Mittwoch, 14. Juli 2021Der Tag

heute mit Janis Peitsch und Clara Suchy
22:32 Uhr

Das war Mittwoch, der 14. Juli 2021

Liebe Leserinnen und Leser,

Der Dauerregen-Tag 2 neigt sich dem Ende zu. Überschwemmungen, vollgelaufene Keller, überflutete Straßen: Das Sturmtief Bernd hinterlässt in vielen Teilen Deutschlands eine zerstörerische Spur. Leider sieht es nicht so aus, als würde der Starkregen nachlassen. Meine Kollegen von wetter.de sagen auch für morgen weitere Regenschauer voraus. Gleichzeitig hat die EU heute weitere Maßnahmen zum Klimaschutz auf den Weg gebracht. Schon jetzt erntet die EU-Kommission viel Lob - aber auch Kritik - für ihre Pläne, eine Kerosinsteuer für EU-Flüge einzuführen oder den klassischen Verbrennungsmotor zu verbieten. Ob die Gesetzesvorschläge ausreichen, um die notwendigen Klimaziele zu erreichen, wird sich erst noch zeigen. Eines ist aber schon jetzt klar: Der Zusammenhang zwischen den verheerenden Unwettern in Deutschland und den schleppenden Klimaschutzmaßnahmen wird immer deutlicher. Dazu möchte ich Ihnen diesen Kommentar von meinem Kollegen Ulrich Reitz empfehlen.

Neben Starkregen und Klimawandel haben uns heute folgende Themen beschäftigt:

Außerdem möchte ich diesen Text meiner Kollegin Hedviga Nyarsik empfehlen: Sie schreibt über die Delta-Welle in Israel. Könnte auch Deutschland vor einer neuen Welle stehen?

Die aktuellen Corona-Entwicklungen können Sie natürlich weiter in unserem Corona-Ticker verfolgen. Ich verabschiede mich nun in den Feierabend und wünsche Ihnen eine gute Nacht. Bleiben Sie gesund.

22:04 Uhr

Waldbrände in Russland dehnen sich aus

Der Osten Russlands steht in Flammen - die schweren Waldbrände werden immer größer. In der sibirischen Region Jakutien laufen auf einer Fläche von insgesamt mehr als 600 000 Hektar Löscharbeiten, wie die Forstschutzbehörde mitteilt. Das entspricht in etwa der dreifachen Fläche der spanischen Kanaren-Insel Teneriffa.

Besonders betroffen ist auch der Nationalpark mit den berühmten Lenafelsen - die Behörden in Jakutien verhängen den Ausnahmezustand. Wohnsiedlungen seien derzeit aber nicht gefährdet, hieß es.

In entlegenen Regionen, in denen keine Menschen wohnen, verzichten die russischen Behörden oft auf Löscharbeiten. Auch in zahlreichen anderen russischen Regionen brennen derzeit Wälder. Auf insgesamt fast 800 000 Hektar waren zuletzt laut Behörde über 6000 Menschen und fast 50 Flugzeuge im Einsatz, um mehr als 300 Brände zu löschen.

Jedes Jahr stehen im flächenmäßig größten Land der Erde mit seinem für das Klima wichtigen Taiga-Waldgürtel riesige Baumbestände in Flammen. Waldexperten von Greenpeace beklagen, dass sich die Situation mit den Bränden wegen des Klimawandels verschärft habe.

21:47 Uhr

Tropfendes Wasser löst Polizeieinsatz aus

Bombe oder tropfendes Wasser? Mitarbeiter des Jobcenter Worms hören ein verdächtiges "Ticken" im Gebäude und können es nicht zuordnen. Vorsichtshalber wird das Gebäude evakuiert, 26 Polizisten und Feuerwehrleute rücken an. Spezialisten des Landeskriminalamtes können die Ursache schließlich ausfindig machen: keine Bombe, sondern tropfendes Wasser in einer angestauten Regenrinne.

21:19 Uhr

Amazonas-Gebiet stößt nun mehr CO2 aus, als es bindet

Der Amazonas-Regenwald stößt inzwischen mehr Kohlendioxid aus, als er aufnehmen kann. Das bestätigen Wissenschaftler zum ersten Mal.

Die Emissionen belaufen sich laut einer Studie auf eine Milliarde Tonnen Kohlendioxid pro Jahr. Der riesige Wald war bisher eine Kohlenstoffsenke und hat die Emissionen aufgenommen, die die Klimakrise vorantreiben. Nun beschleunigt er den Klimawandel.

Der größte Teil der Emissionen wird durch Brände verursacht, von denen viele absichtlich gelegt werden, um Land für die Rindfleisch- und Sojaproduktion zu roden. Aber auch ohne Brände führen höhere Temperaturen und Dürren dazu, dass der südöstliche Amazonas zu einer CO2-Quelle geworden ist, statt zu einer Senke.

20:46 Uhr

US-Firma stellt Produktion von Lego-Waffen ein

Eine Firma aus Utah verkauft ein Lego-Gehäuse für Glock-Pistolen. Die Firma Culper Precisions will den "Block19" als "wahr gewordenen Kindheitstraum" vermarkten. Rote, gelbe und blaue Klötze machen die Waffe kaum sichtbar und tarnt sie als Kinderspielzeug.

Eine öffentliche Diskussion bricht aus und Waffenkontroll-Aktivisten bitten den Hersteller von Lego, einzugreifen. Daraufhin schickt Lego dem Unternehmen eine Unterlassungserklärung und fordert die Einstellung der Produktion von "Block19".

Der Präsident von Culper Precision, Brandon Scott, entscheidet sich nach Beratung seines Anwalts dazu, der Forderung nachzukommen.

20:11 Uhr

Bolsonaro wegen Dauerschluckauf ins Krankenhaus eingeliefert

Der brasilianische Präsident musste wegen Corona nicht ins Krankenhaus. Doch nun zwingt ihn eine weitere Beschwerde ins Krankenhaus. Seit zehn Tagen leidet Jair Bolsonaro unter Schluckauf. Offenbar treten die Beschwerden nach einer Zahnimplantat-Operation auf. Nun ist er im Krankenhaus und wird bis 48 unter Beobachtung bleiben, um die Ursache zu ermitteln.

Bolsonaro hatte vergangenen Donnerstag auf Facebook geschrieben: "Ich habe 24 Stunden am Tag Schluckauf." Der 66-Jährige vermutete, es könnte an Medikamenten liegen, die er einnimmt.

19:44 Uhr

EU will Verfahren gegen Ungarn einleiten

Nach dem umstrittenen Gesetz zur Informationsbeschränkung über Homosexualität in Ungarn will die Europäische Kommission ein Vertragsverletzungsverfahren einleiten. Brüssel wird offenbar morgen einen Brief an die Regierung von Viktor Orban schicken und das Vertragsverletzungsverfahren einleiten.

Das vergangene Woche in Kraft getretene Gesetz verbietet "Werbung" für Homo- und Transsexualität in Ungarn. Dies betrifft auch Bücher oder Filme zu diesem Thema. Sie müssen mit dem Hinweis "Verboten für unter 18-Jährige" versehen werden, Filme dürfen nicht mehr zu Hauptsendezeiten ausgestrahlt werden.

Die EU - Kommission und Parlament - hatte dieses Gesetz massiv kritisiert. Das Europäische Parlament betonte, das Gesetz sei ein weiteres Beispiel dafür, "dass der graduelle Rückbau der Grundrechte in Ungarn bewusst und vorsätzlich vorangetrieben wird".

19:32 Uhr

Nach Starkregen: Feuerwehrmann ertrinkt bei Rettungsarbeiten

Bei Rettungsarbeiten nach dem Starkregen ist in Altena im Sauerland ein Feuerwehrmann ums Leben gekommen. Das bestätigte ein Sprecher der Polizei im Märkischen Kreis am Mittwoch. Er sei bei dem tragischen Unfall ertrunken.

Mehr dazu lesen Sie hier.

19:16 Uhr

Sturmtief Bernd: Dach stürzt im Starkregen ein - ein Mensch verletzt

Das Sturmtief Bernd fegt über Deutschland. Im Starkregen stürzt das Flachdach eines Einzelhandelsgeschäfts in einem Einkaufszentrum in Würselen bei Aachen ein. Eine verletzte Person kommt davon - sie habe sich selbst retten können, teilt die Stadt mit.

"Vermutlich hat das Dach den Wassermassen (...) nicht standgehalten." Der Bereich wird mit Rettungshunden abgesucht, es werden jedoch keine weiteren Menschen in dem Gebäude entdeckt.

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(Foto: picture alliance/dpa/dmp Press)

Der Komplex mit mehreren Geschäften wird zunächst komplett geräumt. Nachdem das Gebäude von Fachleuten in Augenschein genommen wird, bleibt nur der Bereich mit dem eingestürzten Dach gesperrt.

18:51 Uhr

Jodie Foster: Schauspielerei ist "ein unfassbar einsamer Job"

Oscar-Preisträgerin Jodie Foster empfindet ihren Beruf nach eigenen Worten mitunter als einsame Beschäftigung. "Als Künstler oder Künstlerin versucht man immer, zu kommunizieren: "Seht, das ist es, was ich bin. Lasst mich ausdrücken, wer ich bin, wer diese Figur ist, die ich spiele"", sagte die US-Schauspielerin der Wochenzeitung "Die Zeit".

"Gleichzeitig ist es ein unfassbar einsamer Job, bei dem man vor 75 Leuten in einem Pool voller Kunstblut liegt und diese Erfahrung mit niemandem teilen kann." Es habe eine schöne Dialektik, zu sagen: "Ihr könnt es haben. Aber es gehört mir allein.""

Ihre Zusammenarbeit mit Regisseur Martin Scorsese für "Taxi Driver" sei für sie sehr wichtig gewesen: "Vorher hielt ich Schauspielerei einfach nur für dumm: Man gab mir Sachen, die ich lesen und aufsagen sollte. Keine große Herausforderung." Durch die Rolle sei ihr klar geworden, dass es beim Spielen nicht nur darum gehe, möglichst natürlich aufzutreten.

18:13 Uhr

Nizza erinnert an Lkw-Anschlag vor fünf Jahren

Vor fünf Jahren ereignet sich in Europa ein Terroranschlag nach dem anderen - es war ein schrecklicher Sommer. In Frankreich jedoch besonders schlimm: Heute vor fünf Jahren sterben 86 Menschen, als in Nizza ein Lkw auf die Uferpromenade rast. Dort sind besonders viele Menschen versammelt, weil es der französische Nationalfeiertag ist.

Heute findet in der südfranzösischen Küstenstadt ein Gedenktag statt: "Unser Nationalfeiertag ist ein Tag voller Schmerzen geworden", sagt der Bürgermeister von Nizza, Christian Estrosi. Er nennt den Anschlag "eine der barbarischsten Taten" in Frankreich in den vergangenen Jahren.

Auch der französische Regierungschef ist heute in Nizza: "Ganz Frankreich wurde in Nizza getroffen", sagt er. Der "islamistische Terrorist" Mohamed Lahouaiej-Bouhlel habe "das Leben hunderter Menschen erschüttert". Im Anschluss an Castex' Rede wurden die Namen der Opfer im Alter von zwei bis 92 Jahren verlesen.

17:53 Uhr

Französischer Künstler Boltanski mit 76 gestorben

Nicht nur als Künstler, sondern auch als Autor und Fotograf bekannt: Der französische Konzeptkünstler Christian Boltanski ist tot. Er starb im Alter von 76 Jahren in Paris. Das gab Bernard Blistène, ehemaliger Direktor des Museums für Moderne Kunst im Centre Pompidou in Paris, bekannt.

Als 1944 in Paris geborener Sohn eines jüdischen Vaters hatte Boltanski sich in seinem Werken mit Erinnerungskunst beschäftigt und so gegen Vergessen und Verdrängen gekämpft. Auch in Deutschland machte er sich damit früh einen Namen. Bereits Mitte der 1970er Jahre wirkte er auf der Documenta in Kassel mit. In der Völklinger Hütte ist eine Dauerinstallation des Künstlers zu sehen.

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Eine Installation von Boltanski in der Völklinger Hütte namens "Die Zwangsarbeiter".

(Foto: picture alliance/dpa)

17:33 Uhr

US-Universität würdigt Merkel als "Leuchtfeuer für die Welt"

Zu Besuch bei Biden: Merkel ist auf ihrer wohl letzten Reise als Kanzlerin in die Vereinigten Staaten. Morgen verleiht die amerikanische Johns Hopkins University der promovierten Physikerin Merkel bei deren Besuch in Washington die Ehrendoktorwürde. Doch schon im Vorfeld findet die Universität lobende Worte für die Kanzlerin: Sie sei eine "globale Führungspersönlichkeit von unvergleichlicher Entschlossenheit und Integrität".

Die Kanzlerin habe wissenschaftliche Genauigkeit und eine tiefe Humanität in die Politik gebracht, heißt es weiter. Sie habe Werte wie die des offenen Diskurses oder der Freiheit der Forschung verteidigt, die im Herzen der demokratischen Gesellschaft und ihrer Institutionen lägen. Darin und in allem, was sie auf der Weltbühne erreicht habe, verkörpert Bundeskanzlerin Merkel den Kern des Ethos von Johns Hopkins, "und wir sind wirklich geehrt und privilegiert, sie einen Teil der akademischen Gemeinschaft von Johns Hopkins zu nennen".

17:11 Uhr

Entführter Sohn in China nach 24 Jahren gefunden

24 Jahre auf dem Motorrad unterwegs: Seit 1997 sucht ein Vater in China nach seinem entführten Sohn. Dafür klappert er fast alle Provinzen ab – bleibt aber erfolglos. Nun kann die Familie jubeln, denn endlich können sich Vater und Sohn in die Arme schließen: Die Polizei hatte den Sohn nach Hinweisen im Juni in der Provinz Henan aufspüren können. Nach DNA-Tests, die die Verwandtschaft zwischen der Familie und dem Sohn bestätigen, erfolgt am Sonntag das Wiedersehen in Liaocheng in der östlichen Provinz Shandong.

Genau in dieser Stadt war der damals Zweijährige 1997 laut Xinhua von einer unbekannten Frau entführt worden, als er nahe seinem Zuhause spielte. Zwei Verdächtige, die in den Menschenhandel mit dem Sohn involviert seien, seien gefasst worden, hieß es.

16:52 Uhr

Tödliche Drogenüberdosen steigen in den USA um 30 Prozent

Im Vergleich zum Vorjahr sterben 2020 in den USA fast ein Drittel mehr Menschen an einer Drogenüberdosis. Experten schätzen, dass die Isolation und die psychologische Belastung durch die Pandemie eine Ursache für die erschreckende Statistik ist. Insgesamt starben im Jahr 2020 in den USA mehr als 90.000 Menschen an einer Überdosis - ein trauriger neuer Rekordwert.

Der Anstieg, so zeigen die Daten für das Jahr 2020, wurde größtenteils durch die Verbreitung von Fentanyl angetrieben, einem starken synthetischen Opioid, dessen Gebrauch sich im ganzen Land verbreitet hat.

16:31 Uhr

Schockmoment in Belarus: Wind schleudert Hüpfburgen durch die Luft

Für viele besteht der Reiz einer Hüpfburg in dem Gefühl kurzer Schwerelosigkeit. Im belarussischen Alexandria heben die Attraktionen selbst ab: Auf einem Festival reißt der Wind drei Hüpfburgen vom Boden, es kommt zu Verletzungen.

16:12 Uhr

Hunderte Durchsuchungen wegen Kinderpornoverdacht

Wegen des Verdachts auf Kinderpornografie und Kindesmissbrauch durchsuchen Ermittler mehr als hundert Objekte in Rheinland-Pfalz. Wie das Landeskriminalamt in Mainz mitteilt, handelt es sich um einen schwerpunktmäßigen allgemeinen "Aktionstag" gegen insgesamt 109 Verdächtige.

Die Beamten beschlagnahmen bei den Beschuldigten im Alter von 14 bis 77 Jahren demnach mehr als 700 Mobiltelefone, Computer und Datenträger. Landesinnenminister Roger Lewentz erklärt, es gehe darum, den Tätern "ihr schändliches Handwerk zu legen".

15:53 Uhr

Dieb vergisst Reisepass am Tatort

Nicht ganz geschickt: Ein Einbrecher lässt seinen Reisepass am Tatort zurück. Zunächst betritt er einen Imbiss, bedient sich an der Kasse und weckt dabei den Besitzer, der im Nebenraum schläft. Der überraschte Dieb versucht, schnell zu entkommen - hinterlässt aber eine deutliche Spur: seinen Pass.

Die Polizei fahndet eine ganze Nacht lang nach dem obdachlosen 30-Jährigen. In der Nacht zum Mittwoch wird der Verdächtige jedoch festgenommen. Ein Richter erließ Haftbefehl gegen ihn.

15:32 Uhr

Taliban erreichen wichtiges strategisches Ziel

Ausländische Streitkräfte - darunter auch die deutsche Bundeswehr - zogen erst vor wenigen Wochen aus Afghanistan ab. Nun übernehmen die radikal-islamischen Taliban nach eigenen und pakistanischen Angaben die Kontrolle über einen bedeutenden Abschnitt der Grenze zu Pakistan. Damit erreichen sie wohl eines ihrer wichtigsten strategischen Ziele.

Angesichts des anhaltenden und raschen Vormarsches der Taliban wächst in den Nachbarstaaten die Sorge, dass sie in den Konflikt hineingezogen werden und die Islamisten Zentralasien infiltrieren könnten.

15:17 Uhr

Jetsuits gibt's jetzt auch elektrisch

Die britische Firma "Gravity Industries" möchte Vorreiter bei der Herstellung von Jetsuits werden. Diese laufen in der Regel treibstoffbasiert. Nun stellt das Team eine elektrische Version ihrer Fluganzüge vor - allerdings mit einigen Schwierigkeiten.

14:56 Uhr

EU-Kommission fordert Ende des Verbrennungsmotors

Heute berät die EU-Kommission über neue Klimaschutzmaßnahmen. Die ersten Gesetzesvorschläge sind bereits auf dem Weg. So soll das Aus für den Verbrennungsmotor ab 2035 kommen. In 5 Jahren soll eine neue Importsteuer für klimaschädliche Produkte eingeführt werden. Bereits in 2 Jahren will die Kommission eine neue "Übergangsphase" einführen - damit sich Unternehmen besser auf eine klimafreundliche Transformation vorbereiten können.

Auf innereuropäischen Flügen soll eine Kerosinsteuer eingeführt werden. Private Geschäftsflüge und der Frachtverkehr sollen jedoch davon ausgenommen werden.

Mehr dazu lesen Sie in Kürze auf ntv.de.

14:43 Uhr

Mutmaßlicher Anführer einer Schleuserbande verhaftet

In Niedersachsen durchsucht die Polizei fast ein Dutzend Wohnungen einer mutmaßlichen Schleuserbande. Die Bundespolizei rückt mit insgesamt rund 260 Kräften an, darunter auch Spezialkräfte. Ein 34-jähriger Mann - der mutmaßliche Haupttäter der elfköpfigen Gruppe - wird festgenommen.

Ihm wird vorgeworfen, mit der international agierenden Bande die Schleusung von Menschen aus Syrien nach Deutschland und in europäische Nachbarländer organisiert zu haben. Der Syrer sitzt auf Antrag der Staatsanwaltschaft Aurich nun in Untersuchungshaft.

14:24 Uhr

Putin-Verwandter will Abgeordneter werden

Roman Putin ist nicht nur Sohn von Igor Putin, einem Cousin des russischen Kremlchefs, sondern auch ein schillernder Unternehmer. Mit allerlei Geschäften hat er sich ein Luxusimperium zusammengekauft - vom Weingut in Kalifornien bis zur Luxusjacht "Silverfast", die er in Monaco für 90 Millionen Dollar kaufte. Auf den Bahamas besitzt er zudem eine 38 Hektar große Insel, die er sich für 75 Millionen Dollar zulegte.

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(Foto: picture alliance/dpa/Sputnik)

Ausgerechnet er will bei der Parlamentswahl im Herbst Abgeordneter in der neuen Duma werden. Als Vorsitzender der Anti-Korruptions-Partei "Das Volk gegen Korruption". Er bewerbe sich im Wahlkreis 214 in St. Petersburg als Einzelkandidat, teilte ein Sprecher von Roman Putin der Staatsagentur Tass mit.

Wie Staatspräsident Wladimir Putin arbeitete auch Roman Putin für den russischen Inlandsgeheimdienst FSB.

14:12 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser, mein Kollege Janis Peitsch hat genug gearbeitet und geht in seinen wohlverdienten Feierabend. Ich übernehme und begleite Sie durch den Tag. Mein Name ist Clara Suchy. Wenn Sie Anregungen, Hinweise oder Rückmeldungen haben, können Sie sich gerne direkt an mich wenden: clara.suchy@nachrichtenmanufaktur.de. Ich wünsche Ihnen einen entspannten Nachmittag. Hoffentlich bleibt das Wetter stabil!

13:55 Uhr

Heftiges Unwetter am Gardasee: Touristen flüchten vor Superzelle

Eine sogenannte Superzelle fegt mit Orkanböen, Starkregen und golfballgroßen Hagelkörnern über den Gardasee in Italien hinweg. In der gesamten Region werden umgestürzte Bäume und massive Schäden gemeldet. Derweil nimmt die extreme Hitzewelle in Spanien kein Ende.

13:32 Uhr

Diebe stehlen Dreijähriger Geburtstagsgeschenk

Die Freude am neuen Fahrrad währte nur kurz: Einen Tag nach dem dritten Geburtstag eines Mädchens in Minden haben Diebe der Kleinen das Geburtstagsgeschenk gestohlen.

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(Foto: Polizei)

Das Kinderfahrrad hatte die Mutter gebraucht gekauft und liebevoll restauriert, teilte die Polizei mit. Am Freitag wurde das Geschenk übergeben - am Samstagmorgen war es aus dem Hausflur des Mehrfamilienhauses verschwunden.

Das blaue Fahrrad ist sehr markant. Es ist mit mehreren roten Herzen bemalt, hat pinkfarbene Griffe und hellrote Pedalen. Auf dem Rahmen ist in roter Farbe "Lotta" zu lesen. Die Polizei hofft nun auf Hinweise, um das Geburtstagsgeschenk dem Mädchen zurückgeben zu können.

12:58 Uhr

Papst aus Krankenhaus entlassen

Wegen einer Entzündung des Dickdarms musste sich Papst Franziskus Anfang Juli einer Operation unterziehen. Anschließend erholte sich der 84-Jährige im Krankenhaus von den Strapazen. Nun wurde der Pontifex aus der Klinik entlassen.

Das Oberhaupt der katholischen Kirche verließ die Gemelli-Universitätsklinik in Rom in einem dunklen Wagen mit getönten Scheiben, wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP berichtete.

Bereits am Sonntag hielt der Papst wieder das Angelus-Gebet vor Gläubigen von einem Balkon des Krankenhauses aus. Dabei hatte er gesagt, während seiner Genesung habe er "erfahren, wie wichtig eine gute, für alle zugängliche Gesundheitsversorgung ist".

12:23 Uhr

Sylvie Meis erlebte Wechseljahre schon mit 31

Fernsehmoderatorin Sylvie Meis ist nach eigenen Worten bereits im Alter von 31 Jahren in die Wechseljahre gekommen. "Wegen meiner Krebsmedikamente, die ich seit meiner Brustkrebserkrankung 2009 nehmen muss, kam ich bereits vor zwölf Jahren in die Wechseljahre", sagte die 43-Jährige der Illustrierten "Bunte".

Die Hitzeflashs, die Frauen ihres Alters erst noch erlebten, habe sie schon hinter sich. Sie könne nicht mehr schwanger werden - "und habe diese Endgültigkeit respektiert".

Meis hat mit ihrem Exmann, dem ehemaligen Fußballspieler Rafael van der Vaart, den gemeinsamen Sohn Damián. Im September letzten Jahres heiratete die gebürtige Niederländerin den Künstler Niclas Castello.

12:10 Uhr

US-Stadt klagt über Monster-Goldfische

Eine Stadt im US-Bundesstaat Minnesota hat die Einwohner aufgefordert, ihre unerwünschten Goldfische nicht in im nahegelegenen See in die Freiheit zu entlassen.

"Bitte lassen Sie Ihren Goldfisch nicht in Teichen und Seen frei!" twitterte die Stadt Burnsville. Der Grund: Die Haustiere können in freier Wildbahn viel größer werden und das Ökosystem nachhaltig gefährden. Als Beleg teilte die Verwaltung Bilder, die mehrere riesige Goldfische zeigen, die während einer Untersuchung im Keller Lake gefangen wurden.

Laut einem Bericht der BBC gelten Goldfische in Minnesota als invasive Art, was bedeutet, dass es illegal ist, sie in öffentlichen Gewässern freizulassen. Einmal in Freiheit können sich die Fische schnell vermehren und einheimische Arten verdrängen, warnen Wildtierschützer.

11:36 Uhr

Taliban erobern wichtige Grenzstadt

Die Taliban sind in Afghanistan weiter auf dem Vormarsch: Die Islamisten haben nach eigenen Angaben einen strategisch wichtigen Grenzübergang nach Pakistan eingenommen. Kämpfer hätten die Grenzstadt Wesch in der südlichen Provinz Kanadahar erobert und damit die wichtige Straße zwischen dem Grenzübergang Spin Boldak und dem pakistanischen Schaman unter ihrer Kontrolle, erklärte ein Taliban-Sprecher.

Ein Vertreter der pakistanischen Sicherheitsbehörden bestätigte der Nachrichtenagentur AFP die Einnahme des Grenzübergangs. "Sie haben ihre Flagge gehisst und die afghanische Flagge entfernt", sagte er.

Zuletzt hatten die Taliban angegeben, inzwischen 85 Prozent des Landes zu kontrollieren. Diese Darstellung kann allerdings nicht unabhängig überprüft werden und wurde von der Regierung in Kabul bestritten.

11:02 Uhr

Rechte Chatgruppe: Razzia bei Berliner Polizisten

Fünf Berliner Polizisten stehen im Verdacht, sich an einer rechten Chatgruppe beteiligt zu haben. Aus diesem Grund wurden heute die Wohnungen der Beamten durchsucht.

Gegen die beschuldigten Beamten wird bereits in einem anderen Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Geheimnisverrats ermittelt, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Im Zuge der Handyauswertung hätten sich dann Anhaltspunkte für weitere Straftaten ergeben.

Gegen die Beamten wurden deshalb wegen mutmaßlicher Volksverhetzung und des Verwendens von verfassungsfeindlichen Symbolen zusätzliche Ermittlungen eingeleitet.

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10:19 Uhr

Bush lobt Merkel: Hat "das Beste für Deutschland" getan

Nach fast 16 Jahren steht das Ende von Merkels Amtszeit kurz bevor. Ein Lob für ihre Arbeit erhält die Kanzlerin nun von George W. Bush.

"Merkel hat Klasse und Würde in eine sehr wichtige Position gebracht und sehr schwierige Entscheidungen getroffen. Sie hat das getan, was das Beste für Deutschland ist, und sie hat es aus Prinzip getan", sagte der ehemalige US-Präsident der Deutschen Welle.

In dem Interview nannte Bush die Kanzlerin "eine mitfühlende Führungspersönlichkeit, eine Frau, die keine Angst hat zu führen". Merkel habe es geschafft, "in einem ziemlich harten politischen Umfeld zu überleben". Sie sei "eine sehr nachdenkliche, freundliche Person".

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08:58 Uhr

Regenwetter vermasselt die Erdbeerernte

Nach der mauen Kirsch-Prognose fällt in diesem Jahr wohl auch die Erdbeerernte ins Wasser. Die feuchtwarme Witterung führte zu großen Ausfällen, weil es dadurch starken Pilzbefall gab und viele Erdbeeren verfaulten, wie der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer und der Landesverband Obstbau Westfalen-Lippe mitteilten.

Die Früchte seien zudem relativ weich gewesen und hätten leicht Druckstellen bekommen, dadurch seien sie nicht so lange haltbar gewesen wie sonst. Beim Erdbeer-Anbau ist die Hauptsaison fast zu Ende, einige Sorten werden aber noch bis September verkauft.

08:46 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

nach der Ära Trump soll dieser Besuch den Neuanfang in den deutsch-amerikanischen Beziehungen markieren. Bundeskanzlerin Merkel reist heute nämlich zu Gesprächen mit US-Präsident Biden nach Washington. Das Treffen der beiden ist für morgen Nachmittag im Weißen Haus vorgesehen. Merkel wird während ihres Aufenthalts auch mit der Ehrendoktorwürde der Johns Hopkins Universität ausgezeichnet.

Zudem stehen heute folgende Termine auf dem Programm:

  • Rund zweieinhalb Monate vor der Bundestagswahl kommt die CSU-Landesgruppe zu ihrer zweitägigen Sommerklausur im oberbayerischen Kloster Seeon zusammen.
  • Nach einem Corona-bedingten Ausfall im vergangenen Jahr wird Frankreich seinen Nationalfeiertag wieder mit der traditionellen Militärparade auf den Pariser Champs-Élysées begehen.
  • Die EU-Kommission von Ursula von der Leyen präsentiert Gesetzesvorschläge, die das Erreichen der europäischen Klimaschutzziele für das Jahr 2030 sicherstellen sollen.
  • Der Handelsverband informiert über Erwartungen der Branche für 2021.

  • Einen Monat vor dem Start der neuen Bundesliga-Saison hält die Deutsche Fußball Liga (DFL) eine außerordentliche Mitgliederversammlung in Frankfurt/Main ab. Thema ist unter anderem die 50+1-Regel.

Bis zum Nachmittag versorge ich Sie im "Tag" mit Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen, Anregungen oder Kritik - gerne eine Mail an janis.peitsch[at]nama.de.

Los geht's!

08:31 Uhr

Ein Toter bei Protesten in Kuba

Bei den regierungskritischen Protesten in Kuba hat es einen Toten gegeben. Ein 36-jähriger Mann sei bei einer Demonstration am Stadtrand von Havanna gestorben, teilte das kubanische Innenministerium mit.

Bei dem Toten handelt es sich nach Angaben des Innenministeriums um einen Mann namens Diubis Laurencio Tejeda. Die staatliche Nachrichtenagentur berichtete, er habe sich an den "Unruhen" im Land beteiligt.

Am Sonntag waren in Kuba Tausende Menschen auf die Straße gegangen, um ihrem Unmut über die schlimmste Wirtschaftskrise seit 30 Jahren Ausdruck zu verleihen. Die landesweiten Demonstrationen sind für Kuba extrem ungewöhnlich. Die einzigen erlaubten Versammlungen sind normalerweise Veranstaltungen der regierenden Kommunistischen Partei.

08:02 Uhr

Lauterbach: "Eine Impfpflicht haben wir nicht nötig"

Nachdem Frankreich und Griechenland die Corona-Impfung für Beschäftige in Gesundheitsberufen verpflichtend machen, erreicht die Debatte auch Deutschland. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach lehnt Zwangsimpfungen im Podcast "heute wichtig" deutlich ab. Im Gespräch mit Moderator Michel Abdollahi sagt er: "Eine Impfpflicht haben wir nicht nötig."

Lauterbach warnt vor einer entsprechenden Regelung: "Wir haben versprochen, dass wir nicht mit Zwang arbeiten. Wenn wir das jetzt machen, würden wir ein ganz klares Signal geben, dass wir in anderen Bereichen auch die Impfpflicht bringen würden", sagt der Experte. Eine Impfpflicht sei auch deshalb nicht zielführend, "weil unser Pflegepersonal und unsere Ärztinnen und Ärzte zum weitesten Teil bereits geimpft sind".

"heute wichtig"

"heute wichtig" ist der Morgen-Podcast des "Stern" in Kooperation mit RTL und ntv. Mit einem Mix aus Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Unterhaltung steht der Podcast von Montag bis Freitag immer ab 5 Uhr zum Abruf bereit. Verpassen Sie keine Folge von "heute wichtig" und abonnieren Sie den Podcast bei Audio Now, Spotify, Apple Podcasts, Deezer, Castbox oder in Ihrer Lieblings-Podcast-App.

07:20 Uhr

Blitz trifft Golfball mitten im Flug

Es klingt wie ausgedacht, was auf den Handyaufnahmen golfender Teenager in Texas zu sehen ist. Nach dem Abschlag züngelt ein Blitz über den Himmel und trifft den noch fliegenden Ball mit einem lauten Knall. Die Elektronik der Golfanlage versagt daraufhin.

06:57 Uhr

Wochenmitte bringt starke Schauer und Gewitter

Der Mittwoch wird mit Starkregen, Hagel und schweren Sturmböen richtig ungemütlich. Vor allem im Westen kommt viel Nass von oben. Es kann zu Überschwemmungen kommen. Nur im Nordosten zeigt sich das Wetter von seiner freundlicheren Seite.

06:39 Uhr

Unwetter in Sachsen: Sturzflut reißt Person mit

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(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Eine Sturzflut hat bei einem Unwetter im sächsischen Jöhstadt im Erzgebirgskreis eine Person mit sich gerissen. Die Feuerwehr, die noch am späten Abend im Ortsteil Steinbach im Einsatz war, suchte zunächst ohne Erfolg nach der Person.

Weitere Einzelheiten zu dem Unglück konnte die Polizei am späten Dienstagabend nicht mitteilen. Die Hauptstraße in Steinbach war infolge des starken Regens etwa eine Stunde unpassierbar.

Mehr dazu lesen Sie hier.
06:06 Uhr

Topmodel Ashley Graham erwartet Nachwuchs

Ahley Graham ist wieder schwanger. Das US-Topmodel und ihr Mann, Filmregisseur Justin Ervin, erwarten ihr zweites Kind. Auf Instagram postete die 33-Jährige ein Foto von sich mit einem deutlichen Babybauch.

Das vergangene Jahr sei voller Überraschungen, Kummer und neuen Geschichten gewesen, schrieb das Model. Sie würde jetzt erst damit beginnen, das "nächste Kapitel" zu verarbeiten und zu feiern. Söhnchen Isaac wurde im Januar 2020 geboren.

Graham ist das Werbe-Gesicht der amerikanischen Übergrößen-Bekleidungsfirma "Lane Bryant". Sie war als Model auf den Covern zahlreicher US-Magazine zu sehen und 2016 Jury-Mitglied der US-amerikanischen Fernsehsendung "America's Next Top Model".

Mehr dazu lesen Sie hier.
06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht

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