Mittwoch, 18. März 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:34 Uhr

Das war Mittwoch, der 18. März 2020

Liebe Leserinnen und Leser,

mehr als 12.000 Menschen in Deutschland sind bereits mit dem Coronavirus infiziert. Jeder von uns kann seinen Beitrag leisten, um die Pandemie zu verlangsamen: "Halten Sie sich an die Regeln, die nun für die nächste Zeit gelten", sagt Bundeskanzlerin Merkel in ihrer heutigen TV-Ansprache.

Wer sich an die Regeln nicht hält, trägt womöglich zur Verbreitung des Virus bei. Wie groß Ihr persönlicher Corona-Fußabdruck ist, können Sie mit diesem Tool errechnen.

Hier finden Sie alle aktuellen Daten und Fakten zum Coronavirus.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend! Bleiben Sie gesund!

21:44 Uhr

Motorradfahrer stoßen frontal zusammen - beide tot

In Bayern sind zwei Motorradfahrer nach dem Frontalzusammenstoß ihrer Fahrzeuge gestorben.

Die Männer im Alter von 22 und 53 Jahren erlagen noch an der Unfallstelle bei Hilgertshausen-Tandern ihren Verletzungen. Einer der beiden hatte vor dem Zusammenprall ein Auto überholt. Weitere Details sind noch unklar.

21:03 Uhr

Starkes Erdbeben erschüttert Bali

Nicht nur in den USA bebt die Erde: Auch die indonesische Insel Bali ist von einem heftigen Erdbeben der Stärke 6,3 erschüttert worden.

Das Zentrum des Bebens lag der US-Erdbebenwarte USGS zufolge 255 Kilometer südlich der Stadt Nusa Dua in einer Tiefe von zehn Kilometern. Das Beben war vielerorts auf der bei Touristen beliebten Insel zu spüren. Über Verletzte oder Schäden ist noch nichts bekannt.

20:28 Uhr

Aldi und Rewe verzichten auf Sonntagsöffnung

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Mo - Sa: Zumindest bei Rewe und Aldi bleibt es beim Alten.

(Foto: picture alliance / dpa)

Vor ein paar Wochen träumten deutsche Supermarktbetreiber noch davon - jetzt dürfen sie ihre Geschäfte am Sonntag öffnen. Doch trotz der Erlaubnis verzichten Aldi und die Rewe-Gruppe einschließlich ihres Discounters Penny auf die Sonntagsöffnung: "Mit dem gegenwärtigen Pensum verlangen wir den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Märkten bereits Erhebliches ab. Und wir haben aktuell wenig Grund zu der Annahme, dass sich daran binnen sehr kurzer Frist etwas verändert", schreibt Rewe-Chef Lionel Souque in einem Brief an die selbstständigen Rewe-Kaufleute. Die bestehende Öffnung an sechs Tagen in der Woche erlaube es bereits, die Kunden bedarfsgerecht zu bedienen.

Auch eine Aldi-Sprecherin betonte, angesichts der aktuell hohen Belastung bräuchten die Mitarbeiter Ruhephasen, um Kräfte zu sammeln. Deshalb plane der Discounter weder verlängerte Öffnungszeiten noch einen Sonntagsverkauf.

19:49 Uhr

Gericht: Cum-Ex-Geschäfte sind strafbar

Die als Cum-Ex-Deals bekannte Mehrfacherstattung von Steuern ist nach Ansicht des Landgerichts Bonn eine Straftat. Das hat das Gericht zum Ende des bundesweit ersten Strafprozesses um die umstrittenen Geschäfte entschieden, indem es die Angeklagten zu Haftstrafen auf Bewährung verurteilt hat. Durch Cum-Ex ist dem deutschen Staat ein Schaden in Milliardenhöhe entstanden.

Mehr dazu in Kürze auf ntv.de

19:45 Uhr
Breaking News

Fast 500 Tote an einem Tag in Italien

In Italien steigt die Zahl der Todesfälle durch das Coronavirus auf fast 3000. 475 weitere Patienten seien binnen 24 Stunden an den Folgen ihrer Coronavirus-Infektion gestorben, teilen die Behörden in Rom mit. Dies ist die höchste Zahl an Todesfällen in einem Land an nur einem Tag seit dem Beginn der Viruskrise im vergangenen Dezember. Die Zahl der Infektionsfälle erhöht sich auf mehr als 35.700. Insgesamt starben nach offiziellen Angaben 2978 Menschen in Italien an der durch das neuartige Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Am Dienstag meldete Italien noch 345 Tote innerhalb von 24 Stunden.

Mehr dazu lesen Sie hier.
19:14 Uhr

Delfine erobern italienische Häfen zurück

Wegen der Ausgangssperre steht das Leben in Italien still. Und kaum sind die Menschen weg, kehren Delfine in die Häfen zurück. Weil keine Fähren mehr fahren, schwimmen in Cagliari auf Sardinien die Tiere wieder nahe an die Stadt.

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Sogar im Hafen von Triest im Nordosten des Landes wurden Delfine gesichtet.

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In Venedigs Kanälen gibt es keine Delfine, dafür aber wieder sehr viele Fische und Schwäne. Die freuen sich über das klare Wasser in der sonst von Touristen überfüllten Lagunenstadt.

18:40 Uhr

Promis "dealen" mit Klopapier

Die globale Coronavirus-Pandemie erzeugt nicht nur Schreckensnachrichten. Menschen auf der ganzen Welt beweisen, dass sie trotz der ernsten Lage ihren Humor nicht verlieren. In witzigen Videos machen sie sich originell über Klopapier-Hamsterkäufe lustig.

 

18:23 Uhr

"Tatort"-Mitbegründer Hans Prescher gestorben

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Zwei Filme, an denen Hans Prescher beteiligt war, wurden mit dem "Oscar" ausgezeichnet.

(Foto: picture alliance/dpa)

Einer der Mitbegründer der ARD-Krimireihe "Tatort", Hans Prescher, ist tot.

  • Er starb am vergangenen Sonntag im Alter von 89 Jahren in München, teilte der Hessische Rundfunk (HR) mit.
  • Prescher war um 1970 an der Entwicklung des Krimiklassikers "Tatort" beteiligt. In seine Verantwortlichkeit fielen auch Großprojekte wie die elfteilige TV-Verfilmung des Thomas-Mann-Romans "Buddenbrooks". Daneben betreute er Kinoproduktionen, unter anderem mit den Regisseuren Volker Schlöndorff, Werner Herzog und István Szabó.
  • Die unter HR-Beteiligung realisierten Spielfilme "Die Blechtrommel" von Schlöndorff und "Mephisto" von Szabó wurden mit dem "Oscar" ausgezeichnet.
17:50 Uhr
Breaking News

WHO meldet 200.000 Corona-Fälle und 8.000 Tote

Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht von mehr als 200.000 Corona-Infizierten und mehr als 8000 Toten aus. In Deutschland sind bislang mehr als 10.000 Infektionen bekannt. 28 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind bislang bundesweit gestorben.

Mehr dazu in unserem Liveticker.

17:36 Uhr

Emma Stone sagt ihre Hochzeit ab

Schauspielerin Emma Stone und Komiker Dave McCary hätten angeblich längst rechtmäßig verheiratete Eheleute sein wollen. Doch wie nun das US-Portal "Page Six" berichtet, ist ihnen offenbar die Coronavirus-Pandemie dazwischengekommen. Die Hochzeit, die ursprünglich am vergangenen Wochenende in Los Angeles habe stattfinden sollen, sei kurzerhand abgesagt worden.

Offiziell dazu geäußert hat sich das Paar, das im Dezember 2019 die Verlobung öffentlich gemacht hatte, noch nicht. Es scheint aber, als habe es den Appell von US-Präsident Donald Trump ernst genommen, Veranstaltungen mit mehr als zehn Teilnehmern zu unterlassen.

Ein neues Datum für die Trauung sollen die Oscar-Gewinnerin und ihr Verlobter bislang noch nicht haben. Seit 2017 sind die beiden ein Paar.

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16:56 Uhr

Supermarkt bietet "Apokalypse-Einkaufswagen für Panikmacher" an

Auch bei den Russen stehen aktuell Klopapier, Nudeln und Co. ganz oben auf der Einkaufsliste. Eine Supermarktkette reagiert darauf mit einer augenzwinkernd gemeinten Aktion. Das französische Unternehmen Auchan bietet in einigen russischen Märkten bereits bestückte Einkaufswagen mit Alltagswaren in verschiedenen Preiskategorien an.

Zu einem festgelegten Preis können Dinge wie Mehl, Nudeln, Reis, Speiseöl und Toilettenpapier gekauft werden. In Kommentaren wurde dies als "Apokalypse-Einkaufswagen für Panikmacher" bezeichnet.

Russischen Medienberichten zufolge wollten die Einkaufsmärkte zeigen, dass es keinen Mangel an Alltagsware gebe. Auchan teilte mit: "In den Lagern unserer Lieferanten befindet sich genügend Ware, damit wir Ihnen alles liefern können, was Sie benötigen."

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16:21 Uhr

Erdbeben erschüttert Salt Lake City

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Ob es Verletzte gab, ist noch nicht bekannt.

(Foto: AP)

Ein Erdbeben der Stärke 5,7 hat den Großraum von Salt Lake City im US-Bundesstaat Utah erschüttert. Das Beben in rund elf Kilometer Tiefe ereignete sich in unmittelbarer Nähe der Stadt Magna, wie die Erdbebenwarte USGS meldete. Über Verletzte wurde zunächst nichts bekannt.

  • Tausende Menschen haben keinen Strom. Auch die Coronavirus-Hotline des Bundesstaates ist ausgefallen.
  • Der Gouverneur von Utah, Gary Herbert rief die Bürger dazu auf, zu Hause zu bleiben und sich vom Stadtzentrum von Salt Lake City fernzuhalten, während Schäden geprüft würden.
  • Die Bürgermeisterin von Salt Lake City, Erin Mendenhall, schrieb auf Twitter: "Ich weiß, das letzte, das wir jetzt gerade brauchen, ist ein Erdbeben." Es sehe so aus, als seien Nachbeben möglich.
15:54 Uhr

Auftragsmörder zu lebenslanger Haft verurteilt

Nach dem gewaltsamen Tod eines 24 Jahre alten Mannes ist ein Auftragsmörder in Freiburg zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

  • Der 33 Jahre alte Deutsche habe sich des Mordes schuldig gemacht, entschied das Landgericht Freiburg. Er habe den 24-Jährigen mit zwei Schüssen in den Kopf getötet und dafür als Lohn 50.000 Euro erhalten.
    Gehandelt habe er im Auftrag eines 39 Jahre alten Freiburger Rechtsanwalts.
  • Dieser habe von dem 24-Jährigen, der Opfer des Mordes wurde, eine große Summe aus Drogengeschäften aufbewahrt und den Mord aus Geldgier in Auftrag gegeben. Der Jurist hatte sich im vergangenen November im Gefängnis in seiner Zelle das Leben genommen.
  • Die Tat ereignete sich vergangenen Juli in einem Gewerbegebiet in Freiburg.
15:04 Uhr

Unfall mit Zug im Elsass: ein Toter und zwei Verletzte

Bei einem Unfall mit einem Regionalzug im Elsass ist ein Gleisarbeiter ums Leben gekommen. Zwei weitere Arbeiter der französischen Staatsbahn SNCF wurden verletzt. Der Vorfall ereignete sich auf der Strecke zwischen Nancy und Straßburg.

  • Medienberichten zufolge wurde der zweite Arbeiter schwer verletzt, der dritte erlitt Verletzungen an den Beinen.
  • Die Gruppe Gleisarbeiter sei in der Nähe von Vendenheim im Département Bas-Rhin von einem TER-Regionalzug getroffen worden, wie die Regionalzeitung "L'Alsace" berichtete. Demnach war der tödlich verletzte Mann 45 Jahre alt.
  • Fahrgäste seien nicht verletzt worden. Rund 30 Einsatzkräfte waren dem Bericht zufolge vor Ort.
14:32 Uhr
Breaking News

ESC wegen Coronavirus abgesagt

Der Eurovision Song Contest (ESC) ist wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt worden. Das ESC-Finale, das am 16. Mai in Rotterdam stattfinden sollte, müsse abgesagt werden, teilten die Veranstalter mit. Die Niederlande sind Gastgeber, weil im vergangenen Jahr der niederländische Sänger Duncan Laurence gewonnen hatte.

Mehr dazu lesen Sie hier.
14:30 Uhr

Schichtwechsel

Franziska Türk verabschiedet sich in den Feierabend, ab sofort und bis zum späten Abend begleite ich Sie durch den "Tag". Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag.

14:01 Uhr
Breaking News

Deutschland setzt Flüchtlingsaufnahme wegen Coronakrise aus

Angesichts der Verbreitung des Coronavirus setzt Deutschland die Aufnahme von Flüchtlingen aus dem Ausland aus. Das berichtet die Funke Mediengruppe unter Berufung auf das Bundesinnenministerium.

Mehr dazu lesen Sie hier.
14:26 Uhr

Trotz Quarantäne: "Netflix Party" macht Filmabend mit Freunden möglich

In Zeiten des Coronavirus sollen soziale Kontakte so gut wie möglich vermieden werden. Weil ein Filmabend in Gesellschaft aber viel mehr Spaß macht als alleine, gibt es die Chrome-Erweiterung "Netflix Party". Darüber können Freunde zum gemeinsamen Streamen eingeladen werden: Alle schauen gleichzeitig den gleichen Film - und können sich über die Chatfunkion in Echtzeit darüber austauschen. Das funktioniert allerdings nur, wenn alle Beteiligten einen Netflix-Account haben.

13:52 Uhr

Tschad bezahlt 100 Millionen Dollar Schulden in Rindern

Der Tschad schuldet Angola 100 Millionen Dollar. Das Problem: Der Tschad verfügt über zu wenige finanzielle Mittel, um die Schulden zurückzubezahlen. Die Lösung: Angola braucht Rinder - und davon hat der Tschad mehr als genug. Laut BBC haben die beiden afrikanischen Länder deshalb vereinbart, dass zur Schuldentilgung in den kommenden zehn Jahren 75.000 Rinder vom einen ins andere Land gebracht werden. Mehr als 1000 Rinder sind bereits per Schiff in Angolas Hauptstadt Luanda angekommen. Angola kann damit die Rinderbestände wieder aufstocken, die in der Vergangenheit während Dürreperioden verhungert oder verdurstet waren.

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Mit jedem Rind werden 1333 Dollar Schulden getilgt.

(Foto: REUTERS)

13:15 Uhr

Merz' Coronasymptome sind "etwas stärker geworden"

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Die Grippesymptome beim mit dem Coronavirus infizierten Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz sind nach dessen Angaben "etwas stärker geworden". Merz bedankte sich via Twitter "für die überwältigende Zahl von Genesungswünschen, die ich seit gestern bekommen habe". Er fügte hinzu: "Am Tag 4 sind die Grippesymptome etwas stärker geworden. Ich bleibe zuversichtlich und danke allen, die unser Gesundheitssystem so engagiert am Laufen halten."

Der 64-Jährige hatte am Dienstag mitgeteilt, dass er sich mit dem Coronavirus angesteckt hat. "Ein am Sonntag bei mir durchgeführter Corona-Test ist positiv. Ich werde bis Ende nächster Woche zu Hause unter Quarantäne stehen", sagte Merz. Damals erklärte er noch, er habe nur leichte bis mittlere Symptome.

12:43 Uhr

Husten bei Feierabendbier führt zu Schlägerei

Ja, wir sind derzeit wegen des Coronavirus alle besonders vorsichtig. Nein, wir müssen deshalb nicht gleich aufeinander losgehen. Genau das hat aber eine Gruppe Männer im thüringischen Ehringsdorf getan. Laut der Polizei Weimar tranken dort am Dienstagabend mehrere Männer im Alter von 34 bis 47 Jahren zusammen ein Feierabendbier, als einer von ihnen plötzlich husten musste. "Diesen Umstand sahen die anderen Anwesenden als Bedrohung für sich", hieß es im Polizeibericht. Der Mann wurde von den anderen zum Gehen aufgefordert, nahm dies aber nicht ernst. Daraufhin gab es eine Auseinandersetzung, die schließlich in Schlägen gipfelte - der Mann musste danach ambulant behandelt werden. "Trotz der teilweise widrigen äußeren Umstände mahnt die Polizei zu Besonnenheit", betonten die Ordnungshüter. Allen Beteiligten würde es wohl nicht schaden, ihr Feierabendbier künftig Zuhause zu trinken - allein.

12:09 Uhr

Spahn sagt Geburtstagsparty wegen Coronavirus ab

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Wird auch ohne Party 40: Jens Spahn.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Bundesgesundheitsminister geht mit gutem Beispiel voran: Jens Spahn verzichtet auf eine Feier zu seinem runden Geburtstag. Am 16. Mai wird der CDU-Politiker 40 Jahre alt. Eine Party wird es aufgrund der aktuellen Lage allerdings nicht geben, sagte er der Zeitschrift "Bunte". "Die Party habe ich abgesagt. Niemandem fällt es leicht, seinen Alltag umzustellen und auf Dinge zu verzichten, die einem wichtig sind. Wir müssen alle mithelfen, dass unser Gesundheitswesen diese Herausforderung meistert", lautet seine Marschrichtung.

11:19 Uhr

Erneute Ausschreitungen an griechisch-türkischer Grenze

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Am Grenzübergang Pazarkule hatte es in den vergangenen Wochen immer wieder Ausschreitungen gegeben.

(Foto: picture alliance/dpa)

In der Nacht ist es an der griechisch-türkischen Grenze erneut zu Zwischenfällen am Übergang von Kastanies/Pazarkule gekommen. Etwa 500 vor allem jugendliche Migranten versuchten, den Grenzzaun auf griechischer Seite niederzureißen. Dabei seien von türkischer Seite Tränengasgranaten und Steine auf die Beamten der griechischen Polizei und der europäischen Grenzschutzagentur Frontex geschleudert worden, berichtete das griechische Staatsfernsehen.

Die griechischen Beamten setzten den Angaben zufolge starke Ventilatoren ein, um die Tränengas- und Rauchschwaden zurück auf türkisches Territorium zu treiben. Auch sie setzten Tränengas ein. Die Zwischenfälle dauerten etwa eineinhalb Stunden. Gegen 4 Uhr seien die Migranten zurück in ein provisorisches Lager in Pazarkule gegangen, wie Augenzeugen berichteten.

10:53 Uhr

Neuseeland legalisiert Abtreibungen

Abtreibungen sind in Neuseeland künftig nicht mehr strafbar. Das Parlament in Wellington verabschiedete ein entsprechendes Gesetz. Bislang galt Schwangerschaftsabbruch in Neuseeland gemäß einem Gesetz aus dem Jahr 1961 als Straftat, Abtreibungsärzten drohten bis zu 14 Jahre Gefängnis.

Obwohl das Gesetz nie angewendet wurde und Frauen im Falle eines Schwangerschaftsabbruchs keine Strafe drohte, betonte Gesundheitsminister Andrew Little die Notwendigkeit der Gesetzesänderung. "Ab heute werden Abtreibungen richtigerweise als Gesundheitsfrage behandelt", erklärte er. Mit der neuen Regelung sei es für Frauen leichter, sich beraten und behandeln zu lassen.

10:27 Uhr
Breaking News

Merkel wendet sich in Fernsehansprache an Bevölkerung

Am Abend will sich Bundeskanzlerin Angela Merkel wegen der Corona-Krise in einer Fernsehansprache an die gesamte Nation wenden. Laut "Süddeutscher Zeitung" soll die Ansprache in ARD und ZDF ausgestrahlt werden.

Mehr dazu lesen Sie hier.
10:24 Uhr

Mieter und Vermieter fordern "Sicher-Wohnen-Fonds"

Interessenverbände von Mietern und Vermietern fordern von der Bundesregierung einen "Sicher-Wohnen-Fonds", um den Fortbestand der Mietverhältnisse zu sichern. Der Deutsche Mieterbund (DMB) und der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GDW) warnten, dass die Ausfälle Vermieter und Mieter gleichermaßen treffen würden. Mietern drohe die Zahlungsverzugskündigung, aber auch Vermieter könnten wegen finanzieller Einbußen in Schieflage geraten.

"Wir brauchen dringend einen Solidarfonds, damit niemand seine Wohnung wegen Zahlungsproblemen, die durch die Corona-Krise entstanden sind, verliert", so die Präsidenten der beiden Verbände, Lukas Siebenkotten vom Mieterbund und Axel Gedaschko vom GdW. "Dies sind keine Zeiten der Auseinandersetzung, sondern der gemeinsamen Verantwortung."

10:03 Uhr

Jimmy Fallon sendet "Tonight Show" von zu Hause

US-Talkmaster Jimmy Fallon sendet seine Nachtshow wegen der Corona-Krise von zu Hause - und bezieht seine Familie gleich mit ein. Auf Youtube präsentierte er am Dienstagabend "The Tonight Show: At Home Edition (The First One)" aus seinem improvisierten Heimstudio und erklärte zu Beginn des etwa zehnminütigen Clips: "Mein Kameraoperator ist meine Frau. Hi Honey, danke dir, dass du das machst!"

Dann stellte er den Zuschauern seinen ersten Gast vor: Familienhund Carrie. Wenig später brachte sich seine Tochter Franny ins Spiel, als sie auf den Labrador zustürmte und ihn vor der Kamera umarmte. Als Fallon die Fünfjährige fragte, ob sie die Gitarre spielen werde, die vor ihm lag, sagte sie zu, verabschiedete sich dann aber durch eine Rutsche, die aus dem Raum führt. Erst kürzlich hatte sich Fallon ein Lied für seine Töchter ausgedacht. Der Text: "Wascht eure Hände, fasst euch nicht ins Gesicht".

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09:36 Uhr

"Coronavirus-Remix" erobert Charts

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Auch vor Musikern macht das Coronavirus nicht Halt, und so wandte sich Rapperin Cardi B vor einigen Tagen auf Instagram mit einem Appell an ihre Fans, das Virus ernst zu nehmen. Ihre Ansprache beendet sie - halb singend, halb schreiend - mit den Worten: "Coronavirus! Coronavirus! I’m telling you, is real! It is gettin’ real!" Es kam wie es kommen musste: DJ iMarkkeyz schnappte sich den Soundschnipsel, unterlegte ihn mit einem Beat - fertig war der "Coronavirus-Remix". Der schaffte es in Brasilien, Ägypten und Bulgarien sogar an die Spitze der Download-Charts von iTunes.

09:08 Uhr

Wegen Corona geschlossen: Pinguine erkunden Aquariumanlage

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Für die Pinguine im "Shedd Aquarium" in Chicago hat das Coronavirus definitiv seine Vorteile: Statt wie sonst in ihrem Gehege in der Anlage sitzen zu müssen, dürfen sie jetzt in dem geschlossenen Aquarium mit ihren Pflegern auf Entdeckungstour gehen. Und die bunten Fische hinter den Glasscheiben scheinen durchaus das Interesse der Pinguine zu wecken. Nicht wirklich verwunderlich - die Antarktisbewohner dürften sich schließlich noch nie in den Amazonas verirrt haben.

08:55 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:25 Uhr

Jeder zweite Alleinerziehende ständig unter Druck

Auch ohne die Zusatzbelastung der Coronakrise steht fast die Hälfte der Alleinerziehenden unter permanentem Druck. Für 46 Prozent der getrennt lebenden Eltern bedeutet die Betreuung und Erziehung der Kinder den größten Stressfaktor, wie aus Zahlen einer Forsa-Umfrage im Auftrag der KKH Kaufmännische Krankenkasse in Hannover hervorgeht. Im Vergleich zu zusammenlebenden Eltern klagen Alleinerziehende demnach deutlich mehr über die Arbeitsbelastung im Haushalt, finanziellen Druck und über Konflikte in der Familie. Fast zwei Drittel der Alleinerziehenden gaben an, an Müdigkeit und Schlafstörungen, sowie an Erschöpfung und Burnout zu leiden.

Nach Angaben der KKH dürfte sich die Situation für Alleinerziehende in der kommenden Zeit verschärfen: Wegen der Coronakrise sind die Schulen und Kitas geschlossen. Insbesondere für alleinlebende Eltern werde es daher immer schwieriger, Familie, Haushalt und Beruf unter einen Hut zu bringen.

07:54 Uhr

Virus verändert Kaufverhalten dauerhaft

Die Einkaufsgewohnheiten in Deutschland werden sich nach Ansicht von Experten wegen der Coronavirus-Krise nachhaltig verändern. Der größte Gewinner dürfte dabei der Online-Handel sein. Davon gehen der Geschäftsführer des Kölner Instituts für Handelsforschung (IFH), Kai Hudetz, und der E-Commerce-Experte Gerrit Heinemann von der Hochschule Niederrhein aus. Die Krise gebe dem Online-Handel noch einmal einen kräftigen Schub, sagte Hudetz. Zwar bekomme auch der Internethandel derzeit die generelle Verunsicherung der Verbraucher zu spüren. Aber wenn noch etwas gekauft werde, dann besonders gerne im Internet.

"Es ist damit zu rechnen, dass der Online-Handel auch langfristig von dieser Krise profitieren wird. Auch wenn das Thema Coronavirus vorbei ist, wird weiterhin mehr online eingekauft werden als vor der Krise", prognostizierte Hudetz. Verlierer würden die kleinen stationären Läden ohne Internetangebot sein. "Wer jetzt kein Online-Angebot hat, steht ohne funktionierenden Vertriebsweg da und kann die Versäumnisse der Vergangenheit auch kaum nachholen."

07:23 Uhr

Katy Perry umgeht Millionenstrafe

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US-Sängerin Katy Perry hat in einem langjährigen Urheberstreit um den Hit "Dark Hors" einen Sieg verbucht. Die Richterin eines Bundesgerichts in Los Angeles setzte in dem Millionenstreit ein früheres Jury-Urteil gegen Perry, ihre Songwriter und Plattenfirma aus, berichtet das US-Branchenblatt "Variety". Im vorigen Juli hatten Geschworene die Sängerin und ihr Team zur Zahlung von knapp 2,8 Millionen Dollar verurteilt. Die Jury war damals zu dem Schluss gekommen, dass Perry Teile ihres Hits "Dark Horse" aus dem Jahr 2013 vom Song "Joyful Noise" des christlichen Rappers Marcus Gray aus dem Jahr 2008 kopiert habe. Gray, der unter dem Künstlernamen Flame bekannt ist, hatte erstmals 2014 wegen Urheberrechtsverletzung geklagt.

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Richterin Christina Snyder verwarf nun jedoch die Entscheidung der Jury mit der Begründung, dass das strittige Beat-Element von "Joyful Noise" so gewöhnlich sei, dass es gar nicht unter Urheberrecht stehen könne. Perrys Anwälte hatten zuvor betont, die Sängerin habe den Song des Rappers überhaupt nicht gekannt.

06:58 Uhr

Brasilien: Hunderte Gefängnisausbrecher gefasst

Nach den massiven Gefängnisausbrüchen in Brasilien haben die Sicherheitskräfte Hunderte geflüchtete Häftlinge wieder gefasst. Mindestens 586 der entkommenen Häftlinge seien aufgegriffen worden, teilte die Gefängnisverwaltung des Bundesstaats São Paulo mit. Rund 800 Häftlinge befinden sich allerdings noch auf der Flucht.

In drei Haftanstalten des Bundesstaats mit halboffenem Vollzug waren am Montagabend Aufstände ausgebrochen, nachdem die Behörden wegen des Coronavirus das Recht auf Freigang ausgesetzt hatten. Im Zuge der Meutereien flüchteten mindestens 1375 Häftlinge. Die Regierung des Bundesstaats São Paulo hatte den Freigang mit der Begründung ausgesetzt, dass die Gefangenen bei ihrer Rückkehr in die Haftanstalten das Coronavirus einschleppen könnten.

06:43 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

auch heute ist die Coronakrise in sämtlichen Bereichen das vorherrschende Thema. Das steht konkret an:

  • Die Rückholaktion für im Ausland festsitzende Deutsche läuft weiter. Außerdem kommt das Bundeskabinett zu einer Sitzung zusammen.
  • Wirtschaftsminister Altmaier und Arbeitsminister Heil treffen sich wegen der Coronakrise mit Sozialpartnern und beraten unter anderem über die Entgeltsicherung bei der Kinderbetreuung.
  • Die EU-Verkehrsminister sprechen in einer Videoschalte über den weiteren Umgang mit dem Virus. Auch in den einzelnen Staaten gehen die Beratungen weiter. So wird in Frankreich ein Gesetzentwurf beraten, der der Regierung mehr Macht im Kampf gegen das Virus geben soll. In Spanien wendet sich König Felipe nach einem Treffen mit Ministerpräsident Sánchez an die Nation.
  • Volkswagen nennt Details zu den endgültigen Jahreszahlen.
  • Und der Bankenverband BdB schätzt in einer Telefonkonferenz die wirtschaftliche Lage angesichts der Coronakrise ein.

Was auch immer sonst passiert, erfahren Sie hier im "Tag". Zu den Entwicklungen rund um die Ausbreitung des Coronavirus können Sie zudem einen Blick in unseren Live-Ticker werfen. Und bei Fragen oder Anregungen erreichen Sie mich per Mail: franziska.tuerk@nachrichtenmanufaktur.de. Kommen Sie gut durch den Tag!

06:29 Uhr

Hoch "Ingolf" sorgt für viele Sonnenstunden

Heute gibt es zweigeteilte Aussichten. Während der Norden kompakte Wolken und frische Temperaturen abbekommt, sieht es im großen Rest deutlich besser aus. Denn oftmals sorgt Hoch "Ingolf" für 6 bis 10 Sonnenstunden. Lediglich die Nordlichter werden von den Ausläufern von Tief "Karaket" gestreift. Hier sind dementsprechend nur 1 bis 4 Sonnenstunden mit etwas Regen oder Nieselregen drin. Außerdem zeigen sich die Temperaturen im Norden ziemlich gedämpft bei teilweise windigen 10 bis 13 Grad. Ansonsten steigen die Werte tagsüber auf 15 Grad am Erzgebirge und auf 21 Grad am Oberrhein.

Björn Alexander

Björn Alexander

Die weiteren Aussichten: morgen im Süden nach wie vor freundlich. Ansonsten sind die Wolken zahlreicher und bringen von Norden her etwas Regen oder Sprühregen mit. Dazu 9 Grad in Schleswig-Holstein und bis zu 21 Grad im Südwesten. Am Freitag - dem kalendarischen Frühlingsbeginn - wendet sich das Blatt. Dann können Sie sich im Norden endlich mal über mehr Sonne freuen, während es im übrigen Land unbeständiger weitergeht. Die Temperaturen zeigen sich ein vorerst letztes Mal frühlingshaft bei 10 bis 19 Grad. Denn am Wochenende und zu Beginn der nächsten Wetterwoche schaut es defensiv ganz anders aus. Der Wind dreht erst auf Nord und anschließend auf Ost und treibt einstellige Höchstwerte und frostige Nächte übers Land. Außerdem weht der Wind zum Teil kräftig und sorgt dafür, dass sich das Ganze spürbar kühler anfühlt. Warm anziehen ist also die Devise. Dafür wird es - nach einem teilweise wechselhaften Samstag - am Sonntag und zu Beginn der nächsten Woche verbreitet sonnig und trocken. Ihr Björn Alexander

05:53 Uhr