Freitag, 14. August 2020Der Tag

mit Judith Görs
Judith Görs
22:10 Uhr

Explosive Säure in Apotheke - Einkaufscenter geräumt

Liebe Leser, falls Sie es noch nicht wussten (so wie ich): Pikrinsäure ist in flüssigem Zustand ungefährlich. Kristallisiert sie, kann sie aber so explosiv werden wie der Sprengstoff TNT. Man würde meinen, dass Apotheker sich darüber im Klaren sind - und trotzdem wurden in Hamburg nun zehn Gramm der getrockneten Säure in einem Keller einer Apotheke entdeckt - mit weitreichenden Folgen.

Ein Einkaufszentrum in Hamburg-Horn musste wegen des Funds teilweise evakuiert werden. Die Säure wurde anschließend von einem Entschärfer aus dem Gebäude geholt. Sie soll nun fachmännisch entsorgt werden. Die Feuerwehr sicherte die Einsatzstelle ab und sperrte die anliegende Straße. Wahrscheinlich wurde die Säure zu lange oder unsachgemäß gelagert, sodass sich die Kristalle bilden konnten.

21:44 Uhr

Belarus lässt EU-Abgeordnete nicht einreisen

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Robert Biedron.

(Foto: picture alliance/dpa)

Belarus hat zwei EU-Abgeordneten die Einreise verweigert. Einer von beiden ist der Vorsitzende der Belarus-Delegation des Parlaments, Robert Biedron. Dem Polen sei bei der Ankunft am Minsker Flughafen am Nachmittag gesagt worden, dass sein Name auf einer Liste des Innenministeriums stehe und es für ihn mit dem nächsten Flug zurückgehe. Das teilte die Fraktion des Sozialdemokraten mit.

Gründe für die verweigerte Einreise nannten die Behörden nicht. "Das Handeln der belarussischen Regierung soll unabhängige Beobachter und freie Medien davon abhalten, Wissen über die Situation im Land aus erster Hand zu erhalten", sagte Biedron. Der zweite Abgeordnete ist Petras Auštrevičius aus der liberalen Fraktion Renew Europe. Der Litauer durfte seinen Flug nach Minsk gar nicht erst antreten.

21:22 Uhr

Biden stänkert auf Twitter gegen Trump

Der Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten, Joe Biden, hat sich einen Seitenhieb gegen den Rivalen Donald Trump erlaubt, für die der Präsident allerdings selbst eine Steilvorlage lieferte. Trump hatte mehrfach angezweifelt, dass die Briefwahl in den USA fälschungssicher ist.

Nun veröffentlichte die Wahlbehörde in Palm Beach allerdings die Briefwahlzettel, die Trump und Ehefrau Melania selbst für die anstehenden örtliche Vorwahlen beantragt haben. Biden schrieb deshalb nun auf Twitter, die Stimmabgabe per Briefwahl sei "sicher" und ergänzte mit Blick auf Trump: "Verlassen sie sich dabei nicht auf mich!"

20:56 Uhr

"Konfrontation vermeiden" - Putin will UN-Gipfel

Weil das aktuelle Waffen-Embargo gegen den Iran Mitte Oktober ausläuft, hat Kremlchef Wladimir Putin einen Videogipfel des UN-Sicherheitsrats vorgeschlagen - auch Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie Irans Präsident Hassan Ruhani sollen nach dem Willen Putins daran teilnehmen. Ziel sei, eine Konfrontation im mächtigsten UN-Gremium zu vermeiden, hieß es. Die Lage werde "immer schlimmer".

Die US-Regierung will das Embargo verlängern. Außenminister Mike Pompeo sagte, die Vereinigten Staaten würden keinen Millimeter von ihrer Forderung abweichen. Teheran wiederum droht mit dem Ausstieg aus dem internationalen Atom-Abkommen, falls der Sicherheitsrat das Embargo verlängern sollte. Eine Verlängerung befürworten im Prinzip auch Deutschland, Frankreich und Großbritannien.

20:37 Uhr

Bolsonaro laut Umfrage so beliebt wie nie

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro spaltet nicht nur wegen der Corona-Krise das Land - trotzdem genießt der Politiker unter den Brasilianern den stärksten Rückhalt seit seinem Amtsantritt. Einer Umfrage des Instituts Datafolha bewerten 37 Prozent der Befragten seine Regierungsarbeit aktuell als gut oder sehr gut, im Juni waren es noch 32 Prozent. Dagegen gaben 34 Prozent der Befragten an, sie hielten Bolsonaros Politik für schlecht oder sehr schlecht - zehn Prozent weniger als im Juni.

Laut Datafolha lassen sich die steigenden Zustimmungswerte vor allem damit erklären, dass die Notfallhilfen der Regierung inzwischen auch in den ärmeren Schichten der brasilianischen Gesellschaft angekommen sind. Die Gelder sollen durch die Corona-Krise entstandene Einkommenslücken schließen.

20:13 Uhr

Schwere Unwetter fluten Ortschaften in Hessen

Nach Nordrhein-Westfalen haben nun auch Unwetter in Hessen für vollgelaufene Keller und Tiefgaragen gesorgt. Starkregen und Sturm hielten Feuerwehr und Polizei vor allem im Main-Taunus-Kreis in Atem Sie wurden zu rund 500 Einsätzen gerufen. Schwerpunkte waren Bad Soden am Taunus, Kelkheim und Liederbach. Dort stand zwischenzeitlich auch ein Supermarkt unter Wasser und musste ausgepumpt werden.

Durch das Unwetter wurden auch mehrere Bäume entwurzelt, die teils Zufahrtstraßen blockierten. In Bad Soden am Taunus musste eine durch die Stadt führende Straße zu großen Teilen gesperrt werden. Die Wassermassen waren aus höher gelegenen Stadtteilen in die Altstadt geflossen. Menschen kamen bei den Überflutungen aber nicht zu Schaden.

 

19:43 Uhr

Bericht: Trumps jüngerer Bruder in Klinik eingewiesen

Der US-Sender ABC berichtet, dass der jüngere Bruder von US-Präsident Donald Trump, Robert Trump, in ein New Yorker Krankenhaus eingeliefert wurde. Zwar gebe es bisher keine Details zum genauen Gesundheitszustand des 72-Jährigen, verschiedene Quellen hätten aber erklärt, er sei "sehr krank".

Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Kayleigh McEnany, habe den Klinikaufenthalt bestätigt, heißt es weiter. Sie habe zudem betont, dass Trump und sein Bruder ein "sehr gutes Verhältnis" hätten. Der Präsident wolle ihn noch im Laufe des Tages besuchen - und dann Details bekannt geben.

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Robert und Donald Trump bei einer Veranstaltung im Jahr 1999.

(Foto: AP)

19:24 Uhr

USA beschlagnahmen vier Öltanker aus Iran

Die USA haben nach eigenen Angaben die Ladungen von vier Öltankern auf dem Weg aus dem Iran nach Venezuela beschlagnahmt. Das US-Justizministerium bestätigte, dass insgesamt mehr als eine Million Barrel Öl sichergestellt worden seien. Der Iran bestreitet jede Verbindung zu den Tankschiffen.

Die Beschlagnahmung der vier Tankschiffe "Bella", "Bering", "Pandi" und "Luna" wurde laut dem Ministerium bereits im Juli angeordnet. Nach Berichten des "Wall Street Journals" sind die Schiffe inzwischen auf dem Weg in die US-Stadt Houston. Erst am Donnerstag hatte das US-Militär iranische Sicherheitskräfte beschuldigt, ein Tankschiff im Golf von Oman geentert zu haben.

19:07 Uhr

Großbrand auf Bauernhof tötet Dutzende Kühe

Im niedersächsischen Holtland sind in der Nacht etwa 30 Kühe bei einem Großbrand auf einem Bauernhof verendet. 20 weitere mussten wegen schwerer Verletzungen später von einem Tierarzt eingeschläfert werden. Etwa hundert Kühe konnten von Nachbarn und den Einsatzkräften gerettet werden.

Das Feuer zerstörte oder beschädigte auf dem Hof mehrere Gebäude und diverse Maschinen. Es konnte erst nach rund drei Stunden unter Kontrolle gebracht werden. Noch bis zum Nachmittag waren die Einsatzkräfte mit Nachlöscharbeiten beschäftigt.

18:46 Uhr

EU einigt sich auf Sanktionen gegen Belarus

Gerade noch habe ich Bilder aus Minsk mit Ihnen geteilt, nun verlautet aus EU-Kreisen, dass sich die Außenminister der Mitgliedsstaaten auf Sanktionen gegen Belarus geeinigt haben. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur richten sich die Maßnahmen gegen Unterstützer des Staatschefs Alexander Lukaschenko. Zudem soll es Strafmaßnahmen gegen Personen geben, die für eine Fälschung des Ergebnisses der Präsidentenwahl verantwortlich gemacht werden.

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18:29 Uhr

Soldat in Minsk legt Schutzschild ab - und wird umarmt

Liebe Leser, noch ist dieses Video nicht zweifelsfrei authentifiziert - dennoch möchte ich es Ihnen nicht vorenthalten. Es soll den Moment zeigen, als ein Polizist in Belarus sein Schutzschild ablegt. Er wird daraufhin von unzähligen Demonstranten - vor allem jungen Menschen - umarmt, andere klopfen ihm auf die Schulter, bedanken sich oder geben ihm die Hand.

Das Video wird von dem oppositionsnahen Nachrichtenportal tut.by verbreitet, aber auch der CNN-Reporter Frederik Pleitgen verbreitete Bilder von dem Moment. Sie seien vor dem Parlamentsgebäude in Minsk entstanden, schreibt der Journalist auf Twitter. Die belarussischen Sicherheitskräfte waren in den vergangenen Tagen massiv gegen Demonstranten in der Hauptstadt Minsk vorgegangen.

 

18:10 Uhr

Karlsberg ruft Weizenbier zurück - wegen Alkoholgehalts

Die Karlsberg Brauerei warnt vor dem Produkt "Karlsberg Helles Natur Weizen": Die Halbliter-Mehrwegflaschen mit Mindesthaltbarkeit April 2021 seien irrtümlich mit einer Halsschleife versehen worden, die das alkoholhaltige Produkt als alkoholfrei ausweisen. Details können Verbraucher über die Website lebensmittelwarnung.de erfahren.

Rücken- und Bauchetikett sowie der Kronkorken würden den korrekten Alkoholgehalt ausweisen. Das Weizenbier sei einwandfrei und werde zurückgerufen, um Verwechslungen mit dem Alkoholfreiem zu verhindern. Betroffen sind die Bundesländer Saarland, Rheinland-Pfalz, Hessen und Baden-Württemberg.

17:51 Uhr

Wassermangel - mehrere Spreewald-Schleusen gesperrt

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Der Wassermangel wird im Spreewald zum akuten Problem.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die anhaltende Trockenheit hat Konsequenzen: Wegen des Wassermangels in der Spree sperrt das Brandenburger Landesumweltamt mehrere Schleusen im Spreewald. Dadurch soll verhindert werden, dass das Wasser aus dem Fluss abfließt. Das Landesamt spricht von einer "akuten Niedrigwassersituation im Spreegebiet".

Wer mit dem Boot unterwegs ist, muss die Schleusen entweder weiträumig umfahren oder leichte Boote an den Schleusen vorbeitragen. Wegen der Trockenheit gibt es in einigen Brandenburger Landkreisen ein Entnahmeverbot von Wasser aus Seen und Flüssen. In mehreren Gebieten in anderen Bundesländern herrschen aktuell ähnliche Regeln, etwa in Nord- und Osthessen oder in Dresden.

17:33 Uhr

Acht Kinder in Flüchtlingslager Al-Hol gestorben

Die Situation für die rund 40.000 Minderjährigen im völlig überfüllten Flüchtlingslager Al-Hol im Nordosten von Syrien spitzt sich zu - nicht nur, weil die medizinische Versorgung durch die Corona-Pandemie erschwert wird, sondern auch wegen fehlenden Personals. Die UN schlagen deshalb nun Alarm: Allein in der vergangenen Woche seien acht Kinder unter fünf Jahren gestorben.

Gründe seien etwa Komplikationen durch Unterernährung, Durchfall oder innere Blutungen gewesen, berichtete ein UN-Sprecher. Kein Kind dürfe unter solchen Zuständen, wie sie in dem Lager herrschten, leben müssen. Nachdem fünf Mitarbeiter in dem Lager seit Anfang August positiv auf das Coronavirus getestet worden waren, musste eine Klinik vorübergehend schließen. Außerdem fehlen Schutzausrüstungen.

17:14 Uhr

Landwirt klettert in Güllefass - und wird ohnmächtig

Das klingt nach einer ziemlich ekligen Rettungsaktion: Weil ihm der abmontierte Spritzschutz hineingefallen war, kletterte ein Landwirt aus Südhessen in ein Güllefass - und verlor daraufhin das Bewusstsein. Feuerwehren aus vier umliegenden Orten rückten an, um den 57-Jährige aus dem Fass zu befreien, das zu diesem Zeitpunkt nahezu leer war. Ein Mitarbeiter hatte sie zuvor alarmiert.

Um gefahrlos zu dem Landwirt vordringen zu können, mussten sich die Retter mit Atemschutzgeräten ausrüsten. "Mit einer Drehleiter konnte der Landwirt an Gurten befestigt aus dem Fass gezogen werden", berichteten die Retter. Sogar ein Hubschrauber wurde angefordert, um den Landwirt zu versorgen und ins Krankenhaus zu fliegen.

17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:55 Uhr

Feuer im Krefelder Affenhaus kommt vor Gericht

An Neujahr fing das Krefelder Affenhaus Feuer, nachdem eigentlich verbotene Himmelsleuchten auf das Haus niedergegangen waren - mehrere Menschenaffen und mehrere kleinere Affen sowie Vögel verendeten in den Flammen. Nun wird der Fall wahrscheinlich vor Gericht verhandelt. Die drei Beschuldigten haben Einspruch gegen Strafbefehle wegen fahrlässiger Brandstiftung eingereicht. Daher muss der Fall nun wohl in einer gerichtlichen Hauptverhandlung geklärt werden.

Nach Erkenntnissen der Ermittler sollen die drei beschuldigten Frauen in der Neujahrsnacht insgesamt fünf Himmelsleuchten aufgelassen haben. Zumindest eine dieser Himmelsleuchten soll auf das Affenhaus gesunken sein und letztlich das Feuer ausgelöst haben.

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16:37 Uhr

Cohen: "Habe Trumps Leichen im Keller vergraben"

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Michael Cohen.

(Foto: AP)

Der frühere Privatanwalt von US-Präsident Donald Trump, Michael Cohen, stellt in den kommenden Wochen sein Enthüllungsbuch vor - und gibt jetzt schon mal einen Vorgeschmack auf das, was da kommen soll. Im Internet veröffentlichte er ein Vorwort zu "Disloyal: A Memoir" - hier ein Auszug: "Ich habe für ihn Auftragnehmer betrogen, seine Geschäftspartner abgezogen, seine Frau Melania belogen, um seine Seitensprünge zu verstecken, und jeden gemobbt und angeschrien, der Trumps Weg an die Macht bedrohte."

Er habe "Golden Showers" - Sexpraktiken mit Urinieren - in Sexklubs in Las Vegas miterlebt, Steuerbetrug, Deals mit korrupten Beamten aus der früheren Sowjetunion und Verschwörungen, um Trumps heimliche Geliebte zum Schweigen zu bringen. "Ich weiß, wo seine Leichen im Keller sind - weil ich sie vergraben habe", so Cohen. Das Weiße Haus bezeichnete das Buch schon vor Veröffentlichung als reine Erfindung.

16:17 Uhr

Tönnies will erneut Schadenersatz - aber nicht vom Staat

Tönnies will erneut Schadenersatz erstreiten - dieses Mal jedoch nicht vom Staat, sondern von Klima- und Tierschützern, die im Oktober 2019 am Tönnies-Schlachtbetrieb in Kellinghusen in Schleswig-Holstein protestiert hatten. Nun fordert das Unternehmen 40.000 Euro Schadenersatz von der Gruppe.

Die 30 Aktivisten hatten elf Stunden lang mit einer Blockade die Arbeit in dem Betrieb verhindert. Tönnies war zuletzt in die Schlagzeilen geraten, weil der Betrieb am Stammsitz in Rheda-Wiedenbrück nach einer hohen Zahl von Corona-Infizierten unter den Mitarbeitern den Betrieb rund vier Wochen stoppen musste. Mittlerweile wird wieder in zwei Schichten geschlachtet.

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15:58 Uhr

Fünf weitere Festnahmen nach Stuttgarter Krawallnacht

Fast zwei Monate ist es her, dass Hunderte zumeist junge Menschen die Innenstadt von Stuttgart verwüsteten - und inzwischen hat die Polizei zumindest 68 Tatverdächtige identifiziert. Seit Mittwoch sitzen nun fünf weitere junge Männer zwischen 15 und 23 Jahren in U-Haft.

  • Drei Deutsche zwischen 16 und 18 Jahren sollen gemeinsam randaliert und sich an der Plünderung eines Geschäfts beteiligt haben.
  • Ein 23-jähriger Bosnier soll zwei Polizeiwagen beschädigt haben.
  • Ein 19-jähriger Deutscher soll ebenfalls einen Streifenwagen beschädigt haben - gemeinsam mit zwei weiteren Verdächtigen, die bereits in Untersuchungshaft sitzen.

Bei allen fünf neuen Verdächtigen wurde der Haftbefehl in dieser Woche bereits in Vollzug gesetzt.

15:39 Uhr

Göttinger Doppelmörder muss lebenslang in Haft

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Der 53-Jährige ermordete seine Ex-Freundin und deren Kollegin.

(Foto: picture alliance/dpa)

Es ist eine unglaublich brutale Tat: Am 26. September 2019 passt ein 53-jähriger Deutscher seine Ex-Freundin an deren Arbeitsplatz, einer Apotheke im Göttinger Stadtteil Grone, ab. Er weiß, wann sie Mittagspause macht. Als die 44-Jährige herauskommt, besprüht er sie mit Benzin und zündet sie an. Die Frau versucht zu fliehen, doch der Mann rennt ihr nach. Zeugen versuchen, die brennende Frau zu löschen und den Angreifer zu stoppen. Doch der sticht mehr als 20 Mal auf sein Opfer ein. Auch eine zur Hilfe eilende Arbeitskollegin attackiert er, auch sie stirbt später im Krankenhaus.

Nun ist der Mann zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Landgericht befand ihn des Mordes an den beiden Frauen für schuldig, außerdem verletzte er zwei Helfer. Das Gericht stellte zudem die besondere Schwere der Schuld fest. Eine anschließende Sicherungsverwahrung wurde allerdings nicht angeordnet - anders als von der Staatsanwaltschaft gefordert.

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15:24 Uhr

Alles für ein Foto - Feuerwehr holt Frau vom Dach

Dass sich Menschen wegen ihrer Smartphones in Lebensgefahr bringen, hört man immer wieder - nun gibt es einen neuen Fall Bad Salzuflen in Nordrhein-Westfalen. Dort wollte eine 26-Jährige am Fenster ihrer Dachgeschosswohnung ein Gewitter fotografieren. Doch das Smartphone rutschte ihr aus der Hand und landete etwa vier Meter tief auf einem Dachvorsprung.

Die junge Frau entschied sich, aus dem Fenster zu klettern und ihr Handy selbst zu holen - und tatsächlich gelangte sie auch bis zu dem Gerät, schaffte es dann aber nicht mehr in ihre Wohnung zurück. Schließlich rief sie die Feuerwehr, die mit einer Drehleiter anrückte und die Frau vom Dach rettete.

15:05 Uhr

Nach Ballon-Angriffen beschießt Israel den Gazastreifen

An der Grenze zum Gazastreifen herrscht wieder deutlich mehr Unruhe: Nach anhaltenden Angriffen mit Brand-Ballons hat Israel erneut Ziele in dem Palästinensergebiet beschossen. Ziel waren demnach ein Militärgelände sowie unterirdische Einrichtungen und Beobachtungsposten. Auch Kampfjets und Panzer kamen zum Einsatz.

Israel macht die Hamas für alle Angriffe aus dem Gazastreifen verantwortlich. Man nehme "alle terroristischen Aktivitäten auf israelischem Territorium sehr ernst" und werde "alles Notwendige tun, um Versuche zu vereiteln, israelischen Bürgern zu schaden", hieß es. Die Hamas wird von Israel, den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft.

14:46 Uhr

"Nachtstudio"-Moderator Volker Panzer ist tot

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Volker Panzer präsentiert im Juli 1997 das Logo der damals neuen ZDF-Sendung "Nachtstudio".

(Foto: picture alliance / dpa)

Liebe Leser, die Jüngeren unter Ihnen können mit dem Namen Volker Panzer wahrscheinlich nicht sehr viel anfangen - die Älteren haben womöglich selbst vor Jahren seine Sendung "Nachtstudio" im ZDF gesehen. Der Kulturjournalist moderierte die Sendung ab 1997 für "Querdenker jeglicher Couleur", war aber schon seit 1977 in Kulturfragen für den Mainzer Sender tätig - seit 1989 auch als Redakteur beim ältesten deutschen Kulturmagazin "Aspekte". 2012 ging er in Rente. Nun ist er mit 73 Jahren gestorben.


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14:27 Uhr

Lukaschenko erhielt mehr Stimmen als bisher bekannt

Fünf Tage nach der Wahl in Belarus hat die staatliche Wahlkommission den amtierenden Präsidenten Alexander Lukaschenko mit 80,1 Prozent der Stimmen zum Sieger erklärt - damit schneidet Lukaschenko sogar noch besser ab als zunächst angegeben worden war. Der 65-Jährige, der in der ehemaligen Sowtrepublik seit mehr als einem Vierteljahrhundert an der Macht ist, muss sich dennoch Fälschungsvorwürfe gefallen lassen.

Lukaschenkos Gegnerin Swetlana Tichanowskaja soll lediglich 10,12 Prozent bekommen haben. Die 37-Jährige geht aber davon aus, dass sie in Wahrheit zwischen 60 und 70 Prozent der Wählerstimmen erhalten hat. Seit Tagen gibt es in Belarus massive Proteste. Lukaschenko lässt sie brutal niederschlagen.

14:13 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser, meine Kollegin Vivian Micks hat sich ins Wochenende verabschiedet. An dieser Stelle übernehme ich den Tag bei ntv.de und versorge Sie bis spätabends weiter mit den neuesten Nachrichten in Kurzform. Wenn Sie mir schreiben möchten, Anregungen oder Kritik loswerden möchten, melden Sie sich gern per Mail (judith.goers[at]nama.de) oder via Twitter. Kommen Sie gut in den Feierabend!

14:08 Uhr

Pilot zieht Segler in die Luft und stürzt ab - tot

Ein Pilot hat den Absturz seines Motorflugzeugs in Nordhessen nicht überlebt. Die Maschine zog in Hessisch Lichtenau mit einem Schleppseil einen Segelflieger in die Luft, der sich in der Luft planmäßig lösen konnte. Doch dann passierte der Unfall: Das Motorflugzeug kippte nach dem Ausklinken des Seglers nach links ab, ging in den Sinkflug und stürzte über einem Waldstück ab.

Die Leiche des 43-jährigen Opfers wird obduziert. Der hochgezogene Segelflieger konnte nach dem Unglück planmäßig landen. Die Kriminalpolizei leitete Ermittlungen ein und zog Gutachter der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung in Braunschweig hinzu.

13:40 Uhr

Streit zwischen zwei Großfamilien mit 50 Menschen eskaliert

Die Polizei in Niedersachsen musste 50 Angehörige zweier sich streitender Großfamilien voneinander trennen, die teils mit Gegenständen aufeinander losgingen. Schauplatz des Tumults war zunächst eine Klinik, später zog die streitende Menge in ein Haus weiter, wo der Konflikt dann völlig eskalierte. Eine Familie wurde von der anderen mit Schaufeln und anderen Werkzeugen angegriffen. Ernsthaft verletzt wurde laut Polizei aber niemand. Die Beamten sprachen großräumige Platzverbote aus und leiteten mehrere Strafverfahren wegen Körperverletzung und Bedrohung ein.

12:57 Uhr

Bundeswehrhubschrauber bringt Blumen für Verlobte - Polizei ermittelt

Gestern rätselte die Polizei über einen Hubschrauber, der nicht nur extrem tief flog, sondern auch ein weißes Paket abwarf. Was laut Polizei "wie eine geplante Übergabe" aussah, war in Wirklichkeit ein romantischer Bundeswehrangehöriger. Der wollte seiner Verlobten eine ganze besondere Überraschung machen: Zusammen mit einem Piloten soll der 44-Jährige in Nordrhein-Westfalen im Tiefflug seiner Verlobten Blumen in einem Paket zugestellt haben. Das berichtet die dpa und der WDR. Zeugen zufolge sei der Hubschrauber in Holzen bis auf fünf bis zehn Meter Höhe heruntergegangen. Für die Bundeswehrangehörigen könnte das jetzt unangenehme Konsequenzen haben: Die Polizei ermittelt wegen möglicher Verstöße gegen das Luftverkehrsgesetz.

12:32 Uhr

Michelle Obama spricht über intime Erfahrung mit Wechseljahren

Schon als First Lady setzte sich Michelle Obama für Frauen ein und machte auf Themen aufmerksam, die in der Gesellschaft nur wenig Beachtung bekommen. Nun spricht sie im "Michelle Obama Podcast" über ihre Erfahrungen mit den Wechseljahren und fordert mehr Offenheit mit dem Thema. Nicht nur für Frauen sei es wichtig, darüber zu sprechen in der neuen Folge. "Ich glaube wirklich, dass auch Männer hiervon eine Menge lernen können." In dem Gespräch mit der Gynäkologin Sharon Malone berichtet sie von einer starken Hitzewallung vor einer Veranstaltung an Bord des Präsidentenhelikopters "Marine One". Es habe sich angefühlt, als hätte jemand in ihr einen Ofen aufgedreht, erinnert sich Obama, "und dann fing alles an zu schmelzen". Damals habe sie gedacht, sie könne nicht an der Veranstaltung teilnehmen. Besonders am Arbeitsplatz müssten die Erfahrungen von Frauen in den Wechseljahren berücksichtigt werden, fordert Obama. Denn viele alltägliche Dinge seien dann praktisch unmöglich - zum Beispiel das Tragen eines Kostüms. "Du kannst inmitten eines eiskalten Büros schweißgebadet sein", sagte die ehemalige First Lady. "Die Hälfte von uns macht das durch, aber wir tun so, als würde es nicht passieren."

12:28 Uhr
11:45 Uhr

Trump und First Lady Melania fordern trotz Attacken Briefwahl an

Mehrmals attackiert Donald Trump die geplanten Briefwahlen in den USA und kündigte sogar eine Blockade gegen sie an. Jetzt beantragen der US-Präsident und First Lady Melania Trump laut Aufzeichnungen von Palm Beach County trotzdem die Briefwahl per Post, wie USA Today berichtet. Demnach zeigen die Aufzeichnungen auf der Website des Wahlleiters von Palm Beach County, dass die Stimmzettel am Mittwoch an Trumps Mar-a-Lago Club geschickt wurden, das er letztes Jahr zu seinem Hauptwohnsitz gemacht hatte. Zuvor hatte Trump immer wieder vor Wahlbetrug bei den Präsidentschaftswahlen gewarnt. Zudem droht er damit, seine Zustimmung zu notwendigen Finanzhilfen für die Post zu verweigern. Etwa 80 Millionen Stimmzettel werden bei der US-Wahl verschickt, so viele wie noch nie.

11:26 Uhr

Alte Sneaker von NBA-Legende für Rekordsumme versteigert

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Erinnerungen an einen besonderen Moment der Basketball-Geschichte: Die "Air Jordan 1 High".

(Foto: picture alliance/dpa)

Für diese alten Turnschuhe musste der Käufer tief in die Tasche greifen. Ein Paar getragene Turnschuhe von NBA-Legende Michael Jordan brechen damit einen neuen Rekord: Für stolze 615.000 Dollar (520.000 Euro) kamen die "Air Jordan 1 High"-Schuhe unter den Hammer, wie das Auktionshaus Christie's mitteilte. Damit sind die Sneaker die teuersten verkauften Sportschuhe der Welt. Doch es waren auch nicht irgendwelche Schuhe - sondern die, die der sechsmalige Champion der nordamerikanischen Profiliga NBA bei einem Gastauftritt in Italien 1985 trug, der Basketball-Fans besonders in Erinnerung geblieben ist. Jordan dunkte den Ball in den rot-weiß-schwarzen Schuhen so heftig, dass die Glasscheibe am Korb zerbarst. "Das ist der originale Schuh mit einem Glassplitter, der in der Sohle des Schuhs steckt", sagte Christie's-Mitarbeiterin Caitlin Donovan. Seit der Dokumentation "The Last Dance" auf Netflix, die von der erfolgreichen Karriere Jordans handelt, ist der Marktwert von Gegenständen, die ihm gehörten, deutlich gestiegen.

10:22 Uhr

Klauendem Wildschwein vom Teufelssee droht der Abschuss

Die Bilder sorgten für Lacher auf der ganzen Welt: Ein nackter Mann rennt am Berliner Teufelssee einer Wildsau hinterher, die seine Tasche samt Laptop geklaut hat. Doch die Aktion hat jetzt Folgen - für das Wildschwein. Denn die soll laut dem RBB als Serientäter "entnommen", also abgeschossen werden. Das habe die zuständige Forstamtsleiterin Katja Kammer beschlossen. Das Tier habe jegliche Scheu vor Menschen verloren und komme täglich an den See. Da sei es nicht ausgeschlossen, dass es auch mal aggressiv werde, sagte sie dem RBB. Die Wildschweine wurden vermutlich durch die Müllberge angelockt, die nun besonders im Sommer anfallen. Dazu sind die Badeseen gerade sehr voll, weil viele Urlauber wegen des Coronavirus zu Hause geblieben sind.

Auch an der Ostsee kam es zu einem Vorfall mit einer Wildsau. Hier das Video dazu:

09:38 Uhr

Polizisten in Amsterdam töten bewaffneten Deutschen

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Der 23-Jährige soll mit einem Messer um sich gestochen haben.

(Foto: picture alliance/dpa)

In Amsterdam ist es zu einem tragischen Vorfall zwischen der Polizei und einem Deutschen gekommen. Der 23-jährige Deutsche soll am Donnerstagnachmittag mit dem Messer in der Hand auf einer Straße im Südwesten der Stadt gesehen worden sein. Er habe nicht auf die Beamten reagiert und dann gedroht, sich mit dem Messer zu verletzen. Mehrere Versuche, mit ihm zu sprechen, seien gescheitert. Trotz wiederholter Warnungen näherte er sich den Polizisten, die zunächst versuchten ihn festzunehmen. Als der Mann daraufhin mit dem Messer um sich stach, haben die Beamten Schüsse abgegeben. Trotz Wiederbelebungsmaßnahmen starb der 23-Jährige. Die Polizei nahm Ermittlungen auf und bittet um Hinweise möglicher Augenzeugen.

09:02 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:47 Uhr

Mann ersticht bei Kampf zweier Hunde gegnerisches Tier

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Der Zwergspitz wurde bei dem Kampf nur leicht verletzt.

(Foto: picture alliance / Ina Fassbende)

Als Hundebesitzerin bestürzt mich der Ausgang dieser Geschichte: Weil sein Hund auf einer Hundewiese mit dem Vierbeiner einer Frau kämpfte, hat ein 57-Jähriger im nordrhein-westfälischen Witten das gegnerische Tier mit einem Messer erstochen. Der Zwergspitzmischling des Mannes geriet laut Polizei mit dem Boxermischling einer 32-Jährigen in einen Kampf. Zunächst versuchte der Besitzer wohl, beide Tiere mit einfacher körperlicher Gewalt zu trennen. Als ihm das nicht gelang, stach er mit einem Messer zwei- bis dreimal auf den Hund der Frau ein. Der ließ schwer verletzt von dem kleineren Hund ab und musste mit einem Rettungswagen für Tiere zu einer nahen Tierarztpraxis gebracht werden. Dort erlag er trotz einer sofortigen Notoperation seinen Verletzungen. Gegen den Mann wurde Strafanzeige erstattet.

Update 12.38 Uhr: Die Hundehalterin habe nach der Tötung ihres Hundes Anzeige gegen den Mann erstattet. Laut Polizei stehe er unter Verdacht, gegen das Tierschutzgesetz verstoßen zu haben. Auch habe er vermutlich das Messer nicht bei sich haben dürfen, weshalb Verdacht eines Verstoßes gegen das Waffengesetz bestehe. Der Zwergspitzmischling, ebenso wie sein Besitzer, haben leichte Verletzungen davongestragen.

08:10 Uhr

Schwere Unwetter richten Verwüstungen in NRW an

Teils schwere Unwetter sind in der Nacht zum Freitag und am Donnerstagnachmittag über Teile Nordrhein-Westfalens gezogen. In Detmold meldete die Feuerwehr in der Nacht etwa 50 Einsätze wegen überfluteter Straßen, vollgelaufener Keller und umgestürzter Bäume. Ein Baum sei auf eine Oberleitung einer Bahnstrecke zwischen Detmold und Lage im Kreis Lippe gestürzt und habe die Oberleitung abgerissen, teilte die Feuerwehr mit. Die Sperrung der Strecke dauere am Freitagmorgen noch an, sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn. Im Kreis Steinfurt gab es wegen starker Unwetter über 160 Einsätze, wie die Feuerwehr mitteilte. In Grevenbroich habe der Starkregen am Donnerstagabend ebenfalls zu vielen Feuerwehreinsätzen geführt, sagte ein Sprecher. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartete auch am Freitag teils starke Unwetter in Teilen Nordrhein-Westfalens.

07:55 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

heute ist Freitag, das Wochenende naht. Trotzdem stehen für heute noch ein paar interessante Themen auf dem Plan, die es lohnen, sie näher anzuschauen:

  • Manipulationsvorwürfe in Belarus: In einer Sondersitzung sprechen die EU-Außenminister über Sanktionen gegen die Regierung in Belarus nach der Wahl Lukaschenkos, die "nicht frei und fair" verlief. Die Polizei ging zudem mit massiver Gewalt gegen Demonstranten vor.
  • Um 11 Uhr stellt das Robert-Koch-Institut (RKI) die Ergebnisse eine Antikörperstudie zur Verbreitung der Coronavirus-Infektion mit mehr als 2000 Teilnehmern vor.
  • Besuch von US-Außenminister Mike Pompeo in Wien: Der US-Diplomat wird mit Österreichs Kanzler Sebastian Kurz und dem Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, zusammentreffen.

Viel mehr Termine gibt es heute nicht, aber ein paar andere Themen beschäftigen uns dennoch: unter anderem die Situation in deutschen Schulen - Maske ja oder nein? Gibt es neue Corona-Fälle, müssen Schulen schließen? Die überraschende Annäherung zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und die Panne in Bayern bei den Übermittlungen von Corona-Testergebnissen an Reiserückkehrer.

Mein Name ist Vivian Micks und ich begleite Sie heute durch "der Tag". Bei Fragen oder Anregungen schicken Sie mir eine E-Mail unter vivian.micks[at]nama.de. Ich wünsche Ihnen einen schönen, sonnigen Freitag!

07:27 Uhr

Video verrät Baby-Überraschung bei Chrissy Teigen und John Legend

US-Sänger John Legend heizte mit dem Musikvideo zu seinem Song "Wild" Spekulationen um weiteren Familiennachwuchs an. Seine Frau, Model Chrissy Teigen, macht es jetzt mit einem Video auf Twitter öffentlich: Das Paar erwartet sein drittes Kind. In dem Video zeigt Teigen einen kleinen gewölbten Bauch. Zuvor spekulierten bereits US-Medien und verwiesen auf versteckte Hinweise in Legends neuem Musikvideo: In dem Video zu dem Song stellen die beiden in romantischen Szenen ihre Liebe zur Schau. Zum Ende hin laufen sie mit vierjährigen Tochter Luna und dem zweijährigen Sohn Miles an einem Strand entlang, dann umarmt Legend seine Frau, die beide Hände über ihren leicht gewölbten Bauch hält. Der elffache Grammy-Gewinner Legend und das Model sind seit 2013 miteinander verheiratet.

06:58 Uhr

Trump zweifelt Harris' Recht auf Vizepräsidentschaft an - wegen Verschwörungstheorie

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Die Frau, die Trump bei der Wahl gefährlich werden könnte: Kamala Harris.

(Foto: picture alliance/dpa)

US-Präsident Donald Trump hat offen infrage gestellt, ob die oppositionelle Vizepräsidentschaftskandidatin Kamala Harris als Tocher von Einwanderern die zweithöchste Position im Staat besetzen darf. Bei einer Pressekonferenz auf eine entsprechende Verschwörungstheorie angesprochen, sagte Trump m Weißen Haus, er habe "gehört, dass sie nicht die Anforderungen erfüllt". "Ich habe keine Ahnung, ob das stimmt", führte der Präsident aus. Er hätte erwartet, dass die oppositionellen Demokraten "das überprüfen, bevor sie (Harris) als Kandidatin für das Amt des Vizepräsidenten ausgewählt wird." Die Frage sei "sehr ernst", er werde sich das "anschauen". Einen Anwalt, der die Theorie zu Harris verbreitet hatte, bezeichnete der Präsident als "hoch qualifizierten, sehr talentierten" Juristen. Harris wurde 1964 im Bundesstaat Kalifornien als Tochter von Einwanderern aus Jamaika und Indien geboren. Die Senatorin ist damit US-Bürgerin und darf Vizepräsidentin werden.

06:42 Uhr

Belarus lässt Tausende Gefangene frei - sie berichten von Missbrauch

Der Druck auf die Regierung in Belarus ist in den vergangenen Tagen stark gewachsen. Die EU berät nach der "weder freien noch fairen Wahl" über Sanktionen. Jetzt entlässt die Regierung mehr als 1000 während der Proteste festgenommene Menschen aus den Gefängnissen.

Innenminister Juri Karajew entschuldigte sich zudem dafür, dass nicht an den Demonstrationen beteiligte "Passanten" bei den Polizeieinsätzen verletzt worden seien. Viele der Freigelassenen wirkten ängstlich und erschöpft. Laut der Menschenrechtsorganisation Amnesty International berichteten Festgenommene, dass sie schwer verprügelt worden seien oder ihnen Vergewaltigung angedroht worden sei.

Tausende Menschen standen am Donnerstagabend mit leuchtenden Handys und Blumen auf zentralen Straßen in Minsk, um den Rücktritt Lukaschenkos zu fordern. Zuvor am Tag hatten zehntausende Demonstranten Menschenketten gebildet. Viele trugen Weiß, die Farbe der Opposition. Erneute Zusammenstöße blieben offenbar aus. Sie demonstrierten wieder gegen die Wahl vom Sonntag, bei der laut offiziellem Ergebnis der seit 26 Jahren autoritär regierende Staatschef Alexander Lukaschenko mit klarer Mehrheit wiedergewählt worden sein soll. Zwei Menschen sind bei den Demonstrationen ums Leben gekommen.