Das war Freitag, 20. April 2018
Liebe Leser, die Songs von DJ und Starproduzent Avicii laufen auf Radiostationen rauf und runter. Doch schon 2016 zieht sich der Schwede aufgrund gesundheitlicher Probleme aus der Öffentlichkeit zurück. Jetzt ist er im Alter von 28 Jahren verstorben.
Das sind die anderen Themen, die sie heute besonders interessant fanden:
Bisher kümmern sich die Länder um das riesige deutsche Autobahnnetz. Das ändert sich bald: Der Bundesverkehrsminister plant die "größte Reform in der Geschichte der Autobahnen".
Bahnchef Lutz äußert sich vor dem Bundestags-Verkehrsausschuss zu Stuttgart 21. Seine Einschätzung zu dem Milliardenprojekt ist vernichtend. Aber ein Ausstieg wäre wirtschaftlich nicht mehr vertretbar.
In einem Essener U-Bahnhof schlagen zwei Jugendliche einer 17-Jährigen von hinten eine Flasche auf den Kopf. Den 15-jährigen Hauptverdächtigen hat die Polizei jetzt gefasst.
Mit den Tarifvereinbarungen im öffentlichen Dienst steigen auch die Bezüge für Minister und die Bundeskanzlerin. Neid ist allerdings nur bedingt angebracht, denn in anderen Berufen gibt es deutlich mehr zu holen.
In "Mensch Markus" und "Die Wochenshow" bringt Markus Maria Profitlich die Menschen zum Lachen. Das will er auch bei seiner neuen Tour machen, die im Mai beginnt. Dass er unheilbar krank ist, stoppt den 58-Jährigen nicht.
Kommen Sie gut durchs Wochenende!
Wind weht Papst die Kappe weg
Stürmischer Auftritt in Süditalien: Bei einem Besuch in Apulien hat der Wind die weiße Kappe des Papstes davongetragen und einen verdutzt dreinblickenden Franziskus zurückgelassen.
Auf einem Bild aus Alessano ist zu sehen, wie Franziskus noch versucht, seine Kappe festzuhalten.
Eine Vatikan-Sprecherin verriet, dass es für solche Fälle eine zweite Kappe gebe - im Fachjargon auch "Pileolus" genannt.
Seinen restlichen Besuch konnte Franziskus dementsprechend auch mit dazugehöriger Kopfbedeckung absolvieren.
Ob Mitarbeiter des Vatikan die andere Kappe wieder einsammeln konnten oder ein Papst-Fan ab sofort ein einzigartiges Souvenir besitzt, ist nicht bekannt.
Auch westliche Staaten forschten an Nowitschok
Anfang März werden im englischen Salisbury der ehemalige russische Doppelagent Sergej Skripal und seine Tochter Julia mit Nowitschok vergiftet. Der Westen macht Russland für das Attentat verantwortlich. Aber auch westliche Staaten sollen das Nervengift einem Bericht zufolge erforscht haben.
Der "Spiegel" schreibt in einem neuen Bericht, die USA, Großbritannien, die Niederlande und mindestens ein unbekanntes westliches Land hätten Nowitschok erforscht.
Dabei soll es allerdings um Schutzprogramme gegangen sein: Um Gegenmittel entwickeln zu können, sei es notwendig, Nowitschok-Substanzen zu produzieren, heißt es.
So habe ein US-Diplomat bei der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) 2006 versichert, sein Land würde Nowitschok "nicht entwickeln und auch keine Waffe daraus herstellen".
Markus Maria Profitlich leidet an Parkinson
Anfang Mai startet Markus Maria Profitlich seine neue Tour "Schwer verrückt". Bis Ende des Jahres steht der Komiker in vielen deutschen Städten auf der Bühne. Vorher hat er jetzt aber noch seine Parkinson-Erkrankung öffentlich gemacht.
"Ich habe mich entschieden, von Anfang an offen damit umzugehen und will keine Energie damit verschwenden, die Erkrankung zu verbergen", sagte Profitlich dem "Kölner Stadt-Anzeiger" und der "Kölnischen Rundschau" (Samstag).
Er sei in seiner Arbeit nicht eingeschränkt und habe weiterhin große Lust auf der Bühne, vor der Kamera und vor dem Mikrofon zu stehen.
Profitlich ist vor allem aus "Mensch Markus" und "Die Wochenshow" bekannt.
US-Briefträger hortet 17.000 Briefe
In New York hat ein Briefträger seine Aufgabe auf ganz eigene Weise erledigt, nämlich nach Priorität. Mit dem winzigen Nachteil, dass sich über die Jahre 17.000 Briefe bei ihm zu Hause, in seinem Schließfach und in seinem Auto angesammelt haben.
Der Briefträger muss sich gerade vor einem Gericht rechtfertigen.
Er gab laut der "New York Daily News" an, von der Menge an auszutragender Menge "überwältigt gewesen" zu sein. Er habe daher sicherstellen wollen, die "wichtige Post" zuerst zuzustellen.
Die ältesten Briefe seiner "Sammlung" sollen aus dem Jahr 2005 stammen.
Bei einer Verurteilung droht dem 53-Jährigen eine mehrjährige Haftstrafe.
Microsoft gewinnt Datenschutz-Negativpreis
Microsoft Deutschland erhält in diesem Jahr einen Preis, auf den das Unternehmen gerne verzichtet hätte: den "Big Brother Award". Microsoft erhält den Negativpreis für seine Datensammlung und Verletzungen der Privatsphäre.
Der Verein Digitalcourage wirft Microsoft vor, mit dem Betriebssystem Windows 10 über das Internet Diagnosedaten (Telemetrie) zu sammeln.
Das Problem dabei: Selbst erfahrene Nutzer können den Datenfluss nicht abschalten.
Microsoft weist den Vorwurf zurück: Es gehe nicht darum, Kundendaten abzuschöpfen, sondern die Telemetrie zur Verbesserung des Produkts zu nutzen.
Zur Preisverleihung nach Bielefeld kommt das Unternehmen nicht.
US-Schüler streiken für strenge Waffengesetze
Trotz etlicher Amokläufe und Schießereien an Schulen hat die US-Politik bisher nichts unternommen, um schärfere Waffengesetze einzuführen. Diese Aufgabe nehmen die Schüler jetzt selbst in die Hand: Sie haben heute erneut landesweit dafür protestiert.
Rund 2500 Protestaktionen hatten die Schüler landesweit angemeldet.
An vielen High Schools verließen sie um 10 Uhr ihre Klassenräume und begannen unter dem Motto "Genug ist genug" ihre Protestmärsche.
Die Ausstände fanden neun Wochen nach dem Schulmassaker von Parkland in Florida mit 17 Toten statt.
Außerdem hat sich heute das Massaker der Columbine High School zum 19. Mal gejährt. Dabei hatten 1999 zwei Teenager zwölf Mitschüler und einen Lehrer erschossen.
Video des Tages
Schwedischer DJ Avicii mit 28 Jahren gestorben
Mit Hits wie "Wake me up" und "Levels" erobert Tim Bergling, besser bekannt als DJ Avicii, die Tanzflächen. Doch schon vor zwei Jahren beendet der Schwede aus gesundheitlichen Gründen seine Karriere. Jetzt ist er im Alter von 28 Jahren gestorben.
Laut US-Medien ist Bergling am Nachmittag tot in Maskat im Oman aufgefunden worden.
Über die Todesursache ist demnach nichts bekannt.
Sein Agent bittet darum, die Privatsphäre der Familie zu respektieren. "Es werde keine weiteren Stellungnahmen geben".
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New York verwandelt U-Bahnhof in "Bowie Museum"
Im Januar 2016 stirbt David Bowie an Krebs. Vor seinem Tod lebt der Popstar mehr als 20 Jahre in New York nicht weit von der U-Bahnstation Broadway-Lafayette entfernt. Jetzt hat die Stadt dort ihm zu Ehren eine beeindruckende Ausstellung eröffnet.
In den Gängen, Treppen und auf den Bahnsteigen der Station hängen noch bis zum 13. Mai zahlreiche Bilder und Zitate von Bowie.
Außerdem liegen Karten von "seinem Viertel" aus.
Geehrt wird Bowie auch mit Fahrkarten im "Bowie Look".
Die Aktion ist Teil der Wanderausstellung "David Bowie is", die vorher im Victoria and Albert Museum in Bowies Geburtsstadt London gastiert hatte. Und jetzt: Bilder.
Polizei beendet Suche nach Georgine erfolglos
Zwölf Jahre nach ihrem Verschwinden sucht Polizei westlich von Berlin erneut nach der vermissten Georgine. Spürhunde und Drohnen sind im Einsatz, doch die Aktion in einem Waldstück bei Brieselang verläuft enttäuschend. Am frühen Abend wird sie erfolglos beendet.
Derzeit seien keine weiteren Durchsuchungen auf dem Gelände geplant, sagte ein Polizeisprecher. Auch aus der Bevölkerung seien aktuell keine neuen Hinweise eingegangen, die Ermittlungen würden aber fortgeführt.
Die damals 14-jährige Georgine Krüger war am 25. September 2006 aus einem Bus in Berlin-Moabit ausgestiegen und wurde seitdem nicht mehr gesehen.
Ein anonymer Anrufer hatte der Polizei zuletzt den Hinweis gegeben, in dem Waldstück zu suchen.
Spahn will Krankenkassen zu Beitragssenkungen zwingen
Im Koalitionsvertrag haben Union und SPD festgelegt, dass Arbeitnehmer und Arbeitgeber den Zusatzbeitrag der gesetzlichen Krankenkassen in Zukunft wieder zu gleichen Teilen zahlen sollen. Doch Gesundheitsminister Spahn plant, die Beitragszahler darüber hinaus zu entlasten. Er will die Krankenkassen zu Beitragssenkungen zwingen.
Ein neuer Gesetzentwurf sieht vor, dass die Finanzreserven der 112 Kassen das Volumen einer Monatsausgabe nicht mehr überschreiten dürfen.
Rechnet man alle Kassen zusammen, so horten diese laut Ministerium über eine Monatsausgabe hinaus rund 4,4 Milliarden Euro mehr.
Damit könnten die Zusatzbeiträge im Schnitt um 0,3 Prozentpunkte gesenkt werden.
Derzeit betragen sie im Schnitt 1,0 Prozent.
Die ausführliche Meldung finden Sie hier.
Griechenland übertrifft Haushaltsziel deutlich
Es geht weiter aufwärts mit der griechischen Wirtschaft: Das schuldengeplagte Land hat das Haushaltsziel, das die internationalen Geldgeber festgelegt hatten, letztes Jahr deutlich übertroffen.
Der griechischen Regierung zufolge betrug der Budgetüberschuss ohne Kosten für den Schuldendienst zwischen 3,5 und 4,0 Prozent der Wirtschaftsleistung.
Die internationalen Geldgeber hatten einen Überschuss von 1,75 Prozent vorgegeben.
Dieses und nächstes Jahr sollen jeweils 3,5 Prozent erreicht werden.
Roboter baut erstmals Ikea-Stuhl zusammen
Ikea-Möbel aufzubauen gehört - je nach Gesprächspartner - zu den einfachsten oder schwierigsten Aufgaben im Leben eines Menschen. So oder so, auch Maschinen haben diese Aufgabe erstmals gemeistert: Ein Roboter der Technischen Universität Nanyang in Singapur konnte ohne Zwischenfälle einen Ikea-Stuhl aufbauen.
Die Wissenschaftler haben nach eigenen Angaben drei Jahre gebraucht, um den Roboter für die Aufgabe zu programmieren.
Er war ihnen zufolge mit einer 3D-Kamera und zwei Armen ausgerüstet: einer zum Greifen, einer zum Schrauben.
Den Stuhl hat der Roboter in 8:55 Minuten aufgebaut. Vorher benötigte er allerdings 11:21 Minuten, um seine Bewegungen zu planen. Drei Sekunden waren nötig, um die Bauteile zu lokalisieren.
Ab wann der Roboter verzweifelten Ikea-Kunden helfen kann, ist noch nicht bekannt.
Schlagzeilen zum Feierabend
Seehofer arbeitet an "Masterplan für Migration"
Bundesinnenminister Horst Seehofer will die deutsche Abschiebepraxis überarbeiten. Laut dem Redaktionsnetzwerk Deutschland plant er unter anderem, die Hürden für die Ausweisung abgelehnter Asylbewerber zu senken. Demnach sollen ärztliche Atteste oder fehlende Dokumente nicht mehr als absolute Hinderungsgründe anerkannt werden. Außerdem ist geplant, über das gesamte Bundesgebiet 40 Rückführungszentren einzurichten. Seehofer wolle seinen "Masterplan für Migration" noch vor der Sommerpause vorlegen, heißt es.
Türkei darf keinen Wahlkampf in Deutschland machen
Am 24. Juni soll die türkische Bevölkerung in vorgezogenen Wahlen ein neues Parlament und einen neuen Präsidenten bestimmten. Wahlkampf in Deutschland dürfen die türkischen Amtsträger aber nicht machen. Das hat das Auswärtige Amt noch einmal klargestellt.
Demnach müssen Auftritte, die sich an Wahlberechtigte des auswärtigen Staates richten, immer noch von der Bundesregierung genehmigt werden.
Erfolgt der Auftritt weniger als drei Monate vor einer Wahl oder Abstimmung, werde die Genehmigung grundsätzlich nicht erteilt, sagte ein Ministeriumssprecher.
Die Regelung wurde vergangenes Jahr eingeführt, nachdem Auftritte von türkischen Politikern im Zusammenhang mit dem türkischen Verfassungsreferendum in mehreren westeuropäischen Ländern für Streit gesorgt hatten.
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Erneut Tote bei Protesten im Gazastreifen
Der Gazastreifen erlebt gerade seinen schlimmsten Gewaltausbruch seit dem Gaza-Krieg 2014. Auch bei neuen Massenprotesten sind heute zwei Palästinenser getötet worden. Israelische Sicherheitskräfte hätten sie erschossen, teilten die Gesundheitsbehörden im Gazastreifen mit.
Seit Beginn der Proteste Ende März sind damit mindestens 36 Palästinenser im Gazastreifen getötet worden.
Die israelische Armee hatte die meisten von ihnen als "Terroristen" bezeichnet un den Waffeneinsatz auf diese Weise gerechtfertigt.
Sie will die jüngsten Vorfälle prüfen.
Anlass der Massenproteste ist der 70. Jahrestag der israelischen Staatsgründung am 14. Mai.
US-Senat wählt Klimazweifler zum Nasa-Chef
Jemand, der daran zweifelt, dass der Mensch für den Klimawandel verantwortlich ist, fehlt das grundlegende Verständnis für die Wissenschaft - so sehe ich das. So jemand erscheint mir dann auch ungeeignet, eine wissenschaftliche Behörde wie die Nasa zu leiten. Die Senatoren der USA sehen das anders.
Mit 50 zu 49 Stimmen hat der US-Senat James Bridenstine als neuen Nasa-Chef bestätigt.
Der republikanische Abgeordnete und frühere Navy-Pilot aus dem Bundesstaat Oklahoma hatte im Präsidentschaftswahlkampf 2016 engagiert für Donald Trump geworben.
Vergangenen September hatte ihn Trump als Nachfolger von Charles Bolden nominiert, der im Januar 2017 als Nasa-Chef zurückgetreten war.
Zu schnelle Enten lösen Blitzer aus
Tierische Temposünder: Gleich zweimal haben Enten in der Schweiz eine Radarfalle ausgelöst. Zuerst sei in der Tempo-30-Zone der Gemeinde Köniz im Kanton Bern ein Tier mit 52 Stundenkilometern geknipst, schrieb die Gemeinde auf Facebook. Nur drei Tage später sei erneut eine Ente mit ähnlicher Geschwindigkeit vor die Kamera geflogen. Ob es sich um die gleiche Ente handelt, konnte die Polizei nicht sagen.
Deutsche hetzen Hunde auf Flüchtlinge
Auf Fahrrädern sind zwei Zuwanderer aus Eritrea am Mühlenteich in Friedland unterwegs, einer Kleinstadt in Mecklenburg-Vorpommern. Das hat anscheinend schon ausgereicht, um eine Gruppe trinkender Deutscher so zu provozieren, dass sie ausländerfeindlichen Parolen grölt und die Flüchtlinge angreift.
Laut Polizei haben zwei Männer aus der Gruppe ihre beiden Hunde so aufgehetzt, dass sie die Flüchtlinge ein Stück weit verfolgten.
Zu viert soll die Gruppe dann den Eritreern hinterhergerannt sein.
Zwei Männer sollen auf ihre Köpfe eingeschlagen haben.
Die Fahrräder der Flüchtlinge warfen sie in den Mühlenteich.
Die Eritreer sind bei dem Angriff leicht verletzt worden.
Zwei der Angreifer waren der Polizei schon wegen Delikten wie Körperverletzung oder Diebstahl bekannt.
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Nord- und Südkorea schalten Staats-Hotline frei
In einer Woche wollen sich der südkoreanische Präsident Moon Jae In und der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un auf einem Gipfeltreffen persönlich über die gemeinsame Zukunft auf der koranischen Halbinsel sprechen. Zur Vorbereitung auf das Treffen haben beiden Länder jetzt eine direkte Hotline für die beiden Staatschefs freigeschaltet. Das erste Probetelefonat war erfolgreich.
Die neue Hotline verbindet den Präsidentenpalast in Seoul mit dem Büro des Komitees für Staatsangelegenheiten in Pjöngjang, dessen Vorsitzender Kim ist.
Ein gut vierminütiges Probetelefonat habe "reibungslos" geklappt, die Verbindung sei "sehr gut" gewesen, hieß es aus Seoul. "Es hat sich angefühlt wie ein Gespräch mit einem Nachbarn."
Nach dem Treffen der beiden koreanischen Staatschefs ist Ende Mai oder Anfang Juni auch ein Treffen Kims mit US-Präsident Donald Trump geplant.
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Zoo-Besucher töten Känguru mit Steinwürfen
Besucher eines chinesischen Zoos haben ein Känguru mit Ziegelsteinen und Betonbrocken beworfen und es so getötet. Ein weiteres Känguru in dem Zoo nahe der Stadt Fuzhou wurde leicht verletzt. Der Grund für die grausamen Steinwürfe: Die Besucher wollten die Tiere zum Hüpfen animieren.
Das 12-jährige Känguruweibchen wurde bereits Ende Februar durch die Geschosse so schwer verwundet, dass es schließlich an einem Nierenriss starb. Es soll nun ausgestopft und im Zoo als Mahnung aufgestellt werden.
Schichtwechsel
Liebe Leser, Franziska Türk entschwindet in die Berliner Nachmittagssonne, ich übernehme ihren Platz in der Redaktion. Fragen, Anregungen und Kritik zu "Der Tag" speziell, aber auch n-tv.de ganz allgemein, schicken Sie bitte an christian.herrmann (at) nachrichtenmanufaktur.de.
Kommen Sie gut durch den Nachmittag!
Deutsche werfen 18 Millionen Tonnen Lebensmittel weg
Nach Angaben der Umweltstiftung WWF gehen in Deutschland pro Jahr 18 Millionen Tonnen Lebensmittel verloren. 2,6 Millionen Hektar Fläche werden so Jahr für Jahr bewirtschaftet, nur um die darauf angebauten Produkte wieder wegzuwerfen - das sind rund 15 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche in Deutschland. Dabei wäre die Hälfte der verschwendeten Lebensmittel laut WWF ohne großen technischen Aufwand vermeidbar.
Der Umweltverband fordert deshalb von der Bundesregierung bis 2020 eine nationale Strategie gegen Lebensmittelverschwendung. Bislang schneiden Länder wie Bayern, Baden-Württemberg, Berlin und Rheinland-Pfalz gut ab, während Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen schlecht dastehen.
Maile Pearl ist erstes Baby im US-Senat
Am Mittwoch hat der US-Senat sein Baby-Verbot aufgehoben, einen Tag später brachte Senatorin Tammy Duckworth schon ihre wenige Tage alte Tochter mit in die Kammer. Duckworth hatte in der vergangenen Woche als erste Senatorin während ihrer Amtszeit ein Kind zur Welt gebracht, ihre Tochter Maile Pearl Bovlsbey hat nun als erstes Baby Zugang zum Senat erhalten.
"Die Regeländerung von gestern bezieht sich zwar nur auf den Senat, aber ich hoffe, dass sie als Nachricht dient, dass arbeitende Familien in ganz Amerika familienfreundliche Arbeitsbedingungen verdienen", schrieb die 50-Jährige auf Twitter.
Zünder von Berliner Weltkriegs-Bombe entschärft
Am Ende war es nur ein kurzer Knall: Der Zünder der 500 Kilo schweren Weltkriegs-Bombe, die unweit des Berliner Hauptbahnhofs gefunden wurde, ist abseits der Bombe kontrolliert gezündet worden. Die Umgebung wurde zuvor großflächig geräumt, mehr als zehntausend Menschen sind schätzungsweise betroffen.
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Verwaltung warnt Abiturienten vor Sex im Kreisverkehr
Dass Abipartys auch mal ein bisschen ausarten, ist nichts Neues. In Norwegen feiern die Schulabgänger aber offenbar so wild und zügellos, dass sich die Behörden nun genötigt sahen, eine ungewöhnliche Mahnung auszusprechen. Abiturienten sollten bitte keinen Sex im Kreisverkehr haben - das sei gefährlich, weil Autofahrer überrascht und abgelenkt werden könnten und "ganz vergessen, dass sie Auto fahren", warnte die norwegische Straßenverwaltung.
Norwegens Abiturienten - genannt Russer - fahren im Frühjahr wochenlang durch die Städte und stellen sich dabei teilweise rund 100 Mutproben, die oft auch in der Zeitung veröffentlicht werden. Dieses Jahr auf der Liste im Ort Ringsaker: Sex auf allen drei Kreisverkehren im Ort - und nackt über eine Brücke laufen.
Fall Johanna: Mordprozess beginnt nach 20 Jahren
Fast 20 Jahre ist es her, dass die damals achtjährige Johanna aus Hessen entführt, missbraucht und getötet wurde. Heute hat nun der Prozess gegen ihren mutmaßlichen Mörder, den 42-jährigen Rick J., vor dem Landgericht Gießen begonnen. Er muss sich wegen Mordes und sexuellen Missbrauchs vor Gericht verantworten. J. wurde erst im vergangenen Oktober während der Ermittlungen in einem anderen Missbrauchsfall überführt.
Der Angeklagte schwieg zum Auftakt der Verhandlungen, sein Verteidiger verlas jedoch eine Erklärung. „Er kann diese Tat nicht entschuldigen. Zu schwer wiegt die moralische Verantwortung. Im Vordergrund steht das Schicksal von Johanna und das kaum vorstellbare Leid, das er über sie und ihre Familie gebracht hat“, hieß es darin.
Berlins Bürgermeister verspricht neuen Feiertag
Gute Nachricht für alle Hauptstädter: Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller pocht auf einen zusätzlichen Feiertag für seine Stadt. "Die Frage ist nicht so sehr, ob wir einen solchen Feiertag bekommen, sondern eher welchen", sagte Müller der "Welt".
Für Müller kommen dafür verschiedene Tage in Frage: der Jahrestag des Aufstands in der DDR am 17. Juni etwa, der Tag der Befreiung am 8. Mai oder der Holocaust-Gedenktag am 27. Januar: "Es muss ein Tag sein, der eine politische Relevanz in unserer Geschichte hat."
Schlagzeilen zur Mittagspause
Nervengift in Salisbury vielleicht noch gefährlich
An bestimmten Orten in Salisbury könnten sich nach dem Giftanschlag auf den Ex-Doppelagenten Sergej Skripal noch immer gefährliche Mengen des Nervengifts Nowitschok befinden. Das schätzen Experten des britischen Umweltministeriums - Bürger wurden deshalb auf einer Informationsveranstaltung gewarnt.
Spuren des Nervengifts wurden an verschiedenen Orten entdeckt, die Skripal und seine Tochter besucht hatten: etwa zwei Notaufnahmen, eine Polizeistation und zwei Lokale. Die Dekontamination an den insgesamt neun Orten könnte Monate dauern hieß es - und es könne auch nicht ausgeschlossen werden, dass es weitere, bislang unentdeckte "Hotspots" gebe.
Xavier Naidoo trauert um Söhne-Mannheims-Bassist
Trauer bei den Söhnen Mannheims: Der langjährige Bassist der Band, Robbee Mariano, ist im Alter von 47 Jahren überraschend gestorben. In einem Abschieds-Post auf Facebook schrieb Sänger Xavier Naidoo: "Wir sind unsagbar traurig! R.I.P."
Der 47-Jährige spielte nicht nur für die Söhne Mannheims Bass, sondern auch für Jan Delay, Cassandra Steen, Gregor Mayle oder Marianne Rosenberg. Woran Mariano gestorben ist, ist noch unklar.
Muslima verweigert Handschlag: Keine Einbürgerung
Eine mit einem Franzosen verheiratete Algerierin will die französische Staatsbürgerschaft annehmen. Im Juni 2016 findet die offizielle Einbürgerungszeremonie statt - doch dann weigert sich die Frau, dem zuständigen Beamten und einem Lokalpolitiker die Hand zu geben. Sie beruft sich auf ihren "religiösen Glauben", der ihr verbietet, fremde Männer zu berühren.
Die Regierung verweigert ihr daraufhin die französische Staatsbürgerschaft - zurecht, urteilt nun das höchste französische Verwaltungsgericht, vor das die Frau gezogen war. Das Gericht folgt damit der Argumentation der französischen Regierung: Das Verhalten der Frau zeige, dass sie "nicht in die französische Gesellschaft integriert" sei.
Verdacht auf Korruptionsskandal im Bamf
Recherchen von Süddeutscher Zeitung, NDR und Radio Bremen deuten auf einen möglichen Korruptionsskandal beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) hin: Eine leitende Mitarbeiterin soll dort in mehr als 1200 Fällen Asyl gewährt haben, obwohl es eigentlich keine Voraussetzungen dafür gab.
Die entsprechende Mitarbeiterin soll die Außenstelle des Amtes in Bremen geleitet und mit drei Anwälten aus Niedersachsen zusammengearbeitet haben, die ihr systematisch Asylbewerber zugeführt haben sollen. Ob damit Geld verdient wurde, ist noch unklar - zumindest Zuwendungen in Form von Restaurant-Einladungen soll die Beamtin aber erhalten haben. Sie wurde mittlerweile suspendiert.
Swasilands König tauft sein Reich in "eSwatini" um
Der afrikanische Kleinstaat Swasiland hat einen neuen Namen: König Mswati III. benannte sein Reich gestern offiziel in "Königreich von eSwatini" um. Anlass war der 50. Jahrestag der Unabhängigkeit von Großbritannien - mit der Umbenennung soll ein Relikt aus der Kolonialzeit beseitigt werden.
Der bisherige Name Swasiland war eine Mischung aus Englisch und Swasi-Sprache. Der neue Name bedeutet in der Swasi-Sprache so viel wie "Land der Swasi".
Deutsche gegen Beteiligung an Syrien-Angriff
Einer Umfrage zufolge lehnt eine deutliche Mehrheit der Deutschen eine Beteiligung an einem Militäreinsatz in Syrien ab. 86 Prozent der Befragten sind laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar Emnid dagegen, dass sich Deutschland an den Angriffen beteiligt. Nur zehn Prozent sprechen sich dafür aus.
Gruppe von Deutschen hetzt Hunde auf Flüchtlinge
Manche Nachrichten machen einfach nur sprachlos: Im mecklenburgischen Friedland hat eine Gruppe von Deutschen ihre Hunde auf zwei Flüchtlinge aus Eritrea gehetzt und diese anschließend geschlagen. Als die beiden Männer an der betrunkenen Sechsergruppe vorbeiradelten, hetzten ihnen die Verdächtigen offenbar zwei Hunde hinterher. Drei Männer und eine Frau aus der Gruppe sollen den Flüchtlingen sogar hinterhergerannt sein, und zwei davon den Eritreern mehrfach gegen die Köpfe geschlagen haben.
Einer der Schläger versenkte anschließend deren Fahrräder in einem Teich. Selbst als die Polizei schon vor Ort war, wurden die Männer aus Eritrea noch rassistisch beleidigt. Laut Polizei fühlten sich die Angreifer allein durch deren Anwesenheit provoziert.
Schlagzeilen am Morgen
Deutsche Bank überweist versehentlich 28 Milliarden
Deutschlands größtes Geldhaus soll laut "Bloomberg" im März aus Versehen 28 Milliarden Euro auf ein Konto der European Exchange überwiesen haben. Grund dafür sei ein Fehler bei einer Routine-Maßnahme im täglichen Derivategeschäft gewesen. Eigentlich war demnach eine Überweisung auf das Clearing-Konto vorgesehen - allerdings in deutlich geringerer Höhe.
Die überwiesene Summe ist höher als der gesamte Wert der Deutschen Bank: dieser liegt derzeit bei etwa 24 Milliarden Euro. Der Fehler soll innerhalb weniger Minuten erkannt und rückgängig gemacht worden sein.
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USA richten 83-jährigen Mörder hin
Er ist der älteste Mensch, der seit der Wiedereinführung der Todesstrafe in den USA in den 70er-Jahren exekutiert wurde: Im Bundesstaat Alabama ist der 83-jährige Walter Moody hingerichtet worden. Er wurde bereits 1996 wegen Mordes an einem Bundesrichter zum Tode verurteilt, den er 1989 mit einer Paketbombe getötet hatte.
Mann erschießt Polizisten beim Essen in Restaurant
In einem Restaurant in Florida sind gestern zwei Polizisten erschossen worden. Die beiden saßen gerade beim Essen in einem Restaurant in der Stadt Trenton, als ein Mann durch die Fensterscheibe auf sie schoss. Der Schütze selbst wurde anschließend tot in seinem Auto vor dem Restaurant gefunden.
Über die Hintergründe der Tat ist bislang nichts bekannt. Der Sherriff sagte Medienberichten zufolge lediglich, seine Deputies seien von "einem Feigling" erschossen worden.
Comey: Putin prahlte vor Trump mit Prostituierten
Was besprechen wichtige Staatsmänner, wenn sie unter sich sind? Offenbar prahlen sie unter anderem damit, in ihrem Land die "schönsten Prostituierten der Welt" zu haben - das zumindest behaupten Gesprächsnotizen des ehemaligen FBI-Chefs James Comey über Treffen und Telefongesprächen mit Trump.
Eigentlich gelten die Dokumente als Beweisstück in der Frage, ob Trump versuchte, die Ermittlungen zu einer möglichen russischen Einflussnahme auf die US-Präsidentschaftswahl zu behindern. Es geht aber auch um die Frage, ob Russland kompromittierendes Material über den US-Präsidenten besitzen könnte. Comeys Notizen zufolge sagte Trump, dass er es unangenehm findet, dass seine Frau Melania denken könnte, er habe sich 2013 in Moskau mit Prostituierten vergnügt. Laut Trump habe Putin ihm gegenüber gesagt: "Wir haben einige der schönsten Prostituierten der Welt."
Viele Verletzte bei Zugunglück in Salzburg
Am Salzburger Hauptbahnhof sind am Morgen bei einem Zugunglück 35 bis 30 Menschen verletzt worden - Schwerverletzte gibt es aber nicht. Der Unfall soll sich kurz vor 6 Uhr ereignet haben, nach Angaben von Salzburg 24 sind die Rettungskräfte im Großeinsatz. Offenbar fuhr ein Triebwagen auf einen Railjet auf dem Weg von Zürich nach Wien auf.
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Das wird heute wichtig
Liebe Leserinnen und Leser,
wenn Ihr Weg Sie heute irgendwo in die Nähe des Berliner Hauptbahnhofs führt, planen Sie lieber ein bisschen mehr Zeit ein. Denn ganz in der Nähe wird heute eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft und der Bahnverkehr rund um den Hauptbahnhof ab 10 Uhr komplett eingestellt. Das bekommen Bahnreisende deutschlandweit zu spüren, weil auch im Fernverkehr mit Behinderungen gerechnet wird. Falls Sie irgendwo festsitzen, erfahren Sie hier im Tag zumindest alles, was heute wichtig ist. Unter anderem sind das diese Themen:
Im Gazastreifen werden wie an den vergangenen Freitagen Proteste von Palästinensern beim sogenannten "Marsch der Rückkehr" erwartet.
Welche Bundesländer verschwenden die meisten Lebensmittel? Die WWF-Umweltstiftung präsentiert die Ergebnisse eines Ländervergleichs.
in Gießen beginnt der Prozess gegen den mutmaßlichen Mörder von Johanna - die damals Achtjährige wurde bereits im Jahr 1999 missbraucht und getötet.
Außerdem fällt in Freiburg das Urteil im Fall eines 53-Jährigen, der zugegeben hat, seine Ex-Freundin und den vierjährigen Sohn erstochen zu haben.
Und in den USA ruft ein Bündnis nach dem Schulmassaker von Parkland zu einem Schulstreik an Highschools auf.
Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik? Dann schreiben Sie mir unter franziska.tuerk@nachrichtenmanufaktur.de. Kommen Sie gut - und hoffentlich ohne Wartezeiten - durch den Tag!
Wochenende startet mit Sonne und endet mit Unwetter
Nebst einiger neuer Temperaturrekorde im zweiten Aprildrittel wurde gestern die Hitzemarke von 30 Grad in den westlichen Landesteilen gleich mehrfach geknackt. Mit gut 31 Grad war es dabei in Marl, Duisburg-Hochfeld, Bocholt (alle NRW) sowie in Nordhorn (Niedersachsen) am heißesten. Und auch der heutige Tag verläuft sehr sonnig und sommerlich warm. Die Spitzentemperaturen erreichen nämlich abermals verbreitet zwischen 24 und 30 Grad. Lediglich direkt an der Küste bleibt es im Seewind bei Werten um die 15 Grad merklich frischer.
Das Wochenende startet am Samstag erneut mit viel Sonne, bevor sich im Umfeld der zentralen Mittelgebirge und in Richtung Schwarzwald und Alpen am Abend einzelne Gewitter bilden können. Dazu bleibt es von der Mitte südwärts häufig sommerlich warm mit 21 bis 28 Grad. Im Norden sickert unterdessen schon kühlere Luft ein, die maximal 14 bis 20 Grad zulässt. Der Sonntag beginnt ebenfalls meistens sonnig. Einzig im Westen kann es bereits vormittags erste Gewitter geben. Die breiten sich im Tagesverlauf ostwärts aus und können stellenweise unwetterartig ausfallen. Zum Teil drohen Starkregen, Hagel und Sturmböen. Die Temperaturen verbleiben aber noch auf der sommerlichen Seite bei 21 bis 28 Grad. Frischer wird der der Tag nur in Schleswig-Holstein und an der See mit 15 bis 18 Grad. Ein schönes Wochenende und bis spätestens am Montag an dieser Stelle. Ihr Björn Alexander