Freitag, 09. Juli 2021Der Tag

mit Yuki Schubert
Yuki Schubert
22:46 Uhr

Das war Freitag, der 9. Juli 2021

Liebe Leserinnen und Leser,

noch vor wenigen Wochen sah es noch ganz gut aus, doch die Delta-Variante hat einem sorglosen Sommer-Urlaub einen Strich durch die Rechnung gemacht. Heute ist ganz Spanien zum Risikogebiet erklärt worden. In welchen Regionen in Europa die Infektionszahlen wieder ansteigen, können Sie hier nachlesen. Weitere Themen rund um die Corona-Lage erfahren Sie in unserem Corona-Ticker.

Diese Themen möchte ich Ihnen zum Tagesabschluss empfehlen:

Ich wünsche Ihnen einen schönen Freitagabend und einen guten Start ins Wochenende. Machen Sie es gut.

22:27 Uhr

Youtuber Rezo litt unter Panikattacken

Um sich zu entlasten, reduzierte Rezo seinen Social-Media-Konsum.

Um sich zu entlasten, reduzierte Rezo seinen Social-Media-Konsum.

(Foto: picture alliance / Bernd Kammerer)

Youtuber Rezo, der durch das Video "Die Zerstörung der CDU" bekannt wurde, hat offen über seine psychischen Probleme und Panikattacken berichtet. Im "Spiegel"-Doppelinterview mit Kollege Julien Bam erklärte er: "Das fing damit an, dass ich mich unwohl fühlte, abends beim Fernsehen auf der Couch. Ich hatte Angst, gleich würde etwas Schlimmes passieren. Als ob ein Tiger hinter einem her ist, aber da war nichts." Zudem habe er das Gefühl gehabt, sich nicht selbst steuern zu können. Beim Arzt sei er nicht gewesen, obwohl das sinnvoll gewesen wäre, sagt Rezo. Er habe enorm viele Zuschriften von anderen Youtubern bekommen, die teilweise über ihre eigenen Panikattacken berichtet hätten. Auch Julien Bam hat die Auswirkungen von zu viel Stress bereits erleben müssen. Als er noch seinen Hauptkanal "Julien Bam" betrieben habe, habe er 18-Stunden-Tage vor und hinter der Kamera gehabt. "Dreimal war ich im Krankenhaus wegen Burn-out, zweimal davon über Nacht. Ich bin auf jeden Fall prädestiniert dafür, mir mehr aufzuschultern, als ich tragen kann." Den Kanal stellte er 2019 ein.

Rat und Nothilfe bei Suizid-Gefahr und Depressionen
  • Bei Suizidgefahr: Notruf 112
  • Deutschlandweites Info-Telefon Depression, kostenfrei: 0800 33 44 5 33

  • Beratung in Krisensituationen: Telefonseelsorge (0800/111-0-111 oder 0800/111-0-222, Anruf kostenfrei) oder Kinder- und Jugendtelefon (Tel.: 0800/111-0-333 oder 116-111)
  • Bei der Deutschen Depressionshilfe sind regionale Krisendienste und Kliniken zu finden, zudem Tipps für Betroffene und Angehörige.
  • In der Deutschen Depressionsliga engagieren sich Betroffene und Angehörige. Dort gibt es auch eine E-Mail-Beratung für Depressive.
  • Eine Übersicht über Selbsthilfegruppen zur Depression bieten die örtlichen Kontaktstellen (KISS).

21:55 Uhr

"Sex and the City"-Spin-off: Sarah Jessica Parker sitzt schon in der Maske

Die Dreharbeiten zum langersehnten "Sex and the City"-Spin-off mit dem Titel "And just like that..." haben begonnen. Das hat Sarah Jessica Parker nun stolz auf Instagram mitgeteilt. Dazu teilte die Schauspielerin ein Foto, dass lediglich ihren Haaransatz sowie zahlreiche Make-up- und Haarprodukte zeigt. Auch zwei Maskenbildner sind bei ihrer Arbeit zu sehen. "7:15 Uhr morgens in New York City. Hier kommt sie", schreibt Parker. Auch Kollegin und Co-Star Kristin Davis ließ es sich nicht nehmen, Fans und Follower von der frohen Neuigkeit zu berichten. In ihrer Instagram-Story teilte sie ebenfalls einen Schnappschuss aus der Maske: "Es hat begonnen." "And just like that..." wird von den drei Hauptdarstellerinnen Sarah Jessica Parker, Kristin Davis und Cynthia Nixon mitproduziert. Sie schlüpfen erneut in ihre Rollen als Carrie Bradshaw, Charlotte York und Miranda Hobbes. Kim Cattrall wird hingegen nicht als Samantha Jones zurückkehren. Die Neuauflage der Kultserie um die New Yorker Freundinnen wird wahrscheinlich ab 2022 zu sehen sein.

21:20 Uhr

Remscheider Schütze noch auf der Flucht - SEK-Einsatz ohne Ergebnis

Nach den Schüssen sicherten Polizisten Spuren auf einer Straße in Remscheid.

Nach den Schüssen sicherten Polizisten Spuren auf einer Straße in Remscheid.

(Foto: picture alliance/dpa)

Auf der Suche nach einem Mann, der in Remscheid auf eine 47-Jährige und einen 24-Jährigen geschossen haben soll, haben Spezialkräfte der Polizei ein Mehrfamilienhaus in Essen gestürmt. Der gesuchte 53-Jährige sei bei der Aktion am Nachmittag aber nicht angetroffen worden, teilte die Polizei nun mit. Er ist weiter auf der Flucht. Die Ermittler gehen nach wie vor davon aus, dass der Tatverdächtige sich in Essen oder im Umland aufhält.

  • Am Mittwoch waren eine 47 Jahre alte Frau und ein 24-jähriger Mann durch Schüsse lebensgefährlich verletzt worden.
  • Die Polizei vermutet als Hintergrund der Gewalttat eine "Auseinandersetzung im zwischenmenschlichen Bereich".
  • Eine Mordkommission ermittelt wegen versuchten Totschlags.
  • Medienberichten zufolge, die sich auf Aussagen von Anwohnern berufen, handelt es sich bei den Opfern um Mutter und Sohn und beim Gesuchten um den ehemaligen Lebensgefährten der Mutter. Die Ermittler bestätigten dies zunächst nicht.
20:53 Uhr

Überschwemmungen nach Dauerregen in Franken: Katastrophenfall ausgerufen

Auch im fränkischen Ansbach wurde der Katastrophenfall ausgerufen.

Auch im fränkischen Ansbach wurde der Katastrophenfall ausgerufen.

(Foto: dpa)

Unwetter und anhaltender Starkregen haben zu massiven Überschwemmungen und zahlreichen Notfällen in Teilen Bayerns gesorgt. Schwer betroffen ist etwa der fränkische Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim. Hier wurde der Katastrophenfall ausgerufen. Laut Landratsamt kam es vereinzelt zu Erdabrutschen und entwurzelten Bäumen. Auch zahlreiche Grundstücke stehen unter Wasser, Keller sind vollgelaufen. Der Unterricht an den Schulen sei eingestellt worden. Zahlreiche Straßen und Wege seien in dem Landkreis in der Nacht und am Vormittag überflutet worden. Im etwa 20 Kilometer entfernten Herzogenaurach warnte die Polizei vor einer 60 Zentimeter hohen Flutwelle auf dem Fluss Aurach. Außerdem sind durch die schweren Unwetter viele Menschen in Wilhermsdorf, Landkreis Fürth, ohne Strom.

20:29 Uhr

Faustgroßer Stein von Autobahnbrücke geworfen - Frau am Kopf getroffen

Nach dem Steinwurf von der Autobahnbrücke ermittelt die Mordkommission.

Nach dem Steinwurf von der Autobahnbrücke ermittelt die Mordkommission.

(Foto: picture alliance/dpa/Axel Vogel)

Ein Unbekannter hat einen faustgroßen Stein von einer Autobahnbrücke in Brühl in Nordrhein-Westfalen geworfen und eine Beifahrerin in einem Auto verletzt. Der Stein habe am Nachmittag auf der A553 die Windschutzscheibe des Wagens durchschlagen und die 57-Jährige am Kopf getroffen, teilte die Polizei mit. Die Verletzte sei zur Beobachtung in ein Krankenhaus gekommen. Die Kölner Polizei setzte eine Mordkommission ein und sucht Zeugen unter der Telefonnummer 0221 229-0 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de. Die A553 sollte bis zum frühen Abend gesperrt bleiben.

20:05 Uhr

14 weitere Leichen nach Hauseinsturz in Miami geborgen

Einsatzkräfte haben in den Trümmern des im US-Bundesstaat Florida eingestürzten Wohnhauses 14 weitere Leichen entdeckt. Damit steige die offizielle Zahl der Toten auf 78, sagte die Bürgermeisterin von Miami-Dade, Daniella Levine Cava am Freitagmittag (Orstzeit). "Das ist eine erschütternde und herzzerreißende Zahl, die uns alle sehr, sehr tief trifft." Es werden immer noch Dutzende Menschen vermisst. Der Wohnkomplex mit rund 130 Einheiten und zwölf Stockwerken war am 24. Juni in Surfside bei Miami aus noch ungeklärten Gründen teilweise eingestürzt. Die Behörden gehen davon aus, in der Ruine keine Überlebenden mehr zu finden. Mittlerweile wurde die Rettungs- in eine Bergungsaktion umgewandelt.

Update: Unter den Toten sind auch drei Verwandte des Präsidenten Paraguays.

20:01 Uhr
19:36 Uhr

Biden fordert von Putin härteres Vorgehen gegen Hacker

Nach den jüngsten Hackerangriffen in den USA und anderen Ländern hat US-Präsident Joe Biden den russischen Staatschef Wladimir Putin zu einem härteren Vorgehen gegen die Täter aufgerufen. In einem heutigen Telefonat der beiden Präsidenten seien "anhaltende Ransomware-Angriffe von Kriminellen mit Sitz in Russland" Thema gewesen, teilte das Weiße Haus mit. Biden habe die Notwendigkeit unterstrichen, dass Russland Maßnahmen gegen die verantwortlichen Gruppen ergreife. Weiter hieß es, der US-Präsident habe zugleich betont, dass die USA alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen würden, "um ihre Bevölkerung und ihre kritische Infrastruktur angesichts dieser anhaltenden Herausforderung zu schützen." Mehrere große US-Unternehmen, etwa die US-Tochter des weltgrößten Fleischproduzenten JBS und der Betreiber der Colonial-Ölpipeline, waren Opfer von Cyberangriffen geworden. Die USA vermuten, dass eine Hackergruppe aus Russland dahinter steckt.

  • Bei sogenannten "Ransomware"-Angriffen werden mit derartiger Software die Daten der angegriffenen Systeme verschlüsselt.
  • Die Hacker verlangen Geldzahlungen in Kryptowährung, damit sie den Zugang wieder freigeben und die Daten nicht veröffentlichen.
Mehr dazu lesen Sie hier.
19:16 Uhr

Fall de Vries: Richter verlängert U-Haft für mutmaßliche Täter

Im Fall des Mordanschlags auf den prominenten Reporter Peter R. de Vries in Amsterdam ist die Untersuchungshaft der beiden Hauptverdächtigen um 14 Tage verlängert worden. Drei Tage nach dem Anschlag waren die beiden Männer, ein 21-Jähriger aus Rotterdam und ein in den Niederlanden lebender 35-jähriger polnischer Staatsbürger, nun dem Haftrichter vorgeführt worden. Sie stehen unter dem Verdacht des versuchten Mordes. Der Richter ordnete an, dass sie streng von der Außenwelt abgeschirmt festgehalten werden. Sie dürfen nur Kontakt mit ihrem Anwalt haben, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Der prominente Kriminalreporter war am Dienstagabend mitten in Amsterdam niedergeschossen und lebensgefährlich verletzt worden. Der 64-Jährige schwebt noch immer in Lebensgefahr, wie seine Familie mitteilte.

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18:47 Uhr

Reform macht Strafverfolgung von Vergewaltigungen in Türkei noch schwieriger

Unter dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan ist in der Nacht eine Reform verabschiedet worden, die konkrete Beweise für eine Vergewaltigung als Vorbedingung für eine Verhaftung mutmaßlicher Täter macht, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete. "Das ist ein unfassbar gefährlicher Zusatz", sagte die Anwältin und Frauenrechtlerin Sema Kendirci. Zuvor hatte ein dringender Tatverdacht für eine Verhaftung ausgereicht. "Dieses Land ist ohnehin kein Rechtsstaat mehr. Aber heute sind wir an einem Punkt angekommen, an dem 42 Millionen Frauen und Kinder ihrer Sicherheit beraubt wurden", sagte Kendirci. Nun bestehe die Gefahr, dass keine Strafanzeige gestellt werden könne, wenn die Beweise fehlten.

  • Vergewaltigung oder Kindesmissbrauch würden ohnehin hinter verschlossenen Türen und ohne Zeugen begangen, sagte Aysen Ece Kavas von der Plattform "Wir werden Frauenmorde stoppen". "Mit dieser Regulierung werden die Täter geschützt" und Opfer wie Verdächtige dargestellt.
  • In der Türkei wie auch in anderen Ländern sind sexuelle Übergriffe und Frauenmorde an der Tagesordnung.
18:22 Uhr

Polizist taucht in ein Kanalrohr für Ziege in Not

Ein Polizist aus Bayerisch-Schwaben hat mit vollem Körpereinsatz eine Ziege aus einem mit Wasser vollgelaufenen Kanalrohr gerettet. Auf einem Video ist zu sehen, wie eine Frau das noch junge Tier an einem Horn aus dem Rohr zieht. Kurz darauf taucht ein Beamter im wahrsten Sinn aus dem braunen Wasser auf und klettert behände aus dem gefluteten Rohr. Ein Lächeln seinerseits lässt vermuten, dass auch er die Rettungsaktion gut überstanden hat. Nach Angaben einer Polizeisprecherin hatte eine Passantin Ziegen auf einer überschwemmten Weide entdeckt und die Polizei gerufen.

18:01 Uhr

Kleidete Grace Kelly und Hildegard Knef ein: Designer Uli Richter mit 94 Jahren gestorben

Der Berliner Modedesigners Uli Richter neben einem seiner entworfenen Modelle. Er verstarb nun mit 94 Jahren.

Der Berliner Modedesigners Uli Richter neben einem seiner entworfenen Modelle. Er verstarb nun mit 94 Jahren.

(Foto: picture alliance / Wolfgang Kumm/dpa)

Der Modeschöpfer Uli Richter ist tot. Der Designer und frühere Professor für Experimentelle Gestaltfindung im Bekleidungsdesign an der Hochschule der Künste starb am Donnerstag im Alter von 94 Jahren in einem Krankenhaus in Berlin, wie sein langjähriger Anwalt nun unter Berufung auf das engste Umfeld Richters mitteilte. Der in Potsdam geborene Richter begann nach Krieg und Gefangenschaft zunächst eine Ausbildung zum Textilkaufmann. Anschließend beschloss er, Modedesigner zu werden. Mit einem perlenbestickten Abendkleid mit Samtmantel gewann er 1957 beim International Cotton Festival in Venedig. Zwei Jahre später machte sich Richter selbstständig, 1962 folgte die erste Prêt-à-porter-Kollektion. So machte Richter das Nachkriegs-Berlin wieder zu einer angesagten Modemetropole. Zu den Kundinnen gehörten Prominente wie Rut Brandt, Hildegard Knef, Lilli Palmer oder Fürstin Gracia Patricia, die als Schauspielerin unter dem Namen Grace Kelly arbeitete. 2005 erwarben die Berliner Staatlichen Museen seine umfangreiche Sammlung, die bereits in Ausstellungen zu sehen war.

17:39 Uhr

14-Jährige gewinnt als erste Afroamerikanerin bei großem Buchstabierwettbewerb - Obama begeistert

Mit der 14-jährigen Zaila Avant-garde hat erstmals eine Afroamerikanerin den beliebten US-Buchstabier-Schülerwettbewerb Scripps National Spelling Bee gewonnen. Die Schülerin aus New Orleans buchstabierte am Donnerstagabend in der Finalrunde das Wort "Murraya" richtig, der Name für eine Art von Tropenbäumen, und sicherte sich so 50.000 Dollar (42.000 Euro) Preisgeld. Glückwünsche kamen von höchst prominenter Stelle: "Deine harte Arbeit zahlt sich aus", schrieb Ex-Präsident Barack Obama bei Twitter. "Wir alle sind stolz auf dich." Im Sender ABC sagte Avant-garde, sie hoffe, dass künftig noch mehr junge Afroamerikanerinnen und Afroamerikaner gut bei dem Wettbewerb abschneiden. Es sei "schade", dass dies bislang nicht der Fall sei. Die 14-Jährige ist ein großes Talent nicht nur beim Buchstabieren von Wörtern. Mit Basketball-Dribbelkünsten schaffte die Jugendliche es gleich dreimal ins Guinness Buch der Rekorde.

17:16 Uhr

Cabrio-Fahrer balanciert Sperrmüll mit dem Kopf

Die Sperrmüllladung auf dem Cabrio.

Die Sperrmüllladung auf dem Cabrio.

(Foto: Polizei Nordrhein Westfalen Kreis Viersen)

Sobald es die Temperaturen zu lassen, ist eine Cabrio-Fahrt sicherlich toll. Weniger geeignet ist das Gefährt bei der Sperrmüllentsorgung. Die Polizei in Nettetal in Nordrhein-Westfalen hat jedoch einen Cabrio-Fahrer genau bei dieser Tätigkeit gestoppt. Auf seinem Auto waren ungesichert ein Bettgestell und zwei Matratzen geladen. Der Mann habe seine Ladung während der Fahrt allein mit einer Hand festgehalten, sowie mit Kopf gestützt, teilte die Polizei mit. Diesen habe der 48-Jährige aufgrund des Drucks weit nach vorne neigen müssen. Zudem sei der Mann mit etwa 70 km/h unterwegs gewesen. Die Polizei untersagte dem Mann und seiner Begleiterin die Weiterfahrt. Der Mann muss sich jetzt auf Post einstellen, die laut Polizei hoffentlich dazu führen dürfte, "in Zukunft eine verkehrssichere Art der Entsorgung ausgedienter Möbelstücke zu finden".

17:04 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:41 Uhr

Katja Burkard entschuldigt sich bei Sinti und Roma für ihre Wortwahl

RTL-Moderatorin Katja Burkard hat sich für das unbedachte Verwenden des Wortes "Zigeunerleben" in der Sendung "Punkt 12" öffentlich entschuldigt. Ohne das umstrittene Wort erneut zu nennen, schrieb die 56-Jährige zu einem Foto in ihrem Instagram-Kanal: "Ich habe ein Wort benutzt, mit dem ich Roma und Sinti beleidigt habe. Das darf natürlich nicht passieren und ich kann es mir auch nicht erklären. Ich will klarstellen, dass ich jegliche Form von Rassismus und Diskriminierung verabscheue." Im selben Sinne wandte sich Burkard auch ans RTL-Publikum im TV.

  • Am Donnerstag hatte die Moderatorin in der Sendung "Punkt 12" gemeinsam mit ihrer Kollegin Roberta Bieling eine Auswanderin interviewt. Dabei sagte sie über Kinder: "Wenn die dann älter sind, so wie unsere Roberta, dann ist nix mehr mit Zigeunerleben."
  • Der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, äußerte sich in einem offenen Brief an RTL-Chefredakteur Michael Wulf empört: "Wir werden das ignorante und beleidigende Verhalten der Medien gegenüber den Angehörigen unserer Minderheit nicht länger dulden."
  • Aber auch im Netz hagelte es wegen der Wortwahl eine Menge Kritik.

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16:14 Uhr

Älteste Orang-Utan-Dame zieht mutterloses Äffchen auf

Orang-Utan-Nachwuchs Berani sitzt auf dem Schoß von Ziehmutter Bella.

Orang-Utan-Nachwuchs Berani sitzt auf dem Schoß von Ziehmutter Bella.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Hamburger Affendame Bella hält nach Angaben des Zoos Hagenbeck den Guinness-Weltrekord des ältesten lebenden Orang-Utans der Welt. Doch statt in den Ruhestand zu gehen, ist die 60-Jährige nun als Adoptivmutter für ein Affenbaby eingesprungen. Die Mutter des kleinen Berani sei kurz nach der Geburt im September 2020 im Tierpark Hagenbeck gestorben, sagte Tierpfleger Tjark Rüther-Sebbel. Glücklicherweise habe Affendame Bella "keine Sekunde überlegt und sich des Babys angenommen", so der Pfleger weiter. Es sei ihr mittlerweile viertes Adoptivkind. Normalerweise haben Orang-Utans eine Lebenserwartung von rund 40 Jahren.

15:46 Uhr

Mutmaßlicher Sexualstraftäter und falscher Arzt in Saarbrücken festgenommen

Die Polizei hat im Saarland einen international gesuchten mutmaßlichen Sexualstraftäter festgenommen. Die Beamten fassten den 62 Jahre alten Deutschen am Donnerstag in Saarbrücken. Er sei noch am selben Abend einem Haftrichter vorgeführt und anschließend in ein Gefängnis gebracht worden. Der Mann steht unter Verdacht, sich seit fast 40 Jahren bundesweit unter falschen Namen als "Schweizer Arzt" der Organisation "Ärzte ohne Grenzen" auszugeben. Bei angeblichen Behandlungen soll der heute 62-Jährige meist sexuell übergriffig geworden sein. Nach Angaben der Polizei sollen auch Kinder unter den Opfern gewesen sein.

  • Sein vertrauenswürdiges Auftreten habe er genutzt, um Menschen zu täuschen. So habe der wohnungslose Mann oftmals eine Notlage vorgegeben und sich über längere Zeit bei seinen Bekanntschaften einquartiert.
  • Auch bei seiner Festnahme habe der Mann seit mehreren Wochen bei einer Frau gewohnt, die ihren Job kündigen und mit dem 62-Jährigen ein neues Leben in der Schweiz beginnen wollte.
  • Der Mann war erst im Juli 2020 nach einer mehrjährigen Haftstrafe aus dem Gefängnis entlassen worden.
  • Gegen ihn lagen zwei internationale Haftbefehle vor.
15:20 Uhr

24-Jähriger von eigener Giftschlange getötet

Die europäische Hornotter oder auch Hornviper besitzt ein namensgebendes Horn an der Schnauze. Die Färbungen fallen sehr unterschiedlich aus.

Die europäische Hornotter oder auch Hornviper besitzt ein namensgebendes Horn an der Schnauze. Die Färbungen fallen sehr unterschiedlich aus.

(Foto: picture alliance / Fotostand)

In Österreich ist ein 24-Jähriger von seiner eigenen Giftschlange getötet worden. Der junge Mann sei beim Füttern der Hornviper gebissen worden. Das berichtete die österreichische Nachrichtenagentur APA unter Berufung auf einen Bericht der "Kronen Zeitung" und Angaben der Polizei. Demnach ereignete sich das Unglück am Mittwoch in einem Mehrfamilienhaus in Enns im Bundesland Oberösterreich. Laut Bericht hat die Schlange ihren Besitzer in die Hand gebissen, als dieser sich gerade weggedreht hat. Seine Freundin und ein Bekannter, die zu diesem Zeitpunkt im Nebenzimmer waren, hätten die Schlange eingefangen, in ihr Terrarium gesperrt und den Notarzt gerufen. Im Krankenhaus konnten die Ärzte aber nichts mehr zur Rettung des 24-Jährigen tun. Der junge Mann soll den Angaben zufolge nicht die notwendige Berechtigung für das Halten einer Hornviper gehabt haben. Laut "Kronen Zeitung" hat der junge Mann legal auch zwei Tigerpythons gehalten.

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14:57 Uhr

Chinesische Firma sammelt weltweit Gendaten von Schwangeren

Die chinesische Genfirma BGI Group nutzt offenbar einen zusammen mit dem chinesischen Militär entwickelten Test für Schwangere, um Gendaten von Millionen Frauen weltweit zu sammeln und auszuwerten. Diese Daten werden für umfassende Forschungen zu den genetischen Eigenschaften von Bevölkerungsgruppen genutzt, wie aus Unternehmensangaben und einer Reuters-Analyse wissenschaftlicher Studien hervorgeht. Dies hat Besorgnis sowohl in den USA als auch Deutschland ausgelöst. Hierzulande wird der Pränatal-Test "PreviaTest" von der Firma Eluthia aus Gießen vertrieben. Geschäftsführer Ramon Enriquez Schäfer versicherte, dabei werde europäisches Datenschutzrecht eingehalten. "Die Daten gehen nach Hongkong, nicht nach China", sagte Schäfer. Die US-Regierung sieht in den Bemühungen um menschliche Gendaten von BGI eine Bedrohung der nationalen Sicherheit. In Deutschland gibt es Kritik am möglichen Datenabfluss. "Dieser Test darf künftig in Deutschland nur angewendet werden, wenn sichergestellt ist, dass die verwendeten Daten im Geltungsbereich der Datenschutzgrundverordnung verbleiben", sagte der FDP-Außenpolitiker Alexander Graf Lambsdorff.

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14:31 Uhr

Dreijähriger geht mit mehr als 1000 Euro auf "süße" Shoppingtour

Was kostet die Welt! Ein paar Süßigkeiten in einem Lebensmittelladen in Essen hätte sich ein Dreijähriger wohl mehr als 1000 Euro kosten lassen. Denn so viel Geld hatte der Knirps zu Hause aus der Hosentasche seines schlafenden Vaters gestohlen und sich aufgemacht zum Kauf. Auf dem Weg zur "süßen" Shoppingtour bemerkte jedoch ein Passant das Kind mit dem Batzen Geld in der Hand und verständigte die Polizei, wie diese heute mitteilte. Als die Polizei den kleinen Süßigkeitenfan nach seiner bereitwilligen "Aussage" nach Hause brachte, fanden sie den Mann weiter schlafend auf der Couch vor. Aus dem Großeinkauf ist dann - wahrscheinlich zur großen Freude der Eltern - nichts geworden.

14:14 Uhr

Schichtwechsel

Meine Kollegin Johanna Ohlau verabschiedet sich in den verdienten Feierabend. Natürlich geht es hier im "Tag" munter mit News aus aller Welt weiter. Ich würde mich freuen, wenn Sie vorbeischauen und mit mir entdecken, was heute so los ist. Lassen Sie sich von dem trüben Wetter bitte nicht die Laune verderben. Falls Sie mich direkt kontaktieren wollen, schreiben Sie mir gern eine Mail an yuki.schubert[at]nama.de. Ich bin ready und los geht's!

13:56 Uhr

Kokain im Wert von knapp 31 Millionen Euro in Container entdeckt

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Das Kokain war in Sporttaschen verpackt.

(Foto: Zollfahndungsamt Essen )

Kokain im Wert von knapp 31 Millionen Euro haben Zollbeamte in Nordrhein-Westfalen aus dem Verkehr gezogen. Allerdings stieß der Zoll nicht bei einer Kontrolle auf die Drogen - der Zufall hat den Fahndern in die Karten gespielt: Nach Angaben des Essener Zollfahndungsamts entdeckten Beschäftigte einer Firma im Rheinkreis Neuss beim Entladen eines Frachtcontainers statt der erwarteten Klebstoffe diverse Sporttaschen mit sonderbarem Inhalt - 451 Kilogramm Drogen. Dabei handelt es sich um einen der bislang größten Kokainfunde in Land Nordrhein-Westfalen. Die Beamten gehen davon aus, dass es sich um einen missglückten Schmuggelversuch handelte. Demnach war es den Tätern anscheinend nicht gelungen, die Drogen während des Transports rechtzeitig aus dem Container zu holen. Ersten Ermittlungen zufolge kam dieser aus Brasilien und wurde dann im Hafen von Rotterdam umgeschlagen.

Mehr dazu lesen Sie hier.
13:37 Uhr

Nackt vom Dach gefallen - Randalierer von Sanssouci erliegt Verletzungen

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Nach Angaben der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg habe der Randalierer einen Schaden von rund 170.000 Euro angerichtet.

(Foto: picture alliance / Zoonar)

Ein 23-Jähriger, der in der Nacht zum Mittwoch im Potsdamer Park Sanssouci wütete und sich anschließend von einem Dach stürzte, ist seinen schweren Verletzungen erlegen. Der Mann starb am Donnerstag im Krankenhaus, wie ein Sprecher der Potsdamer Staatsanwaltschaft heute sagte. Es sei ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet worden, Anhaltspunkte für ein Fremdschulden gebe es aber nicht. Eine psychische Erkrankung des Manns sei nicht auszuschließen.

Der 23-jährige war in der Nacht zum Mittwoch mutmaßlich in das Marschall-Keith-Haus, die Neuen Kammern von Sanssouci und die Orangerie eingebrochen. Laut Polizei zerschlug er dort Scheiben, zerstörte Vasen und verursachte weitere Schäden. Anschließend stieg er auf das Dach der Orangerie und zog sich nackt aus. Als Polizisten mittels einer Drehleiter der Feuerwehr zu ihm hinaufstiegen und mit ihm Kontakt aufnahmen, ließ sich der Mann unvermittelt vom Dach fallen und stürzte mehrere Meter tief.

13:12 Uhr
Breaking News

Bundesregierung stuft ganz Spanien als Risikogebiet ein

Wegen stark steigender Corona-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung ganz Spanien und damit auch Mallorca sowie die Kanaren am Sonntag als Risikogebiet ein. Das gibt das Robert Koch-Institut bekannt.

Mehr Infos dazu gibt es im Corona-Ticker und hier.

12:45 Uhr

So feiern die Spice Girls 25 Jahre "Wannabe"

"Ha ha ha ha ha ..." - mit diesem frechen Lachen ging es los und Fans (wie ich) wissen, welcher Song so anfängt: "Wannabe" von den Spice Girls. Das Lied entwickelte sich rasend schnell zum Hit und markierte den kometenhaften Aufstieg der fünf Frauen aus Großbritannien und ihrer "Girlpower". Und "der Song, der alles veränderte", wie Victoria Beckham (damals noch Victoria Adams und "Posh Spice"), wird in diesen Tagen 25 Jahre alt.

Das Song-Jubiläum feiern alle Spice Girls auf Social Media mit Fotos und Videos - und natürlich ein paar Anekdoten. Fans sind heute also dringend angehalten, mal bei Instagram auf die Profile ihrer einstigen Idole Emma Bunton, Geri Horner (früher Halliwell), Melanie "Mel B" Brown, Melanie "Mel C" Chisholm und Victoria Beckham zu schauen.

12:13 Uhr

Grizzly tötet Camperin - Bär zum Abschuss freigegeben

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Ein Grizzly ist für die tödliche Attacke verantwortlich. (Themenbild)

(Foto: picture alliance / Zoonar)

Ein Grizzly-Bär hat im Nordwesten der USA eine Camperin angegriffen und tödlich verletzt. Das etwa 180 Kilogramm schwere Tier habe die 65-Jährige im kleinen Ort Ovando in der Nacht aus ihrem Zelt gezerrt, teilte die Wildtier- und Parkverwaltung des Bundesstaates Montana mit. Der Bär werde nun gejagt und erschossen, teilte FWP-Sprecher Greg Lemon mit. Das aggressive Verhalten des Grizzlys sei nicht normal.

Die Campingplätze in der Umgebung wurden bis Sonntag geschlossen. Auf der Jagd nach dem Bären seien Fallen ausgelegt worden, sagte Lemon. Auch ein Hubschrauber war zeitweise im Einsatz. Ovando ist mit seinen weniger als 100 Einwohnern ein beliebter Durchgangsort für Ausflügler. Einen Bärenangriff mit tödlichem Ausgang hatte es in der Umgebung zuletzt im April gegeben.

12:00 Uhr

Schlagzeilen am Mittag

11:40 Uhr

Initiative Schwarzer Menschen begrüßt Verzicht auf Begriff "Schwarzfahren"

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Nicht nur die Entstehungsgeschichte eines Begriffs zählt für die ISD bei der Bewertung.

(Foto: picture alliance / ZB)

Die Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland Bund (ISD) hat die Ankündigung der Verkehrsgesellschaften in Berlin und München sehr positiv aufgenommen, künftig auf den Begriff "Schwarzfahren" zu verzichten. "Es ist begrüßenswert, denn der Begriff hat für schwarze Menschen einen negativen Anklang", sagte der Sprecher der Initiative, Tahir Della. "Es wird damit assoziiert, dass Schwarzes für etwas Negatives steht." Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) hatten der "Bild"-Zeitung bestätigt, Fahren ohne gültigen Fahrschein nicht mehr als Schwarzfahren zu bezeichnen. Der Begriff kommt in diesem Fall allerdings nicht von der Farbe, sondern vom jiddischen Wort shvarts, das arm heißt.

ISD-Sprecher Della sagte, es sei bei vielen Begriffen so, dass diese ursprünglich anders angelegt waren. Sprache verändere sich aber. "Auch wenn Schwarzfahren überhaupt nicht rassistisch angelegt war, ist trotzdem die Wirkung bei Betroffenen, dass schwarz für etwas Negatives steht, für Kriminalität etwa oder Illegalität." Deshalb sei es sinnvoll, den Begriff nicht mehr zu nutzen.

11:15 Uhr

Litauen beginnt mit Bau von Barriere an Grenze zu Belarus

Litauen hat an der Grenze zu Belarus mit dem Bau einer Barriere begonnen. Der erste Abschnitt sei 500 Meter lang, 1,80 Meter hoch und bestehe aus Stacheldraht, teilte eine Militär-Sprecherin mit. Das EU-Land hatte das Vorhaben am Mittwoch angekündigt. Es sollten auch Soldaten eingesetzt werden, um die illegale Einreise von Migranten aus dem Nachbarland zu verhindern. Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hatte angekündigt, dass sein Land Migranten nicht länger daran hindern werde, die Grenze nach Litauen und damit zur EU zu überqueren. Er reagierte damit auf Sanktionen der EU, die verhängt wurden, nachdem Belarus einen Ryanair-Flug zur Landung in Minsk zwang und anschließend den an Bord sitzenden belarussischen Oppositionellen Roman Protassewitsch festnahm.

11:01 Uhr

Nach Plagiatsvorwürfen: Baerbock-Buch bekommt Quellenangaben

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Grünen-Spitzenkandidatin Annalena Baerbock

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Nach den Plagiatsvorwürfen gegen Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock wird ihr Buch nun mit Quellenangaben versehen. Die Sprecherin des Ullstein-Verlags, Christine Heinrich, bestätigte einen entsprechenden "Bild"-Bericht. "In Absprache mit der Autorin werden wir in einer möglichen nächsten Auflage sowie zum nächstmöglichen Zeitpunkt im E-Book zusätzliche Quellenangaben im Buch ergänzen", teilte die Sprecherin mit. Dies entspreche grundsätzlich den Standards bei Nachauflagen und erfolge aus Gründen der Transparenz "auch unabhängig von der rechtlich zulässigen Übernahme von Passagen aus Public Domains".

Baerbock wird vorgeworfen, in dem Buch mit dem Titel "Jetzt. Wie wir unser Land erneuern" Textstellen ungekennzeichnet aus anderen Veröffentlichungen übernommen zu haben. In der "Süddeutschen Zeitung" hatte sie gestern Fehler eingeräumt. "Rückblickend wäre es sicherlich besser gewesen, wenn ich doch mit einem Quellenverzeichnis gearbeitet hätte", sagte sie der Zeitung. Sie habe bewusst auf öffentlich zugängliche Quellen zurückgegriffen, gerade wenn es um Fakten gehe, erklärte sie. "Aber ich nehme die Kritik ernst."

Mehr dazu lesen Sie hier.
10:42 Uhr

Nur Deko? Zoll beschlagnahmt Maschinenpistole von Flugreisendem

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Wegen seiner "Deko" im Koffer hatte der Reisende aus Moskau bereits bei der Einreise nach Polen Probleme gehabt.

(Foto: Hauptzollamt Düsseldorf)

Auf dieses "Geschenk" im Koffer eines russischen Passagiers muss der Beschenkte wohl noch etwas warten: Der Zoll am Düsseldorfer Flughafen hat im Gepäck eines Reisenden eine Maschinenpistole entdeckt. Wie die Behörde in der nordrhein-westfälischen Stadt erklärte, wurde die Waffe bei einer Röntgenkontrolle aufgespürt. Nach Aussage des Reisenden sollte es sich lediglich um einen Nachbau zu Dekozwecken handeln. Laut Zoll wäre die Waffe aber relativ einfach in einen schussfähigen Zustand zu versetzen gewesen.

Daher beschlagnahmten die Beamten die Waffe zunächst und leiteten ein Strafverfahren wegen des Verdachts auf einen Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz ein. Der Mann, der aus Moskau nach Deutschland einreiste, hatte das Modell nach eigener Aussage in Spanien gekauft und als Geschenk für einen Freund in Deutschland mitgebracht. Die Waffe bleibt bis zur Klärung unter Verschluss.

10:21 Uhr

Mindestens 40 Tote bei Fabrikbrand in Bangladesch

Beim Brand einer Fabrik in Bangladesch sind nach neuen Angaben mehr als 40 Menschen ums Leben gekommen. Bislang seien 43 Leichen aus dem noch brennenden Fabrikgebäude in der nahe Dhaka gelegenen Industriestadt Rupganj geborgen worden, teilte die Polizei mit. Bei dem Feuer in der sechsstöckigen Hashem-Fabrik, das bereits gestern ausgebrochen war, wurden zudem 30 Menschen verletzt.

Update: Inzwischen ist nach Angaben der dortigen Polizei die Zahl auf mehr als 50 Tote gestiegen.

09:46 Uhr

Madonna unterstützt Britney Spears: "Gebt dieser Frau ihr Leben zurück"

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Madonna (links) setzt sich für ihre Kollegin Britney Spears ein.

(Foto: Montage/picture alliance/empics/PA/Steve Vas/Geisler-Fotopress)

Im Rechtsstreit um die Vormundschaft für Britney Spears hat ihre Kollegin Madonna mit drastischen Worten Unterstützung bekundet. "Dies ist eine Verletzung der Menschenrechte! Britney, wir kommen, um dich aus deinem Gefängnis zu holen!", schrieb sie auf Instagram zu einem Foto, auf dem sie ein Top mit Spears' Namen trägt. "Sklaverei ist vor langer Zeit abgeschafft worden!", so die 62 Jahre alte Pop-Ikone. "Gebt dieser Frau ihr Leben zurück."

Popsängerin Spears hatte Ende Juni bei einer Anhörung vor Gericht ein Ende der seit 2008 bestehenden Vormundschaft über ihre Person und ihre Finanzen gefordert. In der virtuellen Schalte erklärte die Sängerin von "Baby One More Time", dass sie von ihrer Familie, Betreuern und Anwälten kontrolliert werde. Besonders scharf griff sie ihren Vater an: "Er liebte es", Macht über sie auszuüben, sie sei unter der Vormundschaft wie eine Sklavin behandelt worden. Auch viele andere Prominente haben bereits öffentlich der Sängerin den Rücken gestärkt. "Wir lieben dich Britney!!! Bleib stark", hatte Sängerin Mariah Carey nach der Gerichtsanhörung im Juni auf Twitter geschrieben. Auch Spears' Ex-Freund Justin Timberlake, Christina Aguilera, Courtney Love und die Rapperin Iggy Azalea schickten Botschaften. Die nächste Gerichtsrunde steht am 14. Juli an.

09:11 Uhr

Teenager bei Angriff auf Auto in Marseille erschossen

In Marseille ist ein Mädchen erschossen worden. Die 17-Jährige habe in einem Auto gesessen, das in der vergangenen Nacht mit einem Sturmgewehr angegriffen worden sei, hieß es aus Polizeikreisen. Es handele sich um ein "Kollateralopfer", das nicht polizeibekannt gewesen sei. Insgesamt wurden im Großraum Marseille in den vergangenen zwei Wochen bereits sechs Menschen durch Schüsse getötet.

Die Fahrerin des Wagens sei nicht verletzt worden, hieß es weiter. Der 21-jährige Beifahrer erlitt eine Verletzung an der Schulter. In Marseille gibt es immer wieder schwere Schusswaffenvorfälle. Seit Jahresbeginn wurden nach Angaben der Kriminalpolizei 14 Tote durch Schüsse im Großraum Marseille verzeichnet.

09:04 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:32 Uhr

Taliban erobern nach eigenen Angaben wichtigsten Grenzübergang zum Iran

Seit Beginn des Rückzugs der Nato-Truppen sind die radikalislamischen Taliban auf dem Vormarsch. Nach eigenen Angaben haben sie den wichtigsten Warengrenzübergang zwischen Afghanistan und dem Iran erobert. "Die Grenze von Islam Kala ist jetzt unter unserer vollständigen Kontrolle und wir werden versuchen, sie heute wieder in Betrieb zu nehmen", sagte Taliban-Sprecher Sabihullah Mudschahid. Die Regierung in Kabul bestätigte die Eroberung durch die Taliban zunächst nicht.

Der rund 120 Kilometer von der Stadt Herat entfernte Grenzübergang Islam Kala ist einer der wichtigsten Grenzübergänge Afghanistans. Es ist bereits der zweite wichtige Grenzübergang, dessen Kontrolle die Taliban sich seit Beginn des Rückzugs der Nato-Truppen aus Afghanistan sichern konnten. Im Juni hatten sie bereits den wichtigsten Grenzübergang zu Tadschikistan, Schir Chan Bandar, erobert.

08:09 Uhr

"Unser Karrieresystem ist von Männern für Männer gemacht"

Was ist denn das für ein Outfit? Wie klingt ihre Stimme? Und wo hat sie eigentlich ihr Baby gelassen? Frauen werden im Beruf immer noch mit anderen Fragen konfrontiert als Männer. Die einst jüngste Aufsichtsrätin Deutschlands, Fränzi Kühne, hat genug davon. Und schießt den Ball zurück.

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„Es geht bei Frauen weniger um die Kompetenz, sondern tatsächlich erstmal eher um den Exoten-Status", sagt Fränzi Kühne.

(Foto: Tom Wagner)

"Unser Karrieresystem ist von Männern gemacht für Männer, und das ist ein großer Missstand", sagt Kühne im Podcast "heute wichtig". Kühne mahnt: "Immer wieder geht es um das Thema Vereinbarkeit, Vorbildfunktion, Verantwortung - und das sind Fragen, die durchaus ihre Berechtigung haben, was aber nicht passiert ist, dass diese Fragen Männern gestellt werden."

Erst beim Umdrehen dieser Fragen sei ihr aufgefallen, wie anmaßend diese teilweise sind. Kühne hatte zum Beispiel Außenminister Heiko Maas gebeten, sein Outfit zu beschreiben. Außerdem kritisiert sie im Podcast: "Wir haben jetzt 13 Prozent Frauen in den Vorständen Deutschlands. Das ist lächerlich!"

"heute wichtig"

"heute wichtig" ist der neue Morgen-Podcast des "Stern" in Kooperation mit RTL und ntv. Mit einem Mix aus Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Unterhaltung steht der Podcast von Montag bis Freitag immer ab 6 Uhr zum Abruf bereit. Verpassen Sie keine Folge von "heute wichtig" und abonnieren Sie den Podcast bei Audio Now, Spotify, Apple Podcasts, Deezer, Castbox oder in ihrer Lieblings-Podcast-App.

07:52 Uhr

Das Wetter bleibt verregnet und trüb

Die Sonnenbrille können Sie vorerst zu Hause lassen. Der Freitag wird leider kein Sommertag, und auch zum Wochenende hin bleibt Deutschland nicht von Nässe verschont. Mit Temperaturen von 18 bis 25 Grad ist im ganzen Land mit Niederschlag zu rechnen, im Nordosten besteht zudem Unwettergefahr. Dafür verspricht der Samstag eine kurze Pause vom Regen.

07:46 Uhr

Starkregen sorgt für Überschwemmungen in New Yorker U-Bahnen

Tropensturm "Elsa" nimmt Kurs auf New York, aber schon vorher geht heftiger Regen über der Millionenmetropole nieder. Mehrere U-Bahn-Stationen sind von den Wassermassen überflutet worden. Nutzer der Metro veröffentlichten Videoaufnahmen, auf denen die Überschwemmungen zu sehen waren. An der im Norden Manhattans gelegenen Station 157th Street reichte das Wasser einigen Fahrgästen bis zur Hüfte. NWS warnte vor weiteren heftigen Regenfällen und Überschwemmungen.

Stark betroffen von den Überschwemmungen seien die Linien 1 und A der Metro, sagte die Chefin der New Yorker Verkehrsbetriebe, Sarah Feinberg, bei einer Pressekonferenz. Der von heftigen Gewittern begleitete Starkregen führte in mehreren Stadtteilen auch zu Straßensperrungen. Vor allem im Bezirk Bronx mussten auch Hauptverkehrsadern vom restlichen Verkehrsnetz abgeschnitten werden. Viele Autofahrer strandeten während der Fahrt, wie auf Bildern zu sehen war, die die New Yorker Polizei bei Twitter veröffentlichte.

07:15 Uhr

Neun Tote nach Flugzeugabsturz in Schweden

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Polizisten an der Absturzstelle auf dem Flughafen Örebro.

(Foto: picture alliance/dpa/TT News Agency/AP)

In Schweden hat sich ein schwerer Unfall mit einem Kleinflugzeug ereignet: Bei dem Absturz in der Nähe der schwedischen Stadt Örebro sind alle neun Passagiere umgekommen. "Es ist ein sehr schwerer Unfall und alle Insassen sind dabei ums Leben gekommen", hieß es auf der Webseite der schwedischen Polizei. Das Flugzeug des Typs DHC-2 Turbo Beaver transportierte neben dem Piloten noch acht Fallschirmspringer. Kurz nach Abheben der Maschine schlug das Flugzeug neben der Landebahn wieder auf und fing sofort Feuer. Ein ähnlicher Unfall hatte sich schon 2019 ereignet, mit ebenfalls neun Toten. Die darauf folgende Untersuchung hatte ergeben, dass das Flugzeug nicht ordentlich geladen worden war.

07:01 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

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Heute fällt die Entscheidung, welche Parteien es auf den Wahlzettel schaffen.

(Foto: picture alliance/dpa)

starten wir in den letzten Tag der regulären Arbeitswoche, der vor allem im Hinblick auf die Bundestagswahl spannend wird. Denn im September treten ja nicht nur die großen Parteien an, sondern auch kleinere Parteien - sofern sie die Kriterien erfüllen:

  • Der Bundeswahlausschuss schließt um 9 Uhr seine Beratungen über die Zulassung kleinerer Parteien und Vereinigungen zur Bundestagswahl ab. 87 Gruppierungen haben dem Bundeswahlleiter angezeigt, dass sie an der Bundestagswahl teilnehmen wollen.
  • Vizekanzler Olaf Scholz von der SPD will bei G20-Kollegen für eine globale Mindeststeuer werben bei einem Treffen in Venedig.
  • Landräte aus ganz Deutschland kommen am Mittag in Timmendorfer Strand zur Jahrestagung des Deutschen Landkreistags zusammen. Als Redner werden Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther von der CDU erwartet.
  • Das Karlsruher Verfassungsgericht verkündet am Morgen seine Entscheidung über neue Eilanträge zum EU-Einheitspatent. Die Einführung wird seit Jahren durch Verfassungsbeschwerden in Deutschland blockiert.

In der ersten Tageshälfte begleite ich Sie durch die Nachrichtenwelt. Mein Name ist Johanna Ohlau. Wenn Sie mir schreiben möchten, tun Sie das gern via Twitter oder per Mail an johanna.ohlau[at]nama.de. Den besten Überblick zur Pandemie-Lage gibt es in unserem Corona-Ticker. Über Olympia und Fußball-EM bleiben Sie im Sport-Tag bestens informiert. Kommen Sie gut in den Tag!

06:46 Uhr

Bolsonaro: "Ich scheiß' auf den Untersuchungsausschuss"

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Jair Bolsonaro

(Foto: REUTERS)

Er wird öfter als "Tropen-Trump" bezeichnet, und gerade wird er diesem Spitznamen wieder mehr als gerecht: Brasiliens rechtsextremer Staatschef Jair Bolsonaro hat sich unbeeindruckt von den Korruptionsermittlungen gegen ihn gezeigt. "Ich scheiß' auf den Untersuchungsausschuss. Ich werde nicht antworten", sagte Bolsonaro in einer Videobotschaft. "Ich werde auf diese Leute in keiner Weise reagieren, es geht ihnen nicht um die Wahrheit, sondern nur darum, die Regierung zu zermürben." Bolsonaro soll laut einer Klage von drei Senatoren über ein "gigantisches Korruptionssystem" im Gesundheitsministerium informiert gewesen sein, aber nichts dagegen unternommen haben. Es geht um Korruption im Zusammenhang mit einem Vertrag über den in Indien hergestellten Corona-Impfstoff Covaxin im Wert von umgerechnet rund 250 Millionen Euro.

Sollte es zu einem Strafverfahren gegen Bolsonaro vor dem Obersten Gerichtshof kommen, droht dem Rechtsextremen die Amtsenthebung. Voraussetzung dafür wäre allerdings eine Anklageerhebung durch den Generalstaatsanwalt Augusto Aras, einen Bolsonaro-Verbündeten. Die Vorwürfe heizen derzeit die Proteste gegen den umstrittenen Staatschef wegen dessen Umgang mit der Pandemie weiter an.

06:24 Uhr

Brite verzichtet auf Tickets fürs EM-Halbfinale, um Stammzellen zu spenden

Eine Fangeschichte aus Großbritannien erwärmt gerade die Herzen vieler Menschen: Ein junger Brite hat sein Ticket für das Halbfinalspiel der Europameisterschaft am Mittwochabend abgegeben, um stattdessen lebensrettende Stammzellen zu spenden. In den Online-Netzwerken wird Sam Astley dafür gefeiert. Sponsoren wollen sich nun darum bemühen, dem 24-Jährigen Tickets für das Finale des Turniers zu besorgen. Astleys Freundin hatte die Tickets für das Halbfinale England gegen Dänemark im Londoner Wembley-Stadion bei einem Gewinnspiel gewonnen. Doch dann erhielt er die Nachricht, dass er als Spender für einen Blutkrebspatienten in Frage kam. Also verfolgte Astley das Spiel vom Krankenhausbett. Über die Tickets durften sich Verwandte des Paares freuen.

Nachdem die Lokalzeitung "Stourbridge News" über die "Heldentat" berichtet hatte, wurde die Geschichte in den Online-Medien verbreitet. "Fantastisch", kommentierte etwa der frühere englische Fußballstar und heutige Fußballkommentator der BBC, Gary Lineker. "Wir haben das gesehen und würden Sam gerne helfen, zum Finale am Sonntag zu gehen", twitterte der Smartphone-Hersteller und EM-Sponsor Vivo Europe. Astley twitterte gestern ein Bild von sich in einem Krankenhausbett, bedankte sich bei Lineker und anderen für "all die wunderbaren Nachrichten". Der Eingriff sei gut verlaufen, er erhole sich nun.

06:02 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht

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