Freitag, 20. März 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:35 Uhr

Das war Freitag, der 20. März 2020

Liebe Leserinnen und Leser,

in Deutschland sind bereits fast 20.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Tendenz steigend. Als erstes Bundesland verhängt Bayern zweiwöchige Ausgangsbeschränkungen, sie treten bereits um Mitternacht in Kraft. Am Sonntag berät Kanzlerin Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder über die Notwendigkeit weiterer Schritte.

Hier finden Sie alle Daten und Fakten zum Coronavirus, der Artikel wird ständig aktualisiert.

Ich verabschiede mich in den Feierabend und wünsche Ihnen - trotz allem - ein schönes Wochenende.

22:10 Uhr

Supermärkte führen Öffnungszeiten für Risikogruppen ein

In Berlin rufen einige Supermärkt ihre Kunden dazu auf, morgens Menschen, die zu einer Corona-Riskogruppe angehören, den Vortritt zu lassen, berichtet der RBB. Einige Rewe-Filialen im Bezirk Spandau sollen demnach ab sofort von 7 bis 9 Uhr für Menschen über 60 und chronisch Kranke geöffnet sein. Alle anderen Kunden können dann zwischen 9 und 22 Uhr einkaufen. Die Maßnahme sei freiwillig, die meisten Kunden fänden die Idee aber sehr gut, um die besonders gefährdeten Menschen zu schützen, betont ein Marktleiter dem Bericht zufolge. 

21:27 Uhr

Fleischerei lockt Kunden mit Klopapier

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Dann mal schnell zum Metzger gehen.

(Foto: imago images/Kraft)

Die Corona-Krise macht erfinderisch. Um Kunden in diesen schwierigen Zeiten weiter zu locken, gibt es bei jedem Einkauf in einer Fleischerei im sächsischen Leutersdorf eine Rolle Klopapier gratis dazu. Dabei müssen die Kunden nicht zwingend ins Geschäft - die Fleischerei liefert auch aus, heißt es in einem Bericht der "Dresdner Neusten Nachrichten". Mit der Aktion will Sebastian Herzog, Inhaber des Ladens, zeigen, "dass es noch Klopapier gibt." Und "auch wir kleinen Geschäfte haben offen, nicht nur Supermärkte", sagte der Fleischer der "Bild".

20:41 Uhr

Behörde: In Corona-Zeiten Türklinken nicht ablecken

In Corona-Zeiten kümmert sich das Bezirksamt Neukölln in Berlin vorbildlich um seine Mitarbeiter. In einem Informationsschreiben erklärt die Behörde, wie man sich vor einer Ansteckung schützen kann. Eine Übertragung über Oberflächen (Türklinke, Haltegriff in der U-Bahn, Tischplatte) sei bei Einhaltung der üblichen Hygieneregeln ausgeschlossen, heißt es laut "B.Z." in dem Schreiben. Aber: "Das Ablecken solcher Oberflächen sollte jedoch nach Möglichkeit auf das absolut erforderliche Maß reduziert werden."

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19:57 Uhr

US-Fallzahlen steigen um 50 Prozent: Trump verbreitet Optimismus

In den USA ist die Zahl der erkannten Coronavirus-Infektionen innerhalb eines Tages um knapp 50 Prozent von 8317 auf 12.392 (Stand 13 Uhr) gestiegen. Trotzdem ist Präsident Trump zuversichtlich, dass die Vereinigten Staaten gestärkt aus der Krise hervorgehen werden. "Wir werden stärker, besser und größer daraus hervorgehen - in jeder Hinsicht", sagte er im Weißen Haus.

  • Zudem gebe es infolge von Erkrankungen weniger Tote als befürchtet, sagte Trump.
  • Nach dem Sieg über das Virus werde die US-Wirtschaft wieder "wie eine Rakete" abgehen, sagte Trump, der sich im November um eine Wiederwahl bemüht. "Ich glaube wirklich, wir werden stärker sein als je zuvor."
  • Trump versprach zudem Konjunkturprogramme, um die wirtschaftlichen Verwerfungen infolge der Epidemie zu stemmen.
  • Der US-Präsident erklärte auch, er sehe keinen Anlass für landesweite Ausgangsbeschränkungen.
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19:16 Uhr

Kosmetik statt Corona: Oliver Pocher teilt gegen Influencer aus

Dass vielen Jugendlichen der Ernst der momentanen Lage noch nicht bewusst war, wird bei dem "Berufsstand" der Influencer überdeutlich. Dieser Meinung jedenfalls ist Komiker Oliver Pocher, der in den vergangenen Tagen immer wieder gegen die Instagram- und Twitter-Stars austeilt.

Seit seine Frau Amira selbst zu den Personen zählt, die an dem Coronavirus erkrankt sind, scheint er es sich nun noch mehr zur Aufgabe gemacht zu haben, manch Infuencer oder Infuencerin den topgepflegten Kopf zu waschen, wie sein neuestes Video belegt.

Darin präsentiert er seine Top oder eher Flop-3 der größten Influencer, die offenbar den Schuss noch nicht gehört haben und lieber versuchen, ihren Followern Kosmetikprodukte anzudrehen, statt sie über die Risiken des Coronavirus aufzuklären.

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18:22 Uhr

Hansa-Rostock-Fans rufen zu "Hamsterkäufen" auf

Bevor Sie sich aufregen: Es geht nicht um Supermärkte. Die treuesten Fans des Fußball-Drittligisten Hansa Rostock rufen zu einer besonderen Form des Hamsterkaufs auf.

  • "Kauft bis Ostern den Online-Fanshop leer!", fordern die Fans in einer Stellungnahme. Der Verein hatte seine Fanshops angesichts der Corona-Pandemie schließen müssen.
  • Als weitere Hilfsmaßnahme für ihren Verein, der Einbußen bis in den Millionenbereich hinein befürchtet, sollen Hansa-Fans auf die Rückgabe von Jahres- und Tageskarten verzichten.
  • Der Aufruf geht auch über den Fußball hinaus: "Geht Blut spenden und rettet damit Leben!"
18:20 Uhr
Breaking News

Mehr als 600 Tote in Italien an einem Tag

In Italien sind nach offiziellen Angaben an einem Tag mehr als 600 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Das ist die höchste Zahl an Todesfällen in einem Land an nur einem Tag seit dem Beginn der Viruskrise.

17:45 Uhr
Breaking News

EU-Kommission kündigt Aussetzung der Defizitregeln an

Wegen der Corona-Krise will die EU-Kommission in einem nie dagewesenen Schritt die europäischen Regeln für Haushaltsdefizite der Mitgliedstaaten bis auf Weiteres aussetzen. Erstmalig aktiviere die Behörde "die allgemeine Ausweichklausel" im EU-Stabilitätspakt, sagt Kommissionspräsidentin von der Leyen.

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17:38 Uhr

Kirche erlässt Corona-Kranken ihre Sünden - unter diesen Bedingungen

Die katholische Kirche will allen mit dem Coronavirus infizierten Gläubigen die Sünden erlassen - wenn sie zuvor einige Bedingungen erfüllen. Laut dem von einem vatikanischen Gericht veröffentlichten Erlass müssen die Betroffenen unter anderem an einer Reihe von Online übertragenen Gottesdiensten oder an anderen Andachtsformen teilnehmen, um ihren "Geist völlig von der Sünde gelöst" zu haben.

  • Auch die Bibellektüre kann demnach Sünden streichen, wenn sie "mindestens eine halbe Stunde" umfasst.
  • Absolution erhalten auch alle Katholiken, die sich unter der Gefahr einer eigenen Ansteckung um Corona-Patienten kümmern, sowie solche, die ausgiebig für die Erkrankten und ein Ende der Pandemie beten.
  • Sterbende, die "im Laufe ihres Lebens regelmäßig einige Gebete gesprochen haben", werden ebenfalls von ihren Sünden freigesprochen, wenn sie dies wünschen.
16:53 Uhr

Mann hustet Polizisten ins Gesicht und landet im Gefängnis

"Ich habe das Coronavirus, und ihr jetzt auch", sagte ein Mann in den Niederlanden und hustete zwei Polizisten ins Gesicht. Die Beamten wollten den Mann kontrollieren, weil er mit seinem Auto zu schnell und in Schlangenlinien fuhr.

  • Wegen dieser Hust-Attacke ist er nun zu einer Haftstrafe von zehn Wochen verurteilt worden. Ein Richter sprach ihn in Den Haag für Bedrohung mit Tod oder schwerer Misshandlung für schuldig.
  • Der Richter wollte mit dem Urteil auch ein Zeichen setzen. Es sei besonders in der jetzigen Corona-Krise "verwerflich", dass der Mann Einsatzkräfte infizieren wollte. "Gerade jetzt verdienen unsere Hilfskräfte unseren Schutz", heißt es im Urteil.
  • Der 23-jährige Verurteilte ist nicht mit dem Virus infiziert.
16:08 Uhr

AfD-Vorstand erwartet Auflösung des "Flügels"

Die vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestufte Vereinigung "Flügel" soll sich nach dem Willen der AfD-Parteispitze auflösen. "Der Bundesvorstand erwartet als Ergebnis des morgigen "Flügel"-Treffens eine Erklärung darüber, dass sich der informelle Zusammenschluss "Flügel" bis zum 30.04.2020 auflöst", heißt es in einem Beschluss, den die Parteispitze heute verabschiedete. Der Beschluss fiel nach Angaben aus Parteikreisen mit elf Ja-Stimmen, einer Enthaltung und einer Nein-Stimme.

Zuvor hatte der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen vorgeschlagen, dass sich der "Flügel" bis zum Monatsende auflösen sollte.

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16:01 Uhr

Anschlagsversuch auf ICE-Strecke

In Hessen soll es einem Medienbericht zufolge einen Anschlagsversucht auf eine ICE-Strecke zwischen Köln und Frankfurt gegeben haben. Unbekannte sollen auf einer Brücke auf insgesamt rund 80 Metern der Strecke die Schienenschrauben gelöst haben, berichtet der "Spiegel".

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15:53 Uhr

Das ist das glücklichste Land der Welt

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Rentiere, Sauna und Nokia: Nicht nur das macht Finnen glücklich.

(Foto: imago images/Nordphoto)

Im dritten Jahr in Folge ist Finnland zum glücklichsten Land der Welt erklärt worden. Das geht aus einem von den Vereinten Nationen veröffentlichten Index hervor, der das Glücksbefinden in aller Welt misst.

  • Wie in den Jahren zuvor dominieren skandinavische Staaten sowie die Schweiz und Neuseeland die Top Ten des Weltglücksberichts.
  • Deutschland landet auf der 156 Länder umfassenden Liste wie im Vorjahr auf Platz 17.
  • Das Schlusslicht der Rangliste bilden Länder, die von gewaltsamen Konflikten und extremer Armut betroffen sind: Simbabwe, der Südsudan und Afghanistan.
  • Für die Erhebung im Auftrag der Vereinten Nationen wurden Einwohner der 156 Länder zu ihrer Lebensqualität befragt. Dabei werden verschiedene Indikatoren, wie das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf, soziale Unterstützung, die Erwartung an gesunden Lebensjahren, die Abwesenheit von Korruption und die Möglichkeit zu freien Entscheidungen zugrunde gelegt.
15:02 Uhr

Zwei Leichen in Sauna entdeckt

In einem Kleingarten im sächsischen Pirna hat die Polizei in einer Sauna zwei Tote entdeckt. Die Leichen eines Manns und einer Frau wurden am Vormittag gefunden, teilt die Polizei mit. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod der beiden feststellen. Woran sie starben, ist noch unklar. Die Polizei ermittelt.

14:30 Uhr

Schichtwechsel

Mein Kollege Michael Bauer verabschiedet sich in ins Wochenende, das er - ich bin mir fast sicher - zu Hause verbringen wird. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich bin noch bis zum späten Abend für Sie da. Ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

14:27 Uhr

Brasilien projiziert Hoffnungsbotschaft auf Christusstatue

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Die Christusstatue (Cristo Redentor) ist mit Flaggen der Länder beleuchtet, die derzeit vom neuen Coronavirus befallen sind.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die brasilianische Christusstatue ist in Solidarität mit den vom Coronavirus betroffenen Ländern mit Flaggen und Hoffnungsbotschaften angeleuchtet worden. Die berühmte Touristenattraktion sowie der Zuckerhut in Rio de Janeiro sind bereits geschlossen.

Sao Paulo und Rio de Janeiro haben zudem den Ausnahmezustand erklärt, den öffentlichen Verkehr reduziert und die Bevölkerung gewarnt, Vorsichtsmaßnahmen zu treffen und große Versammlungen zu vermeiden. Sport- und Kulturveranstaltungen wurden ebenfalls abgesagt und Unternehmen ermutigen Mitarbeiter, von zu Hause aus zu arbeiten.

13:47 Uhr

McDonald's-Mitarbeiter helfen bei Aldi Süd aus

Ungewöhnliche Partnerschaft: Mitarbeiter von McDonald's werden in den nächsten Wochen beim Discounter Aldi dabei helfen, den durch die Corona-Krise ausgelösten Kundenansturm zu bewältigen. Das kündigten die Unternehmen am Freitag in München an. Der Hintergrund: Wegen des eingeschränkten Restaurantbetriebs werden viele Beschäftigte des Hamburger-Imperiums derzeit nicht benötigt. Gleichzeitig sucht der Discounter händeringend Mitarbeiter für den Verkauf und das Auffüllen der Regale.

McDonalds-Mitarbeiter, die von dem eingeschränkten Betrieb durch die Corona-Krise betroffen seien und trotzdem ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellen wollten, würden im Zuge der Personalpartnerschaft gezielt an Aldi vermittelt, teilten die Unternehmen mit. Dort würden sie nach Bedarf eingesetzt und zu den bei Aldi üblichen Konditionen befristet eingestellt.

13:11 Uhr

Deutschland könnte wegen Corona Klimaschutzziel schaffen

Als Folge der Corona-Krise wird Deutschland sein Klimaschutz-Ziel für das Jahr 2020 nach Einschätzung der Denkfabrik Agora Energiewende sicher erreichen. Es könnten je nach Ausmaß der Krise nicht nur wie angestrebt 40 Prozent weniger Treibhausgase als 1990 ausgestoßen werden, sondern sogar bis zu 45 Prozent weniger, sagte Agora-Direktor Patrick Graichen. Zugleich mahnte er, dass Investitionen in klimafreundliche Technologien ausfallen könnten und das Coronavirus dann dem Klima längerfristig schade. Die Politik müsse gegensteuern und Wachstumspakete "grün" ausgestalten.

Es sei damit zu rechnen, dass im Verkehr und in der Industrie die Emissionen deutlich zurückgingen, erklärte Graichen. Die Menschen seien weniger mit dem Auto unterwegs, weil sie nicht mehr Reisen sollten oder dürften. Der individuelle Pkw-Verkehr macht rund 60 Prozent der Treibhausgas-Emissionen im deutschen Verkehr aus. Zudem seien im ersten Quartal 2020 schon rund 20 Millionen Tonnen CO2 in der Stromproduktion eingespart worden, weil es vergleichsweise warm und windig gewesen sei und der Gaspreis niedrig liege. Das setze besonders klimaschädliche Kohlekraftwerke unter Druck.

12:35 Uhr
Breaking News

Bayern kündigt Ausgangsbeschränkungen an

Bayern verhängt als erstes Bundesland Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus. Dies gelte ab Freitagnacht für vorläufig zwei Wochen, sagte Ministerpräsident Markus Söder. Es gebe trotz der bereits verhängten Maßnahmen nach wie vor noch sehr viele Gruppenbildungen. "Wir können das nicht mehr akzeptieren", sagte der CSU-Chef. Es gehe der Landesregierung aber nicht darum, jetzt alles zuzusperren und einen "Lagerkoller" zu verursachen. "Frische Luft tut gut", sagte Söder. Auch könne jeder nach wie vor zur Arbeit gehen, insofern dies notwendig sei und nicht von zu Hause aus gemacht werden könne.

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12:31 Uhr

Apple rationiert iPhones in der Corona-Krise

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Apple-Stores außerhalb Chinas sind aktuell geschlossen.

(Foto: imago images/Future Image)

Apple lässt nach wochenlangen Produktionsengpässen in China nur noch zwei iPhones eines Modells pro Bestellung in seinem Online-Store kaufen. Das heißt, Kunden bekommen seit heute eine Warnmeldung, wenn sie zum Beispiel drei Geräte des iPhone 11 Pro zu ihrem Warenkorb hinzufügen - bei zwei iPhone 11 Pro und einem iPhone 11 gibt es dagegen keine Probleme. Apple hatte bereits im Februar gewarnt, dass es wegen der Coronavirus-Krise zeitweise Engpässe bei den iPhone-Beständen geben könnte.

Die Fabriken der Apple-Fertiger wie Foxconn wurden nach den Ferien zum chinesischen Neujahrsfest wegen Reisebeschränkungen deutlich langsamer hochgefahren als geplant. Die Apple-Stores außerhalb Chinas sind bis auf Weiteres geschlossen und Kunden müssen auf den Online-Shop ausweichen. Die gut 40 Läden in China sind inzwischen wieder normal geöffnet.

11:59 Uhr

"Flake" findet Rammstein nicht zu alt für explosive Bühnenshow

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Rammstein und Feuerbälle - das gehört zusammen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Rammstein-Keyboarder Christian "Flake" Lorenz hält die Band noch für authentisch genug für ihre Bühnenshow. "Wir fragen uns bei jeder Tour: Sehen wir noch gut aus auf der Bühne? Können wir diese Musik noch verkörpern?", sagte der 53-Jährige der Wiener Wochenzeitung "Falter". Lorenz liefert die angesichts der Rammstein-Erfolge sehr bescheiden wirkende Antwort gleich mit: "Dann schauen wir Mitschnitte an und sagten bisher immer: 'Okay, kann man machen.'"

Lorenz, bei den von Fans umjubelten Bühnenshows stets als Gegenspieler von Rammstein-Sänger Till Lindemann inszeniert, findet Besuche von Auftritten anderer Bands problematisch.

11:34 Uhr

Radiosender spielen zeitgleich " You'll Never Walk Alone"

Radiosender quer durch Europa haben heute um 8.45 Uhr ein Zeichen in der Corona-Krise gesetzt: Sie spielten gleichzeitig den Song "You'll Never Walk Alone" der englischen Band Gerry and the Pacemakers. Die internationale Aktion sei ein Dankeschön an alle, die helfen, die Situation zu meistern, sagte WDR-2-Moderator Fabian Raphael. Beteiligt waren in Deutschland unter anderem die Wellen WDR 2, WDR 4, 1Live, SWR3, RBB Radio Eins, hr3, YOU FM, Deutschlandfunk Kultur, Bayern 2, Antenne Niedersachsen und BB Radio.

Die Kernidee: Der Song soll sich an alle richten, die unfassbar gute Arbeit im Gesundheitswesen leisten. Und an jene, die krank sind oder ihr Haus eine Weile nicht verlassen dürfen. Auch Rundfunkstationen in Großbritannien, Österreich, Spanien, Bulgarien, Belgien, der Slowakei und Rumänien waren an der Aktion beteiligt.

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11:00 Uhr

AfD wirft Abgeordneten Gedeon aus der Partei

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Da folgt auch schon die nächste Meldung aus dem Lager der Rechtspopulisten: Der wegen Antisemitismus-Vorwürfen in die Kritik geratene baden-württembergische Landtagsabgeordnete Wolfgang Gedeon muss die AfD verlassen. Das habe das Bundesschiedsgericht der Partei entschieden, teilte der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen in Berlin mit. Dass Gedeon nun wegen parteischädigenden Verhaltens aus der AfD ausgeschlossen werde, sei ein "so überfälliges wie richtiges und wichtiges Zeichen", sagte Meuthen. Es bedeute: "Es gibt keinen Platz für Antisemiten in der AfD."

Gedeon habe der Partei mit seinen "israelfeindlichen und antisemitischen Positionen über Jahre schweren Schaden zugefügt", betonte Meuthen. Das Parteiausschlussverfahren gegen Gedeon hatte der Bundesvorstand der Partei angestoßen. Der Abgeordnete könnte gegen den Rauswurf jetzt nur noch vor einem staatlichen Gericht klagen.

10:41 Uhr

AfD-"Flügel" nutzte offenbar schwarze Kasse

Der rechtsextreme "Flügel" der AfD beschäftigt weiterhin den Verfassungsschutz. Sie soll zur Abwicklung von Spenden eine schwarze Kasse benutzt haben. Das berichtete der "Spiegel" unter Berufung auf ein Gutachten des Bundesamts für Verfassungsschutz. Konkret gehe es um ein Konto bei der Deutschen Kreditbank, das nicht in der regulären Buchführung der Partei aufgetaucht sei.

Kontoinhaber war laut Verfassungsschutz der AfD-Bundestagsabgeordnete Frank Pasemann, wie der "Spiegel" weiter berichtet. Auf dem Konto sollen von Juni 2018 bis August 2019 Spenden für den "Flügel" eingegangen sein.

10:20 Uhr

Auch Youtube drosselt wegen Corona Video-Übertragung in Europa

Netflix legt vor, Youtube zieht nach: Wegen einer befürchteten Verstopfung des Internets durch Telearbeit und die verstärkte Nutzung von Unterhaltungsangeboten infolge der Corona-Krise verringert auch das Video-Portal die Übertragungsqualität in Europa. Wie die EU-Kommission mitteilte, teilte dies die Youtube-Mutter Google mit. Industrie-Kommissar Thierry Breton begrüßte das Vorgehen, um "das reibungslose Funktionieren des Internets während der Covid-19-Krise sicherzustellen".

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus erklären immer mehr EU-Länder Ausgangssperren. Millionen Menschen arbeiten bereits von zu Hause aus, Schüler werden über das Netz daheim online unterrichtet. Mangels Ausgehmöglichkeiten werden auch Filmangebote und Videospiel-Plattformen verstärkt genutzt.

09:53 Uhr

Droht uns die bundesweite Ausgangssperre?

Am Samstag müssen Sie sich am Riemen reißen, sonst droht eine Ausgangssperre. Denn das Verhalten der Bürger an diesem Wochenende wird nach den Worten von Kanzleramtschef Helge Braun maßgeblich darüber entscheiden, ob auch in Deutschland wegen der Coronakrise Ausgangssperren verhängt werden. "Wir werden uns das Verhalten der Bevölkerung an diesem Wochenende anschauen", sagte Braun dem "Spiegel". "Der Samstag ist ein entscheidender Tag, den haben wir besonders im Blick."

Wir wollen nun wissen, was Sie davon halten:

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09:25 Uhr

William Shatner verfasst Logbuch aus der Corona-Isolation

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So ganz abgeschlossen hat William Shatner mit seiner Rolle als Captain Kirk wohl doch noch nicht. Der Schauspieler hat die sozialen Medien genutzt, um "Star Trek"-Fans mit Logbuch-Einträgen zu versorgen, so wie sie es aus der Serie und den Filmen gewohnt sind. Der Grund für seine "Aufzeichnungen" ist seine Corona-Isolation.

Erst vor wenigen Wochen hatte Shatner auf Twitter unmissverständlich klargestellt, dass er nie wieder in die Rolle des Captain Kirk schlüpfen wird. Ein bisschen Spaß hat er nun trotzdem noch damit: "Logbuch des Captains: Sternzeit 1 der selbst auferlegten Isolation. Nachdem ich auf dem Planeten Zuhause angekommen war, wurde ich von den Abgesandten Espresso & Macchiato herzlich begrüßt. Ich freue mich auf meine geplante Pause von meinen normalen Pflichten. Kirk out", schrieb der Schauspieler an seine mehr als 2,5 Millionen Twitter-Follower. Espresso und Macchiato heißen Shatners Hunde.

08:52 Uhr

Elefanten plündern Weingut in China - und schlafen betrunken ein

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Ohhhhh ...

(Foto: facebook.com/Epicalyptic)

Während sich Menschen in Zeiten von Corona in Social Distancing üben, leben Tiere weiterhin ungebremst ihren Sozialdrang aus. Eine Gruppe von 14 Elefanten hat in einem Dorf in der chinesischen Provinz Yunan auf der Suche nach Nahrung ein Weingut gekapert. Dabei tranken sie auch 30 Liter Maiswein und wurden so betrunken, dass sie in einem nahe gelegenen Teegarten einschliefen. Ob die Elefanten mit Kater aufgewacht sind, ist nicht bekannt.

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Awwww ...

(Foto: facebook.com/Epicalyptic)

Korrektur: Diese Fotos sind zu schön, um echt zu sein. Tatsächlich sollen 14 Elefanten für Unruhe gesorgt haben, die Bilder stehen allerdings in keinem Zusammenhang mit den Vorkommnissen. Das berichtet "The Beijing News" unter Berufung auf die Propagandaabteilung des Parteikomitees des betroffenen Landkreises. Die Zeitung zeigt auch echte Bilder des Elefanten-Besuchs.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:18 Uhr

Polizei löst "Corona-Party" in Sachsen-Anhalt auf

Die Polizei hat eine sogenannte Corona-Party von Jugendlichen in Staßfurt in Sachsen-Anhalt aufgelöst. Die Jugendlichen seien zwischen 14 und 20 Jahre gewesen, sagte ein Sprecher der Polizei Salzlandkreis. Anwohner hätten die Beamten gerufen, weil ihnen eine größere Gruppe feiernder Jugendlicher auf einem Platz aufgefallen sei. Nach Polizeiangaben sangen die Jugendlichen sichtlich gut gelaunt "Corona, Corona". Als die Polizei eintraf, seien noch acht junge Menschen vor Ort gewesen. Nach Feststellung der Personalien und einer Belehrung hätten sich die Jugendlichen einsichtig gezeigt, so der Polizeisprecher.

07:44 Uhr

Betrieb von Ausflugsschiffen auf der Spree gestoppt

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Ausflugsschiffe in Berlin - dieses Bild wird es vorerst nicht mehr geben.

(Foto: picture alliance/dpa)

Keine Stadtrundfahrten mehr auf der Spree: Wegen der Coronakrise lassen viele Berliner Reedereien ihre Ausflugsschiffe nicht mehr ausfahren. Die Reedereien Spree- und Havelschiffahrt, Riedel, Stern und Kreisschiffahrt, Lüdicke und Bruno Winkler haben die Fahrten eingestellt, wie auf ihren Webseiten am Donnerstag zu lesen war.

Noch am Mittwoch waren vereinzelt Schiffe auf der Spree unterwegs gewesen: Das letzte Schiff der Reederei Hadynski sei um 16 Uhr gestartet, sagte Inhaber Dieter Hadynski. Zwei Gäste seien mitgefahren. Am Abend habe ihn die Wasserschutzpolizei angewiesen, den Betrieb vorerst einzustellen. "Ich hätte aber sowieso aufgehört", sagte Hadynski. Es kämen zu wenig Touristen nach Berlin.

07:37 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

ich hoffe Sie sind wohlauf und haben sich häuslich eingerichtet, denn das Coronavirus wird auch heute das (fast) alleinbestimmende Thema des Tages werden.

Was sonst noch auf der Agenda steht:

  • Der Bundesvorstand der AfD will in Berlin zusammenkommen, um über die Einstufung des "Flügels" als rechtsextremistische Gruppierung durch den Verfassungsschutz zu sprechen. Zuvor hatten mehrere Spitzenfunktionäre der Partei aus den westlichen Landesverbänden in internen Schreiben an die Bundesvorsitzenden Jörg Meuthen und Tino Chrupalla Maßnahmen gegen den "Flügel"-Gründer und Thüringer AfD-Chef Björn Höcke gefordert.
  • Das Bundesverfassungsgericht veröffentlicht um 9.30 Uhr eine für den Start des europäischen Einheitspatents zentrale Entscheidung. Die seit Langem angestrebte Reform des Patentwesens soll Unternehmen helfen, viel Zeit und Geld zu sparen. Das System kann aber erst starten, wenn auch das vorgesehene Einheitliche Patentgericht (EPG) eingerichtet ist.
  • Der komplette Stillstand der Produktion als Folge der Coronavirus-Krise überschattet die Bilanz beim Sportwagenbauer Porsche. Um 10.00 Uhr legt Vorstandschef Oliver Blume in Stuttgart die Zahlen für 2019 vor.

Alle weiteren wichtigen, wissenswerten und kuriosen Nachrichten liefert Ihnen "Der Tag" natürlich ebenfalls. Also: Bleiben Sie gesund und bleiben Sie zu Hause, wenn möglich.

07:17 Uhr

Bohlen adelt Silbereisen: Absolute Wunschbesetzung in DSDS-Jury

Nachdem Xavier Naidoo wegen eines Skandal-Videos aus der "Deutschland sucht den Superstar"-Jury geworfen wurde, steht der Ersatz-Juror fest: Florian Silbereisen. Und Urgestein Dieter Bohlen hat sich für den schlageraffinen neuen Jury-Mitstreiter stark gemacht. "Meine absolute Wunschbesetzung. Ich habe ein paar Tage dafür gekämpft, war wirklich auch gar nicht einfach." Auf Instagram erklärte Bohlen zudem, dass Silbereisen bis zum Finale in der Show bleibe.

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"50 Prozent der Kandidaten, die gerade bei "DSDS" sind, singen deutsche Schlager", so Bohlen weiter: "Florian kennt sich da mega aus in dem Bereich." Ab Samstag, den 21. März (20:15 Uhr) wird Silbereisen bis zum großen Live-Finale am 4. April 2020 in der Jury neben Bohlen, Pietro Lombardi und Oana Nechiti die Sänger und Sängerinnen bewerten.

06:45 Uhr

Liechtenstein sammelt Schnaps für Desinfektionsmittel

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"Leute! Wir haben ein Alkoholproblem!", schreibt der Liechtensteiner Regierungsrat Mauro Pedrazzini in einer Mail an seine Landesverwaltung. Darin fordert er außerdem auf, der Regierung Schnaps zu spenden, um daraus Desinfektionsmittel herstellen zu können.

Dabei soll natürlich vorwiegend der billige "Fusel" destilliert werden. "Wie das Zeug riechen wird, kann man noch nicht sagen, aber seinen Zweck wird es erfüllen: Es killt Viren", schreibt Pedrazzini. Im Fürstentum gibt es über 30 positive Corona-Fälle, Desinfektionsmittel sind längst ausverkauft. "Die Mitarbeiter haben sich beklagt, dass sie kein Desinfektionsmittel hätten", berichtet Pedrazzini der Schweizer Zeitung "Blick. Alle machen Versprechungen zu liefern, aber wenn man dann wirklich etwas braucht, hört man nichts mehr", sagt er.

06:12 Uhr

Ostseeinselbewohner schmuggeln Touristen in Privatwagen

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Fähre nach Fehmarn

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Einreise in touristische Urlaubsorte wie auf der Insel Fehmarn ist durch die Ausbreitung des Corona-Virus untersagt. Trotzdem bringen Vermieter Gäste mit ihrem Privatauto auf die Insel. Die Staatskanzlei Kiel bestätigte einen entsprechenden Hinweis gegenüber den "Kieler Nachrichten".

Am Sonntag hatten sich die Ministerpräsidenten von Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen darauf verständigt, ab Montag alle Inseln in der Nord- und Ostsee für Touristen zu sperren. Seit Montagmorgen dürfen keine Urlauber mehr auf die schleswig-holsteinischen Inseln. Die Landesregierung beschloss am Montag zudem weitere Beschränkungen für den Tourismus. Urlauber müssen ihre Unterkünfte am Mittwoch verlassen, die Hotels werden geschlossen.