Samstag, 21. August 2021Der Tag

mit Sabine Oelmann
Sabine Oelmann
22:36 Uhr

Von Modelleisenbahner*innen, Feministen und dem Gendersternch*in

Ich bitte um Leserpost - ich bekomme Leserpost. So weit, so gut. Das Spektrum der Mails, die man oder frau dann so bekommt, erstreckt sich ins Unendliche: Von freundlich-konstruktiv bis anmaßend-beschimpfend ist alles dabei. Ab und zu ist auch Leser*innen-Post dabei, aber eher selten. Und wenn, dann meist freundlich. Höchstens a little bit "passive-aggressive", aber es verhagelt mir nicht sofort die Stimmung.

Es geht ums Gendern. Oh mein Gott! Und auch meine Göttin: Da wird losgeschimpft, von Männern. Dass das lächerlich sei, dieses Gendern, dass man (!) das nicht bräuchte. Dass ich da jetzt "einen Fehler gemacht" habe. Wobei das eigentlich gar nicht sein kann, also "DER Fehler", müsste es nicht heißen "DIE FehlerIn", auch und vor allem im Singular? Kann ein Fehler denn männlich sein? Wohl kaum! Äh, wo waren wir stehen geblieben, Korrekturen, genau - Fehler in der Rechtschreibung werden natürlich angemahnt (dies allerdings auch bei den männlichen Kollegen, in dem Fall sind wir - die Journalisten - einfach alle (Zitat) "der letzte Abschaum". Aber auch inhaltlich wird gern korrigiert, ermahnt, selten gelobt, jedoch auch ab und zu konstruktiv geholfen - danke dafür von Herzen! Echte Fehler verbessere ich nämlich sofort und gerne. Aber manche feixen auch: "Da haben Sie wohl nicht ausführlich und korrekt recherchiert." Das kommt oft vor, wenn es um die Themen "Modelleisenbahn", "Bundeswehr" oder "Technik/ Weltraum/ Wissen" geht, Themen also, in denen Frauen nun wirklich nichts zu suchen haben. Quasi die letzten Bastionen, in denen ein Mann noch ein Mann sein kann, vor allem bei der Modelleisenbahn. Aber auch in diesen Bereichen gilt: Wenn der Fehler wirklich ein Fehler war, wird er korrigiert, denn wer könnte schon behaupten, Zwerg Allwissend zu sein. Am meisten mag ich jedoch die Korrekturen, die etwas - inhaltlich oder grammatikalisch - verschlimmbessern würden (Ironie Ende).

Und dann gibt es noch die Menschen, die meinen, einen (den Autor, die Autorin) komplett deuten zu können aufgrund von ein paar Sätzen. Es hieß heute, dass ich "eine dieser 'fortschrittlichen' linkslibertären Feministen" sei, "denen die klassische deutsche Sprache "Wurst" (oder "wurst"?) ist." Nur weil ich, als ich die Nachmittagsschicht übernahm, ein paar Sätze mit Gendersternch*in versah. Huihuihui, war da was los.

Ich verbleibe hochachtungsvoll mit den besten Wünschen für ein gelungenes Wochenende,

Ihr Feminist/ Ihre Feministin Sabine Oelmann

Und das war heute wirklich wichtig:

22:14 Uhr

Mann mit Kippa in Köln antisemitisch beleidigt, geschlagen und verletzt

Ein junger Mann mit jüdischer Kippa ist in Köln nach ersten Ermittlungen der Polizei antisemitisch beleidigt, geschlagen und dabei verletzt worden. Der 18-Jährige sei in der Nacht zum Samstag aus einer etwa zehnköpfigen Gruppe heraus attackiert worden, teilt die Polizei mit. Einer aus der Gruppe soll ihm dann die Kippa vom Kopf geraubt haben.

Die Tat wurde von einer installierten Polizeikamera aufgezeichnet. Wenig später erkannten Beamte der Leitstelle anhand der Videoaufnahmen zwei der mutmaßlichen Tatbeteiligten wieder und setzten eine Polizeistreife in Bewegung. Die Beamten nahmen zwei Heranwachsende im Alter von 18 und 19 Jahren fest. Nähere Details zu den Verdächtigen nannte sie nicht. Der angegriffene 18-Jährige wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht, das er laut Polizei inzwischen aber wieder verlassen konnte. Weil die Polizei einen antisemitischen Hintergrund für die Tat annimmt, ermittelt der polizeiliche Staatsschutz.

21:01 Uhr

Weitere Journalisten in Myanmar festgenommen

Die Militärregierung in Myanmar hat die Festnahme von zwei weiteren Journalisten bekanntgegeben. Sithu Aung Myint, der unter anderem für "Voice of America" arbeitete, werde Volksverhetzung und Verbreitung falscher Informationen in den sozialen Medien vorgeworfen, berichtet Myawaddy TV. Er habe darin die Militärregierung kritisiert und zum Streik aufgerufen. Htet Htet Khine habe unter anderem einem mutmaßlichen Kriminellen Unterschlupf gewährt und für die von der Opposition ausgerufene Schattenregierung gearbeitet, berichtet der von der Armee kontrollierte Sender weiter.

Die Festnahmen seien am 15. August erfolgt. Nach Angaben der Organisation Human Rights Watch hat die Militärregierung inzwischen knapp 100 Journalisten festgenommen. Die Armee hatte im Februar geputscht und dies mit Fälschungen bei der Parlamentswahl begründet. Der Putsch stoppte den Demokratisierungsprozess und weckt Erinnerungen an fast ein halbes Jahrhundert der Militärherrschaft in Myanmar. Menschenrechtsaktivisten zufolge sind seitdem 1000 Menschen ums Leben gekommen.

20:45 Uhr

Videos des Tages

20:26 Uhr

Notstand für Teile des Bundestaates New York ausgerufen

New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo hat wegen des Hurrikans "Henri" einen Notstand für Teile des US-Bundesstaats ausgerufen. Dazu zählten die Stadt New York, Long Island und einige weitere Gebiete. Notstand wird in den USA häufig auch aus Vorsicht ausgerufen, weil so Zuständigkeiten vom Bund zu regionalen Behörden wechseln.

"New Yorker, bitte nehmen Sie das ernst, denken Sie an Hurrikan Sandy", so Cuomo bei einer Pressekonferenz. Man hoffe, die Auswirkungen des für Sonntag erwarteten Hurrikans würden nicht so schlimm wie 2012, aber ein glimpflicher Verlauf sei nicht sicher. Für die Stadt New York erwarte er aber nur schwere Regenfälle und einige leichte Überschwemmungen, sagte Cuomo.

Der US-Wetterdienst hatte zuvor den auf den Nordosten der USA zielenden Tropensturm "Henri" zu einem Hurrikan hochgestuft. Für Teile von Long Island und Connecticut erließ der Nationale Wetterdienst eine Hurrikanwarnung. Für den Stadtteil Flushing im Osten der Metropole New York waren Warnungen vor Sturmfluten ausgerufen, dort wird "Henri" bisher weiterhin in Tropensturm-Stärke erwartet. Er soll voraussichtlich Sonntagmittag (Ortszeit) auf Land treffen.

20:10 Uhr

Tote bei Wohnungsexplosion in Moskau

Bei der Explosion eines Sprengsatzes in einer Wohnung sind in Moskau ein 44 Jahre alter Mann und ein 14-jähriges Kind gestorben. Ein Zwölfjähriger wurde am Samstagabend mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht, wie die Behörden mitteilen. Der 14-Jährige soll den Zünder an einer Granate gezogen und so die Explosion verursacht haben.

Das zentrale Ermittlungskomitee in Moskau teilt mit, dass nach der Detonation in der Wohnung ein Strafverfahren wegen illegalen Waffenbesitzes eingeleitet worden sei. Zum Sprengsatz selbst gab es in der Behördenmitteilung keine Angaben. Der 14-Jährige soll die "technische Vorrichtung", wie es hieß, im Nordwesten der russischen Hauptstadt mit nach Hause gebracht haben. Eine Frau in der Wohnung sei unverletzt geblieben.

19:53 Uhr

Wasser-, Medikamenten- und Treibstoffmangel im Libanon

Dem krisengeplagten Libanon drohen nun auch akute Engpässe bei der Wasserversorgung. Mehr als vier Millionen Menschen könnten in den kommenden Tagen von Wassermangel betroffen sein oder den Zugang zu sauberem Trinkwasser gänzlich verlieren, warnt das UN-Kinderhilfswerk Unicef. Unicef-Direktorin Henrietta Fore: "Die eilige Bildung einer neuen Regierung mit klaren Reformzusagen ist von entscheidender Bedeutung."

Die Organisation befürchtet auch eine Zunahme von Krankheiten infolge von mangelnder Hygiene durch Wasserknappheit. Bereits vor einem Monat hatte das UN-Kinderhilfswerk Wasserknappheit für einen Großteil der rund sechs Millionen Einwohner des Libanon im Sommer prognostiziert. Seitdem habe sich die Situation nicht verbessert. Regelmäßige Stromausfälle und steigende Kosten für Treibstoffe beeinträchtigen die Wasserförderung im Land erheblich. Der Libanon leidet seit Monaten unter der schwersten Wirtschaftskrise seiner Geschichte, die zu einem dramatischen Versorgungsmangel geführt hat. Seit Tagen sind überall im Land die Tankstellen geschlossen, weil es an Treibstoff fehlt. Die meisten Libanesen müssen täglich stundenlang ohne Strom auskommen. Auch Kliniken sind von dem Mangel betroffen. In Apotheken fehlt es an Medikamenten.

Politisch ist das Land gelähmt. Die Regierung trat nach der tödlichen Explosion im Hafen von Beirut vor einem Jahr zurück und ist seitdem nur noch geschäftsführend im Amt.

18:36 Uhr

Heute Abend schon was vor?

Die Zeiten sind hart. Leider an sehr vielen Orten auf der Welt. Es wäre gut, den Tag, das Leben, zu genießen, so lange es geht. Oder den Abend. Gehen Sie raus! Frische Luft, Leute, Musik, ein Bierchen, Fahrradfahren, Sonnenuntergang, Mond anjaulen, jemanden kennen lernen. Alles im Fluss, nichts übertreiben, aber merken: Mir geht's gut, dankbar sein. Auch, wenn Sie am Ende doch wieder allein nach Hause gehen.

Und hier mal schauen, welche Fehler Sie heute Abend vermeiden sollten ...

17:16 Uhr

Migranten aus Seenot vor Sizilien gerettet

In der Nacht zu Samstag hat die italienische Küstenwache westlich von Sizilien mehrere Migranten aus Seenot gerettet - eine Person konnte nur tot geborgen werden. Ein Tunesier habe sich in der Nacht per Telefon in der Einsatzzentrale gemeldet, wie die Küstenwache mitteilt. Die Behörden konnten ihn nahe der Insel Levanzo lokalisierten und schickten zwei Rettungshubschrauber und zwei Patrouillenboote. Vor Ort retteten sie nach eigenen Angaben fünf Menschen aus dem Wasser und bargen die Leiche eines Mannes. Im weiteren Verlauf des Einsatzes suchten die Carabinieri das Gebiet ab. Dort trafen sie weitere 17 Bootsmigranten an.

Die Menschen legen auf ihrer Flucht meist von den Küsten Libyens oder Tunesiens ab, um über das zentrale Mittelmeer die EU zu erreichen. Neben der Küstenwache sind auch private Organisationen mit Schiffen in dem Gebiet unterwegs, um die Bootsmigranten vor dem Ertrinken zu retten. In Italien kamen dem Innenministeriums zufolge in diesem Jahr etwas mehr als 35.000 Migranten in Booten an, das sind mehr als doppelt so viele wie im selben Vorjahreszeitraum. Nach UN-Angaben starben in diesem Jahr bislang 1024 Migranten im zentralen Mittelmeer.

16:24 Uhr

Wahlkampfzeit - Sprücheklopferzeit? "Sexy und solide, wir können es noch!"

Wahlkampfzeiten sind Zeiten für starke Sprüche - das ist auch beim offiziellen Kampagnenstart von CDU und CSU am Samstag in Berlin so. Zunächst eine Auswahl von Armin Laschet:

  • "Wir werden kämpfen, ich werde kämpfen, mit allem was ich kann, dass dieses Land nicht von Ideologen übernommen wird."
  • "Es ist fundamental, wer regiert. Wir wollen regieren, nicht weil wir regieren wollen, weil wir Lust haben am Regieren, sondern weil wir regieren müssen, damit Deutschland einen guten Weg nimmt."
  • "Wir erwarten von jedem potenziellen Koalitionspartner, dass er eine klare Orientierung in der Außen- und Sicherheitspolitik für unser Land hat." (zur Außen- und Sicherheitspolitik)
  • "Ich werde als Bundeskanzler in den ersten 100 Tagen Planungsbeschleunigungspakete zum Schwerpunkt machen. Wir müssen uns ändern, digitaler werden und schneller werden in Deutschland, und das geht nicht mit Rot und Grün." (zu Energiewende und Klimapolitik)
  • "Wir wollen verhindern, dass das zarte Pflänzchen Hoffnung jetzt abgewürgt wird durch rot-rot-grüne Spielereien. Alle drei haben Steuererhöhungen drinnen, alle drei liegen falsch, wir liegen richtig mit unserem klaren Kurs bei der Wirtschaftspolitik." (zum einsetzenden Aufschwung nach dem Corona-Einbruch)
  • "Jeder muss kapieren mit dem heutigen Tag, dass es echt um alles geht."

Und jetzt CSU-Chef Markus Söder:

  • "Es ist die Zeit, endlich zu kämpfen. Ich habe keine Lust, keinen Bock auf Opposition."
  • "Es ist Zeit, souverän und engagiert, sexy und solide zu zeigen, wer wir sind und was wir können. Und wir können es noch."
  • "Ich will, dass Armin Laschet Kanzler wird - und nicht Olaf Scholz oder Annalena Baerbock."
  • "Lasst uns Zähne zeigen, wir haben schöne - wenn ich das sagen darf."

Die nicht wieder zur Wahl antretende Kanzlerin Angela Merkel sagt:

  • "Die Karten werden neu gemischt."

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak:

  • "Diese Bundestagswahl ist nicht irgendein Farbenspiel, diese Bundestagswahl ist eine Richtungsentscheidung."

CSU-Generalsekretär Markus Blume:

  • "Jetzt wird Deutschland gerockt."
15:58 Uhr

Von der Leyen stellt klar: "Gespräche mit Taliban bedeuten keine Anerkennung"

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Ursula von der Leyen mit dem spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez.

(Foto: AP)

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat beim Besuch eines zentralen Erstaufnahmelagers für afghanische EU-Mitarbeiter in Spanien Gespräche mit den neuen Machthabern in Kabul bestätigt. Die Verhandlungen mit den militant-islamistischen Taliban bedeuteten aber keineswegs eine Anerkennung der neuen Regierung, betont von der Leyen. Es gehe in erster Linie darum, die Evakuierungen zu erleichtern.

Sie stellte außerdem eine Erhöhung der humanitären Hilfe der Europäischen Union in Aussicht. Man müsse aber nicht nur den Ausgeflogenen helfen, "sondern auch denjenigen, die in Afghanistan geblieben sind". Es werde allerdings keine Mittel für die Taliban geben, wenn diese nicht die Menschenrechte respektieren, so von der Leyen bezüglich der Entwicklungsgelder in Höhe von einer Milliarde Euro, die für Afghanistan für die nächsten sieben Jahren vorgesehen sind.

Das Zentrum am Militärflughafen nordöstlich von Madrid dient seit Donnerstag nicht nur als Erstaufnahmelager, sondern auch als eine Art europäischer Hub aller geretteten Flüchtlinge aus Afghanistan, die für EU-Institutionen gearbeitet haben, sowie für deren Familien. Nach medizinischen Untersuchungen und Sicherheitschecks sollen die Menschen auf mehrere Länder der Union verteilt werden.

15:25 Uhr

Der Helferandrang in Hochwasser-Gebieten reißt nicht ab

Auch fünfeinhalb Wochen nach der Hochwasserkatastrophe im Ahrtal mit 133 Todesopfern unterstützen viele private Helfer die geschädigten Anwohner. "Der Helferandrang reißt nicht ab", sagt ein Koblenzer Polizeisprecher. Inzwischen sei beim Aufräumen und Säubern auch alles besser organisiert: Es gebe zum Beispiel mehr Shuttlebusse für Helfer und unter ihnen weniger blockierende Falschparker. Die genaue Zahl der privaten Unterstützer im Ahrtal wechselt, am Wochenende haben viele Bürger mehr Zeit dafür.

Die gegenwärtige Zahl der Helfer von Feuerwehr, Polizei, Bundeswehr, Technischem Hilfswerk (THW) und Rettungsdiensten in dem Flusstal hatte der Krisenstab am Freitag mit noch rund 2000 angegeben. Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) sind an diesem Sonntag gebietsweise kräftige Schauer oder Gewitter in Rheinland-Pfalz möglich. Die Meteorologen schlossen auch örtlichen Starkregen und einzelne Sturmböen nicht aus.

Am 14. und 15. Juli hatte nach weitaus extremeren Niederschlägen eine hohe Sturzflut weite Teile des Ahrtals zerstört. Auch in Nordrhein-Westfalen richteten Unwetter damals enorme Schäden an.

14:47 Uhr

Nicht nur die anderen, auch Laschet verplappert sich

Ja ja, schon gut, kann jedem Mal passieren: Sich versprechen. Und es gab auch schon schlimmere "Versprecher", Versprecher, bei denen man manchmal gar nicht glauben kann, dass es Versprecher sind. Oder ob da das Unterbewusstsein einfach mal nach oben will. In diesem Fall hier handelt es sich einfach um eine falsche historische Einordnung: Der Unionskanzlerkandidat Armin Laschet verweist in seiner Rede darauf, dass die Elitetruppe GSG9 (damals Bundesgrenzschutz, heute Bundespolizei) im Jahr 1977 "Deutsche aus der entführten Lufthansa-Maschine in Landshut befreit" habe.

In Wirklichkeit fand die Befreiungsaktion in der somalischen Hauptstadt Mogadischu statt, nicht im niederbayerischen Landshut. Nach Mogadischu hatten palästinensische Luftpiraten damals die Lufthansa-Maschine "Landshut" entführt - die Airline benennt ihre Flugzeuge oft nach deutschen Städten.

In den sozialen Netzwerken wurde Laschets Lapsus mit viel Häme kommentiert. Laschet hatte im außenpolitischen Teil seiner Rede auf die spektakuläre Flugzeugentführung hingewiesen. Damals habe die heutige Bundespolizei das Flugzeug befreien können, heute müssten die Europäer in der Lage sein, "einen Flughafen wie den Flughafen in Kabul zu sichern".

14:33 Uhr

Schichtwechsel

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(Foto: dpa)

Juliane Kipper entschwindet in den wunderschönen Nachmittag *Ellbogengruß an dich* und ich versorge Sie ab jetzt mit den weiteren Nachrichten des Tages.

Zwölf Kilometer von zu Hause bis zur Arbeit, das ist an sich kein Ding, aber heute fiel mir auf, dass auf diesen zwölf Kilometern zwar sehr viel Wahlwerbung gemacht wird, aber genau EIN EINZIGES (kleines) Plakat sich mit dem Thema der Bildung befasste. Es war von der FDP, Christian Lindner ist zu sehen (was sonst?), und vor dem winzigen Wahlplakat an einer Laterne stand ein Verkehrsschild: "Umleitung". Man sah also kaum, dass diese Partei sich zumindest schonmal an das Thema herangetraut hat ("Da war doch noch was? Ach ja, Schüler*innen, Student*innen, fast vergessen ..." ). Von den anderen Parteien war in der Richtung gar nichts zu sehen. Schade. Traurig. Blöd. Heute schon an die Wähler*innen von morgen denken, das wär doch mal 'ne Idee. Falls Sie eine gute Idee haben, zögern Sie nicht, schreiben Sie mir an sabine.oelmann@nama.de

13:59 Uhr

Hurrikan "Grace" erreicht das mexikanische Festland

Hurrikan "Grace" hat nach seinem Durchzug über die mexikanische Halbinsel Yucatán am frühen Morgen die Ostküste des Festlands erreicht. Das US-Hurrikanzentrum in Miami gab eine Warnung für das Gebiet von der Stadt Veracruz im gleichnamigen Bundesstaat bis nach Cabo Rojo im Norden des Staates aus, wie es in dem jüngsten Lagebericht hieß.

Das ganze Wochenende werde "Grace" mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 175 Kilometer pro Stunde und heftigem Regen westwärts über das Festland hinwegziehen. Das Hurrikanzentrum warnte vor Erdrutschen und Hochwasser neben Veracruz auch in mehreren mexikanischen Bundesstaaten, darunter Puebla und Hidalgo. "Grace" war als Sturm am Donnerstagmorgen (Ortszeit) über die - bei Urlaubern beliebte - mexikanische Halbinsel Yucatán gezogen. Er verursachte Schäden und weitreichende Stromausfälle, Menschen kamen aber nicht zu Schaden. Vor seinem jetzt begonnenen zweiten Durchzug über Mexiko hatte der tropische Wirbelsturm "Grace" an Kraft gewonnen und war erneut zu einem Hurrikan hochgestuft worden.

13:41 Uhr

Klare Kehrtwende: China führt offiziell Drei-Kind-Politik ein

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Die strikte Geburtenpolitik führte zu geschlechterspezifischen Abtreibungen, sodass in den Altersgruppen zwischen zehn und zwanzig Jahren auf 100 Chinesinnen fast 120 Chinesen kommen. 

picture alliance / ZUMAPRESS.com

Chinesischen Paaren ist es nun auch offiziell erlaubt, ein drittes Kind zu bekommen. Die Neuregelung wurde zwar bereits Ende Mai angekündigt, jedoch erst Freitag während einer Sitzung des Nationalen Volkskongresses formell als Gesetz verabschiedet. Die Maßnahme ist eine Reaktion auf die rapide Überalterung der chinesischen Gesellschaft. Laut den offiziellen Statistiken wird die chinesische Bevölkerung bereits in den nächsten Jahren anfangen zu schrumpfen. Die jetzige Lockerung der Regierung ist eine klare Kehrtwende von der rigiden Ein-Kind-Politik, die von 1980 bis 2016 für einen Großteil der Bevölkerung galt. Bei Verstößen wurden drakonische Geldstrafen verhängt, nicht selten kam es auch zu Zwangsabtreibungen.

13:12 Uhr

Erdbeben-Opfer in Haiti plündern Hilfskonvoi

Nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti haben verzweifelte Betroffene einen Hilfskonvoi geplündert. Ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP berichtete von chaotischen Szenen in der besonders schwer getroffenen Stadt Les Cayes, in der Reissäcke an Opfer des Bebens verteilt werden sollten. Einer der beiden Lastwagen des Konvois wurde von Plünderern gestürmt, die verbliebenen Lebensmittel wurden schließlich wahllos auf einer Polizeistation verteilt.

Das Erdbeben der Stärke 7,2 hatte vor einer Woche den Südwesten Haitis erschüttert, mehr als 130.000 Häuser wurden dem Erdboden gleich gemacht. Bis Freitag wurden mehr als 2000 Todesopfer durch das Beben bestätigt. Engpässe bei der Grundversorgung lösten in der Bevölkerung massive Wut aus.

12:42 Uhr

LKA ermittelt nach Attacke von Schülergruppe auf Polizisten

Nach einem brutalen Zwischenfall, bei dem eine Schülergruppe einen Polizisten attackiert hat, ermittelt das Landeskriminalamt in Hamburg wegen gefährlicher Körperverletzung. Schüler hatten den Beamten am Donnerstagnachmittag im Stadtteil Eimsbüttel in der Nähe der Ida Ehre Schule gegen den Kopf getreten, wie die Behörden berichteten. Zuvor hatte der Polizist, der mit einem Fahrrad unterwegs war und im schulischen Umfeld tätig ist, einen Streit zwischen zwei Kindern zu schlichten versucht.

Um die Streitenden hatte sich bereits eine größere Traube anderer Kinder und Jugendlicher gebildet. Ein der Polizei bekannter 13-Jähriger habe eine Hand unter der Jacke verborgen und auf mehrfache Aufforderung nicht herausgeholt. Deshalb habe der Polizist davon ausgehen müssen, dass der Junge bewaffnet sein könnte, hieß es von den Behörden. Der Beamte brachte den 13-Jährigen demnach gegen starken Widerstand zu Boden und wurde dann von zahlreichen weiteren Kindern und Jugendlichen bedrängt und attackiert. Die Stimmung bei dem Vorfall sei aufgeheizt gewesen und habe sich hochgeschaukelt, sagte ein Polizeisprecher. Zwischenzeitlich seien mehr als 80 Schüler vor Ort gewesen, hieß es. Mehrere Tritte gegen den Kopf des Polizisten blieben nach Angaben der Ermittler nur deswegen ohne Folgen, weil der Beamte einen Fahrradhelm trug.

Mehr dazu lesen Sie hier.
12:14 Uhr

Versagen bei Schutz afghanischer Ortskräfte: Laschet teilt gegen Maas aus

Unionskanzlerkandidat Armin Laschet hat Außenminister Heiko Maas Versagen bei der rechtzeitigen Rettung von Ortskräften in Afghanistan vorgeworfen, die für die Bundeswehr oder deutsche Organisationen gearbeitet haben. "Noch im Juni hatte sich das Auswärtige Amt dagegen gesträubt, Ortskräfte aufzunehmen, deren Beschäftigungsverhältnis länger als zwei Jahre zurückliegt", sagte der CDU-Vorsitzende der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

"Der federführende Minister hat versagt. Da hätten wir mehr drängen müssen." Laschet fügte an: "Seit April hätte sich das Auswärtige Amt besser um unsere Ortskräfte kümmern können und müssen." Zugleich sagte der CDU-Chef: "Auch wenn ich nicht dieser Bundesregierung angehöre - niemand in politischer Verantwortung kann behaupten, hier frei von Fehlern zu sein."

12:01 Uhr

Schlagzeilen am Mittag

11:35 Uhr

Italienische Polizei verhaftet drei Männer nach Schießerei im Drogenmilieu

Nach einer Schießerei im Drogenmilieu mit anschließender Verfolgungsjagd hat die Polizei im süditalienischen Apulien drei mehrfach vorbestrafte Männer wegen versuchten Mordes verhaftet. Den Ermittlungen der Carabinieri zufolge handelte es sich bei der Tat am 27. Juli 2020 in der Altstadt von Triggiano, nahe Bari, um einen Racheakt.

  • Ein 32-Jähriger soll demnach mit einem gestohlenen Motorrad in die Stadt gefahren sein, auf der Suche nach einem Vater und seinem Sohn. Als er die beiden fand, die ebenfalls bewaffnet waren, schossen sie den Angaben zufolge aufeinander, und die Kugeln schlugen in Häusern und Autos ein.
  • Verängstigte Anwohner hätten sofort die Polizei verständigt, hieß es in der Mitteilung weiter. Die Carabinieri machten den Motorradfahrer ausfindig und verfolgten ihn.
  • Er konnte sich jedoch mutmaßlich durch Hilfe von Komplizen verstecken, als er das Motorrad zurückließ und zu Fuß weiter flüchtete, wie die Behörden weiter mitteilten. Die drei Männer müssen sich nun wegen versuchten Mordes, Schusswaffengebrauchs und illegalen Waffenbesitzes verantworten.
10:53 Uhr

Country-Star Tom T. Hall ist tot

Der US-amerikanische Country-Musiker Tom T. Hall ist am Freitag im Alter von 85 Jahren in seinem Haus in Franklin, Tennessee, gestorben. Das bestätigte sein Sohn Dean dem Musikmagazin "Rolling Stone". Tom T. Hall wurde wegen seiner detailliert erzählenden Songs wie "Harper Valley P.T.A." (1968), "I Love" (1973) oder "That's How I Got to Memphis" (1969) als "Geschichtenerzähler" der Country-Musik bezeichnet.

Der Grammy-Preisträger (1973) hat zwölf Nummer-eins-Hits verfasst. 2008 wurde er in der Country Music Hall of Fame in Nashville, Tennessee, aufgenommen, 2019 in die Songwriters Hall of Fame in New York City. Tom T. Hall hinterlässt seinen Sohn Dean. Seine Ehefrau (1964-2015), Musikerin Iris Dixie Dean, starb 2015.

10:10 Uhr

Diebe klauen Kupferplatten an Berliner Siegessäule

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picture alliance/dpa

Dreister Diebstahl mitten in Berlin: Unbekannte haben in großem Umfang Kupferplatten von den Zugangshäusern zur Berliner Siegessäule gestohlen. Es sei "Buntmetall von bedeutendem materiellen und historischen Wert" am Zugang zu dem Berliner Wahrzeichen entwendet worden, teilte die Polizei mit. "Große Teile" der Kupferabdeckung auf den Dächern fehlten nun.

Entdeckt wurde der Diebstahl am Freitag, als Handwerker im Auftrag des Bezirksamts die Dachrinnen prüfen wollten. Die Polizei leitete Ermittlungen wegen schweren Diebstahls ein. Es war von einem hohen Sachschaden die Rede.

09:23 Uhr

Termin für neuen "James Bond"-Film steht fest

Das Warten hat ein Ende. Der Kinostarttermin für den neuen "James Bond"-Streifen "Keine Zeit zu sterben" ist auf der offiziellen Twitter-Seite bekannt gegeben worden: "Die Weltpremiere von #NoTimeToDie findet am Dienstag, den 28. September 2021 in der Londoner Royal Albert Hall statt", heißt es dort. Und weiter: "Die Produzenten Michael G. Wilson, Barbara Broccoli und Regisseur Cary Joji Fukunaga werden Daniel Craig auf dem roten Teppich begleiten."

Der britische Schauspieler Daniel Craig war seit 2006 bislang viermal in der berühmten Rolle des Geheimagenten im Auftrag Ihrer Majestät zu sehen. "Keine Zeit zu sterben" wird sein fünfter und wohl letzter "Bond"-Film sein. Wer ihm in der Kultrolle folgt, soll erst nach diesem lang ersehnten Kinostart bekannt gegeben werden.

Eigentlich sollte der 25. Film der Kultreihe im April 2020 in die Kinos kommen. Wegen Corona wurde die Premiere mehrmals verschoben. Nun soll es also endlich soweit sein.

09:00 Uhr
08:51 Uhr

Sommer kehrt zurück - für einen Tag

Am Samstag darf man sich landesweit über ein kurzes Sommer-Comeback freuen. Sonnenschein und Top-Werte von bis zu 30 Grad gilt es zu genießen, denn ab Sonntag ist der Spaß schon wieder vorbei. Dann breiten sich Schauer und teils unwetterartige Gewitter über ganz Deutschland aus.

08:27 Uhr

Reisebus in Niederbayern umgekippt

Bei einem Busunfall im niederbayerischen Landkreis Kelheim sind mehrere Menschen verletzt worden. Der Reisebus sei am Morgen ohne Beteiligung anderer Fahrzeuge umgekippt, erläuterte ein Sprecher der Polizei.

Am Dreieck Saalhaupt bei der Überfahrt von der Autobahn 93 auf die Bundesstraße 15 sei der Bus ins Schlingern geraten. Nach Angaben der Beamten befanden sich 30 bis 50 Menschen in dem Fahrzeug. Nach ersten Berichten seien mehrere Insassen leicht verletzt. Wie es zu dem Unfall nahe Bad Abbach kam, war zunächst unklar. Auch weitere Einzelheiten etwa zum Ablauf waren zunächst noch unbekannt.

07:44 Uhr

EZB-Direktorin warnt vor Klimarisiken für Finanzsystem

Banken müssen sich nach Ansicht von EZB-Direktorin Isabel Schnabel noch stärker als bislang mit Klimarisiken befassen. "Der Klimawandel ist auch für das Finanzsystem ein beispielloses Risiko", sagte Schnabel dem Magazin "Focus". Rund ein Drittel der Kredite, die die Banken der Eurozone derzeit an Unternehmen ausgereicht haben, seien Risiken wie Extremwetter-Ereignissen "in hohem oder steigendem Maße" ausgesetzt.

Die Kredite könnten demnach ausfallen, wenn die Firmen von Hochwasser, Waldbränden oder Dürren betroffen sind oder wenn sie aufgrund des Klimawandels ihr Geschäftsmodell umbauen müssen. Das zeigt laut "Focus" ein makroökonomischer Stresstest, für den die Europäische Zentralbank (EZB) Daten von 2000 Banken und vier Millionen Unternehmen ausgewertet hat. Weitere Details dazu will die EZB demnächst veröffentlichen. Noch würden die Geldinstitute sich allerdings nicht ausreichend mit Klimarisiken auseinandersetzen, sagte Schnabel.

07:00 Uhr

Johnny Depp "hasst die ganze Idee" der Oscar-Verleihung

Hollywood-Star Johnny Depp kann mit den Oscars nichts anfangen. "Ich hasse die ganze Idee dieses Wettbewerbs, dass ein Haufen Schauspieler gegeneinander antritt", sagte der Schauspieler der "Augsburger Allgemeinen". So gäbe es auch keinen Preis für den besten Bediener des Kamerawagens, den besten Friseur oder besten Klempner. "Ich glaube einfach nicht an den Gedanken des Besten", sagte der 58-Jährige.

Nach drei Nominierungen für den Preis sei es ihm egal, ob er ihn mal gewinne. "Da bleibe ich lieber zu Hause und male, statt zu diesen Veranstaltungen zu gehen." Sich seine eigenen Filme anzuschauen, sei ihm unangenehm. Über die Branche sagte er, dass 97 Prozent aller gedrehten Filme gar nicht sein müssten. Bei seinen Werken gebe er sich Mühe, nur Filme auszuwählen, die ihm wirklich etwas bedeuten. Von ihm sei auch noch etwas zu erwarten. Marlon Brando habe ihn mal gewarnt: "Wir haben nur eine bestimmte Anzahl von Gesichtern in unseren Taschen". Depp zufolge seien ihm selbst die Gesichter noch nicht ausgegangen.

06:49 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

in der afghanischen Hauptstadt Kabul sollen ab heute zwei Hubschrauber der Bundeswehr einsatzbereit sein, um Deutsche, EU-Ausländer und auch Ortskräfte sicher zum Flughafen zu bringen. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums können die Helikopter für die Rettung einzelner Bundesbürger oder auch Ortskräfte aus Gefahrenlagen eingesetzt werden. Alle aktuellen Entwicklungen lesen sie in unserem Ticker zur Lage.

Ansonsten sind heute noch diese Themen wichtig:

  • Konfrontiert mit sinkenden Umfragewerten starten die Unionsparteien heute in die Schlussphase des Bundestagswahlkampfs. Kanzlerkandidat und CDU-Chef Armin Laschet will bei der zentralen Auftaktveranstaltung im Berliner Tempodrom gemeinsam mit dem CSU-Vorsitzenden Markus Söder und der scheidenden Kanzlerin Angela Merkel aus der Defensive kommen.
  • Heute beginnt der Streik bei der Deutschen Bahn. Betroffen ist zunächst nur der Güterverkehr, der bis Mittwochfrüh ruhen soll, wie die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ankündigte. Ab Montag sollen dann auch im Personenverkehr die Züge still stehen.
  • Mehr als 20 Stars wollen bei einem großen Open-Air-Konzert im Central Park den Kampfgeist der New Yorker während der Corona-Pandemie feiern. Unter anderem sollen bei dem weltweit auf CNN übertragenen, fünfstündigen Konzert Bruce Springsteen, Andrea Bocelli, The Killers und Wyclef Jean auftreten. Die Veranstalter erwarten 60.000 Zuschauer, die alle mindestens eine erste Impfung gegen das Virus nachweisen müssen. Rund 80 Prozent der Tickets waren kostenlos ausgegeben worden.
  • Der zweite Spieltag der Fußball-Bundesliga wird mit sechs Partien fortgesetzt. Pokalsieger Borussia Dortmund tritt am Nachmittag beim SC Freiburg an. Die beiden Aufsteiger bestreiten ihre ersten Heimpartien der neuen Saison: Der VfL Bochum spielt gegen den FSV Mainz 05, die SpVgg Greuther Fürth gegen Arminia Bielefeld. Im Topspiel am Abend empfängt Bayer Leverkusen den rheinischen Rivalen Borussia Mönchengladbach.

Mein Name ist Juliane Kipper und ich begleite Sie heute bis in den frühen Nachmittag durch den Tag. Sie haben Fragen oder Anregungen? Sie erreichen mich unter: juliane.kipper@nachrichtenmanufaktur.de

06:33 Uhr

Dunkle Wolken über der Stadt: New York bereitet sich auf Hurrikane "Henri" vor

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Es wäre der erste Hurrikan seit 30 Jahren, der direkt auf die Gegend trifft. 

picture alliance / AA

Teile der Ost-Küste der USA, darunter auch New York, bereiten sich auf einen der stärksten Stürme seit rund einem Jahrzehnt vor. Der Tropensturm "Henri" dürfte am Freitag oder Samstag zum Hurrikan werden, teilte das US-Hurrikanzentrum (NHC) mit. Die Wetterdienste warnten vor gefährlichen Windböen, Sturmfluten, Starkregen und Überschwemmungen. "Henri" sollte am Sonntag in Long Island oder im Süden von Neuengland auf Land treffen.

Die Behörden in Connecticut, Maine, Massachusetts, New Hampshire, Rhode Island und Vermont riefen die Bevölkerung auf, sich auf den Sturm vorzubereiten. In Massachusetts sollen Parks und Strände von Samstag bis Montag geschlossen werden. Die Stromversorgung für bis zu 300.000 Menschen könnte dort den Behörden zufolge ausfallen. Den NHC-Angaben zufolge erreicht "Henri" Windgeschwindigkeiten von 110 Kilometern pro Stunde. Heftige Regenfälle wurden für New York und das angrenzende Neuengland erwartet.

Mehr dazu lesen Sie hier.
06:13 Uhr

App soll Frauen in Frankreich auf Festivals vor sexuellen Übergriffen schützen

Eine neue App soll in Frankreich Frauen auf Festivals vor sexueller Gewalt und Belästigungen schützen. Die App "Safer" wurde von den Organisatoren des Marsatac-Festivals in Marseille entwickelt und kommt dort an diesem Wochenende zum ersten Mal zum Einsatz, wie die Festivalmacher erklärten. Neben der App selber, mit der die Nutzerinnen ein Hilfesignal aussenden können, gibt es vor Ort ein über das Gelände verteiltes Team, das im Notfall schnell und adäquat eingreifen kann. Außerdem wird ein Stand als schützender Ort und Kontaktpunkt eingerichtet, von wo aus bei Bedarf auch eine Begleitung für Frauen gewährleistet wird.

Mit der anonym nutzbaren App können Betroffene aber auch Zeugen melden, wenn es zu einer Belästigung oder einem sexuellen Übergriff kommt. Auch wer sich in die Enge getrieben oder unwohl fühlt, kann die App nutzen. "Bei den freiwilligen Helfern geht dann ein Signal ein", sagte "Safer"-Koordinator Marc Brielles dem Sender "France Info". "Über ein vorübergehend eingerichtetes Geolokalisierungssystem können die Freiwilligen Sie finden und die Lage entschärfen." Im Bedarfsfall wird auch die Security des Festivals dazugeholt.

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05:52 Uhr
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