Sonntag, 02. Oktober 2022Der Tag

mit Yuki Schubert
Yuki Schubert
22:26 Uhr

Das war Sonntag, der 2. Oktober 2022

Liebe Leserinnen und Leser,

Verteidigungsministerin Lambrecht hat der Ukraine bei einem Besuch in Odessa weitere Waffen versprochen und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärt nach dem Rückzug der rüssischen Truppen Lyman als "vollständig geräumt". Außerdem hat sich der Papst mit einem ungewöhnlichen Appell an Putin gerichtet. Mehr über die Geschehnisse in der Ukraine erfahren Sie in unserem Kriegstag und immer auf dem Laufenden bleiben Sie durch unseren Ticker.

Unterdessen spitzt sich die Gewalt gegen Demonstrierende im Iran zu. Örtlichen Medien zufolge wurden dort Studierende attackiert und auch mehrere Professoren der renommierten Scharif-Universität verprügelt. Zahlreiche Studierende waren nach dem Tod der 22-jährigen Mahsa Amini auf die Straße gegangen und haben gegen das repressive System im Iran ihre Stimme erhoben. Zum Tod der jungen Frau, die von der Sittenpolizei aufgegriffen und wenig später verstorben war, gibt es viele offene Fragen. Ihr Vater erhalte von den Behörden aber keine Akteneinsicht, wie er nun zitiert wird.

Diese Themen sind eine Lektüre wert:

Das soll es für heute von mir gewesen sein. Ich wünsche Ihnen einen schönen Sonntag. Achten Sie gut auf sich.

Ihre Yuki Schubert

22:00 Uhr

Mann sitzt mit Messer am Fenster - Großeinsatz in Nordhorn

Ein Mann hat in Nordhorn in Niedersachsen mit einem langen Messer am Fenster eines Wohnhauses gesessen und Passanten bedroht. Er ist laut Polizei nach einem mehrstündigen Großeinsatz von SEK-Kräften überwältigt worden. Der 30-Jährige sei dabei leicht verletzt worden. Weitere Verletzte gebe es nicht. Die anderen Bewohner des Hauses im Stadtteil Blumensiedlung hätten dieses während des Einsatzes, der am Mittag begonnen hatte, verlassen. Am frühen Abend hatte die Polizei dann mitgeteilt, sie sei mit starken Kräften vor Ort und habe den Bereich weiträumig abgesperrt, um jegliche Gefahren für die Bevölkerung auszuschließen.

21:36 Uhr

Bericht: Sicherheitskräfte im Iran verprügeln Professoren - Studierende attackiert

In der iranischen Hauptstadt Teheran sind Sicherheitskräfte örtlichen Medienberichten zufolge mit Gewalt gegen Studierende vorgegangen. Nach Protesten seien auch mehrere Professoren der renommierten Scharif-Universität verprügelt worden, berichtete die iranische Zeitung "Emtedad" auf Telegram. Polizisten und Sicherheitskräfte riegelten den Campus ab. Es sollen auch Schüsse gefallen sein. Die Journalistin Sima Sabet teilte auf Twitter ein Video, dass im Parkhaus der Uni gemacht worden sein soll. Darauf sind rennende Menschen zu sehen. Sie schreibt dazu: "Studenten der Scharif-Universität sind umzingelt von Sicherheitskräften." Die jungen Menschen hätten zuvor an einer Demo teilgenommen. In einem weiteren Tweet schreibt sie, dass die Studenten per Handy nach Hilfe bitten.

Auch in der Universität "Science & Technologie" seien Studenten demnach attackiert worden.

  • Seit Beginn der landesweiten Proteste im Iran haben an zahlreichen Universitäten Studierende gegen die Führung der islamischen Republik und ihren repressiven Kurs demonstriert.
  • Die Behörden haben daraufhin in vielen Städten Vorlesungen abgesagt. Auslöser der Demonstrationen ist der Tod der 22-jährigen Mahsa Amini vor gut zwei Wochen.
Mehr dazu lesen Sie hier.
21:13 Uhr

Autos fahren auf A62 nebeneinander - Fahrer fährt zwischen ihnen durch

Riskantes Überholmanöver auf der Autobahn 62 im Landkreis Kusel: Ein Fahrer eines schwarzen Kombis ging es offenbar am Nachmittag laut Polizei nicht schnell genug und er überholte deshalb auf der zweispurigen Strecke zwei nebeneinander fahrende Autos. Wie? Er fuhr zwischen ihnen durch. Bei dieser Aktion habe er den links von ihm fahrenden Wagen berührt. Dieser sei ins Schleudern gekommen und mit dem Fahrzeug auf der rechten Spur kollidiert. Das auf der rechten Spur fahrende Auto prallte daraufhin in die Leitplanke und wurde komplett beschädigt. Der Fahrer des Kombis flüchtete den Angaben zufolge von der Unfallstelle. Verletzt wurde zum Glück niemand. Die Polizei sucht Zeugen, die den Verkehrsrowdy oder seinen vermutlich beschädigten Wagen gesehen haben.

Eines der illegal überholten Fahrzeuge.

Eines der illegal überholten Fahrzeuge.

(Foto: Polizeidirektion Kaiserslautern)

20:45 Uhr

Massengrab auf früherem Schulgelände in Libyen entdeckt

Grausamer Fund in der libyschen Hafenstadt Sirte: Dort ist ein Massengrab mit 42 Leichen entdeckt worden. Das Grab befinde sich auf einem ehemaligen Schulgelände. Alle Leichen seien exhumiert worden, erklärte die zuständige Behörde. Gerichtsmediziner sollen nun DNA-Analysen vornehmen um die verstorbenen Menschen zu identifizieren, hieß es weiter.

Sirte war 2015 und 2016 eine Hochburg der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). IS-Kämpfer verteidigten die Stadt monatelang gegen regierungstreue Milizen, bis sie 2016 besiegt wurden. Die Kämpfe ließen die Stadt in Trümmern zurück, die IS-Milizen zogen sich in die Sahara-Wüste zurück. Im Oktober 2017 waren bereits die Leichen von 21 koptischen Christen in einem Massengrab in der Nähe von Sirte gefunden worden, die von IS-Kämpfern umgebracht worden waren.

20:15 Uhr

Mann in Räumen von Belfaster Fußballklub erschossen

Im Westen Belfasts ist ein Mann in den Räumlichkeiten eines lokalen Fußballklubs erschossen worden. Laut BBC drangen am Nachmittag zwei maskierte Bewaffnete in den Donegal Celtic FC Social Club ein, während dort Menschen gemeinsam Fußball schauten. Der Mann starb noch vor Ort. Informationen über weitere Verletzte gab es bisher nicht, auch die Hintergründe der Tat sind unklar. Die Polizei war am Nachmittag mit einem Großaufgebot an Kräften im Einsatz, sperrte die umliegende Umgebung ab und nahm Ermittlungen auf.

Das Clubhaus des Donegal Celtic Fußball Clubs ist Ort eines Verbrechens geworden.

Das Clubhaus des Donegal Celtic Fußball Clubs ist Ort eines Verbrechens geworden.

(Foto: picture alliance/dpa/PA Wire)

20:02 Uhr

Die Videos des Tages

19:58 Uhr

Hurrikan "Orlene" wird stärker und steuert auf Mexiko zu

Nächster Wirbelsturm nach "Ian": Der Hurrikan "Orlene" hat vor der mexikanischen Pazifikküste deutlich an Kraft gewonnen. Das Zentrum des Hurrikans der zweitstärksten Kategorie 4 lag am Morgen(Ortszeit) rund 170 Kilometer südwestlich von Cabo Corrientes im Bundesstaat Jalisco, wie der mexikanische Wetterdienst mitteilte. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 215 Kilometern pro Stunde bewege sich "Orlene" Richtung Norden. Der Hurrikan dürfte zunächst über die Islas Marías hinwegziehen und dann voraussichtlich am Dienstag zwischen San Blas und Mazatlán an der Pazifikküste auf das Festland treffen. Nach der Prognose des mexikanischen Wetterdienstes dürfte er als Hurrikan der Kategorie 1 auf Land treffen. Die Behörde warnte vor starkem Regen und hohen Wellen in den Bundesstaaten Jalisco, Colima, Sinaloa und Nayarit.

Dieses am 01.10.2022 aufgenommene und von der NOAA zur Verfügung gestellte Satellitenbild zeigt den Tropensturm "Orlene".

Dieses am 01.10.2022 aufgenommene und von der NOAA zur Verfügung gestellte Satellitenbild zeigt den Tropensturm "Orlene".

(Foto: picture alliance/dpa/NOAA/AP)

19:22 Uhr

Schüsse bei Streit: 16-Jähriger in U-Haft wegen Zweifach-Mordversuch

Zwei Gruppen sind in Baden-Württemberg in einen gewaltvollen Streit geraten: Ein 16-Jähriger sitzt nun wegen zweifachen versuchten Mordes in U-Haft. Nach aktuellem Ermittlungsstand soll er unvermittelt auf mehrere Personen geschossen haben, wie Staatsanwaltschaft und Polizei Heilbronn mitteilten. Zwei Männer seien jeweils von einem der abgefeuerten Projektile getroffen und schwer verletzt worden. Eine weitere Person wurde von einem dritten Projektil verfehlt, wie es hieß.

Zu der Auseinandersetzung zwischen den zwei Gruppen war es am Freitagabend in Leingarten im Landkreis Heilbronn gekommen. Der 16-Jährige sei knapp 24 Stunden nach der Tat festgenommen worden, gegen ihn sei Haftbefehl erlassen worden, hieß es. Die vermeintliche Tatwaffe sei sichergestellt worden. Worum es bei dem Streit ging, wurde nicht mitgeteilt.

18:46 Uhr

Irans Behörden verwehren Mahsa Aminis Vater Akteneinsicht

Was ist mit Mahsa Amini geschehen, nachdem sie von der Sittenpolizei aufgegriffen wurde? Ihr Vater will Antworten, doch die iranischen Behörden haben ihm die Akteneinsicht verwehrt. "Keiner gibt mir eine Antwort zum Tod meiner Tochter", wurde Amdschad Amini von örtlichen Medien zitiert. Die zuständigen Behörden "und auch die Gerichtsmedizin erlauben mir nicht mal Akteneinsicht", klagte er. Ihm werde nur immer wieder gesagt, dass er sich weiterhin gedulden müsse. Präsident Ebrahim Raisi habe versprochen, dass er den Fall untersuchen lassen werde. "Aber bislang ist noch nichts passiert", sagte er dem Nachrichtenportal Eghtesad-News zufolge. Die Anwälte Aminis hatten von der Justiz Akteneinsicht und die Videoaufnahmen der Polizei gefordert.

  • Die 22-jährige Mahsa Amini Mahsa Amini wurde letzten Monat wegen ihres angeblich "unislamischen Outfits" von der Sittenpolizei festgenommen. Was genau mit Amini danach geschah, ist unklar. Die Frau war ins Koma gefallen und am 16. September in einem Krankenhaus gestorben.
  • Kritiker werfen der Moralpolizei vor, Gewalt angewendet zu haben. Die Polizei weist die Vorwürfe entschieden zurück.

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18:14 Uhr

Mann attackiert Ehefrau in der Pfalz - Verfolgungsfahrt mit Polizei

Durfte sich laut Verfügung seiner Ehefrau nicht nähern, trotzdem hat ein 36 Jahre alter Mann seine Ehefrau und ihre Begleiterinnen in Neuwied attackiert und sich anschließend eine Verfolgungsfahrt mit der Polizei geliefert. Vor dem Vorfall heute Morgen hatten die Beamten dem Mann in der Nacht bereits einen Platzverweis erteilt. Was war passiert? Der 36-Jährige lauerte seiner Frau auf, hieß es. Nach kurzer Verfolgung mit seinem Fahrzeug zwang er die 33-Jährige zum Anhalten und zerrte sie aus dem Auto. Die Begleiterinnen der Frau gingen dazwischen und er griff auch sie an. Beim Eintreffen der Polizei flüchtete der Mann mit seinem Fahrzeug, konnte jedoch nach einer Verfolgungsfahrt in Gewahrsam genommen werden. Gegen ihn wurden mehrere Strafverfahren eingeleitet, unter anderem wegen Nötigung im Straßenverkehr, Körperverletzung und verbotener Autorennen.

17:41 Uhr

Demonstranten in Burkina Faso greifen französische Botschaft an

Burkina Faso kommt nicht zur Ruhe: Nach dem Putsch sind französische Einrichtungen Ziel teils gewalttätiger Proteste geworden. Mehrere Dutzend Unterstützer des neuen Junta-Chefs bewarfen die französische Botschaft in der Hauptstadt Ouagadougou mit Steinen und steckten Barrieren vor dem Gebäude in Brand, darunter auch das Eingangstor. Sicherheitskräfte setzten Tränengas ein, um die Demonstranten zu vertreiben. Auf dem Dach der Botschaft waren französische Soldaten postiert.

Für den Putsch verantwortliche Offiziere hatten dem bisherigen Junta-Chef Paul-Henri Sandaogo Damiba vorgeworfen, sich in einer Militärbasis der früheren Kolonialmacht Frankreich versteckt zu halten, um eine "Gegenoffensive" zu planen. In Onlinenetzwerken kursierten Gerüchte, Frankreich gewähre Damiba Schutz. Das französische Außenministerium verurteilte die "Gewalt gegen unsere Botschaft aufs Schärfste" und machte "feindliche Demonstranten, manipuliert von einer Desinformationskampagne," verantwortlich.

Update: Der abgesetzte Chef der Militärjunta, Paul-Henri Sandaogo Damiba, hat sich zum Rücktritt bereiterklärt. Er habe "sieben Bedingungen" für seinen Rückzug gestellt, darunter eine Sicherheitsgarantie für seine Verbündeten im Militär. Die neuen Machthaber sollen seine Bedingungen akzeptiert haben.

Wütende Unterstützer des Coups stecken die Eingangstür der französischen Botschaft in Brand.

Wütende Unterstützer des Coups stecken die Eingangstür der französischen Botschaft in Brand.

(Foto: picture alliance / AA)

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17:18 Uhr

Baerbock zu Frauen im Iran: "Wir stehen an eurer Seite"

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock hat den regierungskritischen Demonstranten im Iran ihre Unterstützung zugesagt. "Wir schauen hin. Wir stehen an eurer Seite", sagte die Grünen-Politikerin heute in Hannover bei einem Wahlkampfauftritt vor der Landtagswahl in Niedersachsen. Die Möglichkeiten der Außenpolitik seien manchmal begrenzt, räumte sie ein. "Aber wir können hinschauen. Wir können die Stimme dieser Frauen sein." Dazu erneuerte Baerbock ihre Ankündigung, der Fall gehöre vor den UN-Menschenrechtsrat, und sprach sich für weitere Sanktionen aus. Auf europäischer Ebene werbe sie in Brüssel für "gezielte Sanktionen", die diejenigen treffen sollen, "die diese Verbrechen zu verantworten haben, diejenigen, die willkürlich auf Demonstrationen einschießen", sagte die Ministerin.

"Wir werden das auch weiterhin auf die internationale Tagesordnung bringen, wenn es nicht mehr bei Twitter der wichtigste und stärkste Hashtag ist. Weil darauf kommt es an in solchen Zeiten: dass man auch dann hinschaut, wenn es nicht mehr in den Headlines ist", versprach sie.

17:06 Uhr

Die Schlagzeilen zum Nachmittag

16:40 Uhr

Darum will Prinz Frédéric von Anhalt Tom Kaulitz adoptieren

Er will sich seine Familie gerne aussuchen: Prinz Frédéric von Anhalt hat sich einen neuen Adoptivsohn auserkoren. Es stimme, dass er dem 33-jährigen Tom Kaulitz "ein Adoptionsangebot unterbreitet habe", erklärte der 79-Jährige der "Bild"-Zeitung. Der Tokio-Hotel-Star hatte seinen Fans bereits zuvor im Podcast "Kaulitz Hills - Senf aus Hollywood" darüber berichtet. Mit Tom hat das aber weniger zu tun, wie er dem Blatt weiter verrät. Der einzige Grund dafür sei, "dass ich damit automatisch seine Frau Heidi Klum zur Prinzessin von Anhalt mache. Nur das interessiert mich doch!" Nur blöd, dass Tom Kaulitz kein Interesse an einer Adoption hat.

Bekannt für seine Ehe mit der Schauspielerin Zsa Zsa Gabor: Prinz Frédéric von Anhalt

Bekannt für seine Ehe mit der Schauspielerin Zsa Zsa Gabor: Prinz Frédéric von Anhalt

(Foto: imago images/POP-EYE)

Insgesamt hat Prinz Frédéric von Anhalt übrigens mittlerweile sechs Adoptivsöhne: Der wohl bekannteste ist der 55-jährige Bordellbesitzer und Reality-TV-Teilnehmer Marcus Eberhard Edward Prinz von Anhalt.

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16:15 Uhr

Ukrainerin in Berlin getötet - Haftbefehl gegen Ehemann

Nach dem gewaltsamen Tod einer ukrainischen Frau in einer Flüchtlingsunterkunft in Berlin hat ein Richter Haftbefehl gegen den mutmaßlichen Täter erlassen. Laut Polizei wird dem 50-jährigen Ehemann Totschlag vorgeworfen. Nach den bisherigen Ermittlungen geriet das Paar aus der Ukraine in der Unterkunft in Alt-Hohenschönhausen am Vortag in Streit. Dabei soll der Mann seine 44-jährige Frau tödlich verletzt haben. Medienberichten zufolge soll er eine Stichwaffe benutzt haben - das bestätigten die Ermittler aber bisher nicht.

Nach Angaben aus dem Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) mussten die 6 und 17 Jahre alten Kinder des Paares die Tat mit ansehen. Die ältere Tochter habe Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes alarmiert, die sofort versucht hätten, das Leben der Mutter zu retten, so LAF-Sprecher Sascha Langenbach. Am Ende gelang das nicht. Die beiden Kinder des Paares - zwei Mädchen - wurden in die Obhut des Jugendamtes gegeben. Sie sollen nach Angaben Langenbachs zusammen bleiben können. Sie würden nach dem schrecklichen Geschehen auch psychologisch betreut. Für Beschäftigte und Bewohner in der Flüchtlingsunterkunft gebe es ebenfalls psychologische Hilfsangebote. Auch für sie seien die Vorkommnisse sehr belastend.

Update: Laut Staatsanwaltschaft starb die 44-Jährige an Stichverletzungen. Das habe die Obduktion ergeben.

15:50 Uhr

Messerangriff in Bremer Friseursalon: 33-Jähriger wird schwer verletzt

Ein 33-jähriger Mitarbeiter eines Friseursalons wurde bei einer Messerattacke in der Bremer Innenstadt schwer verletzt. Laut Polizei wurde ein 38 Jahre alter Tatverdächtiger festgenommen. Der Mann hatte am Vortag zunächst im Wartebereich des Geschäfts gesessen. Weil er sich auffällig verhielt und offenbar Drogen konsumierte, bat ihn das spätere Opfer, den Laden zu verlassen. Der Mann kam der Aufforderung zunächst nach, kurze Zeit später versuchte er aber, erneut ins Friseurgeschäft zu gelangen. Der Mitarbeiter hielt die Tür zu, der 38-Jährige stieß diese aber auf und stach mit einem Messer auf den Mann ein. Der Angreifer floh daraufhin. Die Polizei stellte ihn kurze Zeit später. Das Messer fanden sie bei ihm. Bei der Festnahme leistete der Mann Widerstand, er beleidigte und bespuckte die Einsatzkräfte. Die Polizei ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdelikts. Der Mitarbeiter wurde in ein Krankenhaus gebracht, mehr ist über seinen Zustand derzeit nicht bekannt.

15:07 Uhr

Bericht: Beim Entlastungspaket lässt Ampel wichtige Fragen zur Finanzierung offen

Vor den Bund-Länder-Beratungen am Dienstag werden einem RND-Bericht zufolge in einem vorbereitenden Papier zum dritte Entlastungspaket wichtige Finanzierungsfragen offengelassen, etwa zur Modernisierung und Ausbau des ÖPNV. Anstelle der von den Ländern geforderten Erhöhung der sogenannten Regionalisierungsmittel um 1,65 Milliarden Euro jährlich bietet der Bund dem Papier zufolge eine Erhöhung um jeweils 1,5 Milliarden Euro an, wie das RND schreibt. Bedingung dafür sei zudem, dass die Länder sich in "mindestens gleicher Höhe" beteiligen. Die Debatte um die Regionalisierungsmittel hängt eng mit der Frage zusammen, inwiefern es eine Nachfolgereglung für das 9-Euro-Ticket geben soll. Hierzu werden in der Beschlussvorlage die Verkehrsministerinnen und Verkehrsminister aufgefordert, zügig Einzelheiten festzulegen, heißt es dort.

Offen bleibt in dem Papier dem Bericht zufolge auch, wie die Finanzierung der Wohngeldreform zwischen Bund und Ländern aufgeteilt werden soll. Auch auf die Frage der Flüchtlingsfinanzierung reagiert der Bund demnach ausweichend. "Bund und Länder werden die vereinbarten Gespräche zur Flüchtlingsfinanzierung zeitnah zum Abschluss bringen", heißt es im Beschlussvorschlag. Man beteilige sich schon "jetzt an den Kosten der Länder in Höhe von 5,5 Milliarden Euro jährlich".

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14:35 Uhr

Dortmund: 150 Menschen müssen nach Zwischenfall in Zug ausharren

Etwa 150 Bahnreisende haben am Vorabend zwischen Witten und Dortmund nach einem Zwischenfall mehrere Stunden in einem Zug warten müssen. Laut Bundespolizeisprecherin hatte der Zugführer des Regionalexpress 4 gegen 20.30 Uhr etwas bemerkt und daraufhin bei einer Geschwindigkeit von 140 Kilometern pro Stunde eine Schnellbremsung ausgeführt. Es habe eineinhalb bis zwei Kilometer gedauert, ehe der Zug zum Stehen gekommen sei. Daraufhin hätten Polizisten die gesamte Strecke abgesucht, im Dunkeln aber zunächst nichts gefunden. Erst ein Polizeihubschrauber habe per Wärmebildkamera schließlich eine Person ausfindig machen können. Laut WDR wurde die Person vom Zug erfasst. Mehr Informationen liegen derzeit nicht vor.

Gegen 23.40 Uhr habe dann die Evakuierung des Zuges stattgefunden, sagte die Sprecherin. Die komplette Strecke habe erst heute um 2.00 Uhr wieder freigegeben werden können. Mit S-Bahn und Taxi seien die Reisenden weiter nach Dortmund gebracht worden.

Rat und Nothilfe bei Suizid-Gefahr und Depressionen
  • Bei Suizidgefahr: Notruf 112
  • Deutschlandweites Info-Telefon Depression, kostenfrei: 0800 33 44 5 33

  • Beratung in Krisensituationen: Telefonseelsorge (0800/111-0-111 oder 0800/111-0-222, Anruf kostenfrei) oder Kinder- und Jugendtelefon (Tel.: 0800/111-0-333 oder 116-111)
  • Bei der Deutschen Depressionshilfe sind regionale Krisendienste und Kliniken zu finden, zudem Tipps für Betroffene und Angehörige.
  • In der Deutschen Depressionsliga engagieren sich Betroffene und Angehörige. Dort gibt es auch eine E-Mail-Beratung für Depressive.
  • Eine Übersicht über Selbsthilfegruppen zur Depression bieten die örtlichen Kontaktstellen (KISS).

14:24 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

einen wunderschönen guten Tag für Sie. Meine Kollegin Heidi Ulrich hat irgendwas gemacht, dass die Sonne sich jetzt auch mal zeigt und hat dafür verdient Feierabend gemacht. Ich bin für die zweite Tageshälfte zuständig und durchforste nun die News aus aller Welt. Ich hoffe, Sie haben auch Lust und Zeit, mich etwas auf dem Weg zu begleiten.

Bei Fragen oder Anregungen zum Format ist das der heiße Draht: dertag@n-tv.de

Ihre Yuki Schubert

14:06 Uhr

IS soll Anschlag auf Schule in Israel geplant haben

In der israelischen Stadt Nazareth sind sechs mutmaßliche Anhänger der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) festgenommen worden. Die Zelle habe mehrere Anschläge geplant, sagt der israelische Geheimdienst Schin Bet. Ein Anschlagsziel sei ein muslimisches Gymnasium in Nazareth, weil dort Sexualkunde unterrichtet wird. Die Festnahmen der sechs israelischen Araber seien bereits vor einigen Wochen erfolgt. Der Geheimdienst erklärt weiter, die Festnahme der Männer sei bedeutsam und werfe ein Licht auf den Einfluss des IS in Israel. Im Namen der Organisation seien im März Anschläge auf israelische Bürger in Beerscheva, Chadera und Jerusalem verübt worden. Allein bei diesen Anschlägen wurden sieben Menschen getötet, sie waren Teil einer Terrorwelle in Israel.

13:34 Uhr

Geheimdienst-Experte warnt vor Angriffen auf Unterseekabel

Bei den Gaslecks in den Nordstream-Pipelines geht der Westen von Sabotage aus und beschuldigt Russland. Der Vorsitzende des Geheimdienst-Kontrollgremiums des Bundestags, Konstantin von Notz, warnt vor weiterer Sabotage der kritischen Infrastruktur auf den Meeresböden. Um deren Schutz stehe es sehr schlecht, sagt der stellvertretende Grünen-Fraktionsvorsitzende dem "Handelsblatt". "Die Anfälligkeit unter Wasser liegender Leitungen für Spionage und Sabotage ist hoch." Verschiedene Armeen, darunter auch die russische, hätten den Meeresboden im Blick. Sie hätten Unterseeboote und Einheiten im Einsatz, "deren originäre Aufgabe es ist, Kommunikation über Unterseekabel auszuforschen, Leitungen zu manipulieren und gegebenenfalls auch irreparabel zu schädigen".

13:08 Uhr

Charles sagt Reise zu Klimagipfel ab - wohl auf Drängen von Truss

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Damals noch Prinz: Charles spricht beim UN-Klimagipfel in Glasgow letztes Jahr.

(Foto: picture alliance / ANP)

Zwischen der neuen britischen Regierung und dem neuen König knirscht es offenbar. König Charles engagiert sich seit Jahrzehnten für den Klimaschutz und hatte vor, nächsten Monat beim Weltklimagipfel in Ägypten entsprechende Reden zu halten. Der Buckingham-Palast bestätigt jetzt aber bei Sky News, dass der König doch nicht nach Ägypten reisen wird. Die "Sunday Times" berichtet unter Berufung auf eine Palastquelle, Regierungschefin Liz Truss habe ihm von der Teilnahme abgeraten. Aus Regierungskreisen heißt es laut dem Bericht, Palast und Regierung hätten gemeinsam beschlossen, dass es "passendere Optionen für den ersten Staatsbesuch des neuen Königs" gebe. Truss will in Großbritannien zum klimaschädlichen Fracking zurückkehren, neue Gasfelder erschließen und hat den erzkonservativen Jacob Rees-Mogg zum Energieminister gemacht, der sich in der Vergangenheit skeptisch zum Klimawandel geäußert hat. Eine Charles nahe stehende Quelle sagt der "Times", der König sei "persönlich enttäuscht", werde aber Wege finden, beim Klimagipfel Präsenz zu zeigen.

12:33 Uhr

Mehr als vier Millionen Corona-Impfdosen abgelaufen

Ende September haben rund 4,6 Millionen Dosen Corona-Impfstoff im zentralen Lager des Bundes das Verfallsdatum erreicht. Darunter seien rund 3,9 Millionen Dosen von Moderna und rund 0,7 Millionen Dosen von Novavax, bestätigt das Gesundheitsministerium.

Gesundheitsminister Karl Lauterbach habe "bei der Impfstoffbestellung jedes Maß und Ziel verloren", kritisiert CSU-Gesundheitspolitiker Stephan Pilsinger in der "Welt am Sonntag". Das Gesundheitsministerium argumentiert, dass Impfstoff weggeworfen werde, sei "logische Konsequenz aus dem Portfolio-Ansatz". Dieser beinhalte, dass unterschiedliche Impfstoffe angeschafft würden, um allen Impfwilligen ein Angebot machen zu können.

Warum hatte Deutschland den Impfstoff nicht weitergegeben? Vor gut zweieinhalb Wochen sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums dazu, die Möglichkeit, überschüssigen Impfstoff an andere Länder zu spenden, leide unter schwacher Nachfrage. Die Bundesregierung bemühe sich um eine Weitergabe der Stoffe, sagte er damals. "Die Wahrheit ist aber schlicht und ergreifend, dass es zurzeit an Abnehmern mangelt." Abgelaufene Dosen müssten nach den derzeitigen Regeln vernichtet werden.

11:43 Uhr

Bundestagsdelegation sieht China als "nervöse Diktatur"

Die Bundestagsdelegation in Taiwan reagiert mit deutlichen Worten auf Chinas Kritik am deutschen Besuch in Taiwan. Der Leiter der Delegation, CDU-Politiker Klaus-Peter Willsch, sagt, die Parlamentariergruppe pflege außenpolitische Beziehungen zum taiwanischen Parlament, wozu auch gegenseitige Besuche gehörten. "Nicht die friedliche Reise zu einer Demokratie ist das Problem. Sondern die völlige Überreaktion einer nervösen Diktatur, die auf Worte mit Raketen und militärischer Aggression reagiert", sagt Willsch. "Ein Austausch von Parlamentariern darf weder als Vorwand für ein säbelrasselndes Verhalten der chinesischen Kommunisten noch als Entschuldigung für eine weitere Verletzung von Taiwans See- und Luftraum dienen." Im August hatte die Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, Taiwan besucht. Daraufhin startete China aus Protest ein Manöver und hält seither mit verstärkten Einsätzen von Kriegsschiffen und Flugzeugen in der Nähe von Taiwan den militärischen Druck aufrecht.

11:13 Uhr

Verdächtige Drohnen überfliegen Truppenübungsplatz

An einem Truppenübungsplatz der Bundeswehr hat es in der Nacht zum Samstag verdächtige Drohnenflüge gegeben. Es sei "wiederholt zu Drohnenüberflügen mehrerer Drohnen über der Bundeswehrliegenschaft sowie dem angrenzenden Truppenübungsplatz Wildflecken" in Bayern gekommen, erklärt eine Sprecherin des Bundesverteidigungsministeriums. Die Polizei sei "unmittelbar informiert" worden und habe Ermittlungen aufgenommen. "Eine Gefährdung der Bevölkerung bestand zu keiner Zeit", betont die Sprecherin. Darüber, wer die Drohnen gesteuert haben könnte, sagt sie nichts. Das Portal "Business Insider" berichtet, auf dem Gelände bilde die Bundeswehr ukrainische Soldaten an gepanzerten Fahrzeugen des Typs Dingo aus. Berlin hat Kiew die Lieferung solcher Fahrzeuge zugesagt. Der "Spiegel" hatte Ende August berichtet, deutsche Sicherheitsbehörden hätten Hinweise darauf, dass russische Geheimdienste die Ausbildung von ukrainischen Soldaten an westlichen Waffensystemen in Deutschland ausspähten. So habe der Militärische Abschirmdienst verdächtige Fahrzeuge an Zufahrten zu zwei Kasernen entdeckt, auch hätten mehrmals Kleindrohnen Übungsplätze überflogen.

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10:43 Uhr

Fast jeder Zweite will bei Weihnachtsshopping sparen

Viele Menschen in Deutschland machen sich Gedanken darüber, wie sie dieses Jahr das Weihnachtsfest finanzieren. In einer YouGov-Umfrage will fast die Hälfte der Befragten (44 Prozent) für die Feiertage weniger Geld ausgeben als sonst. Rund zwei Drittel der Sparwilligen wollen dabei zuallererst die Ausgaben für Geschenke begrenzen. Die geplanten Ausgaben sinken demnach um rund ein Viertel auf durchschnittlich 234,90 Euro. Mehr als jeder Fünfte (22 Prozent) hat vor, überhaupt kein Geld für Weihnachtsgeschenke ausgeben zu wollen. Im Vorjahr hatten das nur sieben Prozent der Befragten gesagt. Die Größe des Weihnachtsbaums (11 Prozent), das Weihnachtsessen (9 Prozent) oder die Reisekosten zum Familienfest (9 Prozent) stehen bei deutlich weniger Menschen zur Disposition. Nur rund ein Drittel will sich finanziell nicht einschränken. Der Rest feiert kein Weihnachten oder macht keine Angaben.

10:17 Uhr

Regierungspartei gewinnt Parlamentswahl in Lettland

Im EU- und NATO-Land Lettland haben die Menschen gestern das Parlament neu gewählt, inzwischen sind nach offiziellen Angaben 91 Prozent der Wahlbezirke ausgezählt. Demnach bleibt die liberalkonservative Partei Jauna Vienotiba von Regierungschef Krisjanis Karins stärkste Kraft, sie kommt auf 19 Prozent der Stimmen. Um auch die neue Regierung anzuführen, muss Karins aber erneut zusätzliche Partner für ein Mehrparteien-Bündnis finden. Von Karins' drei Koalitionspartnern schaffte nur eine sicher den Sprung ins Parlament: die nationalkonservative Nationale Allianz. Wichtigstes Wahlkampfthema in Lettland war der Krieg in der Ukraine. Lettland grenzt an Russland. Ein Viertel der Letten ist russischsprachig. Ein Großteil der lettischen Bevölkerung fürchtet laut Umfragen, dass auch ihr Land von Russland attackiert werden könnte. Karins hat sich klar gegen das russische Vorgehen ausgesprochen.

09:54 Uhr

UN: Zwei im Iran festgehaltene US-Bürger kommen frei

Ein seit rund sechs Jahren im Iran festgehaltener US-Amerikaner kommt nach Angaben der Vereinten Nationen frei. Der 85-Jährige dürfe für eine medizinische Behandlung ins Ausland reisen, teilt ein UN-Sprecher mit. Auch sein Sohn sei aus der Haft im Iran entlassen worden, beides sei auf Bitten von UN-Generalsekretär António Guterres geschehen. Der 85-Jährige ist ein ehemaliger UNICEF-Mitarbeiter, der 2016 festgenommen wurde, nachdem er in den Iran gereist war, um die Freilassung seines Sohnes zu erwirken, der im Vorjahr verhaftet wurde. Beiden wurde Spionage vorgeworfen, sie wurden zu zehn Jahren Haft verurteilt. Der Vater wurde 2018 aus medizinischen Gründen aus der Haft entlassen und unter Hausarrest gestellt.

Iranische Medien berichten nun von einem Gefangenenaustausch. Laut der regierungsnahen Nachrichtenagentur Tasnim sollen auch eingefrorene iranische Gelder in Milliardenhöhe freigegeben werden. Die Freilassung der US-Bürger findet vor dem Hintergrund einer Wiederbelebung des Atomabkommens von 2015 statt. Unter dem damaligen US-Präsidenten Donald Trump waren die USA 2018 einseitig aus dem Abkommen ausgestiegen und hatten neue massive Sanktionen gegen den Iran verhängt.

09:22 Uhr

Space X nimmt "Hubble"-Umlaufbahn unter die Lupe

Unternehmer Elon Musk hat ein neues Weltraum-Projekt: Sein Raumfahrtunternehmen SpaceX will im nächsten halben Jahr untersuchen, ob sich das Weltraumteleskop "Hubble" in eine stabilere Umlaufbahn verfrachten lässt - und zwar mithilfe des "Dragon"-Raumschiffes von SpaceX. Die NASA gibt ihm und dem Technologie-Unternehmer und Milliardär Jared Isaacman, der letztes Jahr Teil der ersten nur mit Privatpersonen besetzten Raumfahrtmission war, die Erlaubnis für die Untersuchung. Was sich daraus ergibt, ist offen. Musk und Isaacman hatten der NASA das Projekt vorgeschlagen. Geld würden sie dafür zumindest erstmal nicht bekommen, sagt die Raumfahrtbehörde. Wenn das Weltraumteleskop in eine höhere und stabilere Umlaufbahn versetzt werden könnte, könnte es möglicherweise mehrere Jahre länger betrieben werden als in seinem derzeitigen Orbit.

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Das Weltraumteleskop "Hubble" ist seit 1990 in einer Höhe von etwa 550 Kilometer über der Erde im Einsatz.

(Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

08:53 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser!

Schauen wir auf die Termine des Tages:

  • Die Brasilianer stimmen über ihren neuen Präsidenten ab. Der linke Ex-Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva fordert den rechten Amtsinhaber Jair Bolsonaro heraus. In den Umfragen liegt Lula deutlich vorn. Allerdings hat Präsident Bolsonaro bereits im Vorfeld Zweifel am Wahlsystem gestreut und angedeutet, das Ergebnis möglicherweise nicht anzuerkennen.
  • Auch in Bosnien-Herzegowina wählen die Menschen die Staatsspitze. Daneben bestimmen sie das Bundesparlament und die Parlamente in den beiden weitgehend selbstständigen Landesteilen. Der serbische Landesteil strebt unter seiner gegenwärtigen Führung die Abspaltung von Bosnien an.
  • Und noch eine Wahl: Bulgarien wählt zum vierten Mal in eineinhalb Jahren ein neues Parlament. Die Abstimmung wurde notwendig, weil die liberal-sozialistische Koalitionsregierung durch ein Misstrauensvotum im Juni gestürzt worden war.
  • Im britischen Birmingham hält die Konservative Partei von Premierministerin Liz Truss ihren Parteitag ab. Bis Mittwoch diskutieren Hunderte Delegierte aus ganz Großbritannien, aber auch Vertreter aus Wirtschaft und Gesellschaft über den künftigen Kurs der Regierungspartei.
  • Außerdem berichten wir unter anderem weiter über die Hintergründe der Massenpanik nach einem Fußballspiel in Indonesien mit mindestens 174 Toten.
08:21 Uhr

Peking reagiert verärgert auf deutschen Besuch in Taiwan

China protestiert gegen den Besuch einer Delegation des deutschen Bundestages in Taiwan. Aus Peking heißt es, "Taiwan ist ein untrennbarer Teil des chinesischen Territoriums". Ein Außenamtssprecher ruft die deutschen Abgeordneten auf, sich an den "Ein-China-Grundsatz" zu halten und ihre Interaktionen mit den "separatistischen Unabhängigkeitskräften" in Taiwan "sofort einzustellen". Mit seiner "Ein-China-Doktrin" erlaubt China seinen diplomatischen Partnern nicht, gleichzeitig Beziehungen zu Taiwan pflegen. Die Führung in Peking betrachtet die demokratische Inselrepublik als abtrünniges Gebiet und erhebt außerdem Anspruch auf die Meerenge zwischen Festland-China und Taiwan. Bei ihrem Besuch in Taiwan wollen sich die sechs Bundestagsabgeordneten fünf Tage lang ein Bild von der angespannten Sicherheitslage sowie der wirtschaftlichen und politischen Entwicklung machen.

07:52 Uhr

Zahl der Beschwerden über verspätete Briefe steigt enorm

Die Beschwerden über verspätete oder gar nicht angekommene Briefe häufen sich in einem außergewöhnlichen Ausmaß. Die Bundesnetzagentur schreibt, im September seien fast 5000 Post-Beschwerden eingegangen, somit seien es im dritten Quartal rund 11.500 gewesen. Zum Vergleich: In der ersten Jahreshälfte waren es rund 8900 und im gesamten Vorjahr 15.100 Beschwerden. Die Behörde sagt, meist sei es bei den Beschwerden im Sommer um Briefe gegangen. Für den Briefbereich gab es deshalb mehrere Ermahnungen seitens der Behörde. Sanktionen kann sie allerdings nicht verhängen. Und geklärt ist damit auch nicht, warum so viele Briefe erst spät oder gar nicht ankamen. Womöglich ist dies ein Hinweis: Die Deutsche Post hatte Mitte September von "Unregelmäßigkeiten bei der Zustellung" in den Sommermonaten Juli und August gesprochen und dies mit einem coronabedingt hohen Krankenstand und mit dem Fachkräftemangel begründet. Eine Firmensprecherin sagte damals, dass die betriebliche Lage inzwischen "wieder stabil" sei. Die September-Zahlen lassen aber vermuten, dass die Probleme noch immer nicht behoben sind.

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07:11 Uhr

Lauterbach pocht auf Maskenpflicht in Innenräumen

Die Bundesländer können darüber entscheiden, ob zum Beispiel in Geschäften wieder eine Maskenpflicht gelten soll. Gesundheitsminister Lauterbach ruft die Länder nun auf, mit einer Maskenpflicht in Innenräumen nicht zu lange zu warten. Bei Twitter postet der SPD-Politiker eine Grafik, die einen starken Anstieg der Corona-Zahlen in Bayern und besonders München seit dem Beginn des Oktoberfests zeigt, und schreibt: "Das wäre nicht nötig gewesen, wenn vor dem Einlass Selbsttests gemacht worden wären. Auf 2-3 Euro wäre es bei den Preisen pro Maß nicht angekommen. Die Entwicklung zeigt aber, was passieren wird, wenn die Länder mit der Maskenpflicht im Innenraum zu lange warten." In Bayern ist die Sieben-Tage-Inzidenz innerhalb einer Woche um 86 Prozent auf 655 am Freitag gestiegen, in München um fast 200 Prozent auf 793. Bundesweit einheitlich gibt es eine FFP2-Maskenpflicht nur in Fernzügen und Fernbussen, Pflegeheimen, Kliniken und Arztpraxen. Den Rest regeln die Länder.

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06:26 Uhr

Deutsche Justiz könnte wegen Pipeline-Lecks ermitteln

Auch der deutsche Generalbundesanwalt könnte Ermittlungen wegen der mutmaßlichen Anschläge auf die Nord-Stream-Pipelines aufnehmen. "Es ginge dann möglicherweise um eine verfassungsfeindliche Sabotage mit Auswirkungen auf Deutschland. Auch der Straftatbestand des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion kommt infrage", sagt Justizminister Marco Buschmann der "Bild am Sonntag". Es ginge dann vor allem um die Zusammenarbeit mit anderen Staaten, insbesondere der EU, um der Täter habhaft zu werden und sie in Deutschland vor Gericht zu stellen, sagt der FDP-Politiker. Der Westen macht Russland für die Lecks in den Nord-Stream-Pipelines verantwortlich. Russland bestreitet das.

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