Montag, 27. September 2021Der Tag

Heute mit Sabine Oelmann und Johanna Ohlau
22:18 Uhr

Das war Montag, der 27. September 2021

Liebe Leserinnen und Leser,

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Wie geht's im Bundestag weiter? Unklarheit auch an Tag eins nach der Wahl.

(Foto: picture alliance/dpa)

wer wird Deutschland künftig regieren? Auch am Tag nach der Bundestagswahl haben wir darauf weiter keine Antwort und das könnte auch in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten so weitergehen. Denn für eine neue Bundesregierung braucht es eine Mehrheit im Parlament und da wird es kompliziert. "Tag eins hinterlässt viele Fragezeichen", schreibt mein Kollege Sebastian Huld und gibt - so weit jetzt schon möglich - etwas Durchblick, was die Präferenzen der Parteien angeht.

Außerdem möchte ich Ihnen zur Bundestagswahl noch diese Artikel empfehlen:

Wie lange hält Laschet noch durch?

Forsa-Chef: "Mit Söder hätte die Union 30 Prozent geholt"

Die Tränen der Angela Merkel

Zwei Trans-Frauen ziehen in den Bundestag ein

So schnitten Politpromis in ihrem Wahlkreis ab

Außerdem:

Jury spricht Sänger R. Kelly schuldig

Britische Ärzte wegen Benzinkrise in Sorge

Verfassungsrichter im Kanzleramt: Abendessen sorgt für Befangenheitsvorwürfe

Wenn Sie rund um die Entwicklungen zu Corona-Impfstoffen und Maßnahmen schnell auf dem Laufenden sein wollen, empfehle ich einen Blick in unseren Corona-Ticker.

Einen schönen Abend wünscht Ihnen

Ihre Johanna Ohlau

22:05 Uhr

Zahl der Ärmelkanal-Überquerungen bereits doppelt so hoch wie 2020

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Die britische Border Force fängt vor der englischen Küste ein Boot mit mutmaßlichen Migranten ab.

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

Leere Supermarktregale, Spritmangel und deutlich mehr Migranten, die man nicht mehr "mal eben" nach Frankreich zurückschicken kann, weil man eben nicht mehr Teil der Europäischen Union ist - in Großbritannien läuft es gerade alles andere als rund. 17.000 Menschen erreichten in diesem Jahr in Booten bereits die englische Küste - mehr als doppelt so viele, wie im ganzen Vorjahr (8400). Das meldete die britische Nachrichtenagentur PA. Die riskanten Überquerungen über den Ärmelkanal führten zuletzt zu Spannungen zwischen den Regierungen in London und Paris.

Da London Migranten nicht mehr wie zuvor an Frankreich zurückgeben kann, erwägen britische Behörden sogar bereits die Zurückweisung von Migrantenbooten auf See. Experten halten das jedoch für so gut wie nicht umsetzbar wegen der Gefahren für die Menschen an Bord der oft kaum seetüchtigen Migrantenboote. Frankreichs Innenminister Darmanin warnte vor einer Verletzung des Seevölkerrechts.

21:39 Uhr
Breaking News

Sänger R. Kelly in Missbrauchsprozess schuldig gesprochen

Der US-Musiker und R'n'B-Star R. Kelly ist im Prozess um den sexuellen Missbrauch Minderjähriger schuldig gesprochen worden. Ein Geschworenengericht in New York verurteilte den Sänger des Welthits "I Believe I Can Fly" in allen Anklagepunkten. Das Strafmaß gegen den 54-Jährigen wird zu einem späteren Zeitpunkt verkündet.

Mehr dazu lesen Sie hier.
21:22 Uhr

USA: Zahl der Tötungsdelikte um fast 30 Prozent gestiegen

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Bei knapp acht von zehn Tötungsdelikten wurde eine Schusswaffe eingesetzt.

(Foto: picture alliance / Zoonar)

Waffengewalt ist in den USA ein großes Problem und die jüngsten Zahlen der Bundespolizei FBI mehr als alarmierend: Seit Beginn der Aufzeichnungen 1960 ist die Zahl der Tötungsdelikte im vergangenen Jahr so stark gestiegen wie noch nie. Wie aus der veröffentlichten Kriminalstatistik hervorgeht, wurden 2020 mehr als 21.500 Tötungsdelikte registriert, ein Anstieg um 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr - der stärkste Zuwachs seit den 1960er Jahren und die höchste Zahl seit 25 Jahren.

Experten führen den Anstieg unter anderem auf die Folgen der Corona-Pandemie und die Zunahme von Waffenverkäufen zurück. Laut FBI wurden 77 Prozent der Tötungsdelikte mit Schusswaffen verübt. Auf 100.000 Einwohner kamen in den USA im vergangenen Jahr 6,5 Tötungsdelikte. Zum Vergleich: Deutschland verzeichnet jährlich etwa ein Tötungsdelikt pro 100.000 Einwohner.

20:45 Uhr

Gitarre von Punk-Musiker bringt knapp eine Million Dollar

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Der Lack ist ab, kann man sagen, aber für die Gitarre von Johnny Ramone griff ein Käufer trotzdem tief in die Tasche.

(Foto: picture alliance/dpa/RR Auction)

Mit einer Million Dollar könnte man so einiges anstellen - oder eben eine Gitarre ersteigern. Bei der Summe ist wahrscheinlich jedem klar: Da geht es weniger ums Instrument als um den prominenten Besitzer. In diesem Fall ist es die Gitarre von Punk-Musiker Johnny Ramone (1948-2004), die er auf 15 Alben der Ramones und rund 2000 Konzerten benutzte. Das Instrument ist heute in den USA für fast eine Million Dollar versteigert worden. Mit 937.500 Dollar (etwa 800.000 Euro) hat die Gitarre etwa doppelt so viel eingebracht wie zuvor erwartet, teilte das Auktionshaus RR Auction in Boston mit. Wer der neue Besitzer dieses Stücks Musikgeschichte ist, ist nicht bekannt.

Versteigert hatte ein Freund von Ramone die Gitarre, der sie ihm 1996 abgekauft hatte. Bevor sie jetzt unter den Hammer kam, war sie 25 Jahre als Ausstellungsstück im Museum der Ruhmeshalle des Rock & Roll in Cleveland zu sehen.

20:32 Uhr

Kleinflugzeug abgestürzt - zwei Schwerverletzte

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Die Absturzstelle an einem Waldrand im Ostallgäu.

(Foto: picture alliance/dpa/benjamin Liss)

In einem Waldgebiet bei der Gemeinde Wald im Ostallgäu ist heute ein Kleinflugzeug abgestürzt. Zwei Menschen seien schwer verletzt worden, teilte die Polizei in Kempten mit. Sie seien nach ersten Erkenntnissen allein in der einmotorigen Propellermaschine gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Warum diese abstürzte, sollen ein Gutachter der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung und ein Gutachter im Auftrag der Staatsanwaltschaft klären.

20:02 Uhr

Videos des Tages

19:45 Uhr

Seniorin baut unwissend Gras an

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Schön? Das liegt im Auge des Betrachters. Doch verboten ist der Anbau einer Haschischpflanze auf jeden Fall.

(Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress)

Da hegt und pflegt man sein geliebtes Pflänzchen und dann will die Polizei sie einem plötzlich wegnehmen. Kein Wunder, dass eine 91-Jährige ganz und gar nicht mit den Ordnungshütern kooperieren wollte. Nur blieb der Bewohnerin eines Seniorenheims in Bayerisch-Schwaben keine andere Wahl: Bei dem Gewächs handelt es sich nämlich um eine Haschischpflanze, die sie da unwissend auf ihrem Balkon gezüchtet hatte. Eine Mitarbeiterin des Heims im Landkreis Günzburg hatte die Pflanze mit dem verdächtigen Aussehen bemerkt und die Polizei alarmiert - die dann gestern Nachmittag anrückte. Das teilte die Polizei heute mit.

Erst durch gutes Zureden und nach mehrmaliger Erklärung sei die Seniorin nach Polizeiangaben schließlich zur freiwilligen Herausgabe bereit gewesen. Wie das verbotene Saatgut überhaupt in den Besitz der Frau gelangt war, ließ sich laut Polizei zunächst nicht ermitteln. Die Pflanze müsse vernichtet werden, da es sich um ein Betäubungsmittel handele. "Unwissenheit schützt vor Strafe nicht" - so lautet zwar ein Rechtsgrundsatz, aber ob die 91-Jährige sich für den Anbau ihres Pflänzchens wird verantworten müssen?

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19:20 Uhr

Israels Regierungschef droht vor UN Iran im Atomstreit

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Israels Ministerpräsident Naftali Bennett

(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Israels Ministerpräsident Naftali Bennett hat dem Iran im Atomkonflikt vor der UN-Vollversammlung in New York erneut gedroht. Das Atomprogramm des Irans habe "alle roten Linien überschritten", sagte der seit Sommer als Ministerpräsident amtierende Bennett in seiner ersten Ansprache bei einer Generaldebatte der Vereinten Nationen in New York. "Das Atomprogramm des Iran hat einen Wendepunkt erreicht - und unsere Toleranz auch. Worte können Zentrifugen nicht stoppen. Wir werden dem Iran nicht erlauben, eine Atomwaffe zu erwerben."

Der Iran verstößt laut der Internationalen Atomenergiebehörde immer weiter gegen Auflagen des Wiener Atomabkommens von 2015, das ihn am Bau einer Atombombe hindern sollte. Teheran gibt an, dass sein Atomprogramm nur zivilen Zwecken dient. Israel und der Iran sind Erzfeinde. Bennett rief die internationale Gemeinschaft zum gemeinsamen Handeln auf.

18:39 Uhr

"Überraschung" für Macron bei Essensmesse

Emmanuel Macron ist nicht der erste Politiker und wird wohl nicht der letzte seiner Zunft sein, dem so etwas passiert: Der französische Präsident wurde bei einer Essensmesse mit einem Ei beworfen. Macron hatte sich bei der Messe in Bron nahe der Großstadt Lyon in einer Menschenmenge befunden, als ein Mann aus geringer Entfernung auf ihn zielte. Der 19-jährige Wurfschütze wurde umgehend festgenommen, wie die Staatsanwaltschaft Lyon mitteilte. Gegen ihn liefen Ermittlungen wegen vorsätzlicher Gewalt gegen eine Amtsperson. Zum Motiv der Ei-Attacke gab es zunächst keine offiziellen Angaben. Glück im Unglück für Macron: Videoaufnahmen zeigen, wie das Ei an seiner Schulter abprallte, ohne zu zerbrechen - wohl weil es sich um ein gekochtes Ei handelte.

Für den Franzosen ist es übrigens nicht der erste Angriff dieser Art: Bereits 2017 wurde er - zu dem Zeitpunkt noch Präsidentschaftskandidat - mit einem Ei beworfen. Damals ging es für ihn aber weniger glimpflich aus: Das rohe Ei platze an seinem Kopf.


18:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

17:35 Uhr

Tiktok zählt mehr als eine Milliarde aktive Nutzer

Auf dem Bildschirm eines Smartphones sieht man das Logo der App TikTok. Foto: Fabian Sommer/dpa/Symbolbild

International beliebt: die Video-App Tiktok aus China.

(Foto: Fabian Sommer/dpa/Symbolbild)

Sind Sie bei Tiktok? Ich nicht und wenn Sie es auch nicht sind, dann gehören wir wohl nicht zu der eine Milliarde Nutzerinnen und Nutzer der Video-App. Wie der chinesische Konzern Bytedance hinter der App in einem Blog-Eintrag bekannt gab, gibt es mindestens eine Milliarde Nutzerinnen und Nutzer, die mindestens ein Mal im Monat aktiv sind. Tiktok untermauert damit seine Position als einzige Online-Plattform mit globaler Reichweite, die nicht aus den USA stammt. Im vergangenen Jahr hatte der damalige US-Präsident Donald Trump vergeblich versucht, einen Verkauf des internationalen Geschäfts von Tiktok an amerikanische Investoren zu erzwingen.

17:06 Uhr

Wiedersehen bei "Wetten, dass..?" mit Michelle Hunziker

Archivbild: Thomas Gottschalk und Michelle Hunziker - 2011

Gemeinsames Comeback: Thomas Gottschalk und Michelle Hunziker. (Archivbild)

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

"Wetten, dass..?" war für mich als Kind das Größte - denn da durfte ich länger aufbleiben! Ob ich mir die Sonderausgabe der Kultshow mit Thomas Gottschalk am 6. November im ZDF ansehen werde? Das weiß ich noch nicht so genau, denn länger aufbleiben kann ich ja jetzt auch so. Neben Gottschalk wird übrigens auch Michelle Hunziker mit dabei sein, wie der Sender heute bekannt gab. Die 44-Jährige war bereits ab Ende 2009 zwei Jahre lang an seiner Seite als Co-Moderatorin bei "Wetten, dass..?" dabei.

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16:32 Uhr

KZ-Gedenkstätte mit Hakenkreuz beschmiert

Unbekannte haben die KZ-Gedenkstätte Dachau in Bayern mit einem Hakenkreuz beschmiert. Das teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Nord in Ingolstadt mit. Das im Nationalsozialismus verwendete Symbol wurde zwischen Samstag und Sonntag in blauer Farbe an den Eingang des zur Gedenkstätte gehörenden ehemaligen Schießplatzes in der Gemeinde Hebertshausen angebracht.

15:44 Uhr

Briten prügeln sich an Tankstellen um Benzin

Weil den Briten nach dem Brexit die Lkw-Fahrer abwandern, mangelt es inzwischen an allen Ecken und Enden an Versorgung mit Gütern, endzeitliche Szenen spielen sich ab. An Tankstellen bilden sich kilometerlange Schlangen, gereizte Wartende prügeln sich im Streit um die letzten Tropfen Benzin.

15:16 Uhr

Facebook legt Pläne für Instagram für Kinder vorerst auf Eis

Facebook hat die Pläne zur Entwicklung einer Kinderversion seiner beliebten Social-Media-Anwendung Instagram auf Eis gelegt. Der Tech-Gigant war in den letzten Monaten zunehmend unter Druck von Eltern und Gesetzgebern geraten, die sich besorgt über die Auswirkungen der sozialen Medien auf die Gesundheit von Kindern äußerten. In einem Instagram-Blog hieß es: "Obwohl wir an der Notwendigkeit festhalten, diese Erfahrung zu entwickeln, haben wir beschlossen, dieses Projekt zu pausieren. Das gibt uns Zeit, mit Eltern, Experten, politischen Entscheidungsträgern und Regulierungsbehörden zusammenzuarbeiten, auf ihre Bedenken zu hören und den Wert und die Bedeutung dieses Projekts für jüngere Teenager, die heute online sind, zu demonstrieren."

14:47 Uhr

Hunde attackieren Joggerin

Hundeattacke auf Joggerin in Nordrhein-Westfalen: Mehrere Hunde haben auf einem Feldweg eine Frau angegriffen und schwer verletzt. Die 58-Jährige musste am Sonntagabend in einem Krankenhaus operiert werden, wie die Polizei heute mitteilte. Die Tiere hatten sie demnach in der Gemeinde Borchen im Kreis Paderborn umgeworfen und am ganzen Körper gebissen und tiefe Wunden hinterlassen. Die Ermittler leiteten ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung ein. Nach Angaben des 63-jährigen Tierhalters hatte er seine vier Hunde an seinem Auto von der Leine genommen, damit sie in das Fahrzeug springen konnten. In diesem Moment griffen die Hunde die Frau an.

14:20 Uhr
Breaking News

Laschet bestreitet klaren Regierungsauftrag für SPD

Unionskanzlerkandidat Armin Laschet gibt nicht auf und strebt weiter nach dem Kanzleramt. "Wenn der eine 24 Prozent hat und der andere 25 Prozent, hat nicht der 25 Prozent hat automatisch eine Mehrheit im Bundestag", sagte der CDU-Chef im Anschluss an die Gremiensitzungen. Tatsächlich liegt das Wahlergebnis der SPD mit 25,7 Prozent gerundet bei 26 Prozent. "Keine Partei kann aus diesem klaren Ergebnis für sich einen Regierungsauftrag ableiten. Auch wir nicht, auch das hab ich gestern deutlich gemacht. Auch die SPD nicht."

Mit dieser Ankündigung stellt sich gegen die Aufforderung von SPD-Kanzlerkandidat, in die Opposition zu gehen. Ferner sagte Laschet: "Wir sind Platz zwei, aber eine Koalition bildet sich aus Sachinhalten und aus der Mehrheit im Bundestag."

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14:17 Uhr

Schichtwechsel

Meine liebe Kollegin Sabine Oelmann genießt jetzt den Feierabend. Ich übernehme für sie im "Tag" und halte Sie hier bis zum späten Abend mit Nachrichten und Wissenswertem aus Deutschland und der Welt auf dem Laufenden. Mein Name ist Johanna Ohlau. Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik? Dann schreiben Sie mir gern per E-Mail: johanna.ohlau[at]nama.de. Ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

13:58 Uhr

Frau fliegt bei Liebesakt aus Fenster auf Autodach

Weltweit ereignen sich die erstaunlichsten Dinge. ntv fasst außergewöhnliche Geschichten für Sie zusammen. Dieses Mal endet das Liebesspiel für eine Frau in Taiwan mit einem schmerzhaften "Dachschaden" und sorgt ein motorisierter "Felsen" für staunende Blicke und seekranke Passagiere.

13:49 Uhr

Wenn Königinnen Tennis spielen

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(Foto: AP)

Zugegeben, die eine - Kate - wird erst noch Königin, eines fernen Tages, die andere ist eigentlich noch im Prinzessinnenalter, spielt aber wie eine Göttin. Oder eben wie eine Königin.

Nach ihrem spektakulären Sieg bei den US Open hat Tennis-Champion Emma Raducanu prominente Gesellschaft auf dem Tennisplatz bekommen. Die 18-jährige Britin traf Herzogin Kate für eine gemeinsame Partie in sportlichem Outfit in London, wie unter anderem der "Evening Standard" berichtete. Die Herzogin von Cambridge ist als große Tennis-Liebhaberin bekannt und war eine der ersten, die nach Raducanus Triumph bei den US Open per Twitter gratuliert hatte.

Raducanu hatte Mitte September die nur zwei Monate ältere Leylah Fernandez im Finale 6:4, 6:3 besiegt und damit Tennis-Geschichte geschrieben. Sie ist die erste Qualifikantin, die bei einem Grand-Slam-Turnier den Titel holte. Die Abiturientin wurde in Kanada als Tochter eines Rumänen und einer Chinesin geboren und wohnt mit ihrer Familie seit ihrem zweiten Lebensjahr in London.

13:39 Uhr

Ehemalige "Bunte"-Chefin: "Wer bin ich, wenn ich nichts mehr bin?"

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(Foto: dpa)

Als Chefredakteurin der Illustrierten "Bunte" war Patricia Riekel 20 Jahre lang bei gesellschaftlichen Anlässen bis zu ihrem Ruhestand immer ganz vorne mit dabei. In ihrem Buch "Wer bin ich, wenn ich nichts mehr bin?" verrät die 72-Jährige, wie sie mittlerweile ihr Leben angeht. "Nachdem ich aufgehört habe zu arbeiten, habe ich versucht, weiter die Welt zu beeindrucken", erzählt sie.

Sie strich Wände in ihrem Haus, stellte Möbel um, kürzte Tischbeine - und trieb ihren Lebensgefährten Helmut Markwort, der für die FDP im Landtag sitzt, fast in den Wahnsinn. Nun geht sie das Leben gelassener an - und genießt die Vorzüge. "Niemand kann uns daran hindern, genau das zu tun, worauf wir Lust haben. Zu sein, wer wir schon immer sein wollten."

13:09 Uhr

Harrys und Meghans eigentliche Agenda in New York

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Die erhobene Kamera gehört zu einem Kameramann, der immer dabei ist.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Meghan und Harry - ein ganz normales Paar wollten sie sein, kein royaler Mief mehr, keine Extra-Würste, keine Sonderbehandlungen, ihre Ruhe wollten sie haben. Angeblich. Geld wollten sie verdienen, in den USA. Dahin sind sie ausgewandert und haben eine Menge verbrannte Erde hinterlassen. Und nun? Nun bewegen sie sich durch New York mit der Selbstverständlichkeit eines Super-Promi-Paars. Dabei werben sie natürlich für gute Dinge, Impfgerechtigkeit zum Beispiel, und Meghan darf Kindern, die nicht weglaufen können, endlich mal aus ihrem gefloppten Buch "The Me You Can't See"vorlesen, und überhaupt fahren sie die ganz große "Harry & Meghan-Show" ab. Inklusive häufigem Klamottenwechseln auf Meghans Seite, was ihr böse Zungen als "will einen auf Diana machen" auslegen. So weit wollen wir gar nicht gehen. Denn Meghan ist eher zwischen Angelina Jolie und Michelle Obama anzutreffen. Denkt sie wahrscheinlich. Es ist nur auffällig, dass dem Paar immer ein und derselbe Kameramann auf Schritt und Tritt folgt. Als wollte er dokumentieren, dass die beiden bei jedem Atemzug Gutes tun würden.

Sollten das geschäftstüchtige Paar da also eine ganz eigene Agenda verfolgen? Laut "Page Six" drehen "H&M" gerade eine Dokumentation über ihr Leben für Netflix. Während Harry und Meghan in New York also das "Global Citizen Festival", die Gedenkstätte zum Anschlag vom 11. September 2001 und diverse andere wichtige Spots in der Stadt aufsuchten, war ihnen stets ein bestimmter Kameramann - neben den anderen, wechselnden - auf den Fersen. Die Doku über ihr Leben ist wahrscheinlich, so mutmaßt die "Bild"-Zeitung", Teil des 85-Millionen-Euro-Deals, den Harry und seine Ehefrau Meghan vergangenes Jahr mit Netflix abgeschlossen hatten, da muss das Paar schon ein bisschen selbst was liefern. Wir fassen zusammen:

  • Netflix-Projekte
  • das Oprah-Interview
  • Bücher
  • Harrys Klagelied in einer TV-Dokumentation

Macht summa summarum - eine Menge Schotter! Wie gesagt - eigentlich wollten sie ja totally privat sein!

12:55 Uhr

Schon wieder Ferien: Achtung, Stau!

Der ADAC erwartet zum Start der Herbstferien in mehreren Bundesländern am Wochenende Staus auf den Autobahnen Richtung Berge oder Meer. Ein Großteil der Deutschen wird nach Ansicht des ADAC seinen Herbsturlaub wegen der Corona-Pandemie in Deutschland verbringen. "Besonders staugefährdet sind daher die Straßen in die Wanderregionen der Alpen und Mittelgebirge und zu den Küsten", teilt der Automobilclub mit. "Die Staulängen dürften aber bei Weitem nicht die Dimensionen des Sommers erreichen."

In dieser Woche beginnen die Herbstferien in den norddeutschen Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein sowie in Hamburg.

11:11 Uhr

Achtung! Hier menschelt's bei den Wahlen - und danach

Politiker sind auch nur Menschen, wie diese Bilder beweisen:

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Franziska Giffey und ihr Sohn.

(Foto: dpa)

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Robert Habeck, unrasiert.

(Foto: dpa)

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Annalena Baerbock würde gerne wenigstens mal ihre schwere Tasche loswerden.

(Foto: dpa)

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Armin Laschet hatte sich das anders vorgestellt, und das sieht man.

(Foto: dpa)

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Manuela Schwesig hat es denen gezeigt, die sie noch immer als "Küsten-Barbie" auf dem Zettel hatten.

(Foto: REUTERS)

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Äh, und was mache ich jetzt damit? Olaf Scholz bekommt wohl nicht so oft Blumen geschenkt.

(Foto: REUTERS)

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Das wissen jetzt alle, dass es gemeinsam besser geht.

(Foto: REUTERS)

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Politiker sind auch nur Wähler: Bettina Jarasch und ihr Ehemann Oliver beim Wählen in einem Berliner Gymnasium.

(Foto: dpa)


10:50 Uhr

Lavastrom zermalmt Kirche auf La Palma

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(Foto: AP)

Der Vulkan auf der Kanaren-Insel La Palma ist wieder stärker aktiv. Im Ort Todoque lässt die Lava eine Kirche einstürzen, auch umliegende Gebäude werden zerstört. Experten befürchten, dass der Vulkan noch wochen- oder sogar monatelang aktiv sein könnte.

10:19 Uhr

Erdbeben auf Kreta, mindestens ein Todesopfer

Mindestens ein Mensch ist bei einem starken Erdbeben auf der Insel Kreta am Montagmorgen laut Medienberichten ums Leben gekommen, neun wurden leicht verletzt. Drei Menschen sollen in eingestürzten Häusern verschüttet sein, berichtet die griechische Zeitung "To Proto Thema". Es handele sich dabei um Häuser nahe des Epizentrums in der Nähe der Ortschaften Arkalochori und Patsideros. Das Beben ereignete sich um 9.17 Uhr (Ortszeit) und hatte nach Angaben des Geodynamischen Instituts Athen die Stärke 5,8, das Potsdamer Helmholtz-Zentrum gab die Stärke mit 6 an. Viele Menschen in der kretischen Hafenstadt Iraklion, aber auch an der türkischen Südwestküste flüchteten aus Gebäuden auf die Straßen, wie Fernsehbilder zeigten. Auf Kreta stürzten etliche ältere Häuser ein, auch neuere Gebäude wiesen Risse auf. Das Epizentrum lag rund 20 Kilometer südöstlich von Iraklion.

In der Türkei war das Beben vor allem in der Küstenregion Datca zu spüren, wo die Menschen ebenfalls auf die Straßen rannten. Zunächst gab es dort keine Informationen über Verletzte oder Tote. Berichte, wonach türkische Behörden eine Tsunami-Warnung ausgegeben hätten, bestätigten sich zunächst nicht. Die türkische Zeitung "Hürriyet" berichtete am Montagmorgen, das Beben sei zwar im Südwesten des Landes zu spüren gewesen, es habe aber keine Tsunami-Warnung gegeben.

09:38 Uhr

Schlammmassen auf A4 in Thüringen

Wegen Schlammmassen musste die Autobahn 4 in Thüringen bei Bucha zeitweise gesperrt werden. Aufgrund starker Regengüsse lösten sich in der Nacht zum Montag an der Fahrbahn große Mengen Schlamm, der anschließend auf die Fahrbahn floss und alle drei Spuren Richtung Dresden bedeckte, wie die Autobahnpolizei Thüringen mitteilte. Die Schlammschicht war 20 bis 30 Zentimeter hoch.

Der Verkehr wurde umgeleitet. Der Schlamm auf dem linken und mittleren Fahrstreifen wurde weggeräumt und die Fahrbahn auf diesen beiden Spuren nach mehreren Stunden am Montagmorgen wieder freigegeben.

09:29 Uhr

"Deutschland: Merkels würdiger Abgang hat nicht geklappt."

Zum Ausgang der Bundestagswahl schreibt die ostfranzösische Tageszeitung "Dernières Nouvelles d'Alsace": "Angela Merkel hat von einem Abgang geträumt, der den Spuren, die sie in diesem Land hinterlässt, würdig ist. Doch das hat nicht geklappt. (...) Die Union ist in ihrer großen Breite in sich zusammengestürzt und erzielte das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte. Außer mit einer unwahrscheinlichen "Jamaika-Koalition" mit FDP und Grünen ist nicht abzusehen, wie sich die Union an der Macht halten soll. Aber auch die kleinen Gewinner der SPD können nicht sicher eine Regierung bilden."

"Letztendlich sind die Grünen die großen Sieger, die trotz ihres durchwachsenen Ergebnisses die dritte Kraft des Landes darstellen, aber vor allem auch die FDP von Christian Lindner. Er wird den Schiedsrichter spielen und hat dabei die Art und Weise noch nicht verdaut, wie er vor vier Jahren von CSU und den Grünen behandelt wurde, als diese schon einmal versuchten, eine Mehrheit zu bilden. Auch wenn die Verhandlungen noch nicht angefangen haben, kündigen sie sich bereits als unlösbar an. Und versprechen Angela Merkel, die den Übergang gewährleisten muss, noch ein paar Monate an der Spitze des Landes zu bleiben."

09:20 Uhr

"Deutschland: Launenhaft wie der Rest Europas."

Zum Ergebnis der Bundestagswahl meint die belgische Zeitung "De Tijd": "Da Angela Merkel jetzt nicht mehr dabei ist, gerät auch Deutschland in eine instabile Phase. Es wird ein Neustart gebraucht, der eine neue Stabilität ermöglicht. Das ist eine schwierige Aufgabe, denn die Wähler in Deutschland scheinen ebenso launenhaft geworden zu sein wie jene im Rest Europas."

"Eine baldige Koalitionsbildung in Deutschland - mit welchen Farben auch immer - wäre für Europa das beste Zeichen für Sicherheit. Doch für die angestrebte Stabilität gibt es keine Garantie. Auch in Deutschland scheint der Konsens verloren gegangen zu sein. Und das ist keine gute Nachricht - weder für Deutschland, noch für den Rest Europas."

09:14 Uhr

"Deutschland: Langweilig, aber gut so."

Die liberale slowakische Tageszeitung "Sme" schreibt zum Ausgang der Bundestagswahl: "Was in anderen Staaten Unsicherheit bedeuten würde, nennt man in Deutschland eine Entwicklung. Egal ob ein Sozial- oder Christdemokrat nächster deutscher Kanzler wird (...): Deutschland wird weiterhin eine stabile Demokratie sein, in der der gesunde Menschenverstand die Hauptrolle in der Politik spielen wird und populistische Parteien am Rand bleiben und wo man pragmatische Lösungen suchen wird. Es lässt sich darüber diskutieren, wie sich das Land nach 16-jähriger Kanzlerschaft Merkels entwickeln wird. Die Vorstellung kann uns mehr oder weniger gefallen, aber das Ergebnis wird immer sein, dass Deutschland das schafft und ein stabiler, konstruktiver Teil der Europäischen Union sein wird. Klingt das langweilig? Möglicherweise ja, aber so soll eine funktionierende Demokratie aussehen, wie Deutschland sie ist. So, dass auch Schlüsselwahlen sie nicht bedrohen. Das ist vielleicht langweilig, aber es ist gut."

08:56 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:46 Uhr

Berliner haben entschieden: Privatwirtschaftliche Großvermieter gehören enteignet

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"Wer kümmert sich jetzt eigentlich um die Fassade, die sieht echt räudig aus, Leute ..." "Also ich nicht, ich hab' gerade den Müll runtergebracht ..."

(Foto: dpa)

Franziska Giffey hat sich explizit dagegen ausgesprochen, doch nun wird das Thema Enteignung (ungünstiges, negatives, bevormundend klingendes Wort, aber so ist es nun mal) als eines der ersten auf ihrem neuen Schreibtisch im Roten Rathaus landen. Denn eine Mehrheit der Berliner hat am Sonntag für den Volksentscheid "Deutsche Wohnen & Co. enteignen" gestimmt. 56,4 Prozent votierten für den Volksentscheid, wie die Landeswahlleitung mitteilt. Dieser gilt damit als angenommen.

Hier nochmal ein Gedanke, den Lars von Lackum, Chef des Wohnungskonzerns LEG Immobilien, kürzlich in der "Süddeutschen Zeitung" formulierte: Nach der Wende hätten Häuser in Ost-Berlin ähnlich ausgesehen wie heute der Bestand in Kuba. "Berlin drohen in einigen Jahren dann ähnliche Verhältnisse, wenn man Eigentum vergesellschaftet", so von Lackum. Es gäbe danach nicht mehr bezahlbaren Wohnraum, sondern weniger und schlechteren."

08:33 Uhr

Forderung: "Schlüssiges Gesamtkonzept" in einem "Klimaclub", und zwar schnell bitte

Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm fordert von der nächsten Bundesregierung ein "schlüssiges Gesamtkonzept" zur Klimapolitik statt einer Vielzahl an kleinteiligen Maßnahmen. "Leitinstrument" müsse die CO2-Bepreisung sein, "sektorenübergreifend und auf europäischer Ebene", erklärte Grimm, Mitglied im Sachverständigenrat Wirtschaft. Außerdem müsse der Ausbau von Infrastruktur für den Energietransport und für die Mobilität europaweit deutlich schneller umgesetzt werden als bislang geplant.

Grimm plädierte zudem dafür, der globalen Kooperation im Klimaschutz "deutlich mehr Aufmerksamkeit" zu widmen. "Europa, die USA und China müssen beim Klimaschutz zusammenrücken, etwa in einem sogenannten Klimaklub." Die globalen Klimaziele ließen sich nur erreichen, wenn schnell Technologien verfügbar seien, mit denen klimafreundliches Wirtschaften in allen Ländern weltweit möglich ist.

08:16 Uhr

Olaf Scholz – was nutzt ihm der Vorsprung?

Die SPD hat die Bundestagswahl knapp gewonnen. Trotz des Sieges habe SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz ein bisschen bedröppelt ausgesehen, sagt die Leiterin des RTL- und ntv-Hauptstadtstudios, Jutta Bielig-Wonka im Podcast "heute wichtig". Vermutlich, weil ihm trotz des Jubels schnell klar war: Scholz als Kanzler ist noch längst nicht sicher, die nächsten Tagen und Wochen werden nun spannend. "Wir werden Zeuge eines Krimis und eines Machtpokers", meint Bielig-Wonka.

Jetzt beginnt das Ausloten: Wer kann mit wem? Spätestens als sich FDP-Chef Christian Lindner mit Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock in der Elefantenrunde zum Gespräch verabredete, steht die Option im Raum, dass Team Grün-Gelb den Kanzler macht: entweder SPD-Mann Olaf Scholz oder Union-Gesicht Armin Laschet. Für Horst von Buttlar, Leiter des Berliner "stern"-Büros, wäre das noch eine der besten Alternativen, denn: "Die große Koalition sollte diesem Land erspart bleiben."

08:03 Uhr

Giorgio Armanis Reise zu sich selbst

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Maritim angehaucht - so präsentierte Armani seine Entwürfe.

(Foto: AP)

Ein Hoch auf die mediterrane Eleganz: So präsentierte sich Giorgio Armani am Wochenende auf der Mailänder Fashion Week, die noch bis Montag Trends für die Saison Frühjahr/Sommer 2022 präsentiert. Als der 87-jährige Designer am Ende der Show auf den Laufsteg kam, erhob sich das Publikum zum Schlussapplaus von seinen Plätzen.

Armani war nach über 20 Jahren an den Ort zurückgekehrt, wo er seine größten Erfolge feierte: das kleine Theater in seinem Mailänder Innenstadt-Palazzo. "Ich wollte eine intime Atmosphäre, damit die Gäste den Modellen so nah wie möglich kommen und sie fast schon berühren können", erklärte er den Umzug aus seinem im Süden der Stadt gelegenen monumentalen Theatersaal, wo sonst seine Shows stattfinden.

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Intime Atmosphäre ...

(Foto: imago images/Independent Photo Agency Int.)

Die klassischen Armani-Codes, durchmischt mit Einflüssen, die Nomaden auf ihren Touren gesammelt haben könnten - so charakterisiert der Designer seine neue Damenkollektion. Im Hintergrund des Laufstegs wogten sanft die Wellen des Meeres, passend war das erste Thema maritim angehaucht: mit Blau-Weiß-Kombinationen aus Hosen mit weiten, fließenden, in Knöchelhöhe gebändigten Beinen zu verschiedenen Blazer-Varianten.

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Der Meister und die Models ...

(Foto: imago images/Independent Photo Agency Int.)

07:45 Uhr

Warum nimmt Australiens Premier Scott Morrison nicht am UN-Klimagipfel teil?

Australiens Premierminister Scott Morrison will möglicherweise nicht persönlich am UN-Klimagipfel im schottischen Glasgow teilnehmen. "Wir haben noch keine endgültige Entscheidung dazu getroffen", so Morrison. "Ich muss mich auf die Dinge hier und Covid-19 konzentrieren." Wer ihn vertreten könnte, war noch nicht klar. Die zwölftägige Konferenz im November soll das wichtigste Treffen seit dem Klima-Gipfel von Paris 2015 werden. Spitzenpolitiker aus aller Welt haben zugesagt.

Australien hat eine der höchsten CO2-Emissionen pro Kopf und ist einer der größten Kohleexporteure der Welt. Die Regierung lehnt bislang eine Festlegung auf Treibhausneutralität bis 2050 ab. Die Vereinten Nationen hatten zuletzt erklärt, die Welt befinde sich bei der Erderwärmung auf einem katastrophalen Weg: derzeit eine Erwärmung um 2,7 Grad bis 2100 absehbar - das Klimaabkommen von Paris sieht aber vor, den Anstieg möglichst auf maximal 1,5 Grad zu begrenzen.

07:16 Uhr

Was heute wichtig wird

Die Nacht war kurz, ich komme quasi direkt vom Wählen, konnte meine Stimme dann doch noch abgeben, inklusive blauem Zettel, der hier in Berlin kurzzeitig ja mal "aus" war, wie wir in der Gastronomie so sagen, wenn was nicht mehr da ist. Um mein Wahllokal zu erreichen, brauchte ich zwar nicht einmal die Straßenseite zu überqueren, was zwischen 9 und 15 Uhr auch echt nicht so leicht in Berlin innercircle gewesen wäre, aufgrund des Marathons, und das Auto musste ich zum Glück schon gar nicht benutzen. Und ich liebe diesen Marathon, sowohl die ersten Läuferinnen, die gegen 10.15 Uhr an meinem Haus vorbeiflitzen als auch die letzten, die von der Müllabfuhr quasi noch durchs Ziel geschoben werden, aber MUSSTE DAS DENN ECHT AN EIN UND DEMSELBEN TAG STATTFINDEN? Mein Name ist Sabine Oelmann und ich werde Sie durch den Tag begleiten. Wünsche, Wortbeiträge, Wahnvorstellungen können an sabine.oelmann@nama.de gerichtet werden.

Na ja, Sie können sich zumindest denken, was heute wichtig wird:

  • Harte Zeiten für die CDU, auch und vor allem, wenn wir es regional betrachten: Für die sächsische CDU ist diese Wahlentscheidung die zweite Schlappe in Folge. Während bei der Bundestagswahl 2017 die Niederlage gegen die AfD nur hauchdünn ausfiel, ist sie nun deutlicher als erwartet. Nach Auszählung aller Stimmbezirke lag die AfD am frühen Montagmorgen bei 24,6 Prozent der Zweitstimmen. Die SPD konnte mit 19,3 Prozent die erfolgsverwöhnte CDU (17,2) auf Platz 3 verdrängen. Dahinter rangieren die FDP (11,0), die Linken (9,3) und die Grünen (8,6).

  • Erste Reaktion aus den USA: "Donnerwetter - sie sind beständig." Damit meint US-Präsident Joe Biden die SPD - mal sehen, was er nach dieser ersten Reaktion auf die deutschen Wahlergebnisse noch zu sagen hat heute.

  • Wir schauen nach Berlin, wo zwei Frauen in roten Kleidern gestern noch beide Chancen hatten, ins farblich passende Rathaus zu ziehen: Aber es kann nur eine geben, und die heißt Franziska Giffey, wir berichten weiter.

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    Bettina Jarasch und Franziska Giffey

    (Foto: dpa)

  • Genauso wie aus Mecklenburg-Vorpommern, wo Manuela Schwesig für die SPD weiterhin die Geschicke des Landes dirigieren wird.

  • Gibt es noch andere Themen außer der Wahl? Natürlich, auch da halten wir Sie auf dem Laufenden. Und wenn es nicht ganz so ausgegangen ist, wie Sie sich das gewünscht haben: Nicht einmal CSU-Urgestein Edmund Stoiber, der morgen 80 wird, lässt sich die Laune verhageln vom anzunehmenden anstehenden Hickhack der Kanzlerkandidaten und dem schlechten Abschneiden seiner CSU - er sagt sehr weise: "Man hat ja nur ein Leben."

06:42 Uhr

"Moulin Rouge" gewinnt Tony Award als bestes Musical

Die Bühnen-Version des Musikfilms "Moulin Rouge" hat den Tony Award als bestes Musical gewonnen. Die Show gewann am Sonntag in New York in insgesamt zehn Kategorien den wichtigsten Preis der Broadway-Theater in New York. Zu den Ausgezeichneten zähle auch Aaron Tveit als bester männlicher Hauptdarsteller in der Rolle des verarmten Künstlers Christian, der sich im Paris des Jahres 1899 in eine Tänzerin verliebt. Beste Hauptdarstellerin wurde Adrienne Warren, die in "Tina" die Musiklegende Tina Turner verkörpert. Wegen der Corona-Pandemie hatte es nur vier wählbare neue Musicals gegeben, die im Herbst 2019 und im Frühjahr 2020 ihre Uraufführungen hatten. Die Kategorie bestes wiederaufgeführtes Musical wurde gar nicht erst ausgelobt.

06:37 Uhr

Neuer Bundeskanzler vor Weihnachten unwahrscheinlich?

Der Düsseldorfer Politikwissenschaftler Stefan Marschall rechnet damit, dass sich die Koalitionsverhandlungen bis Weihnachten hinziehen könnten. Er glaube, "dass sich die Parteien bemühen werden, dass wir vor Weihnachten Klarheit haben", so Marschall. Ob es dann aber auch schon einen neuen Bundeskanzler gebe, sei fraglich. Immerhin: "Aber wir werden schon wissen, in welche Richtung es geht."

Sowohl Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet als auch SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hatten am Wahlabend betont, man wolle vor Weihnachten fertig sein. Marschall rechne mit "sehr komplizierten" Koalitionsverhandlungen. Grund seien die beiden Optionen "Jamaika" oder "Ampel", die sich ausschlössen.

06:29 Uhr

Zustimmung für Volksentscheid "Deutsche Wohnen & Co. enteignen" zeichnet sich in Berlin ab

Bei dem Volksentscheid "Deutsche Wohnen & Co. enteignen", über den in Berlin abgestimmt wird, zeichnet sich eine Zustimmung der Wählerinnen und Wähler ab. Nach dem Zwischenergebnis von 05.24 Uhr stimmten 56,3 Prozent für die Initiative, 39,0 Prozent votierten dagegen. Dies geht aus den Zahlen auf der Website der Landeswahlleiterin hervor.

06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht

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