Dienstag, 12. Oktober 2021Der Tag

mit Max Perseke
Max Perseke
22:36 Uhr

Das war Dienstag, der 12. Oktober 2021

Liebe Leserinnen und Leser,

Julia wurde gefunden. Das achtjährige Mädchen aus Berlin. Fast zwei Tage wurde sie vermisst. Zwei dunkle Herbstnächte verbrachte sie im Böhmerwald. Dementsprechend unterkühlt war sie, als ein tschechischer Förster sie fand.

Was für eine Glücksnachricht für die Familie nach Tagen schrecklichen Bangens! Auch Hunderte Helfer in den Suchtrupps atmeten erleichtert auf. "Da sind auch beim einen oder anderen Tränchen geflossen", gestand ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz im Bayerischen Rundfunk ein. Julia wird nun medizinisch betreut. Aus Gründen der Privatsphäre an einem Ort, der nicht mitgeteilt wird.

Was war heute sonst wichtig:

Liebe Leserinnen und Leser, ich wünsche Ihnen eine gute Nacht! Bis morgen!

22:11 Uhr

Afghanistan-Zapfenstreich: Einsatzveteranen kündigen Stiefel-Protest an

Der Bund Deutscher Einsatzveteranen hat Soldatinnen und Soldaten, die am Afghanistan-Einsatz beteiligt waren, aufgefordert, am morgigen Mittwoch ihre Stiefel im Regierungsviertel zu platzieren und Fotos davon anschließend in Sozialen Netzwerken zu veröffentlichen. Das teilte dessen Vorsitzender Bernhard Drescher dem Redaktionsnetzwerk Deutschland mit. Am Mittwoch findet am Verteidigungsministerium zunächst ein Abschluss-Appell und später vor dem Reichstagsgebäude ein Großer Zapfenstreich statt. Drescher sagte: „Ich finde es richtig, dass der Appell und der Zapfenstreich stattfinden. Das ist ein Zeichen an alle, die in Afghanistan waren. Es bleibt aber ein bitterer Nachgeschmack, weil die Zeremonie nur auf Druck zustande gekommen ist.“ Er beklagte zudem, dass sich das Verteidigungsministerium nicht um jene Soldaten kümmere, die nicht offiziell zu den Veranstaltungen geladen seien, sondern auf eigene Initiative anreisten.

21:26 Uhr

Gerichtsmediziner: Gabby Petito wurde erwürgt

Seit Wochen beschäftigt der Fall der zunächst vermissten und schließlich tot aufgefundenen Gabby Petito die USA und auch die ganze Welt. Nun steht die Todesursache fest. Die 22-Jährige sei erwürgt worden, sagte Gerichtsmediziner Brent Blue im US-Bundesstaat Wyoming. Der genaue Todeszeitpunkt sei offen. Man gehe aber davon aus, dass Petito drei bis vier Wochen, bevor ihre Leiche gefunden wurde, getötet worden sei. Petito und ihr 23-jähriger Freund waren im Sommer zu einer Reise durch die USA aufgebrochen, die sie in sozialen Netzwerken dokumentierten. Petitos Freund kehrte schließlich ohne seine Freundin von dem Trip zurück. Ermittler suchten nach der jungen Frau. Ihre Leiche wurde schließlich im September in Wyoming entdeckt. Von ihrem Freund fehlt mittlerweile jede Spur - Ermittler suchen nach ihm.

20:14 Uhr

Beichtgeheimnis vs. Opferschutz: Katholische Kirche rückt auf französischen Staat zu

Im französischen Streit um das Beichtgeheimnis zeichnet sich Entspannung ab. Die katholischen Bischöfe seien entschlossen, "dem Schutz der Kinder höchsten Vorrang einzuräumen, in Zusammenarbeit mit den französischen Behörden", betonte die Bischofskonferenz in einer Mitteilung. "Das Ausmaß der sexuellen Gewalt gegen Minderjährig (...) zwingt die Kirche, ihre Praktiken im Licht dieser Realität zu sehen", heißt in der Mitteilung der Bischofskonferenz. Deswegen sei nun eine Anstrengung nötig, "um das Wesen der Beichte und den nötigen Schutz der Kinder miteinander zu vereinbaren." Zuvor hatte die Position eines Erzbischofs im laizistischen Frankreich für Empörung gesorgt. Eric de Moulins-Beaufort hatte nach der Veröffentlichung eines Missbrauchs-Berichtes gesagt, das Beichtgeheimnis sei "stärker als die Gesetze der Republik". Dem hatten mehrere Politiker widersprochen.

20:00 Uhr

Videos des Tages

19:47 Uhr

Kuwaitische Armee öffnet sich für Frauen

Die Armee in Kuwait will künftig auch Frauen als Soldatinnen zulassen. Verteidigungsminister Hamad Dschaber al-Ali al-Sabah erklärte auf Twitter, die Tür stehe nun auch Frauen offen. Nachdem sie jahrelang nur zivile Aufgaben beim Militär übernehmen durften, können Frauen fortan als Soldatinnen kämpfen und auch eine Offiziers-Laufbahn einschlagen. Kuwait hatte 1962 als erster arabischer Golfstaat ein parlamentarisches System eingeführt. Frauen verfügen seit 2005 über das aktive und passive Wahlrecht.

19:08 Uhr

Eko Fresh ist bärenstolz auf die Verwendung seiner Song-Lyrics in einem Schulbuch

Die Lyrics eines Songs von Eko Fresh haben es in ein Schulbuch geschafft - und das macht den Kölner Rapper anscheinend bärenstolz. Die Veröffentlichung teilte Eko Fresh voller Freude über seinen Facebook-Account mit. Dazu schrieb der gebürtige Kölner: "Opa, der war für dich!" Es wurde nämlich der Text des Songs "Der Gastarbeiter", der sich mit Ekos Familiengeschichte auseinandersetzt, in einem Lesebuch abgedruckt. Aber lassen wir einfach die Musik sprechen... und küssen wir die Augen der Schulbuchredakteure für diese Entscheidung.

18:19 Uhr

Frankreichs letzter bekannter Widerstandskämpfer gegen die Nazis ist gestorben

224839833.jpg

Jahrzehnte nach dem Krieg wurde Germain Postminister Frankreichs und später Minister für die Zusammenarbeit mit dem Parlament.

(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Frankreichs letzter noch lebender bekannter Widerstandskämpfer gegen die Nazis ist tot. Hubert Germain sei im Alter von 101 Jahren gestorben, erklärte die französische Verteidigungsministerin Florence Parly. "Dies ist ein bedeutender Moment in unserer Geschichte." Germain war der letzte noch lebende der insgesamt 1038 "Compagnons de la Libération" ("Weggefährten der Befreiung") - der höchste von General Charles de Gaulle verliehene Titel für den Einsatz zur Befreiung Frankreichs von den Nazis.

17:37 Uhr

Irische Autorin verweigert israelischem Verlag Übersetzungsrechte

254847101.jpg

Frühere Bücher der 30-Jährigen waren ins Hebräische übersetzt worden.

(Foto: picture alliance/dpa/Ullstein)

Die irische Autorin Sally Rooney verweigert einem Medienbericht zufolge aus Solidarität mit den Palästinensern einem israelischen Verlag die Übersetzungsrechte an ihrem neuen Buch "Beautiful World, Where Are You". Der Schritt stieß in Israel auf scharfe Kritik.

  • Die Schriftstellerin sagte, sie unterstütze die Israel-Boykott-Bewegung BDS. "In diesem speziellen Fall folge ich dem Aufruf der palästinensischen Zivilgesellschaft, einschließlich aller großen palästinensischen Gewerkschaften und Schriftstellergewerkschaften", betonte Rooney.
  • Die Autorin betonte, es wäre "eine Ehre", wenn ihr Buch ins Hebräische übersetzt würde. "Wenn ich einen Weg finde, diese Rechte in einer Weise zu verkaufen, die den institutionellen Boykottrichtlinien der BDS-Bewegung entspricht, wäre ich sehr glücklich und stolz."
17:04 Uhr

Nach 18 Jahren: Urgestein verlässt "Navy CIS"

Nach 18 Jahren hat sich Schauspieler Mark Harmon aus der US-Krimiserie "Navy CIS" verabschiedet. Darin spielte er Special Agent Leroy Jethro Gibbs. Seit mehreren Monaten war bereits über den Ausstieg des 70-Jährigen spekuliert worden. In der aktuellen Staffel ist es nun so weit. In einem Statement auf Instagram erklärte Showrunner Steven D. Binder, dass Mark Harmon "als ausführender Produzent und guter Freund (...) weiterhin ein integraler Bestandteil der Serie" sei. "Was die Zukunft von Gibbs angeht, so haben langjährige Fans der Serie im Laufe der Jahre vielleicht bemerkt, dass man Leroy Jethro Gibbs niemals aufgeben sollte." "Navy CIS" läuft seit 2003. Mark Harmon war von Staffel eins an als Hauptdarsteller an Bord. In Deutschland ist die 18. Staffel derzeit in Sat.1 zu sehen. Wann die 19. Staffel hierzulande startet, ist noch nicht bekannt.

17:00 Uhr
15:43 Uhr

Fund von Julia: "Tränchen" fließen bei Einsatzkräften

Die Nachricht vom Fund des Mädchens Julia im Wald in Tschechien hat auch die Einsatzkräfte stark berührt. "Da sind beim einen oder anderen Tränchen geflossen", sagte Polizeisprecher Florian Beck dem Bayerischen Rundfunk in Furth im Wald. So eine Erleichterung habe er in seiner Laufbahn noch nie erlebt. Die Nachricht sei um kurz vor 14 Uhr eingegangen, dass Waldarbeiter die Achtjährige aus Berlin gefunden hätten. Er gehe davon aus, dass die Forstleute aktiv an der Suche beteiligt waren. Zum Schutz der Familie werde nicht bekannt gegeben, wo das Mädchen derzeit sei. Es werde aber medizinisch betreut, man habe mit Julia sprechen können. "Sie war wohl unverletzt, aber stark unterkühlt", sagte Beck.

Mehr dazu lesen Sie hier.
15:12 Uhr

Jugendliche vor Gericht: 14 Kängurus zu Tode geprügelt

Zwei Jugendliche in Australien müssen sich wegen einer tödlichen Attacke auf 14 Kängurus vor Gericht verantworten. Die beiden 17-Jährigen wurden angeklagt und müssen sich Ende November einem Prozess vor einem Jugendgericht stellen, teilte die Polizei mit. Die toten Riesenkängurus, unter ihnen zwei Jungtiere, waren am Wochenende an zwei verschiedenen Orten nahe der Küstenstadt Batemans Bay im Südosten des Landes entdeckt worden. Ein Baby-Känguru überlebte die Attacke. "Als sie bei uns ankam, war sie so gut wie tot", sagte eine Vertreterin einer Tierschutzorganisation dem Fernsehsender ABC über das kleine Weibchen. Inzwischen gehe es ihr aber "überraschenderweise unglaublich gut".

15:01 Uhr

Youtube hat Clip der umstrittenen Aktion #allesaufdentisch wieder zugänglich gemacht

Viel Trubel gab es seit gestern um Clips der umstrittenen Aktion #allesaufdentisch, bei der unter anderem der Schauspieler Volker Bruch mitwirkt. Die Videoplattform Youtube hat einen Clip, den sie von ihrer Plattform gelöscht hatte, inzwischen wieder hochgeladen. Ein YouTube-Sprecher teilte mit: "Mehrere Videos, hochgeladen auf dem Kanal "allesaufdentisch", wurden als Verstoß gegen unsere Richtlinien erkannt. Nach einer weiteren Überprüfung haben wir festgestellt, dass eines der Videos nicht gegen unsere Richtlinien verstößt. Dieses Video wurde wieder eingestellt." Insgesamt hatte Youtube nach eigenen Angaben drei Clips gelöscht.

14:26 Uhr

Das älteste Breitmaulnashorn der Welt ist tot

Trauer in Italien: Das älteste Breitmaulnashorn der Welt ist tot. "Nonno Toby" (Großvater Toby) sei schon vergangene Woche im Alter von 54 Jahren im Zoologischen Garten Parco Natura Viva unweit der norditalienischen Stadt Verona gestorben, teilte Zoosprecherin Elisa Livia Pennacchioni heute mit. "Auf dem Rückweg zu seinem Nachtquartier brach er zusammen, und nach etwa einer halben Stunde hörte sein Herz auf zu schlagen", sagte sie. Breitmaulnashörner werden nach Angaben der Sprecherin in Gefangenschaft in der Regel bis zu 40 Jahre und in freier Wildbahn nur bis zu 30 Jahre alt. Nach dem Tod von Toby und seiner Partnerin Sugar vor neun Jahren bleibt dem Zoo nur noch ein Breitmaulnashorn: Benno, und der ist auch schon 39 Jahre alt.

