Der Tag
25. August 2023
imageHeute mit Friederike Zörner und Robin Grützmacher
Zum Archiv
22:24 Uhr

Das war Freitag, der 25. August 2023

Liebe Leserinnen und Leser,

der Tag neigt sich dem Ende zu. Das Nachrichtengeschehen wird an dieser Stelle deswegen nochmals für Sie zusammengefasst.

Bereits den dritten Tag in Folge beschäftigt der wahrscheinliche Tod des Söldner-Führers Jewgeni Prigoschin die Welt. Nach wie vor sind entscheidende Fragen nicht geklärt. Und es ist ungewiss, ob sie überhaupt jemals beantwortet werden. Gab Russlands Präsident Wladimir Putin den Befehl zum Abschuss? Viele glauben das, doch beweisen lässt es sich derzeit wohl nicht.

Alle weiteren Entwicklungen aus dem Ukraine-Krieg finden Sie hier in unserem Liveticker.

Ich wünsche Ihnen eine erholsame Nacht!

Das war Freitag, der 25. August 2023
21:55 Uhr

IS-Anführer wohl bei Militäroperation getötet

Mosambiks Top-Terrorist Ibin Omar ist nach Angaben des Militärchefs des Landes, Joaquim Mangrasse, bei einer Militäroperation im Norden des Landes getötet worden. Omar galt seit 2017 als Anführer des IS-Ablegers in dem südostafrikanischen Land. Neben Omar seien noch weitere hochrangige Mitglieder der Terrormiliz getötet oder gefangen genommen worden. Die Regierung in Mosambik sieht den Tod Omars als Durchbruch im jahrelangen Kampf gegen den dschihadistischen Terror im Land. In der nördlichen Region Cabo Delgado an der Grenze zu Tansania kommt es seit mittlerweile sechs Jahren immer wieder zu Gewalt durch islamistische Terroristen.

IS-Anführer wohl bei Militäroperation getötet
21:21 Uhr

Zwölf Menschen sterben bei Massenpanik in Stadion

Bei einer Massenpanik im Nationalstadion von Madagaskar sind nach offiziellen Angaben zwölf Menschen getötet und etwa 80 verletzt worden. Elf der Verletzten befänden sich in kritischem Zustand, sagte Ministerpräsident Christian Ntsay. Die genaue Ursache der Massenpanik war zunächst unklar. Offenbar versuchten Sportfans in der Hauptstadt Antananarivo zur Eröffnungsfeier der Indian Ocean Island Games ins Mahamasina-Stadion zu gelangen. Dort starben 2019 bei einem ähnlichen Vorfall mindestens 15 Menschen.

Zwölf Menschen sterben bei Massenpanik in Stadion
20:54 Uhr

Militärjunta schmeißt französischen Botschafter raus

Die Militärjunta im Niger hat den französischen Botschafter Sylvain Itté des Landes verwiesen. In einer Mitteilung des nigrischen Außenministeriums hieß es, Itté habe 48 Stunden Zeit, das Land zu verlassen. Zuvor habe sich der Botschafter geweigert, einen Termin mit dem nigrischen Außenminister wahrzunehmen. Bei dem Treffen hätte sich der Botschafter zu den "Handlungen der französischen Regierung, die den Interessen des Nigers zuwiderlaufen", rechtfertigen sollen.

Zuvor hatte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron erneut die Junta im Niger scharf kritisiert und die Freilassung des gestürzten Präsidenten Mohamed Bazoum gefordert. Vor knapp einem Monat hatte die Präsidentengarde im Niger Bazoum mit einem Militärputsch abgesetzt.

Militärjunta schmeißt französischen Botschafter raus
20:22 Uhr

Anwalt: Ehe-Aus bei Julia Klöckner und ihrem Mann

Die CDU-Politikerin Julia Klöckner und Ralph Grieser beenden ihre Ehe. Anwalt Christian Schertz erklärte im Auftrag des Paares der Deutschen Presse-Agentur: "Die Beteiligten haben freundschaftlich und gemeinsam entschieden, die Ehe nicht weiterzuführen. Sie und die Familien werden weiter miteinander verbunden sein."

Anwalt Schertz teilte weiter mit: "Wir bitten indes, den Schutz der Privatsphäre der Beteiligten zu respektieren und auch von weiteren Anfragen Abstand zu nehmen." Die ehemalige Bundeslandwirtschaftsministerin (2018 bis 2021) Klöckner und Oldtimer-Händler Grieser hatten 2019 geheiratet.

Anwalt: Ehe-Aus bei Julia Klöckner und ihrem Mann
20:03 Uhr

Glücksspiel-Boss kehrt aus Exil zurück - und wird verhaftet

Der wegen zahlreicher Straftaten verdächtige bulgarische Glücksspiel-Boss Wassil Boschkow ist gleich nach seiner überraschenden freiwilligen Rückkehr aus dem Exil in Dubai am Flughafen Sofia verhaftet worden. Der im Jahr 2020 aus Bulgarien geflüchtete Oligarch wurde vorerst für 72 Stunden festgenommen, wie die Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt des Balkanstaats mitteilte. Vor seiner Flucht galt Boschkow, dem früher der Fußballclub Lewski Sofia gehörte, als der reichste Bulgare.

Der Anwalt des Glücksspiel-Bosses erläuterte vor Journalisten: "Seine Motive zurückzukehren sind, seinen Namen vor Gericht zu reinigen." Die Vorwürfe gegen den 67-Jährigen wiegen schwer: Unter anderem soll er eine organisierte kriminelle Gruppe geleitet haben und in Morde verwickelt sein. Auch Morddrohungen soll er ausgesprochen haben. Insgesamt wurden ihm 20 Straftaten zur Last gelegt, die in drei Gerichtsverfahren gruppiert sind.

Glücksspiel-Boss kehrt aus Exil zurück - und wird verhaftet
19:29 Uhr

"Zu hoher Preis" - Anti-Gender-Frontfrau schmeißt hin

Die Sprecherin der Hamburger Volksinitiative "Schluss mit Gendersprache in Verwaltung und Bildung", Sabine Mertens, hat ihr Amt mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Nach teils harten persönlichen Angriffen von außerhalb der Initiative ziehe sie sich aus gesundheitlichen Gründen zurück, erklärte sie in einer Mitteilung. "Sprache ist und bleibt eine Herzensangelegenheit für mich." Doch die Angriffe hätten enorme Auswirkungen auf ihre Gesundheit. "Ein zu hoher Preis für mich persönlich. Für die nächsten Etappen - Volksbegehren und schließlich Volksentscheid - braucht es frische Energie, deshalb gebe ich den Staffelstab weiter."

Mertens war in der Vergangenheit nicht nur kritisiert worden, sie hatte auch selbst ausgeteilt. So hatte sie Anfang Februar im "Hamburger Abendblatt" bezüglich des Genderns von "feministischer Propaganda" und "PR-Maßnahmen der LGBTQ-Bewegung" gesprochen und die Ansicht vertreten, "dass sich normalerweise Männer und Frauen zum anderen Geschlecht hingezogen fühlen". Außerdem erklärte sie: "Wenn wir jetzt alle schwul, lesbisch und trans werden sollen, dann ist die Evolution zu Ende." Nach scharfer Kritik von SPD, Grünen, Linken und der CDU entschuldigte sie sich dafür ein knappes halbes Jahr später.

"Zu hoher Preis" - Anti-Gender-Frontfrau schmeißt hin
18:54 Uhr

Achtjähriges Mädchen tot in heimischem Pool aufgefunden

Eine traurige Meldung aus Ostdeutschland: Ein acht Jahre altes Mädchen ist in Sondershausen in Thüringen in einem privaten Swimmingpool ertrunken. Das Unglück habe sich am vergangenen Dienstag ereignet, sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage. Das Kind sei bewusstlos in dem Pool gefunden worden, Wiederbelebungsmaßnahmen seien erfolglos geblieben. Zur Ursache gebe es bislang noch keine eindeutigen Hinweise, es liefen Ermittlungen. Zuvor hatte die "Thüringer Allgemeine" (online) berichtet.

Achtjähriges Mädchen tot in heimischem Pool aufgefunden
18:33 Uhr

Daniela Katzenberger: Runter mit den Kilos

Da haben sich die vielen schweißtreibenden Stunden im Fitnessstudio mehr als gelohnt: Daniela Katzenberger hat sieben Kilo abgespeckt. Das verrät die TV-Blondine in ihrer Instagram-Story und zeigt ihre Kurven in einem eng anliegenden, schwarzen Kleid. Stolz setzt sie sich vor einem Spiegel in Szene.

Dass sie an ihrem Körper arbeiten will, verriet sie bereits vor einigen Wochen. Zu einem Video aus dem Gym schrieb sie: "Mission: 'Fauler Sack wird fit' ist in Arbeit." Und die 36-Jährige scheint auch weiter motiviert zu sein. Auch heute lässt sie ihre Fans in einer Story wieder an einer Fitnesseinheit teilhaben.

Daniela Katzenberger: Runter mit den Kilos
17:57 Uhr

Kiloweise Gold in Zug vergessen - Schatz wird gespendet

Ein vor dreieinhalb Jahren unter ungeklärten Umständen in einem Schweizer Zug zurückgelassener Goldschatz kommt laut einer Justizentscheidung dem Roten Kreuz zugute. Wie die Staatsanwaltschaft von Luzern mitteilte, hatte ein Zugbegleiter im Oktober 2019 im Zug zwischen St. Gallen und Luzern ein Paket mit 120 Goldbarren im Gesamtgewicht von 3,7 Kilo gefunden. Trotz umfangreicher Ermittlungen konnte der Besitzer des Goldschatzes nicht aufgespürt werden.

Das Paket trug unter anderem die Aufschrift "IKRK Wertsendung" - offensichtlich war damit das Internationale Komitee vom Roten Kreuz mit Sitz in Genf gemeint. "Da das Paket an das IKRK adressiert war, kann davon ausgegangen werden, dass der unbekannte Besitzer das Gold dieser Organisation übergeben wollte", erklärte die Staatsanwaltschaft. Dies werde nun umgesetzt. Den genauen Wert des Goldfunds nannte die Ermittlungsbehörde nicht. Gold in Barrenform wird derzeit für rund 55.000 Euro pro Kilo gehandelt.

Kiloweise Gold in Zug vergessen - Schatz wird gespendet
17:19 Uhr

Nicht jugendfreie Chips lösen Großeinsatz an Schule aus

Haben Sie schon mal Chips gesehen, die erst ab 18 Jahren freigegeben sind? Ich nicht, aber es scheint sie zu geben.

Der Verzehr besonders scharfer Chips durch Schüler der fünften Klasse hat nämlich in Euskirchen bei Köln einen medizinischen Großeinsatz ausgelöst. Notärzte und Polizisten rückten an. Ursache sei eine "Hot Chip Challenge" von Fünftklässlern gewesen, teilte die Polizei mit. Die scharfen Maistortilla-Chips seien erst ab 18 Jahren freigegeben, von zwei neun und elf Jahre alten Schülern jedoch aus einem nahegelegenen Kiosk entwendet worden.

"Diese Chips sind scheinbar sehr, sehr stark gewürzt und extrem scharf", warnte die Schulleitung nach dem Vorfall auf ihrer Website. Der behandelnde Notarzt habe gesagt, dass der Verzehr besonders für Kinder sehr gefährlich sein könne. Wenn das Pulver der Chips in die Augen komme, könnten diese geschädigt werden. Glücklicherweise sei aber in diesem Fall nichts Schlimmes passiert. Die meisten Kinder seien mit dem Schrecken davongekommen. Einige wenige hätten wegen Magenschmerzen behandelt werden müssen. Nach Angaben der Polizei wurden auch Haut- und Atemwegsreizungen erstversorgt.

Nicht jugendfreie Chips lösen Großeinsatz an Schule aus
16:56 Uhr

Kollabierender Schornstein rammt Bauarbeiter von Dach

Weltweit ereignen sich die erstaunlichsten Dinge. ntv fasst außergewöhnliche Geschichten für Sie zusammen. Dieses Mal feiert eine Gruppe Bären eine Gartenparty, hat ein Handwerker Glück im Unglück und sorgt eine Auto-Klimaanlage Marke Eigenbau für Hingucker:

Kollabierender Schornstein rammt Bauarbeiter von Dach
16:16 Uhr

Riesen-Aufregung um Grab von Dirk Bach

Hella von Sinnen hat sich entsetzt über den Diebstahl der von ihr gestifteten rosa Bank auf dem Grab von Dirk Bach geäußert. "Ich bin traurig und auch sprachlos", sagte die Moderatorin und Komikerin in Köln. "Ich kann nur sagen, dass diese Bank zehn Jahre friedlich und unbehelligt unter einem riesigen Baum stand. Aber durch dieses ganze Affentheater ist da nun ein Riesenfokus drauf gekommen, und nun ist sie weg."

Die Kölner Friedhofsverwaltung hatte in diesem Monat angekündigt, die Bank nebst anderen "wilden Bänken" auf dem denkmalgeschützten Friedhof Melaten entfernen zu wollen. Dies sollte aber erst ab 8. September geschehen. Eine Sprecherin der Stadt stellte klar, dass die Friedhofsverwaltung nichts mit dem Verschwinden der Bank zu tun habe. Die Polizei hat nach Angaben eines Sprechers von Amts wegen Ermittlungen wegen des Verdachts einer Straftat aufgenommen.

Hella von Sinnen hat noch eine geringe Hoffnung, dass dahinter Fans steckten, die die Bank retten wollten. "Wenn es Faschisten gewesen wären, hätten sie vielleicht noch ein Hakenkreuz an einen Baum gepinselt." Vielleicht stehe die Bank auch plötzlich in der nächsten Sendung von Jan Böhmermann im Fernsehstudio. "So versuche ich mir ein bisschen einzureden, dass der Dirk das jetzt langsam auch komisch finden würde. Denn sonst kommt man emotional ja auch gar nicht zur Ruhe."

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Fehlt mittlerweile: Die Bank an Dirk Bachs Grab. (Foto: picture alliance / Flashpic)
Riesen-Aufregung um Grab von Dirk Bach
15:46 Uhr

Frankreich vernichtet Massen an Wein - und zahlt

Echte Weinliebhaber müssen jetzt stark sein: Die französische Regierung hat die Vernichtung von überschüssigem Wein für 200 Millionen Euro angekündigt!

Frankreich werde einen zu diesem Zweck bereitgestellten EU-Fonds von 160 Millionen Euro um 40 Millionen Euro aufstocken, sagte Landwirtschaftsminister Marc Fesneau. Die Nachfrage nach Wein war stark zurückgegangen, was zu einer massiven Überproduktion führte. Die Weinvernichtung soll nun die Preise stabilisieren und französische Weinbauern retten.

"Wir produzieren zu viel, und der Verkaufspreis liegt unter dem Produktionspreis, sodass wir Geld verlieren", sagte Jean-Philippe Granier vom Verband der Weinerzeuger der Region Languedoc. Auch in der Produktionsregion der Bordeaux-Weine steckt nach Angaben des örtlichen Winzerverbandes jeder dritte Betrieb in finanziellen Schwierigkeiten. Langfristig ist schon länger sowohl ein Trend zu geringerem Alkoholkonsum als auch zu Konsumverschiebungen hin zu mehr Bier zu beobachten. Die Weinbranche litt außerdem besonders stark unter der Corona-Pandemie und den großflächigen Schließungen im Gastronomie-Bereich.

Frankreich vernichtet Massen an Wein - und zahlt
15:10 Uhr

Gewaltiger Felssturz geht auf Landstraße nieder

Im tibetischen Hochland kommt es zu einem gewaltigen Felssturz, der auf eine Landstraße niedergeht. Aufnahmen aus dem Inneren eines Wagens zeigen das Ausmaß des Abgangs. Einige fahren bis auf wenige Meter an die Stelle heran:

Gewaltiger Felssturz geht auf Landstraße nieder
14:48 Uhr

Kinder finden Granate - Sprengung vor Ort

Das war bestimmt ein riesengroßer Schreck: Spielende Kinder haben in Schwaben im Bachbett der Iller eine verrostete Granate gefunden. Nach dem Fund im Gemeindegebiet von Burgberg im Allgäu (Landkreis Oberallgäu) rückte ein Sprengkommando der Polizei an und sprengte das Geschoss an Ort und Stelle. Der Bereich um den Fundort war kurzzeitig gesperrt. Laut Polizei waren auch Drohnen mit Wärmebildkameras im Einsatz, um sicherzustellen, dass sich keine Menschen mehr vor Ort befinden.

Kinder finden Granate - Sprengung vor Ort
14:23 Uhr

Bundesland schafft Mindestabstand von Windrädern zu Wohngebieten ab

Der nordrhein-westfälische Landtag hat mit breiter Mehrheit den pauschalen 1000-Meter-Mindestabstand von Windenergieanlagen zu Wohnsiedlungen abgeschafft. Damit dürfen im bevölkerungsreichsten Bundesland Windräder künftig unter strengen Voraussetzungen näher an Wohnhäuser heranrücken.

NRW ist nach einer Übersicht des Bundesverbandes Windenergie e.V. (BWE) damit künftig neben dem Saarland und Sachsen-Anhalt eines der wenigen Bundesländer, die keine pauschalen Abstandsvorgaben mehr haben. In fast allen Ländern gibt es noch Abstandsvorgaben oder -empfehlungen von wenigen Hundert bis zu 1000 Metern. Wegen strenger Vorschriften - etwa zum Lärmschutz - werden Windanlagen nach Einschätzung des Landesverbands Erneuerbare Energien (LEE) aber auch in NRW künftig in der Regel mehrere Hundert Meter von Wohnbebauungen entfernt stehen.

Bundesland schafft Mindestabstand von Windrädern zu Wohngebieten ab
14:00 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

ich heiße Robin Grützmacher und habe meine Kollegin Friederike Zörner an dieser Stelle abgelöst. Nun wollen wir mal sehen, was der Nachmittag so an Nachrichten bringt. Bei Anregungen, Fragen oder Kritik schreiben Sie mir gerne an: robin.gruetzmacher@ntv.de

Ich wünsche Ihnen einen guten Start ins Wochenende!

Schichtwechsel
13:55 Uhr

Spenderniere steht bereit, Patientin nicht erreicht - Polizeieinsatz

Es gibt aus meiner Sicht nur wenige Anlässe, die ein Aufwecken mitten in der Nacht rechtfertigen. Einige davon (das Kind hat einen Albtraum, der Hund muss sich übergeben ...) sind legitim, aber nicht schön. Der Grund, weshalb eine Frau im rheinland-pfälzischen Linz aus dem Schlaf gerissen wurde, zählt aber eindeutig zu den besonders schönen. Wie die Polizei mitteilt, war für die nierenkranke Frau eine passende Spenderniere gefunden worden. Der zuständige Arzt einer Kölner Fachklinik konnte die Frau allerdings telefonisch nicht erreichen. Angesichts der drängenden Eile bat er kurzerhand die Polizei um Unterstützung. Die Beamten trafen die Frau zu Hause an und überbrachten die gute Nachricht. Nicht nur die Frau sei überglücklich gewesen, "es war auch ein schöner Einsatz für die Polizei", hieß es.

Spenderniere steht bereit, Patientin nicht erreicht - Polizeieinsatz
13:29 Uhr

Unfallautos in Motorradgruppe geschleudert - mehrere Verletzte

Bei einem Unfall mit zwei Autos und einer Motorradgruppe in Oberbayern sind laut Polizei mehrere Menschen teils schwerst verletzt worden. Nach ersten Erkenntnissen seien am Vormittag zwei Autos auf der Bundesstraße 17 in Schongau zusammengestoßen, teilte die Polizei mit. Einer oder beide Wagen seien daraufhin in eine Gruppe von Motorradfahrern geschleudert worden. Die genaue Zahl der Verletzten und die Schwere der Verletzungen ist bislang unklar. Laut Polizei sind mehrere Rettungshubschrauber und bis zu 30 Rettungsfahrzeuge im Einsatz. Die B17 wurde in beide Richtungen gesperrt.

Unfallautos in Motorradgruppe geschleudert - mehrere Verletzte
13:03 Uhr

USA kritisieren "hetzerische Äußerungen" von Israels Polizeiminister

Mit deutlichen Worten haben die USA Aussagen des israelischen Polizeiministers Itamar Ben-Gvir kritisiert. "Wir verurteilen die hetzerischen Äußerungen von Minister Ben-Gvir aufs Schärfste", teilte ein Sprecher des US-Außenministeriums mehreren israelischen Medien mit. Die "Times of Israel" zitiert Washington mit den Worten: "Wir verurteilen jegliche rassistische Rhetorik." Israelis und Palästinenser verdienten "das gleiche Maß an Freiheit und Sicherheit".

Zuvor hatte der rechtsextreme Minister mit einer Aussage zur Bewegungsfreiheit von Palästinensern im besetzten Westjordanland Empörung ausgelöst. "Mein Recht, das Recht meiner Frau und meiner Kinder, sich in Judäa und Samaria (Westjordanland) zu bewegen, ist wichtiger als die Bewegungsfreiheit der Araber", sagte er in einem Fernsehinterview. Anschließend wandte er sich an den arabisch-israelischen Journalisten Mohammad Magadli im Raum und sagte: "Sorry Mohammad, aber das ist die Realität, mein Recht auf Leben hat Vorrang vor Ihrem Recht auf Bewegungsfreiheit". Ben-Gvir lebt mit seiner Familie in einer israelischen Siedlung nahe der palästinensischen Stadt Hebron. Hintergrund seiner Aussagen waren Forderungen nach härteren Beschränkungen für Palästinenser nach mehreren tödlichen Anschlägen auf Israelis im Westjordanland. Mitglieder der rechtsreligiösen Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu forderten etwa, Straßen noch strenger zu kontrollieren.

USA kritisieren "hetzerische Äußerungen" von Israels Polizeiminister
12:42 Uhr

Nach Kuss-Skandal: Spaniens Verbandschef Rubiales lehnt Rücktritt ab

Jetzt also doch nicht: Der spanische Verbandspräsident Luis Rubiales hat nach dem Kuss-Eklat bei der WM der Fußballerinnen einen Rücktritt abgelehnt. "Ich trete nicht zurück. Ich werde kämpfen bis zum Ende", sagte der 46-Jährige bei einer außerordentlichen Generalversammlung des spanischen Verbandes RFEF. Er sehe sich als Opfer. "Hier geht es nicht um Gerechtigkeit, sondern um eine soziale Hinrichtung", sagte Rubiales.

Der Funktionär hatte am Sonntag bei der Siegerehrung der spanischen Fußball-Weltmeisterinnen in Australien die Spielerin Jennifer Hermoso ungefragt auf den Mund geküsst. Anschließend hatte es scharfe Kritik und Empörung gegeben, der Weltverband FIFA hatte ein Disziplinarverfahren eingeleitet.

Nach Kuss-Skandal: Spaniens Verbandschef Rubiales lehnt Rücktritt ab
12:21 Uhr

Schon wieder deutsche Mallorca-Urlauberin beim Baden gestorben

Es ist bereits der dritte tödliche Badeunfall auf Mallorca in dieser Woche: Eine deutsche Urlauberin ist beim Baden am Donnerstagnachmittag wegen eines Herzstillstands zusammengebrochen und gestorben, teilte die Polizei mit. Alle Wiederbelebungsversuche seien erfolglos geblieben. Das Unglück habe sich gegen 17 Uhr vor dem Strand von Cala Millor ereignet, einer bei deutschen Familien beliebten Gegend im Osten Mallorcas. Die 75-Jährige soll zehn Meter vom Ufer entfernt im Wasser gewesen sein, als sie zusammenbrach. Rettungsschwimmer hätten sie an Land gebracht.

Ebenfalls am Donnerstag hatte eine Französin am Strand vor dem Ballermann einen Herzstillstand erlitten. Am Mittwoch barg die Polizei die Leiche einer 60-jährigen Deutschen aus dem Hafen von Port Adriano im Südwesten der Insel. Spanien leidet seit dem vergangenen Wochenende unter der schon vierten Hitzewelle dieses Sommers. Auf Mallorca wurden am Donnerstag im Landesinneren bis zu 39 Grad gemessen. An den Küsten war es mit rund 34 Grad etwas weniger heiß.

Schon wieder deutsche Mallorca-Urlauberin beim Baden gestorben
11:56 Uhr

Zwei weitere Leichen in brennenden Wäldern von Dadia entdeckt

19 Migranten sind bereits qualvoll verbrannt, nun wurden infolge der verheerenden Waldbrände im Nordosten Griechenlands zwei weitere Leichen geborgen. Wie der griechische Rundfunk (ERT) unter Berufung auf die Polizei berichtete, wurden die sterblichen Überreste der Menschen zur gerichtsmedizinischen Untersuchung in die nahe gelegene Hafenstadt Alexandroupolis gebracht. Einer der Körper sei verbrannt, der andere habe womöglich schon länger in dem Waldgebiet gelegen - der Körper weise bereits Verwesungsspuren auf, hieß es. Es wird vermutet, dass es sich bei dem verbrannten Opfer um einen Migranten handelt.

Zwei weitere Leichen in brennenden Wäldern von Dadia entdeckt
11:28 Uhr

Frau bringt in Leipzig Glas mit Zyankali zu Polizeiwache

Eine Frau ist in Leipzig mit einem mit weißem Pulver gefüllten Glas auf einer Polizeiwache erschienen. Die Substanz entpuppte sich als Zyankali, wie die Polizei in der sächsischen Stadt berichtete. Die Frau hatte die Substanz demnach in der Firma ihres verstorbenen Ehemanns gefunden. Erst später stellte sich heraus, dass es sich um Kaliumcyanid, auch bekannt als Zyankali, handelte. Kräfte der Feuerwehr entsorgten den Gefahrenstoff fachmännisch. Verletzt wurde niemand.

Frau bringt in Leipzig Glas mit Zyankali zu Polizeiwache
11:06 Uhr

Klimaaktivisten protestieren in Pinguinkostümen auf Sylt

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Die Aktivistinnen und Aktivisten lehnen Privatflüge nach Sylt ab. (Foto: dpa)

Die Strecke Hamburg-Sylt ist eine der meistbeflogenen Privatjet-Strecken Deutschlands. Der Klima-Gruppe "Am Boden bleiben" ist das ein Dorn im Auge. Mit einer Aktion versuchte sie am Morgen auf Sylt "ein Zeichen gegen die extreme Ungerechtigkeit von Privatjets und Flugverkehr" zu setzen. Dafür wollten sie den Eingang zum Privatflugterminal besetzen und mit Fahrrädern über die Rollbahn fahren, hieß es in einer Mitteilung.

Doch dazu kam es nicht. Zwar gelangten einige der Aktivisten, die in Pinguinkostüme gekleidet waren, auf das Gelände des Flughafens. Wie viele von den 15 Beteiligten es schafften, konnte eine Polizeisprecherin in Flensburg nicht sagen. Flughafenmitarbeiter waren allerdings schnell an Ort und Stelle und hinderten mehrere Aktivisten daran, über einen Zaun auf das Flughafengelände zu klettern. Sie schafften es aber noch, Plakate und Schilder hochzuhalten. Darauf stand unter anderem "Flugzeuge zu Altmetall."

Klimaaktivisten protestieren in Pinguinkostümen auf Sylt
10:43 Uhr

Unbekannte stehlen Bronzeskulptur aus Kölner Galerie

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Die Skulptur trägt die Signatur Tolla13/25. (Foto: Polizeipräsidium Köln)

Unbekannte haben aus einer Galerie mitten in der Kölner Fußgängerzone eine markante Bronzeskulptur gestohlen. Die Skulptur habe auf der Verkaufsfläche unmittelbar hinter der offenstehenden Eingangstür zu der stark frequentierten Einkaufsstraße gestanden, teilte die Polizei mit. Die gestohlene rund 1,80 Meter hohe und filigrane Skulptur der israelischen Künstlerin Tolla stellt zwei an einem Seil kletternde Menschen dar. Trotz des Gewichts könnte das Kunstwerk von einer Person getragen worden sein, hieß es. Der Diebstahl ereignete sich bereits am 5. August. Die Polizei sucht nach Zeugen des Diebstahls.

Unbekannte stehlen Bronzeskulptur aus Kölner Galerie
10:11 Uhr

Nur 98 Kilo? Trumps Gewichtsangabe im Gefängnis wirft Fragen auf

Und nochmal Donald Trump (ich habe Sie ja vorgewarnt, dass er heute die Schlagzeilen bestimmen wird): Der frühere US-Präsident hat offenbar einen stattlichen Gewichtsverlust hinter sich. Wie die "Washington Post" berichtet, wurden bei seiner "Stippvisite" im Gefängnis Fulton County in Atlanta lediglich 215 Pfund (knapp 98 Kilogramm) als Gewicht für ihn registriert, bei einer Körpergröße von 1,91 Meter. Das wäre ein Verlust von rund 30 Pfund (mehr als 13 Kilo) im Vergleich zu seiner letztmaligen Untersuchung im Weißen Haus.

Doch wie die Zeitung weiter schreibt, deuten auch die Gefängnis-Unterlagen seiner Mitangeklagten, die in dieser Woche bereits einsehbar waren, darauf hin, dass die Zahlen Trumps nicht zuverlässig sind. So wurden für dessen früheren Anwalt Rudy Giuliani zunächst 1,75 Meter und 82 Kilo aufgeschrieben. Später sei dies kommentarlos auf 1,80 Meter und 104 Kilo geändert worden. Eine Person, die Giuliani zu seiner Verhaftung begleitete und anonym bleiben wollte, sagte der "Washington Post", sie könne sich nicht daran erinnern, dass jemand den ehemaligen New Yorker Bürgermeister nach seiner Größe oder seinem Gewicht gefragt habe noch sei er gebeten worden, auf eine Waage zu treten. Dem Bericht zufolge ist auf den bisher veröffentlichten Fahndungsfotos auch kein Maßstab an der Wand hinter dem Angeklagten zu sehen, der seine Körpergröße anzeigen würde. In einigen Gerichtsbarkeiten ist das eigentlich üblich. Woher die Behörden in Georgia die Angaben also haben, ist nicht übermittelt. Weder das Gefängnis noch das Trump-Team gaben dazu ein Statement ab.

Nur 98 Kilo? Trumps Gewichtsangabe im Gefängnis wirft Fragen auf
09:41 Uhr

Ex-Geschäftsführer der Parkinson-Vereinigung soll über Jahre Gelder veruntreut haben

Diese Vorwürfe haben es in sich: Der frühere Geschäftsführer der Deutschen Parkinson Vereinigung (DPV), Friedrich-Wilhelm Mehrhoff, soll jahrelang Gelder in einer Gesamthöhe von mehr als 1,8 Millionen Euro veruntreut haben. Das berichten NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung". Demnach soll Mehrhoff vor allem Geld aus Erbschaften heimlich auf ein Schattenkonto geleitet und dann über Jahre hinweg abgehoben haben.

Die DPV ist eine der größten Selbsthilfeorganisationen in Deutschland. Es gebe keine Anhaltspunkte, dass das von Mehrhoff abgehobene Bargeld für die Zwecke der DPV verwendet wurde, hieß es in dem Bericht. Das Rechercheteam konnte demnach auch Belege einsehen, auf die sich der Verdacht der DPV stützt. Der Ex-Geschäftsführer habe auf eine Anfrage der Medien bislang nicht reagiert. Er ist den Angaben zufolge seit Juni im Ruhestand. Die Unregelmäßigkeiten sollen laut dem Rechercheverbund dem neuen DPV-Vorstand aufgefallen sein und wurden durch eine externe Rechtsanwaltskanzlei untersucht. Der DPV-Vorstand habe erklärt, Strafanzeige stellen zu wollen.

Ex-Geschäftsführer der Parkinson-Vereinigung soll über Jahre Gelder veruntreut haben
09:20 Uhr

Mugshot auf T-Shirts: Trump vermarktet sein Polizeifoto bereits

Was anderen Menschen vermutlich mehr als unangenehm wäre, schlachtet Donald Trump so gut es geht öffentlichkeitswirksam aus. Und auch finanziell versucht der frühere Präsident und Vierfach-Angeklagte von seinem historischen Polizeifoto zu profitieren. Nur gut eine Stunde, nachdem die Behörden im US-Bundesstaat Georgia das grimmige Porträt des Republikaners veröffentlicht hatten, ist das Foto bereits auf T-Shirts auf einer Kampagnenseite des Ex-Präsidenten erhältlich, berichtet der "Spiegel". Per Mail werbe das Wahlkampfteam Trumps demnach um Unterstützung und verspricht das angeblich "kostenfreie" Shirt als Dankeschön. Wer mindestens 47 US-Dollar, umgerechnet knapp 44 Euro, spende, erhalte das T-Shirt als Geschenk. Darauf ist neben dem "Mugshot" von Trump auch der Spruch "Never Surrender!" (auf Deutsch: "Niemals aufgeben!") zu lesen. Regulär im Onlineshop wird das Shirt in verschiedenen Variationen für 34 US-Dollar (rund 32 Euro) ebenfalls angeboten. Außerdem gibt es bereits Tassen und Sticker fürs Auto zu kaufen.

Mugshot auf T-Shirts: Trump vermarktet sein Polizeifoto bereits
08:45 Uhr

Zeltlager nach Unwetter geräumt - 300 Menschen am Bodensee evakuiert

Nach heftigen Unwettern ist ein Zeltlager in Friedrichshafen am Bodensee geräumt worden. Rund 300 Menschen mussten die Nacht in einer Turnhalle verbringen, wie ein Polizeisprecher sagte. Es gab keine Verletzten. Auch in Lindau mussten rund 900 Menschen einen Camping-Platz verlassen, nachdem dort Bäume umgestürzt waren. Sechs Menschen wurden nach Polizeiangaben verletzt, eine Person schwer.

Und auch heute wird es in Teilen Deutschlands ungemütlich. Wie das Wetterteam von RTL/ntv meldet, gibt es aktuell im Westen und am Alpenrand, später verbreitet teils kräftige Schauer und Gewitter. Örtlich herrscht Unwettergefahr durch Starkregen, Hagel und Sturmböen. Im Süden und Osten ist es dazu nochmal schwülwarm bis heiß (bis 32 Grad), im Westen und Nordwesten bereits kühler, 20 bis 26 Grad.

Zeltlager nach Unwetter geräumt - 300 Menschen am Bodensee evakuiert
08:23 Uhr

Sie nannte Präsident al-Sisi einen "Mörder": Vater von Deutsch-Ägypterin festgenommen

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Fagr Eladly setzt sich aktuell in Kairo für die Freilassung ihres Vaters ein. (Foto: dpa)

Fagr Eladly, die heute in Wiesbaden als Assistenzärztin arbeitet, sorgte 2015 für Aufsehen. Bei einer Pressekonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel in Berlin beschimpfte sie Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi als "Mörder". Jetzt ringt die Deutsch-Ägypterin um die Freilassung ihres Vaters. "Es ist einfach nur schockierend und skandalös", sagt Fagr Eladly über die Situation ihres Vaters Alaa. Der lebt ebenfalls in Deutschland und wurde kürzlich am Kairoer Flughafen festgenommen. "Es ist ein rein politischer Fall. Mein Vater sitzt umsonst in Haft, wird umsonst seiner Freiheit beraubt", sagt Eladly.

Alaa Eladly besitzt als einziger der Wiesbadener Familie keine deutsche Staatsangehörigkeit zusätzlich zur ägyptischen. Bei Einreise zu einem Familienbesuch wurde er vor einer Woche in Kairo festgenommen, seitdem hat die Familie keinen direkten Kontakt mehr zu ihm. Ihm werden die "Verbreitung von Falschnachrichten" und Mitgliedschaft in einer verbotenen Vereinigung vorgeworfen. Unter solchen Vorwürfen, die Menschenrechtler als erfunden und politisch motiviert bezeichnen, werden in Ägypten immer wieder Kritiker der Regierung inhaftiert. Al-Sisi war in Ägypten 2013 als Oberbefehlshaber der Armee mit einem Putsch an die Macht gekommen. Die Familie Eladly vermutet hinter der Festnahme des Vaters eine Vergeltung für den "Mörder"-Ruf 2015.

Sie nannte Präsident al-Sisi einen "Mörder": Vater von Deutsch-Ägypterin festgenommen
08:04 Uhr

Milliardenhilfen reißen Löcher in deutschen Staatshaushalt - BIP stagniert

Milliardenhilfen in der Energiekrise haben den deutschen Staatshaushalt im ersten Halbjahr tief ins Minus gedrückt. Der Fiskus gab nach vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes 42,1 Milliarden Euro mehr aus als er einnahm. Bezogen auf die gesamte Wirtschaftsleistung lag das Defizit von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherung bei 2,1 Prozent. Höher war das Defizit zuletzt im ersten Halbjahr des Pandemiejahres 2021.

Die deutsche Wirtschaft kam überdies nach dem frostigen Konjunkturwinter auch im Frühjahr nicht in Schwung. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stagnierte im zweiten Quartal zum Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Behörde bestätigte damit vorläufige Zahlen. Die erhoffte Frühjahrsbelebung fiel somit aus. Im Winterhalbjahr war die deutsche Wirtschaft zwei Quartale in Folge geschrumpft und damit in eine sogenannte technische Rezession gerutscht.

Milliardenhilfen reißen Löcher in deutschen Staatshaushalt - BIP stagniert
07:55 Uhr

US-Wrestler Bray Wyatt mit 36 Jahren gestorben

Windham Rotunda alias Bray Wyatt stammte aus einer Wrestler-Familie mit Tradition. Schon sein Vater, Großvater und seine Onkel waren Wrestler. Nun ist der Wrestling-Superstar am Donnerstag im Alter von nur 36 Jahren gestorben. Das gab WWE-Manager Triple H bekannt. "Ich habe gerade einen Anruf von WWE Hall of Famer Mike Rotunda erhalten, der uns über die tragische Nachricht informiert hat, dass unser lebenslanges WWE-Familienmitglied Windham Rotunda - auch bekannt als Bray Wyatt - heute unerwartet verstorben ist", schrieb der Hall of Famer auf X (früher Twitter).

Die genaue Todesursache wurde nicht bekannt gegeben, jedoch berichteten verschiedene US-Medien, Wyatt habe einen Herzinfarkt erlitten. Der Sportler kämpfte schon seit Jahren mit Herzproblemen, und seine Corona-Erkrankung Anfang des Jahres verschlimmerte seinen Zustand. Seitdem wurde er nicht mehr bei der WWE eingesetzt. Fans und Wrestlerkollegen drückten in den sozialen Medien ihr Beileid aus. Schauspieler Dwayne "The Rock" Johnson schrieb auf seinem X-Account: "Die Nachricht von Bray Wyatts Tod bricht mir das Herz. Ich hatte immer großen Respekt und Liebe für ihn und die Rotunda-Familie. Ich liebte seine Anwesenheit, seine Promos, seine Ringarbeit und seine Verbindung zum WWE-Universum."

US-Wrestler Bray Wyatt mit 36 Jahren gestorben
07:33 Uhr

Tödliche Brände ausgelöst? Maui verklagt Stromversorger

Es waren die folgenschwersten Brände in den USA seit mehr als 100 Jahren: Die Feuer auf der Hawaii-Insel Maui zerstören Anfang August mehr als 2200 Gebäude und verursachen einen geschätzten Sachschaden von mehr als 5,5 Milliarden Dollar. In der fast vollständig zerstörten Stadt Lahaina kamen mindestens 115 Menschen ums Leben. Helfer durchsuchen noch immer mit Leichenspürhunden die ausgebrannten Gebäude, die Opferzahl dürfte noch steigen.

Gut zwei Wochen nach Ausbruch der Brände hat der Bezirk Maui nun Klage gegen den örtlichen Stromversorger eingereicht. Darin wirft die Behörde dem Energiekonzern Hawaiian Electric unter anderem Fahrlässigkeit vor. So habe der Konzern es versäumt, das Stromnetz abzuschalten, obwohl das Wetteramt zuvor wegen hoher Feuergefahr, begünstigt durch Trockenheit, hohe Temperaturen und starke Winde, eine "Red Flag"-Warnung für die Hawaii-Inselkette herausgegeben hatte. Der Bezirk hält dem Konzern auch vor, Strommasten und andere Einrichtungen schlecht gewartet und vernachlässigt zu haben. Herabfallende Stromkabel hätten trockene Vegetation in Brand gesetzt und so die Feuer ausgelöst, heißt es in einer Mitteilung.

Tödliche Brände ausgelöst? Maui verklagt Stromversorger
07:15 Uhr

Studie: Mehr als eine Milliarde Kühe leidet bis 2100 unter Hitzestress

Schon jetzt weisen acht von zehn Kühen weltweit Symptome von Hitzestress auf. Das berichten Forscherinnen und Forscher von der südafrikanischen Universität von KwaZulu-Natal in einer aktuellen Studie. So wiesen die Tiere eine übermäßig hohe Körpertemperatur oder erhöhte Atemfrequenzen auf. Sollte der Ausstoß der klimaschädlichen Treibhausgase weiter steigen, könnte der Untersuchung zufolge die Belastung der Tiere bis zum Jahr 2100 vor allem in Brasilien, dem südlichen Afrika, Nordindien, Nordaustralien und Mittelamerika zu einem ganzjährigen Problem werden. Dann litten mehr als eine Milliarde Kühe unter akutem Hitzestress.

Wie die Forscherinnen und Forscher in der Zeitschrift "Environmental Research Letters" schreiben, seien die Auswirkungen auf die Gesundheit der Kühe dramatisch: Die Fruchtbarkeit, Milchproduktion und Lebenserwartung gehe zurück. Nur die rasche Reduzierung der Treibhausgase werde das Problem eindämmen können. Kurzfristig kann überhitzten Kühen demnach geholfen werden, indem sie Zugang zu Schattenplätzen haben und früher am Tag gefüttert werden.

Studie: Mehr als eine Milliarde Kühe leidet bis 2100 unter Hitzestress
07:00 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen,

schon jetzt ist die Rede von einem historischen Bild: Donald Trump guckt mit unnachahmlich finsterer Miene in die Kamera des Sheriff-Büros in Atlanta. Die Augen geradeaus gerichtet, die Lippen aufeinander gepresst, die Stirn in Falten gelegt. Ist das tatsächlich ein früherer US-Präsident oder nicht doch ein Film-Bösewicht? Dieser "Mugshot" geht um die Welt. Und er wird - mit allem, was daran hängt - die Schlagzeilen heute weiter bestimmen.

Das wird heute außerdem wichtig:

  • Zwei Tage nach dem mutmaßlichen Tod des russischen Söldnerführers Jewgeni Prigoschin bei einem Flugzeugabsturz herrscht noch immer keine Klarheit über die Umstände. Aktuelle Entwicklungen rund um das Thema und den Ukraine-Krieg lesen Sie wie gewohnt in unserem Liveticker.

  • Das Statistische Bundesamt veröffentlicht um 8 Uhr Daten zur Konjunkturentwicklung und zum deutschen Staatshaushalt. Nach vorläufigen Berechnungen der Behörde war die deutsche Wirtschaft nach einem frostigen Konjunkturwinter auch im Frühjahr nicht in Schwung gekommen.

  • Der Ifo-Geschäftsklimaindex wird veröffentlicht. Er basiert auf monatlichen Meldungen von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, des Groß- und des Einzelhandels. Die rund 7000 Unternehmen beurteilen ihre gegenwärtige Geschäftslage und ihre Erwartungen für die nächsten sechs Monate.

  • In Berlin beginnt der Prozess gegen einen 55-Jährigen, der unter anderem wegen versuchten Mordes angeklagt ist. Der russische Staatsangehörige soll einen Brandsatz in dem Kellerschacht eines Mehrfamilienhauses, das von Mitarbeitern der russischen Nachrichtenagentur Ria Nowosti bewohnt wurde, angebracht haben. Die unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtung (USBV) sei jedoch aus ungeklärten Gründen nicht gezündet.

  • Nach der Kuss-Affäre steht Spaniens Fußball-Chef Luis Rubiales bei einer außerordentlichen Generalversammlung des Verbandes RFEF in Madrid offenbar vor dem Rücktritt.

  • Für die deutschen Basketballer beginnt die Weltmeisterschaft in Asien mit einer Pflichtaufgabe. Gegen Co-Gastgeber Japan ist das Team von Bundestrainer Gordon Herbert (ab 14.10 Uhr/Magentasport) in Okinawa klar favorisiert.

Angesichts dieser Themenfülle brühe ich mir jetzt erstmal einen Kaffee. Mein Name ist Friederike Zörner. Ich begleite Sie bis zum Nachmittag durch die Nachrichtenwelt. Bei Fragen oder Anregungen erreichen Sie mich unter friederike.zoerner[at]ntv.de

Das wird heute wichtig
06:49 Uhr

Linnemann setzt CDU und Merz Frist für bessere Umfragewerte

Würde der Bundestag in dieser Woche gewählt, könnten die CDU/CSU mit 26 Prozent der Stimmen (Bundestagswahl im September 2021: 24,1 Prozent) rechnen. Damit liegt die Union im aktuellen Trendbarometer von RTL/ntv an der Spitze. Dem CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann ist das allerdings nicht genug. Er setzt seiner CDU und Parteichef Friedrich Merz eine Frist bis Jahresende gesetzt, um die gegenwärtigen Umfragewerte deutlich zu verbessern. Im Gespräch mit RTL/ntv sagte Linnemann: "Wir müssen Weihnachten die 30 (Prozent) wieder haben." Die Zeit bis dahin werde "entscheidend" sein für die Union. Er stehe weiterhin fest hinter dem CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz, so Linnemann. Merz rede bei den zwei wichtigsten Problemen Wirtschaft und Zuwanderung "Klartext", derweil die Bundesregierung den Kontakt zu weiten Teilen der Bevölkerung und ihren Problemen verloren habe, behauptete der Christdemokrat.

Linnemann setzt CDU und Merz Frist für bessere Umfragewerte
06:26 Uhr

5500 Auszubildende: Deutsche Bahn feiert "Einstellungsrekord"

Die Deutsche Bahn (DB) stellt im Herbst rund 5500 Auszubildende ein, rund 300 mehr als im vergangenen Jahr. "Im hart umkämpften Arbeitsmarkt hat die DB erneut einen Einstellungsrekord erzielt", sagte Personalvorstand Martin Seiler.

  • Die meisten Nachwuchskräfte werden für den Lokführerberuf ausgebildet, es sind rund 800.

  • Für eine Ausbildung in den Berufen Fahrdienstleiter und Elektronikerin entschieden sich jeweils rund 750 junge Menschen, wie die DB weiter mitteilte.

  • Der Konzern bietet insgesamt 50 Ausbildungsberufe und 25 duale Studiengänge an.

  • Insgesamt bildet die DB mehr als 14.000 Menschen aus. Sie gehört damit zu den größten Ausbildern in Deutschland. Neu einstellen will der Konzern in diesem Jahr rund 25.000 Beschäftigte.

5500 Auszubildende: Deutsche Bahn feiert "Einstellungsrekord"
05:57 Uhr

"Niemals aufgeben!": Trump meldet sich zurück auf X (Twitter)

Der frühere US-Präsident Donald Trump ist mit einem Spendenaufruf zu Twitter (heute bekannt als X) zurückgekehrt. Trump, der vor seinem Verbot auf der Plattform einst mehr als 88 Millionen Follower hatte, postete sein kurz zuvor gemachtes Polizeifoto im Gefängnis von Fulton County in Georgia gemeinsam mit den Worten: "Wahlbeeinflussung. Niemals aufgeben!" Zudem verlinkte er eine Website, auf der seine Befürworter für seinen Wahlkampf spenden können.

Donald Trumps Profil war nach dem Sturm seiner Anhänger auf das US-Kapitol am 6. Januar 2021 dauerhaft gesperrt worden. Am 19. November 2022 revidierte das in San Francisco ansässige Unternehmen allerdings seine Position unter der Führung des neuen Besitzers, Elon Musk, der Twitter am 2. Oktober gekauft hatte. Trump hatte nach der Sperrung seines Twitter-Profils eine eigene Social-Media-Plattform mit dem Namen"Truth Social" gegründet, auf der er etwa 6,4 Millionen Follower hat.

"Niemals aufgeben!": Trump meldet sich zurück auf X (Twitter)