"Sehr menschlich"Ben Affleck verteidigt Einsatz von KI in seinem Film

Für seinen neuen Thriller "Animals" setzt Schauspieler und Regisseur Ben Affleck auf künstliche Intelligenz. Es gehe ihm aber nicht darum, Menschen zu ersetzen, sondern vielmehr um eine "glaubwürdige Realität".
Ben Affleck setzt bei seinem neuen Thriller "Animals" offenbar deutlich stärker auf Künstliche Intelligenz als viele andere Hollywood-Produktionen. "Wir haben KI für viele Dinge verwendet", erklärte der Schauspieler und Regisseur laut "The Hollywood Reporter" bei der Bloomberg-Veranstaltung "Screentime 2026". Gleichzeitig betonte er, dass es bei seinem Einsatz der Technologie aber nicht darum gehe, Menschen zu ersetzen.
Affleck verglich den Umgang mit KI mit einem Zaubertrick: Wenn der Zauberer vor der Vorstellung verrate, wo das Kaninchen versteckt sei, werde die Illusion zerstört. Auch beim Filmemachen gehe es schließlich darum, eine glaubwürdige Realität zu erschaffen.
Er stehe dem Einsatz von KI grundsätzlich positiv gegenüber. Affleck beschrieb "Animals" bei dem Event als "sehr menschlich". Der Netflix-Film sei ein Beispiel dafür, wie sich die Technologie verantwortungsvoll einsetzen lasse. KI sei für ihn eine weitere Form der technischen Entwicklung, die sich in eine lange Reihe von Neuerungen in Film und Fernsehen einfüge.
Die Sorge, dass KI vielen Filmschaffenden längerfristig den Job kosten könnte, teilt Affleck augenscheinlich nicht. Er erklärte, dass sich schließlich allein durch einen Texteingabebefehl kein Film erschaffen lasse, den Menschen tatsächlich sehen wollten.
Affleck ist Mitgründer eines KI-Unternehmens
Interessant ist dabei Afflecks Verbindung zum Thema Künstliche Intelligenz: Erst im März hatte Netflix das von ihm mitgegründete KI-Unternehmen InterPositive übernommen. Die Technologie des Unternehmens soll Filmschaffende unter anderem bei Aufgaben der Nachbearbeitung unterstützen. Affleck hatte damals betont, die Werkzeuge sollten die kreative Arbeit von Filmschaffenden unterstützen und nicht deren Leistungen ersetzen. Ob und in welcher Form die Technik von InterPositive auch bei "Animals" zum Einsatz kam, ließ Affleck offen.
In "Animals" spielt Affleck einen Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters von Los Angeles. Als sein Sohn entführt wird, müssen er und seine Ehefrau alles daransetzen, das geforderte Lösegeld aufzutreiben. Kerry Washington, Steven Yeun und Gillian Anderson gehören ebenfalls zum Ensemble. Affleck führte Regie und schrieb das Drehbuch gemeinsam mit Connor O. McIntyre und Billy Ray. Der Film startet am 9. Oktober in ausgewählten Kinos und bei Netflix.