Nachrichten finden Sie im Börsen-Tag.

18:49 Uhr

Bidens Amtseinführung ohne Massenpublikum geplant

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Amtseinführung Obamas vs. Amtseinführung Trumps.

(Foto: picture alliance / -/AP/dpa)

Bei der Amtseinführung des künftigen US-Präsidenten Joe Biden am 20. Januar werden noch weniger Leute dabei sein, als bei der von Donald Trump vor vier Jahren. Aber nicht etwa, weil der Demokrat so unbeliebt ist, sondern wegen der Corona-Pandemie. Die Vereidigung soll ohne das sonst bei der Amtsübergabe übliche Massenpublikum stattfinden.

Das für die Vereidigung des Präsidenten zuständige Komitee rief die Bevölkerung dazu auf, von Reisen abzusehen und die Amtseinführung stattdessen von zu Hause aus zu verfolgen. Geplant sei eine Veranstaltung, die den Traditionen gerecht werde, zugleich aber dafür sorge, dass die Bevölkerung geschützt werde und das Coronavirus sich nicht weiter ausbreite.

18:08 Uhr

Leiche in Innenstadt von Kaiserslautern entdeckt - Polizei vermutet Verbrechen

In Kaiserslautern ist an einer Straße in der Innenstadt eine weibliche Leiche entdeckt worden. Es sei von einem Tötungsdelikt auszugehen, teilte die Polizei mit. Die Identität der etwa 35 bis 50 Jahre alten Toten ist noch nicht geklärt. Nach Angaben einer Sprecherin wurde die Leiche obduziert, die Todesursache werde aus ermittlungstaktischen Gründen nicht veröffentlicht.

Eine Zeugin hatte den toten Körper am Montagabend entdeckt, und zwar laut Polizei in einem "frei zugänglichen Areal" im Bereich einer Straße. Die Kriminalpolizei hat eine Sonderkommission eingerichtet.

17:41 Uhr

Zu viele Frauen auf Chefposten: Paris zahlt Strafe wegen Diskriminierung

Die Stadt Paris muss eine Geldbuße von 90.000 Euro wegen Diskriminierung bezahlen - weil sie zu viele Frauen auf Führungspositionen beschäftigt. Bürgermeisterin Anne Hidalgo sprach von einer "absurden" Entscheidung.

Vor zwei Jahren hatte Paris 16 neue Leitungsposten ausgeschrieben - davon gingen "elf an Frauen und nur fünf an Männer", wie Hidalgo spottete. Die Frauenquote lag demnach bei 69 Prozent der Stellen - zu hoch, wie das Ministerium für öffentliche Verwaltung meint.

Es beruft sich auf eine Vorschrift, wonach solche Posten zu mindestens 40 Prozent von Angehörigen eines Geschlechts besetzt werden müssen. Mit nur 31 Prozent seien Männer bei der Pariser Ausschreibung benachteiligt worden, hieß es.

17:09 Uhr

Polizist verursacht tödlichen Unfall - Bewährungsstrafe

Knapp drei Jahre nach dem tödlichen Zusammenstoß eines Funkstreifenwagens mit dem Auto einer jungen Frau in Berlin ist ein Polizist zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Das Amtsgericht Berlin-Tiergarten sprach den 53-jährigen Polizeihauptkommissar der fahrlässigen Tötung schuldig und verhängte eine Haftstrafe von einem Jahr und zwei Monaten auf Bewährung.

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Der Polizist fuhr mit seinem Streifenwagen in das Auto der 21-Jährigen, für sie kam jede Hilfe zu spät.

(Foto: picture alliance/dpa)

  • Die junge Frau, die in der Nähe des Alexanderplatzes gerade einparken wollte, wurde im Januar 2018 in ihrem kleinen Auto von dem Polizeiwagen gerammt, der mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war. Die 21-Jährige starb noch an der Unfallstelle. 
  • Der Beamte, der am Steuer gesessen hatte, schwieg in dem Prozess. Die tödliche Kollision hatte große Wellen geschlagen. Erst Monate nach Ermittlungsbeginn war bekannt geworden, dass eine im Krankenhaus genommene Blutprobe des Fahrers Alkohol enthalten haben soll. Es kam der Verdacht auf, dies habe vertuscht werden sollen. 
  • Die Eltern der getöteten Frau, die den Prozess als Nebenkläger verfolgten, hatten eine Freiheitsstrafe von vier Jahren verlangt. Sie hielten am Vorwurf fest, dass der Beamte alkoholisiert gewesen sei.
16:35 Uhr
Breaking News

Führender Republikaner McConnell gratuliert Biden zum Wahlsieg

Der einflussreiche Mehrheitsführer der US-Republikaner im Senat, Mitch McConnell, hat dem Demokraten Joe Biden zu seinem Sieg bei der Präsidentenwahl gratuliert. McConnell äußerte sich im US-Senat, nachdem Bidens Wahlsieg am Montag durch die Wahlleute eindeutig bestätigt worden war.

Mehr dazu lesen Sie hier.
16:29 Uhr

"Hellseherin" stiehlt bei Exorzismus-Ritual 250.000 Euro

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Ihre "Rituale" können der "Hellseherin" aus Kerpen nicht mehr helfen: Sie muss hinter Gitter und 250.000 Euro zurückzahlen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Eine angebliche Hellseherin aus Kerpen bei Köln nutzte im August 2018 die Notlage einer 54-jährigen Hamburgerin, um ihr 250.000 Euro zu stehlen.

Die 29-Jährige erklärte, sie könne der schwer erkrankten Schwägerin der Frau durch ein Ritual helfen. Die 54-Jährige müsse dafür 300.000 Euro in Plastikfolie umwickelt unter ihrer Matratze verstecken und intensiv beten. Dann würden die bösen Dämonen vertrieben werden. Da die 54-Jährige nur 250.000 Euro in bar beschaffen konnte, wollte die vermeintliche Hellseherin noch 50.000 Euro von ihrem eigenen Geld dazulegen. Der Heilungserfolg sei davon abhängig, dass die 54-Jährige anschließend keinesfalls unter der Matratze nachschaue. Drei Monate später tat sie es doch und stellte erschüttert fest, dass dort nur noch Spielgeld lag.

Das Amtsgericht Hamburg-Barmbek verurteilte die "Hellseherin" nun zu drei Jahren Gefängnis. Zudem muss sie die 250.000 Euro zurückzahlen und die Kosten des Verfahrens tragen.

15:34 Uhr

Bewaffneter 15-Jähriger schlägt Polizisten - sechs Anzeigen

Ein 15-Jähriger in Bremerhaven hat einen schlechten Tag erwischt: Der aggressive Teenager handelte sich gleich sechs Anzeigen ein.

  • Der Ärger fing an, als Sicherheitsleute in einem Linienbus dem 15-Jährigen vorwarfen, er trage seine Mund-Nasen-Bedeckung nicht korrekt.
  • Er hatte auch keinen gültigen Fahrschein.
  • Bei der Kontrolle griff der 15-Jährige einen Wachmann an. Als Polizisten dazukamen, schlug er auch nach ihnen und verletzte einen Beamten leicht. Schließlich wurden ihm Handschellen angelegt.
  • Eine Durchsuchung zeigte, dass der Jugendliche ein Küchenmesser und mehrere Schraubenzieher bei sich trug, dazu Substanzen, bei denen es sich vermutlich um Drogen handelt.
  • Außerdem wurde bei ihm Kleidung gefunden, die mutmaßlich aus einem Ladendiebstahl stammte. 

Der Vater konnte seinen Sohn schließlich auf der Polizeiwache abholen. Aber den 15-Jährigen erwarten Anzeigen wegen Körperverletzung, Widerstands, Schwarzfahrens, Betäubungsmittelbesitzes, Ladendiebstahls und Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz.

15:22 Uhr

Vater von Hanau-Täter erstattet rassistische Anzeigen und fordert Waffen zurück

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Der Vater des Hanau-Attentäters fordert die Entfernung der Gedenkstätten für Opfer des Anschlags, weil er darin "Volksverhetzung" sieht.

(Foto: picture alliance/dpa)

Am 19. Februar hatte ein 43-Jähriger aus rassistischen Motiven in Hanau neun Menschen mit ausländischen Wurzeln erschossen. Danach tötete der Angreifer auch seine Mutter und sich selbst. Laut einem "Spiegel"-Bericht ist der 73-jährige Vater des Attentäters überzeugt, dass sein Sohn von einem "unbekannten Geheimdienst" ermordet wurde, der auch den Anschlag verübt haben soll.

Zudem erstattete der 73-Jährige in den vergangenen Monaten offenbar zahlreiche Anzeigen mit teils rassistischen Inhalten. Er forderte in Schreiben an die Bundesanwaltschaft und die Hanauer Staatsanwaltschaft die Entfernung sämtlicher Gedenkstätten, die an die Opfer des Attentats erinnern, weil er darin "Volksverhetzung" sehe, wie der "Spiegel" berichtete. Demnach forderte der 73-Jährige auch die Tatwaffen zurück.

14:50 Uhr

Hund verschwindet in meterhohem Schaumberg - und wird gerettet

Die starken Stürme von La Niña drücken riesige Wellen an die Küsten Australiens. Im Badeurlaub werden die daraus resultierenden meterhohen Schaumberge der Hündin "Hazel" zum Verhängnis. Sie findet aus dem Labyrinth nicht heraus - und bange Momente einer verzweifelten Suche beginnen.

 

14:30 Uhr
Breaking News

Entscheidung über Impfstoff-Zulassung fällt am 21. Dezember

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA will am 21. Dezember ihr Gutachten über die Zulassung des Corona-Impfstoffs der Unternehmen Biontech und Pfizer vorlegen - acht Tage früher als zuletzt geplant. Das teilt die Behörde in Amsterdam mit.

14:27 Uhr

Mord ohne Leiche: Mann muss lebenslang in Haft

Eine Frau aus Gelsenkirchen verschwindet im Juni 2019 spurlos. Ihre Leiche wird nie gefunden. Jedoch können die Richter den Ex-Freund der Frau wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilen. Denn bei dem 47-jährigen Krefelder wurden Bilder und Videos gefunden, die die bereits verstorbene 35-Jährige gefesselt auf dem Boden seiner Wohnung zeigen - mit einer Plastiktüte über dem Kopf. Der 47-Jährige hat sich vor Gericht nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Neben der lebenslangen Freiheitsstrafe haben die Richter außerdem die besondere Schwere der Schuld festgestellt und die anschließende Sicherungsverwahrung angeordnet. Der Angeklagte ist bereits 1999 zu elf Jahren Haft verurteilt worden, weil er eine Ex-Freundin erstochen hatte.

14:15 Uhr

Schichtwechsel

Friederike Zörner verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend und ich übernehme ihren Platz in der Redaktion. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen entspannten Nachmittag!

14:00 Uhr

Miniatur Wunderland feiert "kleinste Weihnachtsfeier der Welt"

Einer der liebsten, feuchtfröhlichen Fettnäpfchen-Generatoren der Deutschen muss in diesem Corona-Jahr ausfallen: die betriebliche Weihnachtsfeier. Während sich mancherorts Arbeitgeber und -nehmer noch zu einer digitalen Zusammenkunft zusammenraufen konnten, verzichten viele Firmen lieber ganz auf geselliges Glühweintrinken. Das Miniatur Wunderland in Hamburg hat sich dagegen etwas Besonderes einfallen lassen - und dies mithilfe eines 3D-Druckers stilecht umgesetzt: "Die Idee, unsere Wunderländer mit einer liebevollen, symbolischen Weihnachtsfeier zu überraschen, ist uns vor rund fünf Wochen gekommen", sagte Geschäftsführer Frederik Braun. Zunächst konnten die rund 300 Mitarbeiter am Montagabend eine Weihnachtsfeier zu Hause feiern - dazu bekamen sie ein Paket mit Longdrinks, Discolicht, Playlist und einem Essensgutschein zugeschickt.

Anschließend sollten sie von einer echten Weihnachtsfeier träumen und dazu eine kleine Figur ihres eigenen Ichs aus dem 3D-Drucker auf den Nachttisch stellen. "Aus allen Träumen der Wunderländer haben wir dann ein Video erstellt, welches sie am Dienstagmorgen um 5 Uhr per Mail zugeschickt bekommen haben", sagte Braun. Das rund 10 Minuten lange Video zeige, was ihre kleinen 1:87 Figuren im Hamburgabschnitt auf der Weihnachtsfeier alles angestellt haben. Diese "kleinste Weihnachtsfeier der Welt" soll nun für immer im Hamburgabschnitt des Miniatur Wunderlandes verewigt bleiben.

13:32 Uhr

Polizei holt Lkw-Fahrer mit fast fünf Promille von der Autobahn

Sturzbetrunken mit fast fünf Promille ist ein Lastwagenfahrer auf der Autobahn 2 in Niedersachsen unterwegs gewesen. Beamten war ein in Schlangenlinien fahrender Lkw bei Braunschweig aufgefallen. Eine Streife leitete den 41-Jährigen am Montagnachmittag von der A2. Beim Verlassen des Führerhauses schwankte der Mann so stark, dass die Beamten einen Alkoholtest machten. Da dieser einen Wert von rund 4,9 Promille ergab, veranlassten sie eine Blutprobe. Den Fahrer erwartet eine Strafanzeige wegen Trunkenheit im Verkehr. Die Schlüssel für den Laster und der Führerschein des Mannes wurden einkassiert.

13:04 Uhr

Corona: In diesem Land bestehen Schüler Abschlussprüfungen automatisch

Jugendliche, die in Kambodscha vor dem Schulabschluss stehen, müssen wegen der Corona-Pandemie keine Abschlussprüfung machen - sie bestehen automatisch. "Alle Schüler des Schuljahres 2019/20 bestehen die Prüfung, ohne sie abzulegen", sagte Ministerpräsident Hun Sen während einer vierstündigen Rede an die Nation. An der Uni sollten sich die Jugendlichen dafür besonders anstrengen, zitierte die Nachrichtenagentur Agence Kampuchea Presse den Regierungschef.

Die Entscheidung, die nationalen Abschlussprüfungen komplett abzusagen, steht in Zusammenhang mit einem neuen Corona-Ausbruch in dem südostasiatischen Land. Zuvor waren die Prüfungen bereits auf Januar verschoben worden. Wegen strikter Maßnahmen und eines weitreichenden Einreiseverbots ist Kambodscha bisher glimpflich durch die Krise gekommen. Offiziellen Angaben zufolge haben sich weniger als 400 Menschen infiziert. Bislang wurde kein Todesfall in Verbindung mit Covid-19 verzeichnet.

*Datenschutz

12:39 Uhr

Nawalny wirft Putin "Staatsterrorismus" vor

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Nach einem längeren Krankenhausaufenthalt macht Alexej Nawalny eine Reha in Deutschland.

(Foto: picture alliance/dpa/privat/Instagram)

"Sie hätten das nie ohne einen Befehl Putins getan. Das ist ein handfester terroristischer Akt." Nach Bekanntwerden einer angeblichen geheimdienstlichen Mordoperation attackiert Oppositionspolitiker Alexej Nawalny den russischen Staatschef Wladimir Putin scharf. Der gescheiterte Nervengift-Anschlag gleiche "Staatsterrorismus", so Nawalny im Gespräch mit dem Sender Echo Moskwy. Eine ganze Abteilung des Inlandsgeheimdienstes FSB sei als "Killerkommando" fast vier Jahre auf ihn angesetzt worden, um ihn zu vergiften.

In einem am Montag veröffentlichten Video hatte Nawalny auf Grundlage von Recherchen eines Netzwerks internationaler Medien und eigener Daten acht FSB-Mitarbeiter mit Namen und Geburtsdaten als Tatverdächtige genannt. Der Oppositionelle hatte Putin zuvor bereits als "Mörder" bezeichnet. Die nun vorgelegten Daten sollen als Beweise dienen. Aus Moskau gab es dazu bislang keine offizielle Reaktion.

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12:09 Uhr

Sitzplatz nicht akzeptiert: Bundespolizei holt Mann aus Flieger

Weil er seinen Sitzplatz nicht akzeptieren wollte, hat ein Mann in einem Lufthansa-Flugzeug am Frankfurter Flughafen einen Polizeieinsatz ausgelöst. Dabei wurde ein Polizist leicht verletzt, wie die Bundespolizei mitteilte. Der 74-Jährige wurde von der Beförderung ausgeschlossen, verließ die Maschine aber nicht. Der Passagier habe "zwangsweise" aus dem Flugzeug heraus begleitet werden müssen. Er zog sich laut Polizei leichte Verletzungen zu. Die Maschine konnte den Angaben zufolge mit einer Verspätung von einer dreiviertel Stunde noch nach Madrid abheben.

12:00 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:46 Uhr

Frohe Botschaft zum Fest: Weihnachtsmann immun gegen Corona

Liebe Leserinnen und Leser, bevor Sie sich jetzt fragen, was eine derart - sagen wir - märchenhafte Meldung im "Tag" zu suchen hat: Ich finde, es muss auch einmal positive Neuigkeiten geben. Selbst, wenn diese einen fiktiven Charakter betreffen. Und zumindest können Sie nun Ihre Kinder beruhigen und bei kritischen Nachfragen eine von Expert*innen verbriefte Antwort geben: Der Weihnachtsmann kann trotz der Corona-Pandemie um den Globus reisen, um Geschenke zu verteilen. Das sagt zumindest die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Sie verstehe die Sorgen um den Weihnachtsmann, da dieser von "höherem Alter" sei, sagte die für die Bekämpfung der Pandemie zuständige WHO-Expertin Maria Van Kerkhove bei einem Pressebriefing in Genf. Doch sei der Weihnachtsmann "immun" gegen den Erreger.

Sie und ihre WHO-Kollegen hätten kurz mit dem Weihnachtsmann gesprochen - ihm und seiner Frau gehe es "sehr gut", sie seien derzeit "sehr beschäftigt", erzählte Van Kerkhove. Auch berichtete sie, dass die WHO von zahlreichen Regierungen erfahren habe, dass diese ihre wegen der Pandemie verhängten Einreise- und Quarantäneregeln speziell für den Weihnachtmann gelockert hätten. Dies bedeute, dass der Weihnachtsmann und seine fliegenden Rentiere durch den Luftraum ein- und ausreisen und den "Kindern Geschenke bringen" könnten, versicherte die WHO-Expertin.

11:28 Uhr
Breaking News

Bericht: Impfstoff-Zulassung vor Weihnachten geplant

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn setzt auf einen baldigen Start von Impfungen gegen das Coronavirus. Ziel sei, eine europäische Impfstoff-Zulassung noch vor Weihnachten zu erreichen und dann in Deutschland noch vor dem Jahreswechsel mit dem Impfen beginnen zu können, sagte der CDU-Politiker in Berlin. Wie die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Regierungskreise berichtet, will die Europäische Arzneimittel-Agentur (Ema) am 23. Dezember grünes Licht für den Impfstoff geben. Als Impfstart sei der 26. Dezember im Gespräch.

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11:21 Uhr

Geldtransporter hinter Berliner Ikea-Filiale überfallen

Hinter der Ikea-Filiale im Berliner Bezirk Schöneberg hat sich am Vormittag ein Überfall ereignet. Wie die Polizei auf Twitter bekannt gab, bedrohten gegen 9.30 Uhr mindestens drei Maskierte den Sicherheitsmitarbeiter eines Geldtransporters. Die Unbekannten trugen Waffen bei sich. "Die Räuber passten den Transporter am Hintereingang des Ikea-Gebäudes ab und flüchteten dann unerkannt", zitiert die "Bild"-Zeitung eine Polizeisprecherin. Der Berliner "Morgenpost" zufolge entwendeten die Täter die Geldkisten in dem Transporter. Sie flüchteten anschließend in einem weißen Audi. Die Polizei fahndet auch mit einem Hubschrauber nach den Verdächtigen.

11:10 Uhr

Epsteins Ex-Partnerin will gegen Millionen-Kaution aus Haft

Die Ex-Partnerin des wegen Sexualverbrechen verurteilten und inzwischen gestorbenen Multimillionärs Jeffrey Epstein will mithilfe einer Millionen-Kaution freikommen. Ghislaine Maxwell bot demnach an, 28,5 Millionen Dollar (etwa 23,5 Millionen Euro) zu hinterlegen, berichteten der Sender ABC und andere Medien unter Berufung auf entsprechende Gerichtsdokumente.

  • Von dem Betrag sollten 22,5 Millionen Dollar aus dem gemeinsamen Vermögen von Maxwell und ihrem Ehemann kommen. Für die restliche Summe sollten Maxwells Familie und Freunde aufkommen.
  • Über den Antrag werde in den kommenden Tagen Richterin Alison Nathan entscheiden. Nathan hatte im Juli und August bereits zwei ähnliche Anträge Maxwells - auf Freilassung gegen Kaution und auf Verlegung aus der Einzelhaft - abgelehnt.
  • Maxwell wurde Anfang Juli im US-Bundesstaat New Hampshire festgenommen. Der 58-Jährigen werden sechs Anklagepunkte vorgeworfen, darunter Verführung Minderjähriger zu illegalen Sexhandlungen und Meineid.
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10:43 Uhr

Mann fährt mit Jetski zur Isle of Man - Haftstrafe

*Datenschutz

Das muss wahre Liebe sein: Weil ein 28-Jähriger unbedingt seine Freundin besuchen wollte, ist er mit einem Jetski rund 40 Kilometer von Schottland zur britischen Isle of Man geschippert. Er brauchte rund viereinhalb Stunden. Das Blöde: Aufgrund der aktuellen Corona-Regeln ist die Einreise auf die Insel, die im Meer zwischen Nordirland und England liegt, derzeit nur in Ausnahmefällen erlaubt. Der Besuch des Mannes zählt nicht dazu.

Und die Behörden kennen kein Erbarmen: Für seine abenteuerliche Anreise wird der 28-Jährige nun für vier Wochen inhaftiert, berichtet die BBC. Der unerlaubte Besucher hatte seine Freundin demzufolge im September kennengelernt, als er für mehrere Wochen als Dachdecker auf der Insel gearbeitet hatte. Seine Anträge, wieder einreisen zu dürfen, seien abgelehnt worden, erklärte er dem Gericht.

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10:15 Uhr

Lockdown-Sturm auf Innenstädte: Viele Geschäfte verlängern Öffnungszeiten

Die Innenstädte werden heute noch einmal richtig voll, denn der Countdown zum Lockdown läuft. Ab morgen muss das Gros der Läden bis zum 10. Januar schließen. Viele Geschäftsinhaber verlängern ihre Öffnungszeiten - so auch die Friseure. Einige Salons haben sogar fast durchgehend geöffnet.

09:47 Uhr

Umfrage: Was ist Ihr Lieblings-Weihnachtshit?

Alle Jahre wieder schafft es US-Sängerin Mariah Carey mit ihrem Weihnachtshit "All I Want For Christmas Is You" auf Platz 1 der US-Charts. Längst ist sie die Künstlerin mit den meisten Wochen an der Charts-Spitze: Mit 83 Wochen liegt sie weit vor Rihanna (60 Wochen) und den Beatles (59 Wochen), wie das Branchenmagazin "Billboard" berichtet, das auch die Charts veröffentlicht. Erstmals wurde das Lied von Carey 1994 auf ihrem Feiertagsalbum "Merry Christmas" veröffentlicht.

Doch es gibt auch andere Hits, die an den Feiertagen seit Jahrzehnten in Dauerschleife laufen. Was ist Ihr Favorit?

09:29 Uhr

Vize-Gouverneur bei Anschlag in Kabul getötet

Der stellvertretende Gouverneur der afghanischen Provinz Kabul, Mahboboullah Mohibi, ist bei einem Bombenanschlag getötet worden. Der Sprengsatz sei an seinem Fahrzeug befestigt gewesen, teilte das Innenministerium mit. Bei dem Attentat in der Hauptstadt Kabul kam demnach auch ein Mitarbeiter des Vize-Gouverneurs ums Leben. Zwei Leibwächter wurden verletzt. An einem anderen Ort der Hauptstadt erschossen Unbekannte einen Polizisten und verletzten einen weiteren, wie die Polizei mitteilte. Zu beiden Taten bekannte sich zunächst niemand.

09:09 Uhr

Spielende Katzen verursachen Küchenbrand

Katzen sind zu einigem fähig. Als meine Schwester vor ein paar Jahren für mehrere Tage im Urlaub war und ich ihre Katze füttern sollte, kam ich eines Nachmittags in die Wohnung und wunderte mich, dass es so warm in der Küche war. "Lotti" hatte es tatsächlich fertiggebracht, eine Herdplatte anzuschalten. Glücklicherweise befanden sich keine brennbaren Gegenstände in der Nähe, sodass keine Gefahr bestand.

Ein ähnlicher Vorfall in Zwickau ging dagegen tragisch aus. Dort haben zwei spielende Katzen beim Herumtollen in der Küche ihres Besitzers ein Cerankochfeld aktiviert und dadurch einen Wohnungsbrand ausgelöst. Der 33-jährige Katzenbesitzer hatte am Montagmittag seine Wohnung für Besorgungen verlassen und die Tiere in der Küche eingesperrt, wie die Polizei mitteilte. Wahrscheinlich hätten die Katzen das Kochfeld dann angestellt. Ein Plastikkorb und Zeitungen auf dem Herd fingen Feuer. Wegen mangelnder Sauerstoffzufuhr sprang der Brand zwar nicht auf die komplette Wohnung über - die beiden Tiere konnten allerdings nur noch tot geborgen werden. In der Wohnung entstand ein Sachschaden von rund 20.000 Euro.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:46 Uhr

Putin gratuliert Biden zum Wahlsieg

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Will mit dem neuen US-Präsidenten zusammenarbeiten: Wladimir Putin.

(Foto: dpa)

42 Tage nach der US-Präsidentschaftswahl sieht sich endlich auch Russlands Staatschef Wladimir Putin dazu bemüßigt, Joe Biden für seinen Wahlsieg zu gratulieren. Moskau sei "bereit zur Zusammenarbeit", hieß es in einer Erklärung des Kremls. Bidens Sieg war am Montagabend von den US-Wahlleuten im sogenannten "Electoral College" mit klarer Mehrheit bestätigt worden. Damit dürfte es aktuell eigentlich nur noch einen bedeutenden Staatsmann geben, der das Ergebnis des Votums nicht offiziell anerkennt: Wahlverlierer Donald Trump.

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08:27 Uhr

Großeinsatz im Norden wegen organisierter Kriminalität

In Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Bremen durchsucht die Polizei seit den frühen Morgenstunden mehrere Wohnungen. Die Maßnahmen stehen im Zusammenhang mit organisierter Kriminalität, wie die Polizei mitteilte. Insgesamt sollen knapp 40 Wohnungen durchsucht werden. Zu den genauen Hintergründen machte die Polizei bislang keine Angaben.

Wie der "Spiegel" berichtet, soll es bei dem Großeinsatz um eine mutmaßliche Bande von Kokain-Importeuren gehen. Demnach sollen rund 20 Haftbefehle vollstreckt werden. Dabei gehe es um ein großes kriminelles Netzwerk, das für den Import von circa zwei Tonnen Kokain via Schiff verantwortlich sein soll. Die Geschäfte gingen auf eine Kooperation mit südamerikanischen Drogenkartellen zurück. Schlüsselfigur ist dem Magazin zufolge ein 39-jähriger arbeitsloser IT-Spezialist.

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08:05 Uhr

Ein Toter bei Lawinenunglück in Österreich

Bei einem Lawinenunglück in Österreich ist ein Skitourengeher gestorben. Der 61-Jährige löste bei der Abfahrt ein Schneebrett aus, das ihn 400 Meter mitriss und verschüttete. Zwei Snowboarder, die ebenfalls auf der Skitour unterwegs waren, suchten den Lawinenkegel laut Polizeiangaben mit ihren Suchgeräten ab, fanden jedoch niemanden. Die alarmierte Bergrettung war mit 56 Einsatzkräften und sechs Lawinenhunden im Einsatz. Der Lawinenhund "Buddy" ortete den Verschütteten schließlich. Nach mehreren Stunden unter drei Metern Schnee konnte der Mann nur noch tot geborgen werden.

07:42 Uhr

Nazi-Alligator "Saturn" wird ausgestellt

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Blickte auf ein bewegtes Leben zurück: "Saturn".

(Foto: AP)

Im Mai dieses Jahres ist wohl einer der berühmtesten Alligatoren der Welt im stolzen Alter von 84 Jahren gestorben. Nun bekommt "Saturn" die Aufmerksamkeit, die ihm nach seinem bewegten Leben zusteht: Das ausgestopfte Tier wird im Moskauer Darwin-Museum ausgestellt.

Der Mississippi-Alligator wurde 1936 in den USA geboren und später in den Berliner Zoo gebracht. Während eines Bombenangriffs am 23. November 1943 brach er aus dem Zoo aus. 1946 fanden ihn britische Soldaten wieder und übergaben ihn den sowjetischen Behörden. Wo er sich in den drei Jahren dazwischen aufhielt, ist nach Angaben des Moskauer Zoos "ein Rätsel". Im Juli 1946 traf "Saturn" schließlich in Moskau ein. Damals kamen Gerüchte auf, er sei Teil von Adolf Hitlers persönlicher Sammlung gewesen.

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07:15 Uhr

Jill Biden soll auf Doktortitel verzichten - Empörung bei früheren First Ladys

Wenn bei einer Persönlichkeit auf der politischen Bühne der Doktortitel hinterfragt wird, geschieht das in Deutschland in der Regel im Zusammenhang mit einer Plagiatsaffäre. In den USA ist das anders. Dort fordert ein Kolumnist des "Wall Street Journal" die zukünftige First Lady, Dr. Jill Biden, dazu auf, auf die Anrede mit dem Doktortitel zu verzichten. Der Grund: Sie habe diesen Titel in Erziehungswissenschaften erworben und nicht in Medizin. Joseph Epstein nannte Jill Bidens Verwendung des Titels "betrügerisch" und "etwas komisch". Auch bezeichnete er die 69-Jährige herablassend als "kiddo" (etwa: "Kleine").

Der Artikel löste einige Empörung aus. Michelle Obama, die Ehefrau des früheren Präsidenten Barack Obama, bewertete die Kolumne als Beleg für die gesellschaftlichen Widerstände, auf die berufstätige Frauen immer noch stoßen. "Viel zu oft wird unseren Errungenschaften mit Skepsis und sogar Spott begegnet", schrieb Michelle Obama auf Instagram. Rückendeckung bekam Dr. Biden auch von der früheren Außenministerin, Ex-Präsidentschaftskandidatin und ehemaligen First Lady Hillary Clinton. Sie twitterte: "Ihr Name ist Dr. Jill Biden."

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07:01 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen,

für Joe Biden ist es nicht weniger als die Bestätigung, dass die "Flamme der Demokratie" auch in den von der Corona-Pandemie und Machtmissbrauch gezeichneten USA nicht ausgelöscht werden kann. Knapp sechs Wochen nach der US-Präsidentschaftswahl waren am Montag 538 Wahlleute in 50 US-Bundesstaaten und im Hauptstadtbezirk Washington zusammengekommen. Biden kam auf die nach den Ergebnissen vom 3. November erwarteten 306 Stimmen, Amtsinhaber Donald Trump auf 232. Die Schwelle für einen Wahlsieg liegt bei 270.

"In diesem Kampf um die Seele Amerikas hat die Demokratie gesiegt", so Biden. Nun sei es an der Zeit, die Gräben zu überwinden und zusammenzukommen. "Wie ich im Wahlkampf sagte, werde ich ein Präsident für alle Amerikaner sein. Ich werde genauso hart für diejenigen von Ihnen arbeiten, die nicht für mich gestimmt haben, wie für diejenigen, die für mich gestimmt haben."

Das wird heute wichtig:

  • Einen Tag vor Beginn des bundesweiten Lockdowns äußern sich Gesundheitsminister Jens Spahn und der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, zur "Corona-Lage vor Weihnachten". An der Pressekonferenz um 11.30 Uhr nehmen auch die Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, Alena Buyx, und die Virologin Sandra Ciesek teil.
  • Heute beginnt die kostenlose Verteilung von FFP2-Masken an Menschen aus Risikogruppen. Als Erstes sollen über 60-Jährige und Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen drei Masken gratis in der Apotheke bekommen.
  • Bei einem Treffen der EU-Landwirtschaftsminister sollen unter anderem die Fischfangquoten für die Nordsee für 2021 festgelegt werden. Da es bislang aber noch keine Einigung auf einen Handelspakt mit Großbritannien für die Zeit ab 2021 gibt, ist es kompliziert.
  • Die EU-Kommission stellt gegen 16 Uhr ein großes Digital-Paket vor, mit dem die Marktmacht von Digital-Konzernen wie Facebook oder Amazon begrenzt werden soll. Mit Vorschlägen für ein Gesetz über digitale Dienste und ein Gesetz über digitale Märkte will die Brüsseler Behörde für fairere Bedingungen im Netz sorgen.
  • Im Mordprozess gegen einen 47-jährigen Mann vor dem Essener Schwurgericht wird um 13 Uhr mit dem Urteil gerechnet. Der Angeklagte soll im Juni 2019 aus Eifersucht seine Freundin umgebracht haben. Die Leiche der damals 35-Jährigen ist bis heute nicht gefunden worden.
  • Edin Terzic muss gleich bei seinem Debüt als Cheftrainer von Borussia Dortmund liefern. Sein Team ist am Abend bei Werder Bremen zum Siegen verdammt. Zum Auftakt des zweiten Teils der Englischen Woche in der Fußball-Bundesliga stehen vier Partien auf dem Programm, fünf Spiele folgen am Mittwoch.

Mein Name ist Friederike Zörner. Ich begleite Sie bis zum frühen Nachmittag durch den "Tag". Bei Fragen und Anregungen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]nama.de

06:54 Uhr

Abends bleibt es länger hell - Tage trotzdem kürzer

Es ist noch nicht so richtig zu spüren, aber die Sonne geht ein paar Minuten später unter als noch vor ein paar Tagen. Noch werden die Tage aber kürzer und entsprechend verschiebt sich der Sonnenaufgang bis Ende Dezember noch nach hinten. In der Mitte Deutschlands sieht das am Beispiel Leinefelde (Thüringen, Eichsfeld) folgendermaßen aus:

  • In den vergangenen Tagen gab es bereits den frühesten Sonnenuntergang: gegen 16.09 Uhr.
  • Am 21. Dezember (Wintersonnenwende) geht die Sonne gegen 16.11 Uhr unter.
  • Am 31. Dezember ist der Sonnenuntergang 16.19 Uhr. Es sind zwar nur wenige Minuten, aber gerade denjenigen, die um diese Zeit Feierabend haben, kann es auffallen.
  • Dafür verschiebt sich der Sonnenaufgang noch bis Ende Dezember nach hinten, in Leinefelde in den letzten Dezembertagen auf 8.24 Uhr MEZ.
  • Ab Anfang Februar (Maria Lichtmess: 2. Februar) werden die Tage dann signifikant länger, nämlich um 3 bis 4 Minuten pro Tag, also pro Woche in etwa um 20 bis 25 Minuten.

Heute regnet es in den westlichen Landesteilen zum Teil länger anhaltend oder immer wieder. Thüringen, Sachsen-Anhalt und Vorpommern bekommen davon nur wenig ab. Von den Alpen bis zur Oder bleibt es sogar trocken mit einigen Auflockerungen. In Ostbayern, an der Donau und an den oberbayerischen Seen können sich zähe Nebelfelder halten, während sich direkt an den Alpen die Sonne für ein paar Stunden durchsetzt. Es ist mild bei bis zu 12 Grad im Freiburger und Stuttgarter Raum sowie im östlichen Ruhrgebiet. Bei zähem Nebel liegen die Höchstwerte an der Donau und in Ostbayern nur bei 2 Grad.

06:35 Uhr

Cher will Trump im Gefängnis sehen

Cher macht aus ihrem Herzen keine Mördergrube: "Ich hasse es, ihn Präsident nennen zu müssen. Alles, was er macht, ist, vor dem Fernseher zu sitzen." Gemeint ist natürlich Donald Trump. Im Interview mit dem "Guardian" ließ die US-Sängerin und Schauspielerin ordentlich Dampf ab: "Ich glaube, er kämpft gerade so sehr, weil er strafrechtlich verfolgt werden wird, wenn er aus dem Weißen Haus raus ist." Auf die Frage, ob sie sich vorstellen könnte, dass Trump im Gefängnis landet, sagte Cher: "Oh, ich hoffe doch. Ich werde herumtanzen." Die 74-Jährige ist als Trump-Gegnerin bekannt und kritisiert ihn häufig vor ihren rund 3,8 Millionen Twitter-Followern.

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06:13 Uhr

Mann pinkelt in Hamburg an Straßenrand und wird angeschossen

Ein Mann ist in Hamburg beim Pinkeln am Straßenrand aus einem fahrenden Auto heraus angeschossen worden. Der 26-Jährige urinierte am Montagabend gegen eine Hauswand oder einen Garten im Stadtteil Altona, als es zur Schussabgabe kam, teilte ein Polizeisprecher mit. Der Schütze konnte fliehen. Er saß mit mindestens einer weiteren Person in dem Auto. Im Stadtteil St. Pauli wurde später ein Wagen angehalten und eine Person in Zusammenhang mit dem Vorfall festgenommen, sagte der Sprecher. Der 26-Jährige wurde durch einen oder mehrere Schüsse im Beinbereich verletzt. Laut Polizei besteht für ihn keine Lebensgefahr.

06:02 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht