Montag, 20. April 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:40 Uhr

Das war Montag, der 20. April 2020

Die Corona-Krise macht das scheinbar Unmögliche möglich: In den USA ist der Öl-Preis wegen der Pandemie erstmals in seiner Geschichte ins Minus gestürzt. Verkäufer müssen Geld zahlen, damit ihnen jemand das Öl abnimmt. Mehr dazu lesen Sie hier.

Ich möchte mich aber mit einer positiven Nachricht in den Feierabend verabschieden: Der Tüv hat alle Sicherheitsanlagen des neuen Hauptstadtflughafens BER abgenommen, damit steht der Eröffnung im Oktober wohl nichts mehr im Wege. Oder doch?

Was war heute sonst wichtig:

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend! Bis morgen.

22:12 Uhr

SEK nimmt Räuber Sekunden vor Überfall fest

Wenige Sekunden vor einem neuerlichen Überfall auf einen Supermarkt hat ein Spezialeinsatzkommando der Hamburger Polizei zwei mutmaßliche Räuber festgenommen. Die Verdächtigen waren bereits maskiert und wollten gerade einen Discounter betreten, als die Beamten zugriffen.

Die Beiden sowie zwei mutmaßliche Komplizen, die sich zur Tatzeit in der Nähe des Supermarktes aufgehalten hatten, wurden am Freitagabend vorläufig festgenommen. Auf das Konto der Männer sollen zudem zwei weitere Supermarktüberfalle Anfang April gehen. Dabei hatten sie nach Polizeiangaben einen 20 Jahre alten Kassierer zunächst geschlagen und dann einen zweistelligen Betrag aus der Kasse genommen. Bei dem zweiten Raub war der Kassierer mit einem Messer bedroht worden und die Räuber erbeuteten 150 Euro. Die Ermittler waren nach Zeugenaussagen auf die Spur der jungen Männer gekommen.

Zwei der vier vorläufig Festgenommenen sind 18 und 20 Jahre alte Brüder, der Jüngere gilt beim Landeskriminalamt als Intensivtäter. Beide Brüder und ein weiterer 18-Jähriger sitzen nun in Untersuchungshaft. Ein 16-Jähriger wurde mangels Haftgründen auf freien Fuß gesetzt.

21:35 Uhr

Historische Toilette in Kleve gestohlen

Es ging nicht ums Klopapier – in einer alten Villa in Kleve haben Unbekannte aus einem Restaurant eine historische Toilette gestohlen. Daneben rissen sie auch das schön verzierte Waschbecken und die Armaturen aus der Wand.

Der Toilettenraum mit der stattlichen Toilette teilweise aus Holz war der Polizei zufolge restauriert worden.

Auf dem Weg zur nutzbaren Toilette war das besondere stille Örtchen hinter einer Glasscheibe zu bewundern. Die Gaststätte sei zur Zeit geschlossen, darin fänden Bauarbeiten statt, teilte eine Polizeisprecherin mit.

21:23 Uhr

Zahl der Infizierten in Deutschland steigt geringfügig

Die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland fällt erneut gering aus. Um lediglich gut 700 Fälle steigt diese auf nun insgesamt 143.150 Fälle. Davon sind allerdings 82.994 bereits wieder genesen. Allerdings lassen sich die Zahlen diesmal nicht mit denen vom Vortag vergleichen. Denn in Nordrhein-Westfalen wurde die Zählweise des Robert-Koch-Instituts übernommen, wodurch rund 600 Infektionen und 30 Todesfälle von gestern wieder abgezogen wurden. Zudem wurde die Schätzung der Genesenen in Bayern von 21.000 auf 18.000 herabgesetzt.

Mehr dazu lesen Sie hier.
20:51 Uhr

Großer Waldbrand in Gummersbach - Teile der Stadt evakuiert

131871534.jpg

Eine Qualmwolke stand zeitweise über der Stadt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im nordrhein-westfälischen Gummersbach ist ein Waldbrand ausgebrochen. Die Feuerwehr ist mit einem Großaufgebot vor Ort.

  • 50 bis 100 Menschen wurden vorsorglich in Sicherheit gebracht - unter anderem aus einem Bauernhof, der sehr nah an den Flammen lag. Außerdem wurden die Bewohner einer Straße in Gummersbach aufgefordert, ihre Wohnungen zu verlassen.
  • Rund 200 Feuerwehrleute sind im Einsatz. Verletzt wurde bisher niemand.
  • Über der Stadt stand zeitweise eine riesige Qualmwolke. Momentan gehen die Löscharbeiten weiter. "Das wird noch Stunden dauern", sagte ein Feuerwehrsprecher.
  • Die Brandursache ist noch unklar. Das trockene Wetter und fast völlig ausgebliebener Niederschlag im April sorgen derzeit für erhöhte Waldbrandgefahr.
20:24 Uhr
Breaking News

Ölpreis stürzt auf einen Cent pro Barrel

Der Erdölpreis an der New Yorker Börse ist auf einen nie dagewesenen Tiefpreis von einem Cent pro Barrel abgestürzt. Die US-Referenzsorte WTI zur Lieferung im Mai hatte damit am Montag praktisch keinen Wert mehr. Hintergrund ist neben der Coronavirus-Pandemie, dass die Mai-Verträge nur noch bis Dienstag verkauft werden können, die Erdöl-Lager aber nahezu voll sind.

Mehr dazu lesen Sie hier.
20:09 Uhr

Windrad verliert Rotorblatt

Bei starkem Wind hat ein über 140 Meter hohes Windrad im nordrhein-westfälischen Haltern am See ein Rotorblatt verloren.

  • Die Teile des Rotors stürzten in ein Feld. Die Bundesstraße 58 in der Nähe der Unfallstelle müsse bis mindestens Mittwoch gesperrt werden, teilte die Stadt mit.
  • Nach einem Bericht der "Halterner Zeitung" vermutet einer der Eigentümer einen nicht entdeckten Materialfehler. Der Wind sei zwar kräftig gewesen und die Anlage sei unter Volllast gelaufen. Im Februar habe es aber auch Tage mit noch höheren Windgeschwindigkeiten gegeben. 
  • Das 4,8 Millionen Euro teure Windrad stammt laut dem Bericht aus dem Jahr 2014. Die Nabenhöhe beträgt 143 Meter, mit Flügeln ist es 230 Meter hoch.

19:58 Uhr
Breaking News

Ölpreis bricht völlig zusammen - Rekordtief

Die Ölpreise sind kräftig gefallen. Besonders heftig traf es zum Wochenstart US-Rohöl. Der Kontrakt, der eine physische Öllieferung im Mai vorsieht, fiel um deutlich mehr als zehn US-Dollar auf bis zu 1,02 Dollar. Das ist der mit Abstand tiefste Stand eines Terminkontrakts seit Aufnahme des Future-Handels im Jahr 1983.

Mehr dazu lesen Sie hier.
19:26 Uhr

Mord vor rund 40 Jahren: Zahn-Gutachten überführt Angeklagten nicht

Im Prozess um den Mord an einer 15-Jährigen vor mehr als 40 Jahren im bayerischen Aschaffenburg hat ein neues zahnmedizinisches Gutachten keine Klarheit schaffen können. Die an der Leiche des Opfers gefundene Bissspur sei nicht klar dem Gebiss des Angeklagten zuzuordnen, sagte Gutachter Claus Grundmann am Landgericht Aschaffenburg.

Wegen des Mordes im Dezember 1979 im Schlosspark der Stadt muss sich ein heute 57 Jahre alter Mann verantworten. Er bestreitet die Tat. Die Bisswunde gilt als wesentlicher Hinweis in dem Indizienverfahren.

Das jahrzehntelang ungelöste Rätsel um das Verbrechen schien unmittelbar vor der Lösung, nachdem eine auf Altfälle spezialisierte Ermittlergruppe der Aschaffenburger Kripo das Geschehen neu aufgerollt hatte. Ein erstes zahnmedizinisches Gutachten einer Münchner Sachverständigen war zu dem Ergebnis gekommen, dass das Gebiss des Angeklagten mit großer Wahrscheinlichkeit ursächlich für die Bisswunde war.

18:31 Uhr

Netanjahu und Gantz vereinbaren große Koalition in Israel

Israels rechtskonservativer Regierungschef Benjamin Netanjahu und sein oppositioneller Rivale Benny Gantz haben sich auf die Bildung einer großen Koalition geeinigt. Eine entsprechende Vereinbarung werde unterzeichnet, teilten Netanjahus Likud-Partei und Gantz' Mitte-Bündnis Blau-Weiß gemeinsam mit.

18:22 Uhr

Trotz Corona: Pegida und Pro Chemnitz dürfen demonstrieren

Das Dresdner Ordnungsamt hat der islam- und ausländerfeindlichen Pegida-Bewegung mitten in der Corona-Krise eine Kundgebung genehmigt.

  • Nach viel Kritik wurde am Nachmittag die Vorgabe heruntergesetzt, auf nun höchstens 15 Demonstranten. Das Ordnungsamt begrenzte die Demo zudem auf 30 Minuten.
  • Nach der sächsischen Corona-Schutz- Verordnung sind Ansammlungen untersagt, allerdings können Ausnahmegenehmigungen erteilt werden.
  • Auch die rechtsextreme Vereinigung Pro Chemnitz darf trotz Corona-Krise in der Stadt vor dem Karl-Marx-Monument demonstrieren. Das Verwaltungsgericht Chemnitz gab heute einem Eilantrag statt.
17:58 Uhr

Sieben Teenager tot in äthiopischer Kirche entdeckt

imago0099091933h.jpg

Die meisten Einwohner Äthiopiens sind orthodoxe Christen.

(Foto: imago images/VWPics)

In Äthiopien sind am Tag des orthodoxen Osterfestes sieben Teenager tot in einer Kirche gefunden worden. Die sechs jungen Männer und eine junge Frau wurden am Sonntagmorgen in einem Zimmer in einer Kirche südöstlich der Hauptstadt Addis Abeba aufgefunden.

  • In dem Raum sei ein Generator gewesen, es werde daher untersucht, ob dieser mit dem Tod der sieben Menschen in Verbindung stehe, teilten die Behörden mit.
  • Im Zusammenhang mit dem Vorfall wurden elf Menschen festgenommen, die sich ebenfalls in der Kirche befanden.
  • Ein Großteil der knapp 110 Millionen Menschen in Äthiopien sind orthodoxe Christen. Sie feierten am Sonntag Ostern. Allerdings herrscht in Äthiopien wegen der Corona-Krise ein Ausnahmezustand, auch sind Kirchen geschlossen. Wie die sieben Teenager daher in die Kirche kamen, war zunächst unklar.
17:40 Uhr
Breaking News

Tüv genehmigt BER

Der geplanten Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens BER im Oktober 2020 steht nach Betreiberangaben nichts mehr im Wege. Die Inbetriebnahme sei noch nie so sicher gewesen wie heute, sagte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup. Alle erforderlichen Dokumente seien der Bauaufsichtsbehörde übergeben worden, darunter Bescheinigungen des Tüv und Dokumente des Generalplaners. "Bei der Inbetriebnahme im Oktober 2020 sehen wir keine Risiken", betonte Lütke Daldrup im Sonderausschuss BER des Brandenburger Landtags.

Mehr dazu lesen Sie hier.
17:13 Uhr

Paar lässt drei Kinder zurück und geht auf Europareise

imago0097345741h.jpg

Wir sind dann mal weg

(Foto: imago images/Westend61)

Pandemie? Ausgangsbeschränkungen? Minderjährige Kinder allein zu Hause? Egal, Reiselust geht vor! Ein Paar aus Frankreich hatte sich mitten in der Corona-Krise eine europaweite Städtetour vorgenommen - und dabei drei Kinder zu Hause zurückgelassen.

  • Der 37-jährige Mann und seine 38-jährige Partnerin waren am vergangenen Freitag von einer Streife im bayerischen Siegsdorf gestoppt worden, wie die Polizei mitteilte. Sie waren im Auto unterwegs, hatten ein Kleinkind dabei - und gaben an, auf einer Städtereise zu sein.
  • Der Familie war zuvor an der Grenze bei Bad Reichenhall die Einreise nach Österreich verweigert worden - und wie sich herausstellte, wurden sie in ihrem Heimatland bereits gesucht.
  • Denn das Paar hatte offensichtlich drei weitere minderjährige Kinder einfach in Frankreich zurückgelassen. Die Kinder hatten sich deshalb an die französische Polizei gewandt, die eine Aufenthaltsermittlung der Eltern veranlasste.
  • Weil es sich bei der Urlaubsfahrt um keinen triftigen Grund handelt, die Wohnung zu verlassen, leiteten die bayerischen Beamten gegen das Paar ein Bußgeldverfahren ein.
17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:21 Uhr

Ann-Kathrin Götze: Schwangerschaft war ein "Schock"

Mario Götze und seine Ehefrau Ann-Kathrin freuen sich auf den ersten gemeinsamen Nachwuchs. Das Paar machte die frohe Kunde Ende März öffentlich, als die werdende Mutter bereits im siebten Monat schwanger war. Der Schock, wie sie nun selbst in einem YouTube-Video sagte, musste erst einmal verdaut werden.

  • Ein Kind war geplant, aber so schnell? "Wir dachten eher daran, dass es erst 2020 klappt", erzählte die 30-Jährige rückblickend. Nach der Mallorca-Hochzeit im Juni 2019 hätten die beiden fortan auf Verhütung verzichtet.
  • Im Oktober desselben Jahres dann die ersten Anzeichen. Ann-Kathrin Götze, die nach eigener Aussage eine "Morgenperson" sei, habe sich nicht krank, aber in den Morgenstunden immerzu müde gefühlt. "Ich dachte, irgendetwas stimmt mit meinem Körper nicht", erzählte sie weiter.
  • Also machte sie einen Schwangerschaftstest - allein im heimischen Badezimmer. Minuten danach habe sie einen regelrechten "Schockmoment" erlebt. "Ich dachte nur: Nicht im Ernst, das passiert jetzt schon?" Als sie den Test schließlich Fußballprofi Mario Götze zeigte, sei dieser "genauso fassungslos" gewesen. "Ich saß auf seinem Schoß und wir beide weinten bestimmt zehn Minuten lang", erinnerte sich die 30-Jährige.
15:44 Uhr

Mann fährt eigenen Vater tot - wohl mit Absicht

Im bayerischen Rödental soll ein Mann seinen eigenen Vater absichtlich überfahren haben - der 69-Jährige starb noch in der Hofeinfahrt des gemeinsamen Hauses.

  • Das Motiv ist noch unklar, der 40-Jährige sitzt wegen des Verdachts des Totschlags in Untersuchungshaft.
  • Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft fuhr er am Samstagabend mit seinem Auto aus der Garage. Dabei soll er das Garagentor beschädigt und dann seinen Vater umgefahren haben.
  • Nachbarn und ein Notarztteam konnten den 69-Jährigen nicht mehr reanimieren. Der Sohn flüchtete erst mit dem Auto. Der Mann kam aber später zu Fuß zurück und ließ sich widerstandslos festnehmen.
15:32 Uhr

Trio verkauft Crystal Meth über Facebook

Das war keine gute Idee: In Kambodscha haben zwei Männer und eine Frau versucht, über Facebook Drogen zu verkaufen. Die drei jungen Leute seien vor einem Gericht in der Provinz Ratanakiri wegen Drogenkonsums und -handels angeklagt worden, berichtet die Zeitung "Khmer Times".

  • Demnach hatte die 20 Jahre alte Frau auf ihrer Facebook-Seite ein Crystal Meth namens "Ice" angeboten - zu einem "guten Preis" von umgerechnet etwa neun Euro das Päckchen. Dazu gab es Bilder des Trios beim Rauchen von Drogen.
  • Die Polizei bekam einen Hinweis und nahm die Verdächtigen im Nordosten des Landes fest - natürlich, als es erneut Rauchgift konsumierte.
  • Die drei gaben anschließend an, sie seien "high" gewesen, als sie das Angebot auf Facebook gepostet hätten.

14:59 Uhr

Saarländer angelt sich Baguette aus Frankreich

Der kleine Grenzübergang zwischen dem saarländischen Lauterbach und dem französischen Carling ist wie so viele andere derzeit gesperrt. Hartmut Fey will trotzdem nicht auf Baguettes und Croissants verzichten. Deshalb kauft der 68-Jährige per Angel in Frankreich ein.

  • Eine Verkäuferin der französischen Bäckerei hängt ihm seine Backwaren in einer Tragetasche an die Angelrute - er hebt sie über die Absperrung.
  • Seit Mitte März sind wegen der Corona-Krise etliche kleine Übergänge zwischen dem Saarland und Frankreich gesperrt.
  • Der Einreiseverkehr nach Deutschland wird stattdessen an mehreren überwachten Übergängen abgewickelt.
131838023.jpg

Hartmut Fey angelt seine Backwaren.

(Foto: picture alliance/dpa)

 

14:32 Uhr

Virologe Drosten erhält Sonderpreis für Kommunikation

Der Virologe und Charité-Professor Christian Drosten erhält in diesem Jahr den einmaligen "Sonderpreis für herausragende Kommunikation der Wissenschaft in der Covid-19-Pandemie". Der Preis sei mit 50.000 Euro dotiert, teilten die Deutsche Forschungsgemeinschaft und der Stifterverband mit. Drosten erkläre den Menschen auf anschauliche, transparente und faktenbasierte Weise, was die Wissenschaft weiß, wie sie arbeitet und welche Unsicherheiten bestehen. Als Spezialist für neu auftretende Infektionskrankheiten ist er zu einem der präsentesten Köpfe in der Corona-Krise geworden.

14:30 Uhr

Schichtwechsel

Christian Herrmann verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend. Ab sofort und bis zum späten Abend begleite ich Sie durch den "Tag". Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

14:25 Uhr

Ölpreis auf 20-Jahres-Tief: ADAC verteidigt Spritpreise

Die Corona-Krise reißt den Ölpreis weiter in den Keller: Obwohl sich Saudi-Arabien, Russland und andere große Förderländer auf riesige Produktionskürzungen geeinigt haben, gibt es einfach keine Nachfrage. Wie auch, wenn alle zu Hause sind? Bis zum Nachmittag brach der Preis der Nordsee-Ölsorte Brent deshalb um 5,3 Prozent auf 26,59 US-Dollar je Barrel ein. Öl der US-Sorte WTI rutschte um 10,2 Prozent auf 22,48 Dollar ab und der morgen auslaufende Mai-Future stürzt sogar um fast ein Drittel auf 12,41 Dollar ab. So billig war WTI-Öl zuletzt vor 21 Jahren.

Autofahrer können sich angesichts des Einbruchs über niedrige Spritpreise freuen. Nach Angaben des ADAC lagen sie am Sonntag im Tagesmittel bei 1,162 Euro für Super E10 und 1,079 Euro für Diesel. "Das derzeitige Preisniveau ist in Würdigung der niedrigen Rohölnotierungen angemessen", sagt eine ADAC-Sprecherin.

Mehr dazu lesen Sie hier.
14:05 Uhr

Morddrohungen: Pfarrer verlässt seine Gemeinde

Pfarrer Patrick Asomugha hat seine Pfarrei in Queidersbach bei Kaiserslautern wie angekündigt aufgrund von Morddrohungen verlassen. "Heute ist der erste Tag, an dem er nicht mehr dort ist", sagt ein Sprecher des Bistums Speyer.

  • Asomugha stammt gebürtig aus Nigeria. Er hatte die Pfarrei Heiliger Franz von Assisi seit August 2017 geleitet.
  • Seit Mitte 2019 gab es immer wieder rassistische Anfeindungen. Im März hinterließen Unbekannte auf dem Garagentor sogar eine Morddrohung.
  • Welche neue Aufgabe Asomugha übernimmt, ist laut Bistum noch in Klärung.
13:48 Uhr

"Illegal, legal, scheißegal": Extreme Linke will am 1. Mai demonstrieren

Zehn Tage vor dem 1. Mai gibt es mehrere Hinweise, dass es am Tag der Arbeit trotz Corona-Beschränkungen viele Demonstrationen und Protestaktionen geben könnte. Darauf deuten zahlreiche Aufrufe im Internet hin.

  • Auf der linken Szeneseite Indymedia heißt es, in ganz Deutschland seien "Spontandemonstrationen, Autokorsos und Flashmobs" sowie andere unangemeldete Proteste angekündigt.
  • "Illegal, legal, scheißegal: Ob unangemeldet oder angemeldet - in Berlin und bundesweit wird am (Revolutionären) 1. Mai protestiert + demonstriert", steht in einem Aufruf.
  • Die Initiatoren der üblichen großen Demonstration am Abend des 1. Mai in Berlin wollen kommenden Montag ihre Pläne vorstellen.
  • Der Berliner Senat beschließt am Dienstag, ob und welche Lockerungen es ab dem 27. April geben soll. Das betrifft auch das Demonstrationsrecht.

Mehr dazu lesen Sie hier.
13:23 Uhr

Preise für Rufnummer-Mitnahme sinken deutlich

Mobilfunkkunden müssen ab sofort sehr viel weniger bezahlen, wenn sie ihren Anbieter wechseln und ihre bisherige Rufnummer mitnehmen wollen. Die Unternehmen dürfen ihnen nur noch maximal 6,82 Euro in Rechnung stellen, wie die Bundesnetzagentur mitteilt. Bisher hätten die Anbieter oft rund 30 Euro verlangt.

  • "Wir haben die Hürden beim Wechsel des Mobilfunkanbieters deutlich abgesenkt. Das fördert den Wettbewerb, und davon profitieren die Verbraucher", sagt der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann.
  • Die überwiegende Zahl der Anbieter habe die geforderte Absenkung freiwillig zugesagt.
  • Für Telefonica, 1&1 Drillisch, Freenet, und 1&1 Telecom musste die Bundesnetzagentur die niedrigeren Entgelte anordnen.

13:06 Uhr

Tschernobyl-Brand: 700 weitere Feuerwehrleute in Sperrzone

Das Feuer in der Sperrzone des havarierten Atomkraftwerks Tschernobyl ist möglicherweise deutlich größer als gedacht. Der ukrainische Katastrophenschutzdienst teilt mit, dass derzeit 1400 Einsatzkräfte versuchen, den Brand zu löschen. Am Wochenende war noch von gut 700 Feuerwehrleuten die Rede. Auch Löschhubschrauber helfen bei den Arbeiten.

  • Nach mehr als zwei Wochen andauernder Feuer gibt es noch mindestens sechs Schwelbrände in der Region.
  • Die Einsatzkräfte versuchen in dem radioaktiv belasteten Gebiet mit schwerer Technik Brandschutzschneisen zu ziehen.
  • Die internationale Ärzteorganisation zur Verhinderung eines Atomkriegs IPPNW warnt vor einer Verharmlosung der Lage. Es gebe radioaktive Wolken über der Ukraine. "Bei ungünstiger Wetterlage und Windrichtung könnte auch der Rest Europas, könnte auch Deutschland von den radioaktiven Wolken betroffen sein", teilt der IPPNW-Co-Vorsitzende Alex Rosen mit.

Mehr dazu lesen Sie hier.
12:41 Uhr

Tod eines 14-Jährigen: 17-Jähriger in U-Haft

In Essen hat ein Haftrichter Untersuchungshaft für einen 17-Jährigen angeordnet, der mutmaßlich einen 14-Jährigen erstochen hat. Das teilte die Polizei mit. Der 14-Jährige starb demnach an einer Stichverletzung.

Laut Polizei hatten sich der vermutlich alkoholisierte 17-Jährige und der 14-Jährige vor der Tat gestritten. Im Verlauf des Streits soll der Ältere auf den 14-Jährigen eingestochen haben. Die Obduktion hat bestätigt, dass der Messerstich in den Oberkörper zum Tod führte.

12:12 Uhr

Tausende Dresdner stehen für kostenlose Schutzmasken an

Ab sofort müssen Menschen in Sachsen beim Einkaufen sowie in Bussen und Bahnen einen Mund- und Nasenschutz tragen. Damit das funktioniert, hat der Dresdner Oberbürgermeister Dirk Hilbert rund 200.000 Masken bestellt, die in den nächsten Tagen an die Einwohner der Stadt verteilt werden sollen. Die ersten 20.000 sind demnach schon vergeben.

  • Mehrere Tausend Dresdner haben sich seit heute Morgen am Rathaus angestellt, um sich eine kostenlose Maske zu sichern.
  • Die Schlange war teilweise Hunderte Meter lang. Oft hielten die Menschen keinen Abstand ein.
  • Pro Person wurde eine Maske ausgegeben, eine weitere durfte für Familienmitglieder mitgenommen werden.
  • Der Mund- und Nasenschutz stammt aus der Produktion von Dresdner Firmen.

11:38 Uhr

Kapitän der "Spirit of Hamburg" tot an Bord gefunden

Die kolumbianische Polizei hat den Kapitän des Hamburger Frachtschiffes "Spirit of Hamburg" tot aufgefunden. Kolumbianische Medien berichten, die Leiche von Myo Tun Zaw sei beim Festmachen auf dem Hauptdeck entdeckt worden. Der Frachter hatte am 16. April in der Karibikstadt Cartagena angelegt.

  • Die "Spirit of Hamburg" gehört der Hamburger Reederei Zeaborn Ship Management.
  • Die Reederei behauptet, der Mord sei von Eindringlingen verübt worden. Die kolumbianischen Ermittler sind aber überzeugt, dass der Täter zur Crew gehört.
  • Demnach soll es einen Streit zwischen der Crew, die aus zehn Burmesen und zwei Äthiopiern bestand, und dem 50-jährigen Kapitän aus Burma gegeben haben.
  • Um keinen Liegeplatz zu blockieren, musste der Frachter den Hafen von Cartagena wieder verlassen. Die "Spirit of Hamburg" liegt jetzt vor der nahen Insel "Isla de Tierra Bomba" und wird von einem Behördenschiff bewacht.
*Datenschutz

11:19 Uhr

Künstliche Befruchtung: Kassenwechsel kann Tausende Euro sparen

Es gibt viele Paare, die sich Kinder wünschen. Nicht bei allen klappt das problemlos. Oft hilft nur der Gang zum Arzt, aber eine Kinderwunschbehandlung kann teuer werden. Teilweise kann sich der Eigenanteil für gesetzlich Versicherte bei einer künstlichen Befruchtung auf bis zu 10.000 Euro summieren. Ein Wechsel der Krankenkasse kann daher einige Tausend Euro sparen.

  • Die Stiftung Warentest hat das Angebot der Krankenkassen im Bereich "Künstliche Befruchtung" verglichen.
  • Insgesamt 42 gesetzliche Kassen geben demnach mehr Geld für die Behandlung dazu, schreiben die Verbraucherexperten in der Mai-Ausgabe von "Finanztest".
  • Teilweise runden die Kassen den Zuschuss sogar auf bis zu 100 Prozent auf.
  • Wer mindestens 18 Monate bei seiner Kasse versichert ist, kann zu einer anderen mit besseren Konditionen wechseln. Die Kündigungsfrist beträgt zwei Monate zum Monatsende.
10:54 Uhr

Obdachloser bei Container-Leerung getötet

In Salzburg ist ein Obdachloser bei der Entleerung eines Altpapiercontainers getötet worden. Wie die Polizei mitteilt, hat der 71-Jährige anscheinend die Nacht in dem Container verbracht. Am frühen Morgen kippte ein Arbeiter der Müllabfuhr den Container in die Ladefläche. Als er den Knopf für die 30-Tonnen-Presse betätigte, hörte er einen Schrei. Der Arbeiter stoppte den Vorgang laut Polizei sofort, für den Obdachlosen kam aber jede Hilfe zu spät.

10:25 Uhr

Südafrikas Löwen entspannen auf leeren Straßen

Der Kruger-Nationalpark begrüßt jedes Jahr etwa zwei Millionen Touristen und Besucher. Aber auch in Südafrika gilt Corona-Alarm, das Land hat wie so viele andere Ausgangs- und Einreisebeschränkungen verhängt. Ein Umstand, den die Löwen im Nationalpark in vollen Zügen genießen.

  • Auf Twitter hat der Nationalpark Bilder eines Rudels veröffentlicht, das nachmittags ein Nickerchen auf der warmen Straße macht.
  • Normalerweise halte es sich in einem Bereich des Parks auf, der für Touristen nicht zugänglich sei, erklärt Park-Ranger Richard Sowry das seltene Schauspiel.
  • Ansonsten hat sich das Verhalten der Tiere dem Park zufolge aber nicht großartig verändert: "Sie besuchen Orte, die sie wegen der Touristen sonst meiden", sagte eine Park-Sprecherin zu CNN. "Die Menschen dürfen nicht vergessen, dass der Kruger-Nationalpark größtenteils ein wilder Lebensraum ist: Wo es keine Besucher gibt, sind die Tiere aktiver."

09:59 Uhr

Zwei Menschen sterben bei Brand in Hessen

Im hessischen Bad Nauheim hat es heute Morgen ein tödliches Feuer gegeben. Die Feuerwehr habe nach dem Brand zwei Tote entdeckt, sagt die Polizei. Weitere Bewohner des Mehrfamilienhauses mit insgesamt 30 Bewohnern wurden nach ersten Erkenntnissen nicht verletzt. Die Brandursache ist noch unklar.

09:42 Uhr

Häusliche Gewalt: UN in "höchster Alarmbereitschaft"

Die Ausgangsbeschränkungen, die wir wegen der Corona-Krise verhängt haben, führen höchstwahrscheinlich zu mehr häuslicher Gewalt. Besonders gefährdet sind dabei in den Augen des UN-Flüchtlingshilfswerkes UNHCR Flüchtlinge, Vertriebene oder Staatenlose. Denn die könnten sich scheuen, im Notfall die Polizei zu rufen.

  • "Einige Frauen sind am Ende möglicherweise in ihren Unterkünften und Häusern mit ihren Peinigern eingesperrt, ohne die Möglichkeit zu haben, sich zu entfernen oder persönlich Hilfe zu suchen", sagte die stellvertretende Hochkommissarin Gillian Triggs.
  • Andere Frauen würden möglicherweise angesichts der sich verschlechternden wirtschaftlichen Umstände und mangels Ausweispapieren zu Prostitution oder Kinderheirat gezwungen.
  • Weltweit sei das UNHCR deshalb in höchster Alarmbereitschaft.

Mehr dazu lesen Sie hier.
09:31 Uhr

VW fordert schnelle Kaufprämie für Autos

Volkswagen drängt auf die schnelle Einführung einer staatlichen Förderprämie, um den Corona-bedingten Nachfrageausfall bei Neuwagen auszugleichen. "In dieser Situation sollte eine Prämie breit angelegt sein und auch moderne Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor umfassen. Die bisherige Förderung von Elektrofahrzeugen sollte fortgesetzt werden", sagte der Chef der Marke VW, Ralf Brandstätter, dem "Handelsblatt". Der Zeitung zufolge ist am 5. Mai ein Treffen der Branche mit Bundeskanzlerin Angela Merkel geplant.

VW Vorzüge
VW Vorzüge 132,50

Brandstätter sagte weiter, ein neues Fördermodell könnte sich etwa an den eingesparten Kohlendioxid-Emissionen orientieren. An den bestehenden Klimazielen wolle Volkswagen auf jeden Fall festhalten: "Klimaschutz bleibt eine Menschheitsaufgabe. Daran ändert die Corona-Pandemie überhaupt nichts", sagte Brandstätter.

Wolfram Neidhard

Mehr börsenrelevante Meldungen finden Sie im Börsen-Tag.

Mehr dazu lesen Sie hier.
09:19 Uhr

Meghan und Harry wollen Klatschblätter boykottieren

Prinz Harry und seine Ehefrau Meghan streiten sich schon länger mit einem Teil der britischen Presse über die Art und Weise der Berichterstattung, die sie erfahren. Es gibt Klagen und Vorwürfe, die teils sehr aggressive Boulevardpresse verfolge Meghan so, wie sie in den 90er Jahren Harrys Mutter Diana verfolgt und in den Tod getrieben habe. Deshalb zieht das Paar nun einen Schlussstrich.

  • Harry und Meghan wollen künftig jeglichen Kontakt mit den vier Klatschblättern "Sun", "Daily Mail", "Mirror" und "Express" meiden.
  • In einem Brief wirft das Paar ihnen vor, "verzerrte, falsche und übergriffige" Geschichten zu verbreiten, wie die "Financial Times" berichtet.
  • Es gehe ihnen nicht darum, "Kritik aus dem Weg zu gehen" oder "zutreffende Berichterstattung zu zensieren", betonen Harry und Meghan demnach. Doch der "anzügliche Klatsch", den diese Blätter verbreiten, habe das Leben anderer Menschen komplett zerrissen
2020-04-15T173247Z_1108165074_RC255G9X8FGJ_RTRMADP_3_HEALTH-CORONAVIRUS-STORIES.JPG

Meghan und Harry leben nach ihrem Rückzug aus dem britischen Königshaus inzwischen mit ihrem Sohn Archie im US-Bundesstaat Kalifornien.

(Foto: REUTERS)

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:51 Uhr

Friseure ja, Tätowierer nein: Thomalla keift gegen Spahn

Ab 4. Mai dürfen Friseure wieder öffnen und Kunden empfangen, das haben Bund und Länder entschieden. Tätowierer müssen dagegen weiter geschlossen bleiben - eine Entscheidung, die Tattoo-Fan Sophia Thomalla nicht nachvollziehen kann. Ihrem Ärger macht sie auf Instagram Luft.

  • In einem längeren Beitrag fragt sie Gesundheitsminister Jens Spahn: "Warum dürfen Friseurläden ab dem 4. Mai wieder öffnen, während die komplette Piercing- und Tätowier-Szene am Stock geht, auf keine Öffnung hoffen dürfen und eventuell ihre Läden schließen müssen?"
  • In der "Bild"-Zeitung erinnert sie außerdem an die besonderen Hygiene-Standards der Szene: Die Tattoo-Branche habe "sich schon immer von Grund auf intensiv mit Hygiene befasst", ein Laden empfange immer nur ein paar Kunden pro Tag. Friseure hingegen, die "zig Kunden pro Tag betreuen", haben nicht so eine Hygiene-Vorkenntnis.
  • Eine Antwort hat sie anscheinend auch schon per Direktnachricht erhalten: Jens Spahn hat ihr demnach geantwortet, dass Friseure im ersten Schritt dabei sind, weil der "Wunsch nach einem Haarschnitt aktuell größer ist als der nach einem Piercing".
*Datenschutz

Mehr dazu lesen Sie hier.
08:27 Uhr

New York erlaubt Video-Hochzeiten

Die Corona-Krise hat viele Hochzeitspläne durcheinandergebracht. Diejenigen, die auf die große Party mit Familien und Freunden vorerst verzichten können, dürfen zwar trotzdem alleine zum Standesamt. Falls die Fahrt dorthin aber keine Option ist, können sich manche Paare in den USA nun auch virtuell mit ihren Liebsten und dem Standesbeamten verabreden.

  • Der Bundesstaat New York, der in den USA am schwersten von der Corona-Krise betroffen ist, erlaubt vorübergehend Trauungen per Video-Audio-Technologie.
  • Das steht in der Anordnung 202.20 von Gouverneur Andrew Cuomo.
  • Es gelten dennoch strenge Regeln: Beispielsweise müssen der Standesbeamte und die Trauzeugen "direkt mit dem Paar interagieren" können. Aufzeichnungen der Ja-Worte sind also nicht erlaubt.
  • Durch die strengen Ausgangsbeschränkungen, die vielerorts gelten, haben Videochat-Angebote wie Zoom oder Skype ihre Nutzerzahlen vervielfacht.

08:02 Uhr

Salamanderpest fällt über Ruhrgebiet her

Vor fünf Jahren entdecken Tierschützer in der Eifel an der belgischen Grenze einen Pilz, der über den Feuersalamander herfällt und zu deutlichen Bestandrückgängen führt. Ähnlich sieht es nun im Ruhrgebiet aus: Der vermutlich aus Asien stammende Erreger Batrachochytrium salamandrivorans, kurz Bsal, verursache ein Massensterben, sagte der Experte Hans-Dieter Otterbein von der Naturschutzorganisation Agard.

  • Die auch als Salamanderpest bekannte Krankheit ist 2018 in Essen nachgewiesen worden und seit Ende 2019 auch an einigen Feuersalamandern in Dortmunder Wäldern.
  • Ganze Populationen seien bereits in der Nähe von Aachen gestorben, sagt Experte Otterbein.
  • Auch in den Niederlanden und Belgien hat der Pilz bereits gewütet und teils 96 Prozent des Bestandes vernichtet.
  • Naturschützer schließen daraus: Der tödliche Erreger breitet sich dort aus, wo viele Menschen sind.
  • Ähnlich wie beim Coronavirus wollen sie nun versuchen, die Infektionskette zu unterbrechen und ein Ausbreiten der Sporen zu verhindern.
imago0097631554h.jpg

Der Feuersalamander gehört zu den "besonders geschützten" Tierarten in Deutschland.

(Foto: imago images/blickwinkel)

07:37 Uhr

Deutsche Behörden vermissen 1800 minderjährige Flüchtlinge

Bei den deutschen Behörden sind Ende März fast 1800 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge als vermisst gemeldet. Es handelt sich um 1074 Jugendliche und 711 Kinder, also insgesamt 1785 Minderjährige, wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe berichten.

  • Die Angaben stammen aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag.
  • Die meisten der vermissten minderjährigen Geflüchteten stammen demnach aus Afghanistan, Syrien, Marokko, Guinea und Somalia.
  • Im Vergleich zu den Vorjahren ist die Zahl jedoch deutlich gesunken: Anfang 2019 galten noch 3192 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge als vermisst. Im April 2018 waren es 4186.
  • Die Bundesregierung erklärt den Rückgang unter anderem damit, dass viele Jugendliche inzwischen volljährig sind.

07:16 Uhr

"Odilo" bringt Sonne, Trockenheit und Waldbrandgefahr

Nach ein paar Schauern und Gewittern am Wochenende geht es in der neuen Wetterwoche erneut mit Hochdruckeinfluss weiter: "Odilo" sorgt ab heute für reichlich Sonne. Auf der anderen Seite verschärft das natürlich die Trockenheit mit einer teils sehr hohen Waldbrandgefahr. Frühestens ab dem Wochenende könnte es unbeständiger werden.

  • Zum Start in den Tag ist es besonders in der Nordosthälfte sowie im Bereich der Mittelgebirge gerne mal frostig mit Frost oder Bodenfrost. Deutlich milder verläuft der frühe Morgen hingegen im Südwesten mit Frühwerten zwischen 6 und 13 Grad.
  • Anschließend setzt sich überall die Sonne durch und sorgt verbreitet für 13 bis 14 sonnige Betriebsstunden. Etwas mehr Wolken gibt es nur in Alpennähe und direkt an den Alpen besteht ein kleines Schauerrisiko. Dabei weht ein nach wie vor kräftiger, in Böen zum Teil stürmischer Nordostwind.
  • Die Temperaturen erreichen meistens 12 bis 20, am Rhein auch 20 bis 23 Grad.
  • Die weiteren Aussichten bleiben überwiegend sonnig, bevor zum Wochenende der Wetterwechsel kommen könnte. Hier die Details dazu, mit denen ich Ihnen einen guten Start in den Tag sowie in die neue Wetterwoche wünsche.

Ihr Björn Alexander

06:48 Uhr

Deutschland geht der Kies aus

Kies ist unser wichtigster heimischer Baurohstoff, er wird vor allem für die Herstellung von Beton benötigt. Zunehmend wird er aber auch knapp: Eine neue Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Engpässe sich vom Ruhrgebiet und Hamburg auf Regionen wie Mannheim/Karlsruhe, Berlin/Potsdam sowie Teile von Bayern und Niedersachsen ausgedehnt haben.

  • Aufträge für größere Baumaßnahmen würden teils nicht mehr angenommen, zuerst Stammkunden bedient und Kiesmengen nach Verfügbarkeit zugeteilt, schreiben die Experten der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR). Sie gehen davon aus, dass sich die Situation deutschlandweit weiter verschärfen wird.
  • Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe sagt, es bestehe "keine Notlage", es gebe aber einen Mangel, weil kaum noch neue Abbaugebiete genehmigt werden.
  • Deutschland ist geologisch reich an Kies, allerdings steht nur ein Teil der Vorkommen für den Abbau zur Verfügung. Beispielsweise sind in Baden-Württemberg rund 70 Prozent der Kiesvorkommen bebaut oder liegen in Schutzgebieten.
126299588.jpg

Eine Sandgrube in Gambach: Auch in Hessen ist der Kiesabbau vielerorts nicht mehr erlaubt - etwa zum Schutz des Grundwassers.

(Foto: picture alliance/dpa)

Mehr dazu lesen Sie hier.
06:37 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

herzlich willkommen zu einer weiteren Corona-Woche, in der erstmals seit Beginn der Krise Einschränkungen aufgehoben werden: Kleine und mittelgroße Geschäfte dürfen wieder öffnen, in Sachsen kehren erste Abschlussklassen in die Schulen zurück. In mehreren Bundesländern beginnt das neue Semester – online natürlich und ganz sicher mit so manchen technischen Problemen. Und weil es zuletzt vergleichsweise gut lief, müssen wir für Krankschreibungen wegen leichter Atembeschwerden auch wieder persönlich zum Arzt gehen. Die Ausnahmeregelung für telefonische Krankschreibungen läuft aus. Hoffen wir, dass uns die neugewonnenen Freiheiten erhalten bleiben.

Hier sind die anderen Corona-Termine:

  • In Sachsen gilt ab sofort eine Mundschutzpflicht in Bahnen, Bussen und Geschäften. Die Stadt Dresden verteilt um 11 Uhr Mundschutze an der Goldenen Pforte des Rathauses.
  • Das Corona-Kabinett tagt um 11 Uhr. Es geht natürlich um den aktuellen Epidemie-Stand in Deutschland.
  • Über den informiert im bayerischen Landtag Ministerpräsident Markus Söder in einer Regierungserklärung.
  • In seinem Zwickauer Werk fährt VW schrittweise seine Produktion wieder hoch.
imago0099477134h.jpg

Vorbildliche Denkmäler: In Sachsen gilt ab heute eine Mundschutzpflicht in Bussen, Bahnen und Supermärkten.

(Foto: imago images/Emmanuele Contini)

Und sonst so?

  • Bleiben wir bei VW: Heute endet die Anmeldefrist für Teilnehmer am Dieselvergleich.
  • Die EU und Großbritannien verhandeln am Nachmittag erstmals virtuell über ihre Nach-Brexit-Beziehungen.
  • Am Landgericht Detmold beginnt der Prozess gegen eine 15-Jährige, die ihren dreijährigen Halbbruder erstochen haben soll.
  • Die Gedenkstätte Yad Vashem überträgt heute Abend auf ihrer Internetseite die aufgezeichnete Eröffnungszeremonie zum Holocaust-Gedenktag.

Soweit der Überblick. Falls Sie Fragen, Anregungen oder Kritik haben, schreiben Sie mir gerne eine E-Mail. Kommen Sie gut in Tag!

06:03 Uhr

Corona-Krise: Einfluss von Amazon bereitet Kartellamt Sorgen

In der Corona-Krise geht es vielen Unternehmen schlecht, aber manchen auch außergewöhnlich gut. Zum Beispiel macht Amazon das Geschäft seines Lebens. Weltweit bestellen Millionen Menschen Lebensmittel und Hygieneprodukte bei dem Handelsriesen. Unternehmensgründer Jeff Bezos scheffelt Milliarden. Das macht dem Bundeskartellamt Sorgen.

  • "Ausgelöst durch die Corona-Krise erhalten wir derzeit vermehrt Beschwerden von Händlern", sagt Kartellamtspräsident Andreas Mundt der "Welt". Das habe das Amt zum Anlass genommen, Amazon zu einer Stellungnahme darüber aufzufordern, wie mit Lieferengpässen umgegangen werde und welche Lieferungen im Zweifel bevorzugt oder eben nachrangig behandelt würden.
  • Die Pandemie habe den Weltmarktführer in eine neue Rolle gebracht, erklärt der Ökonom und Handelsexperte Gerrit Heinemann von der Hochschule Niederrhein der "Welt". "Auch wenn es vielen nicht gefällt und es Handelsexperten schon fast nicht auszusprechen wagen: Schon jetzt ist Amazon systemrelevant."
  • In den USA und in Frankreich wird Amazon vorgeworfen, in der Coronavirus-Krise nur mangelhaft auf die Hygiene seiner Mitarbeiter zu achten.

05:49 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht