Das war Dienstag, der 26. Juni 2018
Nigeria gelingt doch keine Sensation, auch Island fährt nach Hause. Argentinien kann aufatmen: Durch das Siegtor in der 88. Minute qualifiziert sich der Vize-Weltmeister von 2014 gerade so für das WM-Achtelfinale. Wie reagiert Maradona? Haben Sie bestimmt selbst gesehen.
Was war heute außer Maradonas Stinkefinger wichtig? Hier die meistgeklickten Artikel des Tages:
"Habe hart für sie gekämpft": Trump irritiert über Harley-Davidson
Präsident wütet auf Twitter: Trump: "Anfang vom Ende" für Harley
Selbst ein Müller wackelt jetzt: Löw wagt sich zurück in die Zukunft
WM-Pech für die Löw-Truppe?: Der DFB-Elf winkt wieder die Todeshälfte
Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht!
Haus in Tirol brennt lichterloh nieder
Eine deutsche Familie ist beim Brand eines Holzhauses im österreichischen Zillertal einer Katastrophe entkommen. Das in malerischer Landschaft langfristig gemietete Haus brannte völlig ab.
Die Feuerwehr fürchtete zunächst das Schlimmste. Als sie am frühen Morgen zu dem lichterloh in Flammen stehenden Haus kam, parkte davor das Auto der Deutschen.
Erst nach ein paar Stunden gab es Entwarnung: "Zum Glück waren die Bewohner verreist", sagte ein Polizeisprecher.
Der Besitzer des einstigen Ferienhauses in Hainzenberg rund 160 Kilometer südwestlich von Salzburg ist Österreicher. Die Ermittlungen zur Brandursache laufen noch. Zeitweise waren 100 Feuerwehrleute im Einsatz.
Möglicher Ort für Trump-Putin-Gipfel durchgesickert
Ein lang erwartetes Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem russischen Kollegen Wladimir Putin könnte nach Angaben aus US-Regierungskreisen in Helsinki stattfinden. Die finnische Hauptstadt sei gegenwärtig der wahrscheinlichste Ort dafür, sagte ein Insider, der namentlich nicht genannt werden wollte.
Ursprünglich soll auch Wien als Gipfelort im Gespräch gewesen sein. Dies sei jetzt nicht mehr der Fall, hieß es zuletzt in US-Kreisen.
Über ein Treffen der beiden Staatsoberhäupter nach dem Nato-Gipfel am 11. und 12. Juli in Brüssel wird länger spekuliert. Es wird erwartet, dass Trump teilnimmt und auf seiner Europa-Reise auch Premierministerin Theresa May besucht.
Reh fällt in Swimmingpool
Ein Reh hat sich im niedersächsischen Hanstedt nahe Hamburg in einen Garten verirrt und ist in einen Swimmingpool gefallen. Die freiwillige Feuerwehr konnte das Tier aber retten, wie sie mitteilte. Das Reh habe sich nicht allein aus dem Becken befreien können, Anwohner riefen deshalb die Einsatzkräfte. Mit beherzten Handgriffen habe man das Reh aus dem Pool geholt und in ein nahes Feld gebracht. "Dort freigelassen, sprang das Reh, offensichtlich unverletzt und fit, in großen Schritten davon", berichtete ein Sprecher der freiwilligen Feuerwehr.
Koalitionsausschuss berät über Asylpolitik
Die Spitzen der Großen Koalition sind zu einem Krisentreffen im Kanzleramt in Berlin zusammengekommen. Dabei geht es um den erbitterten Asylstreit innerhalb der Union, aber auch um das geplante Baukindergeld.
Für die CDU sind Kanzlerin Angela Merkel, Unionsfraktionschef Volker Kauder sowie Kanzleramtschef Helge Braun vertreten, für die CSU Innenminister und Parteichef Horst Seehofer sowie Landesgruppenchef Alexander Dobrindt. Für die SPD sind Partei- und Fraktionschefin Andrea Nahles sowie Vizekanzler und Finanzminister Olaf Scholz bei dem Treffen dabei.
Es wird erwartet, dass die Gespräche bis in die Nacht dauern.
Grüne bringt Kenia-Koalition ins Gespräch
Die Grünen-Politikerin Monika Heinold bringt für den Fall eines Auseinanderbrechens der Union eine Koalition aus CDU, SPD und Grünen ins Gespräch. "Bei einem ernst gemeinten Angebot der CDU, einen Pro-Europa-Kurs zu fahren, bei einer humanen Flüchtlingspolitik und einer klaren Linie in Energie- und Klimafragen sollten die Grünen bereit sein, ein Kenia-Bündnis aus CDU, Grünen und SPD im Bundestag zu unterstützen", sagte die Vize-Ministerpräsidentin von Schleswig-Holstein dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland".
"Twin Peaks"-Regisseur Lynch lobt Trump
David Lynch kann sich vorstellen, dass US-Präsident Donald Trump "als einer der größten Präsidenten in die Geschichte eingehen" könnte. "Weil er alles durcheinander gebracht hat", sagte der Star-Regisseur der britischen Zeitung "The Guardian" zur Begründung. Zwar sei er sich nicht sicher, wie gut Trump sein Amt ausfülle - sein Aufstieg könne allerdings den Weg für große Veränderungen ebnen. "Unsere sogenannten Anführer können das Land nicht voranbringen", kritisierte er. "Sie sind wie Kinder. Das hat Trump gezeigt."
Auf die Frage, wen er im Jahr 2016 gewählt hat, antwortete der US-Regisseur, der für Produktionen wie "Twin Peaks" und "Eraserhead" bekannt ist, er wisse es nicht mehr. Bei den Vorwahlen der Demokraten jedenfalls habe er womöglich den Kandidaten Bernie Sanders unterstützt, der gegen Hillary Clinton unterlegen war.
Rollen bald Züge zwischen Nord- und Südkorea?
Liebe Leser, in Südkorea können Sie womöglich bald einen Zug nehmen, der Sie nach Nordkorea bringt. Natürlich nur wenn Sie möchten. Denn Seoul und Pjöngjang haben sich auf Pläne für die Modernisierung und Wiederherstellung von grenzüberschreitenden Eisenbahnverbindungen geeinigt.
Als erstes soll ein gemeinsames Team von Experten die Streckenteile auf nordkoreanischer Seite inspizieren, die mit Südkorea verbunden werden könnten. Das geht aus einer Erklärung hervor, die Unterhändler beider Seiten nach Gesprächen im Grenzort Panmunjom veröffentlichten.
Die Inspektionen sollen im Juli im westlichen Teil der koreanischen Halbinsel beginnen, wo künftig eine Schienenstrecke Seoul mit Sinuiju an der Grenze zu China verbinden könnte. Die Inspektionen sollen dann auf eine Strecke an der Ostküste ausgeweitet werden.
Gericht billigt US-Einreiseverbot - Trump jubelt
In dem erbitterten juristischen Streit um seinen Einreisebann gegen Menschen aus fünf islamischen Ländern hat sich US-Präsident Donald Trump durchgesetzt. Nun bejubelt Trump das Urteil als "gewaltigen Sieg für das amerikanische Volk und die Verfassung".
Auf Twitter bringt Trump seine Genugtuung über das Urteil nur mit einem einzigen Wort zum Ausdruck: "Wow!"
In einer schriftlichen Erklärung des Weißen Hauses äußert er sich etwas ausführlicher und lobt, dass der Supreme Court die "klare Vollmacht des Präsidenten aufrecht erhalten habe, die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten zu verteidigen".
EU will Beitrittsverhandlungen mit Albanien und Mazedonien
Balkan statt Großbritannien? Die EU-Staaten haben der Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit den Balkanländern Albanien und Mazedonien grundsätzlich zugestimmt. Die Länder müssen aber Reformfortschritte nachweisen, bevor dann Ende kommenden Jahres die ersten Gespräche beginnen könnten, wie Diplomaten nach Verhandlungen der Europaminister in Luxemburg berichteten.
USA verlangen weltweiten Import-Stopp für iranisches Öl
Die USA verlangen von allen Ländern einen Import-Stopp für iranisches Öl. Gegen Staaten, die dem nicht Folge leisteten, würden ab dem 4. November Sanktionen verhängt, sagte ein hochrangiger Vertreter des Außenministeriums in Washington. Ausnahmen werde es nicht geben.
Gabriel attackiert SPD-Kurs in Flüchtlingspolitik
Der frühere SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel hat mit deutlichen Worten in der Bundestagsfraktion den Kurs seiner Partei in der Flüchtlingspolitik kritisiert.
Wie die dpa aus Teilnehmerkreisen erfuhr, habe Gabriel darauf verwiesen, dass er schon im September 2015 auf strengere Maßnahmen gedrungen habe, um den Flüchtlingszustrom etwas einzudämmen. Das sei aber von anderen Sozialdemokraten damals abgelehnt worden.
Zur Führungsriege gehörten damals auch die heutige SPD-Chefin Andrea Nahles und Vizekanzler Olaf Scholz. Gabriel mahnt seine Partei seit Wochen, wegen des Überlaufens vieler früherer SPD-Wähler zur AfD zu mehr Realismus - und einem Solidarpakt für die Bürger hier im Land.
Nach der Sitzung sagte Gabriel, wenn eine Partei nur noch bei 17 Prozent stehe, müsse man auch mal Klartext sprechen. Er habe das getan "in der mir eigenen freundlichen Weise".
Familie von Sophia L. erhält Morddrohungen
Seit fast zwei Wochen erhalten Angehörige der vermissten Studentin Sophia L. Hass-Mails und Morddrohungen - nun will sich die Familie gegen die wüsten Anwürfe wehren. Anfangs habe er die Kommentare noch gelöscht, aber mittlerweile sammele er sie, sagte Sophias Bruder Andreas L. dem "Tagesspiegel".
Später solle geprüft werden, ob sie juristisch verfolgt werden könnten. "Das muss man dann entscheiden, ob wir dann noch die Kraft dafür haben", sagte der 51-Jährige der dpa.
Die verbalen Angriffe im Internet und per Post seien in aller Regel fremdenfeindlich. Das gehe von "Judensau" über "Sie hat nichts Besseres verdient" bis zu "Hoffentlich wirst du auch noch weggemessert".
Die Familie der vermissten 28-jährigen Studentin hatte vor fast einer Woche auf die Anfeindungen mit einem Brief an die Medien reagiert. Darin schrieb der Bruder unter anderem, dass die Nationalität eines möglichen Täters nichts mit seinen Taten zu tun habe. "Sophia würde unter keinen Umständen wollen, dass auf ihre Kosten rassistische Hetze betrieben wird."
Schlagzeilen zum Feierabend
Trumps Ex-Sprecher Spicer bekommt eigene Talkshow
Sean Spicer, Ex-Sprecher von US-Präsident Donald Trump, arbeitet einem Bericht der "New York Times" zufolge an einer eigenen Talkshow.
Wie die Zeitung berichtet, soll der Titel "Sean Spicer's Common Ground" lauten, etwa "Sean Spicers Gemeinsamkeit".
Geplant seien "Gespräche mit den interessantesten Persönlichkeiten" in einer "lockeren Umgebung" wie einem Pub oder einem Café, hieß es weiter. Im Juli solle der Pilot gedreht werden. Einen Sender für das Projekt gibt es allerdings noch nicht.
Spicer, dessen kurze Sprecherkarriere voller bemerkenswert aggressiver Darstellungen und Interpretationen der Wirklichkeit war, sagte der "New York Times": "Ich denke, in Zeiten wie diesen ist es wichtig, eine Plattform zu haben, in der wir zivile, respektvolle und informative Diskussionen über Themen des Tages haben können."
Schüsse in Dortmunder Krankenhaus
In einem Dortmunder Krankenhaus ist ein Mensch von einem unbekannten Täter angeschossen worden. Der Schütze ist flüchtig, Nach ihm wird gefahndet. Die Tat ereignete sich gegen 14.00 Uhr, die Hintergründe bleiben zunächst unklar.
Nach Angaben des Westdeutschen Rundfunks soll sich der Zwischenfall im St.-Josefs-Hospital in Dortmund-Hörde ereignet haben. Der Unbekannte habe auf einen Arzt geschossen, berichtet der Sender. Es seien offenbar einer oder mehrere Schüsse gefallen.
Trump wütet gegen Harley-Davidson
Gestern reagierte US-Präsident Trump noch "überrascht" auf Produktionsverlagerung von Harley-Davidson, heute wütet er bereits gegen das Traditionsunternehmen.
Donald Trump hat dem Motorradbauer Harley-Davidson wegen dessen geplanter Verlagerung von Teilen der US-Produktion im Zuge der EU-Vergeltungszölle mit heftigen Konsequenzen gedroht.
"Eine Harley sollte niemals in einem anderen Land gebaut werden", twitterte Trump. Mitarbeiter und Kunden seien bereits sehr wütend. Wenn das Unternehmen seine Ankündigung wahr mache, bedeute dies "den Anfang vom Ende", schrieb Trump und drohte: "Sie werden besteuert wie nie zuvor!".
In einem anderen Tweet hieß es zuvor bereits: "Harley muss sich im Klaren sein, nur mit einer hohen Steuer zurück in die USA verkaufen zu können".
Paar muss nach Mord an Aupair-Mädchen lebenslang in Haft
Für den bizarren Mord an einem französischen Aupair-Mädchen ist ein Paar in London zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Erst nach 30 Jahren sollen der 40-jährige Banker und die 35-jährige Modedesignerin - beide Franzosen algerischer Abstammung - eine Chance auf vorzeitige Entlassung haben.
Bereits im Mai hatte eine Jury die beiden Angeklagten für schuldig befunden, ihr Aupair-Mädchen im September vergangenen Jahres wegen absurder Vorwürfe gefoltert und schließlich ertränkt zu haben. Anschließend verbrannten sie die Leiche der 21 Jahre alten Frau in ihrem Londoner Garten.
Zuvor sollen die beiden ihr Opfer wochenlang gequält, geschlagen und ausgehungert haben, hatte die britische Nachrichtenagentur PA aus dem Gerichtssaal berichtet. Mehrfach sollen sie den Kopf der jungen Frau während stundenlanger Verhöre unter Wasser gedrückt haben und ihr mehrere Knochenbrüche zugefügt haben.
Das Paar behauptete demnach, das Aupair-Mädchen habe eine sexuelle Beziehung mit einem Ex-Freund der Täterin gehabt, dem ehemaligen Mitglied der irischen Boygroup Boyzone, Mark Walton. In der Fantasiewelt der beiden Täter hatte sich die junge Frau mit Walton gegen sie verschworen. Der Richter bezeichnete die Vorwürfe des Paares gegen die junge Frau als "komplette Fiktion".
Explosion in Wuppertal: Verdächtiger im Koma
Nach der verheerenden Explosion in einem Wuppertaler Wohnhaus liegt der schwer verletzte mutmaßliche Verursacher im Koma. "Deswegen konnte er noch nicht vernommen werden", sagte ein Sprecher der Wuppertaler Staatsanwaltschaft.
Die Ermittler gehen davon aus, dass der 54-jährige Mieter die Gasinstallation in seiner Wohnung absichtlich manipuliert hat, um sich das Leben zu nehmen. "Die Hinweise darauf verdichten sich. Wir haben bislang auch nichts entdeckt, das dem entgegensteht." Gegen den Mann wird wegen mehrfachen versuchten Mordes ermittelt.
Die Ermittler der Mordkommission und ein Sachverständiger hatten in dem völlig zerstörten Gebäude Hinweise auf eine Manipulation an der Gasinstallation entdeckt. Sie suchen nun nach Filmaufnahmen, die unmittelbar nach der Explosion und vor dem Eintreffen der Rettungskräfte an der Unglücksstelle entstanden.
Außer dem 54-Jährigen wurden noch vier Nachbarn verletzt. Rund 30 Menschen hatten in der Nacht zum Sonntag auf einen Schlag ihr Zuhause verloren.
Gericht: "Reichsbürger" dürfen keine Waffenerlaubnis haben
Anhänger der "Reichsbürger"-Szene dürfen nach einem Gerichtsbeschluss keinen Waffenschein haben. Wer deren Ideologie folge und die Bundesrepublik und deren Rechtsordnung ablehne, "gebe Anlass zu der Befürchtung, dass er auch die Regelungen des Waffengesetzes nicht strikt befolgen werde", teilte das Verwaltungsgericht Gießen mit. Mitglieder und Sympathisanten der Bewegung seien "grundsätzlich als waffenrechtlich unzuverlässig anzusehen".
Die Richter bestätigten demnach in einem Eilverfahren die Ansicht der Waffenbehörde des Kreises Marburg-Biedenkopf, die einem mutmaßlichen Szene-Anhänger waffenrechtliche Erlaubnisse wegen Unzuverlässigkeit entzogen hatte. Die Gerichtsentscheidung habe grundsätzliche Bedeutung, sagte eine Sprecherin. Der Beschluss ist allerdings noch nicht rechtskräftig.
Rettungsschiff "Lifeline" darf in Malta anlegen
Das lange Warten hat ein Ende: Das seit Tagen im Mittelmeer ausharrende Flüchtlingsschiff "Lifeline" kann nach Angaben der italienischen Regierung nun einen Hafen in Malta anlaufen.
Der italienische Regierungschef Giuseppe Conte teilte nach einem Gespräch mit dem maltesischen Regierungschef Joseph Muscat mit, Italien werde einen Teil der mehr als 230 Flüchtlinge an Bord aufnehmen.
Rom hatte sich zuvor geweigert, das von einer deutschen Hilfsorganisation betriebene Schiff in einem italienischen Hafen anlegen zu lassen.
Brexit-Gesetz in Kraft - Queen hat unterzeichnet
Die Chance, dass Großbritannien in der EU bleibe, liege nun "bei Null", konstatiert Handelsminister Liam Fox: Nach monatelanger heftiger Debatte ist das Brexit-Gesetz zur Regelung des EU-Austritts in Kraft getreten.
Parlamentssprecher John Bercow verkündete in London unter dem Jubel der Brexit-Befürworter, Königin Elizabeth II. habe das Gesetz gebilligt und unterschrieben.
Es legt fest, dass Großbritannien am 29. März 2019 Mitternacht Brüsseler Zeit aus der EU austritt.
Gleichzeitig wird dann ein Gesetz von 1972 aufgehoben, welches das EU-Gemeinschaftsrecht über britisches Recht gestellt hatte.
Trump verliert an Zustimmung
US-Präsident Donald Trump erlebte in den vergangenen Wochen ein Umfrage-Hoch - noch in der vorletzten Woche kam er in einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitus Gallup auf eine Zustimmung von 45 Prozent. Das war das bisher beste Ergebnis seiner Amtszeit. Nun ist er nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung wieder der unbeliebteste US-Präsident der Geschichte.
Demzufolge stürzte er nach der Empörung über die Trennung von Einwanderer-Kindern von ihren Eltern an der Grenze zu Mexiko in Umfragen ab.
Nach der Umfrage von Gallup am Montag liegt die Zustimmung für Trump nur noch bei 41 Prozent - ein Minus von 4 Prozent.
Gleichzeitig stieg dem Bericht zufolge die Zahl der mit Trump Unzufriedenen von 50 auf 55 Prozent.
"Er hat in allen Parteien verloren", sagte Gallup-Chefredakteur Jones dazu.
Trump hat die Entscheidung zur Familientrennung inzwischen wieder aufgehoben.
Ex-Audi-Manager gegen Millionen-Kaution frei
Der frühere Audi-Manager Wolfgang Hatz, der wegen einer angeblichen Verwicklung in die Abgasaffäre im September 2017 in München in Untersuchungshaft kam, ist laut "Süddeutscher Zeitung" wieder frei. Das habe das Oberlandesgericht München heute entschieden.
Die Staatsanwaltschaft München wirft dem langjährigen Manager bei Audi, Porsche und Volkswagen vor, in seiner Zeit im VW-Konzern von Manipulationen bei der Abgasreinigung erfahren und gewusst zu haben.
Anlass für die Verhaftung war der Verdacht, Hatz habe das Ausmaß der Affäre vertuschen wollen.
Hatz und seine Verteidiger, unter anderem der frühere CSU-Politiker Peter Gauweiler - weisen diesen Verdacht bis heute zurück.
9,19 Euro - darf's ein bisschen mehr sein?
Schlagzeilen zur Mittagspause
Aufregung in Paris: Sind die Wandbilder von Banksy?
Der britische Street-Art-Künstler Banksy kann getrost als geheimnisvoll bezeichnet werden, denn er hält seinen bürgerlichen Namen und seine Identität geheim. Nun sorgen Wandbilder in seinem Stil in Paris für Wirbel.
Seit Tagen wird in Medien und sozialen Netzwerken über die unsignierten Kunstwerke spekuliert.
Eine Sprecherin Banksys hat bisher Anfragen nicht beantwortet, ob die seit vergangener Woche entdeckten Bilder tatsächlich von ihm stammen, stellte aber eine baldige Stellungnahme in Aussicht.
Besonders viel Aufsehen erregte die Darstellung eines schwarzen Mädchens, das ein Hakenkreuz mit einem rosa Muster übersprüht.
Das Bild wurde in der Nähe einer ehemaligen Erstaufnahmeeinrichtung für Migranten gefunden, ist inzwischen aber übersprüht worden.
Vor ein paar Tagen war gemunkelt worden, dass Banksy in Paris sei.
Ausgebüxte Boa erschreckt Mann auf Balkon
Da wollte es sich ein 53-jähriger Mann in Darmstadt auf seinem sonnigen Balkon im zweiten Stock bequem machen, als er plötzlich ein etwa ein Meter langes Reptil auf den warmen Fliesen entdeckt.
Er rief die Feuerwehr, die fing die ausgebüxte Boa Constrictor ein und brachte sie in ein Tierheim.
Woher das Tier stammt, ist bislang unklar.
Der natürliche Lebensraum der Riesenschlange ist Südamerika.
Die Boa Constrictor ist ungiftig - sie erlegt ihre Opfer, indem sie sie erwürgt.
Macron will "beruhigten Dialog" mit Türkei
Auch Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron gratuliert dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zur Wiederwahl.
Im Glückwunsch verpackt sind noch andere Botschaften: Macron habe dem türkischen Volk Erfolg für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung und die demokratische Funktionsweise der Institutionen gewünscht, teilte der Élyséepalast in Paris mit.
Zudem habe er die Bedeutung eines "beruhigten Dialogs" zwischen der Türkei und der EU unterstrichen, "im Respekt der Prinzipien und Werte, die wir gemeinsam haben".
Erdogan hatte die Präsidentenwahl gewonnen; bei der Parlamentswahl hatte das von Erdogans AKP geführte Parteienbündnis die absolute Mehrheit geholt. Internationale Wahlbeobachter kritisieren, die Kandidaten hätten nicht die gleichen Chancen gehabt.
Lieferwagen fährt in Verlagsgebäude
Wohl ein neuer Anschlag: In Amsterdam ist am frühen Morgen ein Lieferwagen in das Verlagsgebäude der Tageszeitung "De Telegraaf" gefahren.
Das Fahrzeug ist laut Polizei dabei in Brand geraten. Es sei niemand verletzt worden.
Der Fahrer ergriff die Flucht, nach ihm wird inzwischen gefahndet.
Die Polizei geht davon aus, dass der Fahrer absichtlich in das Gebäude fuhr.
Die Fassade konnte er nicht durchbrechen, weil sie aus speziellem Sicherheitsglas besteht.
"Wir lassen uns nicht einschüchtern", sagt Chefredakteur Paul Jansen. Auch er geht von einer vorsätzlichen Tat aus.
Für Spekulationen, wer für den Anschlag verantwortlich sein könnte, sei es noch zu früh, sagt Jansen.
Gleich mehr dazu.
Razzia bei rechtsextremer Kameradschaft in Dresden
Seit drei Jahren bereits laufen Ermittlungen gegen die Freie Kameradschaft Dresden. Nun sind in der sächsischen Landeshauptstadt Wohnungen von mutmaßlichen Mitgliedern der Neonazigruppe durchsucht worden.
Den zehn Beschuldigten im Alter zwischen 24 und 47 Jahren wird Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen.
Sie sollen an Straftaten der Freien Kameradschaft Dresden gegen Flüchtlinge, politische Gegner und Polizisten beteiligt gewesen sein.
Es geht unter anderem um die ausländerfeindlichen Ausschreitungen im sächsischen Heidenau im Sommer 2015.
Die Razzia diente zur Sicherung weiterer Beweismittel im Verfahren.
Google startet Smartphone-Bezahldienst in Deutschland
Andere waren eher dran, Deutschland ist das 19. Land mit Google Pay: Google startet nun seinen Smartphone-Bezahldienst hierzulande und kommt damit dem Rivalen Apple zuvor.
Bei Google Pay ersetzt ein Telefon mit dem Google-Betriebssystem Android die Kreditkarte, zum Zahlen hält man das Gerät im Laden ans Terminal.
Die Kassentechnik muss dafür kontaktloses Bezahlen unterstützen; ein großer Teil der Terminals in Deutschland wurde bereits entsprechend umgerüstet.
Man kann mit Google Pay auch bei Online-Käufen bezahlen.
Apple hat seit Herbst 2014 ein ähnlich funktionierendes Bezahlsystem für seine Telefone und Computer-Uhren, das schrittweise auch in europäischen Ländern eingeführt wird.
Greenpeace färbt Berliner Straßen gelb
Sonnengelb statt kohlrabenschwarz: Greenpeace-Aktivisten haben die Straßen rund um die Berliner Siegessäule mit 3500 Litern gelber Farbe so gefärbt, dass sie von oben wie eine Sonne aussehen.
Anlass der Aktion ist das heutige erste Treffen der Kohlekommission der Bundesregierung.
Unter dem Motto "Sonne statt Kohle" fordert Greenpeace einen konsequenten Klimaschutz.
"Der verschleppte Kohleausstieg ruiniert Deutschlands Klimabilanz und bremst die Modernisierung unseres Energiesystems hin zu Solar und Windkraft", sagte Greenpeace-Sprecher Christoph von Lieven.
Die Farbe ist nach Angaben der Aktivisten ökologisch abwaschbar und umweltfreundlich. (Alles andere hätte auch überrascht.)
George Bush senior trägt Clinton-Socken
Ex-US-Präsident George H.W. Bush ist mittlerweile stattliche 94 - nun hat er einen Assistenzhund bekommen, der ihn im Alltag unterstützen soll. Und er twitterte das auch gleich: "Eine große Freude, das neueste Mitglied unserer Familie zu begrüßen, 'Sully', einen wunderschönen - und toll ausgebildeten - Labrador."
Dazu postete er ein Foto, das ihn mit seinem Amtsnachfolger Bill Clinton zeigt, den Hund zu ihren Füßen. Bei Clintons Besuch am Montag zeigte Bush Sinn für Humor: Er trug Strümpfe mit dessen Porträt. "Glücklicherweise hatte ich ein Paar frisch gewaschene Bill-Clinton-Socken, um den Anlass zu feiern", meinte Bush dazu auf Twitter.
Bush war von 1989 bis 1993 Präsident der USA, Clinton von 1993 bis 2001. In Kommentaren bei Twitter schwärmen viele Nutzer davon, dass die früheren politischen Konkurrenten so dicke Freunde geworden seien. Es geht also auch anders.
Frachter mit Flüchtlingen an Bord darf in Italien anlegen
Zweijähriger stirbt bei Sturz aus Fenster
In Essen ereignete sich ein anderes großes Unglück: Dort ist ein Zweijähriger aus einem Fenster gestürzt und gestorben. Der Junge fiel am Montagnachmittag vermutlich aus dem Fenster des Kinderzimmers im dritten Stock auf den Gehweg, sagte ein Polizeisprecher. Er wurde dabei so schwer verletzt, dass er später im Krankenhaus starb.
Die Polizei geht bislang von einem Unfall aus. Es werde aber ermittelt, wie es zu dem Sturz kommen konnte.
Schlagzeilen am Morgen
Neue Spur in NSU-Bombenanschlag
Der Prozess gegen Beate Zschäpe dauert seit Langem an; sie steht wegen der dem NSU angelasteten Serie von Morden, Raubüberfällen und Bombenanschlägen vor Gericht. Nun gibt es eine neue Spur:
19 Jahre nach der Explosion einer Rohrbombe in einer Nürnberger Kneipe haben Journalisten neue Erkenntnisse zum mutmaßlich ersten Anschlag des NSU zutage gefördert.
Die "Nürnberger Nachrichten" und der Bayerische Rundfunk berichten, es könnte auch eine gute Freundin von Beate Zschäpe in die Tat verwickelt gewesen sein.
Es handelt sich demnach um Susann E., die Ehefrau des im Münchner NSU-Prozess mitangeklagten André E.
Ob der Fall dieses Anschlags juristisch aufgearbeitet wird, ist jedoch fraglich. Die Bundesanwaltschaft hatte dem Bericht zufolge schon im Mai 2015 aus "verfahrensökonomischen Gründen" darauf verzichtet, die Tat im NSU-Prozess anzuklagen.
Hier dazu mehr.
Familientragödie in Franken - vier Leichen gefunden
Nach einer Familientragödie im mittelfränkischen Gunzenhausen sind eine Mutter und ihre drei Kinder tot aufgefunden worden. Der Familienvater sei schwer verletzt, teilte die Polizei mit.
Gegen sechs Uhr heute früh ging bei der Polizei der Notruf eines Zeugen ein.
Er gab an, dass in der Wohnung eine tote Frau und drei tote Kinder liegen.
Die Frau ist 29, die Kinder sind 3, 7 und 9 Jahre alt.
Um den schwerverletzten 31-jährigen Mann kümmerte sich ein Notarzt. Die lebensgefährlichen Verletzungen sollen von einem Sturz aus großer Höhe stammen.
Die Hintergründe des Vorfalls sind laut Polizei noch vollkommen unklar.
Hier dazu mehr.
Fossil einer unbekannten Art in Oberfranken entdeckt
In einem oberfränkischen Steinbruch haben Wissenschaftler die Versteinerung einer bisher unbekannten Fischart entdeckt.
Der Kugelzahnfisch lebte vor rund 150 Millionen Jahren, sagte Matthias Mäuser, Chef des Naturkundemuseums Bamberg.
Das Kugelzahnfisch-Fossil soll einige Zeit im Bamberger Naturkundemuseum zu sehen sein, ehe es zur wissenschaftlichen Bearbeitung an das Institut für Paläontologie der Universität Wien geht.
Prinz William besucht Israel
Prinz William ist derzeit in Israel. Es ist der erste offizielle Besuch eines Mitgliedes der britischen Königsfamilie in Israel seit der Staatsgründung 1948.
Er bereist fünf Tage lang den Nahen Osten, besucht auch Jerusalem und Tel Aviv.
Ein Besuch der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem steht auf seinem Programm sowie ein Treffen mit einem Holocaust-Überlebenden. Dabei wird er vom britischen Chefrabbiner begleitet.
Prinz William trifft anschließend Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und danach Präsident Reuven Rivlin.
Heidelbeeren in Deutschland früher reif
Das ist mal eine gute Nachricht für die Liebhaber der kleinen blauen Beeren: Landwirte in Deutschland ernten in diesen Tagen die ersten größeren Mengen Heidelbeeren. Diesmal seien die Früchte rund zwei Wochen früher reif als sonst, lässt uns die Vereinigung der Spargel- und Beerenanbauer wissen. "Die ersten sind schon blau."
Deutsche Höfe bauen vor allem in Niedersachsen, NRW und Brandenburg Kulturheidelbeeren an. Die Sorte stammt aus Amerika, hat helles Fruchtfleisch und ist größer als die Waldheidelbeere.
In Deutschland wachsen heute viel mehr Beeren als noch vor einigen Jahren. Betrachtet man alle Strauchbeeren zusammen, wie Johannis- oder Himbeeren, legte die Anbaufläche in fünf Jahren um fast ein Drittel zu.
2017 ernteten Bauern rund 13.800 Tonnen Kulturheidelbeeren, rund 30 Prozent mehr als 2016.
Trump prahlt mit seiner Haarpracht
Die Frisur von US-Präsident Donald Trump war schon oft Ziel von Witzeleien und Spott - sie bietet sich aber auch wirklich dafür an. Er selbst ist jedoch stolz darauf und prahlt sogar mit seinem Haar: "Das ist eines der großartigen Dinge, die ich habe", sagte er vor Anhängern in South Carolina.
"Alle haben immer gesagt, mein Haar sei unecht, es sei nicht mein Haar, ich würde eine Perücke tragen", führte der Präsident zum Frisurthema weiter aus. "Das haben sie dann nie wieder gesagt", fuhr er fort und verwies auf den Halt seiner Frisur bei ungünstigen Witterungsverhältnissen: "Ich war Regengüssen ausgesetzt, Wind mit 100 Kilometern pro Stunde." Er richtete zugleich eine Warnung an alle mit Toupet: "Wenn es nicht euer Haar ist, kandidiert nicht, Leute", riet Trump.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,
Der n-tv Wetterexperte Björn Alexander verspricht uns für heute einen weitgehend schönen Tag, das sind doch gute Aussichten. Spanien hatte es gestern Abend gar nicht so leicht gegen Marokko und auch Portugal trennte sich nur 1:1 von Iran; ins Achtelfinale haben es beide aber trotzdem geschafft. Für die deutsche Mannschaft steht heute das Abschlusstraining vor dem Südkorea-Spiel morgen auf dem Programm. Das wird heute sonst noch wichtig:
Bundeskanzlerin Merkel sucht weiter nach einer Lösung im Asylstreit; im Kanzleramt gibt es am Abend dazu einen Koalitionsgipfel.
Am Vormittag empfängt Merkel den spanischen Regierungschef Pedro Sánchez mit militärischen Ehren; danach hat sie ein Gespräch mit EU-Ratspräsident Donald Tusk.
Die Mindestlohnkommission gibt am Mittag bekannt, wie stark die Lohnuntergrenze aus ihrer Sicht zum 1. Januar 2019 steigen sollte.
Wann soll Deutschland aus der Kohle-Energie aussteigen? Eine Kommission soll bis Ende des Jahres eine Antwort auf diese schwierige Frage finden. Die Politiker und Experten des Gremiums treffen sich heute zu ihrer ersten Sitzung.
Bei der Fußball-WM könnte sich heute Argentinien vorzeitig verabschieden: Um weiterzukommen, muss der Vizeweltmeister gegen Nigeria gewinnen und ist auf Schützenhilfe von Kroatien im Parallelspiel gegen Island angewiesen. In Gruppe C treffen die schon fürs Achtelfinale qualifizierten Franzosen auf Dänemark und Australien bekommt es mit Peru zu tun.
Mein Name ist Andrea Beu, ich begleite Sie wieder bis zum Nachmittag durch den "Tag". Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, schreiben Sie mir gern - an andrea.beu (at).nama.de.
Sommer nimmt Fahrt auf
Jetzt nimmt der Sommer Fahrt auf. Denn die Temperaturen steigen schrittweise an. Heute werden es bereits zwischen 17 Grad auf den Nordseeinseln und bis zu 27 Grad am Oberrhein. Morgen und Übermorgen bringen es die Werte auf 18 bis knapp 30 Grad. Der Trend zum Wochenende: Freitag 21 bis 31, Samstag 23 bis 33 und am Sonntag 24 bis 34 Grad. Selbst Spitzenwerte bis 35 Grad sind nicht auszuschließen.
Wettertechnisch startet der heutige Tag dabei besonders im Westen und Süden meistens freundlich oder sonnig. Richtung Norden und Osten sind zuerst noch dickere Hochnebelfelder unterwegs, die ganz gelegentlich auch mal etwas Nieselregen bringen können. Später erwarten Sie aber auch dort lockere Quellwolken nebst Sonnenschein und nur ganz vereinzelte Schauer. Am meisten Sonne bekommen Sie nachmittags in Richtung Ostsee sowie in den westlichen Landesteilen. Ihr Björn Alexander