14:22 Uhr

Schichtwechsel

Mein Kollege Sebastian Schneider hat sich in den wohlverdienten Feierabend verabschiedet, ich übernehme den "Tag" und bin noch bis zum späten Abend für Sie da. Mein Name ist Max Perseke. Bei Anregungen, Kritik und Fragen erreichen Sie mich per Mail: maximilian.perseke[at]nama.de. Ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

14:19 Uhr
Breaking News

Polizei: Vermisste 8-jährige Julia gefunden

Das seit Sonntag im tschechischen Böhmerwald vermisste Mädchen Julia ist nach Polizeiangaben bei dem Ort Ceska Kubice gefunden worden. Die Achtjährige aus Berlin werde nun medizinisch betreut, teilte die tschechische Polizei auf Twitter mit.

Mehr dazu lesen Sie hier.
14:11 Uhr
Breaking News

Ampel-Sondierer zeigen sich zufrieden

SPD-Generalsekretär Klingbeil sagt, es habe in den vergangenen anderthalb Tagen "einen guten Auftakt" in die Ampel-Sondierungen gegeben. Bis Freitag wollen die drei Generalsekretäre die bisherigen Gespräche auswerten, am Freitag findet die nächste Verhandlungsrunde statt. "Die Aufgaben sind nicht zu klein, aber ich glaube, das kann etwas Gutes werden."

Mehr dazu lesen Sie hier.
13:40 Uhr

Lange Allmissionen hinterlassen Hirnschäden

Langzeit-Missionen im All führen bei Raumfahrern nicht nur zum Muskel- und Knochenschwund, sondern hinterlassen auch Schäden am Gehirn. Das bestätigten Forscher nun mithilfe von Bluttests, wie die Ludwig-Maximilians-Universität München mitteilte. Gemeinsam mit schwedischen und russischen Kollegen haben die Münchner erstmals bei Kosmonauten anhand von hochmodernen Bluttests die Gehirnstruktur vor und nach ihrer Rückkehr aus dem All untersucht.

Das Ergebnis: Die fünf Raumfahrer waren im Schnitt 169 Tage an Bord der internationalen Raumstation ISS. "Insgesamt deuten unsere Ergebnisse auf eine leichtgradige, aber anhaltende Hirnverletzung und einen beschleunigten Alterungsprozess des Gehirns bei Rückkehr zur Erde hin", erklärte LMU-Mediziner Peter zu Eulenburg. Dabei scheinen alle relevanten Gewebsarten des Gehirns betroffen zu sein. Als klinischer Hinweis für neurologische Folgen eines Langzeitaufenthalts im All sind bisher lediglich Veränderungen des Sehvermögens bei einigen Raumfahrern festgestellt worden.

Mehr dazu lesen Sie hier.
13:10 Uhr

Meuthen: "Wenn sie glauben, jetzt seien sie mich los, irren sie"

So ganz endgültig soll sein Rückzug nun doch nicht sein: Der langjährige AfD-Chef Jörg Meuthen formuliert in einem Interview eine Kampfansage an seine innerparteilichen Gegner. "Ich weiß natürlich, dass viele derjenigen, die sich heute nicht bei mir gemeldet haben, sich insgeheim freuen", sagte er dem Nachrichtenportal "t-online". "Doch deren Freude wird nicht von Dauer sein. Denn wenn sie glauben, jetzt seien sie mich los, irren sie. Die werden sehr schnell merken, dass ich nicht weg bin. Das ist kein Rückzug."

Meuthen sagte, er könne seine politische Arbeit auch fortsetzen, wenn er sich etwas zurücknehme. "Ich brauche kein Bundessprecheramt, um auf den Kurs der Partei Einfluss zu nehmen. Es ist wie beim Schachspiel: Wer nur angreift, verliert." Seine Stimme werde hörbar bleiben. "Ist doch klar, dass ich mich nach so vielen Jahren weiterhin dafür starkmache, welche Richtung wir einschlagen." Meuthen sagte weiter, er gehe davon aus, dass er auf dem Parteitag im Dezember auch wieder eine Mehrheit bekommen hätte. "Wer auch immer gegen mich angetreten wäre, den oder die hätte ich besiegt."

Mehr dazu lesen Sie hier.
12:41 Uhr

Korruptionsaffäre um Kurz: Meinungsforscherin offenbar festgenommen

In dem Korruptionsskandal um den ehemaligen österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz gibt es offenbar eine Festnahme. Wie die österreichischen Zeitungen "Die Presse" und "Der Standard" übereinstimmend berichten, soll die Meinungsforscherin Sabine B. kurz vor der Razzia die Festplatte ihres Computers und damit große Datenmengen gelöscht haben. Dem wolle die Justiz nun auf den Grund gehen. Wie "Die Presse" weiter berichtet, werde vermutet, dass die Razzia verraten wurde. Weder die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) noch die Anwältin der Beschuldigten wollten oder konnten sich äußern.

12:22 Uhr

"Nicht zur Tagesordnung übergehen": Hörsaal in Hamburg besetzt

Die Universität Hamburg kehrt gerade zum Präsenzunterricht zurück, da gibt es die nächste Einschränkung. Wie der "Spiegel" berichtet, habe ein Zusammenschluss aus Gewerkschaften, dem Asta und Beschäftigten einen Hörsaal im Fachbereich Sozialökonomie besetzt. Demnach seien am ersten Tag des neuen Wintersemesters rund 80 Streikende zusammengekommen.

"Wir sind nicht bereit, nach eineinhalb Jahren Pandemie einfach zur Tagesordnung überzugehen", zitiert der "Spiegel" den Sprecher der Streikenden, Marvin Hopp. Es gehe dabei um prekäre Arbeitsbedingungen im wissenschaftlichen Mittelbau und um die miserable Lage der Studierenden nach der Pandemie.

11:52 Uhr

Heftiges Erdbeben vor griechischer Urlaubsinsel Kreta

Vor der griechischen Urlaubsinsel Kreta hat sich ein schweres Erdbeben ereignet. Beobachtungsdienste sprechen von einer Stärke von bis zu 6,3 auf der Richterskala. Menschen berichten in den sozialen Medien von Erschütterungen. Erst vor zwei Wochen bebte die Erde zweimal auf Kreta.

Update 12:36 Uhr: Berichte über Verletzte oder gar Tote gab es zunächst nicht. Augenzeugenberichte zufolge habe die Erde mindestens 29 Sekunden lang gebebt. Das Epizentrum lag dem Geodynamischen Institut Athen zufolge gut 20 Kilometer östlich der Insel und rund 8 Kilometer unter dem Meeresboden.

11:19 Uhr

Für 3000 Bewohner: Ausgangssperre auf La Palma verhängt

Auf La Palma wurde infolge des anhaltenden Ausbruchs des Vulkans Cumbre Vieja eine Ausgangssperre für rund 3000 Bewohner der Kanaren-Insel verhängt. Die Behörden verwiesen am Montagabend auf die Zerstörung einer Zementfabrik durch den Ausbruch. "Wir haben beschlossen, dass die Anrainer zu Hause bleiben müssen, bis wir analysieren können, ob die Luftqualität ein normales Leben zulässt", sagte der Leiter der Notfallkommission, Miguel Ángel Morcuende. Der Cumbre Vieja war am 19. September ausgebrochen und ist seitdem aktiv. Bislang gab es weder Verletzte noch Tote, allerdings mussten Tausende Menschen in Sicherheit gebracht werden. Mehr als tausend Gebäude wurden durch die Lava zerstört.

Update 13:45 Uhr: Die Ausgehbeschränkungen für etwa 3000 Menschen sind wieder aufgehoben worden. Es seien keine gesundheitsschädlichen Gase mehr festgestellt worden.

10:47 Uhr

Saudi-Arabien schenkte Trump offenbar gefälschte Pelze

110585129.jpg

Daumen hoch gab's trotzdem.

(Foto: picture alliance/dpa)

Seit Anfang des Jahres ist Donald Trump nicht mehr der amtierende US-Präsident der Vereinigten Staaten. Das bedeutet aber nicht, dass nicht weiter kleinere Skandale aus seiner Amtszeit aufgedeckt werden. Wie die "New York Times" berichtet, soll Trump gleich auf der ersten Auslandsreise nach Saudi-Arabien Gewänder aus weißem Tiger- und Gepardenfell geschenkt bekommen haben. Diese seien allerdings gefälscht gewesen.

Das sei aber erst nach seiner Präsidentschaft festgestellt worden. Wie es in dem Bericht heißt, habe Trump sich geweigert, die Geschenke überprüfen zu lassen. Seine Administration habe die Geschenke nicht als Präsente ausländischer Regierungen deklarieren lassen. Sondern das erst am letzten Amtstag gemacht (und der falschen Behörde übergeben), infolge hätten "Wildtierinspektoren" festgestellt, dass das Futter gefärbt gewesen sei, um ein Tiger- oder Leopardenmuster zu imitieren, wie die NYT einen Innenministersprecher zitiert.

Mehr dazu lesen Sie hier.
10:22 Uhr

Warum SPD, Grüne und FDP heute etwas kürzer sondieren

In Berlin steht Tag zwei der Sondierungen an. Vertreter von SPD, Grünen und FDP haben ihre Gespräche über den Kurs zu einer gemeinsamen Bundesregierung fortgesetzt, am Mittag wollen sie sich voraussichtlich öffentlich äußern. Eine Entscheidung für oder gegen Koalitionsverhandlungen wird aber noch nicht erwartet - für Freitag ist ein weiteres Treffen angesetzt. Dazwischen gibt es eine kleine Pause bei den offiziellen Sondierungen, weil SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz zum Treffen der G20-Finanzminister nach Washington reist. Deshalb dauert das Treffen heute auch nur bis etwa 13 Uhr. Ziel ist es, zum Ende der Woche eine Zwischenbilanz zu ziehen - und zu entscheiden, ob man zu dritt in Koalitionsverhandlungen eintritt.

260201716.jpg

Vizekanzler, Finanzminister, SPD-Kanzlerkandidat, Teil der Sondierungsgruppe und am Nachmittag auf dem Weg nach Washington: Olaf Scholz.

(Foto: picture alliance/dpa)

09:53 Uhr

BER-Passagiere sollen schon vier Stunden vor Abflug da sein

Wer in den nächsten Tagen vom Berliner Flughafen BER fliegt, sollte deutlich mehr Zeit mitbringen. Die Lufthansa habe am Montagabend ihre Passagiere vorgewarnt, sich schon vier Stunden vor dem Abflug am Airport einzufinden, das berichtet die "Berliner Morgenpost". Damit reagiere die Airline auf das Chaos zu Beginn der Herbstferien am Hauptstadtflughafen. Tausende mussten am Wochenende lange auf ihre Abfertigung warten. Beim Einchecken konnte es so bis zu zwei Stunden dauern. Für ankommende Flieger fehlten immer wieder die mobilen Ausstiegstreppen. Zu Beginn der Herbstferien in Berlin und Brandenburg reisten allein am Freitag nach Angaben eines Flughafensprechers erstmals in der Pandemie wieder rund 67.000 Passagiere über den BER. Am Samstag waren es demnach 55.000 und am Sonntag 66.000. Vom Vorkrisen-Niveau sind solche Zahlen noch weit entfernt. Für den Flughafen waren es in dieser Phase dennoch schon zu viele.

Mehr dazu lesen Sie hier.
09:19 Uhr

Mehrere Autos kollidieren auf Autobahn mit Wildschweinen

Auf der Autobahn 2 bei Bielefeld sind mehrere Autos mit Wildschweinen kollidiert. Beim Unfall am späten Montagabend wurden sechs Fahrzeuge beschädigt, wie eine Sprecherin der Polizei in Bielefeld am Dienstagmorgen berichtete. Vier Wildschweine kamen dabei ums Leben. Eine 26 Jahre alte Frau wurde leicht verletzt. Drei Autos wurden wegen größerer Beschädigungen abgeschleppt. Die Fahrbahn sei nach Aufräumarbeiten nach rund zwei Stunden wieder frei gewesen.

08:44 Uhr

"Habe mich zur Zielscheibe gemacht": Gil Ofarim bekam Polizeischutz

In der vergangenen Woche hat Gil Ofarim einen erschreckenden Vorfall in einem Leipziger Hotel öffentlich gemacht. In einem Clip, den er in den sozialen Medien teilte, erklärte der Sänger, dass er beim Check-in übergangen wurde, weil er eine Kette mit einem Davidstern trug. "Ich bin nach wie vor sprachlos und schockiert, zugleich aber auch nicht überrascht", erklärte der 39-Jährige nun in der Sendung "Zervakis & Opdenhövel. Live." auf Prosieben. Er habe dafür "keine Worte".

"Ich habe mich im Endeffekt zur Zielscheibe gemacht. Ich werde jetzt bedroht", erzählt der Sänger. Vorgestern habe er Theater gespielt "und plötzlich stand die Polizei in meiner Garderobe und bat mich um Auskunft, wo ich heute Abend nächtigen werde. Das hat für mich alles keinen Sinn ergeben und ich wurde dann eskortiert von den wirklich sehr freundlichen Beamten - ein Bus vor mir, ein Bus hinter mir." Seit einer Woche mache er sein Handy nicht mehr an.

08:12 Uhr

Joint nicht "schönreden": Polizeigewerkschaften warnen vor Cannabis-Legalisierung

Heute sondieren die Ampel-Parteien weiter über eine mögliche Bundesregierung. Besonders zwei Parteien machen sich für die Legalisierung von Cannabis stark: Grüne und FDP. Kritisch wird diese Forderung von den Polizeigewerkschaften gesehen. Der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Oliver Malchow, sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“, es ergebe keinen Sinn, neben dem legalen, aber gefährlichen Alkohol die Tür noch für eine weitere oft verharmloste Droge zu öffnen. Es müsse endlich Schluss damit sein, den Joint schönzureden. Eine Legalisierung würde den Schwarzmarkthandel nicht beseitigen. Auch die Deutsche Polizeigewerkschaft stellte sich gegen eine Freigabe von Cannabis-Konsum.

07:37 Uhr

3,4 Promille: Betrunkener Autofahrer wird angehalten und schläft ein

Ein wagemutiger 41-Jähriger hat auf der B 194 in der Nähe von Grimmen in Mecklenburg-Vorpommern mit seinem Auto einen stark alkoholisierten Fahrer gestoppt. Aufgefallen war ihm das Fahrzeug am Montag, weil es Schlangenlinien fuhr und wieder und wieder auf die Gegenspur geriet, wie die Polizei mitteilte. Kurzum überholte er den Vordermann und bremste ihn aus. Nachdem beide zum Stillstand gekommen waren, stieg der Mann den Angaben zufolge aus und stellte sich vor das Fahrzeug. Als die kurz darauf alarmierte Polizei eintraf, zeigte sich den Beamten ein besonderes Bild: Der betrunkene 44-Jährige war hinter dem Steuer eingeschlafen und musste geweckt werden. In seinem Atem wurden demnach später 3,43 Promille Alkohol gemessen. Ein Promillewert ab 3,0 kann lebensgefährlich sein. Symptome einer schweren Alkoholvergiftung sind unter anderem Bewusst- und Reflexlosigkeit, Gedächtnisverlust und schwache Atmung.

07:26 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser!

Es geht weiter: Ab 9 Uhr sondieren SPD, Grüne und FPD wieder. Während die Parteien ausloten, wie die erste Bundesregierung nach Kanzlerin Angela Merkel aussehen könnte, geht nur eine Stunde später ein weiterer spannender Termin los: Ab 10 Uhr berät das Bundesverfassungsgericht über die Parteienfinanzierung. Auch hier gibt es Unterschiede zwischen den Ampel-Parteien. SPD und Union beschlossen in der Großen Koalition im Juni 2018, dass es für die Parteien rund 25 Millionen Euro mehr geben sollte. Die Opposition sah das entschieden anders und klagte auf zwei Wegen. Für beide Klagen (die von Grünen, FDP, Linken und die der AfD) beginnen heute die Verhandlungen. Ein Urteil wird es aber noch nicht geben.

Das wird heute auch noch wichtig:

  • In Rom beginnt der G20-Sondergipfel zur Lage in Afghanistan
  • Das Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) zur Klage von Ungarn und Polen gegen den EU-Rechtsstaatsmechanismus wird fortgesetzt.
  • Nach dem Rücktritt von Sebastian Kurz als österreichischer Kanzler befasst sich das Parlament in Wien mit den Korruptionsvorwürfen gegen den 35-Jährigen. Die Opposition hat Misstrauensanträge gegen die Regierung angekündigt.
  • Der Medizinische Dienst der Krankenkassen legt um 11.Uhr seine jährliche Statistik zu Behandlungsfehlern vor.

Mein Name ist Sebastian Schneider, bis zum Nachmittag versorge ich Sie im "Tag" mit spannenden und unterhaltsamen Nachrichten. Bei Fragen, Anregungen oder Kritik - gerne eine Mail an unser neues Postfach dertag[at]n-tv.de.

07:06 Uhr

Für Deutschlands Imker war es ein frustrierendes Jahr

258394034.jpg

Konnte dieses Jahr nicht performen: die Honigbiene.

(Foto: picture alliance / Zoonar)

Deutschlands Imker haben in diesem Jahr deutlich weniger Honig geerntet als in den Vorjahren. Im Schnitt brachte es jedes Bienenvolk auf insgesamt 28,3 Kilo und damit 5,5 Kilo weniger als im Gesamtjahr 2020, wie der Deutsche Imkerbund in Wachtberg mitteilte. Verglichen mit 2019 waren die Einbußen ähnlich, im Vergleich zu 2018 war es sogar ein Minus von 10,5 Kilo. Die Ernte lässt sich dieses Jahr in 15,4 Kilo Frühtracht und 12,9 Kilo Sommertracht aufteilen - beide Werte sind sehr niedrig.

Der Leiter des Fachzentrums Bienen und Imkerei, Christoph Otten, sprach von einem frustrierenden Jahr für sehr viele Imker. Grund dafür war vor allem das schlechte Wetter: "Es war vielerorts zu kühl und zu nass. Die Bienen sind wenig ausgeflogen und haben die geringen Mengen an eingetragenem Nektar dringend selbst benötigt", sagt Ellmann. Viele Imker verzichteten in diesem Jahr aber auf die Ernte und ließen den Honig stattdessen im Stock, damit sich die Bienenvölker ausreichend selbst versorgen konnten.

06:42 Uhr

Holocaust-Leugner in ehemals jüdischer Grabstätte beigesetzt

Der Rechtsextremist und Antisemit Henry Hafenmayer wurde in dem ehemaligen Grab des jüdischen Musikwissenschaftlers Max Friedländer beigesetzt. Die Pressestelle der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) bestätigte den Vorfall gegenüber dem RBB. Bei der Beerdigung im brandenburgischen Stahnsdorf bei Berlin hätten zahlreiche Personen der rechtsextremen Szene teilgenommen. Derzeit werde geprüft, wie es zu diesem Fehler gekommen sei, hieß es.

Die EKBO könne noch nicht sagen, welche Konsequenzen aus dem Vorfall gezogen würden. Das Grab sei bereits seit einiger Zeit freigegeben gewesen, sterbliche Überreste hätten sich darin nicht mehr befunden. Wie die "Jüdische Allgemeine" berichtet, sei ein Patenschaftsverhältnis der Grund gewesen. Eine Person könne die Patenschaft für ein historisches Grab übernehmen, übernehme dabei die Kosten für die Instandhaltung und dürfe dafür im Gegenzug auf dem ausgewählten Grab auch Bestattungen durchführen.

06:16 Uhr

Suche nach verschwundener Achtjähriger dauert an

Dunkelheit und Kälte haben die Helfer auf der Suche nach dem verschwundenen achtjährigen Mädchen im Grenzgebiet zwischen Bayern und Tschechien nicht aufhalten können. Trotz widriger Umstände hätten die Einsatzkräfte in der Nacht zu heute weiter das bergige und waldige Gelände ausgekundschaftet, sagte ein Sprecher der Polizei. Die Suche wird seinen Worten zufolge über den Tag hinweg fortgesetzt. Das Kind ist seit dem späten Sonntagnachmittag verschwunden. Eine Familie aus dem Großraum Berlin war am Wochenende auf dem tschechischen Berg Cerchov (Schwarzkopf) gewandert, das Gebiet liegt etwa zwei Kilometer von der bayerischen Grenzstadt Waldmünchen entfernt. Polizeihubschrauber aus Bayern kreisten ebenfalls über dem Gebiet in Böhmen, am Boden waren Hundestaffeln im Einsatz. Zudem wurden geländegängige Spezialfahrzeuge genutzt. Die Polizei geht von keinem Verbrechen aus und vermutet, dass sich die Achtjährige verlaufen habe. "Es ist ein schwieriges Gelände, ringsherum ist tiefer Wald", sagte die tschechische Polizeisprecherin Dana Ladmanova.

05:58 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen