Sonntag, 20. Dezember 2020Der Tag

mit Heidi Ulrich
Heidi Ulrich
22:54 Uhr

Das war Sonntag, der 20. Dezember 2020

Liebe Leserinnen und Leser,

eine neue Variante des Coronavirus taucht in immer mehr Ländern auf, etwa in Großbritannien und Italien. In Deutschland wurde es bisher nicht entdeckt. Aus Sorge davor, dass es sich auch hier ausbreiten könnte, dürfen Flieger aus dem Vereinigten Königreich nicht mehr in Deutschland landen. Wichtig waren heute, am vierten Advent, auch diese Themen:

Dann wünsche ich Ihnen noch einen guten Wochenausklang und eine erholsame Nacht!

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Dieser „Leuchtende Weihnachtsexpress“ war gestern im Landkreis Leipzig unterwegs. Er sollte zum Adventswochenende Freude und Mut verbreiten.

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

22:20 Uhr

Raketen nahe US-Botschaft in Bagdad eingeschlagen

Die irakische Hauptstadt Bagdad ist von mehreren Raketenangriffen erschüttert worden. Wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten, waren am Abend mindestens fünf Explosionen zu hören. Mindestens drei Raketen seien nahe der US-Botschaft in der hoch gesicherten Grünen Zone eingeschlagen, zwei weitere in Wohngebieten, verlautete aus Sicherheitskreisen. Tote oder Verletzte gab es nach Angaben der irakischen Sicherheitskräfte nicht. Wer dafür verantwortlich ist, ist nicht bekannt.

Seit Oktober 2019 wurden im Irak dutzende Raketen- und Bombenangriffe auf ausländische Botschaften, Truppen und Einrichtungen verübt. Die USA haben wiederholt pro-iranische Milizen wie die schiitischen Hisbollah-Brigaden für die Anschläge verantwortlich gemacht.

22:03 Uhr

Gespräche über Brexit-Handelspakt sollen morgen weitergehen

Mehrere Fristen sind schon verstrichen, Großbritannien und die EU verhandeln aber immer noch über einen Brexit-Handelspakt. "Die Verhandlungen bleiben schwierig, und es gibt weiterhin deutliche Unterschiede", hieß es am Abend aus britischen Regierungskreisen. Es werde erwartet, dass die Verhandlungen morgen weitergehen. Dabei hatte das Europaparlament beiden Seiten eine letzte Frist bis heute Nacht um Mitternacht gesetzt. Bis dahin müsse ein fertiger Handelsvertrag vorliegen, sonst bliebe aus Sicht des Parlaments nicht genug Zeit, um den Text zu prüfen und für ein Inkrafttreten am 1. Januar zu ratifizieren. In London hieß es hingegen, der einzige Stichtag sei der 31. Dezember.

Sollte in den kommenden Tagen doch noch eine Einigung zustande kommen, könnte sie auch vorläufig in Kraft treten und erst nachträglich vom EU-Parlament ratifiziert werden. Knackpunkte bei den Verhandlungen sind vor allem Fischereirechte, aber auch gleiche Wettbewerbsbedingungen.

21:35 Uhr

An mehreren Orten protestieren Hunderte gegen Corona-Auflagen

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Demonstranten beim "Schweigemarsch" nahe des Berliner Alexanderplatzes.

(Foto: dpa)

Mehrere Hundert Menschen haben in Berlin, Hamburg und anderen Orten gegen Einschränkungen in der Corona-Pandemie protestiert. Nach Einschätzung der Polizei versammelten sich in der Hauptstadt am Nachmittag rund 600 bis 800 Demonstranten. Angemeldet war der Aufzug unter dem Titel "Schweigemarsch gegen Diskriminierung und für Menschenrechte". Die Polizei sprach von einem ruhigen Verlauf. In Hamburg beteiligten sich nach Polizeiangaben rund 300 Menschen an einer solchen Veranstaltung. Rund 150 Angehörige der linken Szene protestierten demnach dagegen.

Ursprünglich waren in Berlin 2000 Teilnehmer angemeldet worden. Ein Polizeisprecher sagte, Einsatzkräfte hätten bei neun Menschen die Personalien aufgenommen, weil sie keine Mund-Nasen-Bedeckung getragen hätten. Bei acht von ihnen bestehe der Verdacht, dass sie ein gefälschtes Attest gezeigt hätten. Dazu werde nun ermittelt. Am Rande der Demonstration gab es vereinzelt Gegenproteste.

20:58 Uhr

Ariana Grande ist verlobt

Richtig glücklich ist gerade Ariana Grande. Die Sängerin und ihr Freund Dalton Gomez wollen heiraten. Bei Instagram veröffentlichte die 27-Jährige Fotos, die ihren Liebsten und sie und ihren Verlobungsring zeigen. Dazu schrieb sie, „für immer und noch ein bisschen mehr“. Im Frühling hatte Grande die Beziehung mit dem Immobilien-Makler öffentlich gemacht. Na dann, herzlichen Glückwunsch!

20:27 Uhr

Partygäste verstecken sich vor Polizei in Abstellraum

Wegen Verstoßes gegen die Corona-Regeln hat die Polizei bei Stuttgart eine Feier mit 18 Gästen aufgelöst. Einzelne Gäste der Party in Filderstadt versteckten sich vor den Beamten in einem Abstellraum, wie die Polizei mitteilte. Streifenpolizisten hatten am Samstagabend in einem Industriegebiet bemerkt, dass Licht, Musik und Stimmen aus einem Gebäude kamen. Die Beamten riefen Verstärkung, öffneten die Tür und durchsuchten das Gebäude. Die Partygäste im Alter zwischen 16 und 20 Jahren und auch der Gastgeber wurden nach draußen begleitet, wo die Minderjährigen auf ihre Eltern warten mussten. Laut Polizei müssen alle Beteiligten mit einem Bußgeld rechnen.

19:40 Uhr

Neues Kölner Stadtarchiv ist so gut wie fertig

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Blick in den Innenbereich des neuen Historischen Archivs der Stadt Köln.

(Foto: dpa)

Gut elf Jahre nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs ist der Neubau so gut wie fertiggestellt. Die Gebäudetechnik wird nun nach und nach in Betrieb genommen, es stehen noch Bauabnahmen an. Oberbürgermeisterin Henriette Reker sagte, "entstanden ist Europas modernstes kommunales Archiv mit einer Gebäudetechnik, wie sie so noch nie entwickelt und verbaut wurde." Bei dem Neubau für das Historische Archiv und das Rheinische Bildarchiv handele es sich um ein Gebäude mit hohen Anforderungen an die Klimastabilität, die die empfindlichen Archivalien benötigten.

Bei dem Einsturz des alten Stadtarchivs am 3. März 2009 waren zwei Anwohner ums Leben gekommen. Unzählige historische Dokumente wurden verschüttet. Das Kölner Landgericht urteilte 2018, dass das Archiv wegen eines gravierenden Fehlers beim Bau einer neuen U-Bahn-Haltestelle unterhalb des Gebäudes eingestürzt war.

19:10 Uhr

Auswärtiges Amt will weitere Deutsche aus Syrien zurückholen

Das Auswärtige Amt plant, weitere Deutsche aus Syrien zurückzuholen. Man arbeite "mit Hochdruck" daran, "die Ausreise vor allem deutscher Kinder aus Nordost-Syrien zu ermöglichen", hieß es aus dem Ministerium. Dazu stehe das Auswärtige Amt "auch mit kurdischen Gruppen in Kontakt".

  • Zuvor hatte der "Tagesspiegel" berichtet, dass das Auswärtige Amt mit der kurdischen Autonomieverwaltung über die Übergabe einer zweistelligen Zahl deutscher Frauen verhandele, die sich in der Vergangenheit der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) angeschlossen hätten und sich aktuell in Gefangenenlagern der kurdisch dominierten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) befinden sollen.
  • Gestern waren bereits drei deutsche Frauen und zwölf Kinder aus Lagern für gefangene IS-Mitglieder in Nordsyrien nach Deutschland ausgeflogen worden. Gegen die Frauen wird Berichten zufolge unter anderem Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland ermittelt.
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18:52 Uhr

Ehepaar wurde womöglich durch Gase aus Tümpel vergiftet

Aus einem Tümpel aufgestiegene Gase sind womöglich für die Vergiftung eines Ehepaares im Enzkreis in Baden-Württemberg verantwortlich. Der 55 Jahre alte Mann starb, seine 52 Jahre alte Frau befinde sich in akuter Lebensgefahr im Krankenhaus, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Pforzheim. Es liege offensichtlich ein Unglücksfall vor. Spaziergänger hatten das leblose Paar gestern in einem Waldstück bei Ölbronn-Dürrn entdeckt. Der Mann sei wohl an den Folgen einer Kohlenmonoxid-Vergiftung gestorben, sagte der Polizeisprecher. Hinweise auf eine Straftat oder einen Suizid gebe es keine.

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18:12 Uhr

"Polarstern" startet Expedition - Corona-Tests in Antarktis möglich

Erst im Oktober ist das Forschungsschiff "Polarstern" von seiner einjährigen Arktis-Expedition zurückgekehrt - jetzt ist es zu einer Reise in die Antarktis aufgebrochen. Am Nachmittag legte der Eisbrecher im Heimathafen Bremerhaven ab. Ziel der Reise ist die Forschungsstation Neumayer III.

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Bild von der Rückkehr aus der Arktis. Nun geht es zur Antarktis. Die Reise soll rund einen Monat dauern.

(Foto: dpa)

Dabei ändert die Corona-Pandemie den Ablauf dieser Expedition. Denn normalerweise würden die Wissenschaftler und Techniker auf dem Luftweg von Südafrika aus in die Antarktis gebracht, erklärte das Alfred-Wegener-Institut für Polarforschung. Nur das Material werde auf dem Seeweg transportiert. Wegen der Pandemie sei die Anreise nun ausschließlich per Schiff vorgesehen. So solle verhindert werden, dass das Virus in die Station gelangt. Sollte es dennoch in die Station eingeschleppt werden, sei das dortige Hospital massiv aufgerüstet worden, berichtete Radio Bremen. Auf dem Forschungsschiff und in der Antarktisstation stünden PCR-Testgeräte zur Verfügung, außerdem seien jetzt mehr Medikamente und Möglichkeiten zur Beatmung vorhanden.

17:21 Uhr

Unbekannte bewerfen Regionalexpress mit Pflastersteinen

Unbekannte haben mindestens zwei Pflastersteine von einer Bahnbrücke in Bochum geworfen und damit die Frontscheibe eines fahrenden Zuges getroffen. Diese hielt den Steinen stand, wie die Polizei mitteilte. Der Regionalexpress (RE 4) sei am Freitagnachmittag von Essen in Richtung Hagen unterwegs gewesen, als der Vorfall passierte. Der Zug wurde gestoppt und in ein Instandsetzungswerk gefahren. Die Scheibe sei mit Einschlägen versehen gewesen und hätte im Laufe der Fahrt komplett kaputtgehen können, sagte ein Polizeisprecher. Der Zugführer blieb unverletzt. Die Fahrgäste sollten vom Wurf aber nichts mitbekommen haben, wie der Sprecher weiter sagte. Einsatzkräfte fahndeten nach Verdächtigen - bislang ohne Erfolg. Die Bundespolizei sucht zudem Zeugen.

17:15 Uhr
Breaking News

Deutschland schränkt Reiseverkehr mit Großbritannien ein

Wegen der neuen Variante des Coronavirus sollen die Reisemöglichkeiten zwischen Deutschland und Großbritannien sowie zu Südafrika eingeschränkt werden. Die Bundesregierung teilte mit, eine entsprechende Regelung werde erarbeitet. Sie stehe dazu auch in Kontakt mit den europäischen Partnern. Nach ersten Erkenntnissen britischer Wissenschaftler ist eine kürzlich entdeckte Variante des Virus um bis zu 70 Prozent ansteckender als die bisher bekannte Form. Unter anderem die Niederlande verhängten bereits ein Verbot für Flüge von und nach Großbritannien.

Update von 18:08 Uhr: Wegen der neuen Variante des Coronavirus wird der Flugverkehr von Großbritannien nach Deutschland weitgehend gestoppt. Ab Mitternacht sind Landungen aus Großbritannien untersagt, wie aus einer Verfügung des Bundesverkehrsministeriums hervorgeht - Ausnahmen gelten etwa für Frachtflüge.

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16:45 Uhr

Erneut Demonstranten in Belarus festgenommen

In Belarus hat es erneut Proteste gegen Machthaber Lukaschenko gegeben und erneut haben Uniformierte Demonstranten festgenommen. Das Innenministerium in Minsk sprach von rund 100 Festnahmen, die Demonstranten hätten gegen das Versammlungsverbot verstoßen.

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„Den Protest sieht die ganze Welt“, sagt Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja in ihrem Exil in der EU.

(Foto: REUTERS)

Die Demokratiebewegung hatte zu einem "Marsch des Volkstribunals" aufgerufen. Ziel war es, erneut auf die Polizeigewalt gegen friedliche Demonstranten aufmerksam zu machen. Zudem sollte eine Liste der im "Auftrag des Staates begangenen Verbrechen gegen die Menschlichkeit" erstellt werden, hieß es. Oppositionsführerin Tichanowskaja sagte, die Listen seien unter anderem wichtig, um weitere Sanktionen der Europäischen Union gegen Lukaschenkos Regime zu erwirken. Schon jetzt gelinge es dank der EU-Strafmaßnahmen, darunter Kontosperrungen und Reiseverbote gegen Funktionäre, den Geldfluss an Lukaschenko zu drosseln.

15:50 Uhr

Polizei beendet Feier in Arztpraxis - Frau beißt Beamtin in Finger

Die Überschrift wirft vielleicht auch bei Ihnen ein paar Fragen auf. Ich frage mich zum Beispiel, warum sich ausgerechnet Mitarbeiter einer Arztpraxis nicht an die Lockdown-Regeln halten.

  • Vorgestern Abend hatte ein Anwohner einer Essener Arztpraxis die Polizei alarmiert. Er sprach von Partylärm, lauter Musik und singenden und tanzenden Gästen. Laut Polizei waren in der Praxis ein Mann und vier Frauen. Sie waren aus fünf verschiedenen Haushalten und trugen auch keinen Mund-Nasen-Schutz.
  • Von der Polizei heißt es weiter, der 35-jährige Arzt habe gesagt, dass es der letzte Arbeitstag gewesen sei und "er seine Angestellten nach einem schweren Jahr mit einer kleinen Feier habe belohnen wollen".
  • Die Polizei löste die Weihnachtsfeier wegen Verstoßes gegen die Corona-Regeln auf.
  • Der alkoholisierte Arzt und eine 26-jährige Frau hätten die Rechtmäßigkeit der Maßnahme allerdings lautstark angezweifelt. Als die Einsatzkräfte sie nach ihren Ausweisen durchsuchten, hätten sie Widerstand geleistet und die Frau habe einer Beamtin in einen Finger gebissen.
  • Der 35-Jährige und die 26-Jährige kamen mit zur Wache, ihnen wurde Blut abgenommen, gegen sie wird ermittelt.
15:12 Uhr

Tausende fliehen vor Fluten auf Philippinen - Mindestens acht Tote

Durch heftige Regenfälle, Überschwemmungen und Erdrutsche sind auf den Philippinen mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Fast 10.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen und sich in Sicherheit bringen. Das Wasser stehe in 14 Städten im Nordosten der Hauptinsel Luzon hüfthoch, sagte der regionale Zivilschutzbeauftragte Reyes. Der Regen habe zudem den Magat Damm bis knapp zu dem kritischen Pegel gefüllt; ein Ablassen von Wasser könnte die Situation verschlimmern, warnte er. Behördenangaben zufolge ertranken mindestens sechs Menschen auf der südlichen Insel Mindanao in den Fluten. Zwei Seniorinnen kamen zudem gestern bei einem Erdrutsch in der Provinz Leyte zu Tode.

14:30 Uhr

Letztes Weihnachtsfoto im Weißen Haus zeigt Trumps im Partnerlook

Weihnachtsfotos haben im Weißen Haus Tradition. Weil es das letzte offizielle Weihnachtsfoto mit einem US-Präsidenten Trump ist, möchte ich es Ihnen nicht vorenthalten. Es entstand der First Lady zufolge am 10. Dezember - nur wenige Tage später haben die Wahlleute des "Electoral College" den Wahlsieg des Demokraten Biden bestätigt. Seine Amtszeit beginnt am 20. Januar.

14:17 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

ich übernehme für meine Kollegin Johanna Ohlau und wünsche ihr und Ihnen einen schönen vierten Advent! Trotz Lockdown wird es doch so langsam ein bisschen weihnachtlich, finde ich. Zum Beispiel laufen Lieder wie "Driving Home for Christmas" wieder rauf und runter. Da streu ich mir doch gleich ein bisschen mehr Zimt in den Kaffee und beginne mit meiner Arbeit. Erreichen können Sie mich unter heidi.ulrich(at)nachrichtenmanufaktur.de.

13:57 Uhr

Polizei findet Waffen, Munition und Messer bei SEK-Einsatz

Spezialkräfte der Polizei haben nach einem massiven Streit mehrerer Männer in Bremen eine Reihe von Waffen gefunden. Die Beteiligten wurden leicht verletzt, wie die Polizei mitteilte. Die Beamten wurden wegen der Auseinandersetzung am späten Freitagabend zu einem Mehrfamilienhaus gerufen. Dort trafen sie auf die Männer im Alter von 22, 27 und 30 Jahren. Der 30-Jährige gab an, in seiner Wohnung von den beiden anderen und einem weiteren Mann angegriffen worden zu sein, dabei wurde angeblich auch ein Messer verwendet.

  • Danach wurde ein weiterer 22-Jähriger gestellt, außerdem fanden die Einsatzkräfte zwei Messer. Die drei jüngeren Männer wurden vorläufig festgenommen, Anzeigen wegen gefährlicher Körperverletzung und Bedrohung wurden gefertigt.
  • Außerdem fanden die Polizisten in einem Rucksack bei einem der 22-Jährigen Männer drei Schusswaffen und Munition. Mindestens eine der Waffen war eine Schreckschusswaffe.
  • Den jungen Mann erwartet zusätzlich ein Ermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen das Waffengesetz.
13:45 Uhr

Bundesweit noch 750.000 Tiere im "Schweinestau"

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Schlachthöfe kommen wegen der erschwerten Arbeitsbedingungen und Corona-Ausbrüchen unter Beschäftigten nicht hinterher.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der "Schweinestau" angesichts geringerer Schlachtkapazitäten in der Corona-Krise ist für die niedersächsische Agrarministerin Barbara Otte-Kinast keineswegs überwunden. Bundesweit seien etwa 750.000 Schweine "in der Warteschleife", sagte die CDU-Politikerin der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Die Lage in den Ställen habe sich "überhaupt noch nicht entspannt".

  • In der Pandemie werden aus Infektionsschutzgründen weniger Schweine geschlachtet. Zudem waren mehrere große Betriebe nach Corona-Ausbrüchen unter den Beschäftigten zumindest zeitweise geschlossen. Das führte zu einem Stau an Schlachtschweinen in der Landwirtschaft.
  • Otte-Kinast wies auf die psychologische Belastung der betroffenen Landwirte hin: "Die Verzweiflung ist riesengroß." Dazu komme, dass die Erzeugerpreise "extrem niedrig" seien, die Landwirte also nur noch wenig Geld für ihre Tiere bekämen.
  • Der Fleischpreis war nach dem Nachweis der Afrikanischen Schweinepest bei Wildschweinen in Ostdeutschland eingebrochen. Wichtige Exportländer wie China hatten deutsche Ware daraufhin gesperrt.
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13:13 Uhr

Offener Haftbefehl - Biertrinker am Bahnhof landet im Gefängnis

Einer der Bahnsteige des Hamburger Hauptbahnhofs. Foto: Georg Wendt/dpa/Symbolbild

Hamburger Hauptbahnhof

(Foto: Georg Wendt/dpa/Symbolbild)

Das Bier hätte sich ein Mann in Hamburg wohl lieber verkneifen sollen - jetzt wird er länger kein "kühles Blondes" mehr zischen können, denn er sitzt im Gefängnis. Der 53-Jährige fiel Polizeibeamten mit seinem Dosenbier in der Hand am Freitag im Eingangsbereich des Hamburger Hauptbahnhofs auf, teilte die Bundespolizei mit. Seit einigen Tagen herrscht laut Hamburger Corona-Verordnung ein Konsumverbot für Alkohol in der Öffentlichkeit. Bei der Kontrolle habe sich dann herausgestellt, dass der Mann wegen Diebstahls zu einer Bewährungsstrafe verurteilt, aber die Bewährung widerrufen worden war. Die Beamten brachten den 53-Jährigen in ein Gefängnis, wo er voraussichtlich die nächsten Monate verbringen werde, hieß es.

12:44 Uhr

Handelsverband hält nichts von "Paket-Steuer" für Online-Bestellungen

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(Foto: picture alliance/dpa)

Der Handelsverband Deutschland (HDE) hat sich gegen den Vorschlag ausgesprochen, Pakete von Online-Händlern mit einer Abgabe zu belegen. Im Verhältnis zum internationalen Online-Handel gehe es vor allen Dingen um einen fairen Wettbewerb. "Dazu braucht es keine neuen Steuern auf Pakete, sondern bessere Kontrollen, um sicherzustellen, dass auch bei Lieferungen aus Fernost unsere hiesigen Regelungen für Produktsicherheit und Steuerzahlungen eingehalten werden", sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth am Sonntag auf Anfrage in Berlin. "Eine Paketsteuer träfe auch viele heimische Online-Händler, die korrekte und pünktliche Steuerzahler sind", argumentierte Genth. "Zudem wäre das ein Bärendienst gegenüber dem Drittel der stationären Händler, die sich ein Online-Standbein aufgebaut haben."

  • Aus der CDU/CSU-Bundestagsfraktion war der Vorschlag gekommen, um die Innenstädte zu stärken.
  • Zugunsten eines lebendigen stationären Einzelhandels soll ein "Innenstadtfonds" eingerichtet werden.
  • Dieser sollte durch eine Paketabgabe für den Online-Handel gespeist werden, "die sich in der Höhe proportional nach dem Bestellwert richtet", heißt es in einem Positionspapier.
12:15 Uhr

Polizei verhindert Entführung von 80 Kindern in Nigeria

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Erst vor wenigen Tagen hatte eine Gruppe Extremisten rund 300 Kinder entführt, die später wieder freigelassen wurden. Was genau zur Freilassung geführt hat, ist nicht bekannt.

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

Nach der Verschleppung Hunderter Schüler durch bewaffnete Extremisten in Nordnigeria hat die Polizei am Wochenende eine weitere Entführung von Schulkinder verhindern können. Ebenfalls im Bundesstaat Katsina hatten Bewaffnete in der Nacht zunächst 80 Schüler einer islamischen Koranschule im Mahuta-Dorf in ihre Gewalt gebracht. Nach einem heftigen Feuergefecht mit den Kidnappern seien aber alle Personen befreit worden, sagte ein Polizeisprecher. Die Suche nach den entkommenen Tätern sei nun in vollem Gange. Unklar ist, um wen es sich dabei handelt.

  • Hunderte andere Schulkinder der Kankara-Schule sind mittlerweile in die Obhut ihrer Eltern zurückgekehrt. Sie berichteten von Schlägen durch die Entführer, Schlafmangel, Hunger sowie tagelange Gewaltmärsche. Sie waren vor einer Woche entführt worden. Die sunnitische Terrorgruppe Boko Haram hatte den Überfall auf die Schule mit einer islamfeindlichen westlichen Erziehung der Kinder begründet.
  • Boko Haram, aber auch viele Splittergruppen terrorisieren seit Jahren Nordnigerias Bevölkerung. Im April 2014 hatten sie auf ähnliche Weise aus einer Schule in Chibok (Bundesstaat Borno) 276 Mädchen entführt.
12:00 Uhr
11:31 Uhr

DNA auf Waffen - weitere Festnahmen nach Terroranschlag in Wien

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Trauer um Opfer des Anschlags: An dieser Stelle wurde ein Mann von dem Attentäter kaltblütig erschossen.

(Foto: imago images/Alex Halada)

Im Zusammenhang mit dem Terroranschlag Anfang November in Wien sind zwei weitere Männer festgenommen worden. Auf den Tatwaffen seien DNA-Spuren eines der beiden Verdächtigen gefunden worden, teilte die Staatsanwaltschaft der österreichischen Nachrichtenagentur APA mit. Der 26-jährige Österreicher und ein weiterer Mann wurden demnach bereits am Freitag in Wien festgenommen. Heute sollen Anträge auf Untersuchungshaft gestellt werden.

  • Nach einem Bericht der "Kronen Zeitung" wurde der 26-Jährige mit afghanischen Wurzeln von Spezialkräften gestellt, Beamte durchsuchten auch eine Wohnung. Details zur zweiten Festnahme gab es zunächst nicht.
  • "Keinerlei Anhaltspunkte" gibt es nach Angaben der Staatsanwaltschaft für Informationen der Zeitung, wonach einer der Festgenommenen in einem zehnsekündigen Handyvideo, in dem zwei Männer zu Rap-Musik mit einem Sturmgewehr zu sehen sein sollen.
  • Bei dem Anschlag in einem Ausgehviertel hatte ein 20 Jahre alter Österreicher mit nordmazedonischem Zweitpass am 2. November vier Menschen getötet und mehr als 20 weitere teils schwer verletzt. Der vorbestrafte IS-Sympathisant war mit einem Sturmgewehr, einer Pistole und einer Machete bewaffnet.
  • Auf der Suche nach möglichen Mitwissern und Unterstützern wurde gegen etwa 20 Männer aus seinem Umfeld ermittelt. Zehn kamen in Untersuchungshaft.
10:53 Uhr

Twitter markiert Trump-Tweets mit Hinweis auf Wahlsieger Biden

Noch genau einen Monat bleibt Donald Trump im Amt - die verlorene Wahl und daran anknüpfend einige erfolglose Versuche vor Gericht bis hin zum Supreme Court bringen den scheidenden US-Präsidenten bislang jedoch nicht dazu, den Wahlsieg von Demokrat Joe Biden anzuerkennen. Stattdessen wettert Trump unbehelligt weiter auf seinen Twitter-Accounts gegen das Ergebnis, spricht quasi im Wechsel von einem "Erdrutschsieg" seinerseits und Wahlbetrug, ohne einen einzigen Beleg dafür zu liefern. Diese Äußerungen versieht Twitter schon eine ganze Weile mit Hinweisen zu unabhängigen Informationen. Jetzt gibt es noch eine neue Variante und da heißt es: "Joe Biden wurde offiziell als Sieger der US-Präsidentschaftswahl bestätigt." Interessant ist daran auch der Link, auf den man klicken kann: Statt zu weitergehenden Informationen zur Wahl führt er zu einer Seite, auf der nichts weiter als Porträts der lachenden Wahlsieger Biden und seiner Vizepräsidentin Kamala Harris zu sehen sind.

Zum 20. Januar stehen Trump weitere Änderungen bevor: Er muss den offiziellen @POTUS-Account - das steht für President of the United States - abgeben. Zudem wird er seinen Status "von öffentlichem Interesse" bei seinem persönlichen Account verlieren und damit seinen Schutzstatus. Verbreitet er dann weiter falsche Behauptungen, hetzt oder verstößt in anderer Weise gegen die Community-Vorgaben, kann Twitter seine Tweets löschen und sogar sein Konto sperren.

10:25 Uhr

Regierung holt deutsche IS-Mitglieder und Kinder aus Syrien zurück

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Archivaufnahme aus dem Jahr 2019 aus dem Lager in Al-Hol.

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

Die Bundesregierung hat drei deutsche Frauen und zwölf Kinder aus Lagern für gefangene IS-Mitglieder in Nordsyrien nach Deutschland geholt. Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) äußerte sich in Berlin "erleichtert" über die erfolgreiche Rückholaktion. "Es handelt sich dabei um humanitäre Fälle", einige der Kinder seien erkrankt, hob er hervor. Laut einem Bericht des "Spiegel" laufen gegen die drei Frauen in Deutschland Ermittlungsverfahren wegen Terrorverdachts.

  • Von der Rückholaktion betroffen waren drei Frauen, die in den von syrischen Kurden eingerichteten Lagern Roj und Al Hol in Nordostsyrien inhaftiert waren. Ebenfalls nach Deutschland geholt wurden fünf Kinder der Frauen sowie sieben Waisenkinder. Alle seien als besonders schutzbedürftig eingestuft worden, hieß es.
  • Die Operation erfolgte laut Auswärtigem Amt gemeinsam mit Finnland, das sechs Kinder und zwei Frauen zurückgeholt habe.
10:12 Uhr

Nordkorea will Kumgang-Berg zu "Touristenmagneten" machen

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Die Aussicht auf und wahrscheinlich auch vom Kumgang-Berg ist schön, aber ob sich davon Touristen in das von Diktator Kim Yong Un regierte Nordkorea locken lassen?

(Foto: picture alliance / dpa)

Eine Touristenregion, die "die ganze Welt neidisch macht" - nicht weniger bescheiden sind die Ziele, die sich Nordkorea für einen Komplex am Diamantengebirge gesteckt hat. Das Gebiet am Kumgang-Berg will die Staatsführung unter Machthaber Kim Jong Un aufpolieren, um es zu einem internationalen Touristen-Magneten auszubauen, hieß es in einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur NCNA. Die vorherigen Anlagen am Diamantgebirge waren von Kim Jong Un als "schäbig" befunden worden. Eigentlich sollten die Touristenanlagen ein Musterbeispiel für die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den beiden koreanischen Staaten werden.

Doch in einer Phase der Spannungen zwischen den Regierungen in Seoul und Pjöngjang ordnete Kim die Zerstörung der bisherigen Bebauung an. Er verglich die Bauten damals mit "Notzelten in einem Überschwemmungsgebiet" und rief Südkorea auf, die Gebäude abzureißen. Der Kumgang-Berg wurde von zahlreichen Südkoreanern besucht, bis 2008 ein nordkoreanischer Soldat eine Frau erschoss, die von den erlaubten Wegen abgewichen war.

09:29 Uhr

Erstes Telefonat: Biden sichert Mexikos Präsident Zusammenarbeit bei Migration zu

Besser spät als nie - oder lieber nicht zu früh, bevor er sich es mit dem Noch-Präsidenten Donald Trump verscherzt? Mehr als 40 Tage nach der US-Wahl hat der mexikanische Staatschef Andrés Manuel López Obrador Biden Anfang der Woche zur Wahl gratuliert - nachdem die Wahlleute Biden als Sieger bestätigt hatten. Gestern folgte das erste Telefonat mit dem künftigen US-Präsidenten. "Wir bekräftigten die Verpflichtung, gemeinsam für das Wohlergehen unserer Völker und Nationen zu arbeiten", schrieb Mexikos kurz AMLO genannter Präsident auf Twitter.

  • Biden habe in dem Gespräch deutlich gemacht, eine starke Beziehung zu Mexiko aufbauen zu wollen, teilte das Team des künftigen US-Präsidenten mit. Die Zusammenarbeit zwischen den USA und Mexiko müsse wiederbelebt werden, um eine sichere und geordnete Migration zu gewährleisten, Covid-19 einzudämmen, die Wirtschaft Nordamerikas wiederzubeleben und die gemeinsame Grenze zu sichern.
  • Mit Trump pflegte López Obrador ein recht gutes Verhältnis, obwohl der Republikaner die Mauer an der Grenze weiter ausbaute. Die Opposition hatte López Obrador kritisiert, weil er sich mit der Gratulation für Biden so lange Zeit gelassen hatte.
09:04 Uhr

Autobombe explodiert - Tote und Verletzte bei Anschlag in Kabul

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Erneut erschüttert ein Anschlag die afghanische Stadt Kabul.

(Foto: AP)

Bei einem Anschlag in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind mindestens acht Menschen getötet worden. Mehr als 15 weitere Menschen seien verletzt worden, sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen hatte der Attentäter im Westen von Kabul am Morgen eine Autobombe gezündet. Obwohl die afghanische Regierung seit September in Doha Friedensgespräche mit Vertretern der radikalislamischen Taliban führt, erlebt das Land derzeit eine Welle der Gewalt. Erst am Freitag waren im Osten Afghanistans 15 Kinder durch eine Bombenexplosion getötet worden. Gestern kam es zu einem Raketenangriff auf den US-Luftwaffenstützpunkt Bagram. Die Verhandlungen zwischen der Regierung und den Taliban sind derzeit unterbrochen und sollen am 5. Januar wieder aufgenommen werden.

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09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:40 Uhr

Promis rufen in offenem Brief zum "Veganuary" auf

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Unterstützt den "Veganuary": Paul McCartney.

(Foto: imago images / PA Images)

Suchen Sie noch nach einem guten Vorsatz fürs Jahr 2021? Das könnten Sie mit dem "Veganuary" beginnen - ein globaler Neujahrsvorsatz für vegane Ernährung. Prominente - darunter internationale Stars wie "The Beatles"-Legende Paul McCartney, Alicia Silverstone, Bryan Adams, aber auch deutsche wie Comedian Kaya Yanar, Sängerin Leslie Clio und Rapper Moses Pelham - haben gemeinsam mit NGOs, Wissenschaftlern und Unternehmen einen offenen Brief veröffentlicht, in dem sie zur Teilnahme am "Veganuary" aufrufen. Menschen sollen ihre Ernährungsgewohnheiten überdenken und möglichst auf Fleisch und andere Tierprodukte verzichten, um so die Klimakrise zu bekämpfen und zukünftigen Pandemien vorzubeugen.

Der gemeinsame Brief bietet auch Hoffnung für eine bessere Zukunft und ermutigt dazu, mit Positivität und Entschlossenheit ins Jahr 2021 zu gehen - und alles zu tun, "um unseren Planeten, seine wilde Natur und die Gesundheit und das Wohlergehen aller seiner Bewohnerinnen und Bewohner zu schützen".

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08:11 Uhr

"Auslaufmodell" - Datenklau am Geldautomat auf Rekordtief

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(Foto: imago images/Gottfried Czepluch)

Während die Zahl der gesprengten Geldautomaten 2020 auf ein Rekordhoch klettert, sinkt der Datenklau am Geldautomaten auf ein Rekordtief: Der Schaden durch sogenanntes "Skimming" ist in Deutschland im laufenden Jahr auf niedrigem Niveau weiter gesunken. Auf etwas mehr als eine Million Euro beziffert Euro Kartensysteme die Bruttosumme der Schäden bis einschließlich November. Die Frankfurter Einrichtung kümmert sich im Auftrag der deutschen Kreditwirtschaft um das Sicherheitsmanagement für Zahlungskarten. Das Ausspähen von Kartendaten und Geheimnummern (PIN) an Geldautomaten sei ein "Auslaufmodell".

  • Im Vorjahreszeitraum beliefen sich die Schäden auf rund 1,28 Millionen Euro, im Gesamtjahr 2019 waren es etwas mehr als 1,4 Millionen Euro.
  • Die Branche führt den Rückgang vor allem auf Investitionen in die sogenannte EMV-Technik zurück: Dabei sind Bezahlkarten mit einer Art Mini-Computer ausgestattet, die Karte wird bei jedem Gebrauch auf Echtheit geprüft.
  • Im Jahr 2013 beliefen sich die "Skimming"-Schäden in Deutschland noch auf 11,3 Millionen Euro, 2012 wie 2011 waren es sogar jeweils 34 Millionen Euro.
  • Von Januar bis einschließlich November 2020 manipulierten Kriminelle nach Angaben von Euro Kartensysteme bundesweit 134-mal Geldautomaten, um an Daten von Bankkunden zu kommen. Im Vorjahreszeitraum gab es 227 solcher "Skimming"-Fälle, im Gesamtjahr 2019 waren es 245.
  • Verbraucher in Deutschland, die Opfer von "Skimming" geworden sind, müssen normalerweise keinen finanziellen Nachteil fürchten. In der Regel ersetzen Geldinstitute solche Schäden - vorausgesetzt, die Kunden sind sorgfältig mit ihrer Bankkarte und PIN umgegangen.
07:33 Uhr

Global-Citizen-Preise für Elton John und Ursula von der Leyen

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Ursula von der Leyen und Elton John.

(Foto: Montage: picture alliance/dpa/AFP Pool/AP/Ludovic Marin/Jordan Strauss)

Star-Aufgebot bei der Verleihung der Global-Citizen-Preise: In der Nacht halfen Künstler wie John Legend, Miley Cyrus, Carrie Underwood und Gwen Stefani mit, um die Auszeichnungen der internationalen Hilfsorganisation Global Citizen zu vergeben. Im Rahmen der einstündigen Live-Show wurde Popstar Elton John mit dem "Künstler des Jahres"- Preis für seinen Aktivismus geehrt. Der Sänger unterstützt mit seiner Elton John AIDS Foundation auch den Kampf gegen die Corona-Pandemie. Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, erhielt den "World Leader Prize". Sie sei "zutiefst geehrt", erklärte sie im Gespräch mit dem dänischen Schauspieler Nikolaj Coster-Waldau. Dies sei eine enorme Motivation, die Arbeit zur Eindämmung der Pandemie fortzusetzen.

  • Preise gingen unter anderem auch an den US-Bürgerrechtsanwalt Bryan Stevenson und an die in Berlin lebende Frauenrechtlerin Anab Mohamud.
  • Global Citizen ist eine weltweite Bewegung von Aktivisten, die Armut bekämpfen und sich für Gleichberechtigung, Bildung, globale Gesundheit und Umweltschutz einsetzen.
07:13 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser!

Die Flaggen Großbritannien und der Europäischen Union wehen. Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

(Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild)

Hier habe ich schon mal etwas Lektüre für Sie an diesem eher tristen Morgen - das steht uns an diesem Sonntag bevor:

  • In Magdeburg wird heute der Landesparteitag der AfD Sachsen-Anhalt fortgesetzt und soll zum Abschluss kommen.
  • In Belarus gehen heute wie jeden Sonntag seit der umstrittenen Wiederwahl von Machthaber Alexander Lukaschenko im August Menschen auf die Straße und demonstrieren gegen die Regierung. Diese schließt ab heute die Grenzen für Ausreisen - und gibt das Coronavirus als Grund an.
  • Später am Abend werden Deutschlands "Sportler des Jahres" in Baden-Baden gekürt (22.15 Uhr im ZDF).
  • Mit zwei Sonntagsspielen verabschiedet sich die Fußball-Bundesliga in die kurze Weihnachtspause. Der SC Freiburg empfängt am Nachmittag (15.30 Uhr auf Sky) Hertha BSC - am Abend trifft der VfL Wolfsburg auf den VfB Stuttgart (18.00 Uhr auf Sky).
  • In Brüssel geht es bei der Europäischen Union heute auch noch einmal um Großbritannien - angeblich das wirklich letzte Mal. Der "No-Deal-Brexit" wird immer wahrscheinlicher, bei dem es dann kein Abkommen gibt, das höhere Zölle verhindert und die Folgen für Wirtschaft, Behörden und Bürger in Großbritannien abfedert. EU-Unterhändler Michel Barnier hatte vor dem Wochenende von einem "letzten Versuch" gesprochen.
  • In London und anderen Gegenden in Südostengland gilt seit heute Nacht wieder ein harter Shutdown mit Ausgangssperren. Grund ist die rasche Ausbreitung einer neuen Variante des Coronavirus.

Immer auf dem Laufenden über die Entwicklungen rund um die Pandemie, Impfstoff-Zulassungen und Maßnahmen bleiben Sie in unserem Corona-Ticker.

Mein Name ist Johanna Ohlau und ich begleite Sie die erste Tageshälfte durch den Sonntag. Haben Sie einen Hinweis, Kritik oder Lob? Ich freue mich über Ihre Nachricht an johanna.ohlau[at]nachrichtenmanufaktur.de.

06:47 Uhr

Gauland sieht AfD als "Bewegungspartei" in den nächsten Wahlkämpfen

Die AfD sollte aus Sicht ihres Ehrenvorsitzenden Alexander Gauland als "Bewegungspartei" und Sprachrohr für Protestgruppen in die nächsten Wahlkämpfe ziehen. Auf die von Kritikern der staatlichen Anti-Corona-Maßnahmen gegründete Bewegung der "Querdenker" angesprochen, sagte Gauland, der die AfD-Bundestagsfraktion gemeinsam mit Alice Weidel leitet: "Wir sind eine Bewegungspartei, die auch Kontakt zu bestimmten Protestgruppen pflegen sollte. Das gilt für 'Querdenken', aber auch für Pegida in Dresden oder für den Verein Zukunft Heimat aus Cottbus." Die AfD müsse dabei allerdings immer aufpassen, dass nicht "irgendwelche Verrückten" im Namen der Partei Veranstaltungen anmeldeten, fügte er hinzu. "Das ist immer ein Tanz auf dem Seil, bei dem man nicht herunterfallen darf." Im September 2018 waren AfD-Funktionäre bei einem "Trauermarsch" gemeinsam mit Neonazis durch Chemnitz marschiert, nachdem in der Stadt ein Deutscher bei einer Auseinandersetzung mit Flüchtlingen getötet worden war.

06:22 Uhr

Neuer Weltrekord - Franzose hält es mehr als zwei Stunden in Eiswürfeln aus

Schon bei dem Gedanken wird einem ganz fröstelig: Zwei Stunden, 35 Minuten und 43 Sekunden hat ein Franzose in Eiswürfeln ausgehalten. Romain Vandendorpe stellte damit gestern in Wattrelos im Norden Frankreichs einen neuen Weltrekord im eisigen Dauer-Frieren auf. Der 34-Jährige hielt sich in einem Glascontainer auf, der bis zu seinen Schultern mit Eiswürfeln gefüllt war. Vandendorpe wollte mit der Aktion Geld für eine Hilfsorganisation für Kinder mit Krebs sammeln. "Jeder könnte einen Euro geben für jede Minute, die Romain in den Eiswürfeln ausgehalten hat", sagte der Vorsitzende der Organisation, Steve de Matos.

Und bevor jemand ans Nachmachen denkt: Vandendorpe hatte nach eigenen Angaben zwei Jahre lang unter anderem in einem mit Eiswasser gefüllten Whirlpool sowie in einem 500-Liter-Gefrierschrank trainiert. Er habe sich durch Konzentration und Vorstellungskraft in einen "Zustand von Tagträumen" gebracht, berichtete der 34-Jährige, dessen Rekordversuch etwa 50 Menschen und eigens bestellte Juroren verfolgten. Am Ende verbesserte Vandendorpe den bisherigen Weltrekord um 40 Minuten.

06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht